Zitat von Nicolo im Beitrag #5970Wir sind alle von den Streiks betroffen - die Einen direkter, die Anderen weniger direkt. ....
Wer "weniger direkt" betroffen ist, dem fällt es leichter, die Dinge sachlicher zu sehen.
Und demjenigen, der DIREKT betroffen ist, dem sei bitte eine Wut zugestanden. Die Wut auf die GdL, auf den Weselsky, auf die BAHN selbst, auf wen auch immer.
Zitat von Malaita im Beitrag #6052... Wer "weniger direkt" betroffen ist, dem fällt es leichter, die Dinge sachlicher zu sehen. ...
Soweit die Theorie.
In der Praxis erlebe ich mittlerweile bei allen möglichen Themen alle möglichen Permutationen: Direkt Betroffene, die dennoch sachlich bleiben wollen und können. Wütende direkt Betroffene. Indirekt bis (nach Eigenaussage) marginal bis gar nicht Betroffene mit unbändiger Wut. Indirekt Betroffene, die sachlich bleiben wollen und können. Und so weiter, was nicht noch ...
Zitat... Und demjenigen, der DIREKT betroffen ist, dem sei bitte eine Wut zugestanden. Die Wut auf die GdL, auf den Weselsky, auf die BAHN selbst, auf wen auch immer.
Nicht, dass ich mein Zugeständnis für wichtig hielte, aber das tue ich durchaus.
Wäre dann eben hilfreich. wenn jemand das auch so kommunizieren würde: "Dies ist kein auch nur ansatzweise sachlicher Beitrag, sondern ein Wutausbruch." Aber das ist vielleicht zuviel verlangt.
Malaita, von mir aus darf jeder so wütend sein wie sie/ er will, aber hier sind wir im Politikforum, was den Anspruch hat, sachlich über politische Themen zu diskutieren.
Ich bin übrigens auch direkt betroffen, fahre z.Zt. viel mit der Bahn hin und her und habe auch kein Auto, auf das ich umsteigen könnte, aber ich plane meine Reisen eben entsprechend.
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
************************************ Moderatorin in der Pandemie und Politik, bei der Nachhaltigkeit, beim Sozialen Engagement und den Festen, bei Klatsch & Tratsch, im Persönlichkeits-, Erziehungs-, Baby-, Familien- und Trauerforum, im Glücklicher leben, bei den Angehörigen, in der allg. Gesundheit, der Kindergesundheit und bei den Krebserkrankungen, in den Krisenbeziehungen, bei den Hobbies, der Photographie und bei den besonderen Ernährungsformen.
Ich kann die Bahner verstehen. Schichtarbeit ist Mist, das Familienleben bleibt auf der Strecke und das für einen mickrigen Lohn. Ich gönne es ihnen von Herzen, wenn sie nur noch 35 Stunden arbeiten müssen. Und selbst bei 35 Stunden schaut’s echt mau aus mit Work-Life-Balance.
Ich weiß nicht wie es bei der Bahn ist aber mir hat mal ein hiesiger U-Bahnfahrer erzählt, dass sie mehr als 40 Stunden arbeiten müssen, da ihnen die Wartezeit an den Endhaltestellen als Pause angerechnet wird, da bin ich echt vom Glauben abgefallen. Und der Verdienst ist noch mistiger. Das Gleiche bei den Busfahrern.
Weselsky, nu ja. Trotzdem wünsche ich es ihnen wirklich, dass sie baldmöglichst ihre 35 Stunden haben.
Auf die Bahn verlassen kann man sich generell nicht. Ich hatte da schon Verspätungen von 10 Stunden, tu ich mir nicht mehr an. Für die Warterei an zugigen Bahnhöfen mit zum Teil zwielichtigen Gestalten fühle ich mich inzwischen zu alt.
Das Vernünftigste wäre vermutlich, man erklärt den ÖNPV zur hoheitlichen Aufgabe, verpflichtet den Staat dazu, flächendeckend ein bestimmtes Mindestmaß an Abdeckung sicherzustellen, überführt alle Mitarbeiter in den Staatsdienst und verbeamtet sie. Das kostet dann zwar ordentlich, aber das Streikdrama ist damit vom Tisch.
