meine beiden Kinder (5 und fast 2) haben von ihrer Oma einen größeren Betrag geschenkt bekommen, den wir gerne anlegen würden. Momentan lagert er auf ihren Tagesgeldkonten.
Was habt ihr denn für eure Kinder so gemacht? Bzw. was würdet ihr empfehlen?
Grüße, Judy
Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben. Er wird fortan, wenn vielleicht auch kaum merklich, das Zeichen der Nomaden tragen. (Wilfried Thesiger)
Zitat von Judy666 im Beitrag #1 Was habt ihr denn für eure Kinder so gemacht? Bzw. was würdet ihr empfehlen?
Grüße, Judy
Aktien-ETF, weil deine Kinder einen sehr langen Anlagehorizont mitbringen. Ich gehe dabei davon aus, dass sie vor dem 18. Lebensjahr nichts vom Geld brauchen werden.
Und ja, es ist mir klar, dass die Börsenzeiten schwierig sind und man sich schwer tut in den schwankenden Markt hineinzuinvestieren, aber die Alternative ist Geldentwertung durch Inflation. Das ist kein bisschen besser. Man kann zwar davon ausgehen, dass es im Herbst erste Zinserhöhungen gibt, aber der Zins dürfte eher trivial sein. Bis die kommenden Zinssteigerung gegen die Inflation gewinnen werden, vergehen noch ein paar Jahre dauern. Bis dahin verliert man garantiert Geld.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Ich würde es nur auf meinen eigenen Namen anlegen, damit es 1. Bafög-unschädlich ist und damit 2. das Kind es nicht im schlimmsten Fall am 18. Geburtstag verjubelt.
Zitat von Baumhaus1 im Beitrag #3Ich würde es nur auf meinen eigenen Namen anlegen, damit es 1. Bafög-unschädlich ist und damit 2. das Kind es nicht im schlimmsten Fall am 18. Geburtstag verjubelt.
Wenn ich die schenkende Oma wäre, fände ich das nicht gut.
Je nachdem welche Kapitalerträge es schon gibt, kann es auch ungünstig sein, weil dann der Steuerfreibetrag der Kinder für Kapitalerträge nicht genutzt werden kann.
Mögliche Komplikationen gäbe es auch im Falle einer Scheidung der Eltern.
Es gibt also Gründe, die dafür oder auch dagegen sprechen.
Zitat von Baumhaus1 im Beitrag #3Ich würde es nur auf meinen eigenen Namen anlegen, damit es 1. Bafög-unschädlich ist und damit 2. das Kind es nicht im schlimmsten Fall am 18. Geburtstag verjubelt.
Kann man auch kurz vor dem 18 geburtstag auf die eltern umschreiben und bis dahin den sparerfreibetrag vom kind mitnehmen
alone we can do soo little together we can do so much
Zitat von Judy666 im Beitrag #1 Was habt ihr denn für eure Kinder so gemacht? Bzw. was würdet ihr empfehlen?
Grüße, Judy
Aktien-ETF, weil deine Kinder einen sehr langen Anlagehorizont mitbringen. Ich gehe dabei davon aus, dass sie vor dem 18. Lebensjahr nichts vom Geld brauchen werden.
Und ja, es ist mir klar, dass die Börsenzeiten schwierig sind und man sich schwer tut in den schwankenden Markt hineinzuinvestieren, aber die Alternative ist Geldentwertung durch Inflation. Das ist kein bisschen besser. Man kann zwar davon ausgehen, dass es im Herbst erste Zinserhöhungen gibt, aber der Zins dürfte eher trivial sein. Bis die kommenden Zinssteigerung gegen die Inflation gewinnen werden, vergehen noch ein paar Jahre dauern. Bis dahin verliert man garantiert Geld.
So was ähnliches habe ich bei meinen Kindern auch gemacht, allerdings habe ich das Geld über einen Zeitraum von 1-2 Jahren vom Tagesgeldkonto rübergeschoben, um Kursschwankungen etwas auszugleichen, nachdem ich selbst vor über 20 Jahren mal schlechte Erfahrungen durch einen ungünstigen Anlagezeitpunkt gemacht habe.
