Zitat von Mendo im Beitrag #1278Und ich vermisse diesen unsäglichen ukrainischen Botschafter, der sich sicher vehement gewehrt hätte.
er hat sich längst dazu geäußert...
"Andrij Melnyk, ukrainischer Botschafter in Deutschland, reagierte auf Twitter recht ungehalten auf diese geballte Einigkeit aus der Politik. Der 47-Jährige hält das Asyl-Gewähren russischer Deserteure für den falschen Ansatz. „Junge Russen, die nicht in den Krieg ziehen wollen, müssen Putin und sein rassistisches Regime endlich stürzen, anstatt abzuhauen und im Westen Dolce Vita zu genießen“, schreibt Melnyk.
Ach was, die desertierten Russen genießen dann als Asylbewerber "Dolce Vita", sorry den kann ich einfach nicht ernst nehmen. Und Merz spricht vom Sozialtourismus der Ukrainer. Irgendwie sind die doch alle nicht mehr bei Trost.
-------------------------------------- „Die Toleranz wird ein solches Niveau erreichen, dass intelligenten Menschen das denken verboten wird, um Idioten nicht zu beleidigen." Fjodor M. Dostojewski
Nicht wirklich fassungslos, aber nachdenklich macht mich: Gestern noch kritisiert Söder breitbeinig, die Regierung würde auf die Energienöte von Haushalten und Unternehmen nur "mit kleinem Karo" reagieren. Heute runzelt Merz besorgt die Stirn, da würden nun weitere 200 Mia. Euro Schulden gemacht, um Strom- und Gaspreise (möglicherweise auch Benzin?) zu deckeln. Ja, was denn nun? Und vor allem, was würdet ihr denn Besseres vorschlagen?
Mein Eindruck: Die Union bietet -auch mit dem unsäglichen Merz-Statement zum Sozaltoruismus- einfach mal alles Mögliche an, in der Hoffnung, die (primär niedersächsischen) Wähler*innen würden sich dann die ihnen genehme Aussage heraussuchen und das Gegenteil aus der selben Ecke überhören.
Intelligente Oppositionspolitk stelle ich mir alleridngs anders vor. Nur bin ich natürlich auch nicht einmal potentieler Unionswähler.
Zitat von Charlie03 im Beitrag #1274Die meisten Ukrainer sind Frauen mit ihren Kindern. Ein Integrationskurs bedeutet 20-30 Wochenstunden plus Hausaufgaben plus Wegezeit. Hier stellt sich die Frage der Versorgung der Kinder. Grundschulkinder haben in manchen Ländern extrem unregelmäßigen Unterrricht. Kitaplätze sind oft erst ab 3 Jahre, rar und oft auch nur wenige Stunden. Es gibt nur wenige Integrationskurse, die auch eine Kinderbetreuung anbieten. Das ist der eine Umstand.
Der andere Umstand ist, dass es aktuell zu wenige Kurse gibt.
Das größere Problem ist die unzureichende Kitasituation.
Wir halten aber nach.
Bei uns in der Stadt wurden seit Übergang von Asyl zu ALG2 (im Juni) schnell sehr viele Sprachkurse aus dem Boden gestampft. Viele mit Kinderbetreuung während des Kurses. Hier hat das Jobcenter verschiedene Weiterbildungsanbieter ins Boot geholt.
Die Ukrainer erhalten per Post einen Brief von den einzelnen Anbietern, in denen ihnen ein Termin zum Test oder Vorgespräch genannt wird (sind Sammeltermine, keine Einzeltermine). Wenn der Termin nicht wahrgenommen wird, melden die Anbieter das direkt an das Jobcenter zurück. Danach beginnt dann der Sprachkurs und es besteht Anwesenheitspflicht.
Die Ukrainer, die ich hier kennengelernt habe, sind bildungsaffin und haben noch vor Installation der offiziellen Sprachkurse auf eigene Faust einen Deutschkurs im ersten Sammellager (Turnhalle) ins Leben gerufen. Später, in den Sommerferien, wurde dann im Park Deutschunterricht für die Kinder gegeben. Alles ehrenamtlich von deutsch sprechenden Ukrainern und sehr gut besucht.