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #6056Ich kann die Bahner verstehen. Schichtarbeit ist Mist, das Familienleben bleibt auf der Strecke und das für einen mickrigen Lohn. Ich gönne es ihnen von Herzen, wenn sie nur noch 35 Stunden arbeiten müssen. Und selbst bei 35 Stunden schaut’s echt mau aus mit Work-Life-Balance.
"Die Deutsche Bahn zahlt ihren Lokführern nach eigenen Angaben im Jahr 45.000 Euro bis 56.000 Euro inklusive Zulagen. Die GDL dementiert das nicht."
Ist das ein mickriger Lohn?
Die DB hat außerdem 11% Gehaltssteigerung angeboten plus Inflationsausgleichsprämie.
Zitat von Analuisa im Beitrag #6055Malaita, von mir aus darf jeder so wütend sein wie sie/ er will, aber hier sind wir im Politikforum, was den Anspruch hat, sachlich über politische Themen zu diskutieren.
Ich bin übrigens auch direkt betroffen, fahre z.Zt. viel mit der Bahn hin und her und habe auch kein Auto, auf das ich umsteigen könnte, aber ich plane meine Reisen eben entsprechend.
Es geht ja nicht ums Reisen. Es geht darum, dass viele Arbeits-Pendler unterwegs sind, die zum Beispiel per S-Bahn (und die gehört auch zur Bahn) anreisen müssen, zu ihrer Arbeitsstelle, die oftmals außerhalb des Stadtgebiets liegt, teilweise in anderen Bundesländern. Die müssen TROTZDEM zur Arbeit erscheinen. Da gilt auch kein Streik als Entschuldigung.
Aber wenn man das hier im Politik-Forum nicht sagen darf, obwohl es auf der Hand liegt, dann sage ich mal nichts weiter dazu.
Zitat von meistens-heiter im Beitrag #6056Ich kann die Bahner verstehen. Schichtarbeit ist Mist, das Familienleben bleibt auf der Strecke und das für einen mickrigen Lohn. Ich gönne es ihnen von Herzen, wenn sie nur noch 35 Stunden arbeiten müssen. Und selbst bei 35 Stunden schaut’s echt mau aus mit Work-Life-Balance.
Und weil Schichtarbeit Mist ist, werden demnächst Züge nur noch zwischen morgens um 7 Uhr und abends um 21 Uhr fahren. Ach nein, 21 Uhr ist ja viel zu spät für ein angemessenes Privatleben. 19 Uhr. Noch besser: 9 bis 17 Uhr. Wer außerhalb dieser Zeiten transportiert werden muss, hat eben Pech gehabt.
Das gleiche gilt für Pflege: Pflege nur noch zwischen morgens um 9 Uhr und nachmittags um 5 Uhr. Für den Rest der Zeit stellt man die Patienten am besten ruhig.
Zitat von Analuisa im Beitrag #6055Ich bin übrigens auch direkt betroffen, fahre z.Zt. viel mit der Bahn hin und her und habe auch kein Auto, auf das ich umsteigen könnte, aber ich plane meine Reisen eben entsprechend.
Planungen sind besonders hilfreich, wenn heute entschieden wird, übermorgen zu streiken und man just an dem Tag zu einem Termin halb durch die Republik gondeln muss.
Und nein das ist kein seltenes Beispiel, es ist für berufspendler relativ Standard
Noch besser, wenn heute entschieden wird, dass morgen gestreikt wird. Damit muss man bei Wellenstreiks rechnen. Und offenbar wurde das ja jetzt vom Arbeitsgericht abgesegnet.
