Irgendwie finden hier alle Lufti so freundschaftlich. Aber bei allen Verständnis lese ich dich hier ziemlich unempathisch deiner Freundin gegenüber. Eigentlich willst du/will diese Gruppe doch vor allem erreichen, dass sie wieder funktioniert und aufhört euch auf die Nerven zu gehen..
Zitat von Jubidu im Beitrag #577Irgendwie finden hier alle Lufti so freundschaftlich. Aber bei allen Verständnis lese ich dich hier ziemlich unempathisch deiner Freundin gegenüber. Eigentlich willst du/will diese Gruppe doch vor allem erreichen, dass sie wieder funktioniert und aufhört euch auf die Nerven zu gehen..
Ich sehe das auch so wie du, @Jubidu. Kann aber auch nachvollziehen, dass die Situation anstrengend ist.
Scham - verständlich aber Scham sollte geringer angesiedelt sein wie Werte.
Hm, ich bin gar nicht sicher, dass da so viel Scham dabei ist. Die Geschichte mit dem Kaffeegeschirr, da finde ich ihr Verhalten jedenfalls äußerst schamlos. Sorry, aber ich nehme dann hier wohl inzwischen den Gegenpart zu all den Verständnisvollen ein. Wie Aen schrieb, wäre ein neues Geschirr in solch einer Ausnahmesituation unterhalb meiner Wahrnehmungsschwelle. Und auch, wenn es mir gut ginge, würde ich nicht so ein Geschieß um ein bisschen Porzellan machen. Ja, mich befremdet das zutiefst.
Haben und Sein - Tanja hat ihren Wert und den anderer Menschen bisher wohl über das Haben definiert. Nun muss sie sich aufs Sein besinnen - und was ist da vorhanden?
Zitat von Jubidu im Beitrag #577Irgendwie finden hier alle Lufti so freundschaftlich. Aber bei allen Verständnis lese ich dich hier ziemlich unempathisch deiner Freundin gegenüber. Eigentlich willst du/will diese Gruppe doch vor allem erreichen, dass sie wieder funktioniert und aufhört euch auf die Nerven zu gehen..
Das kann doch beides sein?
Zwei Anliegen oder Wünsche, die sich widersprechen hat man doch bisweilen im Herzen?
Ist eventuell bei Tanja auch so Finde ich nicht schlimm
Ich glaube, Ihr unterschätzt Ihre Ausnahmesituation. Nüchtern gesehen, müsst Ihr einfach entscheiden, ob Ihr das weiter tragen möchtet oder nicht. Ich denke, sie wird noch eine Weile brauchen, um wieder im Reinen zu sein und bis dahin wird ihr Verhalten nicht so sein, wie Ihr das kennt. Das werdet Ihr nicht ändern können.
Haben und Sein - Tanja hat ihren Wert und den anderer Menschen bisher wohl über das Haben definiert. Nun muss sie sich aufs Sein besinnen - und was ist da vorhanden?
Für mich hat sie sich doch nicht geändert, nur weil sie nicht mehr jede Woche zum Friseur kann. Sie ist immer noch Tanja und würde es auch noch sein wenn sie überhaupt nichts mehr hätte.
Ich habe doch auch davor keinen Vorteil von ihr gehabt weil sie Geld hatte.
Aber ja, das ist momentan ihr Problem und offenbar hat sie sich geändert bzw. Kann sich nicht mehr über etwas definieren.
Ich finde das sie viel "sein" hatte.
Souverän, hilfsbereit, immer ein offenes Ohr, ehrlich, wohlwollend, zuverlässig, optimistisch, humorvoll, fair, intelligent, positiv und vieles mehr.
Zitat von Lufti im Beitrag #580Ich akzeptiere/respektiere sie auch ohne finanzielle Mittel.
Das sie das anscheinend nicht glauben kann, macht auch was mit mir.
Vermutlich, weil das nicht ihrem Denken entspricht. Womöglich ist SIE es, die den Wert anderer Menschen über das Materielle definiert. Da ist es außerhalb ihrer Denkwelt, dass andere die Prioritäten anders setzen.
