Ist ja gut und schön, dass wir ein an Kanada und Australien angelehntes Einwanderungsrecht bekommen sollen- nur sind wir für die gewünschten Fachkräfte ( Handwerker, Pflege etc) längst nicht so attraktiv wie diese beiden Länder. Gerade in diesen Bereichen haben wir bereits viele Arbeitnehmer aus EU Ländern- die sich aber hier nicht dauerhaft niederlassen wollen, sondern lediglich Geld verdienen und dann zurück. EU Bürger können ja auch problemlos hin und her wechseln. Ausserdem- wir erkennen sehr viele ausländische Abschlüsse nicht an. Warum soll eine nicht EU Pflegekraft mit ausländischen Abschluss hier her kommen, wenn sie bestenfalls als Helferin eingestuft ( und bezahlt) wird?
Und was die Unabhängigkeit von anderen Ländern angeht- selbst, wenn man versuchen würde, alles mögliche hier im Land zu produzieren, es wäre dann nicht wettbewerbsfähig, weil zu teuer.
Analog zu vielen Produkten aus der ehemaligen DDR. Die waren, das ist ja bekannt, vor dem Mauerfall überall erhältlich, von Möbeln bis Spielwaren. Als die beiden Währungen 1:1 umgestellt wurden, lagen die Sachen wie Blei in den Regalen. Nicht weil sie plötzlich schlechter waren- sondern weil der Wettbewerbsvorteil (DM zu DDR Mark 1 zu 8, soweit ich weiß. ) wegfiel.
Wenn ein Produkt keinen besonderen "Mehrwert" hat, läuft es über den Preis. War übrigens auch früher schon so- dass sich "deutsche Wertarbeit" in den 50gern so gut verkaufte lag an der billigen DM im Vergleich zu Dollar. Als dann später günstigere Anbieter auftauchten - aus anderen Ländern- war es damit schnell vorbei. Ob Textilien, Unterhaltungselektronik- die Unternehmen haben sich ja nicht einfach in Luft aufgelöst.
Und was die Work Life Balance angeht- das bedeutet lediglich, dass ich soviel arbeite, um ein für mich ausreichendes, passendes Leben zu finanzieren. Wieviel das ist, ist von mehreren Faktoren abhängig. Je nach Lage und Preis kann das auch ein mit einem 30 Std Job finanziertes Eigenheim sein- kommt ja auch aufs Einkommen an. Was ist denn das Problem damit?
Zitat von Liberta im Beitrag #1545Und wie lösen wird das Problem "unkoordinierte Migrationspolitik"?
Ich bin überzeugt, dass dies nur gemeinsam mit ALLEN EU-Mitgliedern im Konsens gelingen kann.
Die EU versucht seit 2015 einen Konsens zu finden. Mit null Erfolg. Nicht nur die osteuropäischen Länder weigern sich strikt, illegale Migranten aufzunehmen, sondern inzwischen auch die liberalen Schweden und Dänen.
Danke an Sasapi. Weshalb werden zum Beispiel in Deutschland ausgebildete Handwerker, medizinisches Personal im "Ausland" umworben? Gibt es Grenzgänger in beide Richtungen?
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von SASAPI im Beitrag #1551Ist ja gut und schön, dass wir ein an Kanada und Australien angelehntes Einwanderungsrecht bekommen sollen- nur sind wir für die gewünschten Fachkräfte ( Handwerker, Pflege etc) längst nicht so attraktiv wie diese beiden Länder. Gerade in diesen Bereichen haben wir bereits viele Arbeitnehmer aus EU Ländern- die sich aber hier nicht dauerhaft niederlassen wollen, sondern lediglich Geld verdienen und dann zurück. EU Bürger können ja auch problemlos hin und her wechseln. Ausserdem- wir erkennen sehr viele ausländische Abschlüsse nicht an.?
Zitat von Lufti im Beitrag #1532 Ich sag ja.... Du möchtest glauben weil du es glauben willst. Weil die Gesetze zwar da sind aber du völlig außer acht lässt, das es eben auch nicht registrierte gibt. Das perfide daran ist, das es genau darüber von der Regierung keine Zahlen gibt (wie auch?)
