Ich befürchte, daß Tanja derzeit schlicht und ergreifend bis Oberkante Unterlippe traumatisiert und eigentlich mit Allem überfordert ist. Der größte Freundschaftsdienst wäre es wohl, ihr zu helfen, einige Wochen stationär in der Psychosomatik unterzukommen. @Lufti: Es gibt am Ammersee eine ziemlich neue Klinik, die sowohl auf Traumafolgen als auch auf die seelische Gesundheit von Medizinern spezialisiert ist. Sprich: Sie müssten unter Umständen auch Wege bzw Adressen kennen, wo man als Dr. med. unterkommen kann, ohne direkt am Patienten tätig zu sein (und wo dann ihre fehlende Beruferfahrung kein Hinderungsgrund wäre).
Aber um an eine geregelte Arbeitsaufnahme zu denken, ist es nach diesem Schock wirklich noch VIEL zu früh.
Zitat von Lufti im Beitrag #121 Als sie in die Wohnung ist, hatte sie ja nichts.
Wie kann das sein - in Anbetracht des angeblich guten Anwalts??
ZitatEr hat das gemeinsame Schlafzimmer Tanja überlassen und gleichen Tag würde ein neues Bett geliefert wo ihr Ehemann mit seiner neuen Frau schliefen.
Auch hier habe ich ein Verständnisproblem:
der angeblich gute Anwalt hatte geraten, trotz dieser erniedrigenden und unmöglichen Situation nicht auszuziehen??
@Lufti - da Du diesen Anwalt ja offenbar sehr verteidigst (vielleicht, weil Ihr es wart, die ihn empfohlen habt?) darf man trotzdem in Frage stellen, ob er einen wirklich guten Job macht im Sinne seiner Mandantin.
Zitat von Hases_Frau im Beitrag #201Aber um an eine geregelte Arbeitsaufnahme zu denken, ist es nach diesem Schock wirklich noch VIEL zu früh.
Andererseits gäbe ein Job ihr Routine und einen geregelteren Tagesablauf. Und wahrscheinlich auch dringend nötige Bestätigung von außen. Das kann auch deutlich hilfreicher sein als in einer kleinen Wohnung zu sitzen, die ihr vor Augen führt, was sie so alles verloren hat.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Ich gehe mal davon aus, daß der Anwalt gut ist - ehrlich - ne Scheidung ist heutzutage auch täglich Brot und wenn man einer Empfehlung aus dem Freundeskreis folgt, kann man schon davon ausgehen, einen solide qualifizierten Anwalt zu bekommen. Und Anwälte sind durchaus auch in der Lage, komplexere Scheidungen mit ihren finanziellen Aspekten zu betreuen.
Ich sehe eher bei Tanja das Problem, daß sie die realistischen Optionen, die ihr offengelegt werden als nicht adäquat betrachtet und mehr möchte. Und da kommt leider wieder zum Vorschein, daß die eigene Wahrnehmung von dem, was einem zusteht und die gesetzliche Variante des Sachverhaltes sehr voneinander abweichen.
(und ich weiß von was ich rede - wir haben einen Fall im nahem Umfeld, wo die Gattin des Status der "Bauunternehmergattin und Stadtratsgattin" so wenig aufgeben wollte, daß sie mindesten 20 Jahre getrennt lebend verbracht hatte - allerdings mit einer Trennungsvereinbarung - ihm war es in dem Fall nicht soooo wichtig, geschieden zu werden, es gab schon vorher Gütertrennung wegen eines Betriebs und sie hatte Besitz bekommen und immerhin Einigkeit, daß Besitztümer sowieso irgendwann auf die gemeinsamen Kinder übergehen). Aber die Frau ist eine Generation älter als Tanja.
Tanja klammert sich halt an einen Lebensstil und möchte den um jeden Preis festhalten und stellt sich nicht der Realität, daß sie Abstriche machen muß. Und als "verletzter Part" denkt sie, die Ausgleichszahlung muß mindestens den alten Lebensstil finanzieren und am besten noch eine Art Schmerzensgeld beinhalten.