Zitat von Flau im Beitrag #1257Ich fand das mit FfF auch sehr drüber und merkwürdig, und habe mir das komplette Statement der Ortsgruppe Köln durchgelesen, leider nur auf Instagram verfügbar. Tatsächlich werden FfF unvollständig zitiert. Im Statement schreiben sie: "Es hätte nicht passieren dürfen, dass wir – ungeachtet des vorgeworfenen Verhaltens der Person – eine BIPoC an die Polizei übergeben haben, ohne vorher andere Lösungsmöglichkeiten für die Situation auszuprobieren.“ Fett von mir.
Finde ich immer noch „nicht alle Latten…“. Denn die korrekte Entität, sich mit kriminellem Verhalten - und ich glaube, daß Taschendiebstahl diesen Sachverhalt erfüllt, ist unbestreitbar - auseinanderzusetzen IST die Polizei. Und niemand sonst.
„Andere Lösungsmöglichkeiten“? Für jemand, der gerade Geldbeutel gestratzt hat?
Was denn, böse angucken, „Dududu“ sagen, und auf reumütige Tränen warten? Die Alternative „Wir verprügeln ihn mal kurz, dann ist die Sache erledigt“ brauchen wir ja wohl nicht in Erwägung zu ziehen. (Und, bevor mir wieder Mist unterstellt wird - das halte ich auch für unangemessen.)
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von mono im Beitrag #1275Desertieren ist sehr mutig und außerdem bedeutet es, am Krieg nicht teilzunehmen. Und manchmal merkt man(n) erst spät, was los ist- aber besser spät als nie. Gerade Deutschland sollte solche Menschen aufnehmen. Eine politische Verfolgung von Deserteuren halte ich in allernächster Zukunft übrigens für sehr wahrscheinlich, wenn sie nicht de facto schon existiert.
Diese Verfolgung ist noch nicht mal „politisch“, sondern grundsätzlich in der Militärgesetzgebung verankert. Wer desertiert (und erwischt wird), landet vor dem „Kriegsgericht“ - in den USA kann SoldatIn dafür im Kriegsfall mit der Todesstrafe bedacht werden, und ich bezweifle, daß die Russen das anders handhaben. In D/A sind es anscheinend max 5 Hahre Gefängnis.
Unabhängig davon sagt Artikel 9e der Richtlinie 2011/95/EU (Qualifikationsrichtlinie) denjenigen Schutz zu, die sich völkerrechtswidrigen Handlungen oder Kriegen entziehen und deshalb Bestrafung fürchten müssen.. Laut EU sind wir zur Zeit also zum Schutz verpflichtet… Und der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen stellt fest, dass sie aber sehr wohl unter bestimmten Umständen Flüchtlinge im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention sein können. Dies treffe zu, wenn ihnen aus dem Grunde Strafe droht, dass sie sich weigern, an militärischen Aktionen teilzunehmen, die von der internationalen Gemeinschaft verurteilt werden oder durch schwere oder systematische Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht gekennzeichnet sind
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Flau im Beitrag #1257Ich fand das mit FfF auch sehr drüber und merkwürdig, und habe mir das komplette Statement der Ortsgruppe Köln durchgelesen, leider nur auf Instagram verfügbar. [...]
[...]
„Andere Lösungsmöglichkeiten“? Für jemand, der gerade Geldbeutel gestratzt hat?
Was denn, böse angucken, „Dududu“ sagen, und auf reumütige Tränen warten? [...]
Nora... Falls Dich die Antwort auf die Frage: "[Welche] [a]ndere[n] Lösungsmöglichkeiten?" wirklich interessiert, das steht alles im Statement.
Ich finde die Reaktion von FfF auch nicht angemessen, schon überhaupt die Veröffentlichung kontraproduktiv, und einen derartigen Generalverdacht gegenüber der Polizei nicht ganz fair. Es spricht ja überhaupt nichts dagegen, sich intern nochmal über Eskalationsstufen zu unterhalten. Das öffentlichkeitswirksam mit 'unsere bösen rassistischen Strukturen' an die große Glocke zu hängen war ein ziemlicher Schuss in den Ofen - und das hätte man vorhersehen können.
