#324: Die katjolische Kirche ist weltweit die Gleiche,vultura. Katholisch heisst uebersetzt ja soviel wie" universell,allgemein". Die Regeln sind also die gleichen. Die Auslegung aber nicht unbedingt.
Inwieweit Religion auf Gesetzgebung Einfluss hat ist je nach Land sehr unterschiedlich, die Gesetzgebung jedes einzelnen Landes kenne ich aber nicht genau.
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Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von Nicolo im Beitrag #322 Ich denke, dass hängt allein von der Regel ab.
N Hmm, Regeln kommen ja irgendwoher. Und dieser Hintergrund ist meist das Interessante. Was soll sie bezwecken? Und tut sie das noch oder nicht ( mehr).? Und wenn nicht,wie kann sie sinnvoll geändert werden?
Zitat repariert, Analuisa
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Zitat von mono im Beitrag #327... Regeln kommen ja irgendwoher. Und dieser Hintergrund ist meist das Interessante. Was soll sie bezwecken? Und tut sie das noch oder nicht ( mehr).? Und wenn nicht,wie kann sie sinnvoll geändert werden?
Eine Menge guter Fragen, deren Antworten von Menschen, die Abtreibungen oder selbst (vermeintliche) Beihilfe gesetzlich verbieten und unter schwere Strafe stellen lassen (wollen), interessant wären.
Aber wie gesagt: Wie soll der Gesetzgeber das vorschreiben? Auch wenn mir dieser konkrete Grund (nicht für ein Kind sorgen zu können) persönlich als Abtreibungsbegründung nicht zusagt, eine Frau zu etwas so invasivem wie Schwangerschaft und Geburt zu zwingen, sagt mir ebensowenig zu.
Und genau das macht es so schwierig wenn man sich, so wie ich, weigert, das Problem rein vom Kopf her anzugehen.
Und was heißt das jetzt konkret? Also welche Verpflichtung (v.a. juristischer Art) würdest du daraus ableiten?
Inwieweit Religion auf Gesetzgebung Einfluss hat ist je nach Land sehr unterschiedlich, die Gesetzgebung jedes einzelnen Landes kenne ich aber nicht genau.
Dort, wo die kk großen Einfluss hat, sind die Regelungen für einen Abbruch ziemlich strikt, Frauen, die einen Abbruch möchten, wird das so schwer wie möglich gemacht, durchaus auch verbunden mit Demütigungen oder eben mitunter ganz massiven Strafen. Eine Ausnahme ist - glaube ich - Irland, aber auch erst seit kurzem. Wie die alltägliche Realität ist, weiß ich nicht.
Aber der Hase kann ja auch umgekehrt laufen: Also die konservativere Einstellung (die auch nicht an sich schlecht ist oder sein muss) und daraus resultierend ein größerer Einfluss von Religionen.
Und es muss auch nicht das Christentum sein( es gibt noch andere große Religionen und in allen auch konservativere Strömungen) und im Christentum auch nicht die RKK. Die Evangelikalen kommen mir z.B. deutlich strikter vor und die sind in den USA ja teils stark vertreten.
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Es läuft anscheinend leider umgekehrt. Wie man "konservativ an sich" bewertet spielt für die Einschränkung der Selbstbestimmung keine Rolle. Hier darf keine "Mehrheitsmeinung" das Leben von Frauen bestimmen und ruinieren. Und - wie man vielfach auch in der Bri lesen konnte - das Leben zwangsweise geborener und ungeliebter Kinder. Nein, Adoption ist auch da nur ausnahmsweise eine Lösung
das ist jetzt sehr einseitig . Eine erstmal nicht geplante Schwangerschaft führt nicht zwangsweise zu einem "verpfuschten Leben" oder dazu, dass das Kind nicht geliebt wird - und Selbstbestimmung endet wie Freiheit grundsätzlich da, wo die des Anderen beginnt. Wer tot ist, hat ja erst gar keine Chance auf ein gelingendes Leben. Das Leben von frauen wird auch nicht grundsätzlich ruiniert wenn sie ein Kind bekommen. Selbst, wenn die Schwangerschaft so nicht geplant war. Das ist mir wirklich zu einseitig.
Wenn Firmen durch die Gabe von Geld bestimmen, dass die Frau abtreibt, ist das auch problematisch(und natürlich steckt da wirtschaftliches Interesse dahinter. Sind ja Unternehmen. Es ist billiger, die Reise zur Abtreibugn zu finanzieren als den Ausfall der Frau, wenn sie das Kind bekommt, selbst wenn das in den USA der Arbeitsausfall nur kurz ist). Das ist auch Beeinflussung in eine Richtung. Es ist doch nicht besser, Frauen in die eine Richtung zu treiben als in die andere.
es gibt immer mehrere Optionen und mMn ist daher auch die Beratung, die es in D gibt, richtig und wichtig.
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Zitat von mono im Beitrag #333Selbstbestimmung endet wie Freiheit grundsätzlich da, wo die des Anderen beginnt.
