Er ist 3-4 Abende bei ihnen, plus Zeit am Wochenende.
Nochmal zu den Konzertkarten: Ich hätte an seiner Stelle vor (!) Ticketkauf gefragt, ob sie mit möchte und zwar so, dass deutlich wird, dass ihn das sehr freuen würde. Dann kann sie alles daran setzen, das "Ja, gerne!" hinzukriegen.
_____________________________________ Ich bin Karla48 aus dem alten Brigitte-Forum.
Du bist im Grunde stocksauer auf deinen Freund. Weil er oft ohne dich was unternimmt. Du kannst seinen Freundeskreis nicht leiden und verfolgst deren Aktivitäten und Anrufe mit Argwohn und Angst. Du siehst deinen Sohn als Grund für dein sehr enges und oft langweiliges Leben.
völlig übertrieben! Oder?
Ganz so übertrieben ist das leider nicht. Aber im Ansatz stimmt das schon. Leider!
Du bist im Grunde stocksauer auf deinen Freund. Weil er oft ohne dich was unternimmt. Du kannst seinen Freundeskreis nicht leiden und verfolgst deren Aktivitäten und Anrufe mit Argwohn und Angst. Du siehst deinen Sohn als Grund für dein sehr enges und oft langweiliges Leben.
völlig übertrieben! Oder?
Ganz so übertrieben ist das leider nicht. Aber im Ansatz stimmt das schon. Leider!
das halte ich mal fest.
So unangenehm das ist, für euch alle, das ist eine! Grundlage der Situation.
Und welche Rolle spielt die Annahme “Liebe ist Fürsorge”
—> wenn ich hier mit schlechten Gefühlen sitze, dann sollte er kommen und mich betüddeln. Wenn er nicht genug Einsatz bringt, um mich zu betüddeln, dann liebt er mich vielleicht nicht genug .
Zitat von Magnoona im Beitrag #602 Ja, so in der Art...
Dein Microkosmos halt.
Da Du auf sonst rein gar nichts eingehst, was hier geschrieben, vorgeschlagen, angedacht wird, ziehe ich für mich jetzt mal die Schlussfolgerung daraus, dass die Gespräch zwischen Euch auch keine tiefere Dimension haben. Das meine ich gar nicht so barsch, aber man kommt ja schlecht umhin, sich ein Bild zu machen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #606 Alle diese Gefühle haben NUR mit DIR zu tun. Und ich fürchte, du hättest sie in JEDER anderen Konstellation, mit JEDEM anderen Menschen.
Das ist das was ich meinte mit: „wohin man auch geht, man nimmt sich selbst immer mit“. Aus meiner Sicht ein Fall für persönliche (!) Gespräche mit jemandem, der der TE beim Sortieren hilft. Ziel: Strategien entwickeln, wie sie aus dieser Schleife rauskommt. Alternativ gedanklich ein paar Jahre vorspulen - spätestens wenn der Sohn im Teenie-Alter ist, sollte die „Angebundenheit“ ja weniger werden.
Magnoona, da du kaum auf eine inhaltliche Auseinandersetzung antwortest, mal eine direkte Frage: Wer soll sich um deine gefühlten Defizite kümmern, du selbst oder dein Freund?
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #580Du bist im Grunde stocksauer auf deinen Freund. Weil er oft ohne dich was unternimmt.
Ich könnte mir halt vorstellen, wenn er sie im VORFELD mehr involviert und ein bisschen planbarer für sie bleibt, dass das anders wäre. - Du, da ist Halloween diese Party, ich würde da gern hingehen, magst Du mit? Nein? Gut, dann geh ich allein - Du, der Fritzwalter hat da noch diese Holzlieferung und kriegt das allein nicht gestapelt, ich würd gern vorbeischauen, ob das schon da ist - Du, ich hab jetzt einen im T und würd gern hier pennen, magst Du auch? ==> er scheint das Gefühl zu haben, dass sie sauer ist, wenn er allein was macht, also sagt er nichts ==> er will nicht "ist das okay für Dich" fragen, weil er weiß, dass es für sie nicht okay ist, er muss sich ja auch nicht rechtfertigen, aber ein Weg da raus ist ein Dilemma
==> vermutlich hat er damit recht, nichtsdestotrotz ==> kann sie über ihn nicht bestimmen und ==> es ist nicht seine "Schuld", dass sie nicht kann Ergo: die beiden müssen einen Weg finden, dass er sowas offen erzählen kann, ohne dass sie neidisch wird auf seine Freiheiten, die sie halt nicht hat wegen Sohn.
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #588Man sollte aber nicht vergessen, dass die Situation mit dem praktisch komplett abwesenden Vater auch irgendwie speziell ist.
