Du schreibst selbst, daß Tanja früher auch immer großzügig war und daß sie die erste gewesen wäre, die mit versucht hätte, jemand anderen "aufzufangen", auch finanziell.
Da würde ich in einem Gespräch auch ansetzen. Daß es keine Almosen sind, sondern unter Euch mit diesen Kapazitäten, eine Selbstverständlichkeit, die sie doch genauso - gerne- mitgetragen hätte, wäre all das jemand anderem passiert. Kann sie diese Perspektive nicht mal betrachten, um neu zu bewerten, ob sie - momentan - auch mal Einladungen annimmt?
Ich wundere mich wirklich immer wieder, warum das etwas ist, was Vielen so schwerfällt. Sie geben gern, wirklich gern und selbstverständlich - aber sie können nicht auch annehmen.
Oft ist es ja so, daß Positionen eher gleich bleiben, also jemand in Konstellation XY immer wieder eher gibt und jemand anderes nimmt und sich das in der Konstellation nicht verschiebt, aber zumindest ich erlebe es so, daß ich beide Positionen kenne und daher auch beide annehmen kann und das nicht schlimm finde.
Wir kennen auch viele Menschen, die sich nicht das leisten können, was wir uns leisten können, wenn wir sie bei etwas Bestimmten dabei haben wollen, dann laden wir dazu sein. Sei es eine Reise, ein Flug, ein bestimmtes Lokal oder eine Veranstaltung.
Gleichzeitig gibt es wiederum Menschen, die weit wohlhabender sind als wir und da habe ich wiederum keinerlei falsche Hemmungen, wenn sie den Jahrgangs-Champagner auf Reisen fließen lassen oder sie sich an unseren Reisekosten beteiligen, weil sie uns unbedingt dabeihaben wollen.
Wir sind einfach relativ mittig angesiedelt und mal sind wir die Spendablen, mal nehmen wir aber auch eine Einladung an.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #303Nein, juristisch betrachtet darf man das nicht. Aber genau so wenig darf der Partner der ehelichen Wohnung verwiesen werden, ob nun mit Fristsetzung oder nicht. Und der Einzug des neuen Partners ist absolut indiskutabel, solange beide Ehepartner die bis dato gemeinsame Wohnung bewohnen. Das Auswechseln des Schlosses wäre in diesem Fall eine kurzfristige Not-Strategie, um sich etwas Luft zu verschaffen. Rechtens ist sie nicht.
Mir wurde damals gesagt, dass er sich dann recht schnell mittels einstweiliger Verfügung Zutritt verschaffen kann, wenn er nachweisen kann, dass er dort wohnt. Als Nachweis reicht, dass er Miete zahlt. (er hatte noch nicht mal einen schritflichen Mietvertrag in meinem Fall)
Sie ist eine sehr gepflegte Frau, mit Humor und das Herz am rechten Fleck.
Sie engagiert sich mit Leidenschaft im ehrenamtlichen Bereich und das macht sie auch fantastisch. Sie ist eine tolle Gastgeberin und ein toller Mensch.
unter.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von KlaraKante im Beitrag #303Nein, juristisch betrachtet darf man das nicht. Aber genau so wenig darf der Partner der ehelichen Wohnung verwiesen werden, ob nun mit Fristsetzung oder nicht. Und der Einzug des neuen Partners ist absolut indiskutabel, solange beide Ehepartner die bis dato gemeinsame Wohnung bewohnen. Das Auswechseln des Schlosses wäre in diesem Fall eine kurzfristige Not-Strategie, um sich etwas Luft zu verschaffen. Rechtens ist sie nicht.
Mir wurde damals gesagt, dass er sich dann recht schnell mittels einstweiliger Verfügung Zutritt verschaffen kann, wenn er nachweisen kann, dass er dort wohnt. Als Nachweis reicht, dass er Miete zahlt. (er hatte noch nicht mal einen schritflichen Mietvertrag in meinem Fall)
Bezog sich das auch auf die mitwohnähnliche Anwesenheit seiner neuen Freundin in eurer Wohnung? Für mein juristisches Laienverständnis läuft das unter "unzumutbarer Härte". Würde mich ehrlich wundern, wenn man das als Frischverlassene nicht verhindern könnte. Klar, Kurzbesuche, mal was Abholen kommen usw. müssen wohl auszuhalten sein, aber Übernachtungen, ein Frühstück der beiden Turtels am vor kurzem noch gemeinsam belebten ehelichen Küchentisch ...? Brr, grausam, wenn das im Zweifel nicht als unzumutbar gälte.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Aen im Beitrag #333Für mein juristisches Laienverständnis läuft das unter "unzumutbarer Härte". Würde mich ehrlich wundern, wenn man das als Frischverlassene nicht verhindern könnte.
