Wegen der Inflation und Energiepreisexplosion müssen viele sparen. Ich wollte mich mal austauschen, wo ihr jetzt den Rotstift angesetzt habt, um weitere Sparpotentiale aufzutun.
Also bei mir sind es hauptsächlich Freizeitaktivitäten, wo ich spare. Ich bin früher oft in die Berge gefahren und habe Ausflüge gemacht. Das ist wegen der Benzinkosten gestrichen. Ist irgendwie auszuhalten, ich wohne in einer schönen Ecke.
Konzerte, Theater, irgendwelche Kurse - gestrichen.
Fitnessstudio oder selbst zu bezahlende Körperarbeit wie Osteopathie etc. gestrichen. Zahnreinigung mache ich noch.
Die Intervalle für Kosmetikbehandlungen und privat zu bezahlende Beautytreatments verlängert.
Keine Zeitschriftenabos mehr, Bücher nur gebraucht oder geliehen.
Essen gehen nicht mehr so oft wie früher, nur wenn es aus sozialen Gründen nicht vermeidbar ist (möchte nicht jeden als Besuch bei mir zuhause haben).
Takeaways gestrichen, koche selbst, das macht mir nicht aus.
Nicht mehr soviele Klamottenkäufe wie früher, aber ich miste auch nicht mehr aus und verschenke nichts mehr. Das, was ich habe, sollte eigentlich für den Rest meines Lebens reichen, wenn die Figur sich nicht mehr ändert.
Kein Hilfe im Haushalt und Garten, mache weitestgehend alles alleine, nur Silikonfugen z.B. kann ich nicht alleine. Und die Hausfassade muss gestrichen werden, das kann ich unmöglich alleine. Gartenmauer und Wohnräume streiche ich selbst oder lasse mir von Freunden helfen.
Reisen - ich fliege eh nicht so gerne und Flüge und Mietwagen sind sehr teuer geworden. Übernachten kann ich aufgrund von Hapimag Aktien und Freunden relativ günstig.
Das Auto bleibt immer öfters stehen, nicht so oft zum Einkaufen, Home Office, wann immer möglich. Ganz aufs Auto verzichten geht nicht, da Dorf ohne Anbindung an öffentlichen Nahverkehr. Das Auto ist längst abbezahlt, sparsam aber halt ein Diesel.
Möbel etc. über ebay Kleinanzeigen.
Wo ich nicht spare, sind Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Da gäbe es noch Potential. Ich bin aber nicht gesund und bilde mir ein, mit den NEMs geht es besser. Und ich esse zuviel, da könnte ich mich noch einschränken.
Dann habe ich Festnetz und Mobilfunk, bin gar nicht sicher, ob ich beides brauche, allerdings brauche ich eine stabile Internetverbindung wegen Home Office.
Versicherungen - da habe ich bereits einen Termin mit einem Berater gemacht, ob es Optimierungsbedarf gibt.
Zitat von Mendo im Beitrag #1 Versicherungen - da habe ich bereits einen Termin mit einem Berater gemacht, ob es Optimierungsbedarf gibt.
Über diesen Punkt bin ich gestolpert, weil ich bezweifle, dass das etwas bringt. Ein unabhängiger Berater kostet Geld. Ein Versicherungsberater von Deiner Versicherung hat kein Interesse daran, Dir einen günstigeren Tarif anzubieten oder Dir die Kündigung einzelner Versicherungen zu empfehlen.
Wenn Du die Möglichkeit hast, geh lieber in die nächste etwas größere Bibliothek und schau Dir die letzten zwei Jahrgänge der Finanztest oder deren Jahrbücher dazu an. Dort ist immer wieder Thema, welche Versicherungen man überhaupt braucht und Vergleiche vieler Tarife verschiedener Versicherungsarten veröffentlichen sie auch immer wieder.
Zitat von Mendo im Beitrag #3Es ist ein Berater meiner Bank.
