Zitat von mono im Beitrag #895Zu eins: Nein,das gibt wieder Ärger. Vermutlich oft,ich habe auch oft Frauen und Männer erwähnt. Weil Frauen Männer und Kinder üblicherweise an einer Schwangerschaft beteiligt sind.
Üblicherweise, weil Frauen und Männer den Zeugungsakt in der Regel quicklebendig vollziehen und Kinder erst nach der Geburt, meinethalben auch kurz davor, wenn sie soweit entwickelt sind, dass sie außerhalb des Mutterleibs überlebensfähig sind, in Erscheinung treten . Es geht aber aktuell um die Frauen, die versterben/verstorben sind, weil sie keine Möglichkeit hatten den Abbruch von ausgebildeten Ärzt/innen unter besten hygienischen Bedingungen vornehmen zu lassen, oder weil ihnen der Eingriff trotz notwendiger medizinischer Gründe verweigert wurde. Wie oft hast die hier erwähnt?
ZitatZur Definition: dann wären stumme Menschen und Menschen mit bestimmten geistigen Behinderungen keine Menschen. ...
Dass Definitionen sich an Ausnahmen orientieren, wäre mir neu.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von mono im Beitrag #895Zu eins: Nein,das gibt wieder Ärger. Vermutlich oft,ich habe auch oft Frauen und Männer erwähnt. Weil Frauen Männer und Kinder üblicherweise an einer Schwangerschaft beteiligt sind.
Üblicherweise, weil Frauen und Männer den Zeugungsakt in der Regel quicklebendig vollziehen und Kinder erst nach der Geburt, meinethalben auch kurz davor, wenn sie soweit entwickelt sind, dass sie außerhalb des Mutterleibs überlebensfähig sind, in Erscheinung treten . Es geht aber aktuell um die Frauen, die versterben/verstorben sind, weil sie keine Möglichkeit hatten den Abbruch von ausgebildeten Ärzt/innen unter besten hygienischen Bedingungen vornehmen zu lassen, oder weil ihnen der Eingriff trotz notwendiger medizinischer Gründe verweigert wurde. Wie oft hast die hier erwähnt?
ZitatZur Definition: dann wären stumme Menschen und Menschen mit bestimmten geistigen Behinderungen keine Menschen. ...
Dass Definitionen sich an Ausnahmen orientieren, wäre mir neu.
Hm? Behinderte Menschen laufen bei Dir unter "Ausnahme-Leben"? Du selbst hast doch die Definitionsspur gelegt:
Zitat von mono im Beitrag #893#891( zitieren funktioniert nicht): Die würden ja schon erwähnt.dafur die Kinder nicht.
Zähl doch mal nach, wie oft du die in diesem Strang schon erwähnt (und fälschlicherweise so benannt hast)?
ZitatZu892: Von Ermordung war nicht die Rede,aber egal wie groß oder schwer ein Mensch ist,er ist ein Mensch.
Zur offiziellen Bedeutung des Wortes Mensch:mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung und Erkenntnis von Gut und Böse ausgestattetes höchstentwickeltes Lebewesen. Über welche dieser Fähigkeiten verfügt deiner Ansicht nach ein erbsengroßer Embryo?
-
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Aen im Beitrag #904Hm? Behinderte Menschen laufen bei Dir unter "Ausnahme-Leben"?
Nein!
Mehr habe ich dir zu deiner fragwürdigen Interpretation meines Beitrags nicht zu sagen.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von noBarbie im Beitrag #901Dass Definitionen sich an Ausnahmen orientieren, wäre mir neu.
Es kann einem kalt werden..
Was ist das? Auswüchse einer Erstarrung in einer Art Ideologie? Eine Art "spiegelbildliches" Gegenstück zu radikalen Abtreibungsgegner*innen? Man kann manchmal auch aus der Spur kommen.
Wenn für euch 9,5 Prozent der Bürger/innen ein Gesamtbild der Gesellschaft darstellen, dann respektiert doch einfach, dass ich das anders sehe.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Es geht in dem Strang um das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper. Dieses wurde Frauen in aktuell zwei Bundesstaaten in den USA beschränkt. Weitere werden folgen.
