Mein Sohn sagt ihm auch regelmäßig, dass er ihm viel wichtiger ist, als sein eigener Vater. Er will das immer gar nicht glauben, meint immer zu ihm, erstmal sollte sein Vater kommen und dann er.
Zitat von Magnoona im Beitrag #727Mein Sohn sagt ihm auch regelmäßig, dass er ihm viel wichtiger ist, als sein eigener Vater. Er will das immer gar nicht glauben, meint immer zu ihm, erstmal sollte sein Vater kommen und dann er.
Warum sagt dein Sohn sowas? Ich bin mal die Spaßbremse, aber das solltest du nicht auch noch unterstützen.
Ich fände das als dein Freund auch total drüber und würde mich da distanzieren. Bei euch ist einiges in einer Schieflage finde ich. Und das liegt nicht oder nicht allein an deinem Freund, den du ? ich weiß nicht mehr genau? so lange noch nicht kennst (?).
Dass dein Sohn in seiner bedauerlichen Lage mit dem Vater sich da überfordert und überfordernd an den nächsten greifbaren Mann wendet, ist verständlich und normal. Aber das ist nicht gut. Weder für deinen Buben, noch für den "Ersatzpapi".
Du nimmst sehr ergeben hin, dass der Kindsvater halt nicht mag und so. Der dominiert dich nach wie vor.
Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, antworte aber trotzdem. Du schreibst immer wieder von seiner Spontanität und Unmöglichkeit zu planen.
Wärt ihr nur zu zweit, könntest du dich vielleicht arrangieren. Aber mit Kind? Kinder brauchen in meinen Augen das Gefühl von Stabilität und Verbindlichkeit.
Dein Kind hat einen leiblichen Vater, der sich nicht kümmert und unzuverlässig ist.
Da braucht das Kind nicht noch mehr Unsicherheit. Denn das bekommt das Kind ja mit.
Ich weiß bei uns, dass für das Kind die Welt zusammenbricht, wenn eine geplante Aktion aus irgendeinem Grund plötzlich ins Wasser fällt.
Und dein Kind erlebt so Situationen gerade ständig.
Er möchte nicht Ersatzpapi sein. Kann ich aus seiner Sicht vielleicht verstehen. Aber glücklich werdet ihr beide, dein Kind und du, wohl eher alleine oder mit einem Mann an eurer Seite, der "so richtig Bock auf Familienleben hat". Mit allem was dazu gehört.
Zitat von Magnoona im Beitrag #730Ich achte sehr darauf, dass eine geplante Aktivität, die er dann absagt, trotzdem stattfindet. Wenn, dann mache ich das mit meinem Sohn alleine.
Gut und richtig so. Aber dein Sohn ist sicher trotzdem enttäuscht, wenn dein Partner dann doch nicht mit dabei ist.
Wenn das selten mal passiert, ist das ja auch ok. Aber wenn das öfter so läuft, fehlt das Gefühl der Verbindlichkeit und des Vertrauens.
@Magnoona: es wirkt so, als würdet ihr beide eher um ungelöste Konflikte in der Vergangenheit als um Eure (gemeinsame) Gegenwart kreisen. Du kriegst mit deinem Ex das Kinder-Thema irgendwie nicht gelöst, und er kaut noch an der früheren Beziehung. Vielleicht wäre eine Beziehungspause wirklich das Beste - jeder räumt mal bei sich auf, und dann schaut ihr, ob noch genug Substanz da ist. Ich würde dir auch raten, mal selbstbewusster das zu vertreten, was DU möchtest. Er ist ja nicht der „Arme schwarze Kater“, den man bemitleiden und ihm entgegen kommen muss, weil seine Ex so furchtbar war.
@naomi: das Thema mit dem Kindsvater ist für mich abgehakt. Ich weiß, ich kann mich nicht auf ihn verlassen. Das konnte ich noch nie. Damit habe ich mich arrangiert. Wir haben kaum Kontakt. Außer, wenn sich irgendwelche Unterhaltszahlungen ändern oder er meinen Sohn mal alle paar Monate nehmen möchte. Mein Sohn gratuliert ihm zum Geburtstag und umgekehrt. Das wars.
Mehr Kontakt gibt es nicht. Er erkundigt sich nie nach unserem Sohn. Schließlich wollte er ihn nie.
Das Thema mit meinem Ex ist für mich durch. Der einzige, der jedes Mal ein Fass aufmacht wegen diesem Thema, ist mein Freund.
Zitat von Magnoona im Beitrag #735@naomi: das Thema mit dem Kindsvater ist für mich abgehakt..
Das mag emotional abgehakt sein, aber nicht „organisatorisch“. Gefühlt ging es in diesem Strang recht häufig um den Ex - der immer wieder Terminplanungen über den Haufen wirft usw. Oder eben durch Nicht-Anwesenheit „präsent“ ist - siehe das Thema Fußball.
