Zitat von schafwolle im Beitrag #414 Ich weiß schon - da bin ich ein wenig pingelig. Man könnte es auch empfindlich nennen.
Ich finde es nämlich nicht so toll, dass Du von seinen Freunden nicht gleich mit eingeladen wirst. Denn sie wissen ja mittlerweile, dass Du eben die Freundin bist.
Für mich ist es ein Unterschied, ob ich eingeladen bin - oder ob ich mitgenommen werde. Und zu Letzterem hätte ich kaum Lust.
ist Typsache!
Ich wäre der Typ, der sofort weg wäre, wenn sich ein pot. Partner in der absoluten Anfangsphase einer hoffentlich schönen und langen Liebesbeziehung wegen meiner Freunde so aufführen würde.
Auch bei so problematischen Familienverhältnissen, wo mich Omis nicht abkönnen, wäre ich weg.
Zitat von clara im Beitrag #436 mit Männern in diesem Alter, die regelmäßig Kumpeltreffen veranstalten bzw. zu diesen Treffen gehen, nichts anfangen. Nur, das kann Dir egal sein. Ich lebe mein Leben und Du Deins.
Ich wünsche Dir für Dich und Deine Liebe Klarheit.
Ich fände positiv, dass der Mann offenbar in der Lage ist, stabile und dauerhafte Beziehungen zu vielen anderen Menschen inclusive deren Familien (ist ja inzwischen von Frauen und Kindern in der Clique die Rede...) aufzubauen und zu erhalten.
Daraus würde ich schließen, dass er ein grundsätzlich positives Bindungsverhalten hat. Ist nicht bei allen Männern der Fall. So "einsame Wölfe", die kaum wen kennen und nicht so sozial kompatibel sind, gibt es nicht wenige.
Zitat von Magnoona im Beitrag #448Etwas beneide ich ihn natürlich um seine Freiheit. Klar. Und ich weiß nach wie vor nicht, warum ich immer ein doofes Gefühl habe, wenn er unterwegs ist.
Sitzt er auch zuhause alleine, dann hab ich dieses komische Gefühl nicht. Da vermisse ich ihn einfach nur. Ach ich bin auch ziemlich schräg...
Ich vermute aber, dass das ein Thema ist, das gar nicht so viel mit dem konkreten Mann zu tun hat, sondern eines, dass, wenn Du jetzt diese Beziehung beenden solltest, dich in die nächste Beziehung verfolgen würde. Hypothese.
Was könnte helfen? Weiter am "Thema hinter dem Thema" arbeiten. Und reden. Ich vermute im Übrigen, dass sich das löst, wenn der Kleine älter wird und einfach öfters mal bei Freunden ist. Auch über Nacht.
Zitat von Magnoona im Beitrag #448Diese Ansicht hatte ich auch schon mit Kind. Etwas beneide ich ihn natürlich um seine Freiheit. Klar. Und ich weiß nach wie vor nicht, warum ich immer ein doofes Gefühl habe, wenn er unterwegs ist.
Sitzt er auch zuhause alleine, dann hab ich dieses komische Gefühl nicht. Da vermisse ich ihn einfach nur. Ach ich bin auch ziemlich schräg...
Die logische Konsequenz wäre, dich um deine eigene Freiheit zu bemühen. Also dir ein Netz aufbauen, dass dir immer mal wieder deinen Sohn abnehmen kann, so dass du mehr Zeit für dich und deine Interessen hast.
Ich kenne einige Frauen, die in der Beziehung mit dem Vater der Kinder gesagt haben: Wenn ich das nicht machen kann, gehst du auch nicht weg. Nicht machen können hieß dann: ich kümmere mich um die Kinder, weil ich mich gebraucht fühlen möchte und nicht abgeben kann. Das Phänomen gibt es also nicht nur bei alleinerziehenden Frauen.
Ich lese bei dir auch wenig Interessen etwas zu unternehmen, deine Aktivitäten klingen so nach "Alltag". Was wären denn Dinge, die dir das Gefühl von Freiheit wiedergeben könnten? Welche Themen interessieren dich, was für Hobbies fehlen dir, was möchtest du sehen/erleben?
Wie viele Wochenenden hast du von dir aus mal komplett kinderfrei organisiert, so dass dein Freund das Gefühl hatte, dir ist nicht nur an neuem Familienaufbau gelegen und du nimmst seine Hilfsbereitschaft mit, sondern du willst auch die Paar-Ebene aufbauen?
Also nicht du gehst mit zur Grillparty und fährst dann am Abend wieder wegen deinem Sohn, sondern du bist mal vollständig und auch ohne Zwang für deinen Partner da? So dass er deutlich erkennt, dass es dich auch ohne Sohn gibt für ihn?
