Ich nenne sie jetzt einfach mal Tanja. Mitte 50 und die letzten 30 + Jahre im Wohlstand gelebt. 2 bereits erwachsene Kinder die auch schon ausgezogen sind. Letztes Jahr hat sich ihr Ehemann von ihr getrennt und gegen ein jüngeres Modell eingetauscht. Die Trennung kam doch sehr plötzlich und er hat es auf die harte Tour konsequent durchgezogen. Die neue wohnte bereits 2 Wochen später im Haus. Tanja musste ausziehen, da das Haus ihm allein gehört.
Auch sonst war er wirklich übel zu ihr.
Statt Villa mit Garten wohnt sie nun in einer 1,5 Zimmer Bude ohne Balkon. Vom Ehemann bekommt sie bisher noch monatlich Trennungsunterhalt aber es reicht nicht. Obwohl sie studiert hat und einen Dr. Titel inne hat, hat sie noch nie richtig gearbeitet weil dann schon die Kinder kamen. Als die Kinder außer Haus waren, hat sie viel ehrenamtlich gemacht und wieder nicht gearbeitet. Sie hat kein Bargeld als Vermögen. Den Schmuck hat er ihr gelassen.
Nun zum eigentlichen Thema
Sie hat sich sehr verändert. Was ja auch verständlich ist und wir alle nachvollziehen können. Die Trennung ist nicht verarbeitet, das Ego schmerzt, der ganze Lebensentwurf ist über Bord geworfen worden.
Ihre finanziellen Mittel sind nun völlig begrenzt und die Einschränkungen überall spürbar.
Ich hatte mir im Monolog Strang schon was von der Seele geschrieben aber es beschäftigt mich weiter.
Ich hab es mal kopiert
Egal wie ich es mache, du siehst nur das schlechteste. Ich lade dich zur Party ein - von dir kommt sofort: musst du es mir unter die Nase reiben das ich mir sowas nicht erlauben kann.
Lade ich dich nicht ein, dann bin ich arrogant und Stelle mich über dich.
Ich kann nix für deine Armut und bin dir auch nix schuldig weil ich mehr habe.
Wenn du nicht mit Menschen klar kommst, die mehr haben, dann ist das allein dein Problem.
Wir alle haben langsam keine Geduld mehr.
Gestern Abend hast du wirklich den Vogel abgeschossen. Ein netter Abend beim Italiener aber du hast uns allen wirklich die Laune vermiest.
Person X bestellt sich ne Flasche Rotwein und du verdrehst die Augen und machst ne unterirdische Bemerkung, das dies ja völlige Angeberei und protzerei ist.
Das ich mir ein vitello tonnato gegönnt habe, konnte natürlich auch nicht unkommentiert bleiben.
Denn dein Hauptgang kostet weniger als meine Vorspeise und ob ich dich damit vorführen will.
Und bei Person xx die sich ihren Rest einpacken ließ, kam von dir: jaja, die hat es ja nötig sich den Rest einpacken zu lassen, von den reichen lernt man das sparen.
Verdammt nochmal, was soll das.
Du hast schon mindestens 5 Dinge aus meinem Haus abgestaubt, weil sie dir angeblich so gut gefallen haben. Von zwei weiß ich jetzt, das du sie im Internet verhökert hast.
Wir (der ganze Freundeskreis) möchte für sie da sein. Aber es wird immer schwieriger.
Hilfe lehnt sie ab und ist beleidigt weil sie es für Almosen hält. Sie will bei treffen weiterhin dabei sein aber kann es sich nicht leisten und erwartet das wir eben dann das Treffen ausfallen lassen. Auch diverse Restaurant sind natürlich jetzt total Tabu oder auch kostspielige Ausflüge.
Wir sind wirklich bereit auf einiges für sie zu verzichten aber es entwickelt sich zum ständigen Eiertanz.
Gestern war das Wetter super und ein gemeinsamer Bekannter hat ein tolles Boot am Chiemsee. Spontane Idee: ab zum Chiemsee auf das Boot und die Sonne genießen. 40% vom Freundeskreis war spontan dabei. Auch Tanja
Da es eine total spontane Aktion war, hatten wir natürlich nicht wirklich Verpflegung im Kühlschrank oder Zeit zum vorbereiten. Also kurz telefoniert und Picknickkörbe mit essen geordert.
Tanja ist bei jemand mitgefahren und als wir dort ankamen und sie die Picknick Körbe gesehen hat, ist sie völlig durchgedreht.
Es fielen mal wieder die Worte: dekadent, vorführen, zwei Klassen Gesellschaft, das sie enttäuscht von uns ist usw.
