Zitat von Convallaria im Beitrag #1467Sie steht vor den Scherben ihres gesamten Lebens. Und die Krönung ist noch die schwangere Neue.
Angenommen, Du wärst Tanja, würdest Du Dich so verhalten wie sie? "Die Gruppe" hat ihr alle möglichen Optionen angeboten. Von Jobs über Beistand über Verzicht. Tanja ist da in einem Film gefangen, der da heißt "das ist nur eine Phase, er kommt zu mir zurück". Schön und gut. Aber warum sie dann wirklich alle wegbeißt, die ihr wohlgesonnen waren, das will mir nicht in den Kopf. Dass man mal schräg drauf ist geschenkt, aber dass man schräg drauf ist und das so absolut gar nicht sieht, das ist schon ungewöhnlich.
Zitat von Rosalie im Beitrag #1469Ich habe aber nichts gelesen, dass sie reflektiert , ob sie nicht irgendwas hätte anders machen sollen. Sie ist das unschuldige Opfer.
Sie reflektiert ja nicht mal die Trennung, so wie ich das gelesen habe, sie ist nach wie vor überzeugt, dass ihr Mann zurückkommt.
Geht es dir denn jetzt besser, nach dem Gespräch? Oder anders?
Anders trifft es ganz gut. Ich kann es noch nicht benennen.
Es sind viele Recht unterschiedliche Gefühle da (traurig, erleichtert, resigniert, verwundert usw)
Aber der dicke graue 🐘 ist weg, das tut gut. Ich hab heute zumindest Mal wieder atmen können. Ist mir gar nicht aufgefallen, das dies eingeschränkt war.
Und ja, Tanja tut mir leid und ich hab immer noch das Gefühl sie im Stich zu lassen. Aber die Erkenntnis daß man mit ihr überhaupt nicht vernünftig reden kann oder besser gesagt, sie überhaupt nicht erkennen kann das ich für sie da sein möchte, überwiegt.
Ich werde jetzt auch noch ne Zeitlang brauchen....
Wir können nicht in anderer Leuts Schuhen gehen. Und wir können sie auch nicht vor sich oder vor ihren Erfahrungen retten. Wir können die Uhr nicht zurückdrehen und auch das Verhalten von anderen nicht bestimmen: ihr Mann macht, was er will, sie reagiert, wie sie es tut usw.
Sie ist gerade so. Vielleicht auf Dauer, vielleicht temporär.
Ich neige dazu, das ich das Elend von anderen "tragen" will, aber das geht nicht. "Ich achte dein Schicksal und lasse es bei dir" ist für mich ein wichtiger Spruch geworden.
Es gibt jetzt keinen Elefanten mehr zwischen euch. Was der allein für Kraft gezehrt hat...
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1531Wieso hast du das Gefühl, sie im Stich zu lassen?
Weil sie gerade jetzt eine Freundin am nötigsten hat....
Weil ich weiß das sie im Ausnahmezustand ist.....
Weil mich ihr Gesicht (Fratze ist extrem ich weiß) gestern wirklich geschockt hat.
Mensch.... Wie Krieg ich das nur in Worte... Kennst du Filme wo Menschen so einen irren Gesichtsausdruck haben? Wo man innerlich zuckt und sofort weiß, oh oh.
Gelöscht
Trotzdem weiß ich, das ich momentan einfach weder die Kraft oder Stabilität habe um das weiter auszuhalten.
Zudem kann ich ihr auch gar nicht helfen.... Auch wenn ich gern würde.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1531 Es gibt jetzt keinen Elefanten mehr zwischen euch. Was der allein für Kraft gezehrt hat...
Das denkst du, das sie dich jetzt am nötigsten hat.
Vielleicht braucht sie dich gerade nicht? Um ihre Gefühle zu leben?
Ich kann mir so ein verzerrtes Gesicht vorstellen.
So, wie du es beschreibst, erlebt sie zZ sehr intensive Gefühle, schlechte Gefühle. Das zeigt sich manchmal auch in "hysterischem" Verhalten. Da muss sie durch. Niemand kann die Ursache für ihren Zustand ungeschehen machen, und es ist einfach menschlich von ihr, zu reagieren.
Und sie weiß, wo du bist.
Nach meiner Scheidung (bzw Trennung, die Scheidung kam ja erst 1,5 Jahre später) habe ich mich auch ganz anders verhalten als ich es von mir kannte. Und auch die anderen erkannten mich nicht mehr. Sehr zurückgezogen, Orte vermeidend, bestimmte Menschen meidend.. das dauerte so lange es dauerte. Das beschrieben ja hier mehrere, auf unterschiedliche Art und Weise.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1535Ich denke, es ist ein großer Freundschaftdienst, sogar ein Liebesbeweis, ein so schwieriges Gespräch zu führen. Ehrlich zu sein.
Das sehe ich auch so. Tanja wird es erst später realisieren, vermute ich.
