Zitat von Convallaria im Beitrag #329Ich passe im öffentlichen Raum auch auf, was ich sage. Schon immer. Aber nicht, weil ich das Gefühl habe, dass "man ja nichts mehr sagen darf" oder so, sondern weil ich finde, dass etliche Themen nichts für den öffentlichen Raum sind. Religion, Politik, Finanzielles zum Beispiel. Gehört da einfach nicht hin.
Das wundert mich sehr. Politik kommt sprachlich von "Res Publica" ("öffentliche Sache"). Wo, wenn nicht im öffentlichen Raum, sollte man denn über Politik sprechen? Dass Politik und Religion beim unverbindlichen Smalltalk heikel sein können, ist wieder ein anderes Thema. Aber ansonsten sind das doch geradezu klassische Themen für die offene und öffentliche Diskussion.
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #349 Genau diesen Diskussionsstil finde ich absolut indiskutabel.
Es geht um einen Standpunkt, der absolut legitim und diskussionswürdig ist (die Ablehnung der Gender-Sprache in einer bestimmten Form.) Du rückst Menschen, die diesen Standpunkt vertreten, also immerhin gut 70% der Bevölkerung, in einer nicht besonders subtilen Weise in die Nähe von Nazi-Schlägern oder deren Unterstützern. Und gleich wirst du wieder in einem herablassenden Ton erklären, du hättest diesen Zusammenhang nie und nimmer hergestellt und man würde dir die Worte im Mund verdrehen.
Diese Art von Polemik ist wirklich geeignet, das Diskussionsklima nachhaltig zu vergiften.
Ich habe die interessierten Kreise, die das Thema Gendern immer wieder hochkochen, in die Nähe von Nazis gestellt und nicht gut 70 Prozent der Bevölkerung. Wirf mir nicht grundlos genau das vor, was du selbst praktizierst.
Auf weitere Falschbehauptungen und Manipulationen von dir werde ich nicht mehr eingehen, sondern sie direkt melden und an dieser Stelle den Dialog mit dir beenden..
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #351 Dass Politik und Religion beim unverbindlichen Smalltalk heikel sein können, ist wieder ein anderes Thema. Aber ansonsten sind das doch geradezu klassische Themen für die offene und öffentliche Diskussion.
Denkst du, die in der Studie zitierten Menschen meinen, dass sie in der öffentlichen, politischen Diskussion ihre Meinung nicht sagen dürfen? Das war mein Punkt.
Mögliche Fragestellung: "Im öffentlichen Raum sage ich alles offen, was ich denke." Oder "In der öffentlichen politischen Diskussion kann ich meine Meinung äußern, ohne Sanktionen fürchten zu müssen." (Oder abgeschwächt: Ohne persönliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Ist aber wieder Interpretationssache)
Wird vermutlich/hoffentlich unterschiedliche Resultate produzieren.
Zitat von noBarbie im Beitrag #352Ich habe die interessierten Kreise, die das Thema Gendern immer wieder hochkochen, in die Nähe von Nazis gestellt und nicht gut 70 Prozent der Bevölkerung.
Du strickst in gewisser Hinsicht an einer Verschwörungserzählung.
Ein bestimmter Standpunkt (die Ablehnung der Gender-Sprache bei einer breiten Mehrheit) passt dir nicht ins Konzept. Also wird er kurzerhand wegerklärt. In Wirklichkeit ist das Thema gar kein Thema, es wird nur "hochgekocht" von Menschen, die der Nazi-Ideologie anhängen, schwer gewaltbereit sind und ihre finstere Agenda durchdrücken wollen.
Und die siebzig Prozent sind vielleicht nicht selber Nazis, lassen sich aber willig instrumentalisieren, weil ihnen einfach der politische Durchblick fehlt.
Solche Argumentationsmuster finden sich eins zu eins in der Querdenker- oder Reichsbürgerszene wieder.
ZitatAuf weitere Falschbehauptungen und Manipulationen von dir werde ich nicht mehr eingehen, sondern sie direkt melden und an dieser Stelle den Dialog mit dir beenden..
Schade. Traust du den Mitleserinnen nicht zu, sich zum Geschriebenen eine Meinung zu bilden?
Zitat von Schreckgespenst im Beitrag #351 Dass Politik und Religion beim unverbindlichen Smalltalk heikel sein können, ist wieder ein anderes Thema. Aber ansonsten sind das doch geradezu klassische Themen für die offene und öffentliche Diskussion.
Denkst du, die in der Studie zitierten Menschen meinen, dass sie in der öffentlichen, politischen Diskussion ihre Meinung nicht sagen dürfen? Das war mein Punkt.
