Zitat von vultura im Beitrag #196Ich denke, du machst es richtig, Mendo. Trotz guter KfW-Kreditmöglichkeiten
Ich bin nicht ganz sicher, aber im Moment herrscht eine Mischung aus Panikmache- und Goldgräberstimmung.
Also kühlen Kopf bewahren! Für dich rechnet es sich nicht. Für mich nicht das schon im letzten Jahr angedachte Balkon-Solarteil, das da noch erheblich billiger gewesen wäre. Ich suche eigentlich nur was für mögliche blackouts Deine gut gewartete Anlage wirds noch eine Weile machen und der Ölpreis sich in Grenzen halten, wenn nur noch eine Minderheit Heizöl bezieht
Vultura, mit dem Minigrubber bin ich schon gelegentlich in meinen Kästen und Kübeln am Werk. Von morgens bis abends Vollsonne und Wind in luftiger Höhe.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Sariana im Beitrag #200Vultura, ob sich etwas am Ende rechnet, hat man zum Zeitpunkt der Anschaffung doch nicht unbedingt in der Hand.
Nicht auf Heller und Pfennig, aber grundsätzlich. Da sieht es für Mendo eben anders aus als für eine Familie. Als ich vor besagten < 20 Jahren die Ölheizung nicht erneuern, sondern ersetzen wollte, musste ich schwer kämpfen, Öl war für mich aus mehreren Gründen keine Technologie mit Zukunft; meine Schwester ist bei ihren Häusern dabei geblieben. Und hat jetzt ein echtes Problem, denn sie kann die Mehrkosten nur begrenzt weitergeben. einige Male ging der Ölpreis noch ordentlich runter, bei der Gegenrechnung für Pellets+Solar sah es nach langer Laufzeit aus. Das hat sich aber nicht erst jetzt stark relativiert.
Zitat von Sariana im Beitrag #202Vultura, mit dem Minigrubber bin ich schon gelegentlich in meinen Kästen und Kübeln am Werk. Von morgens bis abends Vollsonne und Wind in luftiger Höhe.
übertreiben musst auch nicht. Deck die Erde ab, dann musst nicht mal jeden tag
Verzichten? Eigentlich auf nichts. Ich habe ganz viel nicht, was so deutscher Standard ist. Aber nicht, weil ich verzichte, sondern, weil ich keine Lust darauf habe. Einige kennen mich ja bereits aus den Minimalismus-Threads.
Reisen, große Wohnung, Herd, Mikrowelle, Trockner, Spülmaschine, Spüle in der Küche, Sofa, Fernseher, Musikanlage, Bügeleisen und -brett ... habe und mache ich alles nicht.
Viele Jahre hatte ich auch kein Internet und keinen Laptop mehr bzw. nur noch auf der Arbeit. Vor zwei Jahren hatte ich aber wieder Lust darauf (leider lese ich seitdem wieder weniger Bücher).
Ich bade nicht, sondern dusche und beheize nur ein Zimmer, weil ich nur ein Zimmer in meiner Wohnung nutze (dieses ist aber in kühlen Jahreszeiten Tag und Nacht mollig warm).
Auf Dinge, die mir wichtig sind, möchte ich ungern verzichten: ein warmes Zimmer (22 Grad min.), einmal am Tag duschen, Auto, Waschmaschine, E-Book-Reader und Handy.
Zitat von Mendo im Beitrag #206Also eine Wohnung ohne Küche? Das hält bestimmt schlank und erspart viel Arbeit.
Ich habe eine 1-Platten-Kochplatte. Aber oft esse ich kalt. Das muss ja nicht ungesünder sein. Oder ich esse woanders. Ich muss auf der Arbeit oft kochen, da mag ich Zuhause nicht noch mal kochen.
Ich bin nicht arg sparsam, aber ich gebe nicht soviel aus. Ich verreise sowieso nicht, fahre seit dem Homeoffice kaum noch mit dem Auto (wenn, dann leider aber Kurzstrecken - Einkaufen, weil ich in der einkaufstechnischen Diaspora lebe, oder mit dem Hund ein bissl raus). Ende 2019 habe ich ein tolles Rad gekauft, mit dem bin ich jetzt viel unterwegs. Klamotten kaufe ich eh nicht soviel und vor allem keine Saisonware, nicht trendy, lieber hochwertig und individuell, das kann ich ewig tragen. Oft gibt es auch das, was mir gut gefällt, im Sale. Einen neue Küche gab es vor ein paar Jahren, als die Situation ganz anders war, ansonsten ist meine Wohnung bis auf ein an sich schönes, aber "abgewohntes" Bad schön. Und jetzt würde ich eh keinen für einen komplizierten Badumbau herkriegen.