Hmm, die wollen auch ihre Versicherungen verkaufen. Unwahrscheinlich, dass Du da mit einem guten Ergebnis hinaus gehst. Du kannst es Dir ja mal anhören und ggf. ein Angebot mit nach Hause nehmen, aber direkt dort etwas abschließen würde ich nicht. Oft gibt es günstigere Tarife, aber dann auch mit deutlich abgespeckten Leistungen, d.h. Du solltest dann nicht nur den Preis, sondern auch die alten und neuen Versicherungsbedingungen vergleichen.
okay, Danke. Ob ich das mit der Bibliothek schaffe, weiß ich nicht, klingt zeitaufwändig. Vielleicht finde ich auch Infos im Internet. Habe aber aktuell bei meiner Gebäudeversicherung gesehen - der Teufel steckt im Detail. Aber z.B. mit der Rechtsschutz bin ich gar nicht zufrieden, immer wenn ich was von denen wollte, hatten sie die Kostenübernahme abgelehnt. Vielleicht geht das auch günstiger über den ADAC.
Ich versuche eher, das Geld das ich ausgebe und habe so auszugeben, dass ich inflationsneutral was davon habe.
Also entweder:
Invests in Sachen, die ich brauche: neuer Kühlschrank, neue Fenster in einer Wohnung, E-Auto, Kieferorthopädie
oder
Invests in Sachen, die (IN mir) bleiben: Reisen, Erlebnisse
Sparen tu ich bei 0815 Zeugs: T-Shirts, Waschmittel, Shampoo - so die Liga. Da kauf ich billigst und das, was ich da nicht ausgebe kommt in den anderen Topf.
Mir ist ein Graus, dass das Geld, das ich bisher auf Halde liegen hab unter mir weg schmilzt wie Butter in der Sommersonne. Dann lieber Erinnerungen dafür kaufen. Die hab ich bis ich dement bin.
Und die Vergangenheit lehrt mich schon jetzt, dass ich davon zehre, wenn es eng ist.
Ich hab schon mal geschrieben, an deiner Stelle würde ich die Immo verkaufen, mir was kleineres, leichter zu bewältigendes urbaneres (bissl) kaufen und mich befreien von der ganzen Arbeit....
Zitat von Mendo im Beitrag #5okay, Danke. Ob ich das mit der Bibliothek schaffe, weiß ich nicht, klingt zeitaufwändig.
Zeitaufwändig ist es nur, wenn Du es weit hast zur Bibliothek. Mittels Inhaltsverzeichnis und Register findet man ja schnell heraus, ob in den 12 Heften pro Jahr etwas Interessantes dabei ist. Aber ich bin auch ein Fan von Bibliotheken ...
Der Plan ist, das Haus zur Rente zur verkaufen. Und dann ins Ausland zu gehen. Zumindest solange meine Eltern (82/80) noch leben, fühle ich mich irgendwie verpflichtet, zu bleiben und zu helfen.
Ich bin halt inzwischen so beinand, dass ich nicht mehr so den Spielraum hab für 20 Jahre oder so zu planen.
Und rückblickend (wenn ich mal rückblicke ), dann fällt mir immer auf, dass ich VOR 20 Jahren wesentlich egozentrischer, also MICH in meinem Mittelpunkt stellender, hätte sein sollen. Das bereue ich bisweilen sehr.
Daher blicke ich ungern zurück denn es bringt nix. Aber ich versuche es im Jetzt anders zu machen als früher.
Ich muss schon lange verzichten und habe daher im Moment kaum weiteren Spielraum. Allerdings achte ich stärker als früher auf Sonderangebote, insbesondere bei Lebensmitteln.
Aber ich gehe deutlich seltener mit Freunden essen. Und Kulturreisen habe ich auch viel seltener auf dem Plan.
Zitat von Mendo im Beitrag #1Das war es, glaube ich? Wo spart ihr?
Kleidung Unternehmungen Fernreisen Bücher, Schallplatten Alkoholika (wenn ich in meinen Weinkeller schaue, kommen mir die Tränen)
Zitat von Mendo im Beitrag #8Der Plan ist, das Haus zur Rente zur verkaufen. Und dann ins Ausland zu gehen.