Juristisch verhindern könnte man das sicher. Aber unsere Bürokratie verhindert leider schnelle Entscheidungen.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Du.....nimms nicht übel, aber das kannst du nicht beurteilen
Sorry, so wie es da steht, habe ich es eigentlich nicht gemeint. Das war nur meine - leider ungeschickt - verkürzte Zusammenfassung aus dem, was Du selbst beschrieben hattest, daß Du eben - zumindest finanziell - nicht komplett tief gefallen bist, so wie Tanja jetzt.
Daß es wohl trotz allem ein finanzieller Abstieg war, ist mir klar (ich lese Dich ja nun auch schon einige Jahre ) und daß vor allem das Emotionale mindestens so sehr schmerzt, ist klar.
Aber immerhin hattest Du noch Deinen Job und eben danach zumindest keine derartigen finanziellen Sorgen.
ZitatDas ist bei mir lange her und ich bin wirklich wieder glücklich geworden.
Das freut mich sehr.
ZitatAls es 6 Monate her war, hab ich gedacht, ich bringe mich um.
Das kann ich gut verstehen.
ZitatGeld ist sicher sehr wichtig. Aber meiner Erfahrung nach ist es auch das, was man sich wieder beschaffen kann.
Hier wage ich einen Einspruch. Tanja scheint leider keinerlei Kraft zu haben für sich zu kämpfen und einzustehen. Offensichtlich schon länger nicht oder noch nie, das wissen wir natürlich nicht.
Und da sehe ich einen Unterschied zu Dir, Du hattest und hast diese Kraft, zumindest die Kraftquelle, auch wenn die Kraft vielleicht dann akut verschüttet war. Aber Du konntest Deine Kraft wieder anzapfen und damit auch wieder Geld "beschaffen". Wobei die Frage ist, ob es auch ohne Deine "besseren Umstände" so gewesen wäre, oder ohne Arbeitserfahrung. Ich fürchte, Geld vermehrt sich gerne dort, wo es sich sowieso auch eher "leicht ansiedelt" oder es einen gewissen Grundstock gab. Anderen wiederum fließt Geld oft durch die Finger.
Du hast gut genug für Dich gesorgt, daß die Ehe unter den Umständen eben nicht ohne Ehevertrag lief und Du damit mit einem - finanziell - blauen Auge aus der Ehe gegangen bist. Die Herzblessuren meine ich nicht, aber es ist schon etwas dran - es weint sich - etwas! - besser in einer kleinen schönen Wohnung als in einem Loch. Traurig und schmerzhaft ist und bleibt das alles natürlich trotzdem, keine Frage.
Du hast Dich dann, als der Betrug aufflog, stark gezeigt, wolltest die Ehe nicht mehr und hast Dich auf Deinen neuen Weg gemacht. Tanja kann das noch nicht, wobei ich die Zeit auch kurz finde und ihr absolut nicht vorwerfen würde, daß sie sich noch aufrappel muß.
ZitatGlück, Selbstbewusstsein, Zuversicht, Vertrauen, Hoffnung - oder ganz banal gut schlafen ist meiner Erfahrung nach langwieriger, schwerer, tragischer.
Ja, und das Verhalten dieses Mannes (sollte es so sein, wie geschildert und uns nichts fehlen) macht es umso schwerer. Weil ALLES entwertet wurde, ginge mir jedenfalls so, alle schönen Erinnerungen, alles Gemeinsame.
ZitatIch hab eine Therapie gemacht und mich beruflich nochmal weiterentwickelt und die Welt entdeckt. War ja Jahre lang Vagabundin und immer sehr auf Kante seelisch.
Rein interessehalber, glaubst Du, Du hättest das auch so frei tun können mit "Tanjas" Geschichte?
ZitatAls Ärztin mit Appr. und Muttersprache kann sie imho nächste Woche wo anfangen und in ein neues Leben starten. Das ist ihr Pfund.
Ich fand einige Vorschläge/Ideen hier geradezu genial. Wie die Gesellschafterin oder der bessere Senioren-Stift. Weil die Tanja wieder mehr ihren "Wert" spüren lassen würden. Gerade hat sie das Gespür wohl komplett verloren, weil ihr Mann sie auch entsprechend behandelt hat- umso wichtiger, sich diesen Selbst-Wert eben wieder zu erarbeiten.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #329Mir wurde damals gesagt, dass er sich dann recht schnell mittels einstweiliger Verfügung Zutritt verschaffen kann, wenn er nachweisen kann, dass er dort wohnt. Als Nachweis reicht, dass er Miete zahlt. (er hatte noch nicht mal einen schritflichen Mietvertrag in meinem Fall)
Bezog sich das auch auf die mitwohnähnliche Anwesenheit seiner neuen Freundin in eurer Wohnung?
