Es geht aber in den Tarifverhandlungen nicht darum, wie die Arbeit umgesetzt wird. Dazu gibt es Dienstvereinbarungen.
Und....wieso haben die Privatbahnen gesagt, nur, wenn die DB das auch macht? Warum gehen die TFs nicht dorthin?
Weil sie dort nicht bis zu 42 Urlaubstage bekommen, weil es keine Ausweicharbeitsplätze gibt, wenn man nicht mehr auf dem Bock arbeiten kann.
Der Ton macht die Musik und dieser Ton "ich will alles von diesen *abwertend er Begriff* und zwar sofort und ohne Verhandlung" wurde von der GDL durch Weselsky gesetzt.
Und das ist wirklich ein Problem!
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Naja. Vielleicht hat die GdL samt Weselksky einfach festgestellt, dass freundlicher Ton nicht das Gewünschte bringt- siehe Pflege?
Ich war bei den Tarifvereinhandlungen meiner eigenen Berufsgruppe im vergangenen Jahr zwar irgendwann auch genervt, weil sich das so ewig zog, bis dann endlich klar war- Ja, Schlichterspruch wird angenommen, aber bei der GdL verstehe ich das trotz aller persönlichen Genervtheit durchaus.
Zitat von Nordsee im Beitrag #6066 Ja, Schichtdienst ist anstrengend, aber dass das kein Job mit regelmäßigen Arbeitszeiten ist, weiß man doch vorher?
Ja, ich finde ja auch, jeder der sich einen Job mit Schichtdienst sucht, hat irgendwie doch selber Schuld. Warum sind die Leute auch so doof und werden Polizist, Krankenschwester oder Triebwagenführer. Sollen die doch alle was anderes machen. Problem gelöst.
Das ist doch billige Polemik.
Ich finde es grundsätzlich unverständlich, wenn sich Arbeitnehmer über Bedingungen beschweren, die allgemein bekannt sind. Das gilt auch für Lehrer, die sich darüber aufregen, dass sie sich ihren Dienstort nicht aussuchen dürfen.
Wenn ich Polizist, Krankenschwester oder Lokführer werden will, weiß ich, dass das mit Schichtdienst verbunden ist.
Zitat von Nordsee im Beitrag #6079Das ist doch billige Polemik. [...] Wenn ich Polizist, Krankenschwester oder Lokführer werden will, weiß ich, dass das mit Schichtdienst verbunden ist.
Ja, natürlich war das Polemik. Aber zu sagen "Das haben sie doch vorher gewusst" hilft auch nicht weiter. Wie Sasapi sagt, viele wissen es und wählen diese Berufe genau deshalb nicht. Und, hilft uns das als Gesellschaft irgendwie weiter?
Auf der anderen Seite wird dann geklagt, wie schlecht die Versorgung in Krankenhäusern teilweise ist, dass die Polizei nicht käme, wenn man sie braucht und der geplante Zug (auch ohne Streik) wegen Krankheit des Lokführers ausfällt. Aber den eigenen Kindern (damit meine ich nicht dich persönlich, Nordsee, aber ich lese hier auch in anderen Strängen) rät man davon ab, Polizistin, Lokführerin oder Krankenpfleger zu werden. "Du willst doch nicht etwa am Sonntag arbeiten, wenn andere frei haben? Tu dir das nicht an!"
Prima Doppelmoral.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Das Problem ist bei allem, was mit Schicht, nicht zu Hause arbeiten, nicht Abends nach Hause kommen zu tun hat, ebenso wie bei allen Tätigkeiten im ÖD und im sozialen, pflegerischen, erzieherischen Bereich bzw. Gesundheitswesen.
Das hat nichts mit Geld sondern vor allem mit Status, Ansehen zu tun
Leider habe ich sie nicht parat, es gibt Nachweise, dass der Engpass in Pflege und Erziehung auch etwas mit der ständigen negativen Berichterstattung zu tun hat.
Wer will schon eine Arbeit machen, die von der Gesellschaft als negativ angesehen wird?
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Franzi, polemisieren ist nicht verboten. Natürlich darfst du das Stilmittel der Polemik anwenden, wie jede/r andere auch. Ich frage mich nur, wie du darauf kommst, dass irgendwer den Schichtdienst abschaffen wolle? Darum geht's doch gar nicht? Magst du mir das noch beantworten?
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Zitat von Charlie03 im Beitrag #6082Leider habe ich sie nicht parat, es gibt Nachweise, dass der Engpass in Pflege und Erziehung auch etwas mit der ständigen negativen Berichterstattung zu tun hat.
