Auf ihr katastrophales Vermächtnis setzt Altbundeskanzlerin Merkel nun noch eins drauf: In einer Festrede kam sie auf den Ukraine - Krieg zu sprechen und sagte: Doch auch wenn es "eines langen Atems bedarf", müsse weiter "an einer gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur unter Beteiligung Russlands" gearbeitet werden. Die Russland-Politik, für die sie wirbt, ist ja eine, die sie selbst verfolgt hat - mit einem Ergebnis, das heute sehr viel kritischer gesehen werden muss als zu ihrer Regierungszeit.
Ich frage mich, wieso ist Russland für den europäischen Frieden wichtig?
Ich denke, Frau Merkel sollte sich so langsam endgültig von der aktuellen Politik verabschieden..
Zitat von Brischa im Beitrag #1326Ich frage mich, wieso ist Russland für den europäischen Frieden wichtig?
Nein, das frage ich mich gar nicht. Russland gehört auf jeden Fall zu Europa dazu.
Ich wüsste auch nicht, was dagegen spräche falls es dort zu so etwas wie einer Demokratie käme und vielleicht sogar Aufarbeitung der Vergangenheit. Diese Chance hat Deutschland schließlich auch bekommen. Alles andere schürt nur weitere Aggression.
Schwierig dürfte der Umgang allerdings mit einem Russland werden, das zunächst keine Aufarbeitung in Angriff nimmt.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Zitat von Brischa im Beitrag #1326... Ich frage mich, wieso ist Russland für den europäischen Frieden wichtig? ...
Komische Frage. Dass es so ist, merken insbesondere die UA*innen, aber auch wir seit Februar jeden Tag. Grund: weil Russland stark und [wie oder was auch immer] genug ist, in Europa mehrere Kriege zu riskieren und einen anzufangen. Und als Atommacht letztlich auch nicht militärisch kontrollierbar ist.
Aktuell ist das Problem, wie kann man Russland vertrauen?
Zuerst muss aber der Krieg weg sein.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Deshalb finde ich auch die Auswahl des Nobelkomitees so gut. Es zeigt, dass es auch in Russland und Belarussland andere Menschen gibt.
Man darf nicht nur das schlechte sehen.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Charlie03 im Beitrag #1330Aktuell ist das Problem, wie kann man Russland vertrauen?
Aktuell kann man Russland gar nicht vertrauen. Eher würde ich einem Mafia-Boss vertrauen als Putin.
Aber nach dem gegenwärtigem Stand der Wissenschaft wäre es nicht falsch, anzunehmen, dass auch er sterblich sein dürfte.
Ja, ich weiß, es ist nicht gesagt, dass ein Nachfolger besser sein muss. Wir wissen nicht, was noch alles kommt. Schließlich gibt es auch in Russland eine Opposition. Spekulation das alles..
Aber ohne Russland wird es keinen Frieden geben. Und auch nur dann wenn das Spagat, zwischen Ende der Agressionen und Russland kann trotzdem sein Gesicht wahren, gelingt.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Putin ist nicht Russland. Aktuell - auch, aber nicht nur. Es gibt seit jahrhunderten bereichernde beziehungen zwischen Westeuropa und Russland. Kulturell gegenseitig befruchtend und mit einem austausch von gedanken. Es gab freundschaften, zusammenarbeit, gemeinsame errungenschaften.
Es ist schlimm genug, dass jetzt einer im Kreml sitzt, der darauf sch***t. Aber es ihm gleichzutun - da sollten wir besser sein und schätzen, was Russland uns gegeben hat und vielleicht in zukunft wieder geben könnte.
https://www.augsburger-allgemeine.de/pol...id64247196.html Das Bundeskanzleramt in Berlin soll einen Anbau erhalten – für 777 Millionen Euro. Wie The Pioneer berichtet, sind die geplanten Baukosten von ursprünglich 457 Millionen Euro zu Beginn der Planungen auf mittlerweile 777 Millionen Euro gestiegen.
Soso, der Neubau darf nicht unter das architektonisch-bautechnische Niveau des bestehenden Kanzleramtsgebäudes absinken...
Zitat von Brischa im Beitrag #1326... Ich frage mich, wieso ist Russland für den europäischen Frieden wichtig? ...
Komische Frage. Dass es so ist, merken insbesondere die UA*innen, aber auch wir seit Februar jeden Tag. Grund: weil Russland stark und [wie oder was auch immer] genug ist, in Europa mehrere Kriege zu riskieren und einen anzufangen. Und als Atommacht letztlich auch nicht militärisch kontrollierbar ist.
