Ich habe nochwas beschlossen - statt Strähnchen machen zu lassen, mache ich das ab jetzt wieder selbst. Hab ich zu Studienzeiten auch, hat prima geklappt. Spart im Jahr mind. 400 Euro (Kostenpunkt war ca 200 inkl. Schnitt, das fand ich eh schon happig - die Preise gingen seit dem letzten Jahr um etwa 30% hoch). Habe das immer alle 4 Monate, also 3x im Jahr, machen lassen. Die Färbung kostet 15 Euro.
Zitat von -franzi- im Beitrag #300Durch die Energiekrise stellt sich die Frage, was "normal leben" bedeutet: So, wie wir es die letzten 20 Jahre kennen? Oder so, wie unsere Eltern mit uns gelebt haben?
Für mich ist Wärme auch wichtig, vor allem Bewegung in der Wärme, weswegen ich schon mit Sorge gen Winter blicke, wenn vielleicht unsere Schwimmbäder wieder schließen.
Jaaa. Die Schwimmbäder senken die Temperaturen, die Saunas werden geschlossen, die Heizungen niedrig gestellt, die öffentliche Beleuchtung abgestellt.
Aber das Oktoberfest findet statt! Ha ha ha.
Nein, ich spare wirklich, sage sogar Arzttermine ab, weil es Benzin kostet und laufe als Blindschleiche durch die Gegend, weil die Gleitsichtbrille 1000 Euro kostet. Aber ich sage mir auch "spare in der Not, dann hast Du Zeit"
Das was Mendo sagt... Schlechtes Gewissen, beim "normal leben", bzw. beim so leben, wie man's bisher gewohnt war, das hab ich auch. Also ich schiele zum Backrohr, denke an Ofengemüse - und dran, was das Energie kostet, und krieg ein unangenehmes Gefühl. Und ich bin aber eh schon vor Wochen dazu übergegangen, gleich 2 Formen reinzustellen und die vollzufüllen, sodass die Menge für gleich 3 statt nur 1 Essen gemacht wird.
Dabei bin ich bisher, also beim "normal leben" schon immer Energiesparmeister gewesen, ich bin so aufgewachsen auch. Zeigt auch meine bisherige Stromrechnung über 3 Jahrzehnte. Und auch seit kurzem in dern neuen Wohnung die Gasrechnung. Ich verbrauch so schon "kaum was". Und selbst das macht mir ungutes Gefühl.
Ich bin auch so erzogen worden und das ist anscheinend immer noch in mir drin, so dass ich beim Strom eher Rückzahlungen bekommen habe und beim Gas sowieso.
Aber beim Einkaufen bekomme ich eine Krise ich habe den Eindruck, dass die Preise jede Woche um 5% steigen. Wahrscheinlich ist es wirklich nur die Wahrnehmung, aber trotzdem.
Die Einkaufs-Krise krieg ich auch! Ich geh seit Pandemiebeginn 1x/Woche und ich hab auch das Gefühl, seit paar Wochen kann man zuschauen, wie die Talerchen purzeln. So ca. im Bereich von "was Ende 2021 noch gesamt 35,- gekostet hat, kostet jetzt 60,-", bei gleichem "persönlichen Warenkorb".
Ich denke, dass ich mein so liebgewonnenes eines Geschäft, das so toll für mich ist, praktisch gelegen ist, super Bio- und regionale Sachen und so nette Mitarbeiterinnen hat, nun öfter links (in dem Fall rechts an der Straße) liegenlassen werde und auf Hofer (euer Aldi Süd) ausweiche.
Ach - und, nochwas. Auch wenn ich es zutiefst hasse... Ich schätze, ich werde ins Büro nun doch wieder öfter Öffi oder Radl fahren :-/
@Mendo Das Oktoberfest. Ich verstehe es auch nicht. Was da an Energie und Wasser rausgehauen wird!
Zusätzlich dann noch bestimmt Unmengen von Menschen, die sich mit Covid anstecken und krank werden und auch wenn´s nicht "schlimm" wird, doch für eine oder zwei Wochen aus dem Arbeitsprozess rausfallen können.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Fernande im Beitrag #272[quote=Bisasam|p343916]
Bei Kultur zu sparen ist eine zweischneidige Sache. Viele Künstlerinnen und Künstler leben von den Honoraren, weil sie nicht fest angestellt sind.
