Zitat von Lufti im Beitrag #245 Alle schweigend ertragen.
Wir wissen ja das sie völlig durch den Wind ist. Ändert aber nichts daran das es anstrengend ist.
Beim Italiener letzte Woche hat eine Person was gesagt, das sie bitte damit aufhören oder besser daheim bleiben soll.
Daraufhin war Tanja wieder völlig von der Rolle .....
Also ich finde auch, dass Tanja einen liebevollen Umgang von euch 'verdient' hat. Und das macht ihr ja auch indem ihr die Restaurants günstiger wählt, keine teuren spontanen Wochenendtrips macht usw.
Allerdings ist ihre momentane Lage auch kein Freifahrtschein für alles. Und euch einen kompletten Tag zu verderben, weil ihr Picknickkörbe bestellt habt, statt euch Brote zu schmieren, geht überhaupt nicht klar und ist unter aller Sau. Oder dir verbieten zu wollen, mehrere Gänge. Restaurant essen zu dürfen.
Ich würde es das nächste Mal vielleicht sehr offen vorher Kommentieren: "Wir fahren heute mit Angelikas Boot raus. Da es sehr spontan ist und niemand was Zuhause hat, haben wir Häppchen bei xy bestellt. Hast du Lust mitzukommen?" Und wenn sie dann nicht will und motzig ist, muss sie das (und auch ihr) aushalten.
Zitat von Hases_Frau im Beitrag #250 Das kommt auf den Job an. Mit dem, was Lufti hier von Tanja erzählt hat, wäre sie z.B. prädestiniert dafür, als Gesellschafterin für eine alte, vermögende Dame zu arbeiten. Die werden interessanterweise immer häufiger gesucht und ich könnte mir vorstellen, daß es für manchen Angehörigen eine gewisse Beruhigung wäre, wenn man wüßte, die uralte Mutter / Tante/ werauchimmer wird auf Reisen von einer Dr. med begleitet.
Originelle Idee. :)
ZitatFragt sich halt nur, ob Tanja bereit wäre, in den Kreisen, denen sie früher selber angehörte, künftig zu arbeiten.
Ich glaube nicht, das wäre schon zu deutlich als Rollentausch angelegt.
Aber klar, früher oder später werden solche Fragen persönlicher Vorlieben ohnehin von existentiellen Notwendigkeiten überlagert werden.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Ich werde sie nachher Mal anrufen ob sie auf den Cafe vorbei kommen möchte und werde sie dann wirklich nochmal klar fragen was sie für Erwartungen hat und ihr dann auch sagen wie ich dazu stehe.
Auch professionelle Hilfe werde ich vorsichtig abklopfen.....
Zitat von Lufti im Beitrag #251Aber eine Freundin fallen lassen wenn man weiß warum sie ist wie sie ist.... Damit komm ich auch nicht klar
Das mag ja sein, aber irgendwann sollte auch mal gut sein.
Ich helfe auch gerne und entschuldige vieles, auf Grund besonderer Umstände, es ist aber noch lange kein Grund, andere dermaßen bloß zu stellen. Solange ihr aber noch den Arsch cremt, muss sie sich nicht ändern.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Avada im Beitrag #252 Ich würde es das nächste Mal vielleicht sehr offen vorher Kommentieren: "Wir fahren heute mit Angelikas Boot raus. Da es sehr spontan ist und niemand was Zuhause hat, haben wir Häppchen bei xy bestellt. Hast du Lust mitzukommen?" Und wenn sie dann nicht will und motzig ist, muss sie das (und auch ihr) aushalten.
Das scheint mir bis auf weiteres auch die pragmatischste Lösung zu sein. Einfach vorher detailtreu beschreiben, mit welchem "Luxus aus Gewohnheit" sie konfrontiert werden wird - und ihr dann die Wahl lassen, ob eine Teilnahme für sie dennoch in Ordnung geht.
Und darüber hinaus eben Treffen ohne alle Schnöseligkeiten mit ihr haben. Am besten nicht in Gruppenstärke sondern zu zweit oder so.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Borghild im Beitrag #222Und was soll daraus, dass mit euch niemand Mitleid hatte, für Luftis Umgang mit Tanja nun folgen?
wie du mir, so ich dir?