Wir stehen auch vor der gleichen Frage, wie wir die Geldgeschenke vom Baby anlegen sollen. Da wir das meiste bar bekommen haben und es auf der Bank auch keinen nennenswerten Zinsen gibt, haben wir die Scheine seit einigen Monaten zuhause in einem Kuvert in einem Ordner. Ist aber halt auch keine Dauerlösung. ETF wäre wahrscheinlich sinnvoll, da das Geld im Umschlag oder auch auf einem Tagesgeldkonto laufend durch die Inflation an Wert verliert...
Aber auf der anderen Seite ist Anlegen zwar auch mit wahrscheinlichen Gewinnen, als auch möglichen Risiken behaftet. Und mit Geld, das mir nicht gehört, kann ich nicht mit gutem Gefühl spekulieren. Wir überlegen, ob wir uns das Geld von unserem Kind eventuell für unseren Hausbau leihen sollten - und es dann, wenn er es braucht, inflationsausgeglichen zurückgeben. Wäre eine sehr sichere Angelegenheit und auch nicht mit einem Wertverlust für's Kind verbunden. Aber wir würden uns wieder an Geld "bedienen", das nicht unseres ist. Andererseits müssen wir irgendeine Entscheidung treffen, ein 1-jähriges Kind ist dazu ja noch lange nicht in der Lage.
Zitat von drachenprinzessin im Beitrag #7Und mit Geld, das mir nicht gehört, kann ich nicht mit gutem Gefühl spekulieren.
Ein langfristiges Investment in einen marktbreiten Aktienindex ist keine Spekulation, sondern Geldanlage. Geld sinnlos herumliegen zu lassen und von der Inflation entwerten zu lassen ist, schädlicher. Bei einem weltweiten Aktienindex bist du Inhaber von vielen Firmenanteilen. Dieser Wert kann schwanken, aber nicht auf Null fallen. Weißt du, was der Euro macht in 15 Jahren? Nein? Ich auch nicht. Vielleicht gibt es ihn gar nicht mehr. Aber Großkonzerne wie Nestle oder Procter Gamble wird es weiterhin geben. Letztere zahlen übrigens seit 128 Jahren Dividende.
Zitat von drachenprinzessin im Beitrag #7Wir überlegen, ob wir uns das Geld von unserem Kind eventuell für unseren Hausbau leihen sollten - und es dann, wenn er es braucht, inflationsausgeglichen zurückgeben.
Kannst du machen, weil es keiner rausfinden wird. Verboten ist es allerdings. Oberlandesgericht Celle, AZ Az: 21 UF 89/17.
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Zitat von Baumhaus1 im Beitrag #8Muss Geld Minderjähriger eigentlich noch mündelsicher angelegt werden? Dann würden Aktien ja ausscheiden?
Bei reinrassigen Aktien bin ich überfragt, ob die für minderjährige Kinder infrage kommen. Ich vermute, dass da die Depotbank ein Veto einlegen würde. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob alle Eltern die nötige Kompetenz für den Aufbau eines Einzel-Aktiendepots mitbringen.
Was immer geht, sind Aktienfonds. Ein ETF ist ein Aktienfonds, aber ohne Fondsmanager, dazu noch preisgünstig. Wenn der MSCI World (oder ähnliche) Aktienindizes dahinterstehen ist auch eine marktbreite Aufstellung gewährleistet. ETFs sind hervorragend geeignet. Das ist nicht nur meine Meinung/Erfahrung, sondern auch die von Stiftung Warentest oder den Verbraucherzentralen.
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Zitat von Baumhaus1 im Beitrag #8Muss Geld Minderjähriger eigentlich noch mündelsicher angelegt werden? Dann würden Aktien ja ausscheiden?
Also ich konnte das machen. Aktienfonds für die Kinder. Es mussten allerdings beide Erziehungsberechtigten unterschreiben, dass sie damit einverstanden sind, einer alleine durfte das nicht. Allerdings nur bei Eröffnung des Depots.