Wenn ein Mann für seine neue Partnerin für deren Oma den Umzug ins Heim organisiert und für den Sohn die Möbel aufbaut, dann könnte sich die neue Partnerin auch mal erkenntlich zeigen.
Zitat von Magnoona im Beitrag #456Das Problem ist ja schon mal, dass ich das, was ich machen möchte, eigentlich nur noch mit ihm machen möchte...
Nicht gut. Du machst dich abhängig. Was ist mit alleiniger Freude, Wünsche, Reise, Leidenschaft, Bestimmung, Passion, Interesse? Du hattest doch vor ihm auch ein Leben.
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
Ein komplettes freies Wochenende von Freitag bis Sonntag quasi nie. Weil es schlichtweg fast unmöglich ist. Mal einen Abend inkl. über Nacht mal an einem Tag am Wochenende war schon öfter.
Magnoona, du und Junior wart über Jahre so eng, dass dazwischen vermutlich kein Blatt Papier gepasst hätte. Du musst anfangen dir selbst Raum zu geben, unabhängig vom Partner. Würde dein Freund einen "Männerabend", so nennen es meine Söhne, mit Junior machen, während du zum Sport gehst oder mit Freundinnen etwas unternimmst, ein Hobby für dich entdeckst?
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Nora im Beitrag #460Freies Wochenende mit Kind wegorganisiert = „erkenntlich zeigen für ihn“?
Echt jetzt?
erkenntlich zeigen finde ich auch ein problematische Formulierung. Aber man muss auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.
"ihm Freiheiten zugestehen" oder so ähnlich ist auch nicht ganz koscher oder?
Den Grundgedanken teile ich! Der Freund von @Magnoona verbringt einen sehr großen Teil seiner Freizeit mit ihr und ihrem!! Buben.
Einen Teil seines Lebens möchte er mit anderen Menschen verbringen. Dass @Magnoona und ihr Sohn ebenfalls mit ihm zu seinen Freunden kommen könnten, ihn das sogar sehr freuen würde bedeutet, dass er sein komplettes! Leben mit Magnoona teilen würde. Aber halt nicht nur auf der Couch vor dem Fernseher oder im Zoo.
Zitat von Magnoona im Beitrag #463Rotweinliebhaberin, ich weiß, dass das nicht gut ist...
Naja, Du hast jetzt knapp 10 Jahre alles alleine gemacht, Dein Leben gelebt und nicht heulend in der Ecke auf einen Prinzen gewartet. Oder? Weil keiner da war, der was mit Dir gemacht hätte, in der Konstellation mit Kind und so. Also hast Du Dein Leben - Alltag und Funtag - alleine gewuppt.
Also alles im grünen Bereich.
Und jetzt ist da einer, der es tut - bei Dir sein wollen. Ich kann vollkommen verstehen, daß da der Wunsch nach „praktisch alles zusammen“ da ist! Ginge mir vermutlich genauso. Und ich halte das nicht für pathologisch.
Das legt sich nämlich normalerweise wieder, wenn die Beziehung sich „gesichert“ anfühlt. Dann wird die Pärchenleine automatisch länger.
Bei „ohneKindBeteiligung“ - Pärchen findet ja auch keiner die anfängliche Symbiose-Phase merkwürdig! Eher das Fehlen einer solchen. Und diese Phase macht Sinn - dadurch wird eine sichere Bindung aufgebaut, die dann Distanz wieder erlaubt. Das ist keine Küchenpsychologie, das habe ich an der Uni in einer Vorlesung so mitgenommen.
Mit Kind kann frau/man das eben nicht als „voll auf den Partner fixiert“ausleben - Und daher mag dieses persistierende „Sehnen“ herrühren, weil das Gefühl der Sicherheit in der Beziehung fehlt - es konnte nicht klassisch aufgebaut werden: Du konntest nicht weg, konntest du ihn anfänglich auch nicht mit nach Hause nehmen (Kind), Und er hat sich auch immer wieder wegbewegt!
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #465erkenntlich zeigen finde ich auch ein problematische Formulierung. Aber man muss auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. "ihm Freiheiten zugestehen" oder so ähnlich ist auch nicht ganz koscher oder? Den Grundgedanken teile ich! Der Freund von @Magnoona verbringt einen sehr großen Teil seiner Freizeit mit ihr und ihrem!! Buben.
