Zitat von Caramac im Beitrag #597I Ich habe auch eine MLC Trennung hinter mir und hatte damals in einem speziellen Forum mit persönlichen Treffen sehr viel Kontakt zu Betroffenen. Daher kenne ich viele ähnliche (und noch wesentlich schlimmere) Geschichten wie die von Tanja. .
schreibt sie ja hier z. B. recht verständlich. Fett von mir, da es bei einigen dennoch nicht ankam und bevor jetzt HIER die Missverständnisse weiter gehen, hab ich den Passus rausgesucht
Ich finde den Ansatz von Caramac richtig. Um zu verstehen warum Tanja so reagiert wie sie es tut, macht es Sinn sich in ihre Situation zu versetzen. Sicher würde nicht jede so reagieren, dazu sind Menschen zu verschieden. Aber es macht schon Sinn erstmal wertfrei zu verstehen warum jemand auf eine bestimmte Art reagiert.
Profilbild: (c) Aardman Animations Ltd - shaun the sheep
Paul, das haben wir doch alle schon gemacht. Wir können Tanjas Verhalten alle nachvollziehen. Dass heisst aber doch nicht, dass es richtig ist und so bleiben kann.
Zitat von Lufti im Beitrag #629[ ohne mir vorwerfen lassen zu müssen das ich egoistisch/unemphatisch bin.
das kannst du nicht beeinflussen. Aber du musst dir das nicht anziehen. Ob DU egoistisch oder unempathisch bist und annimmst - bestimmt DU + für dich. Kein anderer. Nie.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #630Paul, das haben wir doch alle schon gemacht. Wir können Tanjas Verhalten alle nachvollziehen. Dass heisst aber doch nicht, dass es richtig ist und so bleiben kann.
Nein, das sage ich ja auch nicht. Aber wenn ich z.B. #607 von Lufti lese, dann scheint Caramac ja noch einen andere Sichtweise ins Spiel gebracht zu haben.
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Zitat von R_Rokeby im Beitrag #622 Aus jeder deiner Posts klingt die Angst von dir, dass Tanja dir DEIN Leben versaut.
Es geht doch nicht um Angst....
Es ist eher die Frage, in wie weit Freundschaft und rücksicht auf ihre Lage mein Leben beeinflussen darf.
Das kannst nur du selbst beantworten. Ich bin ja nicht der Auffassung, dass ihr Leben so weitergehen kann wie bisher und damit verändert sich auch das Gefüge in der Clique. Der Prozess hat bereits begonnen und wird auch nicht wieder rückgängig.
Ich bin auch der Meinung, dass du mal zwei bis drei Schritte zurücktreten solltest. Du hast ihr z. B. die Vase geschenkt. Damit gehört sie ihr, sie kann damit im Grunde machen, was sie will. Deshalb du hast auch nicht "deine" Vase zurückgekauft. Du kannst nur Konsequenzen daraus ziehen und ihr eben nichts mehr schenken, wenn es dir missfällt, dass sie sie verkauft und nicht in ihre Wohnung stellt.
In meinen Augen hast du zu genaue Vorstellungen, wie Tanja agieren sollte. Deshalb auch immer wieder deine Interventionen. Und das hinterlässt dann Frust, wenn sie nicht so handelt bzw. handeln kann. Auch der "Vorwurf", dass sie nicht vorgesorgt hätte steht dir in meinen Augen nicht zu. So lange du also so verstrickt bist, solltest du dich etwas zurückhalten, bis du dich und sie besser trennen kannst.
Ich erinnere mich, dass eine meiner Freundinnen (vielleicht etwa auf dem Level wie Tanja bei dir) es nicht aushalten konnte, was mir passierte und oft geweint hat, wenn sie sah, dass ich rein körperlich innerhalb kürzester Zeit reagierte (Abnahme um 6 Kleidergrößen in wenigen Wochen).
Ich habe ihr nicht übel genommen, dass sie sich völlig zurückziehen musste - bei mir waren ja nicht nur die Kilos weg, sondern auch jegliche Kraft für andere, es reichte gerade eben noch ein wenig für mich selbst.
Das war nicht die einzige Freundschaft/ freundschaftliche Beziehung, die ich damals verloren habe, aber ich denke, dass das häufig vorkommt, selbst wenn man wenig(er) bissig unterwegs ist als Tanja.
Böse bin ich niemandem deshalb ( nur meinem ex konnte ich sein Verhalten zwar irgendwann vergeben , aber ich werde es wohl nie vergessen)
Leben führt einen mal zusammen und dann auch wieder auseinander .....