Das läuft ganz normal auf die Namen der Kinder.
Das "Bafög-Problem" haben wir allerdings nicht, also es ist nicht damit zu rechnen, dass die Kinder da irgendwas bekommen, dafür verdienen wir zu viel.
Bei uns war es Geld von der Oma, die meinte, sie hätte zu viel auf dem Sparkonto, und es dann den Kindern geben wollte, "für's Sparbuch". War aber explizit nicht zum baldigen Ausgeben für Computer oder so gedacht, insofern habe ich es jetzt anders angelegt. Weiß die Oma auch, sie meinte nur "mach, wie Du denkst", und den Kindern (die immerhin schon über 10 Jahre alt sind) war's egal. Ich habe aber auch klar gesagt, dass sie auch Geld von uns bekommen können, falls sie da dran müssen und das wegen Kursschwankungen genau dann nicht opportun ist.
Ich denke, selbst Aktien wären kein Problem, wenn die Kinder die Aktien geschenkt bekommen und nicht mit ihrem eigenen Geld Aktien gekauft werden. Bei uns war es ja auch so, dass das Geld auf unserem Girokonto lag (weil die Oma das dahin überwiesen hat), das gehörte den Kindern ja erst, als die Fonds auf ihren Namen gekauft waren.
Aktien und Aktienfonds haben eine unterschiedliche Risikoeinstufung. Zu Recht übrigens. Wer sich Einzelaktien ins Depot legt, kann einen Totalverlust haben. Ich sage nur Wirecard. Eine Depotbank stuft die Aktien selbst nochmal in einzelne Kategorien ein. Deutsche Aktien werden als weniger risikoreich angesehen als ausländische Aktien, weil man dem deutschen Anleger unterstellt, er würde sich im Ausland nicht gut auskennen. Ist zwar völliger Unsinn, aber egal.
Aktienfonds enthalten einen ganzen Korb an Aktien. Wer im MSCI World Index anlegt, hat Anteile an 1600 Unternehmen. Eine Pleite ist völlig ausgeschlossen, es sei denn wir bekommen eine Alieninvasion. Deswegen kann man solche Produkte auch fürs Juniordepot kaufen.
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Zitat von Baumhaus1 im Beitrag #3Ich würde es nur auf meinen eigenen Namen anlegen, damit es 1. Bafög-unschädlich ist und damit 2. das Kind es nicht im schlimmsten Fall am 18. Geburtstag verjubelt.
Kann man auch kurz vor dem 18 geburtstag auf die eltern umschreiben und bis dahin den sparerfreibetrag vom kind mitnehmen
Das ist das Geld der Kinder, nicht der Eltern. Was ihr hier vorschlagt, ist kriminell.
Danke bis hier schonmal für eure Antworten! Richtung ETF gingen meine Überlegungen bisher auch, das scheint mir als blutiger Laie bislang am sinnvollsten. Gibt's da konkrete Tipps von euch Profis? "Oskar" - taugt das was?
Von der anderen Oma wird in eine fondsgebundene Rentenversicherung eingezahlt. Also noch langfristiger angelegt.
Damit hätten die Kinder quasi 3 Säulen: a) Tagesgeld, b) ETF zum 18. oder zum Hausbau oder zur Hochzeit oder zum Verjubeln, c) Rentenaufstockung.
Klingt das sinnvoll?
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Zitat von Judy666 im Beitrag #14 "Oskar" - taugt das was?
Von der anderen Oma wird in eine fondsgebundene Rentenversicherung eingezahlt. Also noch langfristiger angelegt. Damit hätten die Kinder quasi 3 Säulen: a) Tagesgeld, b) ETF zum 18. oder zum Hausbau oder zur Hochzeit oder zum Verjubeln, c) Rentenaufstockung. Klingt das sinnvoll?
Du kannst dir den Oskar im wahrsten Sinne des Wortes sparen, denn wenn du Geld auf dem Tagesfeld hast und ETF kaufst und zusätzlich noch einen paar Goldmünzen dazulegst, dann hast du genau die Risikomischung, die Oskar aktiv bewirbt. Nur, dass du dafür 18 Jahre lang keine 0,8 bis 1 Prozent Gebühren zahlen musst. Glaube mir, du kannst das genauso gut wie Oskar.