Ich persönlich kenne tatsächlich einige, die sich völlig unregistriert seit Jahren hier aufhalten. Arbeiten im besten Fall schwarz in der Gastro oder auf dem Bau. Meist allerdings im Drogen- Prostitutions Milieu.
Noch schlimmer sind allerdings mehrfach straffällige Asylanten denen man einen freischein gibt.
War nicht diese oder letzte Woche der junge man der bereits 30x straffalig würde bevor er die ü80 jährige vergewaltigt und ermordet hat? Oder die zwei 14 jährigen Mädchen, wovon eines gestorben ist... Auch von bereits straffälligen Asylbewerbern?
Und nun kommt bestimmt gleich, das deutsche auch straffällig sind. Ja, schlimm genug. Deswegen ist es trotzdem falsch, das wir diese Leute ins Land lassen und nicht reagieren wenn sie straffällig werden.
Diese Person möchte hier Asyl und primär müssen wir das finanzieren.
Aus humanitären gründen helfen wir.
Bis dahin noch völlig OK und ich gehe mit.
Wenn diese Person sich nun aber nicht an Gesetze hier hält, ist in meiner denke der Anspruch auf Asyl verwirkt.
Ganz einfach und logisch, oder?
Aber das Gegenteil ist der Fall. Die Münchner Polizei hat Anweisung bekommen, bei kleineren Straftaten (laden diebstahl, Körperverletzung, Vandalismus usw) einfach weg zu schauen. Denn sie würden erstens mit dem Papierkram nicht hinterher kommen. Zweitens haben sie sowieso kein Geld um Geldstrafen zu bezahlen und in den Gefängnissen ist kein Platz.
Bei dem Mörder von der Rentnerin kamen 30! Dokumentierte Straftaten zusammen. Und hätte man bei diesem jungen Mann, schon nach der ersten durchgegriffen.... Dann hätte er weder 29 weitere oder auch den Mord Begehen können.
Aber da hängt uns leider die Nazi Keule nach. und so lange wir uns schämen unser Land zu beschützen, geht es steil abwärts.
Auch hier sollte endlich ein völlig anderer Ansatz in den Köpfen statt finden.
Jeder ist willkommen, kein blue Visa oder sonstiger Kram. Das Visa ist an den AG gebunden. Hast du keinen steuerpflichtigen job oder wirst straffällig, musst du ausreisen. Anspruch auf sozial Leistungen nur bei mind.5 Jahre Einzahlung in die Steuerkasse.
Und es darf auch jemand ohne Schulbildung kommen. Denn als Straßenkehrer oder in der Wäscherei braucht man keine Fachkraft die 3/6 Jahre studiert hat.
Dieses System funktioniert in anderen Ländern wunderbar. Diese Länder haben auch keinerlei Problem das die Geschäfte kein Personal haben.
Die Zuwanderer sind sogar dankbar das sie die Möglichkeit haben.
Und hier gibt es im dark web Anleitungen wie man als abgelehnter Asylant, trotzdem Land bleiben kann.
Daher sollte es überhaupt nicht möglich sein, sich aus einem sicheren Herkunftsland zu registrieren.....
Und gab es nicht ein Gesetz, das sich Menschen in dem Land registrieren müssen wo sie ankommen? Wie ist es dann überhaupt möglich das in Deutschland die erst Registrierung statt findet? Sind sie aus dem Flugzeug gesprungen und hier gelandet? Nein....
Ach... Was reg ich mich auf.
Es läuft so vieles schief und die Bürger wollen es nicht anders.
Du sprichst mir sowas von aus der Seele und ich begreife auch nicht, warum ein Großteil der Bürger es so haben möchte.
@Sariana: Natürlich gibt es die. Zumindest aus der Vor-Brexit-Zeit der Klassiker: Bauhandwerker in London. An den meisten „Hausbaustellen“ in Nobelvierteln hörte frau hauptsächlich deutsche Urlaute…. Insbesondere Sanitär, Fliesen, Elektrik. O-Ton des britischen Architekten: „Alle andern taugen nix. Die Deutschen sind zwar teuer, und wollen anständige Unterkünfte, aber dafür tauchen sie pünktlich auf, tun, was getan werden soll, ohne zu pfuschen, machen auf Probleme aufmerksam statt drüberzupflastern, und wenn was kaputtgeht reparieren sie es.“
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Lufti im Beitrag #1532 wirst straffällig, musst du ausreisen. [/quote]
das ist halt die Crux...