Diese Beschränkung wird Auswirkungen auf die Menschen haben, die gerne Eltern werden wollen, es ohne medizinische Hilfe jedoch nicht können. Wenn ein Mensch ab Zeugung entsteht, wird jede Form der künstlichen Befruchtung Fragen aufwerfen: was tun mit befruchteten Eizellen, die sich nicht so gut entwickeln? Müssen alle befruchteten Eizellen eingesetzt werden? Auch wenn es vermutlich zu einem Abort kommt? Darf das überhaupt noch gemacht werden?
Die Frage nach der Verantwortung der Väter haben wir in dem Strang schon gestellt. Solange bei Männern das Selbstbestimmungsrecht gilt (Vaterschaftstest kann verweigert werden). Wie geht es den Kindern, die ohne Vater aufwachsen, weil er „verschwunden“ ist?
Hier braucht es eine gesellschaftliche Veränderung in der Haltung gegenüber der Macht der Zeugung, die Erwachsene haben. Doch weil es bisher - gerade für Männer - leicht war sich aus der Verantwortung zu ziehen, führt das nicht zu einer Veränderung in der Gesellschaft.
Statt hier etwas zu ändern und mittels Gesetzen die Rechte der Kinder (!) zu stärken, sowohl in den USA als auch in D, geht es darum Frauen, die ungewollt schwanger sind, eine medizinisch gute Abtreibung zu verbieten. Durch dieses Verbot werden viele Frauen Schaden nehmen, Abtreibungen wird es nicht verhindern.
Die gleichen Politiker, die glauben, dass mit einem Abtreibungsverbot auch Abtreibungen verhindert werden, sind diejenigen, die darauf pochen, dass das Recht Waffen ohne Registrierung und sonstigen Nachweis in jedem Supermarkt zu erwerben sein sollten und jeder so viele Waffen besitzen darf, wie er möchte.
Was wiederholt zu tragischen Ereignissen (um die 280 Amokläufe 2022) in den USA führt. Tod durch Schusswaffen ist die häufigste Todesursache bei Kindern in den USA, vor Vergiftungen und Verkehrsunfällen.
Wer Abtreibungen verhindern will muss für Zugang zu Verhütungsmitteln, guter medizinischer Versorgung und Hilfen nach der Geburt sorgen. Doch die gleiche Gruppe, die gegen Abtreibung in den USA ist, möchte auch Verhütungsmittel und sexuelle Aufklärung verhindern. Das finde ich paradox.
Ein weiteres Problem stellt die Verhütung dar. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat mehrere Studien zusammengefasst, die zeigen, dass Geringverdienende die Verhütung häufiger unterbrechen. Denn verhüten ist teuer. Demnach brechen Geringverdienerinnen eine Schwangerschaft bis zu dreimal häufiger ab und werden viel öfter ungewollt schwanger. Wegen der hohen Abbruchrate unter Geringverdienerinnen bot Pro Familia deshalb 2019 in verschiedenen Orten kostenfrei Verhütungsmittel an. Ergebnis des Versuchs: Es besteht ein großer Bedarf.
—————————————— Die Bösen halten zusammen, auch wenn sie einander hassen, das ist ihre Stärke. Die Guten sind in alle Winde zerstreut, das ist ihre Schwäche.
Zitat von xanidae im Beitrag #910 [quote]Wer Abtreibungen verhindern will muss für Zugang zu Verhütungsmitteln, guter medizinischer Versorgung und Hilfen nach der Geburt sorgen. Doch die gleiche Gruppe, die gegen Abtreibung in den USA ist, möchte auch Verhütungsmittel und sexuelle Aufklärung verhindern. Das finde ich paradox.
Das Das sagt Dir der gesunde Menschenverstand. Wenn Du allerdings in dieser „puritanischen Tradition“ lebst, daß Sex eigentlich pfui ist, und nur verheiratet ausgeübt werden darf, ist das eine logische Idee - denn wenn Du „Kindern“ etwas darüber sagst, wollen sie es bestimmt dann auch tun! Daß sie es „trotzdem“ tun, weil Biologie (und Handypornos) will keiner glauben, die sind dann einfach nicht gut erzogen worden, jedenfalls die Mädchen (Das sind dann die, die es nicht besser verdient haben…)
Die Sache mit den Waffen ist der anderen „Amerikanischen Tradition“ geschuldet: dem Wilden Westen. Ja, da war der Waffenbesitz irgendwo sinnvoll, damals lauerten Coyoten und Banditen (nicht zu vergessen die Rothäute) vermutlich tatsächlich hinter jedem Baum. Daß das heute nicht mehr so ist, daß nich 1 Sheriff für mehrere hundert Quadratmeilen zuständig ist, sondern es tatsächlich sowas wie funktionierendes Polizeiwesen gibt, ist irgendwie nicht in den Köpfen angekommen.