Franzi- ich habe in den frühen 90gern in Wechselschicht gearbeitet. Das sah so aus (Beispelwoche) Mo 6.30 bis 12, 21 bis 24 Uhr, Dienstag 0-7, Mittwoch frei, Donnerstag 15-22, Freitag frei, Samstag 7 bis 14 Uhr, Sonntag 16-23 Uhr. Den Frühdienst vorm Nachtdienst hab ich ab und an "weggetauscht" mit einer TZ Kraft und dann einen Dienst an einem freien Tag von ihr übernommen. Das war mit Familie ( die Große war sehr klein, mein Mann war in Erziehungsurlaub) gut zu wuppen. Besonders deshalb, weil es niemals vorkam, dass man am freien Tag zur Arbeit gerufen wurde.
Und: Für Nacht und Feiertagsarbeit gabs Zuschläge UND Zeitausgleich.
Zitat von Nordsee im Beitrag #6058... "Die Deutsche Bahn zahlt ihren Lokführern nach eigenen Angaben im Jahr 45.000 Euro bis 56.000 Euro inklusive Zulagen. Die GDL dementiert das nicht." ...
Und weiter steht da: ... Das Gesamtgehalt variiere innerhalb dieser Spanne auch „je nach Berufserfahrung und Einsätzen im internationalen Verkehr oder als Ausbilder/Ausbilderin“, teilte der bundeseigene Konzern der taz auf Anfrage mit. ... Tja, wer also im Fernverkehr, auf dem ICE, mit vielen Ortsabwesensheitsnächten und/oder Nachtschichten mit den entsprechenden Berufsjahren arbeitet, und/oder als Ausbilder, bekommt dann vielleicht die 56k p.a.
"Den Lokführer" gibt also nicht und damit auch keine so einfach ermittelbare Gehaltsspanne. Und neben "den Lokführern" gibt es ja auch noch die Triebwagenführer - feiner Unterschied. Das sind übrigens die Meisten, die uns in U-Bahn, S-Bahn und Regionalzügen morgens, mittags, abends, nachts, auch sonn- und feiertags zum Job, in's Theater, Kino etc. und wieder nach Hause fahren.
"... Unterm Strich verspricht die Deutsche Bahn ihrem Fahrpersonal ein Gehalt zwischen 45.000 und 56.000 Euro im Jahr, also rechnerisch rund 3700 bis 4450 Euro im Monat. Das Unternehmen nennt ein Durchschnittsgehalt von 4200 Euro. ... Das liegt etwas oberhalb der Werte, die unabhängige Gehaltsvergleichsportale wie "kununu.com" ermittelt haben. "Die meisten Gehaltsangaben bewegen sich zwischen 38.240 und 43.680 Euro", heißt es dort (entspricht etwa 3200 bis 3640 Euro monatlich). Das Durchschnittsgehalt eines Lokführers bei der Deutschen Bahn liegt demnach bei 40.700 Euro jährlich (rund 3400 Euro im Monat). Das System aus nach Diensterfahrung gestaffeltem Grundgehalt, Zuschlägen und Zulagen betrifft auch anderes (Zug-)Personal bei der Deutschen Bahn. ...[/quote]
Zudem ist es unsinnig, Gehälter einfach arithmetisch zu mitteln. Kommt schon auch drauf an, wieviele Lokführer wirklich die 56.000 erreichen.
Zitat von Nordsee im Beitrag #6058... Ist das ein mickriger Lohn?...
Was ein gutes oder angemessenes Gehalt bzw. ein mickriger Lohn ist, kann nur jede/r für sich entscheiden - idealerweise in Kenntnis all dessen, was verlangt wird, um das Geld zu bekommen.
Interessanterweise ist es übrigens gar nicht das Geld, um das es aktuell geht. Sondern die Arbeitszeit. Möglicherweise auch die Ruhezeiten. Wenn die GdL diesbezüglich fordert: [/blau]" ... bereits nach 120 Stunden muss ein verbindlicher Ruhetag erfolgen somit Aufwertung des Ruhetages von 36 auf 48 Stunden ... Überstunden keine Verpflichtung zum Leisten von Überstunden ..."[/blau] legt mir das nahe, dass mindestens manche Beschäftigte aktuell zu Überstunden verpflichtet werden können, also werden - Personalnotstand. Es legt mir weiter nahe, dass derzeit erst nach mehr als 120h Arbeit an mehreren Tage in Folge eine Ruhezeit von 36h verpflichtend ist - also alle 15 Arbeitstage am Stück 1,5 Tage frei. Zwischen den 15 Tagen gibt's dann offenbar nur die 11h, die als Pause zwischen zwei Arbeitstagen gesetzlich zwingend liegen müssen.