Anstatt also einen tollen Nachmittag am See zu haben, hat sie 3 Stunden lang rumgestichelt (na, schmeckt es?) Sie weigerte sich, das Essen auch zu essen obwohl die Körbe für uns alle gedacht waren und wir kein Geld von ihr wollten. Sie hatte eine Tupper Schüssel mit Broten dabei und kommentierte dies auch: dann esse ich mal mein Unterschicht Brot.
Was sollen wir nur tun?
Sollen wir in Zukunft auch selbst Tupper Schüsseln mitnehmen damit sie sich gut fühlt? Dürfen wir uns nix mehr leisten, damit sie sich nicht angegriffen fühlt?
Zitat von Lufti im Beitrag #1Was sollen wir nur tun?
Unterstützt sie bei der Suche nach einer guten Anwältin oder einem guten Anwalt, damit sie finanziell nicht leerer ausgeht, als sie muss. Schon der Rauswurf aus dem Haus war nicht rechtens.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Ich würde es auch ganz offen ansprechen und mich ggf. eine Zeit lang distanzieren.
Ich verstehe, dass sie völlig am Ende ist und verbittert über ihre Situation. Aber die Freunde sind dafür das falsche Ventil. Wenn man so 'tief fällt', dann sollte man vielleicht auch eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen.
Wenn ich es richtig verstanden hab, nehmt ihr ja schon Rücksicht in Form von erschwinglicheren Ausflügen, Restaurants usw.
Aber sie fühlt sich sofort in die Ecke gedrängt und geht in den Angriff über.
Wir haben ja keine Ahnung wie das ist (stimmt)
Wir haben keine Verständnis (stimmt nicht)
Und wenn wir echte Freunde sind, dann sollten wir! Doch bitte mehr rücksicht auf sie nehmen....
@borghild
Das haben wir damals auch gesagt aber sie war in einer totalen emotionalen Ausnahmesituation und ist gerne aus dem Haus gegangen, weil sie es nicht ertragen hat die neue zu sehen.
Zitat von Lufti im Beitrag #1Was sollen wir nur tun?
Unterstützt sie bei der Suche nach einer guten Anwältin oder einem guten Anwalt, damit sie finanziell nicht leerer ausgeht, als sie muss. Schon der Rauswurf aus dem Haus war nicht rechtens.
😄 Richtig guter Tipp. Also ernst gemeint. Das wäre ein freundschaftlicher Akt.
Zitat von Lufti im Beitrag #1Was sollen wir nur tun?
Sollen wir in Zukunft auch selbst Tupper Schüsseln mitnehmen damit sie sich gut fühlt? Dürfen wir uns nix mehr leisten, damit sie sich nicht angegriffen fühlt?
Sollen wir einfach nur Augen zu und durch?
Ich wäre da knallhart, bevor der ganze Freundeskreis ihretwegen auseinander fliegt. Werdet euch einig, wo für euch die Grenzen des Erträglichen sind, und kommuniziert das glasklar, BEVOR sie diese Grenzen vollends überschritten hat. Ihr gleichzeitiig Hilfs- und Unterstützungsangebote signalisieren (z. B. bei der Jobsuche), und ihr dann überlassen, ob sie sich darauf einlässt, oder ihr Leben in Zukunft ohne euren Freundeskreis gestalten will.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Das klingt verhakelt. Ich glaube, ich würde die Kommunikationsform wechseln und ihr schreiben. Lange schreiben - dabei beim nochmaligen Durchlesen alles, was das Trennende betont, rausstreichen, und alles, was das Gemeinsame betont, um einen weiteren Satz ergänzen.
Wenn mir ein solcher Brief beim besten Willen nicht gelingen will, wüsste ich vermutlich recht sicher, dass ich am Ende der Fahnenstange angekommen bin: es passt nicht mehr.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Lufti im Beitrag #1Was sollen wir nur tun?
Sollen wir in Zukunft auch selbst Tupper Schüsseln mitnehmen damit sie sich gut fühlt? Dürfen wir uns nix mehr leisten, damit sie sich nicht angegriffen fühlt?
Sollen wir einfach nur Augen zu und durch?
Ich wäre da knallhart, bevor der ganze Freundeskreis ihretwegen auseinander fliegt. Werdet euch einig, wo für euch die Grenzen des Erträglichen sind, und kommuniziert das glasklar, BEVOR sie diese Grenzen vollends überschritten hat. Ihr gleichzeitiig Hilfs- und Unterstützungsangebote signalisieren (z. B. bei der Jobsuche), und ihr dann überlassen, ob sie sich darauf einlässt, oder ihr Leben in Zukunft ohne euren Freundeskreis gestalten will.
ich bin da barmherziger. Wenn jemand mein Freund ist, dann bin ich nicht knallhart. hab da eine andere Vorstellung von Freundschaft.
und da ihr ja eine große Clique seid - bisschen Networking betreiben und ihr bei der Jobsuche helfen. Das macht so einen Unterschied fürs Selbstbewusstsein, ob man alimentiert wird oder selbst verdient.