Zitat von Antje im Beitrag #207I Tanja klammert sich halt an einen Lebensstil und möchte den um jeden Preis festhalten und stellt sich nicht der Realität,
Ich denke, mehr als an ihren Lebensstil klammert sich Tanja (noch) an die Idee ihrer Ehe mit diesem Mann.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Lufti im Beitrag #204 Ich werde auch nicht alle einzelnen Infos der Vereinbarung offenbaren, weil es mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun hat.
Du kannst jetzt weiterhin ständig den Anwalt erwähnen oder Dinge unterstellen - ich werde es nun ignorieren.
Ich bin ja nicht die Einzige, die mit diesem Punkt Verständnisprobleme hat, auch @badenserin hat sich in #189 ähnlich geäußert.
Hier, denke ich, gibt es kein *eigentliches* Problem, denn eines greift ins andere über bzw. alles hängt irgendwie zusammen. Weshalb eine differenzierte Betrachtungsweise äußerst schwierig ist. Selbst wenn die Freundin ihre Kommentare Euch gegenüber unterlässt, ändert sich ja an ihrer Befindlichkeit nichts. Und an Eurer vermutlich auch nicht, da die Differenzen unterschwellig präsent sind.
Die *Lösung* wäre vermutlich, dass sie so rasch als möglich in die Scheidung einwilligt. Erst dann wird sie alles akzeptieren können/müssen.
Zitat von Hases_Frau im Beitrag #201Ich befürchte, daß Tanja derzeit schlicht und ergreifend bis Oberkante Unterlippe traumatisiert und eigentlich mit Allem überfordert ist. Der größte Freundschaftsdienst wäre es wohl, ihr zu helfen, einige Wochen stationär in der Psychosomatik unterzukommen. @Lufti: Es gibt am Ammersee eine ziemlich neue Klinik, die sowohl auf Traumafolgen als auch auf die seelische Gesundheit von Medizinern spezialisiert ist.
Ich finde die Idee nicht schlecht. Tanja käme mit einem vorübergehenden Ortswechsel erst mal raus aus diesem täglich vorgeführten "Alles für alle noch da, nur ich falle in den Abgrund"; sie könnte in therapeutischen Gesprächen möglicherweise manches erarbeiten, was ihr neue Wege weist; und ihr Mann hätte vielleicht die Gelegenheit, mal zu sortieren, was er hier in wenigen Monaten kurz und klein geschlagen hat.
Und - ich mein's nicht so blöd, wie's jetzt klingt - "Klinik am Ammersee" oder Vergleichbares tönt für Tanja erstmal nach einem statuserhaltenden Hilfsangebot. Im Moment scheint sie das ja noch zu brauchen.
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Zitat von Stadtkrone im Beitrag #211Wie ist das denn, ist sie jetzt in Eurer Clique so ziemlich die einzige Person ohne Partner?
Fast ja
Das ist natürlich auch ein weiterer Punkt. Die Partner sind oft nicht dabei. Es ist also nicht so, das sie allein als Single da ist während alle anderen mit dem Partner da sitzen.
Trotzdem weiß sie natürlich das die Mehrzahl alle Partner haben und sie nicht.
Und dann gibt es auch noch zwei Partner die weiterhin Kontakt zu ihrem Ehemann haben (außerhalb der Gruppe)
Zitat von Lufti im Beitrag #209Sie wurde lieber den Mann und ihr leben wieder haben (im gemeinsamen Haus und als Ehefrau) als einfach ne Batzen Geld und geschieden
Ja, das glaubt jetzt bestimmt jeder hier auch. Aber er will nicht mehr. Und dann muss der andere Teil der Ehe sich damit abfinden.
Und von wegen dann zögert sie die Scheidung ebend raus und melkt ihn dann noch ne Weile...das sieht theoretisch gut aus. Aber in der Praxis muss das erst mal klappen. Da wird es sicher einen Gerichtstermin geben und dann muss sie erstmal einen Richter finden der damit einverstanden ist. Ich weiss da auch wovon ich rede. Mein Ex hat die Scheidung rausgezögert und ich habe bei weitem nicht soviel Geld gekriegt wie Tanja. Ich war finanziell ganz unten. Da hat aber auch keiner irgendwie Mitleid gehabt.
