"man macht immer das, was einem selber helfen würde. Mir fehlen ja jetzt noch ein paar Seiten, aber hast Du es mal genau so versucht wie Tanja damals? Einfach nachtanzen?"
Ja, aber das war völlig falsch bzw. Kam bei ihr gar nicht gut an....
Sie war damals eben still für mich da. Hat sich einfach schweigend zu mir gesetzt und abgewartet bis ich zu reden begonnen habe. Und wenn ich nix gesagt habe, hat sie sich irgendwann verabschiedet.
Sie hat mich damals wissen lassen das sie jederzeit für mich da ist.
Sie hatte keine Erwartungen an mich.
Sie hat niemals meine Laune kritisiert Sie hat mir Stabilität durch Normalität gegeben.
Das gleiche habe ich auch versucht aber bin gescheitert.
Ich habe ihre Launen bis jetzt auch nie kritisiert sondern hab versucht Verständnis aufzubringen.
Ich habe keine Erwartungen das sie jetzt wieder glücklich sein muss. Ich habe ihr versucht die Normalität zu geben aber sie hat es gedreht und mir vorgeworfen.
Wenn ich mich schweigend zu ihr gesetzt haben kam: dein Mitleid Brauch ich nicht.
Ich habe sie nie gedrängt zu reden.
.......
Ich tue mich bei Trauer Situation immer sehr schwer. Ich könnte auch nichts in den anderen traurigen Strang schreiben, weil ich nicht weiß was ich schreiben sollte und aus sorge was falsches zu schreiben
Und so ist es auch im echten Leben. Was hätte ich Tanja denn Tröstendes sagen können? Ich konnte ihr nur sagen das ich jederzeit da bin und sie mich auch mitten in der Nacht anrufen kann wenn sie jemand zum Reden braucht.
Puh.... Ich wünschte wirklich jemand wüsste die Lösung, damit es ihr besser geht.
Ich hab den Strang interessiert gelesen. Ich hatte auch schon freundschaftliche Verhältnisse, wo mehr gefordert wurde, als ich als normaler Mensch geben wollte oder konnte. Daher meine ich: die Lösung weiss nur sie selbst. Ob sie auch drauf kommt, ist ihre Lebensaufgabe. Da kann niemand helfen. Und wenn nicht, kannst du nicht helfen. Sie muss einfach erwachsen werden. Ich hoffe, du kannst Distanz wahren... Das kann nur förderlich sein... Sie ist für sich selbst verantwortlich.
Es geht hier nicht darum, Tanja zu helfen, sondern um Lufti zur Seite zu stehen, dass sie da ohne größeren seelischen Knacks rauskommt. So wie du das von ihr verlangt, Tanja uneingeschränkt und kritiklos zur Seite zu stehen, wird das so enden, dass Lufti ohne Freunde dasteht, ihr Mann meint, sie übertreibe mit der Selbstaufgabe und Tanja sie irgendwann , wenn es ihr wieder besser geht, abserviert, weil Lufti sie in ihrer unvorteilhaftesten Verfassung und schlechtester Zeit gesehen hat. Weil sie, Tanja, dann nicht mehr daran erinnert werden will und durch Lufti wird sie daran erinnert.
Ich wiederhole , es sind Kinder da, ganz alleine ist sie also nicht - und wenn die sich nicht kümmern, hat das auch Gründe.
Ich habe auch mal eine Ehe gerettet - er hat sich bei mir ausgeheult, sie hat mir vorgeschwärmt, sie hätte die Liebe ihres Lebens gefunden - verheirateter Mann mit 3 Kindern..... Ich habe hin und her vermittelt, er wohnte zeitweise bei uns und war ein Wrack .... sie war entschlossen, die Liebe ihres Lebens gab ihr dann doch einen Korb, er blieb bei Frau und Kindern. Wums. Er nahm sie wieder zurück und sie schafften es , die Familie wieder zu kitten. Ich redete Stunden, Tage, Wochen mit den beiden, gemeinsam, einzeln, persönlich , am Telefon......
Ich weiß aufgrund Facebook, dass sie nach 20 Jahren immer noch beisammen sind. Sind wir noch befreundet? Nein, ich habe nach der großen Versöhnungsparty nichts mehr von ihnen gehört. Sie zogen weg und das war's......