Zitat von Nordsee im Beitrag #6066Als Voraussetzung für eine Ausbildung zum Lokführer wird nur ein Hauptschulabschluss verlangt. Da wachsen die Gehälter naturgemäß nicht in den Himmel.
"Der Arbeitsrechts-Experte Gregor Thüsing listet im Gespräch mit dem SWR einige konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Politik auf. Beispielsweise bei der Frage nach der Verhältnismäßigkeit eines Streiks. Es gelte zwar der Grundsatz, Streiks müssten verhältnismäßig sein. Was aber verhältnismäßig sei, das beurteile im Moment weitgehend die Gewerkschaft alleine.
Hier könne der Gesetzgeber sehr wohl klarere Vorgaben geben und Regelungen finden, sagt Thüsing. Beispielsweise, dass ein Streik erst zulässig sei, wenn man vorher einmal eine Schlichtung versucht habe. Oder die Auflage, einen Streik mit umfangreicheren Notdiensten, als sie bislang vorhergesehen seien, zu verbinden. Oder ihn an eine frühere Ankündigung zu knüpfen, damit sich die Öffentlichkeit besser darauf einstellen könne."
Zitat von Nordsee im Beitrag #6066Als Voraussetzung für eine Ausbildung zum Lokführer wird nur ein Hauptschulabschluss verlangt. Da wachsen die Gehälter naturgemäß nicht in den Himmel. ...
Typische Denke von vor ein, zwei Jahrzehnten. Mit Natur hat das allenfalls im gegenteiligen Sinne zu tun: Demographie und damit Arbeitskräftemarkt haben sich bereits stark zum "Arbeitnehmermarkt" gewandelt und das wird noch zunehmen.
Aber wenn Du meinst, dass "mindestens erforderlicher Abschluss für Ausbildungsbeginn = Determinante oder Deckel für Bezahlung" natürlich sei, prima: Dann senken wir doch die Studieneingangsvoraussetzungen für Mediziner, Juristen, Informatiker etc., ach, warum nicht für alle Berufe einfach auf Hauptschulabschluss. Die, die es nicht packen, sieben wir während des Studiums oder der Ausbildung locker aus. Die stören maximal 6-12 Monate.* Und denen, die es schaffen, müssen wir hinterher nicht die Welt bezahlen, weil: "Als Voraussetzung für die Ausbildung wird ja nur ein Hauptschulabschluss verlangt."
Zudem machen mittlerweile über 70% den MSA oder Abitur. Wäre es "natürlich" so, wie Du meinst, müssten die ja blöd sein, eine Ausbildung für einen Beruf zu machen, wo die Verdienstmöglichkeiten schon durch den mindestens erforderlichen Schulabschluss bestimmt oder gedeckelt würden.
Zitat... Ja, Schichtdienst ist anstrengend, aber dass das kein Job mit regelmäßigen Arbeitszeiten ist, weiß man doch vorher?
Es gibt die verschiedensten Arten von Schichtdienst: Zwei-oder Dreischicht, montags bis freitags, montags-samstags oder eben sieben Tage die Woche inklusive Feiertagen. Und die aktuellen Arbeitszeitregelungen bei den Bahnen (z.B. Verpflichtung zu Überstunden, Arbeitstage am Stück, Ruhephasen), die sich aus den Forderungen der GdL ableiten lassen, sind dann noch mal 'ne Ecke härter. Bei der Bahn dazu im Fernverkehr regelmäßige Ortsabwesenheiten. Drei-Schicht-Betrieb ist auch nicht bloß "anstrengend", er macht mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit krank.