Lufti, ich wünsche vor allem Dir, dass Du da heil durchkommst. Und dass Eure Clique bestehenbleibt und ihr dort weiterhin in fröhlicher Runde abschalten und auftanken könnt (und das schreibe ich, für die solch eine Clique ganz fern der eigenen Lebensrealität ist).
Lufti, ich bewundere deine Geduld und deine Zugewandtheit. Mir wäre spätestens bei den Tassen die Zündschnur gerissen. Und vielleicht wäre das gar nicht sooo schlecht gewesen. Es dreht sich eben nicht alles um Tanja. Bei allem Verständnis für ihre Situation kann sie nicht erwarten, dass das Leben ihrer Freunde sich ihrem anpasst oder gar stillsteht.
Was mich persönlich sehr erstaunt: Sie will ernsthaft einen Mann zurück, der es ihr zugemutet hat, mit seine neuen Freundin in einem Haus zu wohnen?
Wäre Tanja meine Freundin, würde ich sie auf die Telefonseelsorge hinweisen.
Sie kann da alles ungefiltert loswerden, hat sofort neutrale Ohren, die ihr zuhören. Es kostet nichts, und sie muss nicht über Therapie und ähnliches nachdenken. Ich kenne mehr als eine Person, der ein solches Gespräch wirklich geholfen hat.
Zitat von Aen im Beitrag #560Und mir will nicht in den Kopp, wie's in einer derartig angespannten Situation, in der man psychisch auf dem Zahnfleisch daherkommt, am Kaffeetisch der Freundin, die zum Ausquatschen eingeladen hat, die Neuheit eines Kaffeeservices überhaupt über die Wahrnehmungsschwelle schafft.
Blitzableitersyndrom
Zitat von Lufti im Beitrag #586Ich finde das sie viel "sein" hatte.
Souverän, hilfsbereit, immer ein offenes Ohr, ehrlich, wohlwollend, zuverlässig, optimistisch, humorvoll, fair, intelligent, positiv und vieles mehr.
Deswegen war ich ja mit ihr befreundet....
Schreib ihr genau DAS! In einer schönen Karte.
Aber vielleicht im Präsens, vor allem den letzten Satz - außer du hast das absichtlich so formuliert ...
Zitat von Lori-OT im Beitrag #583 … Haben und Sein - Tanja hat ihren Wert und den anderer Menschen bisher wohl über das Haben definiert. Nun muss sie sich aufs Sein besinnen - und was ist da vorhanden?
So ähnlich wollte ich das gerade auch formulieren. Das wird hart für sie. So im Haben läßt sich auch manches im Sein maskieren. Wenn dann die Maskerade rutscht, kommt viel in Bewegung.
Zitat von Lufti im Beitrag #515 Sie: mmh, also eigentlich völlig unnötiges Geschenk. Ich: zum Überleben Brauch ich es nicht, richtig (war bereits genervt)
Schaffst du es, hier etwas zu sagen wie "bitte mach mir nicht mein neues Geschirr madig, es macht mir Freude"?
Also normal die eigene Grenze setzen - unabhängig davon, wo das Gegenüber gerade steht. Ohne die Portion Extra-Verständnis und vorauseilende Rücksicht. Keine Kränkungen schlucken, weil es ihr schlecht geht.
Tritt für dich ein, trotz allem.
Dich verletzen und nerven lassen zu ihrem Frustabbau - mach das nicht mit, auch in ihrem Interesse. Eure Freundschaft geht dadurch zu 100 Prozent in den Eimer. Du wirst sie nicht mehr lange mögen können, wenn sie so weitermacht.
Vielleicht ist jetzt noch was zu retten, wenn du die Samthandschuhe ausziehst.
Für ihr sonstiges Verhalten kannst du ja alles Verständnis haben.
Zitat von Jubidu im Beitrag #577 und aufhört euch auf die Nerven zu gehen..