Verstehe ich auch nicht.
Mit mir hatte man Mitleid, ich hab auch Mitleid - mit Tanja und mit anderen.
Aber, ich weiß auch, dass man Mitleid hin oder her lange Zeit braucht um irgendwie auf die Beine zu kommen. Das ist wie eine sehr sehr schwere Erkrankung.
Ob es was bringt, die Scheidung auf die 3 Jahre zu strekcne? Bezweifle ich sehr, verstehe aber den Impuls. Bei mir wollte übrigens erst der Ex nicht gleich einwilligen. Der hoffte, ich würde mich nach dem Schock wieder beruhigen.
Ich würde @Lufti
- Gespräch wie @blueVelvelt vorschlug ziemlich am Anfang beschrieben
- Tanja unbedingt und explizit in ihren Meriten bestärken: sie kann und muss sich ihrer Ausbildung entsprechend neu aufstellen. Wie auch @Gecko meinte, das ist soooooo schwer derzeit für app. Ärzte die noch dazu Muttersprachler sind nicht. Das könnte ihr immens Auftrieb und Prestige geben: Nicht Ex, sondern Frau Doktor. Während der Ex wickelt und für den Opi vom Baby gehalten wird, ist die Frau Doktor mit coupe de Champagne in der Hand am Kongress und leckt Wunden.
- Zeit geben Mir hat geholfen, dass mich meine Liebsten normal behandelt haben. Also weder ständig über den Idioten geschimpft haben, das hielt ich nicht aus, noch mich ständig gefragt haben, wie es mir geht, noch mich links liegen lassen haben.
Ich habe damals gemerkt, dass viele grad so mittelgute Bekannte sich durch die Ereignisse im Hause Rokeby total bedroht fühlten. Weil Ihnen aufging, dass das Geschichten sind, die einem blühen können, immer und überall, auch wenn man noch so happy und stabil ist. Das wird die Tanja auch noch merken. Ich glaube, DU spürst das grad bissl.
Wenn ich schöne Ohrringe sehe, kaufe ich sie mir halt und will mich daran erfreuen ohne das ich mir Gedanken machen muss, ob ich sie tragen kann wenn Tanja da ist. Ob es ihr auffällt und sie sich dann wieder schlecht fühlt.
Es betrifft so viele Dinge in meinem Alltag. Gefühlt dreht sich alles nur noch darum.....
Also dafür, dass Du ihr auf der R_Rokebyschen Freunde-Bekannten-Skala zwischen 1 und 12 eine 8-9 eingeräumt hast, klingt das gerade eigenartig symbiotisch.
Schreibt da gerade der Frust in Dir oder kreisen Deine Gedanken wirklich ständig um "Tanja"?
Zitat von Aen im Beitrag #256Das scheint mir bis auf weiteres auch die pragmatischste Lösung zu sein. Einfach vorher detailtreu beschreiben, mit welchem "Luxus aus Gewohnheit" sie konfrontiert werden wird - und ihr dann die Wahl lassen, ob eine Teilnahme für sie dennoch in Ordnung geht.
Es geht ja nicht nur um ihre Teilnahme, sie ist sauer, wenn man es dann ohne sie macht.
Zitat von Aen im Beitrag #256Das scheint mir bis auf weiteres auch die pragmatischste Lösung zu sein. Einfach vorher detailtreu beschreiben, mit welchem "Luxus aus Gewohnheit" sie konfrontiert werden wird - und ihr dann die Wahl lassen, ob eine Teilnahme für sie dennoch in Ordnung geht.
Es geht ja nicht nur um ihre Teilnahme, sie ist sauer, wenn man es dann ohne sie macht.
Ja, wie gesagt, den Zahn würde ich ihr ziehen. Behutsam, aber ziehen. Es kann nicht im Ernst ein Anspruch sein, dass sich niemand mehr ohne Tanja treffen darf. Und ich bin fast sicher, der nicht krassgedemütigt-durchdrehende Teil von Tanja weiß das auch. An den würde ich appellieren.