Mögliche Fragestellung: "Im öffentlichen Raum sage ich alles offen, was ich denke." Oder "In der öffentlichen politischen Diskussion kann ich meine Meinung äußern, ohne Sanktionen fürchten zu müssen." (Oder abgeschwächt: Ohne persönliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Ist aber wieder Interpretationssache)
Wird vermutlich/hoffentlich unterschiedliche Resultate produzieren.
Der Wortlaut war folgender:
"Würden Sie sagen, man kann in der Öffentlichkeit zu allem frei seine Meinung äußern, oder muss man da bei einigen oder bei vielen Themen vorsichtig sein?" klick
Wobei das natürlich reichlich Interpretationsspielraum lässt. Grundsätzlich ist es sicher sinnvoll, in politischen Diskussionen überlegt und "vorsichtig" zu argumentieren und nicht ungefiltert alles "rauszuhauen". Vorsicht und freie Meinungsäußerung schließen einander nicht aus. Je länger ich darüber nachdenke: Man kann die Fragestellung durchaus unglücklich finden.
Zitat von Sondermodell im Beitrag #355Schon das ist eine Unverschämtheit von dir.
Diese Nähe besteht lediglich darin, dass ich den interessierten Kreisen vorgeworfen habe,
Zitatvon weitaus wichtigeren Themen abzulenken, wie beispielsweise die Gefahren für die Meinungsfreiheit durch Hetze, Drohungen und Gewalt von Rechtsaußen und denen, die sich nicht scheuen, gemeinsam mit Nazis durch die Straßen zu ziehen.
Unverschämt ist es, mir etwas anderes unterstellen zu wollen.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Abschließend: Die Allensbach-Umfrage ist sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Ich selber erlebe das Diskussionsklima in der realen Welt nicht als extrem angespannt, in den sozialen Medien sieht es völlig anders aus. Und ich halte es für völlig plausibel, dass viele Menschen sich durch die Gefahr eines "Shitstorms" nachhaltig eingeschüchtert fühlen. Seien es Privatpersonen, politisch Engagierte oder Prominente. Das ist in meinen Augen durchaus eine Gefahr für die Meinugnsfreiheit.
"Die Mehrheit lehnt gendern ab - weil Rechte und Nazis das Thema immer wieder aufkochen"
"Baerbock (höchste Diplomatin im Staat) verstört mit einer undiplomatischen Aussage - weil die Russen da manipuliert haben"
Wenn einem etwas nicht gefällt, kommen "interessierte Kreise" ins Spiel, anstatt die Tatsachen zu akzeptieren, wie sie sind: Die Mehrheit will nicht gendern, weil sie nicht will. Baerbock hat etwas verbockt und es stünde ihr gut, das zuzugeben.
Was für ein schädlicher und demokratiefeindlicher Automatismus
Zitat von Max im Beitrag #165Wenn ich den Menschen in der Ukraine das Versprechen gebe: ‚Wir stehen an eurer Seite, solange ihr uns braucht´, dann werde ich diese Versprechen einhalten. Egal, was die deutschen Wähler denken.
Max, ich konnte kein offizielles Gesprächsprotokoll oder Video der Aussage bzw. den genauen Wortlaut Baerbocks finden... Vielleicht hast du oder jemand anders ein Video ihrer Rede gefunden? Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass sie das so formuliert hat, denn das wäre eine mehr als anti-demokratische Aussage.
Zitat von Chambord im Beitrag #183Und das nenne ich mal eine authentische Aus- und Ansage.
Sie hat ein Versprechen abgegeben und letztlich bleibt uns auch nichts anderes übrig, als der Ukraine zu helfen, wo und womit wir können.
Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, aber wir stehen vor der Auseinandersetzung Demokratie(n) vs. Autokratie(n)/Diktature(n). Wie in anderen Strängen bereits hinreichend ausdiskutiert, ist im Falle eines Gewinns Russlands die Frage, wann sie vor unseren direkten Grenzen stehen.
Ob uns das jetzt passt oder nicht, gepaart mit einem inzwischen ausgebrochenen Wirtschaftskrieg.
Es gibt viel zutun und die Regierung soll und macht ihre Arbeit nach - für meine Begriffe - Kräften.
Es wird Zeit, dass wir zusammenhalten und endlich diese Jammerei einstellen.
Ich kann diesen Hickhack inzwischen nicht mehr lesen.
Zitat von schlaucher im Beitrag #360Baerbock hat etwas verbockt und es stünde ihr gut, das zuzugeben. Was für ein schädlicher und demokratiefeindlicher Automatismus.
Verstehe ich nicht, was hat Sie denn verbockt?
