Irgendwie scheint dein Beitrag thematisch abgearbeitet. Den fand ich übrigens wirklich gut!
Na gut. Zu Frage 1: In bestimmten,meist medizinischen Situationen,ja. Geschlechtsunabhängig. Die Diskussion gab es ja auch in den letzten beiden Jahren... Wenn andere betroffen sind, dann darf das sein. Ich war da auch nicht mit allem einverstanden,aber nun. Schwangere entscheiden halt immer noch über jemand anderen,das macht die Situation diffizil.
Zu Frage 2: Meiner Meinung nach darf Vehemenz sein,solange es nicht gewalttätig wird und- in D- keine verbotenen Symbole und\ oder Formulierungen genutzt werden. Besser finde ich aber,ruhig und sachlich zu bleiben. Funktioniert halt nicht immer. Aber für seine Meinung nachdrücklich einzutreten ,finde ich okay. Es sollte nur nie persönlich werden sondern bei der Sache bleiben,um die es geht.
Dass Meinungen Freiheitsrechte berühren,sehe ich nicht. Gesetze, ja. Bestimmte Aktionen,auch. Aber die reine Meinung tut erstmal nix. Gegenmeinungen können ja jederzeit erhoben werden.
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Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Vor der Adoption stehen trotzdem Schwangerschaft und Geburt. Ich finde sowas absolut gruselig ("Alien"-Filme). Meinem Körper sowas zuzumuten - never!
By the way: Mit medizinisch notwendigen Operationen habe ich überhaupt keine Probleme und bin sehr schmerzresistent. Also an sich überhaupt nicht empfindlich und habe da auch schon ein bisschen was durch...
Mit voller Hose ist leicht stinken...
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
In einer Diktatur haben alle Angst vor einem. Und einer hat Angst vor allen...
Zitat von Silvia12 im Beitrag #852Was ist eigentlich mit Adoption? Ist Adoption wirklich so dermaßen unzumutbar für die biologische Mutter?
Ja. Im Sinne von "Es ist keine Alternative für jede."
Ob es zumutbar ist sollte jede Frau für sich entscheiden. Sie ist kein "Gefäß" und kein lebendiger Brutkasten.
Abgesehen davon, dass Schwangerschaft und Geburt kein Spaziergang sind- ab der Hälfte merkt man die Kindsbewegungen zb sehr deutlich. Wie soll es einer Frau dann gehen, die das Ungeborene absolut ablehnt?
Es wird ja auch nicht von jeder gebärfähigen Frau erwartet, dass sie sich als Leihmutter zur Verfügung stellt. Ok, ist ziemlich überspitzt.
Eine Schwangerschaft und eine Geburt sind auch ein gesundheitliches Risiko für die Frau. Die Müttersterblichkeit in den USA ist dreimal so hoch wie hier.
Adoption wird in den USA auch stark genutzt. Führt dennoch zu gesellschaftlicher Ächtung für die Frau, weil sie das Kind weg gibt.
Das ist ja das paradoxe: Einerseits sollen die Frauen nicht abtreiben und die Kinder bekommen. Egal welche Entscheidung sie dann treffen, es führt immer zu Konsequenzen für die Frau auf verschiedenen Ebenen. Der Mann ist nicht betroffen. Gibt sie das Kind zur Adoption frei - dann wird sie geächtet, weil sie schwanger war und das Kind nicht behalten hat. Behält sie das Kind - dann ist sie unverantwortlich weil zu jung oder schon „zu viele“ Kinder oder die Partnerschaft steht auf dem Spiel oder zu viele Kinder von verschiedenen Männern… diese Ächtungsmuster gibt es hier in D auch. Ganz zu schweigen davon, dass ein Kind ein Armutsrisiko bedeutet. Sowohl in den USA als auch in D.
Eine Abtreibung kann diese oben genannte Ächtung vermeiden, weil es besser zu verheimlichen ist, als eine Schwangerschaft. Dieser gesellschaftliche Druck gerade in christlich geprägten Gegenden spielt bei vielen Entscheidungen pro/contra Abtreibung/Adoption eine Rolle.
Die Zahl der Abtreibungen sinkt wenn gut aufgeklärt wird und der Zugang zu Verhütungsmitteln leicht und günstig und nicht geächtet wird. Das gilt besonders für Teenagerschwangerschaften.