Einen Teil seines Lebens möchte er mit anderen Menschen verbringen. Dass @Magnoona und ihr Sohn ebenfalls mit ihm zu seinen Freunden kommen könnten, ihn das sogar sehr freuen würde bedeutet, dass er sein komplettes! Leben mit Magnoona teilen würde. Aber halt nicht nur auf der Couch vor dem Fernseher oder im Zoo.
Also ich fand das eher irritieren, daß sie zur Belohnung, oder meinetwegen Dank, weil er sich um ihre Familie, und den Sohn kümmert, den Sohn „wegorganisieren“ soll, und dann alleine Zeit mit ihm verbringt. „Damit er dann auch was von einer Beziehung mit ihr hat“, sinngemäß.
So in der Form finde ich das leicht… fragwürdig.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Magnoona im Beitrag #462Ein komplettes freies Wochenende von Freitag bis Sonntag quasi nie. Weil es schlichtweg fast unmöglich ist. Mal einen Abend inkl. über Nacht mal an einem Tag am Wochenende war schon öfter.
Damit kann man ja leben. Wichtig wäre nur, dass da auch eine Regelmäßigkeit rein kommt, im Sinne von: alle 6 Wochen oder so ist Junior mal eine Nacht woanders. Letztlich ist es doch so, dass dein Partner auch keine Planbarkeit hat, wann du ohne Kind für ihn verfügbar bist - das letzte Mal mit dem Kindsvater war ja auch eher spontan, war mein Eindruck.
Also ich fand das eher irritieren, daß sie zur Belohnung, oder meinetwegen Dank, weil er sich um ihre Familie, und den Sohn kümmert, den Sohn „wegorganisieren“ soll, und dann alleine Zeit mit ihm verbringt. „Damit er dann auch was von einer Beziehung mit ihr hat“, sinngemäß.
So in der Form finde ich das leicht… fragwürdig.
Sie muss ihn ja nicht wegorganisieren, sondern könnte ihn zur Party mitnehmen. Das will sie aber nicht. Findest du es umgekehrt nicht ein bisschen viel verlangt, dass ein kinderloser Mann, der ansonsten eben gern mit seinem Freundeskreis was unternimmt, das von heute auf morgen alles einstampfen soll, um zu 150% für seine Partnerin da zu sein? Also da wäre ich raus.
Zitat von Nora im Beitrag #470Und wie soll sie das machen?
Tante, Oma, Kindsvater - alle nacheinander. Und: der Junge könnte sich ein paar Freunde zulegen. Das wurde ja alles schon weiter oben geraten. Und es ist ja nicht so, dass so gar kein Support da ist - ich müsste jetzt die Beiträge raussuchen, aber da gibt's schon jemanden, der mal einspringen kann.
Magnoona schrieb weiter vorn im Strang, dass ihre Mutter regelmäßig in der Woche (einmal pro Woche?) Babysitter ist und sie sie nicht auch noch für das Wochenende einspannen möchte. Wie wäre die Idee, dass Dein Freund den Sohn an einem Abend (muss ja auch nicht jede Woche sein, vielleicht jede zweite) einhütet, Du Dich wie immer mit Deinen Freundinnen triffst (Ihr zwei würdet Euch ja auch noch sehen, wenn Du dann um 22 Uhr oder wann nach Hause kommst) und Ihr dafür dann Deine Mutter für den Samstag einspannen könntet? Geht natürlich nur, wenn der Freund und der Sohn für diese Lösung offen sind. Vielleicht würde der Freund das sogar gern so machen, wenn dafür ein freier Abend am Wochenende möglich ist.
Zitat von Nora im Beitrag #470Und wie soll sie das machen?
Tante, Oma, Kindsvater - alle nacheinander. Und: der Junge könnte sich ein paar Freunde zulegen. Das wurde ja alles schon weiter oben geraten. Und es ist ja nicht so, dass so gar kein Support da ist - ich müsste jetzt die Beiträge raussuchen, aber da gibt's schon jemanden, der mal einspringen kann.
Zwischen „Mal“ und „regelmässig das ganze Wochenende“ besteht ein Unterschied.
Das Kind ist noch keine 10 Jahre - das hat bestimmt Freunde, ist aber noch nicht so weit, daß es da tagelang rumhängt (die Eltern der Freunde haben da auch eine Meinung zu…)
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Meine Mum nimmt meinen Sohn 1x pro Woche über Nacht. Das haben wir abgemacht. Es ist also grundsätzlich möglich.
Zur Party kann ich ihn nicht mitnehmen. Das ist einfach nix für Kinder. Sag ich als Mutter. Ich hatte ihn im Sommer schon öfter mal dabei, wenn er am nächsten Tag keine Schule hatte. Da war er mal mit beim Campen oder mal im Biergarten.