Wer will schon eine Arbeit machen, die von der Gesellschaft als negativ angesehen wird?
Das habe ich noch nie verstanden.
Wieso "negative Berichterstattung"? Es wird darüber berichtet, wie schlimm der Personalmangel ist und wie hart der Job ist. Und vor allem auch, wie die Pflegenden kämpfen, dennoch eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Also - IMO - eher Respekt für die harte Arbeit und die große Motivation trotz widriger Umstände. Ist das die "negative Berichterstattung", die gemeint ist?
Ich habe bisher immer verstanden, dass der eben leider genauso ist - hart, aber unter Umständen bereichernd.
Soll man nun anders berichten, und wie?
Viel positiver geht nicht, das wäre Schönfärberei, oder? (ich wurde hier schon massiv angegangen, als ich meine Erfahrungen berichtet habe, die dahin gingen, dass der Pflegenotstand durchaus nicht überall so massiv ist, wie oft dargestellt wird) Oder was genau ist gemeint mit "negativer Berichterstattung"?
Zitat von Charlie03 im Beitrag #6082Das Problem ist bei allem, was mit Schicht, nicht zu Hause arbeiten, nicht Abends nach Hause kommen zu tun hat, ebenso wie bei allen Tätigkeiten im ÖD und im sozialen, pflegerischen, erzieherischen Bereich bzw. Gesundheitswesen.
Das hat nichts mit Geld sondern vor allem mit Status, Ansehen zu tun
Status und Ansehen vermitteln sich eben genau über Geld - also das Mittel, mit dem ausgedrückt wird, was der Gesellschaft die Arbeit seiner Mitglieder wert ist. Das lässt sich überhaupt nicht voneinander trennen.
ZitatLeider habe ich sie nicht parat, es gibt Nachweise, dass der Engpass in Pflege und Erziehung auch etwas mit der ständigen negativen Berichterstattung zu tun hat.
Glaube ich sofort - und die größtenteils negative Berichterstattung über Streiks ist ein Teil davon.
Weil da im Subtext immer mitläuft: Warum streiken "die" überhaupt, "denen" geht's doch gut, sie sollen gefälligst zufrieden sein. (In früheren Zeiten gern noch ergänzt durch das Argument: "Sie sollen doch froh sein, dass sie überhaupt Arbeit haben". Tja, das hat sich heute ein bisschen überlebt. )
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Zitat von Analuisa im Beitrag #6085Ich frage mich nur, wie du darauf kommst, dass irgendwer den Schichtdienst abschaffen wolle? Darum geht's doch gar nicht? Magst du mir das noch beantworten?
Naja doch - vor einigen Monaten gab es doch die INitiative, viel mehr Behandlungen im Krankenhaus nun ambulant durchzuführen, um weniger Nachtschichten besetzen zu müssen. Ich weiß nicht, was aus der Idee geworden ist, aber sie stand doch im RAum?
Zitat von -franzi- im Beitrag #6086Analuisa, Was mir dazu einfällt, ist jenseits des guten Benehmens. daher schreibe ich nichts weiter dazu.
Schade.
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Zitat von Charlie03 im Beitrag #6082Das Problem ist bei allem, was mit Schicht, nicht zu Hause arbeiten, nicht Abends nach Hause kommen zu tun hat, ebenso wie bei allen Tätigkeiten im ÖD und im sozialen, pflegerischen, erzieherischen Bereich bzw. Gesundheitswesen.
Das hat nichts mit Geld sondern vor allem mit Status, Ansehen zu tun
Leider habe ich sie nicht parat, es gibt Nachweise, dass der Engpass in Pflege und Erziehung auch etwas mit der ständigen negativen Berichterstattung zu tun hat.
Wer will schon eine Arbeit machen, die von der Gesellschaft als negativ angesehen wird?
Ich weiß nicht, ob Pflege oder das Führen von Zügen als negativ angesehen wird. Aber es sind Anlern- bis Ausbildungsberufe, die man mit einem halbwegs durchschnittlichen mittleren Bildungsabschluss lernen kann.
Schicht arbeiten auch Ärzte im Krankenhaus, und diese Berufe sind sicherlich nicht schlecht angesehen.
PS ich frage mich nur, was die jungen Leute alle so lernen wollen, wenn sie mit ihrer Schule fertig sind. Wollen die alle Influencer werden? Oder glauben sie, bei Edeka an der Kasse ist es verführerischer?
Nein, Analuisa, Status hat nicht nur etwas mit Geld zu tun, sondern auch mit Ansehen in der Gesellschaft.
