Ich möchte hinzufügen, dass ich schon länger kalt dusche - da war noch keine Rede von Krieg und Gasnotstand. hatte auch ursprünglich keinen Konnex zum Energiesparen, glaube auch nicht, dass ich es aus diesen Gründen begonnen hätte. Weniger lange zu duschen (egal mit welcher Temperatur) ist schon von Kindheit an in mir verankert.
Zitat von bazeba im Beitrag #276ist schon von Kindheit an in mir verankert.
Ich wurde auch als Kind zum Sparen erzogen - es gab einen Badeofen, der wurde abends mit Holz und Kohlen geheizt und musste für vier Personen reichen. D.h. wir sollten nicht lange unter der warmen Dusche stehen. Aber kalt zu duschen hat zum Glück niemand von uns verlangt. Nicht lange duschen, das mache ich heute noch so. Muss direkt mal gucken, ob wir nicht noch einen Badeofen im Keller haben .
Zitat von Mendo im Beitrag #268mir reicht es jetzt bei Milchprodukten, da ist bei mir die Schmerzgrenze erreicht. Habe immer viel Buttermilch und Quark konsumiert, da vergeht mir aber bei den Preisen, die sich seit dem Krieg tw. verdoppelt haben, echt der Appetit.
da kommt bei mir das Landkind durch: die Bauern kriegen noch (immer) viel zu wenig in Anbetracht ihrer Arbeit und Leistung für die Allgemeinheit Wobei natürlich nicht klar ist, wieviel vom Hoch-Preis die erreicht, wieviel im Handel hängen bleibt. Aber selbst die halbwegs fairen Berchtesgadener finde ich noch zu billig. Natürlich nicht für alles rund um Hartz, aber da sind wir bei einem anderen Thema Und es gilt auch nicht für die Agrarfabriken mit Massenhaltung, die den bislang produzierten (und subventionierten) Überschuss nach Mittel- und Fernost exportieren
Kalt dusche ich nach ausgiebigem warm Duschen. Ginge das nicht, würde ich gar nicht duschen. Als notorische Prepperin und outdooridealistin hab ich mir schon vor längerer Zeit eine Solardusche zugelegt. Da müsste sich aber sogar der Habeck ranhalten
Zitat von Mendo im Beitrag #268mir reicht es jetzt bei Milchprodukten, da ist bei mir die Schmerzgrenze erreicht. Habe immer viel Buttermilch und Quark konsumiert, da vergeht mir aber bei den Preisen, die sich seit dem Krieg tw. verdoppelt haben, echt der Appetit.
Hier hat sich die Biomilch um fast 50% verteuert, die konventionelle nur um 10%. Das leuchtet mir nicht ein. Wenn es darum geht, höhere Energiekosten abzudecken, werden die sich wohl kaum nur bei der Biomilch bemerkbar machen.
Oder hab ich da einen Denkfehler?
Ich hab jahrelang nur Biomilch gekauft, der Preisunterschied betrug nur 10, maximal 20 Cent. Mittlerweile ist mir der Unterschied allerdings zu krass.
Der konventionelle Bauer, mit Weidehaltung, bekommt seit 1. Juli in Brandenburg 53 Cent für den Liter Rohmilch. Vorher waren es zwischen 35 und 38 Cent. Die Molkerei will verdienen und der Handel auch.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Nordsee, die "normale" Milch wurde nicht selten mit der Biomilch "verschnitten", wenn das Angebot an Biomilch zu hoch war. Deshalb sind manche Heumilchbauern dazu übergegangen selbst über Kooperativen zu vermarkten.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Ich habe mich heute mit einer Verkäuferin im Edeka unterhalten, die das Milchregal aufgefüllt hat. Sie sagte, dass der Absatz von Biomilch rapide zurückgegangen ist. Wie wirkt sich das auf die Bauern aus, wenn ihr Produkt nicht mehr so gefragt ist? Dann müssten die Preise doch wieder sinken?
Dann wird vermutlich erst einmal verarbeitet, was geht. Die Milchleistung wird ja nicht auf- und abgedreht wie bei einem Wasserhahn. Butter, Buttermilch, weiter verschnitten mit "normaler" Milch, wenn die aufgrund der Preise eher nachgefragt ist. H-Milch in Bioqualität für die Bevorratung.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Convallaria im Beitrag #266 -weniger (möglichst gar nichts) wegwerfen an Nahrung ...
