Zitat von Blondine im Beitrag #649Jedenfalls, wenn ich mit meinem Mann rede, dann geht es gar nicht drum, wann wir uns jetzt was gönnen und wer wann wie wo ausgeht und feiert...
Hier ist es kein gemeinsames Kind. Nicht vergleichbar
Zitat von Blondine im Beitrag #649Jedenfalls, wenn ich mit meinem Mann rede, dann geht es gar nicht drum, wann wir uns jetzt was gönnen und wer wann wie wo ausgeht und feiert...
Hier ist es kein gemeinsames Kind. Nicht vergleichbar
Ergänzung: und zB in meinem persönlichen Leben gibt es jetzt keine tiefgreifenden Probleme, mit denen man sich ständig auseinander setzen müsste. Da ist viel Zeit für Feiern. Die Zeit hätte die TE ohne Kind ja auch. Und der Mann sowieso.
Ja... aber ist es denn nicht auch Paarzeit, wenn man z.b gemeinsam eine Immobilie kauft und an einer gemeinsamen Altersvorsorge denkt und sich Gedanken macht, wie man gemeinsam dieses winterliche Problem mit den evtl zu erwartenden Blackouts bespricht und löst oder so dinge wie TÜV für die Autos regelt ...
Paarzeit... besteht die immer nur aus: da sind wir beim Konzert o.ä.
Sorry, aber sind die Zeiten echt so gut, dass es nix anderes und Wichtigers gemeinsam zu organisieren gäbe ... als nur diese Fixierung auf, ich bin unflexibel durchs Kind ...
Sind wir alle momentan nicht durch andere Komplikationen evtl viel eingeschränkter, unflexibler, unsicherer ... in diesen Zeiten und haben wir nicht alle wirklich mehr an der Backe?
Und dieses "mehr"... ist das nicht eher "das Wesentliche", was man als paar so andenkt .. aktuell... in seinen 40ern und 50ern???
Also, "in meinem Leben" gibst jedenfalls Sorgen zum ukrainekrieg und der Gaskriese und Inflationsüberlegungen und wir alls Paar machen uns echt gedanken um so vieles andere ...
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #642 Wenn man das Kind dann vielleicht vorschiebt...ich sage nicht das es so ist...ist es m.E. schon ein Zeichen, das es eben nicht passt und man das unbewußt einsetzt.
Ich könnte mir denken, dass @Magoona das Kind nicht bewusst vorschiebt, sondern dass das Problem eher darin liegt, dass sie und der Mann nicht allzu viele Interessen teilen.
Vielleicht sagt die TE ja noch etwas dazu.
Zitat von Blondine im Beitrag #646Ich finde das alles so unreif und unerwachsen.. als ob man mit Mitte 30 udn Mitte 40 immer nur an Freizeit und Vergnügen und eben qualitativ verbrachte Paarzeit denken könnte. (...) Paarzeiten, Restaurantbesuche, Shopping, wer wann welche Freunde trifft, wo Party ist ???
Entspricht auch meiner Erfahrung.
*Familie* geht anders. Aber damit sind wir wieder bei den anscheinend komplett verschiedenen Lebensentwürfen von @Magoona und ihrem Freund.
Zitat von schafwolle im Beitrag #654*Familie* geht anders.
Wieso Familie? Das ist keine Familie
Da ist ein Endvierziger komplett ohne Verpflichtungen, nie Kinder gezeugt, nie geheiratet, keine Verwandten mehr. Sein Sozialleben ist sein Freundeskreis.
Das ist der Status quo.
Der soll diese selbstgewählte Unabhängigkeit jetzt aufgeben? Warum?
Weil M.s Leben anders aussieht?
Was soll das für eine Beziehung sein, wo einer sich zu 100 % dem anderen anpassen soll?
Also ich hab als Alleinerziehende auch darunter gelitten, abends allein dazusitzen- und das ist ein großer Unterschied dazu, ob ein Elternpaar abends nicht aus dem Haus kann !
Zitat von Ruba im Beitrag #657Also ich hab als Alleinerziehende auch darunter gelitten, abends allein dazusitzen- und das ist ein großer Unterschied dazu, ob ein Elternpaar abends nicht aus dem Haus kann !
Dann sind die 3-4 Abende pro Woche, an denen M jetzt ihren Freund zu Besuch hat, doch eine schöne Verbesserung gegenüber vorher
Hallo Magnoona, ich denke, Du brauchst noch eine Sache, die Dir wichtiger ist als Dein Freund.
Jetzt sind es Dein Kind und Deine Arbeit, aber alle anderen Sachen in Deinem Leben (Mutter, Schwester, Freundinnen...) würdest Du für ihn verschieben. Such Dir irgendwas, was Dir wichtig und nicht verschiebbar ist, und dann verbringe etwas weniger Zeit mit ihm.
Beispiele: Ehrenamt, zb Mitarbeit im Vamv. Tolle berufliche Weiterbildung Chorsingen Tanzen (Kurs mit festen Terminen) Physiotherapie Spatermin Schwimmkurs Sportart, die er haßt, die Du aber sehr gern magst. Seidenmalerei. Töpfern. ... (Die Beispiele sind vielleicht nicht so super, ich hoffe, Du verstehst, worauf ich hinauswill.) viele Grüße, Silvia
Zitat von schafwolle im Beitrag #654*Familie* geht anders.
Wieso Familie? Das ist keine Familie?
Na ja, natürlich ist *nur* Mutter + Kind eine Familie.