Zitat von skribifax im Beitrag #636 In meinen Augen hast du zu genaue Vorstellungen, wie Tanja agieren sollte. Deshalb auch immer wieder deine Interventionen. Und das hinterlässt dann Frust, wenn sie nicht so handelt bzw. handeln kann. Auch der "Vorwurf", dass sie nicht vorgesorgt hätte steht dir in meinen Augen nicht zu. So lange du also so verstrickt bist, solltest du dich etwas zurückhalten, bis du dich und sie besser trennen kannst.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #622 Aus jeder deiner Posts klingt die Angst von dir, dass Tanja dir DEIN Leben versaut.
Es geht doch nicht um Angst....
Es ist eher die Frage, in wie weit Freundschaft und rücksicht auf ihre Lage mein Leben beeinflussen darf.
Wo darf ich berechtigt eine Grenze ziehen und in welchem Zeitrahmen ohne mir vorwerfen lassen zu müssen das ich egoistisch/unemphatisch bin.
Ich denke ja eher, dass hier zumindest ein fetter Hase im Pfeffer liegt.
Tanja führt anderen Menschen gerade sehr plastisch vor Augen, wie schnell sich das Leben wandeln kann. Sie selbst erlebt es brachial - und möglicherweise führt das auch dazu, dass sie fest stellt, dass viele der materiellen Dinge, die Euren Freundeskreis ja offenbar auch irgendwie verbinden (und zusammen halten?) ein ziemlich wackliger Grund sind.
Die Beobachtenden werden das auf irgendeiner Ebene ebenfalls registrieren, auch wenn sie selbst nicht direkt betroffen sind.
Das schafft möglicherweise auch auf der unbewussten Ebene, die, die man gern einmal unter den Teppich gekehrt bleiben lassen möchte, durchaus Unruhe. Tanja soll bitte wieder funktionieren und so mitschwimmen, wie bisher auf dem gemeinschaftlichen Lebens-Segeltörn.
Das Kaffeegeschirr (und so manches andere) könnte ich mir da schlicht symbolisch vorstellen, als Platzhalter für etwas, das sich als Luftnummer entpuppte. Die Frage "wie weiter" ist momentan nicht zu beantworten, der Impuls, sich am Gewohnten fest zu krallen, sehr stark. Gleichzeitig wurde dieses Gewohnte aber brutal demaskiert.
Ich finde, viele der bitteren Kommentare Tanjas, die hier einfliessen, weisen genau darauf hin - dass so vieles tatsächlich zwar angenehm, aber nicht substantiell ist und eben auch eine Menge deckelt, das im Verborgenen vor sich hingärt.
Für mich schimmert hier der alte Konflikt zwischen Haben oder Sein, der eine sehr zentrale Lebensfrage ist, durch. Und er tangiert gerade den gesamten "Freundeskreis", nicht nur Tanja. Dazu gehört im übrigen auch die Frage des Umgangs mit der Trennung durch die Protagonisten.
Es ist legitim, sich dafür zu entscheiden, Tanja deutlich zu sagen: Nimm es, wie es ist. Wenn Du Teil unserer Gruppe sein willst, mach wenigstens gute Miene und behalt Deine moralinsauren Kommentare für Dich. Deine Probleme sind nicht meine / unsere und ich/wir haben auch keine Freude daran, uns damit mehr als notwendig auseinander zu setzen. Wir hören Dir zu und ziehen Dich auch in gewisser Weise mit durch - aber wir erwarten, dass Du dann nicht zum Spielverderber wirst und uns zwischendurch auch mal einfach unseren Spass lässt.
Ob das die unguten Empfindungen allerdings löst, daran habe ich Zweifel.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #640Es ist legitim, sich dafür zu entscheiden, Tanja deutlich zu sagen: Nimm es, wie es ist. Wenn Du Teil unserer Gruppe sein willst, mach wenigstens gute Miene und behalt Deine moralinsauren Kommentare für Dich. Deine Probleme sind nicht meine / unsere und ich/wir haben auch keine Freude daran, uns damit mehr als notwendig auseinander zu setzen.
Also das hat nun wirklich niemand geschrieben und sicher auch nicht vor.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #640Es ist legitim, sich dafür zu entscheiden, Tanja deutlich zu sagen: Nimm es, wie es ist. Wenn Du Teil unserer Gruppe sein willst, mach wenigstens gute Miene und behalt Deine moralinsauren Kommentare für Dich. Deine Probleme sind nicht meine / unsere und ich/wir haben auch keine Freude daran, uns damit mehr als notwendig auseinander zu setzen.