Sie darf jammern, traurig sein usw. Sie muss nicht funktionieren. Aber sie muss definitiv mit dem ständigen Sticheln aufhören.
Ich kann nichts dafür und bin ihr auch nichts schuldig. Ich akzeptiere/respektiere sie auch ohne finanzielle Mittel.
Das sie das anscheinend nicht glauben kann, macht auch was mit mir.
Das ist aber nett, dass sie das "darf". Sie hat aber offensichtlich als Copingmechanismus hauptsächlich Verbitterung gewählt. Natürlich ist es viel verlangt von dir. Und ich verstehe euch auch. Aber Empathie wäre die Wut dahinter zu erkennen und die ganze Sache von dir getrennt zu betrachten. Du fühlst dich angegriffen und deshalb macht es was mit dir. Weil es deinen eigentlichen Wert in dieser Freundschaft in Frage stellt. Es ist aber ein stückweit Egozentrik das überhaupt auf dich zu beziehen. Und versteh mich nicht falsch, mir würde das auch so gehen. Aber wir sind ja grade hier um dir dabei zu helfen diese Freundschaft zu erhalten. Und deshalb nochmal die Frage: kannst du dich ggf als Punchingball annehmen und hergeben und erkennen, dass hinter dieser Stichelei ganz viel unterdrückte Wut, Hass, Traurigkeit steht, die raus muss?!
Zitat von Jubidu im Beitrag #594 (...) Und deshalb nochmal die Frage: kannst du dich ggf als Punchingball annehmen und hergeben und erkennen, dass hinter dieser Stichelei ganz viel unterdrückte Wut, Hass, Traurigkeit steht, die raus muss?!
Dazu kann ich als Mitleserin nur sagen: Auf gar keinen Fall! Dazu muss und sollte sich niemand hergeben. Die TE ist schon verletzt und verängstigt genug durch Tanjas Verhalten, es wird Zeit, dass sie ihre Grenzen zieht. Verständnis, für sie da sein und zuhören ja, aber diese Sticheleien muss sie sich nicht bieten lassen.
Ich habe den Strang jetzt erst entdeckt und finde es toll, wie einfühlsam ihr alle auf das Thema eingeht und wie souverän Lufti auch mit Kritik umgeht-Hut ab. Ich habe auch eine MLC Trennung hinter mir und hatte damals in einem speziellen Forum mit persönlichen Treffen sehr viel Kontakt zu Betroffenen. Daher kenne ich viele ähnliche (und noch wesentlich schlimmere) Geschichten wie die von Tanja. "Verbitterung " durfte man damals keiner vorwerfen-das war ein absolutes NoGo. Tanja scheint mir aber nicht nur verbittert und absolut fassungslos über ihre Situation. Ihr permanentes Kokettieren mit ihrer "Armut" (die faktisch keine ist und zu einem großen Teil selbstverschuldet) ist sehr demonstrativ. Butterbrot aus Tupperdosen essen während die anderen sich den hochwertigen Inhalt schicker Picknickkörbe einverleiben, das billigste Gericht auf der Karte bestellen und mehrfach darauf hinweisen etc. -das ist dermaßen unschön, dass ich das Gefühl habe, sie provoziert absichtlich. Es ist eine Mischung aus Hilfeschrei und Provokation. Wenn ihr euch dann abwendet, hat sie ihre Bestätigung, dass keiner sie liebt. Zudem stellt sie vielleicht auch selber ihre eigenen früheren Werte in Frage. Warum sonst die blöde Bemerkung bezüglich der Überflüssigkeit des Kaffeegeschirrs. Fakt ist, sie befindet sich in einer absoluten Ausnahmesituation. Ihr müsst das in der Clique einfach nur aushalten, mehr nicht. Es ist egal, wie ihr euch jetzt verhaltet-sie würde an allem etwas auszusetzen haben. Verhaltet euch normal und behandelt sie verständnisvoll, aber ohne übertriebenes Mitleid. Macht euch klar, dass ihr Benehmen nicht gegen euch geht. Äußert eure eigene Hilflosigkeit. Sie ist ein toller Mensch in einer schlimmen Lage und meint es nicht böse.