Klar. Zwischen Russland und den USA hat 40 Jahre lang Kalter Krieg geherrscht. Die Feindschaft zwischen diesen beiden besteht immer noch. 40 Jahre lang war Russland in der Lage, die ehemaligen Ostblock-Länder unter seiner Fuchtel zu haben. Russland hat Verbündete bzw. ihm nahe stehende Länder, die Europa nicht freundlich gesinnt sind. Russland ist eine Bedrohung für den internationalen Frieden.
Von daher, sorry, Brischa, finde ich die Frage, wozu man Russland braucht für den Frieden, absurd.
ZitatVon daher, sorry, Brischa, finde ich die Frage, wozu man Russland braucht für den Frieden, absurd.
@Nicolo und Malaita, ich finde es immer schade, wenn nur ein aus dem Kontext gerissener Satz zitiert wird. Mein Gedanke bezog sich auf diesen Satz von A. Merkel:
Zitat von Brischa im Beitrag #1326Doch auch wenn es "eines langen Atems bedarf", müsse weiter "an einer gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur unter Beteiligung Russlands" gearbeitet werden.
Nach der Annexion der Krim 2014 durch Russland stellt die erneute Annexion der Gebiete Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja erneut eine völkerrechtswidrige Gebietserweiterung auf Kosten der Ukraine dar. Auf Grundlage dieser Entwicklungen scheint mir eine Zusammenarbeit mit Moskau an einer „gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur“ aktuell nur schwer bis gar nicht vorstellbar.
Wie Charlie schon schrieb:
ZitatAktuell ist das Problem, wie kann man Russland vertrauen?
Brischa, wenn Du das so schade findest, dann formuliere Deine Beiträge doch so, dass nicht erraten werden muss, was sie aussagen sollen. Denn das:
Zitat von Brischa im Beitrag #1339...Nach der Annexion der Krim 2014 durch Russland stellt die erneute Annexion der Gebiete Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja erneut eine völkerrechtswidrige Gebietserweiterung auf Kosten der Ukraine dar. Auf Grundlage dieser Entwicklungen scheint mir eine Zusammenarbeit mit Moskau an einer „gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur“ aktuell nur schwer bis gar nicht vorstellbar. ...
besagt m.E. etwas ganz Anderes als die Frage:
Zitat von Brischa im Beitrag #1326... Ich frage mich, wieso ist Russland für den europäischen Frieden wichtig? ...
Frieden könnte es in Europa nur geben, wenn alle Ländern zusammen daran arbeiten würden. Inklusive Russland, denn Russland ist grundsätzlich Teil Europas: das größte Land, die größte Atommacht etc. und all das vollkommen leider unabhängig davon, wer es wie regiert und bis in die Köpfe der Menschen hinein gestaltet.
Eine Sicherheitsarchitektur ist m.E. aber etwas ganz Anderes als Frieden. Im Idealfall ein (und nicht das alleinige) Mittel, Frieden zu erreichen und zu erhalten.
Im Minimalfall wie gehabt ein Gleichgewicht des Schreckens. Und mehr oder Besseres als das scheint mir im Moment auch nicht möglich.
(Auch deshalb, weil "wir" den politischen Dialog mit Russland über dessen gefühlt verletzte Sicherheitsinteressen nicht ernsthaft genug geführt haben. Auch deshalb, weil "wir" 2014 eben nicht angemessen reagiert haben. Auch deshalb, weil "wir" nicht genau genug hingeschaut und vermutlich zu wenig dafür getan haben, dass der Umgang mit ethnisch-kulturellen Minderheiten in europäischen Ländern nicht zum innen- und dann womöglich außenpoitischen Sprengstoff wird (das ist ja nicht nur in ehemaligen Sojetrepubliken ein Problem). Auch deshalb, weil wir ernsthaft an "Wandel durch Handel" geglaubt haben. etc. M.E. teils vergossene Milch, teils dringender Hinweis darauf, was "wir" anders, idealerweise besser machen könnten, sollten, müssten.)
Zitat von Nicolo im Beitrag #1340Auch deshalb, weil "wir" den politischen Dialog mit Russland über dessen gefühlt verletzte Sicherheitsinteressen nicht ernsthaft genug geführt haben.
Die gibt es doch garnicht. Das ist ein beliebig an der Perücke herbeigezerrtes Rechtfertigungsargument.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1340Auch deshalb, weil "wir" den politischen Dialog mit Russland über dessen gefühlt verletzte Sicherheitsinteressen nicht ernsthaft genug geführt haben.
Die gibt es doch garnicht. Das ist ein beliebig an der Perücke herbeigezerrtes Rechtfertigungsargument.
