Lufti, versuch im "heute" anzukommen. Es waren harte 6 Monate für dich, von denen du dich sicherlich noch erholen musst, aber du kannst sie nicht mehr ändern. Und was morgen sein wird, ob Tanja sich meldet oder nicht, das weißt du nicht.
Fang du bitte wieder an dein Leben so zu leben wie du es gewohnt bist und wie du es magst. Und wenn Tanja (irgendwann) wieder ein Teil davon sein möchte, dann kannst du darauf reagieren.
Jetzt bist du erst einmal wieder "nur" DU. Und nicht mehr, wie die vergangenen 6 Monate, du+Tanja...
Ja, pass auf, dass du jetzt ncht wie Tanja in den Mustern hängen bleibst. Sie will Mann und Haus zurück, du willst die alte Tanja zurück. Du blendest meines Erachtens auch ein wenig aus, dass es das mit eurem Kontakt gewesen sein könnte.
Bleib jetzt bei dir und lass Tanjas Probleme, wo sie hingehören. Bei Tanja.
Solange Du weiter um Tanja kreist, wird es auch nicht voran gehen. Warum stellst Du Dir beispielsweise nicht die Frage, warum Du, wie Du schreibst, "gegen Deine Natur" gearbeitet hast? Ist das wirklich so?
Ja. Ich hab mir oft auf die Zunge gebissen, meine Impulse unterdrückt (das ist verdammt schwer), da hab ich regelmäßig Dampf auf dem Kessel gehabt.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #1725 Oder gibt es da Facetten, die Du übersiehst, weil sie zu den blinden Flecken, zu Deinen Schattenaspekten gehören?
Ja, gut möglich. Bis jetzt erkenne ich da nur nix.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #1725 Wieso hast Du das gemacht? Wie hast Du das konkret gemacht? Welche Empfindungen haben Dich dabei begleitet? Was war Deine Motivation, wo lag Dein benefit? etc.pp
Ich werde mal drüber nachdenken. Kann ich so gerade nicht beantworten
Zitat von KlaraKante im Beitrag #1725 Die Art und Weise, wie Du Dich selbst beschreibst, ist komplett gegensätzlich zu dem, wie Du im Umgang mit Tanja, so, wie Du diesen hier darstellst, agierst. Mich würde interessieren, wie das zueinander passt.
Passt eben gar nicht. Das ist ja das Problem.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #1725 ich könnte mir vorstellen, dass diese doch sehr intensive Beschäftigung mit Tanja und ihren Problemen sehr viel mit einem inneren Konflikt zu tun hat. Vielleicht ist es ein Konflikt, den Du nicht anschauen magst. Dann scheint es einfacher, ihn zu projizieren - aber so kann er nicht gelöst werden.
Zitat von kenzia im Beitrag #1675Ich kann es bei dem anderen sehen und LASSEN- ohne zu meinem, ich müsste nun was TUN.
Das geht doch aber nur - jetzt rückfragend gemeint - wenn der andere es auch LÄSST?
Natürlich, wobei es ja nun wirklich nicht schwer war, Tanja "loszuwerden".
Zitat von ja-aber im Beitrag #1680 Aber Tanja greift doch bewusst an.
Ich sehe das als Spiel, was sich in den Monaten aufgebaut hat- und man darf jederzeit aussteigen. Und wie "bewusst" das nun ist, darf man in Frage stellen- sie sie ist aktiv drauf zugegangen- das kann man sagen.
Zitat von ja-aber im Beitrag #1680Wärst Du dann nicht ans Telefon gegangen auf der Rückfahrt vom Wellness?
Unter dem Denken, was Lufti hatte- es kann alles immer noch wieder normal werden- hätte ich es genauso angenommen.
Zitat von ja-aber im Beitrag #1680Wie geht man mit jemandem um, der so um sich haut?
Das regelt sich doch ganz natürlich, wie man nun sieht. In Herden gibt es Regeln und wenn die Regeln zu sehr verletzt werden, dann fliegt derjenige eben raus- ist im Tierreich nicht anders und damit soll ja auch die Gemeinschaft geschützt werden. Und so war es jetzt doch auch hier.