@ Lufti, ich finde, Kaffeesahne hat es in ihrem Posting Nr. 1531 (und auch jetzt gerade wieder) gut auf den Punkt gebracht. Du hast sie nicht im Stich gelassen. Du hast getan, was Du konntest. Alles Weitere liegt jetzt bei ihr.
Zitat von Lufti im Beitrag #1533 Trotzdem weiß ich, das ich momentan einfach weder die Kraft oder Stabilität habe um das weiter auszuhalten.
Zudem kann ich ihr auch gar nicht helfen.... Auch wenn ich gern würde.
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Das ist doch eine klare Aussage, Lufti ...gute Erkenntnis. Die Gefühle, die du im vorigen Post beschreiben hast, sind "normal" nach so einer Aktion, die werden auch noch ein bisschen andauern und täglich ein wenig anders werden, so dass du am Ende richtig frei durchatmen kannst.
***
Mein Fazit eines langen Lebens mit guten und noch mehr unguten Erfahrungen aus denen ich jede Mnege lernen und mitnehmen durfte:
Jeder kann so sein, wie er will, jeder kann tun und lassen, was er möchte ... wenn er bereit ist, mit den Konsequenzen zu leben! Und die Konsequenzen für manchen können sehr hart sein.
(Post geändert, letztlich zu persönlich und wahrscheinlich nicht themenrelevant. Sorry!)
Nochmal zu Tanja: Wir gehen immer davon aus, dass ein ' wir' die Lösung ist. Als ob der richtige Weg nur in einem Miteinander zu finden ist.
Und natürlich ist der Mensch als soziales Wesen auf Mitmenschen bezogen und braucht sie auch- nur eben nicht immer.
Auf Tanja bezogen, kann ich mir gut vorstellen dass sie sich diesen Frei-raum exakt SO erschaffen 'wollte'.
Was, wenn es für sie nun perfekt ist? Was, wenn sie erst die Erfahrung von ' ich bin ganz alleine' machen muss, um an ihren persönlichen 'Urgrund" zu kommen? Vielleicht ist ein Umkehren für sie erst dann möglich, wenn der Weg tatsächlich zuende ist?
Sie ist nicht die Erste, die so ein Erleben hat. Menschen, die an so einen Punkt kommen, berichten, dass sie erst ab diesem Punkt -total auf sich selbst zurück geworfen- endlich die eigene Kraft erkennen konnten.
Eher hat sie sich diesen Punkt mehr als hart erarbeitet- und das meine ich ganz ernsthaft.
Insofern muss Tanja die Aufgaben ihres Lebens bewältigen und hat dabei noch den einen oder anderen (Lufti) auch gleich gestreift (mit Triggern).
Jeder hat getan und tut, was er kann. Anerkennen was ist, bedeutet auch zustimmen. Was, wenn es jetzt gerade wirklich perfekt für alle ist?
Und wir tragen diesen Wunsch ' alles ist gut' so tief uns, dass wir das vermeintlich Schlechte, ' wegmachen" wollen. Und übersehen dabei, dass Unebenheiten zum Leben dazu gehören und uns erst wachsen lassen. Ob wir wollen oder nicht, das Leben geschieht!
Bezogen auf Erfahrungswerte, erleben sehr viele eine Trennung und wir sehen: man 0berlebt das und oft geht es den Betroffenen hinterher sogar besser! Darauf bezogen hat Tanja doch die besten Aussichten, ihren Weg zu finden. Und welch gute Zeit, in der professionelle Hilfe offen ausgesprochen werden darf und kein gesellschaftliches Makel mehr ist.
@loewenzahn: Genau das wollte ich in diesem Moment schreiben! Man selbst und die eigenen Gefühle sind mindestens (!!!) genauso wichtig wie des Gegenübers.
Und davon abgesehen: Tanja hat deine Kontaktdaten. Aber wenn sie schlau ist, lässt sie dir jetzt erst einmal Luft zum atmen, zum dich erholen, zum wieder entspannt werden, zum wieder in deinem Leben ankommen.
Nimm dir die Zeit für dich. Ohne "wenn und aber". Tanja hat ein Problem. Du aber auch. Punkt.
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1535Ich denke, es ist ein großer Freundschaftdienst, sogar ein Liebesbeweis, ein so schwieriges Gespräch zu führen. Ehrlich zu sein.
Grundsätzlich stimme ich dem natürlich zu.
Trotzdem denke ich, dass der *Fehler* darin lag, dass dieses Gespräch mit einer bestimmten Erwartungshaltung von Dir, @Lufti, verknüpft war. Wie gesagt, im Nachhinein (!) betrachtet, war das in Anbetracht von Tanjas sprichwörtlichem psychischem Ausnahmezustand ziemlich unrealistisch. Was sich ja eindrucksvoll durch den Gesprächsverlauf bestätigt.
Wäre ich in Deiner Position, dann würde mich das Thema auch weiterhin gedanklich beschäftigen. Aber wahrscheinlich minimiert um das Gefühl, nicht alles versucht zu haben.