Ich fürchte, "Kultur" wird auf die Dauer nur noch für die Upper-Class sein, weil nur für diese erschwinglich - quasi als Aufhübschung und HofnärrInnen. Ansonsten das, was die Glotzekiste an "Kultur" bietet und mildtätige Orgas, allen voran die Kirchen mit z.B. den schon genannten Orgel-, aber auch anderen kirchenmusikalischen Ereignissen. Und fertsch :-(
Ebenso wie das schon fast menschenrechtlich verankerte Urlaubsjuxgejuckle und all die Spassmobilität. Auch die wird den Kosten zum Opfer fallen. Fahrrad, Zug (wenn überhaupt) oder Wandern ist angesagt, auch das Bewerfen der Kinder mit Unmengen an elektronischem und Plastikspielzeug - vorbei.
Was ist klein, grün und dreieckig? - Ein kleines grünes Dreieck! (copyright: mein Neffe als Kleines)
Zitat von Mendo im Beitrag #302[quote=-franzi-|p359533]Durch die Energiekrise stellt sich die Frage, was "normal leben" bedeutet: So, wie wir es die letzten 20 Jahre kennen? Oder so, wie unsere Eltern mit uns gelebt haben?
Nein, ich spare wirklich, sage sogar Arzttermine ab, weil es Benzin kostet und laufe als Blindschleiche durch die Gegend, weil die Gleitsichtbrille 1000 Euro kostet. Aber ich sage mir auch "spare in der Not, dann hast Du Zeit"
Ich habe mir im März eine Gleitsichtbrille bei Smile machen lassen - für 299€ inkl. Blaufilter. Ohne kostet sie nur 199€. Ich war erst skeptisch (habe bislang auch immer um die 1000€ bezahlt...), aber ich bin tatsächlich sehr zufrieden. Vielleicht gibt es bei Dir auch eine Filiale in der Nähe?
Ich spare am Warmwasser. Blöderweise kann ich immer nur den Kessel komplett aufheizen (Gasheizung ), auch wenn ich gar nicht das ganze Wasser brauche. Habe deshalb schon lange nur morgens 45 Minuten lang aufgeheizt, dann ist das Wasser tatsächlich am Nachmittag immer noch lauwarm. Aber auch das habe ich jetzt abgestellt. Wenn ich duschen will, drücke ich den Knopf für 1x Warmwasser und warte halt ne halbe Stunde... Ansonsten Waschlappen und kaltes Wasser. Kann man auch überleben. Zumindest im Sommer. Was im Winter wird - ich warte mal ab.
Naja, ich finde schon, dass man nicht grundsätzlich schlechtreden muss, wenn ein Mensch auch Spaß haben möchte. Nur immer zu funktionieren, damit man bloß immer auf der Arbeit fit ist, geht auf Dauer nicht. Dann wird Mensch krank weil ihm Ausgleich fehlt. Schön, wenn dann jemand mit Rumsitzen am Küchentisch zufrieden ist. Aber man muss dann vorsichtig sein anderen andere Freuden nicht zu vermiesen nur weil man selbst kein Interesse daran hat.
Man muss wirklich aufpassen, dass das nicht kippt, dass Menschen meinen ein schlechtes Gewissen zu haben, weil sie existieren.
Ich denke wir sollten dabei bleiben zu berichten, was wir ändern oder geändert haben und nicht über andere richten.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #310Naja, ich finde schon, dass man nicht grundsätzlich schlechtreden muss, wenn ein Mensch auch Spaß haben möchte. Nur immer zu funktionieren, damit man bloß immer auf der Arbeit fit ist, geht auf Dauer nicht. Dann wird Mensch krank weil ihm Ausgleich fehlt. Schön, wenn dann jemand mit Rumsitzen am Küchentisch zufrieden ist. Aber man muss dann vorsichtig sein anderen andere Freuden nicht zu vermiesen nur weil man selbst kein Interesse daran hat.
Man muss wirklich aufpassen, dass das nicht kippt, dass Menschen meinen ein schlechtes Gewissen zu haben, weil sie existieren.
Ich denke wir sollten dabei bleiben zu berichten, was wir ändern oder geändert haben und nicht über andere richten.
Falls das gegen mich ging: wo sprach ich von Rumsitzen am Küchentisch? Ist Fahrrad oder Zug fahren oder wandernRumsitzen am Küchentisch?
Seltsam verwöhnte Vorstellung von "Spaß haben" und "sich erholen", wenn sie motorisiert und juckelnd daher kommen MUSS.