Welches Lebewesen lässt es zu, dass es ununterbrochen angegriffen wird? Ich kenne keines. Im übrigen wird Tanja es vermutlich anders formulieren- dass sie nicht angreift sondern sich nur verteidigt, weil sie sich angegriffen fühlt.
Zitat von Lufti im Beitrag #1729 Ja aber gar nicht so einfach.
Tanja hat so viel Raum eingenommen das es sich jetzt gerade einfach seltsam anfühlt.
Laß mich raten - du fühlst dich einsam und alleine gelassen, wie wenn irgendwo ein Stück fehlt. Kenne ich , ich hab mich auch mal von einem guten Freund getrennt, nicht im Guten - und man will sich umdrehen und was zu demjenigen sagen, teilen, widersprechen - was auch immer, und der Platz ist leer, soooo leer. Ja , das braucht eine Weile. Ähnlich wie Trauer, wenn jemand gestorben ist. Nach meiner Erfahrung.
Lufti, fühlst du dich Tanja besonders verpflichtet, weil sie dir mal beigestanden hat? Agierst du aus diesem Gefühl heraus so gegen deine Natur? Ich habe nirgends gelesen, dass sich eine andere Person so dermaßen eingebracht hat wie du. Vielleicht magst du darüber nachdenken, warum du als einzige so ein symbiotisches Verhältnis mit ihr eingegangen bist. Denn deine beste Freundin ist sie ja offenbar nicht.
——————————————————————————————————— Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht. (Jean Anouilh)
Ich habe 6 Monate ja gegen meine Natur gearbeitet .. eben weil ich weiß das sie anders tickt.
Mal auf den Boden gezogen: Du hast nicht dein komplettes Leben gegen deine Natur gearbeitet sondern nur dann, wenn es Kontakt gab. Wie oft kam das tatsächlich vor?
Wie oft arbeitest du im Alltag ebenso gegen deine Natur? Weil du impulsiv und spontan bist und das in dem Moment nicht passend wäre? Ich vermute, das kommt durchaus öfter vor. Und wir alle machen das sehr oft- weil wir als angepasste Wesen unsere Natur zurückstellen- damit wir hinein passen.
Ich versteh schon, was du meinst, aber es klingt mir ein wenig sehr pathetisch - dabei reden wir doch nur von einem Menschen in deinem Leben. Und zurückgestellt hast du dich für einen höheren Wert, den der loyalen Freundin! Einzig, dass sie das nicht anerkannt hat- lässt jetzt dein Verhalten negativ erscheinen- ist es aber nicht!
Tanja hat so viel Raum eingenommen das es sich jetzt gerade einfach seltsam anfühlt.
Vielleicht nutze ich den Strang auch einfach weiter um "auszuschleichen"
Denn von 180 auf 0 ist nicht so einfach wenn man 6 Monate so gelebt hat.[/quote]
Ja, verstehe ich. Es ist ja ähnlich wie Liebeskummer - nur dass es sicherlich keine vergleichbaren Gefühle sind, aber ein wenig vielleicht schon (das kannst nur du wissen).
"Es" (Tanja, die gemeinsamen Erlebnisse/Unternehmungen/Gespräche, das Vertraute, und auch das Problem/Drama, ...) fehlt natürlich. Und das Gefühl der "Leere" diesbezüglich ist völlig normal.
Nur eben dieses Gedanken-Kreisen "Was hätte ich anders machen können? Was wäre wenn...?" solltest du versuchen abzustellen. Du hast ALLES getan, was sich für dich in dem jeweiligen Moment richtig angefühlt hat, und damit war es auch gut und richtig.
Aber ich glaube auch, hier zu schreiben wird dir helfen jeden Tag ein Stückchen mehr zurück zu dir zu finden...
Mal auf den Boden gezogen: Du hast nicht dein komplettes Leben gegen deine Natur gearbeitet sondern nur dann, wenn es Kontakt gab. Wie oft kam das tatsächlich vor?