Juristisch gesehen ist alles, was nicht länger als 6 Wochen dauert, Besuch.
Zitat Für mein juristisches Laienverständnis läuft das unter "unzumutbarer Härte". Würde mich ehrlich wundern, wenn man das als Frischverlassene nicht verhindern könnte. Klar, Kurzbesuche, mal was Abholen kommen usw. müssen wohl auszuhalten sein, aber Übernachtungen, ein Frühstück der beiden Turtels am vor kurzem noch gemeinsam belebten ehelichen Küchentisch ...? Brr, grausam, wenn das im Zweifel nicht als unzumutbar gälte.
Ein Mieter darf Besuch haben, soviel und wen er will, Ausnahme: Sie hätte mich körperlich angegangen oder so.
Hilft vielleicht ein ärztlich dokumentierter psychischer Zusammenbruch, um in solchen Fällen doch noch eine Eilverfügung wegen "unzumutbarer Härte" zu bekommen?
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Uff, die Tanja tut mir leid. Ich glaube, sie weiß irgendwo, dass sie sich all die Jahre bezüglich ihres Mannes etwas vorgemacht hat, will es aber nicht wahrhaben. Und sie hofft, dass das nur ein kurzer Albtraum ist, aus dem sie aufwacht und das Leben so weitergeht, wie es vorher war. Das wird es aber nicht.
Aus der Ferndiagnose: der Mann ist, hmm, wie sag ich das, vielleicht hinsichtlich seines eigenen Vorteils "vorausschauend", was ein mögliches Scheitern der Ehe anbetrifft. Aus den bisherigen Infos schließe ich, dass der Ehevertrag nicht so strunzdoof formuliert ist, dass er wegen Sittenwidrigkeit kassiert wird. Sicherlich steht drin, dass Zugewinnausgleich ausgeschlossen ist (und die Bude somit außen vor). Das mit den Zahlungen in die Rentenkasse für sie und eine Zusatzversorgung für sie, die Lufti erwähnt hat, steht wohl auch drin. Also ist sie abgesichert - zwar nicht auf dem Niveau, auf dem sie bisher gelebt hat, aber abgesichert. Und sicher kriegt sie laut Vertrag für jedes Ehejahr auch noch was. Wird schwierig, das anzugreifen. Da kann ich nur sagen: der hat vorausgedacht. Das denke ich insbesondere auch angesichts des Wegs, wie er sie aus dem Haus bekommen hat. Ich bin sicher, das ist dem nicht selbst eingefallen, das so zu machen, das hat ihm ein ziemlich gewiefter Anwalt so geraten ("woast, wenns zum Gricht rennt deswegn, dann host Pech ghabt, aber probiers"). Dann noch das mit der Partnerkreditkarte, das war geschickt. Wenn es ihre gewesen wäre, hätte sie ja nachweisbar für jeden Monat ein Budget gehabt zum Ausgeben - der hat vorgesorgt, das man das keiner Unterhaltsforderung zugrundelegen kann. Ziemlich berechnend, das.
Und wie der ist, das hat Tanja all die Jahre nicht gesehen, aber sie kann es nicht mehr ungesehen machen. Jahrelang blind und doof gewesen zu sein, wie der Ehemann schön dafür gesorgt hat, dass er im Zweifel ohne allzugroße finanzielle Blessuren und ganz sicher ohne Ruin aus der Ehe rauskommt, das ist schlimm.
Die Seifenblase ist geplatzt - und es wäre besser, sie würde sich mit der Realität befassen, in der es ihr besser geht als 90 Prozent der geschiedenen Hausfrauen, würde ich meinen. Sie soll sich dringenst einen Job als Ärztin suchen, dann hat sie einen besseren Lebensinhalt als dem Mann hinterherzutrauern, der sich bei einer weiteren Trennung auch nicht netter verhalten würde als bei diesem Durchgang.
Eine Freundin von mir ist Oberärztin in einer Klinik und schlägt sich aufgrund des Ärztemangels andauernd mit Ärzten aus Entwicklungsländern herum, die bei weitem nicht auf deutschem Standard ausgebildet sind und noch schlecht Deutsch sprechen. Die werden dort auch auf Stand gebracht und man gibt sich viel Mühe mit ihnen. Für eine Tanja ist man in den Klinika dankbar!