Und dann würde ich's ähnlich wie Avada machen.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Hases_Frau im Beitrag #250Das kommt auf den Job an. Mit dem, was Lufti hier von Tanja erzählt hat, wäre sie z.B. prädestiniert dafür, als Gesellschafterin für eine alte, vermögende Dame zu arbeiten. Die werden interessanterweise immer häufiger gesucht und ich könnte mir vorstellen, daß es für manchen Angehörigen eine gewisse Beruhigung wäre, wenn man wüßte, die uralte Mutter / Tante/ werauchimmer wird auf Reisen von einer Dr. med begleitet.
Naja. Da wird man aber auch nicht so bezahlt, dass man sich den bisherigen Lebensstil leisten kann.
Insbesondere wird sie es nicht mehr schaffen, eine ausreichende gesetzliche Rentenbasis aufzubauen, selbst, wenn sie jetzt sofort anfängt, als Ärztin zu arbeiten und zwei Rentenpunkte pro Jahr bekommt. Da ist es schon wichtig, dass sie eine vernünftige Versorgung mit dem Ex aushandelt.
Zitat von Lufti im Beitrag #254Ich werde sie nachher Mal anrufen ob sie auf den Cafe vorbei kommen möchte und werde sie dann wirklich nochmal klar fragen was sie für Erwartungen hat und ihr dann auch sagen wie ich dazu stehe.
gekürzt von mir
Frag sie doch mal, auf welche Unternehmungen sie in der nächsten Zeit Lust hat. Und dann setzt das so gut es geht um. Vielleicht kommen da ja auch neue tolle Erlebnisse raus, an die ihr gerade gar nicht denkt, weil eure Routinen seit Jahren recht stabil sind.
Nein, es wird Tanja nicht helfen, aber - Sie sollte mal dringend in die Realität eintauchen! Was läuft da bei ihr im Kopf ab?
Ich verstehe es einfach nicht. Der Mann mutiert zum Arsch, und sie will ihn lieber zurück, als sich ein - von ihm initial gut gesponsortes - eigenes Leben aufzubauen?
Gut, ich frage mich bei vielen Frauen, was bei ihrer Sozialisation schiefgelaufen ist, daß Selbstfürsorge überhaupt kein Thema ist. Stichwort „vom Mann abhängig machen“.
Jetzt hat sie noch Glück im Unglück, daß er sich freikaufen will, statt sie auch noch auszubluten. Und was macht sie? Will ihm soweit auf den Geist gehen, daß er irgendwann - sehr bald, spätestens, wenn das Baby da ist (der süsse Purzel, bei dem er als Vater „alles besser machen will als bei seinen ersten Kindern“ (blöder Spruch, den ich schon mehrfach von Zweitfamilienvätern gehört habe) - auch auf Krawall gebürstet ist, und „nur was ich nicht verhindern kann“ zahlt.
Helfen lassen will sie sich auch nicht - vermutlich auch nicht vom Anwalt. Ich hätte das Mitleid schon längst eingestellt, spätestens seid klar ist, daß auch ein Baby unterwegs ist, und mal Tacheles mit ihr geredet.
Motto „Du bist nicht bei „wünsch Dir was“, sondern bei „so isses“!“ Du hast jetzt weniger Geld - komm damit klar, oder fang an zu arbeiten, dann verdienst Du relativ schnell relativ gut (als Ärztin - die werden händeringend gesucht!) Aber hör auf, Dich so missgünstig zu benehmen - Sonst komme ich auch nicht mehr.
Hört sich hart an. Aber Du kannst ihr nicht helfen, solange sie sich nicht der Realität stellt, Und ihr Leben selbst auf die Kette bekommen will. Eine gute Therapie könnte das vielleicht, aber gibt es Therapien gegen Weltfremdheit?
Schock, Verzweiflung, alles schön und gut, aber nach 6 Monaten ist dann mal gut mit „sich bemitleiden“ als Vollzeitbeschäftigung, Dann sollte sie anfangen, aufzuräumen.
Daß es ihr emotional immer noch schlecht geht - ja, sicher. Mir tun die Verletzungen meiner Scheidung auch jetzt noch weh - und ich bin fast ein Jahrzehnt getrennt. Das hindert mich aber nicht daran, ein gutes Leben alleine aufgebaut zu haben!