Also das hat nun wirklich niemand geschrieben und sicher auch nicht vor.
Ähnliches wie Klara hatte ich schon im Sinn, als ich weiter vorne darauf hinwies, dass die Clique groß ist und damit fragil - der gemeinsame Nenner ist das Verbringen einer angenehmen Freizeit.
Das ist wahrscheinlich nicht belastbarer, als über das Angebot hinaus: wir zahlen für dich mit.
Wie weit einzelne Mitglieder darüber hinaus noch auf einer höheren Ebene mit Tanja Kontakt haben wie Lufti , ist unklar.
Zitat von Caramac im Beitrag #610 . Die Haltung: Ja, Dein Mann ist weg,.das Haus ist weg, das Geld ist weg -aber jetzt kriegt Dich mal wieder ein und verdirbt uns nicht die gute Laune-Haltung ist zwar verständlich, aber nicht sehr empathisch.
Was wäre denn die bessere Haltung?
Ich kann deine Aussage "nicht sehr emphatisch" gerade nicht annehmen. Wir machen das ja bereits seit 6 langen Monaten mit.
Seit einem halben jahr, sind wir jederzeit für sie erreichbar wenn sie jemanden zum Reden braucht, wir versuchen rücksicht zu nehmen wo es nur geht, wir schränken uns ein, versuchen für jede Entgleisung Verständnis aufzubringen, haben klare Position zu ihr bezogen und nicht zum ex.... Usw
Wenn das nicht empathisch ist - was dann?
Daher völlig ernst gemeint, da ich vielleicht ne denkfehler habe.
Was ist emphatisches verhalten? Was können wir besser machen?
Empathie zeigt sich aus meiner Sicht hier nicht im Handeln. Letzlich bedeutet es doch sich reinzufühlen. Nachtzuempfinden. Ihr jederzeit zuzuhören, aber gleichzeitig nach sechs Monaten zu sagen, dass es jetzt lang genug war (überspitzt gesagt) zeigt halt keine wahre Empathie für ihre Gefühlswelt, kein echtes reinfühlen, mitschwingen, sondern "lediglich" (natürlich wichtig!) ein sozialen Akt, den du quasi "ableistest" (wieder überspitzt). Verstehst du, was ich meine?
Zitat von KlaraKante im Beitrag #640Für mich schimmert hier der alte Konflikt zwischen Haben oder Sein, der eine sehr zentrale Lebensfrage ist, durch. Und er tangiert gerade den gesamten "Freundeskreis", nicht nur Tanja. Dazu gehört im übrigen auch die Frage des Umgangs mit der Trennung durch die Protagonisten.
Für mich stellen sich ganz andere Fragen, z B. wie abhängig man sich von einem Ehepartner machen sollte. Dass für Tanja eine Welt zusammenbricht hat ja u.a. auch damit zu tun, dass sie finanziell keinerlei eigenen Plan hatte in einer Ehe mit Ehevertrag. Ich finde nicht, dass man dafür die Gruppe verantwortlich machen kann, in der sie zu Zeiten als es ihr finanziell noch gut ging fröhlich mitgeschwommen ist.
Utopisch? Mag sein, aber wer sich nichts wünscht, dem kann man nichts erfüllen ...
Ich schrieb auch nicht, dass man jemanden verantwortlich machen könnte, sondern dass das Thema eine große Rolle spielen könnte - bei ALLEN vermutlich. Darüber hinaus hat Haben oder Sein immer auch damit zu tun, wie man sein Leben gestaltet und führt und damit letztlich auch damit, ob man in der Lage ist, für sich zu sorgen oder nicht.
@jubidu Ja eben genau das meinte ich. Es geht nicht um Handlungsempfehlungen. Luft, Du scheinst mir ein sehr lösungsorientierter Mensch. So bin ich auch gestrickt und mir fehlt auch oft die Geduld mit Menschen die jammern statt zu handeln. Aber wir Menschen sind nicht alle gleich Ihr tut Tanja keinen Gefallen damit, wenn ihr KiK Klamotten tragt und Kaffee aus der Thermoskanne auf der Parkbank schlürft. Dann fühlt sie sich nur vorgeführt. Natürlich müsst ihr nicht demonstrativ euren Wohlstand zur Schau stellen, aber sie kennt doch euren Lebensstandard. Verhaltet euch einfach normal und nehmt sie an, wie sie jetzt ist. Ihr dürft ihr auch Grenzen aufzeigen wenn sie sich im Ton vergreift. Aber versucht sie zu verstehen statt auf sie einzuwirken.