Ich find, jetzt ist echt mal gut. Es ist schon mutig, offen zu sagen: ich bin neidisch, dass andere sich ihre Freizeit so frei einteilen können. Da macht man sich angreifbar. Muss man da mit !!! und ??? noch draufhauen?
Glaube auch, dass ihre und seine Vorstellung von Beziehung nicht zueinander passen. Aber ihre sind deswegen nicht "falsch".
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #618 Wobei ich in @magoonas Fall von Anfang an eh der Meinung bin, das passt nicht.
Warum? Und was würdest du als Alternativ-Szenario sehen? Unter dem Aspekt des „sich selbst immer mitnehmens“?
Warum? Und was würdest du als Alternativ-Szenario sehen? Unter dem Aspekt des „sich selbst immer mitnehmens“?[/quote]
Weil ihre Vorstellungen für mich nicht zusammen passen. Magoona sucht jemanden, der viel Zeit mit ihr und auch mit ihrem Kind verbringt. Er hat aber noch viele andere Termine,die teilweise auch sehr kurzfristig sind. Beides ist absolut berechtigt, ist aber nicht kompatibel.Eine Alternative sehe ich da nicht. Ist bei Patchwork ja auch nicht selten.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #626Es ist schon mutig, offen zu sagen: ich bin neidisch, dass andere sich ihre Freizeit so frei einteilen können.
Das sehe ich doch auch so! Nur, damit schränkt sie die Beziehung ein. Wäre das Gefühl nicht Neid, sondern z.B. Freude, dann könnte sie ihrem Freund gönnen, was sie selbst nicht hat.
Der Freund spürt doch, dass er da immer mit dem halben Beim im Streit steht, wenn er was macht und sie macht nicht mit. Würde er es nicht machen, wäre es eine Einschränkung für ihn, die nicht nötig wäre. Er wär dann also mit halbem Arsch bei ihr.
Ich verstehe ihre Gedanken zu 100%, für mich war damals die Beziehung so nicht lebbar. Ich konnte nicht spontan sein, mein Ex war es zu 100% und immer wieder fühlte ich mich doof, weil er mir etwas anbot von dem er wusste, dass ich das nicht annehmen könnte. Und obendrein hat er mich halt auch versetzt (das lese ich hier nicht).
Die Frage ist aber doch, ob das Gespräch zum Thema „Spontaneität“ mal ruhig und sachlich geführt wurde, oder immer eher mit Fingerpointing („DU willst SCHON WIEDER…“, usw). Auch Meinungsaustausch will gelernt sein in Beziehungen.
Ansonsten bietet es sich auch an, mal eine Beziehungspause zu machen. Wir hatten das immer wieder mal zwischendurch, wenn ich mal nicht in Europa gewohnt habe, und letztlich war das immer eher förderlich als hinderlich. ua auch deshalb, weil es den Blick eben weg vom Partner und wieder mehr auf sich selbst lenkt. Und man merkt, was man eigentlich doch ganz gut fand in der Beziehung und was nicht. Und sich gemeinsam neu ausrichten kann.
Das meinte ich mit "Buchhaltung", da wird nicht das angeschaut, was das Leben der TE und Junior bisher bereichert hat, durch den neuen Mann in ihrem Leben, sondern der, von der TE empfundene Mangel thematisiert.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #630Ansonsten bietet es sich auch an, mal eine Beziehungspause zu machen.
Es ist aber ein Unterschied, ob ich kinderlos eine Beziehung habe, oder ob einer oder beide Kinder haben.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Es ist eine andere Ausgangslage, ob man schon jahrelang zusammen und sich einander sicher ist oder meinetwegen zwei Jahre und die ganzen Strukturen, Umstände, Gewohnheiten, Regelmäßigkeiten ein Gefühl des Verbundenseins vermitteln. Oder ob man in einer Beziehung ist, die noch nicht so lange geht, die sich eben nicht verlässlich anfühlt, unsicher, wo wenig Gemeinsamkeit herrscht, Selbstverständlichkeit, Planbarkeit. Wäre ersteres der Fall, hätte M. wahrscheinlich auch kein Problem, wenn man "mal Pause macht" oder sich ein paar Tage nicht sieht oder das Wochenende getrennt verbringt, wenn er spontan weg muss oder ohne sie zu einem Konzert geht. Das Gefühl: "wir gehören zusammen" fehlt. Alles andere halt ich für Symptomatik.