So ungewöhnlich ist das nicht. Aber einen Mann als Partner zu finden, der damit klar kommt, quasi unmöglich. Entweder er hat selbst bewusst keine Kinder, dann ist das schwierig. Oder er hat selbst Kinder, dann hast Du diese Patchworkthemen mit die Ex der Ex seine Kinder meine Kinder. Ich habe 13 Jahre lang versucht, unter diesen Bedingungen Beziehungen zu führen. Hat nicht hingehauen, weil meistens der Mann nur mit halbem Arsch involviert war.
Kenne in meinem Umfeld tatsächlich fast nur Frauen in guten neuen Beziehungen, bei denen der Kindsvater auch noch engagiert war und das Ganze gut geregelt war. Bis auf eine Ausnahme, eine einzige.
Oder er hat selbst Kinder, dann hast Du diese Patchworkthemen mit die Ex der Ex seine Kinder meine Kinder.
das ist auf jeden Fall zu überlegen.
Ich könnte mir vorstellen, dass bei den Gefühlen, die @Magnoona beschreibt, DAS auch ein Thema wäre.
Ein solcher innerer Mangel kann meiner Erfahrung nach niemals von einem anderen Menschen ausgeglichen werden. Das kann man nur selber bearbeiten.
@ja-aber Gute Analyse oben!
Auch die Konstellation der Frage-Antwort Skizzen. Bei "dann gehe ich allein, wenn du nicht magst oder kannst" würde ich aufgrund von @Magnoonas eigener Beschreibung eher vermuten, dass sie dann zu merklich negativen Reaktionen neigen könnte. Sie also zumindest latent und subtil erwartet, dass der andere dann auch daheim bleibt. Und zwar "aus Liebe".
Es gibt sicher viele Paare oder Familien, die das so leben.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von ja-aber im Beitrag #611 - Du, da ist Halloween diese Party, ich würde da gern hingehen, magst Du mit? Nein? Gut, dann geh ich allein
Das scheint ja der Usus zu sein, mit dem @Magnoona solche Probleme hat oder?
Auch die, die das Verhalten des Partners sehr kritisch diskutieren, sind eher der Ansicht, er solle in solchen Fällen lieber mit seiner Freundin bleiben oder (?)
Das kann ich mir für mich nicht vorstellen. In keiner meiner bisherigen Lebensphasen oder Beziehungen. Im Gegenteil! Wenn ich es so hätte, dass mein LEBENSpartner jetzt die meiste Zeit keine Möglichkeit oder keinen Bock hätte mich auch mal zu begleiten, wenn ich das gerne hätte, dann würde ich mir überlegen, ob wir zusammenpassen.
Ich hab auch nochmal über @Schafwolles Gedanken zu den Treffen des Freundeskreises nachgedacht. Ich glaube, dass @Magnoona selber schrieb, es handele sich NICHT um "Besäufnisse" sondern um normale Treffen mit mitteleuropäisch üblichem Alkoholkonsum. An denen auch andere Frauen und Kinder (älter als Magnoonas Bub) teilnehmen.
Warum das nicht für ein Grundschulkind ab und zu am Wochenende durchaus nett sein sollte, verstehe ich auch nicht recht, wenn ich ehrlich bin.
Die Rede von @Magnoona ist eher von viel Arbeit, Hand- und Heimwerken. Nicht von Saufen. Da ist inzwischen glaub ich zumindest viel Kopfkino entstanden, auch durch die spärlichen Antworten aber wohl auch durch Projektion.
Du bist im Grunde stocksauer auf deinen Freund. Weil er oft ohne dich was unternimmt. Du kannst seinen Freundeskreis nicht leiden und verfolgst deren Aktivitäten und Anrufe mit Argwohn und Angst. Du siehst deinen Sohn als Grund für dein sehr enges und oft langweiliges Leben.
völlig übertrieben! Oder?
Ganz so übertrieben ist das leider nicht. Aber im Ansatz stimmt das schon. Leider!
Wie würdest es du nennen, wenn man solche Gefühle zu bewältigen hat? @Kleinfeld
für mich zumindest klingt die Gefühlslage nicht nach sicherem Selbstwert, stabilem Wohlfühlen und so. Sondern nach einem Mangelgefühl.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #613Woher kommt denn jetzt der "innere Mangel"?
Hypothese: aus dem Gefühl, „angekettet“ zu sein durch das Kind. Weil: Party mit Partner 50 km weit weg geht nicht, obwohl der es gern hätte, dass Magnoona da dabei ist. Und dann geht er eben gelegentlich (!) allein. Und sie hat Kopfkino.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #615Wie würdest es du nennen, wenn man solche Gefühle zu bewältigen hat?@Kleinfeld
Das kommt hier so rüber, als würde die TE nur Zeit mit dem Mann verbringen wollen, damit sie nicht alleine ist. Ich sehe das nicht so. Und ich persönlich finde es auch nicht schlimm, mit dem..noch dazu recht neuen...Partner viel gemeinsame Zeit verbringen zu wollen.