Zitat von Brischa im Beitrag #1337https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/kanzleramt-anbau-kosten-groesse-plaene-id64247196.html Das Bundeskanzleramt in Berlin soll einen Anbau erhalten – für 777 Millionen Euro. Wie The Pioneer berichtet, sind die geplanten Baukosten von ursprünglich 457 Millionen Euro zu Beginn der Planungen auf mittlerweile 777 Millionen Euro gestiegen.
Soso, der Neubau darf nicht unter das architektonisch-bautechnische Niveau des bestehenden Kanzleramtsgebäudes absinken...
Ganz ehrlich, braucht "man" das in dieser Krise?
Darüber bin ich gestern auch gestolpert. Der Bund der Steuerzahler geht mindestens von einer Milliarde aus, die der Bau letztendlich kostet. Im besten Falle gedacht ,völlig instinktlos,
"Kleines Nebengeräusch" In verschiedenen Städten, so wie Recklinghausen und Leipzig kämpfen die Grünen um jeden Baum, in Berlin stehen dem Bau über 200 im Weg. Kein Problem.
(Ich wundere mich tatsächlich nicht mehr darüber, das so viele sich von der Politik abwenden, und /oder dann vollkommen falsch abbiegen)
Zitat von Lilith10 im Beitrag #1344Ich wundere mich tatsächlich nicht mehr darüber, das so viele sich von der Politik abwenden, und /oder dann vollkommen falsch abbiegen
Wundern tue ich mich nur noch sehr selten über etwas, egal ob in der Politik oder im Alltag.
Was das Abwenden oder das falsche Abbiegen betrifft, da sehe ich den wichtigsten Grund nicht bei der Politik sondern bei den Leuten selbst.
Hinzu kommt noch zusätzlich eine Haltung, die Politik als etwas zu betrachten, das man "konsumiert", wie eine Ware. So passiv..
Zitat von Brischa im Beitrag #1337...Das Bundeskanzleramt in Berlin soll einen Anbau erhalten – für 777 Millionen Euro. Wie The Pioneer berichtet, sind die geplanten Baukosten von ursprünglich 457 Millionen Euro zu Beginn der Planungen auf mittlerweile 777 Millionen Euro gestiegen.
Soso, der Neubau darf nicht unter das architektonisch-bautechnische Niveau des bestehenden Kanzleramtsgebäudes absinken... Ganz ehrlich, braucht "man" das in dieser Krise?
Um die finanzielle Sinnhaftigkeit beurteilen zu können, müsste mensch wissen, was die derzeit anderweitige Unterbringung all derer und dessen kostet, was in den Neubau hinein soll. Bautechnisches Niveau beinhaltet auch Energieeffizienz - da sollte alle öffentlichen Bauten mit bestem Beispiel vorangehen. Und die Baukostensteigerung von 50% ist angesichts dessen, was ich von anderen Baustellen höre, sogar noch moderat - auch die öffentliche Hand hat das Problem mit teurerem oder fehlendem Material und Personal etc.
Also in der Form ein klassischer Aufreger statt einer halbwegs differenzierten Betrachtung. Das zeigt auch der platt-polemische Vergleich mit dem Weissen Haus und Downing Street - ja, beide sind kleiner als das Kanzleramt (so weit es denn öffentlich bekannt ist). In beiden sind aber auch nicht ansatzweise so viele Regierungsstellen zu Hause wie im Kanzleramt.
Zitat von Nicolo im Beitrag #1340Auch deshalb, weil "wir" den politischen Dialog mit Russland über dessen gefühlt verletzte Sicherheitsinteressen nicht ernsthaft genug geführt haben.
Die gibt es doch garnicht. Das ist ein beliebig an der Perücke herbeigezerrtes Rechtfertigungsargument.
q.e.d.
Soll heißen? (Was q.e.d. bedeutet, weiß ich!)
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Dass Yvonne Gebauer als Schulministerin in der Regierung Laschet in NRW eine totale Fehlbesetzung war, ist nicht neu, wird aber jetzt durch den Fünf-Jahres-Vergleich der Kompetenzen von Viertklässler:innen im Lesen, Schreiben und Rechnen nochmal deutlich: Das bevölkerungsreichste Bundesland gehört zu den "Underperformern" der Studie: „In Brandenburg und Nordrhein-Westfalen fallen die Ergebnisse zum Erreichen der Regelstandards in allen Kompetenzbereichen und zum Verfehlen der Mindeststandards in jeweils zwei Kompetenzbereichen signifikant ungünstiger aus als bundesweit.“ Quelle
Beim Lesen erreichten 2021 21,6 Prozent der Schüler:innen den Mindeststandard nicht, 2016 waren es 15,7 Prozent. Der Anteil der Jungen und Mädchen, die massive Probleme beim Schreiben haben, wuchs von 23,9 auf 32,6 Prozent und beim Rechnen von 19,2 auf 28,1 Prozent.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS