Zitat von Nora im Beitrag #1348... Soll heißen? (Was q.e.d. bedeutet, weiß ich!)
Soll heissen, dass Deine Antwort beispielhaft zeigt, wie "wir" den politischen Dialog mit Russland über dessen gefühlt verletzte Sicherheitsinteressen geführt haben. Und das dies keine ernsthafte, zielführende Art war, damit umzugehen.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1351Soll heissen, dass Deine Antwort beispielhaft zeigt, wie "wir" den politischen Dialog mit Russland über dessen gefühlt verletzte Sicherheitsinteressen geführt haben. Und das dies keine ernsthafte, zielführende Art war, damit umzugehen.
Du meinst, es hätte ihm von Anfang an, so 2014 rum, jemand sagen müssen: „Wladi, hör auf Blödsinn zu verzapfen, wir wissen genau, was Du eigentlich willst. Gib Ruhe, oder Haue mit Pompfe?“
Natürlich in netten, diplomatisch formulierten Schriftsätzen?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von noBarbie im Beitrag #1349Dass Yvonne Gebauer als Schulministerin in der Regierung Laschet in NRW eine totale Fehlbesetzung war, ist nicht neu, wird aber jetzt durch den Fünf-Jahres-Vergleich der Kompetenzen von Viertklässler:innen im Lesen, Schreiben und Rechnen nochmal deutlich: Das bevölkerungsreichste Bundesland gehört zu den "Underperformern" der Studie: „In Brandenburg und Nordrhein-Westfalen fallen die Ergebnisse zum Erreichen der Regelstandards in allen Kompetenzbereichen und zum Verfehlen der Mindeststandards in jeweils zwei Kompetenzbereichen signifikant ungünstiger aus als bundesweit.“ Quelle
Beim Lesen erreichten 2021 21,6 Prozent der Schüler:innen den Mindeststandard nicht, 2016 waren es 15,7 Prozent. Der Anteil der Jungen und Mädchen, die massive Probleme beim Schreiben haben, wuchs von 23,9 auf 32,6 Prozent und beim Rechnen von 19,2 auf 28,1 Prozent.
Tja. Vielleicht sollte also mal wieder angefangen werden, den Kindern etwas beizubringen, statt sie es sich „erarbeiten zu lassen“. Denn, was zur Zeit passiert, wenn Kind zu faul, oder dran scheitert -> nix! Pech gehabt. Oder „Frag mal Deinen Banknachbarn“.
Und auch mal Üben zu forcieren, statt 15 Minuten Hausaufgaben. Für alle Fächer. Ja, die Erziehungsberechtigten mit den hysterischen Aufstand, daß das arme Kind tatsächlich in der vierten Klasse 30 min Hausaufgaben machen soll, welch Zumutung und Überforderung, gibt es mittlerweile öfter, praktisch in jeder Klasse. Aber wer hat hier Pädagogik studiert - die, oder die LehrerIn? Sie sollte in der Lage sein, argumentativ dagegenzuhalten, und ansonsten auf Durchzug zu schalten.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Ja, ich drücke mich grade sehr flapsig aus, in der Hoffnung, von Dir etwas weniger geschraubte Sätze zu bekommen, um zu verstehen, was Du sagen willst.
Sonst macht eine Diskussion nämlich keinen Sinn.
Vielleicht sind ja sogar einer Meinung - leider ist das nicht ergründbar.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Cosco, ein Staatsunternehmen aus China will sich am Hamburger Hafen beteiligen. Zahlreiche Ministerien haben sich aus Gründen gegen den Einstieg der Chinesen im Hamburger Hafen ausgesprochen. Und was macht BK Scholz? Er will das Geschäft durchdrücken. Warum macht er das? Will er "Schrödern" ?
Zitat von Brischa im Beitrag #1358Cosco, ein Staatsunternehmen aus China will sich am Hamburger Hafen beteiligen. Zahlreiche Ministerien haben sich aus Gründen gegen den Einstieg der Chinesen im Hamburger Hafen ausgesprochen. Und was macht BK Scholz? Er will das Geschäft durchdrücken. Warum macht er das? ...
Vielleicht, weil es aus deutscher oder hamburgischer Perspektive durchaus auch gute Argumente dafür gibt: Fängt mal damit an, das Cosco nicht 35% am ganzen Hafen, sondern an einem (zugegebnermaßen sehr großen) Containerterminal erwerben möchte. Der Hamburger Hafen hat insgesamt vier von diesen hochmodernengroßen Terminals.