Zitat von Judy666 im Beitrag #14 Gibt's da konkrete Tipps von euch Profis
Als hätte es meine Tageszeitung geahnt. Ich schreibe den Text quasi ab. Münchner Merkur vom 26.04.22 „Wie sollen wir für die Enkel sparen?“.
Antwort vom Finanzexperten des VerbraucherService Bayern: Einen Sparplan auf den MSCI All Country (mit knapp 3000 Aktiengesellschaften aus 48 Industrie -und Schwellenländer) oder den FTSE All Word (mit 4000 Aktiengesellschaften aus 49 Industrie – und Schwellenländern). Sparplanfähige ETFS sind beispielsweise der IShares MSCI ACWI UCITs ETF USD ISIN IE00B6R52259 oder der Vanguard FTSE World UCITS ETF ISIN IE00BK5BQT80 Die Durchschnittsrendite dieser Indizes lag in den vergangen 20 Jahre um die 6 Prozent pro Jahr. Allerdings gab es auch immer wieder mehrmonatige Phasen mit Kursverlusten. Je länger die Anlagedauer umso geringer die Gefahr, selbst mit in einem ungünstigen Zeitpunkt getätigten Anlagen Verlust zu erleiden.
Meine Ergänzung: Du kannst auch den früher erwähnten Index MSCI World nehmen, da sind dann keine Schwellenländer dabei. Solange du ETFs aus einem dieser Indexe (klingt auf Deutsch etwas seltsam) wählst, triffst du eine gute Entscheidung. Du brauchst Oskar nicht.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von Judy666 im Beitrag #14 Damit hätten die Kinder quasi 3 Säulen: a) Tagesgeld, b) ETF zum 18. oder zum Hausbau oder zur Hochzeit oder zum Verjubeln, c) Rentenaufstockung.
(gefettet durch mich)
Auch wenn es kleinlich wirkt: Das Depot gehört dem Kind, auch schon vor dem 18. Geburtstag. Mit der Volljährigkeit ändert sich nur, dass es dann eigenständig darüber verfügen kann.
Ja klar, Puls, das sowieso. Das war nur zur Verdeutlichung und als Abgrenzung zur Rentengeschichte.
An das Geld von den Tagesgeldkonten könnten sie ja früher schon ran. Für den Führerschein oder ein Fahrrad oder was auch immer.
Nocturna, vielen Dank! Btw: heißt der Plural nicht Indizies oder so? Und diese ETFs kann ich dann über den Anbieter der Tagesgeldkonten (also hier ING) kaufen, wenn ichs richtig verstehe?
Dann werde ich mich da mal schlau machen - und für mich selbst gleich mit.
Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben. Er wird fortan, wenn vielleicht auch kaum merklich, das Zeichen der Nomaden tragen. (Wilfried Thesiger)
Es gibt viele Anbieter, bei denen man ein Depot führen kann - mit unterschiedlichen Konditionen, auch was die Gebühren pro Kauf betrifft. Du kannst auch bei der ING bleiben, aber ich weiß nicht, wie sie bzgl. der Konditionen abschneiden. Bei manchen Depotbanken ist das Angebot von ETFs eingeschränkt, was Sparpläne betrifft (falls ihr euch mal entschließen solltet, regelmäßige Beträge in ETFs anzulegen) . Das Thema Depotgebühren ist aber recht unkritisch, denn man kann die gekauften Anteile später kostenfrei auf ein anderes Depot übertragen lassen - man kann also auch später in Ruhe nach einem günstigeren Depot schauen.
Zum Depot gehört ein Verrechnungskonto (das bekommst Du bei Depotanlage mitgeteilt), darauf überweist Du das Geld, das Du anlegen möchtest. Von dort wird das Geld für den Kauf (kursabhängig) abgebucht und auch die dafür angefallenden Gebühren. Wenn man später Fondsanteile verkauft, landet der Verkäufserlös entsprechend auch auf dem Verrechnungskonto. Insgesamt haben ETFs deutlich niedrigere laufende Kosten als aktiv durch Fondsmanager zusammengestellte Fonds.