Habt Ihr denn vorher (vor diesem Krieg? vor den Gas-Sanktionen?) viele Lebensmittel weggeworfen? Irgendwie klingt es so.
Lebensmittel wegzuwerfen habe ich noch nie, ganz unabhängig von den Preisen, nachvollziehen können. Ich habe da auch keine rechte Vorstellung davon, warum das *nötig* sein könnte.
Bei uns hatte das einen anderen Hintergrund - bis Juni letzten Jahres haben mein Mann und ich sehr viel gearbeitet. Mit Kleinkind und Corona führte das zu generellem Chaos im Haushalt. Unser Beschaffungsverhalten war auch betroffen 😉 Wenn man schlecht organisiert ist, schmeißt man mehr weg. Es war oft ad hoc eingekauft, weil keiner Zeit hatte, sich zu kümmern, das Kind dann doch plötzlich nicht in die Kita konnte, 2 Leute mehr zu verköstigen waren (Großeltern), etc PP. Wir sind einfach nicht mehr gut klar gekommen.
Da ich aktuell nicht mehr arbeite, läuft das natürlich anders, aber wir alle mussten uns umstellen. Ich koche für mich unkompliziert und nach Wochenplan, für unvorhergesehene Fälle gibt's ein Back-up und das wars. Am Ende der Woche (ich gehe 1x pro Woche Großeinkauf machen) ist der Kühlschrank nahezu leer.
Wir haben keine Unmengen weggeworfen, aber jedes bisschen ist zu viel, finde ich.
Ich schlucke jetzt schon manchmal bei den Preisen für Hähnchenfleisch. Teilweise werden hier um die 20 Euro/Kilo aufgerufen. Bei über 30 Euro für ein Huhn empfinde ich das dann schon als Luxusessen. Ich war schon mal am Überlegen, ob sich ein "Hühnerpaket" als Direktbestellung lohnt, aber mir ist der Versand nicht so recht geheuer und mit den Versandkosten wird es dann auch nicht viel günstiger. Muss mal schauen, ob ich irgendwo einen Direktvermarker vor Ort finde, der vielleicht etwas günstiger verkauft.
Dabei will ich die Preise gar nicht als unangemessen bezeichnen, die sind sicher völlig gerechtfertigt. Aber für mich erstmal ungewohnt. Mein Fleischkonsum ist nun ohnehin verhältnismäßig niedrig, aber bei solchen Preisen geht es dann doch immer mehr in Richtung vegetarische Ernährung im Alltag und Fleischmahlzeiten dann nur an hohen Feiertagen. Wie in weiten Teilen der Welt und hier bis vor wenigen Jahrzehnten üblich.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Zitat von Lea58 im Beitrag #286Ich war schon mal am Überlegen, ob sich ein "Hühnerpaket" als Direktbestellung lohnt, aber mir ist der Versand nicht so recht geheuer und mit den Versandkosten wird es dann auch nicht viel günstiger. Muss mal schauen, ob ich irgendwo einen Direktvermarker vor Ort finde, der vielleicht etwas günstiger verkauft.
So ein Paket hatte ich auch schon mal überlegt, aber so viel brauchen wir nun auch nicht. Ich hatte mal eine Freiland-Pute vor Weihnachten bestellt und die kam tatsächlich pünktlich mit einem Paketdienst. Die war ihren Preis absolut wert, einfach vorzüglich. Aber wir essen nun auch nicht mehr so viel Fleisch und brauchen - selbst im größeren Familienkreis - nicht mehr so einen großen Braten.
In unserem Rewe gibt es manchmal Bio-Hähnchenhälften, die kaufe ich gelegentlich und hoffe, dass das Etikett auch stimmt.
Meine Vermutung war richtig. Wir haben wirklich noch einen alten Badeofen im Keller - richtig aus Kupfer. Und wir werden versuchen, ihn in unserem künftigen kleinen Alters-Häuschen zu verwenden.