Und weil all das bereits vorher bekannt ist, bewerben sich ja aktuell auch viel zu Wenige für diese Jobs bei den Bahnen.
*Genau so ein Aussieben passiert garantiert auch mit den Hauptschüler:innen in der Lokführerausbildung. Dass die Bahnen "nur" einen Hauptschulabschluss verlangen, hat garantiert nichts damit zu tun, dass der Job so einfach ist, aber viel damit, dass sie so wenige Auszubildende finden, dass alle Eingangshürden abgebaut wurden. Das finde ich übrigens klug.
Darüber kann mensch ja nachdenken. Wenn, dann aber richtig:
Zitat... "Der Arbeitsrechts-Experte Gregor Thüsing listet im Gespräch mit dem SWR einige konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Politik auf. Beispielsweise bei der Frage nach der Verhältnismäßigkeit eines Streiks. Es gelte zwar der Grundsatz, Streiks müssten verhältnismäßig sein. Was aber verhältnismäßig sei, das beurteile im Moment weitgehend die Gewerkschaft alleine. ...
Nö, darüber entscheidet grundsätzlich das Arbeitsrecht und letztlich Gerichte, wenn sie diesbezüglich eingeschaltet werden. Das sollte ein Arbeitsrechts-Experte wissen und sagen, wenn er dazu befragt wird. Wirkt sonst "sehr befremdlich", um's milde auszudrücken.
Zitat... Oder die Auflage, einen Streik mit umfangreicheren Notdiensten, als sie bislang vorhergesehen seien, zu verbinden. ... "
Genau - ihr dürft zwar streiken, aber nur, wenn es uns nicht wehtut.
Es gibt einen Beschäftigungsstatus bei einem Arbeitgeber, wo das Verbot von Streiks ausdrücklich vorgesehen ist. Das sind die Beamt:innen im Staatsdienst. Will ich also Streiks in kritischer Infrastruktur vermeiden, dann sollte diese kritische Infrastruktur in staatlicher Regie von Beamt:innen bereitgestellt werden. So war übrigens auch die DB mal organisiert. "Verblüffend", dass dem Arbeitsrechts-Experten Thüsing das nicht eingefallen ist.
Es gibt welche, die eine dreijährige Ausbildung haben und welche, die eine 12-Monatige Weiterbildung haben.
Wer im Regionalverkehr fährt, ist im Gegensatz zum Fernverkehr nach der Arbeit wieder zu Hause.
******************************** Sagt es allen weiter - besonders den jungen Menschen: Werdet StammzellenspenderIn - rettet Leben! Spende geht oft über das Blut. * DKMS
Zitat von Mendo im Beitrag #6064https://www.instagram.com/reel/C3HxJ5BIaw-/?igsh=d2F4aGEzZnJpdDNt
Da bin ich gerade zufällig drauf gestossen. Ist das echt so? Fährt da immer ein Krankenwagen mit? Ich finde es total übertrieben.
Das ist immer so, weil es nun mal Attentäter gibt. Ich denke an Lafontaine und Schäuble, aber auch an Frau Reker sowie weitere PolitikerInnen.
Ich kannte Landespolitiker innen, die durften Abends die straßenseitigen Zimmer nicht mehr benutzen, weil es entsprechende Drohungen gab.
Leider, leider ist das so.
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Malaita: Ja ich weiß, dass ich privilegiert bin, weil ich nicht mit der Bahn zur Arbeit fahren muss. Aus Jux und Dollerei fahre ich aber auch nicht, ich habe am anderen Ort eine Wohnung aufzulösen. Ich kenne die Situation der Abhängigkeit von der Bahn noch aus der Zeit von bis vor einem Jahr, als ich zwischen Berufstätigkeit und Elternpflege gependelt bin. Da kam zwar kein Streik dazwischen, aber immer wieder mal Einschränkungen des Bahnverkehrs durch Sturm und das Schneechaos von 2021, als ungefähr 10 Tage kein einziger Zug auf meiner Strecke fuhr. Und wenn man dann kein Auto und noch nicht mal einen Führerschein hat, muss man kreativ sein.