Zitat von Judy666 im Beitrag #17 Nocturna, vielen Dank! Btw: heißt der Plural nicht Indizies oder so?
Ich habe bei Wikipedia nachgeschaut. Indizes auf Deutsch, indices auf Englisch.
Zitat von Judy666 im Beitrag #17 Und diese ETFs kann ich dann über den Anbieter der Tagesgeldkonten (also hier ING) kaufen, wenn ichs richtig verstehe?
Ich war gerade mal bei ING auf der Webseite. Wenn du bist zum 29.04.22 ein Depot oder ein Junior-Depot eröffnest, gibt es einen 50 Euro Gutschein. Ich bin zwar kein Freund von übereilten Entscheidungen, nur weil ein Gutschein winkt, aber das könnte man mitnehmen.
Das Depot ist kostenlos, die ETF-Sparpläne auch. Ich würde nicht lange herummachen, sondern die Sache in Angriff nehmen. Und wie Puls schon schrieb, man kann ein Depot jederzeit ohne Probleme auf einen anderen Anbieter umziehen, falls man das möchte.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Dann setz ich mich da morgen mal dran. Nägel mit Köpfen machen. So.
Aber die Fragerei geht natürlich weiter: du hattest Goldmünzen erwähnt. Wie und Wo und Warum und Wie viele? 😊
Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben. Er wird fortan, wenn vielleicht auch kaum merklich, das Zeichen der Nomaden tragen. (Wilfried Thesiger)
Zitat von Judy666 im Beitrag #20Aber die Fragerei geht natürlich weiter: du hattest Goldmünzen erwähnt. Wie und Wo und Warum und Wie viele?
Du hast Oskar ins Spiel gebracht. Auf deren Webseite werden 5 unterschiedliche Anlagestrategien aufgelistet mit unterschiedlicher Aufteilung zwischen festverzinslichen Anlagen (Festgeld/Tagesgeld), Aktien (ETF) und Inflationsschutz (Gold).
Du kannst dir die Aufteilung heraussuchen, die am ehesten deinen Vorstellungen entspricht. Beim Gold würde ich es aber nicht übertreiben. Je nach Anlagesumme, die zur Verfügung steht, reichen 5 -10 Prozent locker aus. Inflationsschutz ist zwar nett, aber die Rendite eines Aktiensparplan hat noch jede Goldrendite über einen langen Zeitraum geschlagen.
Gold kannst du über die großen bekannten Goldhäuser kaufen. Das geht online, aber viele haben auch Dependancen in den größeren Städten. Zu beachten ist folgendes: Wenn du ein Tafelgeschäft abwickelst, also hinfährst und bar zahlst und unter 2000 Euro bleibst, hinterlässt du keine Spuren. Und noch ein Hinweis, in Österreich liegt diese Grenze bei 10.000 Euro pro Person und dieser Betrag ist auch legal beim Grenzübertritt in Euro und Gold bei der Rückkehr.
Wenn das keine Rolle spielt, entweder die üblichen Verdächtigen wie Krügerrand und Maple Leaf kaufen oder gleich einen Goldbarren in entsprechender Stückelung.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Darf ich mich hier mal anhängen? Wir möchten das Thema auch endlich in Angriff nehmen und für unsere Tochter einen "Ausbildungsfonds" anlegen. Das soll bis zu ihrem Schulabschluss nicht angerührt werden. Sie ist 3, also etwa 15 Jahre Laufzeit. Es handelt sich um einen mittleren 5stelligen Betrag. Würdet Ihr auch für einen solchen Zweck ETF empfehlen? Alles in einen? Ich habe leider etwas Rest-Angst, dass sich das Geld verflüchtigt, aber ich verstehe schon, dass das wohl mein Problem ist. Oder? Sie hat ansonsten noch ein Tagesgeldkonto, wo Geldgeschenke drauf landen, von denen dann größere Wünsche finanziert werden können.