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Vor Kurzem war ich mit meiner Mum auf einem Konzert. Er hat sofort gesagt, dass er sich an diesem Abend um meinen Sohn kümmert. Und auch, als meine Mum mal krank war und ich arbeiten musste.
@Sariana das z. B. ist ein so positiver und liebevoll-verlässlicher Aspekt des Freundes.
Ja, ich stimme dir zu. Ein Reframing, "was hab ich vom Partner" könnte auch helfen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #636Wieso? Das hat doch mit den Kindern nix zu tun, ob man mit dem FReund, der nicht Kindsvater ist, eine Pause macht
Natürlich ist das ein Unterschied. Kinder brauchen ein stabiles Umfeld, gerade wenn sie schon die Trennung vom Vater erleben mussten. On/ Off Beziehungen wenn man Kinder hat, sind generell nicht gut. Auch wenn es sich dabei um die gemeinsamen Eltern handelt.
Wobei ich schon immer der Meinung bin, wenn ich eine Pause von meinem Partner brauche...also längerfristig...ist es einfach der Falsche.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #637Das Gefühl: "wir gehören zusammen" fehlt.
Genau das meine ich.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Da gebe ich dir recht @Kleinfeld. In allen Punkten.
Ich finde es aber ungut, dass der Bub argumentativ so oft gebraucht wird um Themen der Paarbeziehung der Mutter zu betrachten. Das ist sowohl für den Buben, als auch für den Freund nicht gut. Und @Magnoona beschreibt Gefühle wie "daher bin ich unflexibel"
Die kennen sich auch keine 10 Jahre in einer Woznung, sondern grad mal ein Jahr. ich empfinde da viel als zu überfrachtet, zu überfordernd. Und zwar alle.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #641 Und @Magnoona beschreibt Gefühle wie "daher bin ich unflexibel"
Man ist definitiv mit Kind unflexibler. Allerdings auch nicht gänzlich, das stimmt. Wenn man das Kind dann vielleicht vorschiebt...ich sage nicht das es so ist...ist es m.E. schon ein Zeichen, das es eben nicht passt und man das unbewußt einsetzt.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Ich glaube, das Problem ist auch, dass er so kategorisch das Zusammenziehen ausschließt. D.h. Magnoona sieht natürlich auch keine Perspektive. WENN er bei dieser Meinung bleibt (die sich aber ja jederzeit ändern kann).
Und nach deinen Beschreibungen @Magnoona empfinde ich dich auch als Menschen, der genau das braucht und anstrebt - eine familiäre Bindung mit Zusammenwohnen und ggf. irgendwann heiraten.
Und da musst du dir tatsächlich klar werden, ob das mit diesem Mann (dessen Beziehungsverhalten ich immer noch als sehr engagiert sehe!!) möglich ist. Er wird sich vielleicht mal bezüglich Zusammenziehen umentscheiden, aber eventuell eben auch nicht. Sei dir darüber im Klaren, dass mit ihm dein Lebensmodell vermutlich (?) nicht zu verwirklich ist. Nicht jetzt, aber vielleicht auch nicht später.
Zitat von Lissy im Beitrag #644 Und nach deinen Beschreibungen @Magnoona empfinde ich dich auch als Menschen, der genau das braucht und anstrebt - eine familiäre Bindung mit Zusammenwohnen und ggf. irgendwann heiraten..
Das „familiär und häuslich“ passt aber überhaupt nicht zu den bisherigen Beziehungen von Magnoona, oder habe ich was überlesen? Die Männer waren doch bisher sehr vom Drang nach Unabhängigkeit geprägt. Da müsste Magnoona auch erst mal an ihrem Beuteschema arbeiten, um so einen „Familiären“ zu treffen.
Ich finde das alles so unreif und unerwachsen.. als ob man mit Mitte 30 udn Mitte 40 immer nur an Freizeit und Vergnügen und eben qualitativ verbrachte Paarzeit denken könnte. Sorry, aber sind die Zeiten nicht anstrengend und hart genug, dass man da las Ae-Mutter mit Grundschulkind wirklich den meisten Stress und so viele Gedanken um Freizeitthemen macht. Paarzeiten, Restaurantbesuche, Shopping, wer wann welche Freunde trifft, wo Party ist ???