@Kambara: weil er immer wieder damit anfängt "da gehört sich der Vater her". Aber er ist nicht da und wird nie da sein. Ich kann ihn nicht zwingen. Unser gemeinsamer Sohn ist ihm schlichtweg egal. Mein Sohn redet aber Gott sei Dank selten von ihm. Er freut sich, wenn er mal eine Nacht bei ihm schlafen kann, aber das wars dann auch für ihn. Nach meinem jetzigen Freund fragt er öfter.
@Naomi: auch hier nochmal: ich kann ihn nicht zwingen. Und ich hab organisatorisch noch nie mit ihm gerechnet.
Zitat von Magnoona im Beitrag #738@Kambara: weil er immer wieder damit anfängt "da gehört sich der Vater her". Aber er ist nicht da und wird nie da sein. Ich kann ihn nicht zwingen. Unser gemeinsamer Sohn ist ihm schlichtweg egal. Mein Sohn redet aber Gott sei Dank selten von ihm. Er freut sich, wenn er mal eine Nacht bei ihm schlafen kann, aber das wars dann auch für ihn. Nach meinem jetzigen Freund fragt er öfter.
@Naomi: auch hier nochmal: ich kann ihn nicht zwingen. Und ich hab organisatorisch noch nie mit ihm gerechnet.
Das habe ich schon verstanden. Die Frage ist: Warum regt das deinen Freund so auf? Wenn er, wie du sagst, doch gar nicht gefordert ist, den Ersatzpapa zu geben. Es ist doch deine Sache organisatorisch damit klar zu kommen und offenbar kriegst du das auch gut hin, oder nicht? Also, aus welchem Grund macht dein Freund deswegen immer wieder ein Faß auf? Ist doch streng genommen nicht sein Bier.
Zitat von Magnoona im Beitrag #709 Die letzten Wochen haben wir uns fast täglich gesehen. Das war ihm jetzt alles zu viel. Er braucht Luft zum atmen, wir dürfen uns nicht mehr täglich sehen, das engt ihn ein. Aber er betont immer, wie sehr er mich liebt und dass er mich nicht verlieren will.
Seine Einstellung ist doch nichts Neues, oder? Hast Du doch in vielen Postings erwähnt.
Das Problem ist eher, dass Du das nicht akzeptieren willst, weil Du andere Vorstellungen hast.
Zitat von Magnoona im Beitrag #735das Thema mit dem Kindsvater ist für mich abgehakt.
Aber für Deinen Sohn ist es das nicht. Er fühlt sich abgelehnt und ist deshalb so empfänglich für die Zuwendungen Deines jetzigen Freundes. Der wiederum kein Ersatzpapa sein möchte.
Würdest Du selbst nicht solche Klammer-Tendenzen zeigen, käme das Deinem Sohn emotional zugute. Denn ich lese Dich schon so, dass für Dich die Familie erst *mit Mann* komplett und *richtig* ist. Sehr schade.
Habt Ihr (Du und der Ex) denn eine schriftliche Vereinbarung wegen des Umgangsrechts? Grundsätzlich ist es nämlich möglich, einen umgangsunwilligen Elternteil dazu zu verpflichten, sein Umgangsrecht auszuüben, wenn dies dem Kindeswohl dient.
Hast Du Dich schon mal mit dem Jugendamt deswegen in Verbindung gesetzt? Auch für Deinen Sohn wäre es wichtig zu sehen, dass Du Dich in seinem Sinne einsetzt und alle Register ziehst.
ich sehe durchaus ein hausgemachtes Problem deines Freundes- in Bezug auf deinen Sohn. Er will kein Ersatzpapa sein- dabei IST er es, wenn er sich in die Rolle begibt, in der er mit für ihn sorgt, etwas für ihn tut und auch Aktionen begleitet, wo vorher der Vater eingesetzt worden ist.
Ersatz- papa oder- mama ist doch jeder, der in Patchwork lebt und sich an den Kindern beteiligt. Ersatz- heißt doch auch Ersatz und nicht "Papa". Vor allem- als ob irgendjemand den Vater oder Mutter ersetzen könnte!! Geht nicht- geht nicht- geht nicht. Diese Rolle ist von einem Menschen besetzt und nicht um-besetzbar.
Dass dein Sohn formuliert, dass ihm dein Freund wichtiger ist als sein Vater- kann mehrere Gründe haben. Möglicherweise spürt dein Sohn, dass dein Freund sich gar nicht wirklich einlassen möchte und dieser Satz ist ein Versuch, das Verhältnis zu festigen.