Aber insoweit ist es „logisch“, daß beides zusammenkommt - früher war halt alles besser.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Nora im Beitrag #896Antwort des Biologielehrers: Setzen, sechs.
An einer Schwangerschaft ist nur eine Frau und das/die KindEr beteiligt. Denn die beginnt zum Zeitpunkt der Befruchtung. Damit hat Mann schon nichts mehr zu tun. Der ist nur für die Begattung zuständig gewesen.
Daß die SozialkundelehrerIn, das Jugendamt und der gesunde Menschenverstand die Verantwortung des Mannes ganz anders definieren, ist eine andere Sache.
Die Sechs bekommst dann du (ich hatte Zweien und eine eins in Biologie), eine Schwangerschaft ohne Mann ist nicht möglich (ohne Sex mittlerweile durchaus). Ohne die "Begattung" keine Schwangerschaft.
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... Falls Dir das zu kryptisch ist, lies bitte Monos Post #643 und meine Antwort #715 (Seite 28/29)
Aber ich bekomme eine Rüge von der Moderation, wenn ich auf ältere Posts verweise(auf Nachfrage)... Was war denn das Problem an # 643?- war übrigens auch eine Antwort auf eine Frage, in dem Fall von flau. Und deutlich weniger sarkastisch als #715.
Wenn ich nicht antworte, ist es ja auch falsch.
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Zitat von xanidae im Beitrag #910Es geht in dem Strang um das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper. Dieses wurde Frauen in aktuell zwei Bundesstaaten in den USA beschränkt. Weitere werden folgen.
Diese Beschränkung wird Auswirkungen auf die Menschen haben, die gerne Eltern werden wollen, es ohne medizinische Hilfe jedoch nicht können. Wenn ein Mensch ab Zeugung entsteht, wird jede Form der künstlichen Befruchtung Fragen aufwerfen: was tun mit befruchteten Eizellen, die sich nicht so gut entwickeln? Müssen alle befruchteten Eizellen eingesetzt werden? Auch wenn es vermutlich zu einem Abort kommt? Darf das überhaupt noch gemacht werden?
Die Frage nach der Verantwortung der Väter haben wir in dem Strang schon gestellt. Solange bei Männern das Selbstbestimmungsrecht gilt (Vaterschaftstest kann verweigert werden). Wie geht es den Kindern, die ohne Vater aufwachsen, weil er „verschwunden“ ist?
Hier braucht es eine gesellschaftliche Veränderung in der Haltung gegenüber der Macht der Zeugung, die Erwachsene haben. Doch weil es bisher - gerade für Männer - leicht war sich aus der Verantwortung zu ziehen, führt das nicht zu einer Veränderung in der Gesellschaft.
Statt hier etwas zu ändern und mittels Gesetzen die Rechte der Kinder (!) zu stärken, sowohl in den USA als auch in D, geht es darum Frauen, die ungewollt schwanger sind, eine medizinisch gute Abtreibung zu verbieten. Durch dieses Verbot werden viele Frauen Schaden nehmen, Abtreibungen wird es nicht verhindern.
Die gleichen Politiker, die glauben, dass mit einem Abtreibungsverbot auch Abtreibungen verhindert werden, sind diejenigen, die darauf pochen, dass das Recht Waffen ohne Registrierung und sonstigen Nachweis in jedem Supermarkt zu erwerben sein sollten und jeder so viele Waffen besitzen darf, wie er möchte.
Was wiederholt zu tragischen Ereignissen (um die 280 Amokläufe 2022) in den USA führt. Tod durch Schusswaffen ist die häufigste Todesursache bei Kindern in den USA, vor Vergiftungen und Verkehrsunfällen.
Wer Abtreibungen verhindern will muss für Zugang zu Verhütungsmitteln, guter medizinischer Versorgung und Hilfen nach der Geburt sorgen. Doch die gleiche Gruppe, die gegen Abtreibung in den USA ist, möchte auch Verhütungsmittel und sexuelle Aufklärung verhindern. Das finde ich paradox.