Zitat von Mendo im Beitrag #12und da ihr ja eine große Clique seid - bisschen Networking betreiben und ihr bei der Jobsuche helfen. Das macht so einen Unterschied fürs Selbstbewusstsein, ob man alimentiert wird oder selbst verdient.
Auch das haben wir angeboten.
Aber sie will nicht für Freunde arbeiten und da sie seit 30 Jahren nicht gearbeitet hat ( eigentlich noch nie) ist die Vermittlung nicht ganz ohne.
Vielleicht erschlägt sie diese eingespielte Konstellation "wir alle - und sie " gerade einfach. Ich würde das ein bisschen aufbrechen. So als Erstmaßnahme. Kennst Du sie denn am längsten?
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Oh Lufti, das war so nicht gemeint. Ich hab mir das schon so vorgestellt, dass ihr sie viel unterstützen wollt/ euch etwas an die Situation anpasst und das gern macht.
Fand die Idee mit der Anwaltssache nur so cool. Wäre ich nicht drauf gekommen.
Hast du denn das Gefühl, dass sie Lust hat zu arbeiten? Also wäre das ein Anknüpfungspunkt, um ihr weiter auf die Füße zu helfen?
Im Vorfeld kann sie das nicht benennen, sondern das äußert sie dann wenn der Fall eintritt.
Vielleicht ihr im Vorfeld kommunizieren? "Du, das ist alles so kurzfristig, wir bestellen Picknick-Körbe für alle. Ist hoffentlich für dich okay? Bist natürlich eingeladen..." oder so in der Art. Dann weiß sie vorher Bescheid ob sie dennoch mitkommen möchte, und fühlt sich nicht überrumpelt mit ihrem "Butterbrot". Ich kann mir nämlich vorstellen, dass sie sich einfach unwohl fühlt.
Mir ging das mal im Kollegenkreis so - die Kollegen*innen haben meist mittags zu essen bestellt, konnte ich mir als Alleinerziehende aber einfach nicht leisten. Ich habe also mein Butterbrot gegessen. Natürlich habe ich es den anderen nie missgönnt, oder gar blöde Bemerkungen gemacht, mir persönlich hat auch nichts gefehlt (habe eh lieber abends mit meinen Jungs warm gegessen), aber gefühlt habe ich mich trotzdem komisch. So nach dem Motto "Jetzt sehen wieder alle wie es um mich finanziell bestellt ist". Ich kann das Gefühl nicht so wirklich beschreiben, aber ich denke, es geht deiner Freundin ähnlich. Nur sie teilt dann halt aus, weil sie mit diesem Gefühl nicht anders klar kommt.
Einen Rat kann ich aber nicht geben. SIE muss in erster Linie ihre Situation akzeptieren, da könnte ihr nur begrenzt bei helfen.
Zitat von Lufti im Beitrag #1 Tanja musste ausziehen, da das Haus ihm allein gehört. Vom Ehemann bekommt sie bisher noch monatlich Trennungsunterhalt aber es reicht nicht.
Ist natürlich nicht Deine Angelegenheit - aber für mich klingt das sehr eigenartig. Nach über 30 (!) Jahren Ehe und einem (Ex)Mann, der offenbar wohlhabend ist.
Ich fürchte, da läuft einiges richtig schief. Auch wenn er sich viel mit dem Gegenanwalt *streitet* - man kann tatsächlich an einen schlechten Anwalt geraten. Scheint mir hier fast der Fall zu sein.
Von daher kann ich mich @Borghild nur anschließen - unterstützt die Frau, damit sie rechtlich gut vertreten ist.
Ihre Verzweiflung kann ich gut nachvollziehen, es hat den Anschein, dass hier einiges an Ungerechtigkeit im Spiel ist.
Zitat von Lufti im Beitrag #1 Was sollen wir nur tun?
Ich würde es so handhaben, dass derjenige, der am meisten mit ihr befreundet ist (du?) sie anruft und sich mit ihr verabredet, um mit ihr ein Gespräch zu führen. Ich würde konkret sagen, worum es geht und mich dann am Telefon aber auch kein Gespräch einlassen, sondern mit ihr an einem neutralen Ort, wo man aber trotzdem ziemlich alleine ist, darüber sprechen, was das Problem ist. Also Bank im Park oder so. Ich würde dann aber nicht im Namen der Gruppe sprechen (sowas geht totsicher nach hinten los, wenn der eine oder die andere aus lauter Konfliktscheu nicht offen zu dem steht, was er hinter ihrem Rücken sagt) sondern nur von mir. Dass ich weiterhin gerne mit ihr befreundet wäre, arm oder reich, aber nicht auf der Basis, dass sie dich belügt (Dinge verkaufen) oder auf der, dass sich viele in ihrer Gegenwart unwohl fühlen. Zugewandt sprechen, wohlgemerkt. Würde sie bitten, darüber nachzudenken und ihr sagen, dass ich sie unterstütze.