Aber bitte - man errege sich doch wenn schon über das tatsächlich abgelaufene bzw. Geschriebene. Genau das ist doch ein (!) Problem der Informationsgesellschaft: Grosses Trara über halbgare und halbwahre Geschichten. Hier in diesem Forum sind hauptsächlich reifere und überdurchschnittlich gebildete User:innen unterwegs, @Nora zähle ich dazu. Gerade hier im Politikforum findet öffentlicher Diskurs statt. Dem tun wir alle überhaupt keinen Gefallen, wenn wir zur Verfügung gestellte Information ignorieren um uns dann über fiktive Spekulatius a la "dem Taschendieb Dududu sagen" aufzuregen.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Zitat von print im Beitrag #1280Kann man in Russland den Wehrdienst überhaupt verweigern, weiß das jemand?
Oder ist jeder, der dem Einberufungsbefehl nicht Folge leistet, schon ein Deserteur?
..
Ich denke nicht, dass man sich in Russland so einfach weigern kann. Die MÜSSEN, wenn Putin ruft. Sonst hätte es auch nicht so viele Tränen gegeben seitens der Frauen und nicht so viele Männer, die das Land verlassen.
Zitat von Flau im Beitrag #1307 „Andere Lösungsmöglichkeiten“? Für jemand, der gerade Geldbeutel gestratzt hat? Nora... Falls Dich die Antwort auf die Frage: "[Welche] [a]ndere[n] Lösungsmöglichkeiten?" wirklich interessiert, das steht alles im Statement.
Ich kann nur den ersten Link, den Fokusbericht, lesen, habe keinen Instagram-Account. Was wäre denn ihr Lösungsansatz?
ZitatIch finde die Reaktion von FfF auch nicht angemessen, schon überhaupt die Veröffentlichung kontraproduktiv, und einen derartigen Generalverdacht gegenüber der Polizei Nicht ganz fair.
??? Sondern?
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Zitat von Mendo im Beitrag #1278Und ich vermisse diesen unsäglichen ukrainischen Botschafter, der sich sicher vehement gewehrt hätte.
er hat sich längst dazu geäußert...
"Andrij Melnyk, ukrainischer Botschafter in Deutschland, reagierte auf Twitter recht ungehalten auf diese geballte Einigkeit aus der Politik. Der 47-Jährige hält das Asyl-Gewähren russischer Deserteure für den falschen Ansatz. „Junge Russen, die nicht in den Krieg ziehen wollen, müssen Putin und sein rassistisches Regime endlich stürzen, anstatt abzuhauen und im Westen Dolce Vita zu genießen“, schreibt Melnyk.
In einem weiteren Tweet reagierte der ukrainische Botschafter zudem scharf auf die Erklärung von Faeser: „Das wäre eine katastrophale Entscheidung der Ampel“, schreibt der gebürtige Ukrainer und fährt fort: „Russischen Männern Asyl zu gewähren, nur weil sie nach 210 Tagen stillschweigender Unterstützung russischer Aggression gegen das ukrainische Volk plötzlich keinen Bock auf ihre eigene Ruhestätte in der Ukraine haben.“ (Quelle-FR)
Erleben wir demnächst, wie Melnyk sich persönlich aufmacht, um den Putin zu stürzen?
Ich kann diesen Menschen nicht ernst nehmen in allem, was er so von sich gibt.
Zitat von Nora im Beitrag #1309[...] Ich kann nur den ersten Link, den Fokusbericht, lesen, habe keinen Instagram-Account.
Ich habe das Originalstatement verlinkt. Du brauchst kein Insta-Account. Ich hab auch keins, war zum ersten Mal auf Insta.
Zitat [...] ??? Sondern?