Wobei ich in @magoonas Fall von Anfang an eh der Meinung bin, das passt nicht.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #618 nicht schlimm, mit dem..noch dazu recht neuen...Partner viel gemeinsame Zeit verbringen zu wollen.
nein, finde ich auch schön. Ich bin der Ansicht, sie verbringen rein temporär sehr viel Zeit miteinander. Der Freund arbeitet lt. Magnoona um die 30h oder? Wenn er wie auch oft üblich 40+ h arbeiten würde, könnte er auch weniger bei Magnoona daheim sein.
Es ist halt so. Dadurch dass die fam. Situation Magnoonas so ist, wie sie halt ist, unterscheidet sich das Privatleben von Menschen, die keinen 8jähnrigen daheim haben. Wenn ein Partner selber minderjährige Kinder hat, müssten die Wochenenden, bei gem. Sorge und verbreitetem Wechselmodell sogar noch mehr geteilt werden.
angenommen, Magnoona findet nach der Trennung einen anderen Partner: "B." Hurra.
Der ist lieb, kommt mit dem Buben ebenso gut klar, die Omi ist sogar mal begeistert.
Dieser Mann B ist in einem guten, anspruchsvollen Job tätig. Er arbeitet 42 h /W regulär. Durch die immer enger werdende Personaldecke (Corona, Krieg, Überalterung...) oft viele Überstunden.
Dann hat er selber 2 Kinder: eine Tochter, 10J., einen Sohn 4.
Die Exfrau arbeitet auch Vollzeit und ist aber wieder schwanger vom neuen Partner.
B. liebt seine Kinder sehr, hat ein gutes Händchen für Kinder. Sie betreuen die gem. Kinder im Wechselmodell. Die Tochter ist schon etwas präpubertär und lebt derzeit am liebsten beim Papa. Sie kann Magnoona nicht besonders gut leiden und findet Ms Bub "doof" Daher ist es oft nicht soooooo entspannt, wenn alle Kinder gem. da sind.
Der Kleine ist als Kindergartenkind oft krank. B. springt da als Betreuung ein und nimmt dafür auch seine zahlreichen Überstunden. Sein AG ist da sehr fam.freundlich!
B. hat einen verwitweten Vater, der nach einer Krebserkrankung derzeit viel Unterstützung braucht und auch seine Enkel und B. sehen mag. Alle sind einander sehr zugetan.
B. hat 2 Hobbys, die er seit seiner Jugend betreibt: er spielt gerne Schach in einem Club, seine Tochter auch schon und Saxophon in einer Jazzband. Die Band hatte im Lockdown kaum Gigs, jetzt aber freuen sich alle wieder alle paar Wochen auf Auftritte und gem. Proben.
B. hat ein buntes Leben.
Die Probleme wären auch ohne Luftmatratzenparties dieselben, fürchte ich.
Zitat von ja-aber im Beitrag #611 ... die beiden müssen einen Weg finden, dass er sowas offen erzählen kann, ohne dass sie neidisch wird auf seine Freiheiten, die sie halt nicht hat wegen Sohn.
Sich angebunden, fast angekettet zu fühlen - neidisch (!!) sein auf die Freiheiten anderer ... das finde ich ziemlich befremdlich.
Ich weiß, ich wiederhole mich - aber diese Einschränkungen kennen mit Sicherheit fast alle Eltern. Ist quasi Teil des Deals, wenn man sich für Kinder entscheidet. Wer das nicht im Vorfeld realisiert, der sollte es nach ein paar Jahren mit Kind schon können.
Wir hatten zB keinen fixen, regelmäßigen kinderlosen Abend pro Woche. Allerdings haben wir nicht darunter gelitten oder waren gar neidisch auf die Singles, die anders agieren konnten.
Paarzeit IST wichtig in einer Beziehung. Aber darunter haben wir halt nicht nur Städtetrips, Restaurantbesuche, Events etc. zu zweit verstanden. Wenn die Kinder abends im Bett waren, war das auch Paarzeit, die gestaltbar war.
Nora, du hattest gefragt, was eine Alleinerziehende mit Kindern in dem Alter macht, wenn die Kinder im Bett sind. Ich habe gelernt für eine Weiterbildung, Manuskripte getippt, gelesen, Handarbeiten gemacht, Musik gehört. Mein Freundeskreis ist da gewesen, hatte die Gelegenheit zum Schwimmen zu gehen, während eine Freundin bei mir zu Hause war.
Die Jungs wurden am Wochenende von Freunden zum Fußballschauen mitgenommen, ich war seinerzeit die Einzige mit Kindern. Wir hatten ein offenes Haus und mit meinem damaligen Freund, nicht zusammen lebend, überschnitt sich irgendwann der Freundeskreis.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)