Kannst Du ihr nicht beibiegen, dass es für das Selbstwertgefühl deutlich besser ist, wenn man sagen kann: ich bin Ärztin und arbeite in der XY-Klink, mein Fachgebiet ist abc, als: ich bin eine verlassene Ehefrau und mein Ex ist Managing Partner bei der Blah-Firma...???
Mich wundert sehr, dass die erwachsenen Kinder weiterhin Kontakt zum Vater haben.
Ja, es ist ihr Vater und sie lieben ihn. Aber sie lieben auch ihre Mutter.
Und da schauen sie zu, wie der Vater die Mutter so mies behandelt? Seine Neue sofort im Haus einquartiert und die Mutter quasi rausekelt?
Kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe selbst zwei erwachsene Kinder und bin sicher, die würden ihrem Vater so ein Verhalten nicht verzeihen und ihn weiterhin besuchen.
Es geht mir nicht um die Trennung an sich und dass einer der Eltern einen neuen Partner/eine neue Partnerin hat. Sondern um die Umstände der Trennung.
Zitat von Unayza im Beitrag #338 Aus der Ferndiagnose: der Mann ist, hmm, wie sag ich das, vielleicht hinsichtlich seines eigenen Vorteils "vorausschauend", was ein mögliches Scheitern der Ehe anbetrifft. Aus den bisherigen Infos schließe ich, dass der Ehevertrag nicht so strunzdoof formuliert ist, dass er wegen Sittenwidrigkeit kassiert wird. Sicherlich steht drin, dass Zugewinnausgleich ausgeschlossen ist (und die Bude somit außen vor). Das mit den Zahlungen in die Rentenkasse für sie und eine Zusatzversorgung für sie, die Lufti erwähnt hat, steht wohl auch drin. Also ist sie abgesichert - zwar nicht auf dem Niveau, auf dem sie bisher gelebt hat, aber abgesichert. Und sicher kriegt sie laut Vertrag für jedes Ehejahr auch noch was. Wird schwierig, das anzugreifen. Da kann ich nur sagen: der hat vorausgedacht. Das denke ich insbesondere auch angesichts des Wegs, wie er sie aus dem Haus bekommen hat. Ich bin sicher, das ist dem nicht selbst eingefallen, das so zu machen, das hat ihm ein ziemlich gewiefter Anwalt so geraten ("woast, wenns zum Gricht rennt deswegn, dann host Pech ghabt, aber probiers"). Dann noch das mit der Partnerkreditkarte, das war geschickt. Wenn es ihre gewesen wäre, hätte sie ja nachweisbar für jeden Monat ein Budget gehabt zum Ausgeben - der hat vorgesorgt, das man das keiner Unterhaltsforderung zugrundelegen kann. Ziemlich berechnend, das.
Netter Thriller. :) Unmöglich ist nichts, aber für naheliegender halte ich heilloses Verknalltsein, bei dem die gängigen Moral-Schaltkreise durchgeglüht sind. Vielleicht springen sie ja irgendwann wieder an.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Ich denke auch das da so einiges an Storys möglich ist. Das Leben schreibt so spannende Geschichte, da braucht man manchmal keinen TV einschalten. Jo, vielleicht "kennt" er die Neue auch schon länger, und sie hat bisher in einer Minibude gelebt. Jetzt vielleicht hochschwanger meint er er müsste ihr was bieten. Am Anfang, in der grössten Verliebtheit, bemühen sie sich alle.
Sie muss ja auch nicht als Ärztin arbeiten wenn sie sich das jetzt nicht zutraut. Sie hat bisher viel ehrenamtliches gemacht. Sie kann auch versuchen sich bei einer Organisation als Beraterin anstellen zu lassen.
Warum hat sie kein Netzwerk ? Achso, stimmt. Das will sie nicht. Jo, aber den Stolz muss man sich leisten können.
Zitat von Unayza im Beitrag #338 Aus der Ferndiagnose: der Mann ist, hmm, wie sag ich das, vielleicht hinsichtlich seines eigenen Vorteils "vorausschauend", was ein mögliches Scheitern der Ehe anbetrifft.
Zitat von Unayza im Beitrag #338 Aus der Ferndiagnose: der Mann ist, hmm, wie sag ich das, vielleicht hinsichtlich seines eigenen Vorteils "vorausschauend", was ein mögliches Scheitern der Ehe anbetrifft.
Ich finde das nicht verwerflich.
Das finde ich auch nicht verwerflich. Und Ehen gehen auseinander. Das ist das normale Leben. Ist nur immer die Frage wie man das gestaltet. Man kann sich immernoch anständig dabei verhalten.