Ich kann ihr Verhalten nach 6 Monaten sowenig nachvollziehen, wie andere, daß frau sich im „mein Haus, mein Auto, mein Boot“ Lebensstil befinden, und trotzdem kein doofer, oberflächlicher Mensch sein muß. (Was ist an einem gefüllt gekauften Picknickkorb schlechter als an der Tupperdose mit Getränkeflasche im Rucksack? Wurde jedenfalls von diversen angedeutet…)
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Avada im Beitrag #264 Frag sie doch mal, auf welche Unternehmungen sie in der nächsten Zeit Lust hat. Und dann setzt das so gut es geht um. Vielleicht kommen da ja auch neue tolle Erlebnisse raus, an die ihr gerade gar nicht denkt, weil eure Routinen seit Jahren recht stabil sind.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Nora im Beitrag #265 . (Was ist an einem gefüllt gekauften Picknickkorb schlechter als an der Tupperdose mit Getränkeflasche im Rucksack?
Danke
Es gibt in München mehrere Lokale wo man sich Picknickkörbe gefüllt bestellen kann. Den leeren Korb mit Geschirr bringt man dann einfach wieder zurück.
Da war nun wirklich kein Kaviar und Champagner 🥂 drin.
Sondern bayrisch italienisch gefüllt.
Obazda, Antipasti, Brot, Früchte usw.
Ist eigentlich für den englischen Garten gedacht :)
Zitat von Lufti im Beitrag #217 Sie will die Scheidung einfach rauszögern (und verzichtet bewusst auf Geld) um es den beiden ja nicht freie Bahn zu gewähren. Zudem halt sie an der Hoffnung fest, das er wieder zur Besinnung kommt und zu ihr zurück kommt.
Das ist ja auch so selten nicht. Ich kenne diverse ähnliche settings, bei denen der Mann, der mit einer jüngeren Frau schwer verliebt abdampfte, sich nach einer gewissen Zeit zurück wünschte. Die jungen Frauen haben nach der heissen Verliebtheitsphase oder wenn das Kind erst einmal da ist und viel Kraft "schluckt", die rosa Hormonwattewölkchen also Stilldemenz, Babygeschrei zur Unzeit und "zu müde für Sex" weichen, den einen oder anderen lifestyle-Nachteil. Viele sind längst nicht so handzahm und trainiert (oder trainierbar) auf die Zicken des Mannsbilds, stellen ganz andere Erwartungen auch an die Art und Weise, wie er sich in Haushalt und Familie bittschön einzubringen hätte, lassen sich auf der anderen Seite aber viel weniger bieten - da hängt der Himmel dann oft recht zügig eher voller Gewitterwolken als Geigen.
Die Frauen, bei denen ich das aus der Ferne miterlebt habe, hatten sich in dieser Zeit jedoch häufig emanzipiert und fest gestellt, dass das Leben ohne Pascha daheim ganz prima sein kann, sie haben sich aktiv einen neuen Platz im Leben erobert. Keine hätte sich allerdings so abfrühstücken lassen, wie die "Tanja" hier im thread.
Die Herren der Schöpfung haben in den meisten Fällen irgendwann wieder reumütig angeklopft und wollten an die "guten alten Zeiten" anknüpfen. Die Damen allerdings haben dann häufig keine Lust mehr auf eine repeat performance.
Ich finde daher die realitätsnegierende Haltung Tanjas durchaus nicht so absurd. Allerdings tut sie sich damit absolut keinen Gefallen - wenn sie auf die Rückkehr spekuliert, müsste sie jetzt gerade Gas geben. Das würde jedoch bedeuten, dass sie aufhören muss, wie ein Käfer auf dem Rücken zu liegen, während sie gleichzeitig jede helfende Hand wegtritt.