Und von wegen dann zögert sie die Scheidung ebend raus und melkt ihn dann noch ne Weile...das sieht theoretisch gut aus.
Es würde ihr finanziell ja viel besser gehen wenn sie der Scheidung zustimmen würde.
Sie will die Scheidung einfach rauszögern (und verzichtet bewusst auf Geld) um es den beiden ja nicht freie Bahn zu gewähren. Zudem halt sie an der Hoffnung fest, das er wieder zur Besinnung kommt und zu ihr zurück kommt.
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #216Dieser Ex hier klingt aber grundsätzlich zahlungswillig und -fähig.
Ja, er soll ihr jetzt einen guten Betrag angeboten haben damit sie in die Scheidung einwilligt. Sie hat ausgeschlagen. Wenn sie jetzt aber trotzig sagt: Nö, ich will aber nicht, du kannst mir noch jahrelang Trennungsunterhalt zahlen....Dann wird er vielleicht auch nicht mehr so willig sein. Dann wird er ihr vielleicht auch den Rat geben doch selbst für ihr Geld zu arbeiten. Das versteh ich dann auch.
Zitat von Hases_Frau im Beitrag #201Aber um an eine geregelte Arbeitsaufnahme zu denken, ist es nach diesem Schock wirklich noch VIEL zu früh.
Unbedingt
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Und von wegen dann zögert sie die Scheidung ebend raus und melkt ihn dann noch ne Weile...das sieht theoretisch gut aus.
Es würde ihr finanziell ja viel besser gehen wenn sie der Scheidung zustimmen würde.
Sie will die Scheidung einfach rauszögern (und verzichtet bewusst auf Geld) um es den beiden ja nicht freie Bahn zu gewähren. Zudem halt sie an der Hoffnung fest, das er wieder zur Besinnung kommt und zu ihr zurück kommt.
Ja, hat sich überschnitten. Nützt ihr aber alles nix.
Zitat von Farfalle im Beitrag #215und ich habe bei weitem nicht soviel Geld gekriegt wie Tanja. Ich war finanziell ganz unten. Da hat aber auch keiner irgendwie Mitleid gehabt.
Ging mir ähnlich, wobei ich gar kein Geld gekriegt habe. Hatte niemand Mitleid.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Und was soll daraus, dass mit euch niemand Mitleid hatte, für Luftis Umgang mit Tanja nun folgen?
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Zitat von Lufti im Beitrag #217Sie will die Scheidung einfach rauszögern (und verzichtet bewusst auf Geld) um es den beiden ja nicht freie Bahn zu gewähren.
Momentan verzichtet sie auf adäquaten Trennungsunterhalt. Erst nach einer Scheidung kann nämlich von ihr verlangt werden, dass sie wieder sich selbst ernährt.
Zitat von Farfalle im Beitrag #218Wenn sie jetzt aber trotzig sagt: Nö, ich will aber nicht, du kannst mir noch jahrelang Trennungsunterhalt zahlen....Dann wird er vielleicht auch nicht mehr so willig sein. Dann wird er ihr vielleicht auch den Rat geben doch selbst für ihr Geld zu arbeiten. Das versteh ich dann auch.
Den Rat kann er ihr geben, das nutzt ihm nur erst mal nichts. Irgendwann wird sie schauen müssen, dass sie sich selbst ernährt, aber nicht von heute auf morgen, sie muss auch erstmal einen Job finden etc. Ich würde mal rechnen, dass sie bestenfalls in 2-3 Jahren soweit sein kann. Und so lange ist er dran.
Zitat von Agathe13 im Beitrag #224 Irgendwann wird sie schauen müssen, dass sie sich selbst ernährt, aber nicht von heute auf morgen, sie muss auch erstmal einen Job finden etc. Ich würde mal rechnen, dass sie bestenfalls in 2-3 Jahren soweit sein kann. Und so lange ist er dran.
Das bezweifle ich, sobald das Kind der Freundin auf der Welt ist, entsteht ja ein neuer Anspruch auf adäquaten Unterhalt. Soweit ich das mitbekommen habe, wurde mit der Reform des Unterhaltsrechts (2008?) deutlich zugunsten der Unterhaltsansprüche weiterer, "neuer" Kinder priorisiert.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)