Zitat von Lufti im Beitrag #567 So ein Wind wegen zwei Kaffeebecher....
Das wäre doch der perfekte Aufhänger gewesen, Deine (!) Sicht auf ihr ganzes Verhalten, welches in die eindeutige Richtung solcher Kommentare geht, zu thematisieren. Ich hatte es auch so verstanden, dass es Dir, verständlicherweise, auch ein Bedürfnis ist, zur Sprache zu bringen, was Dich bzw. Euch als Gruppe stört.
Ein solches Feedback fände ich auch für Tanja selbst wichtig. Es könnte nämlich durchaus sein, dass sie sich dessen gar nicht bewusst ist, wie ihr Verhalten aufgefasst wird. Ich sehe darin übrigens keine Missgunst, sondern eher den Ausdruck schierer Verzweiflung einer Frau, die alles irgendwie (noch) nicht fassen kann.
Ich gehöre wirklich auch zu denen, die ahnen, wie bescheiden es Tanja aufgrund der Trennung geht und ich weiß, dass der Umgang mit einer großen Verletzung sehr unterschiedlich ausfallen kann - aber was Tanja sich der Clique gegenüber heraus nimmt, finde ich nicht in Ordnung, sie erwartet scheinbar, dass alle einen Eiertanz um sie herum aufführen. Ich lese hier eine TE, die sich sehr bemüht darum, einer Freundin beizustehen, die gerade wild um sich beißt. Ich habe Lufti so verstanden, dass Tanja eingeräumt hat, dass sie sich nicht unter Kontrolle hat , wenn sie damit konfrontiert ist, dass das Leben der anderen weiter geht wie zuvor.
Tanja muss nicht funktionieren wie gewohnt, sie muss auch nicht lösungsorientiert mit der Situation umgehen - aber man darf ihr auch sagen, dass man selbst nicht ihr punchingball ist, dass man für sie da sein möchte, aber eben keine professionelle Hilfe anbieten kann, dass man sie wertschätzt, dass einem die Freundschaft etwas bedeutet, dass man aber gerade nicht weiter weiß.
Ich habe den Strang bislang nur mitgelesen, aber bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, ob Tanja mal deutlich gesagt bekommen hat, wie Sch... .. sie sich Euch gegenüber verhält? Wenn es jemandem schlecht geht, ist dies keine Berechtigung sich schlecht zu verhalten. Das muss ihr auch mal jemand deutlich sagen. Das ihre Welt zusammengebrochen ist und es noch nicht lange her ist, ist unbestritten. Aber so wie ich es lese, wäre ihr finanzielles Problem deutlich kleiner, wenn sie sich den Tatsachen stellen würde und in die Scheidung einwilligt. Selbst wenn sie ihren Mann zurück möchte und er es überhaupt in Erwägung zieht, wäre eine Scheidung kein Hindernis. Vielleicht würde ihr es sogar den Respekt ihres Mannes (den ich garantiert nicht zurück haben wollte) einbringen. Ich würde mich mit ihr treffen und mir vorher ein paar Notizen machen, wie ich das Gespräch angehen möchte. 1. Klar sagen, was sie für mich so liebenswert macht 2. Deutlich machen, auch mit Beispielen, wo sie massiv überzieht und auch mal den Spiegel vorhalten, dass vor nicht so langer Zeit die Werte/der Umgang in der Gruppe genau so für sie normal war und was das mit Dir/Euch macht. 3. Den Weg schildern, wie ich vorgehen würde und auch welche Qualitäten sie hat und einsetzen kann. Nochmal deutlich machen, wie wichtig sie mir ist und was sie zusätzlich verliert, wenn sie so weitermacht. Jemanden der so leidet muss man natürlich stützen und manchmal auch tragen, aber dazu gehören auch Wahrheiten die man lieber nicht hört bzw sagt.