HMM- das Missverständnis habe ich doch aufgeklärt. Ich kann das gerne noch korrigieren, wenn noch möglich.
Das, was ich aufgeführt habe, steht in der Bibel, genauer in der Genesis, was ich auch geschrieben habe.
So bringt das relativ wenig, wenn du aus allem eine angebliche Lüge drehst.
Fiel mir jetzt erst nachträglich auf: Ich habe in meinem Beitrag 794 exakt das zitiert, was um 11:03 Uhr in deinem Beitrag 788 zu lesen war. Die Genesis war da mit keiner Silbe erwähnt. Allerdings weist dieser Beitrag inzwischen als Zeitpunkt der letzten Änderung 12:38 Uhr aus. Ich habe sowas von gar keine Lust, mich mit solchen Unredlichkeiten auseinandersetzen zu müssen, um persönliche Vorwürfe (gegen du augenscheinlich nur dann schlimm findest, wenn sie gegen dich gerichtet sind) gerade zu stellen.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von Aen im Beitrag #822Wenn etwa gelten darf, dass ein Kind nicht geboren werden soll und deshalb abgetrieben werden kann, weil es derzeit nicht ins Leben „passt“, weil (nach einer langen, hochqualifizierenden Ausbildung) berufliche Pläne und Umsetzungen noch nicht ausgereift genug sind, dann kann ich nachvollziehen, dass andere bemerken, dass hier eine ökonomische Präferenz gegen „das Leben“ steht. Und dann kann ich auch verstehen, dass man diesen Zungenschlag bedauert und zum Verdacht kommt, dass eine Gesellschaft mit vehementen Optimierungslüsten in letzter Konsequenz - noch vor dem Leben sozusagen - zu einer lebensfeindlichen Umgebung wird.
Wenn etwa gelten soll, dass Unvorhersehbarkeit, wo immer sie (uns) stört, eliminiert werden darf und wir uns über alle Belange unseres Lebens hinweg in diese Idee „hineinerziehen“, dann kann ich verstehen, dass andere sagen, das sei eine an sich problematische Tendenz und es sei spätestens dann der Schritt zu weit, wenn’s um das Leben eines anderen, werdenden Menschen geht. Und dann kann ich verstehen, wenn dafür geworben wird, dass es eine Art von chaotischem Rest an Ungeordnetheit gibt, die uns als Gesellschaft gut tut und die wir füreinander wollen sollten. Weil Leben so ist. Und weil uns Provisorien, pragmatische Lösungen, das Austauschen im Alltagsgewusel in gegenseitiger (guter) Abhängigkeit, das Ersuchen um Hilfe, das Anbieten von Hilfe uns „weich“ und kreativ machen - und uns unterm Strich einander näher holen.
Vielen Dank, Aen für dieses statement. Es beschreibt viele Aspekte die auch mich nachdenklich machen, ich hätte es nicht so gut formulieren können. Es ist ein ganz schwieriges, existenziell tief berührendes Thema - ich würde das tatsächlich gerne auf eine respektvolle und damit angemessene Art und Weise diskutieren - diese verhärteten Fronten die hier aufgebaut werden finde ich persönlich unangemessen.
Hier ist ein Artikel über die Situation in Polen, die viele - auch durch Vergewaltigung - schwangere Flüchtlinge betrifft. Abtreibung ist in diesem Kontext Hilfe.
Abtreibung ist für niemand ein Spielchen. Die Verweigerung ist ein Verbrechen an der Menschlichkeit.
Das, was der Artikel beschreibt, lässt sich auf die Situation der Frauen in den USA übertragen.