Drüber. Hab ich alles in meinem ersten Post dazu, das Du zitiert hast, geschrieben. Genau das mein ich... Es ist völlig ok, nicht alles zu lesen. Ich lese auch nicht alle Links nach. Aber wenn ich mich aufrege, wär's schon besser.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien hat der linke Herausforderer Lula da Silva mit leider nur knappen Vorsprung die erste Runde für sich entschieden. Nun muss er gegen Amtsinhaber Bolsonaro Ende Oktober in einer Stichwahl antreten. Fassungslos bin ich darüber, dass Bolsonaro im Wahlkampf mehrmals angekündigt hat, das Ergebnis anzufechten, sollte er verlieren. Ich befürchte eine brasilianische Version der Unruhen nach seinem politischem Vorbild Donald Trump, Militärputsch radikaler Anhänger des "Bolsonarismus" eingeschlossen...
Ja.. so oder so, jeder Kandidat ist einem großen Teil der Bevölkerung nicht nur nicht gewünscht, sondern wird stark abgelehnt. Da sind Unruhen vorprogrammiert.
Fassungslos nicht, da absolut voraussagbar, aber ein Problem eben, dass so viele Menschen (wieder) Bolsonaro wählen. Das Problem ist nicht Bolsonaro sondern die Menschen, die ihn wählen.
So lief es auch mit Trump, mit Putin usw. Diese Typen werden gewählt. Da liegt das Problem. Bei den Menschen, die sie wählen.
Das macht das Ganze doppelt schlimm für die, die sie nicht wählen. Sie leiden nicht nur unter der Herrschaft dieser an ihrer Menschlichkeit beschädigter Menschen sondern wissen auch, dass Abermillionen das überhaupt erst ermöglicht haben: Der Kollege, die Nachbarin, die Verkäuferin, der Taxifahrer, der Lehrer ihrer Kinder, der Handwerker, der Vermieter usw..
Zitat von Kastanie im Beitrag #1315[...]sondern die Menschen, die ihn wählen.
So lief es auch mit Trump, mit Putin usw. Diese Typen werden gewählt. Da liegt das Problem. Bei den Menschen, die sie wählen.
[...] dieser an ihrer Menschlichkeit beschädigter Menschen ..
Zitatkürzung markiert. Flau, Moderation
Ich finde es nicht gut, Menschen, die in einer Demokratie wen wählen, der einem nicht in den Kram passt, als "in ihrer Menschlichkeit beschädigt" zu bezeichnen. 1. Was soll das eigentlich sein? 2. mit Diffamierungen (gegenseitig) verhindert man keine Putin-Trump-nächster Idiot-Wahl, sondern im Gegenteil. Im Gegenteil.
Wenn dann muss man da ansetzen, warum jemand Trump wählt. Und das sachlich. Respektvoll. Nicht mit "alles beschädigte"
Ich glaube, dass viele Trump wählten, weil die Alternative Clinton auch so schlecht war. ich hätte wohl gar nicht gewählt bei den beiden zur Wahl.
S. Brasilien. Wahl zwischen einem korrupten, frisch aus dem Knast entlassenen Linken und einen gewissenlosen, sicher genauso korrupten Rechten.
ich würde auch keinen wählen bei der Auswahl.
Die jew. Opposition muss in die Hufe kommen. Gilt nicht für Putin, da würde ich andere Faktoren wie Wahlbetrug oder Wahlbeeinflussung durch bedrohen noch mehr unterstellen. In Brasilien evtl. auch. In USA eher nicht.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1316Ich finde es nicht gut, Menschen, die in einer Demokratie wen wählen, der einem nicht in den Kram passt, als "in ihrer Menschlichkeit beschädigt" zu bezeichnen.
Zitat von Kastanie im Beitrag #1315 Diese Typen werden gewählt. Da liegt das Problem. Bei den Menschen, die sie wählen.
Das macht das Ganze doppelt schlimm für die, die sie nicht wählen. Sie leiden nicht nur unter der Herrschaft dieser an ihrer Menschlichkeit beschädigter Menschen sondern wissen auch, dass Abermillionen das überhaupt erst ermöglicht haben: Der Kollege, die Nachbarin, die Verkäuferin, der Taxifahrer, der Lehrer ihrer Kinder, der Handwerker, der Vermieter usw..
? Was ist da falsch?