Wäre ich Tanjas gute Freundin, gäbe es von mir ganz sicher keinen Schonwaschgang. Hilfe ja - aber nicht ohne ihr eigenes Engagement / Zutun und ganz sicher nicht alles tolerierend, was sie so absondert. Sie trudelt, sie ist verletzt - es wird Zeit, dass sie Boden unter den Füßen gewinnt. Dazu muss man diesen Boden aber auch manchmal in seiner Solidität und Festigkeit spüren. Dann kann man sich vorsichtig daran machen, sich über diesen Boden aufzurichten.
Solange ich als Freundin wachsweich alles toleriere, ist das Wackelpudding. Taugt nicht als Boden.
Tanja braucht Zugang zu ihren Ressourcen. Das funzt nicht darüber, dass man versucht, sie aufzufangen. Um es ganz böse zu formulieren: Manchmal ist es notwendig, richtig auf die Fresse zu fallen, bevor man die Ärmel hochkrempelt und lernt, sich hochzurobben. Dazu sind Grenzen notwendig. Und die musss man auch als verständnisvolle Freundin manchmal deutlich formulieren.
So einige Dönekes, die hier geschildert wurden, gehen einfach nicht. Und das muss auch kommunizierbar sein, bei allem Verständnis.
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #263Naja. Da wird man aber auch nicht so bezahlt, dass man sich den bisherigen Lebensstil leisten kann.
Insbesondere wird sie es nicht mehr schaffen, eine ausreichende gesetzliche Rentenbasis aufzubauen, selbst, wenn sie jetzt sofort anfängt, als Ärztin zu arbeiten und zwei Rentenpunkte pro Jahr bekommt. Da ist es schon wichtig, dass sie eine vernünftige Versorgung mit dem Ex aushandelt.
Also, ich finde jetzt so viereinhalb bis fünftausend Euro brutto pro Monat durchaus nicht zu verachten und ich glaube kaum, daß sie als unerfahrene Ärztin mehr verdient. Dazu kommt noch, daß sie eben in ihrem gewohnten Umfeld bleibt, nur halt als beruflicher Alltag und nicht just for fun. Mir fallen da auch in München ein oder zwei Seniorenresidenzen ein, die eine Frau mit guten Umgangsformen und dieser Ausbildung vermutlich mit Kußhand für die individuelle Seniorenbetreuung einsetzen würden.
In meinem engeren Bekanntenkreis gibt es eine ganz ähnliche Situation im Doppelpack. Gemeint ist damit ein (bereits älteres) Ehepaar, das aufgrund eines misslichen Umstandes sozial abgestiegen ist. Sie hätten es abwenden können, aber haben sich ziemlich kopflos, ähnlich wie deine Freundin, ihrem Schicksal ergeben. Mein Mitleid hält sich in Grenzen, ich verstehe nicht, warum man sich in solchen Situationen nicht von einem Fachanwalt beraten lässt bzw. sich generell erst einmal über seine Rechte und Pflichten informiert, bevor man einfach auszieht (das haben sie nämlich auch getan). Das Ergebnis ist dasselbe - sie wohnen jetzt zu zweit reichlich beengt in einer nicht sehr schönen Wohnung, nachdem sie zuvor in einem schönen Haus mit großem Garten gelebt haben und müssen sich auch sonst finanziell mehr bescheiden als früher. Dass sowas eine Zäsur ist, kann ich gut verstehen, aber warum man sich dem so schicksalsergeben fügt, ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass sie hofft, ihn mit ihrem "Wohlverhalten" nicht noch weiter von sich wegzustoßen, erklärt es zwar, aber entschuldigt nicht, wie wenig gut sie für sich selbst sorgt.
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #273Es führt jetzt ins OT, aber warum betont Ihr das mit dem Ausziehen immer so? Denkt Ihr wirklich, sie hätte das Haus für sich alleine behalten können?
Nein, aber ein geordneter Rückzug wäre sicher drin gewesen.
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #273Es führt jetzt ins OT, aber warum betont Ihr das mit dem Ausziehen immer so? Denkt Ihr wirklich, sie hätte das Haus für sich alleine behalten können?
Das denke ich auch. Das Haus muss auch unterhalten werden.
Hier sollte es doch wohl darum gehen ob die Freunde ihr überhaupt dabei helfen können in der Realität anzzukommen, und wie sie mit ihr umgehen.