Ein weiteres Problem stellt die Verhütung dar. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat mehrere Studien zusammengefasst, die zeigen, dass Geringverdienende die Verhütung häufiger unterbrechen. Denn verhüten ist teuer. Demnach brechen Geringverdienerinnen eine Schwangerschaft bis zu dreimal häufiger ab und werden viel öfter ungewollt schwanger. Wegen der hohen Abbruchrate unter Geringverdienerinnen bot Pro Familia deshalb 2019 in verschiedenen Orten kostenfrei Verhütungsmittel an. Ergebnis des Versuchs: Es besteht ein großer Bedarf.
Ja, das hat viele Auswirkungen und künstliche Befruchtungen inklusive "verbrauchender Embryonenforschung" haben mMn etliche Haken, sind hier aber OT. Die gesamtgesellschaftliche Veränderung in der Haltung wäre sehr wünschenswert, die Frage ist nur, wie realistisch sie ist. Das ist übrigens ein Grund, warum ich Männer mit "reinhole"(nicht deine Formulierung) - sie sind mMn gar nicht draußen. Sie stellen ca. 50% der Gesellschaft. Wenn die Gesellschaft sich verändern soll, dann geht das mMn nur gesamtgesellschaftlich und nicht, wenn eine Gruppe nicht beteiligt wird.
Dass der Zugang zu Verhütungsmitteln und Aufklärung notwendig is, bestreitet wohl auch niemand. Dass da, auch in Deutschland und in den USA erst recht, noch Luft nach oben ist- unbestritten.
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Zitat von Nora im Beitrag #911Die Sache mit den Waffen ist der anderen „Amerikanischen Tradition“ geschuldet: dem Wilden Westen. Ja, da war der Waffenbesitz irgendwo sinnvoll, damals lauerten Coyoten und Banditen (nicht zu vergessen die Rothäute) vermutlich tatsächlich hinter jedem Baum. Daß das heute nicht mehr so ist, daß nich 1 Sheriff für mehrere hundert Quadratmeilen zuständig ist, sondern es tatsächlich sowas wie funktionierendes Polizeiwesen gibt, ist irgendwie nicht in den Köpfen angekommen.
Die Vorstellungen vom Wilden Westen und der Siedlergeschichte hat eine Vielzahl von Mythen geprägt, so auch die Vorstellung von den Trails, die mit Waffen gegen wilde Tiere und die ursprüngliche Bevölkerung verteidigt werden mussten. Die Märchen werden bis heute am Leben gehalten. Wie so viele Legenden hält auch das nicht der Realität stand:
Hinzu kommt, dass die Gefahr, sich gegenseitig zu erschießen, ungleich höher war, als einen "Feind" zu überwältigen. Auch heute spricht die Vielzahl an Unfällen für sich. Waffen gefährden mehr, als sie jemals schützen könnten. Für die unglückselige Auffassung, die Schöpfung mit Waffen schützen zu müssen, dient dann - wie so oft, wenn der Verstand ausgeschaltet werden soll - eine religiös gestützte Ideologie.
Dem Beitrag von @xanidae (#910)kann ich nur zustimmen.
Ich glaube denjenigen, die sich hier so vehement gegen ein Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch wenden, dass es ihnen um eine Frage des Rechts auf Leben geht. Es ist aber belegt, dass ein Verbot von Abtreibungen zu mehr Abtreibungen führt. Wenn ich mein Ziel möglichst fördern möchte und weiß, dass ein Verbot nicht nur genau das nicht verhindert, was es soll, sondern das Gegenteil erreicht wird, verstehe ich nicht, wie man trotzdem ein Verbot fordern kann. Ich meine, dass in dem Zusammenhang - immerhin geht es um Gesetzgebungsverfahren - nicht Religion und auch kein Gefühl bestimmend sein sollte, sondern tatsächlich der Verstand und die Anwendung von Erkenntnissen, die man mit dem Thema bereits hat.
Am Ende wird mit einem Verbot die Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen zunehmen. Das ist mein Vorwurf an Befürworter eines Verbots. Der Unterschied zur vorherigen Situation besteht darin, dass das Leben der Frauen gefährdet wird und sie als Kriminelle verfolgt und bestraft werden und es keine Beratungsangebote mehr gibt, die immerhin auch eine Entscheidung für das Austragen einer Schwangerschaft eröffnen können.