Ich bestelle mein Fleisch im Herbst/Winter wieder (wohne nicht in der Gegend, in der man das auch auf dem Wochenmarkt bekommt) . Ist nicht preiswert, aber von der Qualität war ich bislang nie enttäuscht, auch beim Rind nicht (Lamm ist generell nicht so meins), Guck mal bei ' Josef's bio" ....
Zitat von Lea58 im Beitrag #286Ich schlucke jetzt schon manchmal bei den Preisen für Hähnchenfleisch. Teilweise werden hier um die 20 Euro/Kilo aufgerufen. Bei über 30 Euro für ein Huhn empfinde ich das dann schon als Luxusessen. Ich war schon mal am Überlegen, ob sich ein "Hühnerpaket" als Direktbestellung lohnt, aber mir ist der Versand nicht so recht geheuer und mit den Versandkosten wird es dann auch nicht viel günstiger. Muss mal schauen, ob ich irgendwo einen Direktvermarker vor Ort finde, der vielleicht etwas günstiger verkauft.
Ich bestelle ab und zu ein Fleischpaket bei Grutto (allerdings kein Huhn), das klappt gut.
Bei Lebensmitteln bin ich ja Selbstversorger da kenne ich die Preise nicht, aber ich spare an Kultur. Dieses Jahr war ich erst 1x aus, bei Gerburg Jahnke und das waren verschobene Coronatermine aus 2020. Eigentlich wollte ich mal wieder in die Oper zum Sommernachtstraum aber 110€ ist es mir nicht wert.
Kultur hab ich auch ersatzlos gestrichen, nach 2,5 Jahren Entwöhnung fang ich erst garnichtmehr damit an. Fehlt mir auch nicht, zumal ich Menschenansammlungen schon länger nicht mehr gut aushalte.
Lebensmittel, da passiert's mir nur ganz ganz selten, dass was schlecht wird und ich es wegwerfen muss, meist sogar eher, dass es vor Ablauf MHD noch originalverpackt von uns geht und ich dann draufkomme, weil ich es eigentlich grad hernehmen wollte zum Kochen. Auch was Dusch-Dauer oder Licht-Brennenlassen betrifft, das hab ich auch von Kind auf so mitgenommen, dass ich damit nicht sorglos/verschwenderisch umgehe. Also von der Seite her kein gesonderter Verzicht.
Zitat von Nordsee im Beitrag #283 Wie wirkt sich das auf die Bauern aus, wenn ihr Produkt nicht mehr so gefragt ist? Dann müssten die Preise doch wieder sinken?
... und die Nachfrage wieder steigen. Ganz normaler Inflations-Verlauf halt. Nur wäre damit letztlich nur den Konsumenten, aber nicht den Bauern gedient.
Zitat von Convallaria im Beitrag #285 Bei uns hatte das einen anderen Hintergrund - ............
Danke für Deine Erklärung, @Convallaria :). Das macht es nachvollziehbar für mich, was Du gemeint hast. Klingt gut, so, wie Du es jetzt handhabst.
Zitat von Lea58 im Beitrag #286 ... bei solchen Preisen geht es dann doch immer mehr in Richtung vegetarische Ernährung im Alltag und Fleischmahlzeiten dann nur an hohen Feiertagen.
Das wäre überaus wünschenswert, nicht nur aus Kostengründen. Aber ich befürchte, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass die breite Masse an dieser Schraube zu drehen bereit ist.
Ich hatte im guilty pleasures neulich die vielen Wannenbäder genannt - und möchte jetzt doch loswerden, dass ich auf einige davon inzwischen verzichte. (Vielleicht will ich mich auch ein bißchen zum Besseren verpflichten, indem ich das hier schreibe.)
Und auf etliche Plastikverpackungen. "Die Recycling-Lüge" hat mich doch ziemlich bewegt, vor allem das junge Mädchen da am Anfang: "wenn dieser Baum sprechen könnte, dann würde er - weinen." Ja, wir essen Aufschnitt und Schinken, bisher habe ich oft aus Bequemlichkeit ("die Schlange ist so lang") schnell beim Wocheneinkauf das Abgepackte aus dem Regal genommen - nun habe ich gefragt: ja, ich darf am Metzgerstand meine Glasschale rüberreichen, sie stellen die auf ein Tablett und wiegen mir meine Siebensachen alle auf 1 "Waagenbezug" ab und legen sie dann direkt in die Schale. Zuhause lege ich dann normales Butterbrotpapier zwischen die verschiedenen Sorten. Kleiner erster Schritt.