Magnoona, zwickt es zusätzlich, dass dein Freund "nur" 30 Stunden arbeitet und finanziell trotzdem gut aufgestellt ist? Er nicht nur mehr Zeit sondern auch mehr Geld als du zur Verfügung hat?
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Zitat von Blondine im Beitrag #646Ich finde das alles so unreif und unerwachsen.. als ob man mit Mitte 30 udn Mitte 40 immer nur an Freizeit und Vergnügen und eben qualitativ verbrachte Paarzeit denken könnte. Sorry, aber sind die Zeiten nicht anstrengend und hart genug, dass man da las Ae-Mutter mit Grundschulkind wirklich den meisten Stress und so viele Gedanken um Freizeitthemen macht. Paarzeiten, Restaurantbesuche, Shopping, wer wann welche Freunde trifft, wo Party ist ???
Der Mann hat aber kein Kind. Ich auch nicht, und deshalb dreht sich „meine“ Freizeit selbstverständlich um die Dinge, die du benannt hast. Und das würde ich für „Partner mit Kind“ auch nie komplett aufgeben. Er ist fast 50, der will doch kein „eigenes“ Kind mehr in dem Alter.
Ja, aber als Paar und bei 2 erwachsenen Menschen mittleren Alters müsste es da nicht auch darumgehen, sich nach doch nun schon auch längerer Beziehung etwas gemeinsam aufzubauen und gemeinsam eben an einem Strang zu ziehen ...
es gibt ja im Leben auch noch mehr als "nur Kinder" ... das man als Familie und Paar eben gemeinsam angeht...ich hatte in jenem alter und mit Kindern im Grundschulater jedenfalls ganz andere Probleme und Themen und wenn wir uns organisieren und absprechene mussten... dann ging es tatsächlich um seriöse Verpflichtungen und nicht um irgendwelchen Freizeitkram. In jener Lebensphase war der total untergeordnet und hatte kaum Priorität
wir hatten echt andere Sorgen... und momentan kann ich mir auch nur schwer vorstellen, dass man so völlig sorglos und chillig an die Beziehung geht...
Also, ich weiß ja nicht.
Jedenfalls, wenn ich mit meinem Mann rede, dann geht es gar nicht drum, wann wir uns jetzt was gönnen und wer wann wie wo ausgeht und feiert... wir besprechen tatsächlich Alltagsprobleme und machen uns tatsächlich für die Zukunft ganz andere Pläne als Urlaubspläne o.ä.
als Paar haben wir tatsächlich hauptsächlich unseren ganz normalen Alltag im Blick und wie wir unsere gemeinsamen ziele eben stecken und erreichen... und das,w as eben wichtig ist... irgendein Konzert ist nett und macht sicher auch mal spaß... aber das ist doch nicht "das leben"...
Hier ist alles so freizeitlastig und einseitig auf den Funfaktor konzentriert... ob das nicht ein Luxusproblem ist und man als paar momentan doch anderes wichtig nehmen sollte, könnte oder vielleicht sogar müsste... stelle ich dann mal in den Raum.
Geht es denn in einer Beziehung nicht auch eher um die seriösen Verpflichtungen und wie man gemeinsam eben durch den stinknormalen Arbeitsalltag geht und sich gegenseitig eben unterstützt und davon profitiert, dass man zusammen ist und nicht allein? Die gemeinsame Existenz als Paar ... in den kommenden Zeiten... richtet sich nach welchen Werten und Zielen aus ???
Und ich glaube, dass es enorm wichtig ist (auch für Paare mit gemeinsamen Kindern), Zeit zu zweit zu verbringen. Das ist im Kleinkindalter nicht einfach, wird aber immer leichter. Denn Paare, die das nicht tun, sitzen dann oft im empty nest und haben sich recht wenig zu sagen.
Die eigenen Interessen zu verfolgen kann ich nur allen Menschen (mit und ohne Kindern empfehlen). ich habe meine Persönlichkeit und das wofür ich brenne nicht bei der Geburt meiner Tochter an der Haustür abgegeben. Ich konnte natürlich als AE nicht immer so, wie ich wollte. Aber jedes Jahr ein bisschen mehr.