Nein, ich bin kein professioneller Ratgeber, ich bin Ingenieurin und habe das meinen Freunden und vor allem den Kindern zuliebe auf mich genommen. Meine Kinder und ihre waren Busenfreunde, durch dick und dünn. Ich war fix und fertig in der Zeit - ich freue mich, dass die 4 es geschafft haben, aber ich werde es nie mehr machen. Überbringer schlechter Nachrichten oder Zeitzeugen schlechter Zeiten sind keine Dauerwegbegleiter.... die Erinnerung soll weggehen.....
Zitat von Lufti im Beitrag #1626 (...) Puh.... Ich wünschte wirklich jemand wüsste die Lösung, damit es ihr besser geht.
Lufti, Du hast alles getan, was Dir möglich war, indem Du für sie da warst.
Es gibt im Moment keinen Weg, dass es ihr besser geht, denn sie will nicht, dass es ihr besser geht. Sie will wütend und verletzt sein, das ist alles, was sie momentan will. Sie will ihr altes Leben zurück, nichts weiter. Sie weigert sich, ihren Schmerz zu verarbeiten, sie weigert sich, sich damit zu beschäftigen, was ihr helfen könnte.
Das alles könnte sie nur mit professioneller Hilfe auflösen und auch nur, wenn sie dann dazu bereit ist, diese Fragen anzugehen.
Auf jeden Fall hast Du bei Eurer Auseinandersetzung am Montag einen Versuch gemacht, sie wach zu rütteln. Vielleicht bewegt das sogar über die Zeit etwas...
Ich fand interessant, was Kleines grünes Dreieck geschrieben hat, als sie ihre Geschichte schilderte. Dass es eine Zeit gab, wo nichts von außen sie erreichen konnte. Dass sie durch diese Phase des Rückzugs einfach durch musste und irgendwann sich selbst wieder gefunden hat. Das wünsche ich Tanja auch.
Zitat von Lufti im Beitrag #1607 Also das Altern war seit jeher ein Problem
Finde ich jetzt - losgelöst von den anderen Themen - so ungewöhnlich nicht.
Beileibe nicht jeder hat die Gelassenheit, in physischen Alterserscheinungen nichts weiter als (willkommene) Zeichen des gelebten Lebens zu sehen. Die völlige Abwesenheit von hadernden Gedanken und gewissen Ängste dürfte die Ausnahme sein.
Zitat von Leonidensucher im Beitrag #1616 Ich stell mir vor, dass ich seit Jahren merke, dass mein Mann nach links und rechts schielt und stress mich richtig runter. ................" jahrelang sich nichts anmerken lassen" (für Euch kam die Trennung ja überraschend).........
Wie kommst Du darauf, dass das auf Tanja bzw. ihren Mann zutrifft?
Von der ehelichen Beziehung der Beiden hat @Lufti hier sehr wenig geschrieben. Aber für mich (!) klang das Wenige nun nicht danach, als hätte Tanja wissen müssen, dass eine Trennung auf sie zukommt.
Zitat von Lufti im Beitrag #1626 Puh.... Ich wünschte wirklich jemand wüsste die Lösung, damit es ihr besser geht.
Naja- dein Kopf weiß ganz genau, dass nur sie selbst das Ruder in der Hand hat und einen neuen Kurs eingeben kann. Es ist .........ja was in dir........., was beistehen und helfen möchte und schlecht ertragen- eben genau das nicht zu können.
Und ich sage es nochmal: Wieso wird der Zustand von ihr nur rein negativ gesehen? Sie befindet sich in einem Wachstumsprozess und ist momentan in einem Kokon. Ja, es geht ihr nicht gut UND sie hat in jeder Sekunde die Freiheit, einen neuen Weg zu gehen.
Wenn sie diesen Weg nicht wählen möchte, dann ist das ihre Entscheidung und sollte die nicht auch- letztlich respektiert werden? Und zwar nicht ärgerlich, resigniert oder herabsetzend- sondern mit Wertschätzung?
