1. Angenommen, Du wärst kinderlos wie er und es gäbe Deinen Sohn nicht als "ich kann ja nicht": hättest Du Lust auf seinen Lebenswandel? Diese Kumpelparties? Würdest Du mitgehen, damit Du halt bei ihm bist oder wär das auch Dein Ding? Ich bin ein SEHR freiheitsliebender Mensch, aber jemand, der einfach so von Kumpels abgelenkt werden kann und das dann halt macht statt sich einfach mal auf einen Gammelabend mit mir zu freuen, zum Beispiel... weiß nicht.
2. Diese Holzgeschichte: was wäre gewesen, wenn du gesagt hättest "och nee, lass uns doch heimfahren". Hätte er auf den Umweg bestanden? Was wäre gewesen, Du wärst nicht abgedampft, sondern geblieben? Was wäre gewesen, Du hättest Dich lautstark geärgert?
Ich hatte auch mal so einen Freund, der so ewig spontan war und ich durfte immer mithetzen oder halt daheimbleiben. Kann man in der alten Bri noch nachlesen, war mein Einstieg dort. Ich bin 2,5 Jahre lang am Stock gegangen EXAKT mit Deinen Gedanken. Sagte ich was, war ich "eifersüchtig" oder "die gestrenge Mutti, die dem Bub was nicht erlaubt". Sagte ich nichts, hockte ich halt allein da.
Was ich hier aus all den Seiten herauslese ist, dass er Dich regelmäßig versetzt. Sei es, dass er beim Kumpel hängenbleibt, sei es dass er mal eben noch Holz macht, sei es dass er doch da pennen will, sei es dass er ne Party besucht ohne Dir das zu sagen.
Ich finde man kann Freiheiten in der Beziehung großzügig zulassen, wenn sie beiden Beteiligten bekannt sind. Verlässlichkeit ist der Schlüssel. Dein Freund ist das nicht. Wär nicht meins.
Ich denke, ihr passt nicht zusammen. Sobald in einer Beziehung die "Buchhaltung" aufgemacht wird, geht die größte Liebe zur Neige. Wenn er denn nur anders wäre ... er ist wie er ist und das genügt dir nicht. Und so wie es aussieht, wird es dir nie genügen, so lange du nicht bei dir ans Eingemachte gehst.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
@ja-aber Wir sind öfter nicht derselben Meinung. Hier schon. Einen Partner, dem alle anderen mindestend genau so wichtig sind, wie Du, ist nicht wirklich beziehungsfähig. Er tut „alles für Dich“ - definitiv! Außer, bei Karlheinz, oder Tom oder den Nachbarn oder wem-auch-immer ist grad auch was zu tun.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Sariana im Beitrag #553 ... er ist wie er ist und das genügt dir nicht.
Ich denke, das beruht aber auch auf Gegenseitigkeit.
Schwer vorstellbar, dass er ihre thematisch immer gleichen Nörgeleien und ihre Unzufriedenheit auf Dauer gut erträgt.
Ich weiß, die Bezeichnung ist bei einigen verpönt - aber hier trifft sie ganz gut zu: sowohl @Magoona als auch der Mann sind bedürftig. Jeder auf seine Art.
Zitat von Magnoona im Beitrag #547Letztens fand er es erstaunlich, wie wenig wir streiten.
Natürlich haben wir auch schon gestritten. Das meistens dann deshalb, wenn ich was gesagt habe, wenn er mal wieder lieber den Abend woanders verbringt. Wie gesagt, er blockt da total ab und ist null zugänglich.
Er sagt immer, ich soll sagen wenn mir was nicht passt. Sag ich was, endets im Streit.
Ansonsten waren auch schon absolute Banalitäten mit dabei. Als ich mit einem seiner Kumpels mal was abgeholt habe (was er wusste!!) und er mir dann zum Vorwurf machte, ich war zu lange mit ihm unterwegs... aber eifersüchtig ist er nicht (Achtung, Ironie)
Worum geht es dir?
Dass ihr eure Treffen besser absprecht, dass du weißt, wann ihr gemeinsame Zeit miteinander verbringt? Dann sprich das an und sage konkret, was du dir wünschst und wie du dir das vorstellst.
oder
Dass er weniger Zeit mit seinen Freunden verbringt und sich nur mit ihnen trifft, wenn du keine Zeit hast? Das wird nicht funktionieren und wäre auch nicht fair. Diese Vorwürfe können dann tatsächlich eine Beziehung kaputt machen und es ist nicht verwunderlich, dass er sich nicht auf deine Vorwürfe einlässt.
Zitat von Magnoona im Beitrag #549Der letzte Streit war eher so, dass ich meinte, dass wir den gestrigen Abend schon nicht miteinander verbracht haben und heute auch wieder nicht.