Hier müssen auch die Männer mehr ins Boot geholt werden, wenn sie sich mehr für Verhütung verantwortlich fühlen und Kondome benutzen, weil sie verhüten wollen, dann lassen sich weitere ungewollte Schwangerschaften vermeiden. Doch so lange weiterhin gilt, dass es mit Kondom nicht so „schön“ sei und man deshalb darauf verzichten möchte, wird es eben immer wieder zu ungewollten Schwangerschaften kommen, weil die Pille eben auch nicht 100% schützt.
Ich habe noch eine andere Hypothese: Wenn eine Frau eine Fehlgeburt hat, dann war der Körper nicht bereit diese Schwangerschaft auszutragen, auch wenn Herz und Seele bereit waren. Wenn eine Frau eine Abtreibung hat, dann waren Herz und Seele nicht bereit für diese Schwangerschaft, auch wenn der Körper bereit war.
Wenn ich ganzheitlich denke, dann sollten Körper, Herz und Seele für ein Kind bereit sein. Nicht nur ein Teil.
—————————————— Die Bösen halten zusammen, auch wenn sie einander hassen, das ist ihre Stärke. Die Guten sind in alle Winde zerstreut, das ist ihre Schwäche.
Xanidae, was ist mit dem Geist/der Vernunft? Es geht doch auch um die Umstände in der die Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft fällt. Um innere und äußere Not.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Natürlich, Sariana. Mir fiel heute morgen kein guter Begriff für „Geist der Vernunft“ ein. Danke dafür.
—————————————— Die Bösen halten zusammen, auch wenn sie einander hassen, das ist ihre Stärke. Die Guten sind in alle Winde zerstreut, das ist ihre Schwäche.
Zitat von mono im Beitrag #851 Dass Meinungen Freiheitsrechte berühren,sehe ich nicht. Gesetze, ja. Bestimmte Aktionen,auch. Aber die reine Meinung tut erstmal nix. Gegenmeinungen können ja jederzeit erhoben werden.
Das Problem ist, aus manchermenschs „Meinungen“ werden Gesetze -> siehe Texas. Da „meint“ nämlich wer, daß Frau natürlich schon in weniger als 6 Wochen realisiert, daß sie ungewollt schwanger ist, und in der Zeit auch noch eine Abtreibung organisieren kann.
Mediziner stehen jetzt vor dem Problem, ob sie vor Beginn des Eingriffs nochmal einen Ultraschall machen oder lieber nicht - um nicht vor dem Problem zu stehen, der Patientin im letzten Moment sagen zu müssen - „nö, geht nicht mehr“.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Auch wenn es klassischer Whataboutism ist: Aber wie schräg das ist. Jedes Leben und sei es noch so klein und nicht lebensfähig (!) ist auf einmal schützenswert und auf der anderen Seite ballern sie sich mit ihren jederzeit für jeden zu bekommenden Waffen ab. USA, das Land in dem alles möglich scheint, solange man keine Frau ist. Börks.
Oh, auch Frauen können Attentate verüben, auch das ist nicht geschlechtsspezifisch.
@Nora. In demokratischen Ländern werden Meinungen aber nur dann zu Gesetzen ,wenn sie politische Mehrheiten finden und dann auch noch bestimmte Prozesse in der Gewaltenteilung durchlaufen haben. Dabei kann dann was rauskommen, was mir nicht gefällt, klar. Aber es ist ja auch wieder änderbar, Gesetze sind nicht für die Ewigkeit.
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Das Recht eine Waffe zu tragen gehört in Texas zu dem Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Als letztes Jahr im September das rigorose Abtreibungsgesetz unterschrieben wurde, trat gleichzeitig eine Lockerung des Waffengesetzes in Kraft.
Nun kann jeder ohne Waffenschein und Registrierung im Supermarkt zwischen Waschmittel und Chipstüten ein Sturmgewehr kaufen.
Gutes Beispiel für die Doppelmoral. Freiheit und Selbstbestimmung scheint nicht für die schwangere Frau zu gelten
Zitat von mono im Beitrag #862 @Nora. In demokartischen Länern werden Meinungen aber nur dann zu Gesetezen ,wenn sie politische Mehrheiten finden und dann auch noch bestimmte Prozesse in der Gewaltenteilung durchlaufen haben.
oder wenn sie die besten Lobbyisten haben und viel Geld fliesst. siehe die Waffenlobby in USA
Das jüngste Ereignis in Texas zeigt doch auf erschreckende Weise welche Art von Doppelmoral hinter der Gesetzgebung dort steckt. Ungeborenes Leben gilt es um jeden Preis zu schützen aber das Töten von Grundschulkindern nimmt man in Kauf, damit auch ja jeder der will eine Knarre haben darf? Und letzteres nennt sich dann Freiheit und Selbstbestimmung.