Disclaimer: Die Unternehmensteile der DB, in denen die GDL die meisten Gewerkschaftsmitglieder stellt, sind aktuell in Tarifverhandlungen und das ist OK und richtig so.
Was mir missfällt, habe ich bereits geschrieben.
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@-franzi- das hat nichts mit dem Alter zu tun. Das geht quer durch die Gesellschaft. Woher haben dies die jungen Leute?
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DAS sind doch intelligente Menschen, die haben einen Studienabschluss, das ist doch ganz was Anderes:)
Du schreibst es ja selbst-Anlernberufe. Ich bin davon überzeugt, durch die Prüfung zum Triebwagenführer würdest Du mit Pauken und Trompeten durchfallen. Wie 50 Prozent der "Anlernkandidaten".
Wir leben nicht mehr in den 80gern, wo jeder froh sein musste, einen Job zu haben. Und wenn die Generation Z schlau ist, arbeitet sie überwiegend selbstständig- unter dem ganzen Getöse in den Medien läuft die geplante Rentenreform nämlich unterm Radar durch, die diese Generation doppelt und dreifach belastet, zu Gunsten der Absicherung meiner Generation. Es wäre nur fair, wenn die Jüngeren uns gepflegt den Mittelfinger zeigen würden.
Da liegt ein TF drüber. Ob dies eine Krankenschwester auch tut, die körperlich und psychisch wesentlich stärker belastete Arbeit tut, oder ein Busfahrer, der anders im Verkehrsgeschehen ist, weiß ich nicht.
Sie sind also dem gehobenen Dienst (oberste Stufe) gleichgestellt.
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Wie kommt das eigentlich, dass hier im BFO so häufig behauptet wird, Berufe wie Erzieher, Pfleger oder TF würden schlecht - wie war das Wort neulich? mickrig? - bezahlt? Wenn man in einem Beruf ähnlich viel oder sogar mehr verdient als das Durchschnittsgehalt, ist das „mickrig“? Ich glaube, manche hier verlieren den Blick für die Realitäten. Neulich wurde in einem Strang so getan, als sei ein Haushaltseinkommen von 2 x 4.000 Euro netto ganz normal.
Nachtrag: ich kenne selbst Erzieher oder PflegerInnen, deren Nettogehalt nicht hoch ist. Das liegt aber daran, dass sie Teilzeit arbeiten und Steuerklasse fünf haben. Nicht am Gehalt an sich.
Mein Psychologe meinte, ich solle spazierengehen, wenn ich wütend bin. Langer Rede kurzer Sinn: ich bin jetzt in Italien.
(Und das man eine Zulage nicht bekommt, da heimatnah und nicht heimatfern eingesetzt, sollte doch logisch sein.)
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Naja normal ist relativ:) Für mich ist ein Einkommen von 2x 4000 Netto sehr viel.
Deshalb habe ich bei meinem Posting ja das Einkommen eines Lokführers mit einem Handwerker verglichen, die beide aus der gleichen Gegend stammen. Man kann mit 2300 Netto als Single schon gut zurecht kommen- aber warum die Nachteile von Wochenend und Spätdienst ( wenn ich um 22 Uhr Feierabend habe, bringt mir das nicht so viel) in Kauf nehmen?
Zitat von Charlie03 im Beitrag #6093@-franzi- das hat nichts mit dem Alter zu tun. Das geht quer durch die Gesellschaft. Woher haben dies die jungen Leute?
Vielleicht bin ich tatsächlich so alt, dass ich manches nicht mehr verstehen kann. (Nein ich bin doch keine 95.) Oder ich habe so viel Preußisches in mir, dass ich manches nicht mehr verstehen kann.
Zitat von BBlueVelvet im Beitrag #6096Wie kommt das eigentlich, dass hier im BFO so häufig behauptet wird, Berufe wie Erzieher, Pfleger oder TF würden schlecht - wie war das Wort neulich? mickrig? - bezahlt? Wenn man in einem Beruf ähnlich viel oder sogar mehr verdient als das Durchschnittsgehalt, ist das „mickrig“? Ich glaube, manche hier verlieren den Blick für die Realitäten. Neulich wurde in einem Strang so getan, als sei ein Haushaltseinkommen von 2 x 4.000 Euro netto ganz normal.
Nachtrag: ich kenne selbst Erzieher oder PflegerInnen, deren Nettogehalt nicht hoch ist. Das liegt aber daran, dass sie Teilzeit arbeiten und Steuerklasse fünf haben. Nicht am Gehalt an sich.