Nö, verwerflich ist es an sich nicht. Allerdings scheint er es nicht befördert zu haben, dass seine Frau ihr eigenes Geld verdient (wohl wissend, dass sie im Falle einer Scheidung deutlich schlechter gestellt sein würde als in Ehezeiten). Hätte sie in ihrem Beruf gearbeitet (auch Teilzeit), wäre sie jetzt absehbar Oberärztin und hätte bei einer vollen Stelle ein Gehalt von 90-100.000 Euro.
Natürlich hätte sie das selbst wissen können - aber sie hat wohl die Augen fest zumachen wollen, warum auch immer.
Zitat von Unayza im Beitrag #344Nö, verwerflich ist es an sich nicht. Allerdings scheint er es nicht befördert zu haben, dass seine Frau ihr eigenes Geld verdient (wohl wissend, dass sie im Falle einer Scheidung deutlich schlechter gestellt sein würde als in Ehezeiten). Hätte sie in ihrem Beruf gearbeitet (auch Teilzeit), wäre sie jetzt absehbar Oberärztin und hätte bei einer vollen Stelle ein Gehalt von 90-100.000 Euro.
Ich finde nicht, dass erwachsene Frauen meiner Generation dafür eine Förderung ihres Gatten brauchen. Wer ernsthalft als Karriereziel Oberärztin hat, wird das auch entsprechend verfolgen.
Zitat von Unayza im Beitrag #344Nö, verwerflich ist es an sich nicht. Allerdings scheint er es nicht befördert zu haben, dass seine Frau ihr eigenes Geld verdient (wohl wissend, dass sie im Falle einer Scheidung deutlich schlechter gestellt sein würde als in Ehezeiten). Hätte sie in ihrem Beruf gearbeitet (auch Teilzeit), wäre sie jetzt absehbar Oberärztin und hätte bei einer vollen Stelle ein Gehalt von 90-100.000 Euro.
Natürlich hätte sie das selbst wissen können - aber sie hat wohl die Augen fest zumachen wollen, warum auch immer.
Na, das ist doch echt hochspekulativ. Vielleicht musste er sie morgens gar nicht an den Küchentisch ketten, um sie vom Schick-im-OP-Arbeiten abzuhalten, sondern sie waren sich beide strunzschlichteinig einig, dass sie für die Familie die Ruheinsel fürs Großwerden der Kinder ist. Oder so.
Und, ich kenne nun nicht das Kleinklein optimal austarierter Eheverträge, aber was Du da oben schreibst - Rentenzusatz, Private Krankenversicherung, Betrag pro Ehejahr - klingt für mich unterm Strich fair. Das scheint Tanja ja vielleicht sogar auch mal so gesehen zu haben, als der Ehevertrag vor ihr lag. Wobei ich selbst da nicht weiß, ob wir gerade wild ins Gelände spekulieren, Lufti schrieb mW nichts von Ehevertrag o.ä.
Alles andere als fair, sondern unter echt aller Kanone ist hingegen das grobmotorische Unvermögen des Mannes, eine Trennung zivilisiert hinzubekommen.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Borghild im Beitrag #311[ Was für Fakten sollen das sein? Ein Anruf bei der Polizei und er ist wieder im Haus. Kostet nur Geld und schwächt ihre Rolle gewaltig. Zum Glück hat sie das nicht getan.
Solange sie noch im Haus war, hätte sie juristisch keine schlechten Karten gehabt, das hat ihr ganz bestimmt auch ihr Anwalt gesagt (Lufti deutete sowas an). Ein Einzug eines neuen Partners/Partnerin in die Ehewohnung hätte ihr ein gutes Argument dafür geliefert, bei Gericht einen Antrag auf Zuweisung der Ehewohnung zu stellen. Der wäre möglicherweise durchgegangen, so dass er sich mit der Neuen eine Wohnung hätte suchen müssen, bis das Ganze juristisch ausgefochten wäre. Aber wenn sie sein (!) Haus freiwillig verlässt und eine Wohnung anmietet, ist es vorbei damit.
Ich denke, zum Arbeiten wollen, gehört auch eine gewisse Grundeinstellung. Ich hätte es mir für mich nicht vorstellen können, ein Studium zu absolvieren, zu promovieren und nachdem die Kinder selbstständig waren, ein bissel Charity und die Gattin von zu sein. Aber das sind Lebensentwürfe. Zumal ich unmittelbar zwei Ärztinnen kenne, die trotz der jungen Kinder nicht arbeiten müssten, dies aus Liebe zum Beruf und auch fürs eigene Einkommen tun.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)