Naja, das sehe ich schon anders. Denn wie gesagt, ich habe auch ständig mein ganzes handeln danach ausgerichtet auf Tanja rücksicht zu nehmen. Auch wenn sie nicht anwesend war.
Keinen Spontantrip buchen, keine Spontankäufe, Gespräche mit meinem Mann usw.
Und das war eben erst die letzten 6 Monate (schleichend, steigernd)
Am Anfang war das kein Problem rücksicht zu nehmen. Ist völlig selbstverständlich
Aber dann gab es den ersten Aussetzer von Tanja und ich war erschrocken aber wollte kein Fass aufmachen, denn sie hatte vielleicht nen schlechten tag.
Und dann würde es immer schlimmer und meine Grenzen wurden weich wie Kaugummi. Ständig habe ich mich gefragt wie viel Nachsicht, Verständnis und rücksicht angebracht sind und das die Aussetzer im Vergleich zu ihrem leid mir Gegenüber zu schlucken sind.
Und dann habe ich selbst zu viel geschluckt bis ich übergelaufen bin.
Zitat von kenzia im Beitrag #1735 Wie oft arbeitest du im Alltag ebenso gegen deine Natur? Weil du impulsiv und spontan bist und das in dem Moment nicht passend wäre? Ich vermute, das kommt durchaus öfter vor.
Nein, eben nicht und das ist ja was mir gut gefällt und auch innerliche Freiheit gibt.
Das ist der einzige Aspekt wo Geld wirklich toll ist. Denn wenn man von nichts und niemanden finanziell abhängig ist (Chef, Eltern, Amt, Mann usw), lebt es sich angenehmer.
Da muss man nicht mehr viel erdulden :)
Zitat von kenzia im Beitrag #1735 Und wir alle machen das sehr oft- weil wir als angepasste Wesen unsere Natur zurückstellen- damit wir hinein passen.
Ich muss nirgendwo rein passen. Ich möchte so genommen werden wie ich bin und wenn das nicht passt .... OK.
Das ist auch der Grund warum ich viele bekannte habe aber nur sehr wenige enge Freunde. Ich bin nicht sozialverträglich im klassischen Sinn.
Lufti, mir geht gerade etwas durch den Kopf. War es die "mütterliche" Zuwendung, die dir Tanja seinerzeit gegeben hat, die dir gut getan hat in deiner Lebenskrise? Du wolltest jetzt die "Tochter" sein, die du nicht sein konntest?
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Sariana im Beitrag #1738Lufti, mir geht gerade etwas durch den Kopf. War es die "mütterliche" Zuwendung, die dir Tanja seinerzeit gegeben hat, die dir gut getan hat in deiner Lebenskrise? Du wolltest jetzt die "Tochter" sein, die du nicht sein konntest?
Eine andere Userin hatte das ja schon angemerkt. Ich hab drüber nachgedacht und kann das klar verneinen.
Denn wie ich so drüber gegrübelt habe, war es eher anders herum.
Aber auch das ist nix neues. Ich übernehme oder übernahm auch in der Vergangenheit gerne Verantwortung ( vor allem wenn es schwierige Situationen sind)
Hat bestimmt auch etwas mit Kontrolle zu tun (die ich ja auch gern habe)
Ja. Ich hab mir oft auf die Zunge gebissen, meine Impulse unterdrückt (das ist verdammt schwer), da hab ich regelmäßig Dampf auf dem Kessel gehabt.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #1725 Oder gibt es da Facetten, die Du übersiehst, weil sie zu den blinden Flecken, zu Deinen Schattenaspekten gehören?
Ja, gut möglich. Bis jetzt erkenne ich da nur nix.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #1725 Wieso hast Du das gemacht? Wie hast Du das konkret gemacht? Welche Empfindungen haben Dich dabei begleitet? Was war Deine Motivation, wo lag Dein benefit? etc.pp
Ich werde mal drüber nachdenken. Kann ich so gerade nicht beantworten .