Geht damit weiter, das Hamburg langsam, aber sicher im Wettbewerb der großen europäischen Häfen abgehängt wird. Hamburg ist halt kein Tiefwasser-Seehafen, sondern ein tideabhängiger Flusshafen mit über 100 km Strecke bis zur Nordsee.
Da wäre die Garantie der Chinesen bzw. ihr Eigeninteresse daran, HH zum Schwerpunkt ihrer nordeuropäischen Containeraktivitäten zu machen, also ziemlich klasse.
Und so weiter. Logischerweise gibt es auch Argumente dagegen.
Merke: Manches ist nicht so einfach, wie es dargestellt wird, oder wie es für optimales Scholz-Bashing günstig wäre.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1359Weil es durchaus auch gute Argumente dafür gibt:
Gab es die nicht auch für NS 2 ?
Ich befürchte, wenn China erst mal den Fuẞ im Hamburger Hafen hat, wird es nicht bei diesen 35% bleiben. Hafenanlagen gehören zur kritischen Infrastruktur, über die auswärtige Mächte keinen Einfluss haben sollten. Cosco ist ein Staatskonzern, der sich strategisch nach den Wünschen der repressiven chinesischen Regierung ausrichtet...
ZitatMerke: Manches ist nicht so einfach, wie es dargestellt wird, oder wie es für optimales Scholz-Bashing günstig wäre.
Zitat von Brischa im Beitrag #1360... Ich befürchte, wenn China erst mal den Fuẞ im Hamburger Hafen hat, wird es nicht bei diesen 35% bleiben. ...
Naja, kann mensch befürchten, aber de facto geht es um einen 35%-Anteil von 25% der großen Containerterminals hier. Die chinesische Cosco hat sowieso riesigen Einfluss im Hamburger Hafen - wie jede der Großreedereien.
Anyway, zur Not kaufen sie sich halt in Rotterdam ein. Dann schauen wir mal, wie nützlich 100%ige Kontrolle über einen deutschen Hafen ist, in dem kein Cosco-Schiff mehr anlegt. Oder gar kein Chinesisches mehr.
Zitat
ZitatMerke: Manches ist nicht so einfach, wie es dargestellt wird, oder wie es für optimales Scholz-Bashing günstig wäre.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1361Anyway, zur Not kaufen sie sich halt in Rotterdam ein.
Bisher sind COSCO und ihre Schwestergesellschaft China Merchant an 13! europäischen Häfen in Europa beteiligt. Auch Rotterdam ist dabei...
https://finanzmarktwelt.de/china-will-be...engiger-246369/ Bei der geplanten Investition in den Hamburger Hafen handelt es sich nur um einen 35% Anteil an dem Container-Terminal-Tollerort (CTT). Im Gegenzug für seine Beteiligung verspricht COSCO, seine Handelsströme in Hamburg zu konzentrieren. Eine Aussage, die sowohl schwammig ist, als auch das Risiko birgt, eine Finte zu sein. Der CTT verfügt über vier Liegeplätze. Zeebrugge, an dem COSCO mit 51% beteiligt ist, hat drei Liegeplätze, Antwerpen – die mit Zeebrugge fusionieren – stellt vier Liegeplätze zur Verfügung, Rotterdam, der größte europäische Hafen, fünf Liegeplätze.
Schau dir die Karte an und verknüpfe das Ganze mal mit der chinesischen Strategie auch zur Seidenstraße...
ZitatMerke: Manches ist nicht so einfach, wie es dargestellt wird, oder wie es für optimales Scholz-Bashing günstig wäre.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1361Anyway, zur Not kaufen sie sich halt in Rotterdam ein.
Bisher sind COSCO und ihre Schwestergesellschaft China Merchant an 13! europäischen Häfen in Europa beteiligt. Auch Rotterdam ist dabei...
Also haben sie sich auch in Rotterdam schon eingekauft. Der zusätzliche Druck auf den Hamburger Hafen ist also bereits existent.
Wie auch immer, solange solche Beteiligungen keine Mehrheitsbeteiligungen sind und nicht die Mehrheit der dortigen Infrastruktur umfassen, sehe ich darin auch erst mal kein Problem. Denn dann können die Chinesen nur eins: Ihre Container nicht mehr über Hamburg verschiffen. Das können sie allerdings sowieso.
