Heute waren ja die Kölner dran ...dann gucke ich auch ...
ich fand den Tatort richtig gut und in "echt" läuft das auch so .... die Anständigen sind fast immer die Dummen ... und am Ende hat nur einer "gewonnen", der an der Spitze und der, der die Gier der anderen anstacheln kann ... Ausgesprochen gut gelungener Krimi ... um das Drummherum hätte sich keiner gekümmert, wenn es nicht auch einen Toten gegeben hätte ...
Unglaublich, schon wieder ein guter Tatort. Was ist denn plötzlich los? Wobei ich die Kölner immer gern sehe. Aber fällt denn noch irgend jemand auf diese Strukturvertriebe herein?
Zitat von Roxy im Beitrag #3228Unglaublich, schon wieder ein guter Tatort. Was ist denn plötzlich los? Wobei ich die Kölner immer gern sehe. Aber fällt denn noch irgend jemand auf diese Strukturvertriebe herein?
Oja, es wachsen ja immer wieder neue Gierige nach und ne zeitlang läuft es ja auch ... aber dann ... werden ganze Familien ruiniert und ausgebeutet ... ich hatte ne Freundin, die mich unter allen Umständen auch mit soetwas beglücken wollte ...sie wollte, dass es mir mal so richtig gut geht und ich aus dem Vollen schöpfen könnte ... Wahrscheinlich hat das auch mit dazu beigetragen, dass sie irgendwann irre geworden ist?
Zitat von Roxy im Beitrag #3228Unglaublich, schon wieder ein guter Tatort. Was ist denn plötzlich los? Wobei ich die Kölner immer gern sehe. Aber fällt denn noch irgend jemand auf diese Strukturvertriebe herein?
Glaub schon. Genügend. Die Gier machgt dumm und blind. Sonst hätte es die Bauherrenmodelle auf Malle nicht gegeben. Aber sobald die Deppen Rendite hören, setzt der Verstand aus. Gangster haben da ein leichtes Spiel.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Roxy im Beitrag #3228Unglaublich, schon wieder ein guter Tatort. Was ist denn plötzlich los? Wobei ich die Kölner immer gern sehe. Aber fällt denn noch irgend jemand auf diese Strukturvertriebe herein?
Ich denke schon. Wer irgendwo eine Möglichkeit sieht, zu Wohlstand zu kommen und das als unbedingtes Ziel vor Augen hat, der greift da schon zu. Wenn da noch schöne Worte von der Gegenseite gesprochen werden.
Leichtgläubige gibts immer wieder. Ich denke da nur an die "Enkeltricks" und dergleichen.... Obwohl so oft davor gewarnt wird.
ich fand das noch harmlos, wenn man so sieht was da so los ist, wenn man beispielsweise die Werbung auf YouTube sieht Coaching, Finanzgurus usw. Es ist kaum zu glauben. hier zum Beispiel eine Doku oder hier für mich sieht das alles so sektenartig aus
Zitat von Madame_X im Beitrag #3237ich fand das noch harmlos, wenn man so sieht was da so los ist, wenn man beispielsweise die Werbung auf YouTube sieht Coaching, Finanzgurus usw. Es ist kaum zu glauben. hier zum Beispiel eine Doku oder hier für mich sieht das alles so sektenartig aus
Ich habe jetzt nur in den Anfang reingeguckt. Und das ist ein aktuelles Beispiel. Genau so was wird im Tatort dargestellt. Deshalb ist der Tatort für mich auch total glaubwürdig.
es gäbe ja gar keine Werbung, wenn die Nachfrage für dieses Metier nicht so riesengross wäre ... es gab ja auch welche, die sich dumm und dämlich verdient haben ..damit konnten sie werben. Ansonsten gab es reichlich Spielfilme, die genau dieses Gier Thema behandelten ... sogar unter dem Titel "Gier" ...und das war nicht nur reine Phatansie ...so läuft es, auch unter den "Reichen" und nicht nur in Deutschland. Die Kripo tritt nur auf den Plan, wenn es Tote gibt ...ansonsten gibt es wohl ein Sonderdezernat?
Zitat von PiazzaNavona im Beitrag #3240 Ich kenne mindestens fünf Leute, die da jederzeit mitmachen würden.
Ich kenne auch solche leute, bis auf einen, der mir aufgemalt hat, wie das läuft und was dabei rumkommt ... das war vor 40 (vierzig) Jahren ... Eine Bekannte hat 10 000 Euro in den Sand gesetzt, die andere 500,00 und wieviel die anderen verloren haben, weiss ich nicht.
Zitat von Syriana im Beitrag #3222Ich fand ihn nicht so gut, zu klischeehaft. Und es fällt mir schwer zu glauben, dass der junge Mann da tatsächlich derart naiv reinfiel. Auch wenn er eher einfach gestrickt war – sich Nullkommanull dafür zu interessieren, was er da (seiner Verwandtschaft) verkaufen soll… –und das er dann durch die paar Abschlüsse plötzlich Wohnung und Möbel finanzieren konnte, nun ja.
Die „Motivationsrede“ des Gauners zum Schluss fand ich absolut unglaubwürdig und schlecht.