Wie das vollziehen?
Dann: ich mag es kaum schreiben, aber meine Freundin meinte unlängst der Kindermörder neulich hätte wohl jetzt ein endloses Germany Ticket gezogen. Denn inhaftiert wird er wohl hier. Mit einem Gefängnis in Eritrea wohl nicht zu vergleichen. Oder psychiatrisch behandelt. Oder beides. ich glaube das nicht. Aber ich kenne viele, die da weniger wohlwollend auf die Ereignisse blicken.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #1556 wirst straffällig, musst du ausreisen.
das ist halt die Crux...
Wie das vollziehen?
Dann: ich mag es kaum schreiben, aber meine Freundin meinte unlängst der Kindermörder neulich hätte wohl jetzt ein endloses Germany Ticket gezogen. Denn inhaftiert wird er wohl hier. Mit einem Gefängnis in Eritrea wohl nicht zu vergleichen. Oder psychiatrisch behandelt. Oder beides. ich glaube das nicht. Aber ich kenne viele, die da weniger wohlwollend auf die Ereignisse blicken.
Und nun kommt bestimmt gleich, das deutsche auch straffällig sind. Ja, schlimm genug. Deswegen ist es trotzdem falsch, das wir diese Leute ins Land lassen und nicht reagieren wenn sie straffällig werden.
Diese Person möchte hier Asyl und primär müssen wir das finanzieren.
Aus humanitären gründen helfen wir.
Bis dahin noch völlig OK und ich gehe mit.
Wenn diese Person sich nun aber nicht an Gesetze hier hält, ist in meiner denke der Anspruch auf Asyl verwirkt.
Ganz einfach und logisch, oder?
Hallo, Lufti, hallo in die Runde,
bei den zitierten Worten stellt sich mir die Frage, ob ich die Einzige bin, die hier aufmerkt: Dieses Land "gehört" uns nicht - so denke ich. "Humanitäre Gründe" sind kein 'kann' - es gibt keine Option hierzu. Wir müssen Globalisierung, Angleichung, Stärkung und Umweltschutz als Gesamtgesellschaft leben, und zwar nicht auf eine Art, in der wir Klassifizierung und Ausgrenzung betreiben. Nicht 'Wohltätigkeit' ist die Grundlage dieser Notwendigkeit, sondern unser aller Überleben.
aurora
seit 2008 im Brigitteforum - und glücklich über diese 'Fortsetzung'! - Danke!
Naja, das ist die Krux bei den Menschenrechten - die gelten für ALLE. Auch für Verbrecher. Und deshalb ist es eben nicht möglich, jemand „rauszusetzen“, wenn das Empfangsland… für den Rausgekickten eben Represalien bereithält, die mit unserem Rechtsverständnis nicht übereinzubringen sind. Ich habe auch keine Ahnung, wie da eine Lösung aussehen kann.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von aurora11 im Beitrag #1560 ob ich die Einzige bin, die hier aufmerkt: Dieses Land "gehört" uns nicht - so denke ich. "
solange Staaten sich als Nationalstaaten mit z B. klar def. Außengrenzen betrachten und Personengruppen sich Ethnie zugehörig fühlen oder nicht, ist das einfach die Realität.
Im humanistisch-philosophischen Sinne jedoch denke ich sogar, dass die Welt nicht den Menschen gehört.
solange Staaten sich als Nationalstaaten mit z B. klar def. Außengrenzen betrachten und Personengruppen sich Ethnie zugehörig fühlen oder nicht, ist das einfach die Realität.
Hallo, R_Rokeby, ich sehe es so: es ist (nur) ein Teil der Realität. Ich sehe und erlebe die diesbezügliche Veränderung und hoffe und unterstütze die Weiterentwicklung des Eine-Welt-Verhaltens.
aurora
seit 2008 im Brigitteforum - und glücklich über diese 'Fortsetzung'! - Danke!
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1564Verstehe ich nicht. Was meinst du?