Nathalia ist kein Einzelfall: Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine berichten immer mehr Frauen und auch Männer davon, sexualisierte Gewalt durch russische Soldaten erfahren zu haben. Allein nach dem Massaker der russischen Armee in Butscha meldeten sich 120 Frauen. Etwa die Hälfte von ihnen befürchtet, schwanger zu sein, berichtet die polnische Tageszeitung "Gazeta Wyborcza". Demnach sollten die Frauen eigentlich nach Polen gebracht werden – in Sicherheit. Doch sie lehnten ab. ... Noch schwerer ist es im polnischen System, eine Schwangerschaft abzubrechen, die auf einer Vergewaltigung beruht. So wurden schon 2019 nur drei Betroffene gezählt, die einen Abbruch aufgrund sexualisierter Gewalt durchführen konnten. Denn ihr Beteuern allein reicht dem Gesetz nach nicht aus. Sie brauchen eine Bescheinigung eines Staatsanwaltes, dass eine Straftat stattgefunden hat und die Schwangerschaft abgebrochen werden darf. Für die Geflüchteten aus der Ukraine gibt es da keine Ausnahme. Den Frauen aus Butscha fehlte es, wie so vielen Betroffenen von sexualisierter Gewalt, an Zeugenaussagen, berichtet "Gazeta Wyborcza". ...
Doch so geht es nicht allen. Viele Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine nach Polen flüchten, wissen nicht, was sie erwartet. Erste Hinweise darauf erhalten sie jedoch oft schon an den Bahnhöfen: Abtreibungsgegner riefen in den sozialen Netzwerken zu Beginn des Krieges etwa dazu auf, Flyer an die Geflüchteten zu verteilen. Neben der Androhung einer Gefängnisstrafe für die behandelnden Ärzte und einem Bild von den blutigen Überresten eines Embryos im fortgeschrittenen Stadium heißt es da etwa: "Abtreibung ist Mord und das schlimmste Verbrechen." Das jedoch stimmt, wenn es auch von Abtreibungsgegnerinnen und -gegnern immer wieder gefordert wird, auch dem polnischen Gesetz nach nicht.
Zitat von mono im Beitrag #823Da ich gerade über Nachweise sprach, bitte ich - wenig optimistisch - auch für diese Behauptung darum (NO Barbie) [...]
Mono, so kann man keine Diskussion führen.
Die von dir angegebenen Beiträge sind zum einen zwischen 7 und 18 Tage alt, zweitens kann man die einzelnen Aussagen nicht angemessen interpretieren, ohne die Beiträge im Diskussionszusammenhang nachzulesen, drittens sind auch nicht alle Beispiele von noBarbie, also müsstest du dafür jemand anders ansprechen. Wenn du Nachfragen zu einzelnen Beiträgen/ Äußerungen von Userinnen hast, sprich bitte die jeweilige Userin an und zwar möglichst zeitnah, also in einem Zeitrahmen, in dem man voraussetzen kann, dass diejenige sich an ihre eigene Aussage und den Zusammenhang, in dem diese stand, noch erinnert. Es ist anderen Usern nicht zuzumuten, Wochen später umständlich in alten Beiträgen zu wühlen, weil du heute eine Frage dazu hast.
Ich hätte dir dies lieber als PN geschrieben, möchte aber verhindern, dass jetzt eine Diskussion à la "am 7.5. hast du in Beitrag XY das-und-das geschrieben, lies dazu meine Antwort vom 9.5. in Beitrag YZ und den Hinweis von Annalena in Beitrag ABC" anfängt.
Die Diskussion findet hier und jetzt statt. Es gibt genügend aktuelle Beiträge, auf die man sich beziehen kann.
Analuisa, Moderation
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von Aen im Beitrag #822Das wären so aus dem Stand die (soziokulturellen) Hinweise aus der Perspektive von Abtreibungsgegnern, die mich jedenfalls immer wieder ins Nachdenken holen, wenn ich mit anderen über die Forderung nach einer maximalliberalen Abtreibungspraxis, die die bisherige Kompromisslösung zügig ersetzen soll, diskutiere.
Ich könnte deine Gedanken durchaus nachvollziehen, Aen - wenn es denn um die Forderung nach einer maximalliberalen Abtreibungspraxis ginge.
Aber darum geht es hier doch gar nicht. Zur Diskussion steht nicht eine Forderung nach mehr Liberalisierung, sondern die Bestrebungen in einigen konservativ regierten Bundesstaaten der USA, das Recht auf Abtreibung maximal einzuschränken, wenn nicht komplett abzuschaffen.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
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Zitat von Amelanchier im Beitrag #831Ich sehe aber keinen Weg , sie in eine sinnvolle gesetzliche Regelung zu überführen.