Für deinen Sohn ist letztlich alles nicht gut. Er hat einen Vater, der ihn ablehnt und nichts mit ihm zu tun haben will. Und er hat den Lebensgefährten der Mutter vor sich, der sich nicht einlassen will. Genau genommen, ist da der Vater noch besser, denn der zeigt eine ganz klare Linie. Dein Freund dagegen macht und tut- aber im Innersten ist er immer auf dem Sprung.
Genau sowas spürt man aber als Gegenüber und so wird sich dein Sohn bei ihm immer in Unsicherheit befinden. WIE sollte sich dein Sohn auch sicher fühlen können? Und Magnoona- die ganze Kindheit nur in Unsicherheit leben- dass nie konstant jemand hinter einem steht und zu einem steht- prägt für das ganze Leben.
Kein Freund- ist, auch wenn es hart klingt, für deinen Sohn immer noch der bessere Weg als ständig am Abgrund- und in der Angst, der andere will nicht wirklich hier sein.
Vielleicht Magnoona, solltest du mit deinem Freund auch einmal darüber reden- so, wie er es jetzt macht, tut er deinem Sohn keinen Gefallen. Und wenn dein Freund zu sehr Angst hat, dass du dich trennst und er wieder ein Kind- welches er liebt- verliert - dann solltet ihr wirklich überlegen, ob es weitergehen sollte. Seine Angst ist ja genauso berechtigt.
Leider hält er dieses ganze Konstrukt immer weiter am Leben. Nicht so nah, dass es gefährlich werden könnte- und doch nah genug, dass Beziehung entsteht. Nur ist sowas eben nicht wirklich trag-belastbar. Und sicherlich für keinen Beteiligten wirklich erfüllend.
Letztlich bleibt bei Sohn und Freund noch der BLick auf dich Magnoona- wieso du genau so einen Freund gefunden hast? Da wir gerne alte Prägungen nachleben, könntest du dich fragen, ob du dieses "du bist bei mir nie sicher" nicht schon sehr sehr lange kennst........und dir nun dasselbe wieder ins Haus geholt hast. Du evtl einen Vater hattest, auf den du dich nie verlassen konntest?
Dann wäre es gut DA anzusetzen. Lässt du alles so laufen- wird dein Sohn später dasselbe weiterleben wie du jetzt.....und sich auch Situationen und ein Leben schaffen, indem es nie Vertrauen und Sicherheit gibt.
Zitat von kenzia im Beitrag #741 Möglicherweise spürt dein Sohn, dass dein Freund sich gar nicht wirklich einlassen möchte und dieser Satz ist ein Versuch, das Verhältnis zu festigen.
Das könnte so sein, ja. Womit der Sohn eine Art vermittelnde Rolle einnimmt, die alles andere als kindgerecht ist.
Zitat von Magnoona im Beitrag #735das Thema mit dem Kindsvater ist für mich abgehakt.
Aber für Deinen Sohn ist es das nicht. Er fühlt sich abgelehnt und ist deshalb so empfänglich für die Zuwendungen Deines jetzigen Freundes. Der wiederum kein Ersatzpapa sein möchte.
@magnoona: das ist das, was ich meinte mit „ihr lebt beide die Probleme der Vergangenheit“. Es reicht für Deine aktuelle Beziehung nicht, wenn DU den Kindsvater emotional abgehakt hast. Da sind noch mehr Personen beteiligt.
Zitat von schafwolle im Beitrag #740Aber für Deinen Sohn ist es das nicht. Er fühlt sich abgelehnt und ist deshalb so empfänglich für die Zuwendungen Deines jetzigen Freundes. Der wiederum kein Ersatzpapa sein möchte.
Das sehe ich anders.
Bei Magnoona hat der leibliche Vater nie eine Rolle gespielt, warum sollte der Sohn sich also abgelehnt fühlen? Der kennt das ja nicht anders.
Deshalb können Partner der Mutter doch ganz unabhängig davon gemocht werden? Der Sohn wird den Mann als "neues Familienmitglied" sehen. Als Ansprechpartner, als "halt auch da", und gemocht wird er halt auch. Der Mann hier bringt sich aktiv und freiwillig ein, geht zum Fußball und so. Dann ist doch logisch, dass man sich darüber als Kind total freut und eine Beziehung aufbauen mag?
Zitat von schafwolle im Beitrag #740Habt Ihr (Du und der Ex) denn eine schriftliche Vereinbarung wegen des Umgangsrechts? Grundsätzlich ist es nämlich möglich, einen umgangsunwilligen Elternteil dazu zu verpflichten, sein Umgangsrecht auszuüben, wenn dies dem Kindeswohl dient. Hast Du Dich schon mal mit dem Jugendamt deswegen in Verbindung gesetzt? Auch für Deinen Sohn wäre es wichtig zu sehen, dass Du Dich in seinem Sinne einsetzt und alle Register ziehst.