Allein schon aus der Tatsache, dass sie trotz aller Gefahren einen Abbruch durchführen lassen, zeigt, wie groß die Not sein muss. Ich selbst bin auch wie viele anderen hier gegen Abtreibungen und daher für ein Selbstbestimmungsrecht der Frau.
In Deutschland sind Abtreibungen sogar strafbar. Sie sind lediglich unter bestimmten Umständen straffrei.
Nehmen Abtreibungen dadurch zu? Wird das Leben von Frauen dadurch gefährdet? Und Beratungsangebote: Hier ist die Antwort klar: Die Beratung ist sogar Pflicht und es gibt viele Angebote.
Signatur:
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Für mich ist noch nicht greifbar, was du mit “reinholen” meinst. Grundsätzlich sind Frauen und Männer ihren Kindern ja gleich verpflichtet.
Du meinst also keine juristische, sondern eine soziale Veränderung? Mit welchen Mitteln denkst du, ist diese erreichbar?
Interessiert mich sehr, denn ich finde diese soziale Veränderung in Richtung Gleichverantwortung sehr zäh und langsam.
Denkst du an so Sachen wie verpflichtende Gleichaufteilung von Elternzeit, Individualbesteuerung und weitere Maßnahmen, die in Richtung gleichmäßige Verteilung von Familien- und Erwerbsarbeit gehen ?
Zitat von mono im Beitrag #916 In Deutschland sind Abtreibungen sogar strafbar. Sie sind lediglich unter bestimmten Umständen straffrei.
Nehmen Abtreibungen dadurch zu? Wird das Leben von Frauen dadurch gefährdet? Und Beratungsangebote: Hier ist die Antwort klar: Die Beratung ist sogar Pflicht und es gibt viele Angebote.
Mein Beitrag bezog sich auf ein echtes Abtreibungsverbot, wie sie in den USA in einigen Staaten auf dem Weg ist. Die deutsche Fristenlösung gehört nicht dazu. Ich hätte nicht erwartet, dass das erklärungsbedürftig ist. Kurz: gesetzliche Regelungen, die der Frau keine Wahlmöglichkeit offen lassen und dadurch zu mehr Abbrüchen führen. Eine ergebnisoffene Beratung kann es dann nicht geben, die Frau muss im Gegenteil Angst haben, überhaupt ihre Schwangerschaft offenzulegen.
Zitat von badenserin im Beitrag #915 Es ist aber belegt, dass ein Verbot von Abtreibungen zu mehr Abtreibungen führt. Wenn ich mein Ziel möglichst fördern möchte und weiß, dass ein Verbot nicht nur genau das nicht verhindert, was es soll, sondern das Gegenteil erreicht wird, verstehe ich nicht, wie man trotzdem ein Verbot fordern kann. Ich meine, dass in dem Zusammenhang - immerhin geht es um Gesetzgebungsverfahren - nicht Religion und auch kein Gefühl bestimmend sein sollte, sondern tatsächlich der Verstand und die Anwendung von Erkenntnissen, die man mit dem Thema bereits hat.
Am Ende wird mit einem Verbot die Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen zunehmen. Das ist mein Vorwurf an Befürworter eines Verbots. Der Unterschied zur vorherigen Situation besteht darin, dass das Leben der Frauen gefährdet wird und sie als Kriminelle verfolgt und bestraft werden und es keine Beratungsangebote mehr gibt, die immerhin auch eine Entscheidung für das Austragen einer Schwangerschaft eröffnen können.
Allein schon aus der Tatsache, dass sie trotz aller Gefahren einen Abbruch durchführen lassen, zeigt, wie groß die Not sein muss. Ich selbst bin auch wie viele anderen hier gegen Abtreibungen und daher für ein Selbstbestimmungsrecht der Frau.
(Hervorh. v. mir)
Wenn du das „statistische Argument“ zum Dreh- und Angelpunkt Deiner Überlegungen für eine liberale Abtreibungsregelung (bzw. für die Aufgabe jedweder einschränkenden Regelung? … das ist mir noch nicht recht klar) machst, fänd ich’s hilfreich, wenn Du die Quellenlage der Studien zur Verfügung stellen könntest, aufgrund derer Du zu Deiner Schlussfolgerung kommst, dass es gerade zum Schutz des ungeborenen Lebens bestenfalls keine / nur die bisherigen (?) Abtreibungsrestriktionen für Frauen geben sollte.