Am Essen - also an guten Lebensmitteln möchte ich nicht sparen. Hundefutter ist auch nicht verhandelbar: Madame braucht spezielle Ernährung, und davon auch fast das Doppelte dessen, was in ihrer Gewichtsklasse so üblich ist (wir sind uns da ähnlich). Das ist mir viel wichtiger, als zweimal im Jahr für zwei Wochen irgendwohin zu fahren. Meine Vergnügen sind recht günstig, ich bin am liebsten mit demm Hund in der Pampa, abends fahre ich mit dem Rad zum See und schwimme eine Runde, meine Freizeit verbringe ich gern im Garten und auf dem Balkon. Nur Theater, Konzert, Ballett und Restaurantbesuche sind teurere Vergnügungen, liegen aber weit unter dem Budget, das ich bräuchte, wenn Lust hätte, zu verreisen.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Mendo im Beitrag #206Also eine Wohnung ohne Küche? Das hält bestimmt schlank und erspart viel Arbeit.
Ich habe eine 1-Platten-Kochplatte. Aber oft esse ich kalt. Das muss ja nicht ungesünder sein. Oder ich esse woanders. Ich muss auf der Arbeit oft kochen, da mag ich Zuhause nicht noch mal kochen.
Es gibt da ohnehin keine Allgemeingültigkeiten, weil die Bedürfnisse und Lebensumstände der Menschen so unterschiedlich sind. Wenn ich irgendwann mal in Rente gehe, muss ich vielleicht doch mehr zuhause kochen und benötige einen Herd und eine Spüle. Dafür kann oder muss ich dann aufs Auto verzichten.
Was ich sehr ungern aufgeben würde: meine private Krankenhauszusatzversicherung.
Auch dieses Gefühl, jederzeit über Geld verfügen zu können, ist für mich absoluter Luxus. Bio-Brot, unterwegs Essen kaufen, nicht Preise vergleichen zu müssen, dummer Fehlkauf, Nachzahlung Nebenkosten, Zähne, Auto, Waschmaschine kaputt, Tier krank, Inflation, anderen zu helfen.....
Später wird das wohl nicht mehr möglich sein und langsam bereite ich mich darauf vor. Z.B., indem dies mein letztes Haustier sein wird.
Bis letztes Jahr war ich auch offen für das ein oder andere Beautytreatment. Ist mir nicht mehr so wichtig. Deshalb kann ich darauf gut verzichten.
Ich verzichte im Moment auf alles, weil ich krank im Bett liege. Super Methode zum Sparen.
Gute Besserung gewünscht, liebe Mendo.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Generell verzichte ich auf nichts. Im Gegenteil, ich gebe deutlich mehr Geld aus, weil ich das als meinen Beitrag für die Gesellschaft verstehe. Nur bei Wasser und Energie spare ich kräftig.
Wir sparen eigentlich noch nicht sooo arg. Reisen ist aber auch für uns ein Muss. Putzhilfe haben wir nicht, Kinder sind aus dem Haus, wohnen aber in unmittelbarer Nachbarschaft und kommen oft vorbei. Deswegen koche ich immer etwas mehr. Das Wochenende waren meine Eltern da, die haben wir gestern ins Restaurant eingeladen, seit langer Zeit. Sonst gehen wir selten essen. Bei Lebensmitteln achte ich aber auf Angebote, Fleisch wurde deutlich reduziert. Saisonales Gemüse ist gar nicht mal übermäßig teuer. Wir haben dieses Jahr so viele Äpfel wie nie, da mache ich Apfelmus draus und wecke es ein, das reicht meist fürs ganze Jahr. Wenn kalt wird, weil es kein Gas mehr gibt, haben wir einen Kamin. Der heizt zwar nur das Wohnzimmer, aber wenn sich alle Kinder und Enkel dort aufhalten, wärmt man sich ja gegenseitig. Holz haben wir genug.