Na ja, sie ist ja zutiefst unglücklich, weigert sich aber, nach Lösungen zu suchen. Das ist ihre eigene Entscheidung, damit hast Du Recht, aber als Freundin, die das miterlebt, kann einen das ja nicht froh machen. Es liegt aber natürlich allein an Tanja, das zu ändern.
lufti: Danke für die Erklärung! Es klingt für mich so, als sei Tanja ein Mensch, die sehr stark nach gesellschaftlichen und familiären Erwartungen gelebt hätte - und damit auch lange Zeit gut gelebt hat. Jetzt fällt dieses äussere Gehäuse weg - und sie in sich zusammen. Es klingt so, als ob es in ihrem Leben lange Zeit kaum Widerstände oder Widrigkeiten gegeben hätte. Sie fühlt sich ungerecht behandelt, will der Wahrheit partout nicht ins Auge sehen (hofft, dass der Mann zurück kommt) und wird aggressiv anderen Menschen ggü. (denn die Sticheleien sind ja nichts anderes, als Agressionen). Sie fühlt sich vermutlich sozial ausgegrenzt und Ausgrenzung ist ein extrem schmerzhafter Zustand. Ich finde, dass dieser Thread mit Spekulationen darüber, ob man nach so einem Erlebnis traumatisiert sein darf zu weit geht, aber fest steht, dass hier jemand mit seinem Leben und seinen Glaubenssätzen (Attraktivität, Jugendlichkeit, Anpassung und Aufopferung ggü. Familie und Ehemann) ins bodenlose gefallen ist.
Ich verstehe sehr gut, dass Du mit deinem Latein am Ende bist. Ich schließe mich den anderen an: Lass die Tür offen, vielleicht kommt sie noch einmal zurück.
Zitat von kenzia im Beitrag #1635 Wieso wird der Zustand von ihr nur rein negativ gesehen? Sie befindet sich in einem Wachstumsprozess und ist momentan in einem Kokon. Ja, es geht ihr nicht gut UND sie hat in jeder Sekunde die Freiheit, einen neuen Weg zu gehen.
Wenn sie diesen Weg nicht wählen möchte, dann ist das ihre Entscheidung und sollte die nicht auch- letztlich respektiert werden? Und zwar nicht ärgerlich, resigniert oder herabsetzend- sondern mit Wertschätzung?
Warst du schon mal so richtig drin in einer Krise? Und hast du das dann in diesem Moment als Wachstumsprozeß angesehen bzw. erkannt???
Wow, dann bist du ein außergewöhnlicher Mensch. Ich steckte da immer nur bis an den Hals in der Sch.... situation und hoffte, bald wieder da raus zu kommen. Möglichst unverletzt.....als Wachstumschance hab ich das so nie wahrgenommen.
Naja, weil eben ein gravierender Unterschied ist zwischen Innenwahrnehmung und Aussenwirkung Analysieren aus der nützlichen Distanz. Ohne diese Distanz wäre auch Lufti vereinnahmt wie von einem schwarzen Loch.
Mit geschlossenen Tür meine ich übrigens eine, durch die Tanja nur über positive Aktion ihrerseits wieder eintreten könnte, nicht mit ihrer Aggressivität.
Dazu ist sie aber zumindest im Moment nicht in der Lage.
Und ja, so zynisch klingt, Krisen sind tatsächlich Wachstumschancen, sich Resilienz zu erarbeiten, Hilfe zu suchen,...
Als ich betrogen wurde, konnte ich das die ersten Monate danach wirklich nicht als Wachstumsprozess sehen. Das kann nur jemand sagen, der so einen Super-GAU offenbar noch nie erlebt hat.
Menschlich kann ich Tanjas Verhalten irgendiwe nachvollziehen. Ihr relativ sorgloses Leben mit Haus, Garten und gut verdienendem Ehemann ist vorbei, der Ehemann hat sie durch eine jüngere Frau ersetzt und lebt weiter wie bisher.
Dazu kommt, dass sie quasi mit ansehen muss, dass ihre Attraktivität anders wird, das geht mir mit 61 genauso.
Wäre ich Tanjas Freundin, würde ich ihr einen Einsatz bei Ärzte ohne Grenzen empfehlen. Soweit wird sie aber vermutlich noch nicht sein.