Was sie nicht können: Beispielsweise das Terminal (also die Infrastruktur) für andere Reedereien blockieren. Sie können Hamburg auch nicht zwingen, ihnen mehr Anteile zu verkaufen. Sie können das Terminal auch nicht demontieren und in China wieder aufbauen. Sprich: das Terminal ist selbst ist ohne die chinesischen Reedereien bei Weitem nicht so nutzlos wie Nordstream 2 ohne russisches Gas.
Und weiter: China steht nicht für 45+% der in Hamburg umgeschlagenen Container, sondern "nur" für knapp 25% (schlimm genug, aber die kommen nicht alle über Cosco und CM). Der Containerumschlag im Hamburger Hafen ist für Deutschland insgesamt auch nicht annähernd so wichtig wie die 45+% des deutschen Gasbedarfs, die mal aus Russland kamen.
Für Hamburg sind die China-Container allerdings sehr wichtig. Und warum? Letztlich, weil China als "verlängerte Werkbank" mittlerweile so entscheidend ist, dass hier eben so viel Zeug aus China per Container anlandet.
Wenn der chinesische Einfluss auf die europäische oder deutsche Wirtschaft begrenzt werden (das fände ich gut), dann muss mit der Produktion selbst und Firmen(beteiligungen) im produzierenden Gewerbe begonnen werden. Zusätzlich sollte auch der Verkauf von landwirtschaftlicher Nutzfläche an chinesische Firmen gestoppt werden. Dann würde der chinesische Containerumschlag aber auch bzw. sowieso zurückgehen.
Wie auch immer: die 8,75% der großen hamburgischen Container-Kapazitäten spielen m.E. eine nachrangige oder rein symbolische Rolle. Schon deshalb, weil der Hamburger Hafen allein im Konzert der großen europäischen Häfen vermutlich sowieso keine langfristige Zukunft mehr hat.
Hamburg ist ein eben tideabhängiger Flusshafen, 100+ km von der Nordsee entfernt und für die größten (und immer größer werdende) Schiffe nur nutzbar, wenn die Fahrrinne permanent ausgebaggert wird (teuer und umweltschädlich). Z.B. Rotterdam wird da immer die besseren Karte haben.
Zitat... Magst du es mir erklären?
Hier werden sehr oft Dinge gepostet, die ich "Aufreger" bezeichne: Achtel- bis Viertelinformationen, die in Kombination mit Reizworten (z.B. Putin, AfD, Scholz, Russland, China) schnelle Entrüstung und Schuldzuweisungen produzieren sollen. Z.B. Erweiterungsbau zu Bundeslanzleramt oder jetzt eben die 35%-Cosco-Beteiligung an einem der vier Container-Terminals im Hamburger Hafen.
Wer sich dann genauer schlau macht, merkt oft: Viel Lärm um wenig bis nichts. Aber die Empörung bleibt und wirkt. Wenn die Russen sowas machen, heisst es Propaganda.
Zitat von Brischa im Beitrag #1363... Schau dir die Karte an und verknüpfe das Ganze mal mit der chinesischen Strategie auch zur Seidenstraße...
Die Seidenstrasse steht - mit oder ohne die chinesische Beteiligung in Hamburg. Sollte da wirklich gegen- oder umgesteuert werden, was ich durchaus begrüßen würde, müssten ganz andere Hebel ganz woanders bewegt werden.
Zitat von Nora im Beitrag #1357Ja, ich drücke mich grade sehr flapsig aus, in der Hoffnung, von Dir etwas weniger geschraubte Sätze zu bekommen, um zu verstehen, was Du sagen willst. ....
Sollte das tatsächlich Deine Hoffnung gewesen sein: grundfalsche Kommunikationsstrategie.
Ob diese Meldung das Zeug zur Fassungslosigkeit hat, oder doch nur Politik-Theater ist, ich bin mir nicht sicher:
Ein Immobiliengeschäft von FDP-Chef Christian Lindner wirft Fragen auf. Laut einem Bericht des "Spiegel" soll Lindner Anfang 2021 ein Zweifamilienhaus in Berlin für 1,65 Millionen Euro gekauft haben. Finanziert wurde der Kauf dem Bericht zufolge mit Geld der BBBank, für die Lindner zuvor mehrere Vorträge gehalten und Honorar kassiert haben soll.