Ich gebe zu bedenken, dass im Rentenalter die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen steigt, in manchen Fällen sogar stark. Achte bei der Auswahl Deines Altersruhesitzes also auf das Gesundheitssystem.
Die zehn Gebote Gottes enthalten 279 Wörter, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 Wörter, die Verordnung der europäischen Gemeinschaft über den Import von Karamelbonbons aber exakt 25911 Wörter.
Bei mir fiel Covid irgendwie zusammen mit einer desatrösen Diagnose. Seither : nach mir die Sintflut. Ich kann nix mitnehmen, ich will nix mitnehmen.
Mich würde irre ärgern, wenn ich tot wäre, haufen immer wertloserer Kohle am Konto hätte und mir ...... verkniffen hätte.
Die Inflation wird imho so werden wie in den 20ern des 20. Jhd. Ich glaub auch an viele endlose Kriege. Daher: wofür soll ich bitte sparen? Dass ein Scholz oder anderer noch mehr 100 Mrd. von meinen Steuern raushaut?
Wenn ich Kinder hätte wäre es anders. Aber ich hab keine.
Ich gebe zu bedenken, dass im Rentenalter die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen steigt, in manchen Fällen sogar stark. Achte bei der Auswahl Deines Altersruhesitzes also auf das Gesundheitssystem.
Ja, ich weiß, daß das teuer wird, denn ich bin chronisch krank. Und das ziemlich schwer, habe einen GdB von 50.
Zu dem guten Gesundheitssystem brauche ich kühles Klima. Aber das ist alles in ferner Zukunft. Vielleicht ist es nur ein Traum.
Ich versuche, jetzt über die Runden zu kommen, ohne mehr arbeiten zu müssen, das kann ich nämlich nicht mehr. Im Gegenteil.
Zitat von Mendo im Beitrag #13[quote=wiedennwodennwasdenn|p298505] Zu dem guten Gesundheitssystem brauche ich kühles Klima. Aber das ist alles in ferner Zukunft. Vielleicht ist es nur ein Traum.
Ist jetzt zwar kein Spartipp, aber ich rate Dir, schon jetzt die Sprache Deines Wunschlandes zu lernen, sofern Du sie nicht schon kannst. Es ist ohnehin schwer, im Ausland warm zu werden, aber ohne ausreichende Sprachkenntnisse nochmals ungleich schwerer.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #12Bei mir fiel Covid irgendwie zusammen mit einer desatrösen Diagnose. Seither : nach mir die Sintflut. Ich kann nix mitnehmen, ich will nix mitnehmen.
Mich würde irre ärgern, wenn ich tot wäre, haufen immer wertloserer Kohle am Konto hätte und mir ...... verkniffen hätte.
Die Inflation wird imho so werden wie in den 20ern des 20. Jhd. Ich glaub auch an viele endlose Kriege. Daher: wofür soll ich bitte sparen? Dass ein Scholz oder anderer noch mehr 100 Mrd. von meinen Steuern raushaut?
Wenn ich Kinder hätte wäre es anders. Aber ich hab keine.
Ja, aber bei mir ist es nicht so, daß sich irgendwo Geld stapelt Ich sehe in vielen Punkten für Deutschland schwarz, vielleicht die ganze EU. Sowohl in Sachen Klimawandel als auch Hungerkatastrophen wird sehr viel Schlimmeres auf uns zukommen als die jetzige Situation. Ich bin heilfroh, keine Kinder zu haben.
Sie werden die Wohlhabenden aussaugen (müssen), um das System am Laufen zu halten. Ich habe ein bisschen Angst vor Enteignung, auch das kann man nicht mehr ausschliessen. Aber wir schweifen ab.
Zitat von -franzi- im Beitrag #10Ich muss schon lange verzichten und habe daher im Moment kaum weiteren Spielraum.
Das geht mir ähnlich. Wo ich nichts einsparen möchte ist im Bereich Gesundheit. Das betrifft alles was die KK nicht bezahlt, ich für mich aber hilfreich und wichtig empfinde. Ohne Gesundheit ist alles Nichts!