Hast Du da PERSÖNLICHE Erfahrungen oder redest Du Magnoona jetzt einfach ein schlechtes Gewissen ein?
Ich habe das gemacht und war zur Beratung beim Jugendamt. Antwort: der Vater zahlt und hey, er HAT ja Umgang. Alle paar Monate eine Übernachtung ist doch SUPER, er hält also den Kontakt. Habe noch eine Belehrung erhalten, dass ich das ja nicht stressen soll, weil sich der Vater sonst ganz verweigern könnte. Und dann war ich wieder draußen.
Diese Umgangsrechtsvereinbarungen sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Mein Ex hat das notariell abgesegnet und sich KEIN EINZIGES MAL an die Vereinbarung gehalten. Wenn der, bei dem das Kind nicht wohnt, keinen Bock hat, kann ihn niemand dazu zwingen. Klar kannst Du das vor Gericht bringen und vielleicht wird dann irgendeine Vereinbarung getroffen, über das Jugendamt. Und was hat dann das Kind davon? Dieses ganze Theater ist für den Müll, solange es kein Gesetz gibt, das Dinge verpflichtend vorschreibt und Strafen vorsieht, wenn man sich nicht daran hält.
Ich finde Magnoonas Einstellungen und den Weg, das als nettes Add-On zu sehen, aber nicht damit zu rechnen, völlig richtig. Sonst hast Du immer wieder ein enttäuschtes Kind da sitzen, wenn der Vater dann halt nicht kommt, sich nicht meldet, nichts tut. Hab ich alles durch, ist absolut scheiße. Der einzige Weg ist, dem Kind zu erklären, dass der Vater der Blödmann ist und dass es damit zu tun hat, dass er kein Vater sein will, egal von wem. Aber das das Kind nichts dafür kann.
War bei mir ungleich schwerer, weil der Vater direkt mehr Kinder gemacht hat und seither ständig mit ihnen in Social Media posiert als Superdad. Das war eine harte Nummer, dagegen absolut nichts machen zu können und zeitgleich die Kinder zu bestärken, dass weder sie noch ihre Halbgeschwister was dafür können.
Zitat von Magnoona im Beitrag #743Weil er ein Kind in die Welt gesetzt hat, um das er sich nicht kümmert.
Ich nehme an, das ist eine Antwort auf meine gestrige Frage. Dein Freund regt sich also über den unwilligen Kindsvater und dessen Abwesenheit auf.
Aber was hat das konkret mit eurer Paarbeziehung zu tun? Streng genommen geht ihn das doch nichts an. Macht er dir etwa Vorwürfe darüber, dass dein Kind kaum Vater-Kontakt hat oder was soll das "ständige Fass aufmachen" bedeuten?
ich finde die Wünsche und Vorstellungen, die hier von manchen an einen Mann, der nicht mit Magnoona in einem Haushalt lebt, den sie erst 2 Jahre oder so kennt, extrem überzogen.
Ich finde, dieser Mann ist kooperativ, häufig zur Stelle, wenn "not am Mann" ist und nett, liebevoll zu dem Buben.
Aber das ist nicht seine Familie. Das ist seine Freundin. Und deren Familie.
Dass man als netter Mensch auch mal zu Freizeitaktivitäten von Kindern geht, grad, wenn man ein netter Mensch ist und Mutter und Kind mag, halte ich für normal.
Von "Vaterfunktion" kann man imho erst reden, wenn die Beziehung zur Mutter so stabil ist, dass man dauerhaft gemeinsam eine Wohnung hat.
ich finde, das ganze überfordert euch alle. Insbesondere den Buben. Es passt nicht.
ich würde mich trennen bzw. so lockern, dass ich die netten Abende und Nächte mitnehme und den Rest meines ! Lebens mit meinem Kind auf solide emotionale Beine stelle. Ohne Erstatzmann.
Zitat von Kambara im Beitrag #748["ständige Fass aufmachen" bedeuten?
Also wenn ich einfach so ein Kinderspiel beobachte, mir der Bub in seiner Not öfters sagen würde, dass er mich lieber habe als die Mami (bin Frau), würde ich auch extrem deutlich thematisieren, dass mir das nicht taugt.
In etwa derselben Form. Dass "da die Mutter hergehört" und ich nicht die bin und werden will und kann!
ich fände das nicht, "oh, lieb, netter Bub, der mag mich lieber als seine Mama"
sondern
"oh Gott, der arme Kerl, ist total allein und sucht verzweifelt stabile elterliche Bindungen" Und ich würde das thematisieren. Weil mir der Bub leid täte. Und ich nicht die Person wäre, die dem Buben helfen kann in seiner Not.