Du hast geschrieben: "Ohne Konsens geht es wohl nicht". Seit 2015 versucht die EU für die Verteilung illegaler Migranten einen Konsens zu finden. Das Ergebnis der Suche = null. Die ständige Wiederholung (das Mantra), dass die EU einen Konsens brauche, hat uns also nicht weitergebracht.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1564jedes Gesetz, jede Regel kann geändert werden. Grad in Demokratien. Einwanderungsgesetze wurden schon öfters geändert.
Es geht nicht um Einwanderung, sondern um illegale Migration.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1564Meditierst du viel?
bei den zitierten Worten stellt sich mir die Frage, ob ich die Einzige bin, die hier aufmerkt: Dieses Land "gehört" uns nicht - so denke ich.
Du bist sicher nicht allein mit diesem Gedanken.
Und genau das ist ein Teil des Problems....
Mein persönlicher Wunsch wäre auch der "eine Welt Gedanke", so ist es nicht.
Aber das wird leider ein frommer Wunsch bleiben.
Momentan lässt sich Deutschland auf allen Ebenen ausnützen. Wie die geier kreisen sie um uns herum... Kommen mit der Nazi Keule, kommen mit "wir haben hier keine Menschenrechte - nehmt uns auf oder Unterstützt uns" gleichzeitig missachten sie unsere gesetze, Wirtschaftshilfe wird an diverse Länder von uns bezahlt die uns wirtschaftlich längst meilenweit voraus sind UVM.
Mein persönlicher Wunsch wäre auch der "eine Welt Gedanke", so ist es nicht.
Aber das wird leider ein frommer Wunsch bleiben.
Ob dies ein Wunsch bleibt, liegt ja in unser aller Hände, so sehe ich es.
Darüber hinaus finde ich: wir haben sicher noch genug Kapazitäten und Ressourcen zum Teilen, zum Abgeben. Zugewandtheit und Herzenswärme, gepaart mit Kompetenz und Intellekt, sollten uns alle auf ein gutes Niveau helfen.
Sicher sind Um- und Weitsicht notwendig, hier sind wir uns bestimmt einig. Und ich sehe dort viele gute Impulse. Wir werden es mit der Zeit gut richten, das ist meine Überzeugung. Auch wenn es Fehler und "Bauchklatscher" geben wird - die Menschen werden die richtigen Schlüsse ziehen, und sich in eine gute, gemeinsame Richtung entwickeln.Die einen früher, die anderen mit etwas Verzug.
aurora
seit 2008 im Brigitteforum - und glücklich über diese 'Fortsetzung'! - Danke!
Wir haben uns selbst "ausgeblutet" - wir haben soziale Systeme ( RV, PV usw) , die auf beständigen Nachschub von Beitragszahlern angewiesen sind. Aber meine und ältere Jahrgänge haben schlichtweg nicht genügt Beitragszahler in die Welt gesetzt, um den Standart halten zu können- wollen aber gleiche Leistungen, wenn sie selbst Rentner sind. Auch ne Art von Work Life Balance- nur eben die Variante "Alles ins Alter schieben ".
Sariana, ich lebe nahe der Grenze zu NL, da gibt es einige, die hier leben und dort arbeiten. Oder studieren- zur nächsten Unistadt in NL kann man leichter und schneller pendeln als in die nächste deutsche. Je nach Konstellation kann es tatsächlich lohnend sein, in NL zu arbeiten und in Deutschland zu wohnen. Oder direkt hinter der Grenze. Aus verschiedenen Gründen. Ich kenne sogar zwei Familien, die wegen Corona nach NL gezogen sind- dort gibt es eine Bildungs, aber keine Schulpflicht. Sie möchten ihre Kinder nicht in Präsenzunterricht schicken. Sie sind einfach 20km weiter gezogen:) Anfang der 2000er gab es eine Welle von abwandernden Schlachtern und Fleischern Richtung Dänemark, weil dort bessere Löhne gezahlt wurden.