Mich wundert allerdings auch, dass der Trennungsunterhalt nicht reicht. Er müsste doch 45% seines Nettogehalts an sie abgeben? Ich weiß, jetzt kommt bestimmt, dass er sich arm rechnet aber ist das in dem Fall tatsächlich so einfach möglich?
Wie auch immer würde ich versuchen, mit ihr Lösungsansätze zu besprechen, wie sie selbst wieder in Lohn und Brot kommt. Sie hat ja noch mindestens 10 Jahre vor sich, bis sie Rente bekommt (kriegt sie überhaupt eine?) und so lange wird er keinen Unterhalt zahlen müssen.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #11... ich bin da barmherziger. Wenn jemand mein Freund ist, dann bin ich nicht knallhart. hab da eine andere Vorstellung von Freundschaft.
Und ich bin der Meinung, dass echte Freundschaft es aushalten muss, wenn die/der Eine nicht barmherzig zugucken will, wie die/der Andere in Selbsmitleid und der Einbildung "niemand versteht mich und nimmt Rücksicht auf mich" versinkt.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Auf alle Fälle sollte sie erstmal die Trennung verarbeiten, denn das steckt ihr noch ziemlich in den Knochen und es ist ein ganz übler Rosenkrieg.
Die neue ist bereits auch schwanger und sie warten nur das die Scheidung durch ist damit sie heiraten können.
Moah, wer so durchgebeutelt wurde ... ich finde schon, dass eure Freundin für die nächste Zeit auf Samthandschuhen von euch vertrauen dürfen sollte, wenn ihr zusammen seid. Von jeder einzelnen von euch.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Aen im Beitrag #16Vielleicht erschlägt sie diese eingespielte Konstellation "wir alle - und sie " gerade einfach. Ich würde das ein bisschen aufbrechen. So als Erstmaßnahme. Kennst Du sie denn am längsten?
Nein, ich kenne sie erst seit 10 Jahren aber verstehen uns sonst sehr gut
Zitat von Avada im Beitrag #17 Hast du denn das Gefühl, dass sie Lust hat zu arbeiten? Also wäre das ein Anknüpfungspunkt, um ihr weiter auf die Füße zu helfen?
Lust auf arbeiten? Ich denke nicht aber sie ist realistisch genug das sie weis, das sie einfach muss.
Vielleicht ihr im Vorfeld kommunizieren? "Du, das ist alles so kurzfristig, wir bestellen Picknick-Körbe für alle. Ist hoffentlich für dich okay? Bist natürlich eingeladen..." oder so in der Art. Dann weiß sie vorher Bescheid ob sie dennoch mitkommen möchte, und fühlt sich nicht überrumpelt mit ihrem "Butterbrot". Ich kann mir nämlich vorstellen, dass sie sich einfach unwohl fühlt.
Da gebe ich dir Recht. Sie fühlt sich auch ständig unwohl.
Aber wir haben unseren Lebensstandard und ich hab mir ehrlich gesagt nix böses dabei gedacht. Im Gegenteil.
Wir sind alle doch sehr grosszügig und Geld war noch nie ein Thema bei uns.
Auch jetzt wäre es für uns überhaupt kein Thema, Tanja mitzuziehen.
Wir wissen daß sich ihre Situation geändert hat. Aber wir mögen sie als Mensch und ist uns wichtig.
Zitat von Lufti im Beitrag #19 Ich hatte ihr Summe x angeboten, das sie erstmal Luft hat und zur Ruhe kommen kann.
Das sie sich in Ruhe einen geeigneten Job (über Praktikum) suchen kann und vielleicht auch die ein oder andere Fortbildung besucht.
Auf alle Fälle sollte sie erstmal die Trennung verarbeiten, denn das steckt ihr noch ziemlich in den Knochen und es ist ein ganz übler Rosenkrieg.
Die neue ist bereits auch schwanger und sie warten nur das die Scheidung durch ist damit sie heiraten können.
Wem so übel mitgespielt wird, der hat mMn mit Mitte 50 schlichtweg keine Ressourcen für Job/Praktikum.
Du schreibst, sie sollte erstmal die Trennung verarbeiten. Das funktioniert aber nicht nach einem vorgegebenen Zeitplan. Und ein Rosenkrieg kostet einen mehr Energie und Nerven, als Du Dir vielleicht vorstellen kannst.
Auch wenn Du meinst, sie zu verstehen - ich fürchte, Du tust das nicht.