Zitat von Convallaria im Beitrag #22Es handelt sich um einen mittleren 5stelligen Betrag. Würdet Ihr auch für einen solchen Zweck ETF empfehlen? Alles in einen? Ich habe leider etwas Rest-Angst, dass sich das Geld verflüchtigt, aber ich verstehe schon, dass das wohl mein Problem ist.
Natürlich würde ich dafür auch einen World-ETF empfehlen, denn was wären die Alternativen? Ein Versicherungsprodukt, bei dem sich der Verkäufer auf eure Kosten an der Provision erfreut? Ein Festgeldkonto? Da gibt es jetzt immerhin schon wieder Zinsen, wenn auch nur 1,75 Prozent, wenn du dich auf sichere Länder wie Schweden beschränkst.
Zinsen bekommst du aber auch bei einem Aktien-ETF auf dein Kapital, nennt sich dann nur Dividende, das entweder sofort wieder investiert wird (thesaurierend) oder ausgeschüttet wird. Und da bist du auch nicht so weit von den Prozentzahlen eines derzeitigen Festgelds entfernt, hast aber noch zusätzlich den Bonus, dass dein Kapital in 15 Jahren ansehlich wachsen kann/wird. Über Risiken muss ich nicht viel sagen. Die gibt es und jeder kennt sie. Die Gefahr, dass nach 15 Jahre aber weniger Geld im Depot ist als vorher, halte ich absolut für vernachlässigbar. Schau dir den Langfristchart von einem FTSE All World an und mach dir selber ein Bild.
Und ja, investiere alles in einen ETF, kein Aufteilen in diesen oder noch jenen Fonds, das ist überflüssig. Nimm einen ETF wie den Vanguard FTSE All-World und zwar einen Ausschütter, denn es wäre schade um den verschenkten jährlichen Freibetrag. Das ausgeschüttete Geld solltet ihr allerdings unbedingt reinvestieren, Zinseszinseffekt lässt grüßen und ist in 15 Jahren ein wirklich großer Faktor.
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von Convallaria im Beitrag #22 Wir möchten das Thema auch endlich in Angriff nehmen und für unsere Tochter einen "Ausbildungsfond" anlegen. Das soll bis zu ihrem Schulabschluss nicht angerührt werden. Sie ist 3, also etwa 15 Jahre Laufzeit. [...] Sie hat ansonsten noch ein Tagesgeldkonto, wo Geldgeschenke drauf landen, von denen dann größere Wünsche finanziert werden können.
Es ist natürlich möglich, dass genau zum Schulabschluss gerade ein Börsentief ist, damit muss man einfach rechnen.
Da sie aber weiteres Geld hat, dürfte es dann kein Problem sein, ggf. erst einmal von diesem zu entnehmen (je nach dann zutreffender Verzinsungslage) und den ungünstigen Kurs des ETFs "auszusitzen".
Kurz und gut - es ist wichtig, nicht zwingend darauf angewiesen zu sein, zu einem festen Zeitpunkt eine große Summe entnehmen zu MÜSSEN. Aber wenn sie nicht gerade eine Ausbildung zur Pilotin macht, dürfte sie ja kaum adhoc einen sehr großen Betrag benötigen. 😉
Ich danke Euch sehr! In der Tat hatte ich als Alternative an sicheres Festgeld gedacht, einfach, damit es auf jeden Fall noch da ist 🙈
(Ich gebe zu, da etwas sehr risikoavers sozialisiert zu sein).
Sie soll das Geld ab dem 18. Geburtstag rum ausgeben können, sinnvollerweise, wenn sie auszieht 😁 für Wohnung, Ausbildung/Studium etc. Nein, alles auf einmal hoffe ich nicht.... Aber wer weiß.
Nochmal vielen Dank!! Danke auch, @Nocturna, für den konkreten Fonds-Tip, den schaue ich mir an. Und bis Ende September haben wir das dann erledigt. (Manche Dinge muss man sich schriftlich vornehmen)