Die Bank soll den Kauf durch mehrere Kredite ermöglicht haben, wodurch eine Grundschuld von 2,8 Millionen Euro entstand, die den Kaufpreis des Hauses deutlich übersteigt. Quelle
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von Nicolo im Beitrag #1364Wer sich dann genauer schlau macht, merkt oft: Viel Lärm um wenig bis nichts. Aber die Empörung bleibt und wirkt.
Die Tagesschau hat gerade einen Artikel online gestellt, wo nochmal auf weitere Bedenken hingewiesen wird. Die Beteiligung könnte den Chinesen Einblick ins Hafengeschäft und einen Überblick über den ganzen asiatischen Warenverkehr dort geben. Vielleicht protestieren sie als Teilhaber ja auch, wenn ein Schiff aus Taiwan anlegen will, wenn sie erstmal Taiwan annektiert haben, was schließlich erklärtes Ziel ist? Der Hamburger Hafen hat zudem auch militärische Bedeutung, auch dabei könnten sensible Daten abgegriffen werden.
Wie viele Anteile an chinesischen Terminals hat eigentlich Europa? Und dürften wir die dort erwerben, selbst wenn wir wollten?
Die Chance klopft öfter an als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause. (Willi Rogers)
Zitat von Nicolo im Beitrag #1359Da wäre die Garantie der Chinesen bzw. ihr Eigeninteresse daran, HH zum Schwerpunkt ihrer nordeuropäischen Containeraktivitäten zu machen, also ziemlich klasse.
Lass uns lachen! So lange liegt es ja noch nicht zurück, dass uns Russland Lieferungen von Gas garantiert hat. Niemand konnte sich vorstellen, dass ausgerechnet der zuverlässigste aller zuverlässigen Lieferanten uns buchstäblich in die (leere) Röhre schauen lässt.
Zitat von Nocturna im Beitrag #1369... Die Beteiligung könnte den Chinesen Einblick ins Hafengeschäft und einen Überblick über den ganzen asiatischen Warenverkehr dort geben. ...
Wäre mir neu, dass jemand, der eine 35%-Beteiligung an einem Unternehmen hat, damit automatisch das Recht udn die Möglichkeit erhählt, alle Geschäftsvorgänge im Detail zu beobachten. Aber gut, nehmen wir an es wäre so, sind denn das wirklich Geheiminformationen?
ZitatVielleicht protestieren sie als Teilhaber ja auch, wenn ein Schiff aus Taiwan anlegen will, wenn sie erstmal Taiwan annektiert haben, was schließlich erklärtes Ziel ist?
Ja, dann protestieren sie eben. Dann legt das tainwaeschie Schiff eben an einem der anderen Terminals an. Wie gesagt, es gibt dort vier von den großen Terminals, und an einem davon will Cosco eine Beteiligung erwerben.
Zitat Der Hamburger Hafen hat zudem auch militärische Bedeutung, auch dabei könnten sensible Daten abgegriffen werden.
Vielleicht sollten wir einfach allen chinesischen Schiffen das Anlaufen und Anlgen im Hamburger Hafen verbieten.
Zitat ... Wie viele Anteile an chinesischen Terminals hat eigentlich Europa? Und dürften wir die dort erwerben, selbst wenn wir wollten?
Keine Ahnung, finde es heraus, wenn es Dich interessiert.
Wie gesagt: Ich sehe den chinesischen Einfluss in der Welt ebenfalls kritisch. Aber den müsste man da eindämmen, wo er wirklich besteht und wirkt.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1361Anyway, zur Not kaufen sie sich halt in Rotterdam ein.
na dann, der Chinese "droht" also jetzt schon damit, nach Rotterdam zu gehen, wenn sie Hamburg nicht kriegen? Womit drohen die dann als nächstes? ...
Nein, damit drohen sie nicht, Das machen sie dann vermutlich einfach. Weil sie dann nämlich an dem Geld, dass die Reeederei im jeweiligen Hafen ausgibt (und ausgeben muss), wieder selbst mitverdienen. Sie gehen dahin, wo sie am besten oder am meisten Geld verdienen können.
Zeigt mir ein Wirtschaftsunternehmen, dass es nicht so machen würde.