Eine Freundin, bereits im Ruhestand, erwägt bereits, nach Kanada auszuwandern. Sie hat ihr Leben lang in demselben kleinen Ort gelebt und kann es kaum noch ertragen. (Nachtrag: von den USA nach Kanada natürlich)
Gruselig ist gar kein Ausdruck, ich würde es eine pervertierte Auffassung von Leben nennen.
Was diese durchgeknallten Evangelikalen dort nicht sehen wollen, ist, dass sie im Grunde ihrer eigenen religiösen Ideologie und vermeintlichen Bibel-Gläubigkeit widersprechen. Demnach dürfte es sowas wie IVF gar nicht geben, weil so etwas von ihrem Gott bestimmt nicht vorgesehen ist. Wenn jemand auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen kann, dann will Gott das wohl so, oder? Dann muss eine Frau eben Fehlgeburten durchmachen, wenn sie ihre "Minderwertigkeit" partout nicht anerkennen will. Aber da hört die Logik wohl auf. Na gut, dann gibt's in Alabama eben keine IVF mehr, auch nicht für religiös vernebelte Paare. Alle anderen können sich dann bei denen bedanken.
Das ist schon keine Doppelmoral mehr sondern Doppelt-und-Dreifach-Moral, immer so wie's gerade in den Kram passt. Und menschenfeindlich hoch drei.
Zitat von Kambara im Beitrag #1254Dann muss eine Frau eben Fehlgeburten durchmachen, wenn sie ihre "Minderwertigkeit" partout nicht anerkennen will.
Und bei jeder Fehlgeburt muss sie dann beweisen, dass sie nicht abgetrieben hat?
Das ist so in El Salvador und auch in Malta gängige Praxis, auch nach Vergewaltigung, auch im Falle von Inzest. Bis vor einem Jahr selbst dann, wenn das Leben der Mutter gefährdet war, jetzt nur dann, wenn es für ihre Rettung absolut KEINE Alternative gibt. Ähnlich in El Salvador, die meisten lateinnamerikanischen Länder haben extrem rigide Regelungen für einen Schwangerschaftsabbruch und selbst dort, wo er rechtlich möglich wäre, können ihn Frauen sehr oft nicht durchführen lassen. Wie die Lage in Polen aktuell ist, weiß ich nicht genau, immerhin dürfte eine weitere geplante Verschärfung die PiS die Regierung gekostet haben.
Wir sehen gerade, wie es PolitikerInnen doch immer wieder versuchen auf mehreren Hochzeiten zu tanzen. Trump versucht sich als „moderat“ zu verkaufen. Nikki Haley bleibt so vage, wie irgendwie möglich bei Thema Abtreibung, um nur keine potenziellen Wähler zu verprellen und dann sind „embryos are babies“ und natürlich würde sie die IVF unterstützen, aber das Urteil des Obersten Gerichtes würde sie nicht kennen und sie müsste sich erst einlesen.
Während Abtreibungsgegner in anderen Staaten, die Gesetze aus Alabama übernehmen wollen, auf die das Urteil beruht, versuchen die Politiker in Alabama die Kinderwunschkliniken dort doch zu retten, indem im Schnellverfahren ein Gesetz verabschiedet wird. HB237 says “no action, suit, or criminal prosecution for the damage to or death of an embryo shall be brought or maintained against any individual or entity when providing or receiving goods or services related to in vitro fertilization.”
The bill says the immunity “is intended to apply retroactively to any act, omission, or course of services which are not the subject of litigation on the effective date of this act.” https://www.al.com/news/2024/02/alabama-...n-children.html
Aber natürlich ist Alabama immer noch pro-life und Embryos sind Babies, aber vielleicht erst im Mutterleib tbc.
Zitat von vultura im Beitrag #1257Das ist so in El Salvador und auch in Malta gängige Praxis, auch nach Vergewaltigung, auch im Falle von Inzest. Bis vor einem Jahr selbst dann, wenn das Leben der Mutter gefährdet war, jetzt nur dann, wenn es für ihre Rettung absolut KEINE Alternative gibt. Ähnlich in El Salvador, die meisten lateinnamerikanischen Länder haben extrem rigide Regelungen für einen Schwangerschaftsabbruch und selbst dort, wo er rechtlich möglich wäre, können ihn Frauen sehr oft nicht durchführen lassen. Wie die Lage in Polen aktuell ist, weiß ich nicht genau, immerhin dürfte eine weitere geplante Verschärfung die PiS die Regierung gekostet haben.
Schwangerschaftsabbrüche nicht zu gestatten ist eine (unfassbar fiese) Sache - aber daß eine Frau, die eine FEHLGEBURT hat, dann BEWEISEN soll, daß sie NICHT abgetrieben hat (wie soll sie das denn machen?) - das ist, finde ich, nochmal eine Stufe frauenverachtender!
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von vultura im Beitrag #1260ist aber leider so
Ich weiß.
Auch, daß „Schwangerschaftschutzgesetze“ gegen die Frau verwendet werden, wenn dem Embryo/Fötus etwas passiert. Eine Frau wird im 5ten Monat in den Bauch geschossen, verliert das Baby, und muß sich jetzt wegen Totschlags verantworten, weil sie in dem eskalierenden Streit nicht rechtzeitig die Flucht ergriffen hat!
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Wie massiv, erfolgreich und gefährlich die Anstrengungen sind, in ganz Europa, also auch in Deutschland das Selbstbestimmungsrecht von Frauen einzuschränken, welche Akteur:innen da beteiligt und gut vernetzt sind und woher die Gelder kommen, zeigt die sehenswerte ZDF-Doku über "Das gefährliche Netz radikaler Abtreibungsgegner".
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Welche schlimmen Auswirkungen die strengen Abtreibungsgesetze in vielen US-Staaten haben können, zeigt ein Fall in Georgia, wo eine hirntote Schwangere seit über 90 Tagen künstlich am Leben erhalten wird, gegen den Willen ihrer Familie. Unentdeckte Blugerinsel im Gehirn lösten den Hirntod der Frau in der neunten Schwangeschaftswoche aus. Aktuell ist sie in der 21. Woche, die Ärzt:innen wollen sie bis zur 32. SSW künstlich am Leben erhalten, denn so die Mutter der 30Jährigen "teilten die Ärzte der Familie mit, dass sie aufgrund des Hirntods gesetzlich verpflichtet seien, die lebenserhaltenden Maßnahmen aufrechtzuerhalten, bis der Fötus lebensfähig sei." Und weiterhin berichtete sie "Die Ärzte informierten die Familie, dass sich im Gehirn des Fötus Flüssigkeit gesammelt hat und dass das Kind nach der Geburt möglicherweise weder sehen noch gehen oder sogar überleben könne."
Tote Frauen werden als Brutmaschine missbraucht ohne Rücksicht darauf, welche Auswirkungen es auf den Fötus hat/haben kann in einem Körper heranzuwachsenn, der auf die allernotwendigsten Funktionen reduziert ist. Und „Wir fragen uns, was das Kind für ein Leben haben wird – und wir werden diejenigen sein, die ihn großziehen“, erklärte Newkirk mit Blick auf die Zukunft. Für die Familie bedeutet das auch großen finanziellen Aufwand. Der Bundesstaat beteiligt sich nicht an den medizinischen Kosten und lässt die Angehörigen mit emotionaler und finanzieller Last allein.
Ich finde, die Welt wäre ein winziges bisschen gerechter, wenn die schwerreichen Organisationen der selbsternannten "Lebensschützer:innen", die solche Gesetze durchgesetzt haben, wenigstens für deren finanziellen Folgen aufkommen müssten.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