Nein, ist nicht schön, für niemanden ist es schön, von den Auswirkungen eines Streik betroffen zu sein, aber was ist denn die Alternative? Streikrecht einschränken?
Zitat von -franzi- im Beitrag #6060Und weil Schichtarbeit Mist ist, werden demnächst Züge nur noch zwischen morgens um 7 Uhr und abends um 21 Uhr fahren. Ach nein, 21 Uhr ist ja viel zu spät für ein angemessenes Privatleben. 19 Uhr. Noch besser: 9 bis 17 Uhr. Wer außerhalb dieser Zeiten transportiert werden muss, hat eben Pech gehabt.
Das gleiche gilt für Pflege: Pflege nur noch zwischen morgens um 9 Uhr und nachmittags um 5 Uhr. Für den Rest der Zeit stellt man die Patienten am besten ruhig.
*Sarkasmus Off*
Franzi, du hast aber mitbekommen, dass eben genau wegen der Belastungen des Schichtdienstes gestreikt wird?
Es hat doch niemand dafür plädiert, den Schichtdienst abzuschaffen, also warum diese Polemik?
Virginia, Gisèle, Collien, danke für euren Mut! 🌹
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Mendo, Du hast richtig gelesen? "Im tiefsten Ostfriesland". Ich weiß, welche Strecke das ist und welche Orte Steinmeier besichtigt hat. Fahrzeit mit Sonderrechten zum nächsten funktionsfähigen Krankenhaus 30 Minuten (tagsüber). Aber keine Sorge,dass war ein privater Krankenwagen, der mit Ehrenamtlern besetzt war. Gibt 79 Euro im Monat, pauschal. Billiger als ein Heli, den man sonst rufen müsste.
Und: Ein Lokführer bei einer Privatbahn in Niedersachsen verdient 2300 Euro Netto direkt nach der Ausbildung ( kinderlos, Klasse 1). Da liegt er gleichauf mit dem Elektroniker für Gebäudetechnik ähnlichen Berufen, für die der Hauptschulabschluss Voraussetzung ist. Mit dem Unterschied, dass da der Verdienst mit Weiterbildung noch steigt und die Samstag und Sonntag, Feiertag zu Hause sind.
Ausserdem kommt es eher selten vor, dass man in diesen Berufen mit den Suiziden anderer Menschen konfrontiert wird, als Lokführer schon.
Wir haben freie Berufswahl. Und da die Leute sich vorher informieren, wie die Bedingungen in verschiedenen Berufen aussehen und sie ganz andere Wahlmöglichkeiten wie frühere Jahrgänge haben, ergreifen sie diese Berufe nicht. Weil sie, wie alle anderen Arbeitnehmer auch, so angenehm wie möglich ihr Geld verdienen möchten. Das ist ihr gutes Recht. Wir können niemanden zwingen. Wenn wir weiterhin Pflegekräfte, Lokführer und andere Berufsgruppen, die Mangel haben, wollen, dann müssen wir entsprechende Bedingungen bieten. Oder es heißt irgendwann wirklich "Pflegt Euch selbst" bzw "Seht zu, wie ihr von A nach B kommt ".
Zitat von Charlie03 im Beitrag #6071Wer im Regionalverkehr fährt, ist im Gegensatz zum Fernverkehr nach der Arbeit wieder zu Hause.
Genau das schrieb Nicolo auch. Aber Schichtdienst ist trotzdem Schichtdienst und zieht Belastungen für Gesundheit und Sozialleben nach sich.
Zitat von Nordsee im Beitrag #6066 Ja, Schichtdienst ist anstrengend, aber dass das kein Job mit regelmäßigen Arbeitszeiten ist, weiß man doch vorher?
Ja, ich finde ja auch, jeder der sich einen Job mit Schichtdienst sucht, hat irgendwie doch selber Schuld. Warum sind die Leute auch so doof und werden Polizist, Krankenschwester oder Triebwagenführer. Sollen die doch alle was anderes machen. Problem gelöst.
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