Lufti, du hast alles richtig gemacht und Dich bis an Deine Grenzen engagiert, dafür Hut ab. Die Summe von Baustellen bei Tanja sind einfach zuviel für sie, das ist nicht Deine Schuld.
Ich wünsche Dir, dass Du jetzt erst einmal zur Ruhe kommst und eure Clique weiterhin unbeschwert das Leben geniesst.
Als Wachstumschance kann man das immer nur im Nachhinein betrachten. Wenn man mitten in der Krise ist und jemand kommt mit sowas um die Ecke, dann stellt sich Abwehr und Wut auf denjenigen ein, völlig normal. Das bringt also überhaupt nichts jemandem zu sagen er solle das als Chance sehen.
Zitat von schafwolle im Beitrag #1634Von der ehelichen Beziehung der Beiden hat @Lufti hier sehr wenig geschrieben. Aber für mich (!) klang das Wenige nun nicht danach, als hätte Tanja wissen müssen, dass eine Trennung auf sie zukommt.
Für mich auch nicht. Allerdings ist es doch oft so, dass die Frau schon etwas hätte bemerken "können", aber lieber die Augen zugemacht hat. Ob das hier so war, wissen wir nicht, und das wird vermutlich auch Lufti nicht wissen. Selbst sehr gute Freunde haben oft keine Ahnung, wie es in der Partnerschaft der anderen aussieht.
Zitat von Rosalie im Beitrag #1638 Warst du schon mal so richtig drin in einer Krise?
Nein- noch nie. Mein Leben war auf goldenen Laken gebettet und ich kenne Krise und Leiden nur aus dem TV.......*Vorsicht:Ironie !*
Ohne das weiter auszuführen: ja.
Zitat von Rosalie im Beitrag #1638Und hast du das dann in diesem Moment als Wachstumsprozeß angesehen bzw. erkannt???
In der ersten Krise sicher nicht- da war ich zum einen zu jung, zum anderen hatte ich das Wissen über sowas nicht oder wäre zu einem Therapeuten gegangen.
Zitat von Rosalie im Beitrag #1638 Wow, dann bist du ein außergewöhnlicher Mensch. Ich steckte da immer nur bis an den Hals in der Sch.... situation und hoffte, bald wieder da raus zu kommen. Möglichst unverletzt.....als Wachstumschance hab ich das so nie wahrgenommen.
Nein- wieso außergewöhnlich?? Mit zunehmenden Alter, Erfahrung, Wissen und eigener Reflektion - war mir irgendwann schon IN der Krise klar, dass das mal wieder ein Wachstumsprozess ist. Was soll - wenn man das einmal grundsätzlich verstanden hat - das für eine Leistung sein? Wir reden hier von einem rationalen Gedanken!
Und dann kannst du doch in Zukunft, wenn du in einem Tal bist- auch das nun als Wissen einfließen lassen.
Ich muss sagen, ich finde, es hilft einem selbst IN den Krisen wenig, dass man das weiß. Denn zu wissen, man muss gerade neu lernen, erspart einem weder das Lernen noch den Schmerz, der oft damit verbunden ist. Dass man hinterher oft gestärkter ist- ist immerhin eine schöne Aussicht- trotz dem Leiden.
Für den Außenstehenden kann es jedenfalls immens erleichtern, wenn ich dem anderen seinen Prozess lasse. Helfe ich einem Schmetterling aus dem Kokon- damit er es nicht so schwer hat- töte ich ihn. ich finde ein schönes Beispiel, wie man mit Liebe und Güte auch LASSEN kann.
Es geht doch jetzt darum, dass Lufti (in sich) Tanja eine Position gibt- wo sie sie gut "lassen" kann. Schätze, das ist gerade der schwierige Prozess- sie hat nun das Wissen, dass Tanja 1.0 nicht mehr ist, kann mit der jetzigen Version nichts anfangen und in dieser Metamorphose, in der sich Tanja befindet- braucht Lufti einen Ort in sich, wo sie Tanja hinstellen und lassen kann. Was oder Wer (ist Tanja?) und wo ist dann der richtige Ort in einem?
Denn eine Platz in Lufti hat sie ja immer noch- als ob emotionale Beziehung sich einfach so beenden lassen könnte! Will sie ja auch gar nicht.