Komme gerade vom Einkaufen - halleluja, inzwischen merkt man die Teuerung von Woche zu Woche. Und dabei geht es uns finanziell, insbesondere seit ich seit ein paar Jahren Vollzeit arbeite und eine kleine Gehaltserhöhung dank Beförderung bekommen habe, gut. Aber wenn das so weitergeht, mache ich mir schon Gedanken, wie das wird, wenn unsere Große nächstes Jahr (wahrscheinlich) anfängt, zu studieren.
Erstmal bin ich froh, dass wir die letzten Jahre kontinuierlich etwas zurückgelegt haben, war für weitere Renovierungen am Haus gedacht, aber die müssen warten, wenn wir bei weiterer Teuerung/Studienbeginn nichts mehr zurücklegen können.
Weiteres Einsparpotential ohne dass es weh tut, sehe ich dann wenig: Auto nutzen wir im Alltag schon seit längerem sehr selten, Kleidung wird sparsam gekauft, teils gebraucht, Elektrogeräte werden nur ersetzt, wenn was kaputt geht, Handys und Laptops nur gebraucht gekauft (das spart ordentlich!), Bücher in der Regel geliehen oder auch gebraucht, Friseur selten, Beauty-Treatments bei Dritten nimmt bei uns niemand in Anspruch, Fleisch gibt es selten, das ginge noch seltener, aber danach bliebe nur noch Sparen an Unternehmungen, Freizeit und Reisen. Bei letzterem könnten wir weniger großzügig sein, würden es aber als deutlichen und schmerzhaften Einschnitt empfinden. Mal sehen, wie stark wir da auf Dauer werden kürzen müssen, ein bisschen Aufschub haben wir durch schon gebuchten Urlaub und Veranstaltungen noch.
"Tell me, what it is you plan to do with your one wild and precious life?" - Mary Oliver
Moderatorin im Reiseforum, Frauengesundheit, Kinder, Familie und Erziehung, Kindergesundheit, Kinderwunsch, Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Baby und Kleinkind, Umbrüche im Leben, Verlust und Trennung, Was bringt Dich aus der Fassung? sowie Mode und Kosmetik
Ich sehe es ähnlich wie Rokeby. Ich habe gerade für meine Verhältnisse viel Geld rumliegen. Also habe ich die längst fälligen neuen Fenster bestellt (die alten sind aus den frühen 70ern). Photovoltaik, Solarthermie, Vollwärmeschutz und Wärmepumpe sind Gedankenspiele, die Gedanken weren aber konkreter. Insgesamt bräuchte ich aber dann noch einen Kredit (plus Förderung natürlich).
An sich hatte ich an ein neues Auto gedacht, das lasse ich sein. Fällt mir auch nicht schwer, weil es keins gibt, das mir wirklich taugen würde. Ich kaufe auch derzeit kaum was außer Lebensmitteln. An denen spare ich auch nicht bzw. kaufe keinen günstigeren "Ersatz". Naja, der Kulturetat steht schon. Gibt eh nicht allzuviel, wo ich hingehen möchte, das verkneife ich mir auch nicht. Und der Hund ist teuer, aber das ist ok.
Ansonsten habe ich mir gücklicherweise Ende 2019 ein tolles Fahrad gekauft, mit dem bin ich viel unterwegs. Eine neue Küche gab es vor ein paar Jahren, dito ein neues Sofa. Eigentlich ist mein Bad nach 30 Jahren "abgewohnt". Wahrscheinlich suche ich mir aber jetzt jemanden, der die Fugen neu macht und kaufe neue Armaturen. Dann ist es für 2-3 Jahre wieder ganz ok, weil die Grundgestaltung eigentlich schön ist. Bücher werden eher getauscht oder gehen im Freundes-/Kollegenkreis rum
Und ich werde wahrscheinlich nach dem offiziellen Rentenbeginn ein bissl weiter arbeiten - bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Macht mir auch Spaß.
Woran ich auch nicht sparen will, sind die Spenden und die Unterstützung für 2 Organisationen. Das muss drin sein.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Ich spare mir den Friseur. Meine Haare schneide ich selber. Haarfarbe findet auch nicht mehr statt, allerdings auch schon länger. Früher habe ich ab und zu Kaffee getrunken, jetzt kaufe ich keinen mehr und bleibe bei meinem Tee. Bücher kaufe ich seltener, erst mal in den Schrank sehen, was da noch ungelesen rumsteht.