Was ist klein, grün und dreieckig? - Ein kleines grünes Dreieck! (copyright: mein Neffe als Kleines)
Ich lebe ja in einem Urlaubsgebiet und sehe es eher weniger, daß die Menschen auf Freizeitaktivitäten verzichten. Die Kinder müssen etwas erleben. Auch der Verkehr wird nicht weniger, wenn ich mir am WoE die A95 ansehe. Da kann das Benzin auch 3 Euro kosten bzw. haben im reichen München viele inzwischen EAuto. Sind wohl eher die Armen und Rentner, die abgehängt werden.
Einen Verzicht auf Freizeitaktivitäten oder Urlaubspläne sehe ich in meinem Umfeld auch nicht. Vielleicht "noch" nicht?
Möglicherweise wird einfach auch nachgeholt, was während der bisherigen Pandemiezeit nicht so möglich war und wenn dann wieder bissl die Akkus voll sind, wieder mehr verzichtet, nur diesmal aus andern Gründen.
Zitat von Mendo im Beitrag #315 Die Kinder müssen etwas erleben.
Na ja, das stimmt ja auch irgendwie.
Muss nicht unbedingt *Disneyworld* sein (obwohl das tatsächlich ein Erlebnis ist), aber ich finde es total normal, dass man mit seinen Kindern zB an einen See fährt.
Verzichten kann sehr unterschiedlich sein, je nach den persönlichen Voraussetzungen. Da wir nur wenig von den steigenden Energiepreisen betroffen sind und "nur" die normale Inflation bezahlen müssen, verzichten wir auf nichts. Wir sparen hingegen bei Dingen die für uns nicht wichtig sind, wie Mode oder Kultur.
Sicher sollen die Kinder etwas erleben, ebenso wie es nicht verwerflich ist, wenn Erwachsene sich etwas gönnen, das Freude bereitet! Ich verstehe nicht, warum das negativ dargestellt werden muss und Sticheleien stattfinden.
Ja und ich habe das Gefühl, die Eltern wissen, daß wegen Klimawandel und der instabilen politischen/wirtschaftlichen Lage keine glückliche Zukunft auf die Kleinen wartet und sie zumindest eine schöne Kindheit haben sollen. So zumindest mein Umfeld.
Zitat von Mendo im Beitrag #315Ich lebe ja in einem Urlaubsgebiet und sehe es eher weniger, daß die Menschen auf Freizeitaktivitäten verzichten. Die Kinder müssen etwas erleben.
Das beobachte ich hier auch. Man kann aber auch den Kindern nach 2 Jahren Pandemie nicht wieder zumuten, auf alles verzichten zu müssen. Ich hätte auf sehr vieles für mich verzichte, nur um meinen Kindern etwas bieten zu können.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Mendo im Beitrag #320Ja und ich habe das Gefühl, die Eltern wissen, daß wegen Klimawandel und der instabilen politischen/wirtschaftlichen Lage keine glückliche Zukunft auf die Kleinen wartet und sie zumindest eine schöne Kindheit haben sollen. So zumindest mein Umfeld.
welche Anmaßung, glauben zu "wissen", wie die Zukunft wird.....unglaublich....
Das Leben verändert sich ständig und wir uns mit ihm - und auch unsere Fähigkeiten, mit dem Leben konstruktiv umzugehen, wachsen.....
und niemand kann "weissagen"..... noch dazu, wenn es das Leben eines anderen Menschen betrifft......
Ich grätsche mal kurz rein, evtl. hab ich zwei Tipps:
Zitat von Mendo im Beitrag #302laufe als Blindschleiche durch die Gegend, weil die Gleitsichtbrille 1000 Euro kostet.
Wurde hier schon geschrieben, auch von mir: guck mal nach Angeboten, ich hab mir eine machen lassen, zusätzlich mit Selbsttönung zwecks Lichtempfindlichkeit bei einem Optiker im Ort für 380 Euro. Meine erste Gleitsichtbrille lag bei rund 1300 Euro und sie war keinen Deut besser.
Zitat von flatline im Beitrag #303Also ich schiele zum Backrohr, denke an Ofengemüse - und dran, was das Energie kostet, und krieg ein unangenehmes Gefühl.
Flatline google mal nach Halogen-Heißluft-Ofen. Und so sieht das Teil aus. . Perfekt für mich als Single, Empfehlung einer Freundin und die sind zu zweit und das reicht auch. Von der Größe her paßt es in den Backofen, dort ist es gut aufbewahrt und sofort im Zugriff.
Eine Nachbearbeitung erfolgt fast immer wegen Tiplfehlan. Gravierende Änderungen kennzeichne ich.
Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst, wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: uns. Michael Aufhäuser, Gründer von Gut Aiderbichl