Der Man ist hier gewissermaßen ein Fremdkörper - auch wenn ich das gar nicht so negativ meine, wie es klingt.
Es läuft einfach auf verschiedene Bewertungen hinaus. Wäre ich dieser Mann, wäre ich auch sehr vorsichtig damit, mich mit Haut und Haaren vereinnahmen zu lassen, wenn ich ganz generell eine andere Lebensvorstellung habe.
Zitat von Silvia12 im Beitrag #659 Such Dir irgendwas, was Dir wichtig und nicht verschiebbar ist, und dann verbringe etwas weniger Zeit mit ihm.
Beispiele: Ehrenamt, zb Mitarbeit im Vamv. Tolle berufliche Weiterbildung Chorsingen ....................
Wie stellst Du Dir das denn in der Praxis vor, bei Vollzeit-Berufstätigkeit + Kind?
Zitat von Blondine im Beitrag #653Ja... aber ist es denn nicht auch Paarzeit, wenn man z.b gemeinsam eine Immobilie kauft und an einer gemeinsamen Altersvorsorge denkt ..
nach EINEM Jahr?
Gut, gibt es! Habe ich mit meinem 1. Mann als Studentin gehabt und gemacht.
Ob man das mit Ende 30 / Ende 40 noch so unbekümmert täte?
Ich finde eh, dass er sich für die Familie von @Magnoona sehr intensiv und engagiert kümmert. Und um handwerkliche Belange von den bewussten Freunden. Dass er viel hilft und macht und tut.
Das Image "Partybiest" ist meiner Lesart den Projektionen von Userinnen hier und nicht unbedingt die Realität. Es ist viel von Holzarbeiten, Umzügen, fam. Hilfen und Helfer in der Not die Rede. Und dass nach solchen Freundes- und Liebesdiensten gegrillt wird.
Also sehr viel "erwachsener" Alltag. Aber nicht nur.
Also, "in meinem Leben" gibst jedenfalls Sorgen zum ukrainekrieg und der Gaskriese und Inflationsüberlegungen und wir alls Paar machen uns echt gedanken um so vieles andere ...
manche Menschen, gerade, wenn sie z. B. in München in der UA Hilfe engagiert sind, brauchen Ausgleiche zu den massiven Sorgen. Durchaus auch die Ukrainer* selber.
Aber ja, ein gem. Projekt statt flimmen könnte sein, sich sozial zu engagieren. Für und mit Kindern. Und an anderen Tagen mit Freunden grillen oder einfach ratschen.
Ich bekomme aus dem Thread den Eindruck, dass Magnoona und ihr Freund beide nicht so geübt darin sind, sich über ihre Empfindungen und Bedürfnisse auszutauschen. Magnoona, ich würde Euch raten, nehmt Euch ein paar Stunden Paarberatung, in denen ein/e Berater/in Euch hilft, diese Dinge zur Sprache zu bringen und aufzudröseln. Ich denke, es ist ganz viel Positives vorhanden in Eurer Beziehung und es ist lösbar, wenn Ihr einen Weg findet, so miteinander zu reden, dass die Dinge, die dahinterstehen, zum Vorschein kommen.
Aber wenn es schon so am Anfang nicht passt - dann lieber trennen.
Oder eben einfach lernen, den anderen in seiner Andersartigkeit anzunehmen. Mein Partner tickt in vielen Aspekten auch anders als ich. Ich hab da extrem viel gelernt. zB dass mir weniger Verbindlichkeit gut tut.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #613Woher kommt denn jetzt der "innere Mangel"?
Magnoonas innerer Mangel ist die fehlende Vater-Person in ihrer Mutter-Kind-Familie.
Sie sucht einen Partner, der diese Rolle besetzt und den Mangel ausgleicht. Das ist die Erwartung, die sie an ihren Freund hat.
Dass er weiterhin frei über seine Freizeit verfügt, passt nicht zu dieser Erwartung - denn das könnte ein echter Vater ja auch nicht. Ein echter Vater wäre verpflichtet, sich mit M abzusprechen, abzuwechseln, Rücksicht zu nehmen, für Ausgleich zu sorgen, die Familie an Platz 1 zu stellen - weit vor Kumpels und Grillpartys.
Ms Freund tut das aber nicht und deshalb ist sie enttäuscht.
Weil er ihre Erwartung nicht erfüllt, den Mangel zu beseitigen. Sie ist weiterhin alleine für ihr Kind zuständig, genau wie vorher.
Neue Hobbys, Weiterbildung, Yoga für M. sind hier die völlig falsche Spur.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #613Woher kommt denn jetzt der "innere Mangel"?
Magnoonas innerer Mangel ist die fehlende Vater-Person in ihrer Mutter-Kind-Familie.
Sie sucht einen Partner, der diese Rolle besetzt und den Mangel ausgleicht. Das ist die Erwartung, die sie an ihren Freund hat.
Das erscheint sicherlich erst mal logisch, passt aber null zu den anderen Beziehungen, die sie bislang hatte bzw hier beschrieben hat. Also sucht sie das doch nicht so richtig. Ich hatte die TE jetzt noch gar nicht gefragt, in welchem Kontext sie den Partner, um den es hier geht, überhaupt kennengelernt hat - Party? Gemeinsame Freunde? Online-Dating? Habe ich vielleicht auch überlesen, wäre aber nicht uninteressant. Denn ansonsten stellt sich ja die Frage: wo kriegt man denn jetzt so einen häuslichen Mann her? Der geht ja nicht raus.