Dank Corona sind meine Töpfe für Kultur, Reise und Gastronomie gut gefüllt. Das kommt mir gerade zugute.
Bücher gibt’s hauptsächlich aus der Onleihe. Die ist hier ganz gut sortiert.
Ins Museum gehe ich gerne. Da gibt’s einmal im Monat einen Tag ohne Eintritt. Ich mag das sehr. Manchmal gucke ich halt nur ein Bild an. Das würde ich mit normalem Eintritt nicht tun.
Gerade freue ich mich am 9 Euro-Ticket. Ich fahre oft in der Stadt. Das lohnt sich gerade.
Keine Abstriche mache ich bei Nahrung. Klamotten und Klunker hab ich genug. Im Moment kaufe ich billiges Material zum Malen. Da bin ich noch nicht überzeugt. Zeitungsabos habe ich gekündigt. Auch hier gibt’s Onleihe. Versicherungen sind vor Jahren schon reduziert. Ansonsten gebe ich aus, was ich hab. Ich lebe nur einmal. Wenn ich meine Gesundheit ansehe, vermutlich auch nicht sooo lange. Und wenn die Kohle weg ist, werden sich andere Wege auftun.
Bei mir ist es ähnlich wie bei @R_Rockeby. Es hat sich seit dem Krieg und der Inflation eine Art Untergangs-nach-mir-die Sintflut-Stimmung eingestellt. Dazu immer mehr Krankheiten, 50 % Schwerbehinderung und meine Sehkraft wird auch nicht besser.
Bis vor kurzem war ich noch eine - übertrieben formuliert - panische Gegen-die-Altersarmut-Sparerin. Ich schrieb hier im Forum ja oft über meine Zukunftsängste. Jetzt geht es mir finanziell prima und ich verdiene gut. Aber die Rente wird nicht für Miete, steigende Energiekosten und den Mehrbedarf wegen meiner Erkrankungen reichen.
Es hat sich nun eine Art Gleichgültigkeit eingestellt, was sehr befreiend ist. Ich will im Jetzt leben.
Das wirkt sich nicht so sehr auf meine eigenen Konsumgewohnheiten aus (weil ich für mich nicht viel benötige), aber ich gebe das Geld für wohltätige Zwecke aus.
Ich habe in der Corona-Zeit gelernt, was ich alles NICHT brauche. Z.B. ständig neue Klamotten. Auch keine Billig-Schnäppchen auf dem Weg.
Ich war im letzten Mai zum ersten Mal seit 2019 wieder eine Woche im Urlaub. Das hat mir und meiner Seele sehr gut getan... da hatte ich echten Nachholbedarf. Ansonsten freue ich mich, meine Freunde und Bekannten wieder ohne Einschränkungen treffen zu können. Das kostet mich jetzt gegenüber den Lockdowns und Kontaktverboten ein paar mehr Euro in der Gastronomie... aber das ist es mir wert.
Das teure Benzin brauche ich kaum, ich fahre nur noch sehr wenig und kann das meiste Notwendige zu Fuß erledigen. Spaßfahrten unternehme ich eher selten... und da könnte ich ja mit dem 9-Euro-Ticket... das ich bisher noch gar nicht genutzt habe.
Ansonsten lebe ich eh recht sparsam, weil ich vieles einfach nicht brauche (auch schon vor der aktuellen Situation). Wo ich künftig noch mehr sparen sollte... keine Ahnung.
Andererseits sage ich mir: Hey, ich habe 49 Jahre Vollzeit gearbeitet, beziehe jetzt eine Rente, die ich mir erarbeitet habe.... dann darf ich die jetzt auch ausgeben. Ich habe keine Kinder, keine Erben. Ich nehme niemandem etwas weg.
Zitat von Mendo im Beitrag #1 Versicherungen - da habe ich bereits einen Termin mit einem Berater gemacht, ob es Optimierungsbedarf gibt.