Und was mir jetzt schon öfter aufgefallen ist: Länder wie Kroatien oder Bulgarien schaffen es, eine Art komplettes Onlinestudium anzubieten. Ein junger Mann aus Kroatien arbeitete zwei Jahre in der Saison hier als Küchenhilfe und studierte weiterhin- er konnte sich die Vorlesungen "on demand" anschauen. Er studiert Rechtswissenschaft. Dann kenne ich noch einen jungen Mann aus Bulgarien, der auf dem gleichen Wege BWL studiert und hier als Roomboy in einem Hotel gearbeitet hat. Der junge Kroate wird wohl nicht mehr wieder kommen, er muss jetzt ein einjähriges Praktikum im Rahmen seines Studiums machen, hinterher möchte er dann lieber nach Oberbayern oder Österreich für Saisonjobs- näher an zu Hause. Der junge Bulgare hingegen wird noch ein paar Sommer hier verbringen.
Ohne solche Leute wäre der Touristikbetrieb hier längst zusammen gebrochen. Und Menschen, die als Asylbewerber herkommen, können nicht eingesetzt werden, weil es in der Regel bis zu 1,5 Jahren dauert, bis wenigstens eine Erwerbserlaubnis erteilt wird. Ausserdem haben die meisten Auflagen- sie dürfen ihren Landkreis nicht verlassen. Auch nicht, um zu arbeiten.
Zitat von Liberta im Beitrag #1566Es geht nicht um Einwanderung, sondern um illegale Migration.
Ich sehe ein faires, transparentes und für alle! offenes Einwanderungskonzept als bestes Gegenmittel für illegale Migration.
Wenn es klare, erreichbare Bedingungen gibt, die einem einen legalen Zutritt zu EU geben können. Die sich jeder downloaden und dran arbeiten kann, die erforderlichen Punkte (oder Goldbärchen oder was auch immer) zu erreichen und dann Bürger werden kann, dann ist das besser als alles andere.
Illegale Migration wäre dann ein Verbrechen, das entsprechend geahndet werden kann. Weil es eben faire und reale Chancen gibt. Die Moralkeule könnte daheim bleiben.
Humanitäre Nothilfe, temporär klar begrenzt, muss man trotzdem leisten.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1571Ich sehe ein faires, transparentes und für alle! offenes Einwanderungskonzept als bestes Gegenmittel für illegale Migration.
Das glaube ich nicht.
Es geht um größtenteils zwei unterschiedliche Personengruppen. Auf Menschen, die in ihren Heimatländern keine Chance haben, bliebe der Sog, der von Europa ausgeht, bestehen. Sehr viele von ihnen haben nicht die Möglichkeiten, sich um irgendwelche Punkte zu kümmern. Und nur, weil es ein offenes Einwanderungskonzept geben soll, werden sie dann zu Verbrechern? Die faire und reale Chance wäre für viele dieser Menschen nur hohle Theorie, die ihre Lebenswirklichkeit ignoriert.
Es gibt für dieses Problem nicht die eine, goldene Lösung. Wohlstand überall ist nicht in Sicht, Frieden auch nicht. Der Sog bleibt. Man kann versuchen, das Beste daraus zu machen. Aber lösbar ist das Problem in der Welt, in der wir heute leben, nicht. Es sei denn, man entscheidet sich für brutale Inhumanität, was keine Lösung sein kann.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1571Humanitäre Nothilfe, temporär klar begrenzt, muss man trotzdem leisten.
Und das funktioniert nicht. Denn eine Deadline ist per se „inhuman“. Typisch ist: Keine Deadline greift, wenn Kinder in Schule/Ausbildung - sie rauszureißen fällt unter inhuman, aber „nur das Kind dalassen“ geht auch nicht. Ergebnis: Ganze Familie darf bleiben.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Nora im Beitrag #1561Naja, das ist die Krux bei den Menschenrechten - die gelten für ALLE. Auch für Verbrecher. Und deshalb ist es eben nicht möglich, jemand „rauszusetzen“, wenn das Empfangsland… für den Rausgekickten eben Represalien bereithält, die mit unserem Rechtsverständnis nicht übereinzubringen sind. Ich habe auch keine Ahnung, wie da eine Lösung aussehen kann.
Und was ist mit den Rechten der Opfer? Wenn einem Mörder /Vergewaltiger die Todesstrafe droht in seinem Heimatland, dann hätte ich null Mitleid. Soll er sich das vorher überlegen. Ich wäre sogar dafür, dass jeder Geflüchtete, der mit Messern oder sonstigen Waffen aufgegriffen wird, stante pede abgeschoben wird