Zitat von KlaraKante im Beitrag #1725 ich könnte mir vorstellen, dass diese doch sehr intensive Beschäftigung mit Tanja und ihren Problemen sehr viel mit einem inneren Konflikt zu tun hat. Vielleicht ist es ein Konflikt, den Du nicht anschauen magst. Dann scheint es einfacher, ihn zu projizieren - aber so kann er nicht gelöst werden.
Auch hier.... Ich werde mal in mich gehen
Vielleicht versuchst Du einmal das, was Du oben geschrieben hast - und was eher darauf hindeutet, dass Du Dich damit eigentlich nicht so gern befassen möchtest - in einen Kontext mit dieser Beobachtung hier zu setzen:
Zitat von Lufti im Beitrag #1729 Ja aber gar nicht so einfach.
Tanja hat so viel Raum eingenommen das es sich jetzt gerade einfach seltsam anfühlt.
Vielleicht nutze ich den Strang auch einfach weiter um "auszuschleichen"
Denn von 180 auf 0 ist nicht so einfach wenn man 6 Monate so gelebt hat.
Dein Leben scheint massiv um die Person Tanja, respektive das, was sie in Dir auslöst und / oder für Dich repräsentiert / symbolisiert, gekreist zu sein - so sehr, dass Deine eigene Art und Weise, das zu beschreiben, fast auf eine Suchtcharakter zu deuten scheint.
Ich wünsche Dir, dass Du Dich jetzt tatsächlich auf DEINE Anteile am Geschehen konzentrieren kannst und heraus finden, wofür Tanja steht, was sie letztlich für Dich symbolisiert, dass Du Dich derart an sie gebunden fühlst.
Lufti, vom Kopf her würde ich das vermutlich auch glatt verneinen.
Ich weiß nicht, ob ich es richtig vermitteln kann. Die Beziehungsebenen haben sich zwischen euch verändert. In der Krise kann das vorkommen, dass eine Person auf der Kind-Ebene agiert und die andere Person für eine gewisse Zeit die Erwachsenenebene einnimmt. Doch zwischen zwei Erwachsenen sollten beide rechtzeitig wieder die Erwachsenenebene einnehmen, um auf der sogenannten Augenhöhe miteinander umgehen zu können.
Klingt vielleicht völlig absurd, doch möglicherweise will die Freizeitgruppe die Spiele der Erwachsenen spielen und die "spätpubertäre" Tanja ist nur noch anstrengend.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Bei allem Respekt vor dem Reflektieren über und Würdigen eigener Anteile: Ich finde, die psychologisierende Sezierung der Freundschaft zwischen Lufti und Tanja, die hier gerade vorgenommen wird, schiesst über das Ziel hinaus. Da wird von "Suchtcharakter" und ähnlichem gesprochen... Ich seh hier letztlich nichts als eine normale Freundschaft zwischen zwei Menschen, die in einer Krise steckt oder bereits kaputt gegangen ist. Unschön und auf belastende Weise, davor waren sechs sehr intensive Monate der Zuwendung und Auseinandersetzung. Ja. Gibt es täglich auf der Welt -zwischen Paaren oder Freunden- tausendfach.
Lufti hatte eine enge Beziehung zu Tanja und hat sich in den letzten Monaten sehr eingebracht. Sie hat Verletzungen davongetragen und trauert um die (vielleicht) verlorene Freundschaft. Das ist doch komplett normal. Der Verlust einer engen Bindung geht an den wenigsten Leuten einfach spurlos vorbei, ohne dass sie deswegen "süchtig" sind, oder dass tiefenpsychologisch komplizierte Verstrickungen und verborgene Eigenanteile dahinterstehen.
Anderer Punkt: Lufti hat mal erwähnt, dass "fast eine Generation" zwischen ihnen liegt. Ich denke also mal, es handelt sich um einen Altersunterschied von plus minus 15 Jahren. Lufti ist vermutlich in den späten Dreissigern, Tanja ist mitte fünfzig. Dazwischen liegt einiges an Lebenserfahrung, Entwicklung und insbesondere auch an Alterungsprozess und Auseinandersetzung damit. Die Beurteilung von Enddreissigerinnen darüber, was Mittefünzigerinnen bewegt und warum, ist gezwungenermassen ziemlich theoretisch. So sehr ich Tanja's Verhalten inakzeptabel finde, direkte Vergleiche à la "mir macht das Altern viel weniger aus" oder "die würde doch auch ohne Behandlungen hübsch altern" oder "weshalb macht die sich einen Kopf über eine Kleidergrösse" sind unfair, da die Ausgangslage eine ganz andere ist. Ich denke, so richtig kann niemand vorhersehen, wie ihn den Alterungsprozess letztlich treffen wird.