Diesen Punkt habe ich erst vor ein paar Tagen auf meine To Do-Liste gesetzt. Wobei mir hauptsächlich die laufenden Prämienerhöhungen gegen den Strich gehen. Da ich ziemlich genaue Aufzeichnungen führe ... alleine für die private Krankenzusatzversicherung zahle ich zB im Vergleich zu 2017 derzeit um 50 Euro monatlich mehr. Und es wird wohl kontinuierlich so weiter gehen.
Ein Freund hat zu diesem Thema kürzlich den sog. Widerruf der Indexanpassung genannt. Damit werde ich mich an meinen Versicherungsberater wenden, mal sehen, ob und wie sowas geht.
Mich hauen derzeit die Lebensmittelpreise um. Wobei ich noch nicht mal Fleisch und Wurstwaren kaufe, Fisch und Meeresfrüchte sehr selten. Mir fehlt leider der Überblick, welche Lebensmittel genau um wie viel teurer geworden sind, da könnte man gezielt ansetzen. So staune ich seit ein paar Wochen lediglich über den Gesamtbetrag an der Kasse.
Meine Einstellung zu Kleidung hat sich, dank Corona, ziemlich verändert. Irgendwie alles schlichter und überschaubarer geworden, was einhergeht mit dem fast gänzlich fehlenden Impuls, mir oft was Neues kaufen zu wollen. Ganz selten noch bricht er durch ... so wie letztens, als ich meinem Sneaker-Faible wieder mal nachgegeben habe. Online bestellt, für sehr hübsch befunden, perfekt gepasst und natürlich behalten. Das schlechte Gewissen ließ nicht lange auf sich warten .....
Der Tierarzt ist auch teurer geworden, zumindest, was die Medikamente betrifft. Für zwei Zecken-Tabletten mittlerweile 28 Euro finde ich schon bemerkenswert. Aber daran führt kein Weg vorbei, ist für mich auch in Ordnung.
Auswärts essen gehe ich nicht allzu oft. Aber wenn, dann möchte ich gerade hier nicht sparen. Ist für mich ein Stück Lebensqualität. Sicher noch ein Überbleibsel aus meiner Familienzeit, denn gut essen gegangen sind wir immer gerne.
Gestern war ich nach monatelanger Pause wieder mal beim Friseur. Für Waschen, Schneiden und nur Trockenföhnen (ohne Rundbürste und so, weil ich nicht viel Zeit hatte) habe ich stolze 60 Euro hingeblättert. Gegenüber der exakt gleichen Leistung im Februar waren das 12 Euro mehr. Nächste Woche sind Strähnchen dran, da gehe ich mal von einem ähnlichen *Schock* aus, der mich erwartet.
Worauf ich, ungeachtet der Preise, nicht verzichten will, sind frische Blumen. Müssen keine exquisiten Edelrosen oder exotische Gewächse sein, aber ohne Blumen geht's nicht. Solange die Wiesen noch nicht gemäht waren, gab's schöne Wiesenblumensträuße, aber damit werde ich jetzt wohl wieder ein bisschen warten müssen.
Ja, ein bisschen was für die Seele muß sein, so verstehe ich Euch alle.
Bei mir sind das Dinge wie Kosmetik oder z.B. Kollagen unterspritzen. Ich bin eh so gestraft mit diesen doofen Krankheiten und möchte mich in meiner Haut wohlfühlen. Ich habe das schon reduziert, aber ganz verzichten? Im Moment verliere ich wegen der Medis soviel Haare und das sieht schon sch... aus. Sowas macht mich unglücklich.
Ansonsten - das wird echt heftig. Magerquark hat lange Zeit 69 gekotet, dann ging er vor dem Krieg auf 89 hoch. Inzwischen kostet er hier 1,49. Butter jetzt über 3 Euro. Aber die Lebensmittel sind nicht das Problem.
Heizung, Strom, Tanken - da müsste ich erst investieren, um dann zu sparen. Will ich mich mit Krediten belasten? Rentiert sich das in meinem Alter noch (wenn man keine Erben hat)?