Zitat von kenzia im Beitrag #1644 Ich muss sagen, ich finde, es hilft einem selbst IN den Krisen wenig, dass man das weiß. Denn zu wissen, man muss gerade neu lernen, erspart einem weder das Lernen noch den Schmerz, der oft damit verbunden ist. Dass man hinterher oft gestärkter ist- ist immerhin eine schöne Aussicht- trotz dem Leiden. Für den Außenstehenden kann es jedenfalls immens erleichtern, wenn ich dem anderen seinen Prozess lasse. Helfe ich einem Schmetterling aus dem Kokon- damit er es nicht so schwer hat- töte ich ihn. ich finde ein schönes Beispiel, wie man mit Liebe und Güte auch LASSEN kann. Es geht doch jetzt darum, dass Lufti (in sich) Tanja eine Position gibt- wo sie sie gut "lassen" kann. Schätze, das ist gerade der schwierige Prozess- sie hat nun das Wissen, dass Tanja 1.0 nicht mehr ist, kann mit der jetzigen Version nichts anfangen und in dieser Metamorphose, in der sich Tanja befindet- braucht Lufti einen Ort in sich, wo sie Tanja hinstellen und lassen kann. Was oder Wer (ist Tanja?) und wo ist dann der richtige Ort in einem? Denn eine Platz in Lufti hat sie ja immer noch- als ob emotionale Beziehung sich einfach so beenden lassen könnte! Will sie ja auch gar nicht.
Zitat von kenzia im Beitrag #1635Wenn sie diesen Weg nicht wählen möchte, dann ist das ihre Entscheidung und sollte die nicht auch- letztlich respektiert werden? Und zwar nicht ärgerlich, resigniert oder herabsetzend- sondern mit Wertschätzung?
ich habe hier kein einziges Mal gelesen, dass Tanja das abgesprochen würde. Allerdings: wie soll man einem Weg wertschätzend gegenüberstehen, der aus ausflippen, beleidigt sein, vorwerfen, wegstürmen, fehlinterpretieren ("ihr wollt mich nicht mehr, weil ich kein Geld habe") besteht? RÜCKZUG oder VERÄNDERUNG würde wohl jeder verstehen. Aber bei Angriff und Ausflippen finde ich das echt schwierig.
Dann muss auch Tanja Wertschätzung dafür zeigen, dass Lufti sich das irgendwann spart, mit ihr in den Dialog zu treten. Oder nicht?
Zitat von nouvellevague im Beitrag #1637Sie fühlt sich vermutlich sozial ausgegrenzt und Ausgrenzung ist ein extrem schmerzhafter Zustand.
Da sagst Du was, Ausgrenzung ist das passende Wort. Blöd ist halt, dass sie sich ausgegrenzt FÜHLT, aber nicht ausgegrenzt WIRD. Letztlich grenzt erst ihr aggressives Verhalten sie aus!
Zitat von kenzia im Beitrag #1635Wenn sie diesen Weg nicht wählen möchte, dann ist das ihre Entscheidung und sollte die nicht auch- letztlich respektiert werden? Und zwar nicht ärgerlich, resigniert oder herabsetzend- sondern mit Wertschätzung?
ich habe hier kein einziges Mal gelesen, dass Tanja das abgesprochen würde. Allerdings: wie soll man einem Weg wertschätzend gegenüberstehen, der aus ausflippen, beleidigt sein, vorwerfen, wegstürmen, fehlinterpretieren ("ihr wollt mich nicht mehr, weil ich kein Geld habe") besteht? RÜCKZUG oder VERÄNDERUNG würde wohl jeder verstehen. Aber bei Angriff und Ausflippen finde ich das echt schwierig. Dann muss auch Tanja Wertschätzung dafür zeigen, dass Lufti sich das irgendwann spart, mit ihr in den Dialog zu treten. Oder nicht?
Das sehe ich allerdings auch so. "Wertschätzung" wird m.M.n. heute auch inflationär verwendet. Es gibt doch so einige Situationen im Leben, da ist "Wertschätzung" überhaupt nicht angebracht - z.B. wie hier, wenn jemand sich absolut daneben benimmt.