Geht mir genauso. Ich fand den (Chef) schnell durchschaubar und er wäre mir von Anfang an unglaubwürdig erschienen. Eher wie ein Sektenführer, der auch noch eine unangenehme Ausstrahlung hat. Dass die jungen Männer auf ihn hereinfallen, kam mir auch sehr unrealistisch vor.
Zitat von Syriana im Beitrag #3222Ich fand ihn nicht so gut, zu klischeehaft. Und es fällt mir schwer zu glauben, dass der junge Mann da tatsächlich derart naiv reinfiel. Auch wenn er eher einfach gestrickt war – sich Nullkommanull dafür zu interessieren, was er da (seiner Verwandtschaft) verkaufen soll… –und das er dann durch die paar Abschlüsse plötzlich Wohnung und Möbel finanzieren konnte, nun ja.
Die „Motivationsrede“ des Gauners zum Schluss fand ich absolut unglaubwürdig und schlecht.
Geht mir genauso. Ich fand den (Chef) schnell durchschaubar und er wäre mir von Anfang an unglaubwürdig erschienen. Eher wie ein Sektenführer, der auch noch eine unangenehme Ausstrahlung hat. Dass die jungen Männer auf ihn hereinfallen, kam mir auch sehr unrealistisch vor.
Mir nicht, so sind sie halt ..die Anheizer ...sie haben was Abstossendes, aber auch was ausgesprochen Faszinierendes ...Geld?
Dieser "Chef" erinnerte mich an den Anheizer in dem Bankenkrimi ,ua.(mit Desiree Nosbusch) ich weiss leider nicht mehr, wie der hiess? Er war in der Bri Ciommunity äusserst beliebt ...das sagt einiges ...oder etwa nicht?
Damit möchte ich aber keinem anders Wahrnehmenden seine Wahrnehmung absprechen ...
Mich hat der Plot stellenweise so sehr an "The Wolf of Wall Street" erinnert, darum fiel es mir schwer mich ohne Vergleich auf den Tatort einzulassen. Ansonsten denke ich schon, er war insgesamt gut gemacht. Gewünscht hätte ich mir natürlich schon, dass der Komann am Ende irgendwie zur Verantwortung gezogen wird, aber da blieb der Film wohl dicht an die Realität, Kriminalität und Moral sind teilweise zwei Paar Schuhe. Die Dauer-Deprimiertheit und -Betroffenheit der zwei Kölner Kommissare finde ich aber immer schwerer auszuhalten.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Zitat von spreefee im Beitrag #3225Der Schuft hätte sich aber noch rauswinden können, da ist nix draus geworden! Also hat das Gute gewonnen! Eine schöner Einlauf war das am Ende!
Irgendwie kann ich dir nicht folgen. Dass das Gute gewonnen hat, ist so ziemlich die letzte Botschaft, die ich aus dem Tatort ziehe. Eigentlich ist es doch leider genau umgekehrt?
Zitat von Katelbach im Beitrag #3226 Ich halte das für realistisch.
Was? Das Menschen einen derart uncharismatischen, verschlagen wirkenden Typen gut finden? Hmm 🤔
Einerseits das, andererseits aber auch, dass so durchgeknallte Typen sich so überschätzen und in der Realität solche "Reden" ablassen. Selbstüberhöhung, aber auch das "Fußvolk" der Sekte soll sich auserwählt fühlen.
Im Grunde hat das pervertierte Motivationsgehabe eine lange Tradition: vom Militär über Football etc. bis zu den Mitarbeitern des Monats mit dem ganzen Drumrum. Die Seminare der Pick-up artists basieren wohl auf ähnlichen Mechanismen.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Ein richtig guter Tatort. Die Kölner können es halt
Teilweise habe ich zwischen Gänsehaut und Wut geschwankt, weil er so realistisch war. Sowohl die Motivationsrede des "Chefs" als auch die Feier und das Bloßstellen bzw. Belohnen der Vertriebler waren nicht übertrieben. Im weiteren Bekanntenkreis gab es mal genau das. Nur das der Typ zum Glück auf die Nase gefallen ist. Er hat sich dann ziemlich unschön davon gemacht.
Mit einer geballten Faust kann man keinen Händedruck wechseln
Zitat von Katelbach im Beitrag #3217Ich fand den Tatort auch ganz ok. Beim Obernarzissten musste ich total an Tom Cruise in Magnolia denken, wo er den Pick-up Artist gibt.
Grundsätzlich war gut dargestellt, dass die Gier das Gehirn vernebelt. Das Versprechen sensationeller Gewinne, Prämien, Renditen - ja nach Zielgruppe - müsste soich doch spätestens seit den Anlegermodellen auf Malle totgelaufen haben. Aber nein, es gibt sie noch. Schneeballsysteme.- Pfff ...
Spätestens seit Amway, in das eine Freundin richtig und ein Freund fast eingestiegen ist/wäre. Zum Glück hat er vorher noch mit uns geredet. Das Produkt ändert sich, passt sich den Zeiten an, die Masche ist immer die gleiche.
Gepackt hat's mich nicht, dazu ist die Thematik schon zu lange auf dem Filmmarkt. Mir tut's nur immer leid um die Familien der Schneeballer. Sind Ehefrauen wirklich so neben der realen Welt?
"Man muss dankbar sein, dass man überschätzt wird." Otto Schenk