Allgemein wird die Möglichkeit, genaue Zahlen der Abtreibungen länderbezogen (also mithin bezogen auf die jeweilige Gesetzeslage eines Landes) zu erheben - bzw. ihre Validität - schon länger diskutiert und bezweifelt. Durchaus auch von „pro-Choice“-Befürwortern.
... Falls Dir das zu kryptisch ist, lies bitte Monos Post #643 und meine Antwort #715 (Seite 28/29)
Aber ich bekomme eine Rüge von der Moderation, wenn ich auf ältere Posts verweise(auf Nachfrage)... Was war denn das Problem an # 643?- war übrigens auch eine Antwort auf eine Frage, in dem Fall von flau. Und deutlich weniger sarkastisch als #715.
Wenn ich nicht antworte, ist es ja auch falsch.
Und wieder mal. Du merkst nicht den Unterschied, wenn eine Userin mit zwei Beitragszahlen, zum schnelleren Auffinden mit Angabe von Seitenzahl, zu zwei höchstenns vier Tage alte Posts verweist, und wennn du chronologisch ungeordnet ein halbes Dutzend Beitragszahlen hinrotzt (so habe ich das empfunden) mit denen ich Posts suchen soll, die bis zu vier Wochen alt sind? Ich habe das bei einem einzigen Post gemacht, den du genannt hattest, wobei du wohl "übersehen" hattest, dass dem eine persönliche Beleidigung vorangegangen war. Danach war ich bedient.
Zu erwarten, dass jemand sich die Mühe macht, den kompletten Strang nach von dir genannten Beitragsnummern zu durchforsten, finde ich -- mit Verlaub - ziemlich unverschämt. Wenn du mit der Zitierfunktion hier nicht klar kommst, findest du sicher Hilfe und Unterstützung im Test-Strang des Technik-Forums.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von mono im Beitrag #912... Ohne die "Begattung" keine Schwangerschaft.
Glaubst du tatsächlich, lesbische Mütter hätten alle Sex mit einem Mann gehabt, als sie schwanger werden wollten?
Nö, wird nicht geglaubt:
Zitat von mono im Beitrag #912 [...] eine Schwangerschaft ohne Mann ist nicht möglich (ohne Sex mittlerweile durchaus). Ohne die "Begattung" keine Schwangerschaft.
Hervorh. v. mir
-
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Aen im Beitrag #919[quote=badenserin|p275307]Wenn du das „statistische Argument“ zum Dreh- und Angelpunkt Deiner Überlegungen für eine liberale Abtreibungsregelung (bzw. für die Aufgabe jedweder einschränkenden Regelung? … das ist mir noch nicht recht klar) machst, fänd ich’s hilfreich, wenn Du die Quellenlage der Studien zur Verfügung stellen könntest, aufgrund derer Du zu Deiner Schlussfolgerung kommst, dass es gerade zum Schutz des ungeborenen Lebens bestenfalls keine / nur die bisherigen (?) Abtreibungsrestriktionen für Frauen geben sollte.
Die Quelle hatte ich in einem früheren Beitrag bereits genannt und verlinkt. Ich habe ihn hier jetzt wieder in Beitrag #810 gesetzt.
Dreh- und Angelpunkt - das nicht, zumindest nicht im Sinne einer Ausschließlichkeit, aber für mich ist das tatsächlich ein entscheidender Punkt: Wenn ich davon überzeugt bin, dass ein Verbot zu einer Zunahme führt, spricht das für mich gegen ein Verbot. Aber eben nicht nur das. Mir ist klar, dass es bei der Zahl an Beiträgen im Thread nicht jeder Beitrag hängen bleibt, zu meinen Beweggründen im übrigen habe ich aber schon wiederholt Stellung genommen. Entsprechend hatte ich ja auch im vorletzten Beitrag von der Not der Frauen geschrieben, die sie dann auch illegal und mit Gefährdung der eigenen Gesundheit und Sicherheit vorgehen lässt.
Zitat von Kleinfeld im Beitrag #537Niemand, absolut niemand hat mir vorzuschreiben, was ICH mit MEINEM Körper mache.
Da hast du sicher Recht, solange du selbst Hand anlegst. Die Konsequenzen trägst du ja allein. Andersrum kannst du aber auch keinem anderen vorschreiben, etwas mit deinem Körper zu machen..