Und dann ist es besser, auch noch die Ungeboren zu töten? Ich wäre ja für striktere, und zwar viel striktere, Waffengesetze- habe aber keinen Einfluss auf die US-amerikanische Gesetzgebung und /oder die von US Teilstaaten. . @ Lurchi: Auch eine Lobby fällt nicht vom Himmel, sondern ergibt sich aus gesellschaftlicher Unterstützung eines Anliegens- und da nicht nur US Amerikaner sich für Kapitalismus entschieden naben, natürlich in Verbindung mit Geld.
Der Amoklauf hätte eventuell einen Einzelstrang verdient, oder?
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Flug in die USA, circa 1996 – es lief der Film „The Birdcage“ (U.S.-Filmversion von La Cage aux folles). Da waren aus Gründen der „Modesty“ und „Schutz der Jugend“ Ausgrauungen über Kehrseiten und Busen der Venice-Beach-Rollerskater! (Nein, die waren nicht naggisch!). Dafür konnte frau aber wenige Tage später im Sonntagsnachmittagsprogram bei HBO (damals Bezahlsender mit Fokus auf Familienprogramm) etwas bewundern, was hierzulande als Splattermovie im Spätprogramm liefe (Kettensägen, spritzendes Blut…)
Sex ist pfui, Gewalt was ganz Normales. Ein sehr heterogenes kulturelles Erbe von Puritaner und „Go West“ Zeiten.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Hier sind die Vorfälle von Uvalde auch nicht Strangthema, sondern dienen nur der Veranschaulichung einer These (der von der Doppelmoral).
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Zitat von mono im Beitrag #868Und dann ist es besser, auch noch die Ungeboren zu töten?
Das ist jetzt eine Verdrehung sondergleichen... Wenn ich so drauf wäre wie du, würde ich mich jetzt maßlos angegriffen fühlen. 🙄
Die Doppelmoral, die hinter der texanischen Gesetzgebung steckt, siehst du aber schon? Und dass das lautstarke Bekunden "Leben schützen zu wollen" eine Farce ist in solchen verqueren Zusammenhängen auch? Wahrscheinlich nicht...
ZitatDer Amoklauf hätte eventuell einen Einzelstrang verdient, oder?
Den gibt es bereits. Trotzdem passt es vom politischen Gewicht her durchaus auch hier rein. Begründung siehe oben.
Zitat von mono im Beitrag #868 . @ Lurchi: Auch eine Lobby fällt nicht vom Himmel, sondern ergibt sich aus gesellschaftlicher Unterstützung eines Anliegens- und da nicht nur US Amerikaner sich für Kapitalismus entschieden naben, natürlich in Verbindung mit Geld.
Der Amoklauf hätte eventuell einen Einzelstrang verdient, oder?
Stimmt eine Lobby fällt nicht vom Himmel. Meistens fällt sie aus Bankkonten. Eine Lobby ist nicht automatisch aus der Gesellschaft gewachsen. Die meisten Lobbys enstehen aus wirtschaftlichen Interessen oder Einzelinteressen mit sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel Geld
Ich finde der Amoklauf passt hier thematisch sehr gut. Denn er zeigt wie unterschiedlich Leben bewertet wird
Zitat von Kambara im Beitrag #871 Die Doppelmoral, die hinter der texanischen Gesetzgebung steckt, siehst du aber schon? Und dass das lautstarke Bekunden "Leben schützen zu wollen" eine Farce ist in solchen verqueren Zusammenhängen auch? Wahrscheinlich nicht...
Ach, mal wieder eine Unterstellung. Nix Neues unter der Sonne.
Es ist tatsächlich möglich, nicht begeistert von Abtreibungen zu sein und trotzdem Amokläufe abzulehnen. Aber nein, wer nicht für Abtreibungen ist, muss für Waffengewalt und Amokläufe sein, klar. Geht nicht anders.
Warum manche Texaner das Recht auf Waffenbesitz mit Lebensschuz in ihren Köpfen zusammenbringen, weiß ich nicht.. Ich finde das widersinnig. Aber nein, kann ich ja gar nicht...
Zitat repariert, Analuisa
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"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Lass stecken, mono. Offenbar kannst du deinem eigenen Argumentationsverlauf samt den Beiträgen anderer, auf die du dich beziehst, nicht folgen, ohne alles mögliche auf dich zu beziehen und dich ständig angegriffen zu fühlen.