Da krampft sich bei mir alles zu, wenn ich das lese. Spätestens beim dritten Mal wäre ich endgültig weg.
ich plädiere weiterhin dafür, zwei Themen daraus zu machen:
1. Wieviel Zeit verbringt ihr zusammen, wieviel schränkst du ihn ein, ... ? Er "darf" so viel mit seinen Kumpels machen, wie er will, und der kann nach Hause kommen, wann er will!
2. Die Unverbindlichkeit, das "Nicht-Mitteilen" seiner Pläne, das "Nicht-Verabreden" miteinander als Paar.
Deinen zeitlichen Anspruch an ihn finde ich unangemessen hoch. Und dass du ohne ihn nichts mehr machen magst - puh, das ist eine riesige Last für ihn.
Aber immer darauf warten, wann er mal wieder kommt - das wäre auch nichts für mich.
Oben hat jemand vorgeschlagen, dass es bei jeder Verabschiedung eine neue Verabredung gibt. In die Richtung würde ich denken.
Mittlerweile denke ich auch , Magnoona ,du solltest jemanden suchen, der will, wie du willst. Symbiotisch eben. Der jetzige Partner wird das nie sein.
Zwischen den Zeilen teilt er dir schon mit, daß er wünschte, du würdest mehr mit und für dich selber tun. Ich denke, ihm ist das zu viel Verantwortung, der Bespaßer deines Lebens zu sein.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #555Was rätst du denn Magnoona @Nora Trennung oder ? Ja kann sein dass sie dann weniger unglücklich wäre
Ich rate ihr das nicht - theoretisch kann paar ja Kompromisse finden. Würde aber bedeuten“Er gibt zu, daß es ein Problem ist, und arbeitet dran.“ Ich glaube, „der ist so“ - das macht einerseits seinen Charme aus, und ihn andererseits zur Pest auf Erden.
Und frau kann da an ihrem „Mindset arbeiten“, wie sie will - Das Gefühl, eben nicht das Wichtigste für den Partner zu sein, Läßt sich nicht einfach abstellen. (Daher auch die unglücklichen Beziehungsenden… die haben es vermutlich auch nicht mehr ertragen, und als jemand anders gepoltes auftauchte, waren sie weg.
Jetzt bitte nicht mit „zu wenig Selbstwertgefühl“ kommen - Was sie so beschreibt ist deutlich „sie nicht mental einbeziehend“. Das macht er nicht aus Bösartigkeit - „der ist so“. Einfach zu spontan.
Und ob das gutgeht - Magnoona nicht immer mehr verletzt ? Kann nur sie wissen.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Und er will das alles auch nicht - sagt er ja sehr deutlich.
Erstens sagt er das NICHT deutlich:
Zitat Als wir im Urlaub waren, war er fast jeden Tag irgendwo unterwegs. Weil er es - nach seiner Aussage - nicht alleine zu Hause ausgehalten hat. Diese Leere ohne uns.
Und zweitens: Was will er denn? Das scheint er auch nicht formulieren zu können!
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von schlaucher im Beitrag #563 (kann mir auch gut vorstellen, dass er ihr genau deshalb seine Termine nicht gleich sagt - weil dadurch erst später Gemecker)
Zitat von Nora im Beitrag #562 Und zweitens: Was will er denn? Das scheint er auch nicht formulieren zu können!
Mich würde mal interessieren, was die TE jetzt eigentlich will. Einen häuslichen Familienvater mit familiärem Anhang ja auch irgendwie nicht. Daraus werde ich auch nicht richtig schlau.
Zitat von Jubidu im Beitrag #423Ich hab das Gefühl, du magst an dem Mann genau das (wenn es auf dich bezogen ist), was du gleichzeitig an ihm ablehnst (wenn er es für/mit anderen tut). Und das geht nicht. Nimm ihn wie er ist, alles andere ist unfair.
Was eure Treffen angeht: meist ist sowas ein Kommunikationsproblem und sowas lernt man über die gemeinsamen Jahre. Frauen neigen dazu ihre Wünsche schwammig zu formulieren und wundern sich über eine ebenso schwammige Reaktion. Redet darüber, reflektier dich auch selbst, und erwarte nicht, dass das nach einem Jahr schon alles easypeasy klappt. Denn genau jetzt geht die "Arbeit", das richtige Kennen- und Verstehenlernen erst los.
Zitat von Nora im Beitrag #566Jemanden, der ihr das Gefühl gibt, die „Numero uno“ zu sein in seinem Leben. Der da ist, und sie einbezieht?
Und ganz ehrlich, Leute: Das ist jetzt nicht zuviel verlangt!.