Ich verzichte - schon immer - auf ein Auto. Lange konnten wir uns keins leisten, dann hätten wir können und wollten nicht mehr, weil wir uns an "ohne" gewöhnt hatten, und nun ist absehbar, dass ein Auto zu teuer wird. Fällt für mich aber generell unter "Klotz am Bein".
Seit Corona gehe ich nicht mehr zum Friseur, ich schneide und färbe selbst - wie früher schon. Klar macht der Friseur alles besser, aber das war halt Einsparpotential.
Wir gehen relativ selten essen und haben das (seit Corona) noch stärker eingeschränkt. Ich koche gern und außerdem müssen wir selbst Angebautes aus dem Garten verbrauchen, da passt das.
Eingeschränkt haben wir auch Wochenendausflüge mit Hotelübernachtungen. Das haben wir in der Vergangenheit sehr gern gemacht - und ich sage immer wieder: gut, dass wir das gemacht haben!
An Reisen sparen wir auch, aber ich hoffe, wir müssen das nicht völlig abschaffen, reisen ist mir wichtig.
Auch Kunst und Kultur, vor allem Theater- und Konzertbesuche, haben wir deutlich eingeschränkt. Eigentlich schade, aber es gibt auch Möglichkeiten, sowas für wenig Geld zu genießen und in diese Richtung werde ich mich künftig wieder orientieren. Und hoffen, dass manche Highlights wie Oper eben ab und an doch drin sind.
Zitat von Bisasam im Beitrag #220Fällt für mich aber generell unter "Klotz am Bein".
Verstehe ich gut. Ich versuche die damit zusammenhängende Arbeit so klein wie möglich zu halten. Mein Auto habe ich danach ausgesucht, welches Autohaus am nächsten liegt. Also bringe ich es einmal im Jahr zur Inspektion dort hin, laufe 6 Minuten zurück zur Wohnung und hole es später ab.
Mit "Klotz am Bein" meinst du aber wahrscheinlich auch die mangelnden Parkplätze?
Es wird mehr auf die Leine gehängt im Keller statt im Trockner getrocknet (noch stark verbesserungswürdig).
Ich benutze meinen Airfryer statt des Ofens.
Dito Instant Pot.
Ich lese mich in One-Pot-Gerichte ein.
Ich nutze Sonderangebote.
Weniger hochwertiges Fleisch, Gehacktes geht auch. Immer bio oder nah dran bei dem einen Metzger.
Für mal Kleinkram zu Fuß ins Dorf marschieren. Demnächst vielleicht mal mein Fahrrad ausprobieren dafür.
Die zweite Tiefkühltruhe im Keller abzubauen, damit diese vom Netz gehen kann. Wobei das echt eng wird mit der kleinen in der Küche. Da überlege ich weiter.
Mein kleiner Selbstversuch in Sachen Gemüseanbau wird unterm Strich bei zumindest einigen Pflanzen auch nette Erträge mit sich bringen.
Ich habe ein paar alte Handtücher herausgekramt (bei uns gab es nie wirklich zu viele davon) und nähe demnächst daraus Waschlappen für die kommende Wintersaison in unserem gasversorgten Haus. Ich kann ja vorher schon mal üben.
Interessant wird es bei den Füßen. Noch bekomme ich sie ins Waschbecken gehievt. Da wäre aber vielleicht demnächst so eine klassische, viereckige Schüssel gut? Kennt die noch wer für Fußbäder oder als Spülschüssel im Spülbecken? Ich hatte die als Studentin im Spülschrank zum Aufbewahren des Spülguts, bis es sich lohnte…
Ich habe versucht, meinen Garten auf weniger Wasser umzuerziehen und gemulcht, was wir aber auch schon ewig machen. Die Gemüsepflanzen gezielt mit der Gießkanne gegossen. Hat lange geklappt, jetzt gerade ist Ende Gelände was die Trockenheit angeht.
Mehr ginge bestimmt noch. Oder muss demnächst.
Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
Man weiß nie, wo es hingeht im Leben, aber man weiß immer, wo man herkommt.
⚖️ Es ist was abzunehmen. Wieviel wird ca. in KW 24/2026 geklärt.