Zitat von _tarasjugina_ im Beitrag #294Ich hatte im guilty pleasures neulich die vielen Wannenbäder genannt - und möchte jetzt doch loswerden, dass ich auf einige davon inzwischen verzichte. (Vielleicht will ich mich auch ein bißchen zum Besseren verpflichten, indem ich das hier schreibe.)
Meine Wannenbäder habe ich schon seit längerer Zeit arg reduziert, nachdem ich früher einmal in der Woche gebadet habe.
Ich schmeiße grundsätzlich keine Lebensmittel weg (es sei denn, das Brot ist schimmlig, passierte mir schon bei abgepacktem Vollkornbrot), ich achte sehr drauf, dass ich sie noch vor dem Ablauf des Haltbarkeitsdatums verzehre. Wenn ich verreise, plane ich ganz genau, was davor noch gegessen werden kann. Ich kaufe dann zum Beispiel nur ganz kleine Milchpackungen ein, damit ich sicher bin, dass ich die bis kurz vor der Reise noch austrinke und keine angefangenen Packungen entsorgt werden müssen.
Geht mir auch so, kalt duschen geht wirklich nicht.)
Ich bin sehr empfindlich gegenüber kaltem Wasser beim Duschen. Aber davon abgesehen: man schadet dem Kreislauf, wenn man ihn grad nach dem Schwitzen sofort dem kalten Wasser aussetzt.
Da das Warmwasser in meiner Wohnung über Durchlauferhitzer und Boiler hergestellt wird, dusche ich weniger und wasche mich eher am Waschbecken. Meine geliebten Basenbäder lasse ich nun ganz sein. Vorher so 3-4 mal im Monat. Ich verzichte seit Jahren darauf Essen zu gehen. Je nachdem kann ich mir davon Lebensmittel für fast eine Woche einkaufen. Das ist es mir nicht wert. Konzertkarten sind mir auch zu teuer. Muss ich nicht haben, ist mir nicht wichtig. Urlaub kann/will ich mir nicht leisten. Zum Glück lebe ich in einem Urlaubsgebiet und habe kurze Strecken zum Strand. So fehlt mir eigentlich nichts, zumal reisen mich sehr stresst.
Ich verzichte seit Jahren darauf Essen zu gehen. Je nachdem kann ich mir davon Lebensmittel für fast eine Woche einkaufen. Das ist es mir nicht wert. Konzertkarten sind mir auch zu teuer. Muss ich nicht haben, ist mir nicht wichtig. Urlaub kann/will ich mir nicht leisten. Zum Glück lebe ich in einem Urlaubsgebiet und habe kurze Strecken zum Strand. So fehlt mir eigentlich nichts, zumal reisen mich sehr stresst.
da geht's mir genauso und ich konnte da auch "aus der Not eine Tugend machen", Corona hat da auch nochmal kräftig mitgeholfen, dass ich mir (das letzte bissl) Essengehen gründlich abgewöhnt hab
Am Strand wohn ich zwar nicht, aber ich bin viel in der Natur, auch unter der Woche, so dass mir auch nix fehlt. Auf Urlaub fahren stresst mich auch weit mehr, als es mir Erholung bringt - und dafür auch noch Geld ausgeben? sicher nicht...
Ich liebe Wannenbäder, es tut so gut gegen die Schmerzen. Werde nicht darauf verzichten. Habe neulich erst einen Kuchen gebacken und schlechtes Gewissen wegen dem Strom gehabt.
Das macht mir ja inzwischen mehr Sorgen, daß man ständig ein schlechtes Gewissen hat, wenn man normal lebt.
Durch die Energiekrise stellt sich die Frage, was "normal leben" bedeutet: So, wie wir es die letzten 20 Jahre kennen? Oder so, wie unsere Eltern mit uns gelebt haben?
Für mich ist Wärme auch wichtig, vor allem Bewegung in der Wärme, weswegen ich schon mit Sorge gen Winter blicke, wenn vielleicht unsere Schwimmbäder wieder schließen.