Also der häusliche Familienvater, den sie eigentlich auch nicht will? Und bei ihr ist er ja auch nicht die Nr 1, sonst hätte sie mal so eine Luftmatratzen-Party mitgemacht . Das ist ja keine Einbahn-Straße. Ihr war aber das eigene Bett wichtiger.
Zitat von Klara48 im Beitrag #568@Nora: Sehe ich auch so. Die Nummer eins möchte man schon sein. Vielleicht fühlen manche das eher, also unter anderen Bedingungen. Sind flexibler.
Wer ist „man“? Also ich nicht. Ich wünsche mir einen Partner auf Augenhöhe und nicht einen, der mal eben sein Leben für mich umkrempelt. Und zu Augenhöhe gehört: er muss über das, was er tut, keine Rechenschaft ablegen. Und ich auch nicht.
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #571Wer ist „man“? Also ich nicht. Ich wünsche mir einen Partner auf Augenhöhe und nicht einen, der mal eben sein Leben für mich umkrempelt. Und zu Augenhöhe gehört: er muss über das, was er tut, keine Rechenschaft ablegen. Und ich auch nicht.
Zu Augenhöhe gehört meiner Meinung nach aber z.B. nicht "ich kaufe mir Karten für ein Event und "vergesse" das mitzuteilen" Leben umkrempeln verlangt niemand, auch die TE nicht. Wohl aber "wär geil, wenn Du mich an Deinem Leben teilhaben lässt" im Sinne von: erzähl mir, was Du vorhast und sei verlässlich in Zusagen an mich. Und auch dieses "Holz stapeln ist jetzt grad wichtiger als mit Dir zusammenzusein", WÄHREND ich daneben im Auto sitze und mich wegfahren zu lassen...
Das macht man mit mir jedenfalls nicht so oft, bevor ich dann wohl sagen würde, weißte was, ich will Dein Leben auch sonst nicht mehr stören. Jemanden, der neben mir quasi auf heißen Kohlen sitzt, will ich nie wieder in meinem Leben haben. Der Ex von damals hat mich einmal in einem Biergarten sitzen lassen. Weil was anderes wichtiger wurde. Dann hat er mich bei einem Radkauf völlig versetzt. Das dritte Mal war dann das Beziehungsende.
Heute hätte ich mir schon das Sitzenlassen im Biergarten wohl gereicht.
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #571Wer ist „man“? Also ich nicht. Ich wünsche mir einen Partner auf Augenhöhe und nicht einen, der mal eben sein Leben für mich umkrempelt. Und zu Augenhöhe gehört: er muss über das, was er tut, keine Rechenschaft ablegen. Und ich auch nicht.
Zu Augenhöhe gehört meiner Meinung nach aber z.B. nicht "ich kaufe mir Karten für ein Event und "vergesse" das mitzuteilen"
Das Beispiel verstehe ich jetzt nicht. Die TE wäre doch sowieso nicht mitgekommen. Ich sage meinem Partner auch nicht, für welche Wettkämpfe ich mich anmelde, weil er da auch nie dabei ist. Der Termin wird mitgeteilt, wenn's soweit ist, fertig. Und dann bin ich eben ein paar Tage nicht da. Da wird nichts abgesprochen oder um Erlaubnis gefragt. Wenn er zum gleichen Termin konkret was mit mir vorhat, muss er mir das vorher sagen. Die TE hat aber meist nichts vor, sondern wünscht sich Sofa-Zeit. Was der Partner ja sehr oft macht. Da muss er aber doch nicht um Erlaubnis fragen, wenn er mal vom Sofa wegbleiben will.
Zitat von Magnoona im Beitrag #574Dass ich mir nur Sofa Zeit wünsche, stimmt so nicht. Ich unternehme auch gerne was mit ihm. Nur ist es mir eben nicht immer so einfach möglich
Tut mir leid, aber das kommt dann am Ende aufs gleiche raus. Wäre er nicht beim Konzert gewesen, hätte er zumindest einen großen Anteil des Abends auf dem Sofa verbracht. Was er ja ohnehin schon recht oft tut. Und ihn auf die potenzielle Möglichkeit festzunageln, dass da eventuell und ganz vielleicht was anderes drin wäre als Sofa hätte mich jetzt persönlich nicht davon abgehalten, Konzertkarten meiner Lieblingsband zu erstehen.
Aber wenn's nicht passt, dann passt's eben nicht. Dann musst du dich von ihm trennen, wenn du dich nicht gut dabei fühlst. Die andere Alternative wäre, die Zeit zu genießen, die ihr zusammen verbringt, und dir ansonsten nicht so viel Kopf drum zu machen, wenn er nicht da ist.