Aber das kann doch nicht der Anspruch hier sein? Wir müssen ja keine Gesetze formulieren...
Trotzdem halte ich es für wünschenswert das Thema in der Tiefe zu besprechen und Ambivalenzen auszuhalten.
Man redet halt ggf aneinander vorbei, wenn man auf verschiedenen Ebenen diskutiert.
Hinter: jede Frau muss selbst entscheiden dürfen steht ja nicht zwingend eine Haltung wie “ist doch eh nur ein Zellklumpen”
Auch mit “es ist schwer auszuhalten, wenn eine Frau sich zum Abbruch entscheidet, weil es grad nicht ins Leben passt” kann man zum Schluss kommen “trotzdem muss das möglich sein”.
Ich persönlich hab Mühe damit, dass es hier oft und schnell um Vergewaltigungen geht. In vielen Fällen geht es wohl doch auch um “jetzt nicht”.
Dennoch gibt es mE keinen gangbaren Weg, da Unterscheidungen zu machen. Nur die Frau selbst kann und soll entscheiden.
Jedoch ist für mich eine Fristenregelung sinnvoll und praktikabel, bei der die Rechte des werdenden Lebens mehr an Gewicht gewinnen.
Zitat von Amelanchier im Beitrag #831Aen, ich kann deine Überlegungen nachvollziehen. Ich sehe aber keinen Weg , sie in eine sinnvolle gesetzliche Regelung zu überführen.
Naja, bezogen auf die Verhältnisse hierzulande geht es den „moderaten“ Abtreibungsgegnern im Grunde darum, die bisherige Kompromisslösung zu behalten und in diesem Sinne das Verzögerungsmoment oder die „Schwergängigkeit“ einer Fristenregelung mit Beratungspflicht nicht aufzugeben oder leichter als bisher zu machen. Unter anderem aus den beschriebenen Gründen. So gesehen liegt ein gesetzlicher Veränderungswunsch, soweit ich das überblicke, nicht auf deren Seite, sondern eher auf Seiten derer, die die Kompromisslösung für Deutschland immernoch zu restriktiv finden und bittegerne keine Einschränkung der Abtreibungspraxis mehr möchten.
In den USA ist das nochmal vielfach unübersichtlicher, weil das alte Grundsatzurteil von 1973, selbst über den Abbruch oder die Fortsetzung einer Schwangerschaft entscheiden zu dürfen, eben immerschon jeweils staatenbezogen ausformuliert und geregelt wurde (zwischen „nur bis zur 20. Woche“ in den meisten Staaten und „bis zur Geburt“ in New Mexico, Colorado oder New Jersey ist wohl alles drin) und jetzt offenbar - als Grundsatzurteil - zur Disposition steht.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Zitat von Aen im Beitrag #822Das wären so aus dem Stand die (soziokulturellen) Hinweise aus der Perspektive von Abtreibungsgegnern, die mich jedenfalls immer wieder ins Nachdenken holen, wenn ich mit anderen über die Forderung nach einer maximalliberalen Abtreibungspraxis, die die bisherige Kompromisslösung zügig ersetzen soll, diskutiere.
Ich könnte deine Gedanken durchaus nachvollziehen, Aen - wenn es denn um die Forderung nach einer maximalliberalen Abtreibungspraxis ginge.
Aber darum geht es hier doch gar nicht. Zur Diskussion steht nicht eine Forderung nach mehr Liberalisierung, sondern die Bestrebungen in einigen konservativ regierten Bundesstaaten der USA, das Recht auf Abtreibung maximal einzuschränken, wenn nicht komplett abzuschaffen.