Du hattest ja von zwei weiteren Freundinnen berichtet, die eine engere Beziehung zu Tanja haben. Rein interessehalber: wie gehen die mit der Situation um? Hat Tanja noch *Ankerstellen*? Oder ist sie nun wirklich auf sich alleine zurückgeworfen?
Ich verstehe nicht, warum Tanja so viel Raum einnimmt in diesem Strang und warum es von Belang sein soll, wie sie aufgestellt ist , ob sich jemand kümmert...... soll Lufti gedanklich weiter um sie kreisen, obwohl das für sie belastend war?
Zitat von Lufti im Beitrag #1533Weil sie gerade jetzt eine Freundin am nötigsten hat....
Ich glaube derzeit braucht sie eher eine Therapeutin. Eine Freundin ist jemand, der zuhört und Mitgefühl zeigt. Das hat lufti versucht.
Sie will aber kein Mitgefühl, sondern - im wahresten Sinne des Wortes - Mitleid. Wenn es ihr nicht gut geht, soll es anderen auch nicht gut gehen. Sie dürfen sich nichts leisten, sich nicht freuen, sie sollen auch leiden. Das ist für mich purer Egoismus.
Nein, da hilft leider nur noch Abgrenzung
Profilbild: (c) Aardman Animations Ltd - shaun the sheep
Ich denke schon, dass Lufti denselben Anspruch hat auf Aufmerksamkeit wie Tanja und die jetzt erst recht braucht. Dazu gehören auch Nachfragen. Wenn Lufti will.
Diskussionen im eigenen Saft weniger, da stimme ich zu.
Zitat von schafwolle im Beitrag #1542 Trotzdem denke ich, dass der *Fehler* darin lag, dass dieses Gespräch mit einer bestimmten Erwartungshaltung von Dir, @Lufti, verknüpft war. Wie gesagt, im Nachhinein (!) betrachtet, war das in Anbetracht von Tanjas sprichwörtlichem psychischem Ausnahmezustand ziemlich unrealistisch. Was sich ja eindrucksvoll durch den Gesprächsverlauf bestätigt.
Welche Erwartungshaltung DA war- wäre interessant zu wissen- ein Frage an Lufti!
Ich hatte es so gelesen, dass Lufti als Vordringliches, IHR Empfinden mitteilen wollte, das alte Verhalten von Hinnehmen und Schweigen damit beenden und bestenfalls ein Besprechen der Gesamtsituation (Letzteres aber mit einem großen Fragezeichen, aufgrund der Erfahrung der letzten 6 Monate).
Und bis auf einen wirklichen Austausch, hat doch Lufti durchaus das erreicht, was sie wollte! Sie hat ihre Empfindungen mitgeteilt, hat ihr Hinnehmen und Schweigen beendet. Dass daraus kein Miteinander entstanden ist, war zu erwarten - alles andere wäre nach der bisherigen Zeit auch seltsam gewesen.
Lufti kann ja vielleicht mal klären, was sie mit dem Gespräch letztlich wollte- es gibt ja offensichtlich unterschiedliche Vermutungen.
Zitat von kenzia im Beitrag #1539Was, wenn es für sie nun perfekt ist? Was, wenn sie erst die Erfahrung von ' ich bin ganz alleine' machen muss, um an ihren persönlichen 'Urgrund" zu kommen? Vielleicht ist ein Umkehren für sie erst dann möglich, wenn der Weg tatsächlich zuende ist? Sie ist nicht die Erste, die so ein Erleben hat. Menschen, die an so einen Punkt kommen, berichten, dass sie erst ab diesem Punkt -total auf sich selbst zurück geworfen- endlich die eigene Kraft erkennen konnten.
Ehrlich gesagt: ich habe schon viele Trennungen und Schicksalsschläge im Freundes- und Bekanntenkreis miterlebt. Aber kein einziger, keine einzige davon hat derart verbrannte Erde hinterlassen. Da war es eher ein Rückzug. Jeder erkennt, dass Tanja aus der Bahn geworfen wurde. Darum geht es hier doch aber gar nicht! Es geht um Tanjas Umgang mit Lufti und was das mit Lufti macht.
Zitat von kenzia im Beitrag #1548Lufti kann ja vielleicht mal klären, was sie mit dem Gespräch letztlich wollte- es gibt ja offensichtlich unterschiedliche Vermutungen.
Lufti hat hier doch geschrieben, dass sie Tanjas Rauswurf aus der Gruppe ihr persönlich mitteilen wollte.
Edit:
Zitat von Lufti im Beitrag #1269Zudem ist jetzt der Gruppenexit da und das ist nichts was ich von der Seitenlinie still beobachten kann. Da nehme ich lieber ihren Frustschwall in Kauf als mir später Vorwürfe anhören zu müssen das ich zu feige war ihr das zu sagen.
Zitat von Lufti im Beitrag #1273Es würde sich für mich einfach völlig falsch anfühlen jetzt nichts zu tun. Dann lieber ein blaues Auge holen.
Zitat von Lufti im Beitrag #1290Ja, es wird sicher gleich knallen und ich erwarte da auch kein Wunder von ihr.