die Teilnahme an Diskussionen eines Forums hat den, wie ich finde, erfreulichen Aspekt, dass darin auch Gedankengänge, Anregungen und Fragestellungen zum Ausdruck kommen können, die man selbst so gar nicht auf dem Schirm hat und sogar absurd finden darf.
Ich schreibe das, was mir auffällt. Niemand ist verpflichtet, das richtig zu finden oder auch nur in Betracht ziehen zu müssen. Deine Bewertungen stehen Dir frei.
Zitat von loewenzahn im Beitrag #1743Bei allem Respekt vor dem Reflektieren über und Würdigen eigener Anteile: Ich finde, die psychologisierende Sezierung der Freundschaft zwischen Lufti und Tanja, die hier gerade vorgenommen wird, schiesst über das Ziel hinaus. Da wird von "Suchtcharakter" und ähnlichem gesprochen... Ich seh hier letztlich nichts als eine normale Freundschaft zwischen zwei Menschen, die in einer Krise steckt oder bereits kaputt gegangen ist. Unschön und auf belastende Weise, davor waren sechs sehr intensive Monate der Zuwendung und Auseinandersetzung. Ja. Gibt es täglich auf der Welt -zwischen Paaren oder Freunden- tausendfach.
Lufti hatte eine enge Beziehung zu Tanja und hat sich in den letzten Monaten sehr eingebracht. Sie hat Verletzungen davongetragen und trauert um die (vielleicht) verlorene Freundschaft. Das ist doch komplett normal. Der Verlust einer engen Bindung geht an den wenigsten Leuten einfach spurlos vorbei, ohne dass sie deswegen "süchtig" sind, oder dass tiefenpsychologisch komplizierte Verstrickungen und verborgene Eigenanteile dahinterstehen.
Zitat von loewenzahn im Beitrag #1743 Der Verlust einer engen Bindung geht an den wenigsten Leuten einfach spurlos vorbei, ohne dass sie deswegen "süchtig" sind, oder dass tiefenpsychologisch komplizierte Verstrickungen und verborgene Eigenanteile dahinterstehen. (...) Ich denke, so richtig kann niemand vorhersehen, wie ihn den Alterungsprozess letztlich treffen wird.
Ausdrückliche Zustimmung zu dem Zitierten, aber auch zum restlichen Beitrag.
Die Enge der Bindung dürfte ja auf beiden Seiten gegeben gewesen sein.
Das Verlust-Empfinden wird vermutlich noch dadurch verstärkt, dass, trotz oder gerade wegen aller Gemeinsamkeiten, sich weder @Lufti noch Tanja zum Schluss verstanden gefühlt haben.
Es fiel mir damals schon schwer mit der Demenz einer Angehörigen umzugehen. Denn da war auch eine totale Persönlichkeitsänderung vorhanden.
Ich musste hilflos zuschauen und konnte nichts tun.
Und ich denke deswegen hat mich das bei Tanja auch getriggert. Denn sie war auch plötzlich anders aber da war es "nur" eine Schock Situation, Zusammenbruch oder ähnliches.
Also keine unheilbare fortschreitende Krankheit ohne Aussicht auf Besserung.
Bei Tanja hatte ich schon (und immer noch) die Hoffnung das ihre alte Persönlichkeit wieder zum Vorschein kommt. Einfach nur Geduld haben bis sie den Schock verdaut und sich sortiert hat.
Ach keine Ahnung.
Vielleicht ärgert es mich auch das ich zu schwach war um diese Geduld weiter aufzubringen.
Ich mag es nicht an meine Grenzen gebracht zu werden. Es fühlt sich nicht gut an.