Im Diskussionsverlauf hier in diesem Thread blieb das Thema bereits nach wenigen Seiten nicht bei dieser Engführung. Die grundsätzliche Frage, ob einer Frau in Abtreibungsfragen "hineingeredet" bzw. ob die Verfügungsgewalt über ihren eigenen Körper eingeschränkt werden darf oder nicht, läuft von Beginn an mit. Und der "maximalliberale Hinweis", Abtreibung habe keinen außer die betroffene Frau selbst etwas anzugehen, kam ja vielfach im Strang auf. Was ich im übrigen inhaltlich folgerichtig und, klar, auch in diesem Strang diskutabel finde.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Es geht in diesem Strang nicht um die Situation in D. Sondern um die in den USA. Wo die Rechte der Selbstbestimmung von Frauen in manchen Bundesstaaten nicht nur beschnitten, sondern diese Frauen kriminalisiert werden und ihre gesellschaftliche Positionen weiter geschwächt werden soll (Denunziantentum bei Verdacht auf Abtreibung).
—————————————— Die Bösen halten zusammen, auch wenn sie einander hassen, das ist ihre Stärke. Die Guten sind in alle Winde zerstreut, das ist ihre Schwäche.
Die Frau darf nicht “Mittel zum Zweck” sein, um neues Leben in die Welt zu bringen.
Dies steht am Beginn der Diskussion.
Dass auch das neue Leben nicht nur „Mittel zum Zweck“ ist, um das Leben der Eltern zu bereichern, sollte in die Ausgestaltung der Regelung einfliessen.
In zB der texanischen Regelung wird für mein Empfinden die schwangere Frau als Mittel zum Zweck betrachtet.
Zitat von xanidae im Beitrag #842Es geht in diesem Strang nicht um die Situation in D. Sondern um die in den USA. Wo die Rechte der Selbstbestimmung von Frauen in manchen Bundesstaaten nicht nur beschnitten, sondern diese Frauen kriminalisiert werden und ihre gesellschaftliche Positionen weiter geschwächt werden soll (Denunziantentum bei Verdacht auf Abtreibung).
Die Situation in den USA kann man meiner Meinung nach nicht losgelöst von anderen Ländern, also auch von Deutschland sehen, da die organisierten Abtreibungsgegner, die solche Gesetze unterstützen, weltweit sehr gut vernetzt sind:
"Der Anti-Abtreibungs-Aktivismus in den USA ist mächtig. Es steckt viel Geld dahinter, er hat großen Einfluss", sagt Millar. Organisationen in anderen westlichen Ländern würden sich immer wieder Strategien und Aktionen abschauen. ... Die Idee, 40 Tage und Nächte vor einer Abtreibungsklinik zu beten, kommt aus den USA. Laut der Website von 40 Days for Life gibt es solche Aktionen in mehr als 60 Ländern auf der Welt. In ihrem Slogan versprechen sie den "Anfang vom Ende von Abtreibung". Nicht nur Ideen, auch Geld kommt aus den USA. ... Große Organisationen würden in Europa nicht nur gegen Schwangerschaftsabbrüche lobbyieren, sondern auch gegen Frauenrechte und die LGBT-Community. Innerhalb von zehn Jahren haben 56 solche Organisationen über 700 Millionen Euro in Europa ausgegeben. 81 Millionen davon kommen aus den USA, 188 Millionen aus Russland und über 430 Millionen aus der EU. Unter anderem Milliardär:innen und Oligarchen spenden für die Gruppen. ... Der Think Tank ist Teil des ultrakonservativen Netzwerks Tradition, Family and Property (TFP), das weltweit tätig ist. Eine weitere Anti-Abtreibungs-Organisation heißt Agenda Europe und wird unter anderem von US-amerikanischen Milliardär:innen finanziert. ...Quelle
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Die meisten menschen, die hier ssw abbrueche ablehnen, sind allerdings z.g.t. die generation 60+. Generation 30-60 toleriert es, findet es aber nicht gut. Ich habe bis jetzt nicht erlebt, dass jemand eine befuerwortung oeffentlich ausspricht, weder in sozialen medien, noch in lokalen. Das ist jetzt zwar etwas pauschalisiert, kann man aber so einordnen. Ausgenommen sind beide demonstrierenden parteien. Einerseits kann das neue gesetz schaden indem es verbietet, andererseits aber auch neu regulieren, z.b Die grenze von der 26.ssw auf 13 herunterzusetzen.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.