Sorry, ich wollte einfach auch wissen, was du konkret mit dem meinst. Du verwendest es meiner Ansicht nach öfters, dass "Menschen an ihrer Menschlichkeit beschädigt seien"
Wenn eine Partei zb dafür eintritt, Menschen im Mittelmeer ertrinken zu lassen- Das halte ich für Unmenschlich. Da ist ihre Menschlichkeit beschädigt. Wenn ich die wähle, bin ich genauso.
Ich hätte vielleicht andere Worte dafür gewählt, aber wenn Kastanie es so meinte, wie ich in dem Beispiel geschrieben habe, dann stimme ich ihr zu.
KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST, KEINE ANGST!
Zitat von Kaffeesahne im Beitrag #1320Ich hätte vielleicht andere Worte dafür gewählt, aber wenn Kastanie es so meinte, wie ich in dem Beispiel geschrieben habe, dann stimme ich ihr zu.
R_Rokeby hat mich nicht richtig zitiert. Was ich geschrieben habe, steht in dem Beitrag. Wer möchte, kann es dort lesen.
Es ist idR prima Vollzitate zu vermeiden, aber bitte zitiert Zusammenhänge syntaktisch und semantisch korrekt und markiert Auslassungen im Zitat. @Kastanie und @R_Rokeby: Offenbar liegt ein Missverständnis vor. Kastanie meint mit "in ihrer Menschlichkeit beschädigte Menschen" u.a. Leute wie Bolsonaro oder Trump, nicht oder weniger die Wähler (?). Das ist durch die (unmarkierte) Kürzung im ersten Zitat in R_Rokebys Beitrag #1316 untergegangen, im erneuten Zitat in #1319, und natürlich im Original, ist es besser sichtbar.
Wenn dies oder meine Interpretation weitere inhaltliche Richtigstellung erfordert, bitte ich Kastanie um eine solche. Die Formulierung "in ihrer Menschlichkeit beschädigt" lässt in der Tat Spielraum für Interpretation, und hier konkreter nachzufragen ist legitim.
Flau, Moderation
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #1316S. Brasilien. Wahl zwischen einem korrupten, frisch aus dem Knast entlassenen Linken und einen gewissenlosen, sicher genauso korrupten Rechten.
Mag sein, dass Lula's Partei und seine Regierung korrupt waren. Der Unterschied ist, dass er vor allem ein kompetenter Politiker ist. DAS hebt ihn von Bolsonaro ab, der korrupt und gleichzeitig politisch völlig inkompetent ist.
Übrigens: https://www.tagesschau.de/ausland/amerik...uption-103.html Der Richter am Obersten Gericht, Edson Fachin, hat alle vier Verurteilungen wegen Korruption gegen Ex-Präsident Inácio Lula da Silva kassiert. Wäre er verurteilt, hätte Lula nicht kandidieren dürften.
Der schwerkorrupte, populistische und käufliche Lobbyist heißt Bolsonaro...
Zitat von Flau im Beitrag #1322 Offenbar liegt ein Missverständnis vor. Kastanie meint mit "in ihrer Menschlichkeit beschädigte Menschen" u.a. Leute wie Bolsonaro oder Trump, nicht oder weniger die Wähler (?).
Ja, danke Flau. Man braucht den Satz einfach nur zu lesen, wie er ist.
Zitat von Flau im Beitrag #1322 ....... Die Formulierung "in ihrer Menschlichkeit beschädigt" lässt in der Tat Spielraum für Interpretation, und hier konkreter nachzufragen ist legitim.
Ja, aber der Satz lässt keinen Spielraum bezüglich der Frage, wer gemeint ist. In dieser Hinsicht ist der Satz eindeutig und klar formuliert. Und nur darauf bezog sich meine Reaktion.
Mich hat in diesem Zusammenhang auch erschreckt, wie die "Evangelikalen" Sekten-Führer Bolsonaro pushen und seinen korrupten Kurs gegen die Rechtsstaatlichkeit auch noch als "christlich" ettiketieren. Fassungslos, welchen Zulauf diese christlichen Reaktionäre mittlerweile weltweit haben und wie sie erfolgreich ihren politischen Einfluss ausweiten..