Zitat von schlaucher im Beitrag #360"Baerbock (höchste Diplomatin im Staat) verstört
Zitat von schlaucher im Beitrag #360"Die Mehrheit lehnt gendern ab - weil Rechte und Nazis das Thema immer wieder aufkochen"
"Baerbock (höchste Diplomatin im Staat) verstört mit einer undiplomatischen Aussage - weil die Russen da manipuliert haben"
Wenn einem etwas nicht gefällt, kommen "interessierte Kreise" ins Spiel, anstatt die Tatsachen zu akzeptieren, wie sie sind: Die Mehrheit will nicht gendern, weil sie nicht will. Baerbock hat etwas verbockt und es stünde ihr gut, das zuzugeben.
Was für ein schädlicher und demokratiefeindlicher Automatismus
Convallaria, ich folge deinen Überlegungen. Ich denke zb daran, das ich jahrzehnte lang Angestellte der kath. Kirche war. (Heute hat sich das Klima in D verbessert). Wenn vor Verantwortlichen abweichende Positionen formuliert wurden, war das ein Kündigungsgrund. Stichwort Abtreibung zb.
Im Lauf der Zeit arbeitete ich mit mehreren Schwulen und Lesben zusammen. Im Kollegenkreis war ein gutes Klima. Wir kannten einander und waren zT befreundet. Vor dem Pfarrer wurde es sorgsam verheimlicht.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Ich sage es nicht. Aber ich habe auch keine Wähler. Aber sie sagt es. Hätte sie es nicht gesagt, dann hätten es andere gesagt. Und die anderen sagen dann, dass sie es nicht hätte sagen sollen.
Zitat von schlaucher im Beitrag #360"Die Mehrheit lehnt gendern ab - weil Rechte und Nazis das Thema immer wieder aufkochen"
"Baerbock (höchste Diplomatin im Staat) verstört mit einer undiplomatischen Aussage - weil die Russen da manipuliert haben"
Wenn einem etwas nicht gefällt, kommen "interessierte Kreise" ins Spiel, anstatt die Tatsachen zu akzeptieren, wie sie sind: Die Mehrheit will nicht gendern, weil sie nicht will. Baerbock hat etwas verbockt und es stünde ihr gut, das zuzugeben.
Was für ein schädlicher und demokratiefeindlicher Automatismus
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #372Von mir kein Daumen hoch. Ich beobachte fasziniert, wie dieses Thema Energie und Aufmerksamkeit bindet.
Wenn eine Ansage kommt: "Forschende haben herausgefunden..." dann diktiert das meinen Sprachgebrauch?
Bitte. Was ist mit einem Sturm gegen Rap-Texte: "Digga" "Bitch" "Fotze". ?
Wenn es um die Sprache ginge, wäre der Sturm gegen die Rap Szene da. Aber es geht doch nicht darum.
Dieses Argument finde ich etwas kurios. Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern auferlegen würden, Frauen als "Bitch" oder "Fotze" zu titulieren, wenn auf den Websites der öffentlich-rechtlichen Sender von "Bitches" oder "Fotzen" die Rede wäre, wenn Hochschulen Handreichungen für Abschlussarbeiten herausgeben würden und darin "Fotze" als Synonym für "Frau" definieren würden, dann würde man das berechtigterweise als unglaubliche Entgleisungen werten.
Die Text von Gangster-Rappern sind verbale Entgleisungen der übelsten Art, werden aber weit überwiegend auch ganz klar abgelehnt und spielen für den alltäglichen Sprachgebrauch unter Erwachsenen überhaupt keine Rolle.
Übrigens kann ich mir in diesem Zusammenhang eine Stichelei nicht verkneifen:
Es gibt den Typus der Soziologie-Studentin aus gutem Hause, die überall rigoros das Gendern einfordert, aber plötzlich ihre submissive Ader entdeckt, wenn es um gewaltverherrlichende und frauenfeindliche Rap-Texte geht. Da wird dann äußerst eloquent darüber referiert, dass diese Texte eine "Selbstermächtigung von marginalisierten Gruppen" darstellen und "die Kritiker*innen in interessierten Kreisen" zu finden sind. Überhaupt sei die Frauenfeindlichkeit im Rap eine "Zuschreibung" von "Nationalist*innen", die die "Migrant*innen" diskreditieren wollen... Da wird überall "struktureller Sexismus" und ein "Klima der Angst" gewittert, aber den ganz realen Sexismus von jungen Männern, die Frauen wie den letzten Dreck behandeln, will man nicht wahrnehmen.
Ich denke in dieser Hinsicht so platt wie die meisten Menschen: Wo "Bitch" und "Fotze" draufsteht, da ist ein Ausmaß an Frauenfeindlichkeit drin, das im zwischenmenschlichen Miteinander nichts verloren hat.