Du sagst 'grundsätzlich', beinhaltet das, dass es Ausnahmen gibt? Wie z.B. beim Thema Abtreibung? Der obige Grundsatz führt ja an sich in ein philosophisches/logisches Patt - das 'Recht' der Frau gegen das des Fötus.
Du und Caramia (und sonstige Abtreibungsgegner), findet ihr, dass Abtreibung grundsätzlich nicht erlaubt sein soll? Oder soll es Ausnahmen geben? Wenn ja, welche? Und warum? Und wie würde das in der Praxis funktionieren?
Ja, Abtreibung sollte zunächst mal grundsätzlich verboten sein, mit Ausnahmen allerdings, auch wenn mir persönlich diese Ausnahmen Bauchschmerzen bereiten, weil diese mit meinem christlichen Glauben kollidieren. Der sagt nämlich, dass alleine Gott über Leben und Tod zu entscheiden hat.
Allerdings sind wir Menschen heute längst darüber hinweg. Wir halten mit Hilfe der modernen Medizin Menschen am Leben, die vor 20 oder 30 Jahren unweigerlich gestorben wären. Und wir schalten andererseits Maschinen ab, wenn nach menschlichem Ermessen ersichtlich ist, dass einem Menschen bestenfalls noch jahrelanges Siechtum bevorstehen würde. All das sind Dinge, wo wir uns längst über Gottes Gebot hinweggesetzt haben.
Bei Abtreibung sehe ich es so, dass die Erlaubnis sich auf echte Ausnahmefälle beschränken sollte und dass da wirklich sorgsam abgewogen werden muss. Ein versagendes Verhütungsmittel wäre für mich kein solcher Grund, wobei ich ohnehin daran zweifle, dass das über 90 000 x pro Jahr passiert.
Anders sieht es bei Vergewaltigung aus oder bei Gefahr für Leib und Leben von Kind oder Mutter.
Damit KÖNNTE ich mich anfreunden, glücklich bin ich damit nicht.
Mittelalter lässt grüßen. Erinnert mich an die Hexenverbrennungen.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #335Ja, Abtreibung sollte zunächst mal grundsätzlich verboten sein, mit Ausnahmen allerdings, auch wenn mir persönlich diese Ausnahmen Bauchschmerzen bereiten, weil diese mit meinem christlichen Glauben kollidieren. Der sagt nämlich, dass alleine Gott über Leben und Tod zu entscheiden hat. ...
Wer will, dass Gesetze durch Religionen bestimmt werden, muss sich auch mit der Anwendung der Scharia abfinden.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #335Ja, Abtreibung sollte zunächst mal grundsätzlich verboten sein, mit Ausnahmen allerdings, auch wenn mir persönlich diese Ausnahmen Bauchschmerzen bereiten, weil diese mit meinem christlichen Glauben kollidieren. Der sagt nämlich, dass alleine Gott über Leben und Tod zu entscheiden hat.
Es glaubt aber nicht jede/r an "deinen" Gott. Religion ist - zumindest in unseren Breitengraden - schon lange Privatsache. Also kann dein individueller Glaube auch kein Maßstab für grundsätzliche Verbote oder gar Gesetzgebung sein. Zum Glück geht das hierzulande jedenfalls nicht. Im Gegensatz zu den USA, wo es - leider - evangelikalen Fundamentalisten, auch durch finanzielle Macht, immer wieder gelingt Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Vielleicht würdest du dich in Texas wohler fühlen. Da entscheidet nicht nur Gott sondern auch neuerdings der missgünstige Nachbar oder Kollege ob eine Frau strafrechtlich verfolgt wird, wenn sie über ihren eigenen Körper und ihr Leben bestimmen will.
ZitatBei Abtreibung sehe ich es so, dass die Erlaubnis sich auf echte Ausnahmefälle beschränken sollte und dass da wirklich sorgsam abgewogen werden muss. Ein versagendes Verhütungsmittel wäre für mich kein solcher Grund, wobei ich ohnehin daran zweifle, dass das über 90 000 x pro Jahr passiert.
Anders sieht es bei Vergewaltigung aus oder bei Gefahr für Leib und Leben von Kind oder Mutter.
Damit KÖNNTE ich mich anfreunden, glücklich bin ich damit nicht.
Du musst damit auch nicht glücklich sein. Es ist ja nicht dein Leben. Auch hier gilt, dass du nicht von deinem eigenen, begrenzten Standpunkt aus beurteilen kannst, was für eine andere Frau ein Grund für eine Abtreibung wäre. Auch nicht, was für andere eine persönliche Notlage darstellt. Da gibt es weitaus mehr Szenarien als du dir offenbar vorstellen kannst.
Zitat von mono im Beitrag #333Selbstbestimmung endet wie Freiheit grundsätzlich da, wo die des Anderen beginnt.
Du sagst 'grundsätzlich', beinhaltet das, dass es Ausnahmen gibt? Wie z.B. beim Thema Abtreibung? Der obige Grundsatz führt ja an sich in ein philosophisches/logisches Patt - das 'Recht' der Frau gegen das des Fötus.
Du und Caramia (und sonstige Abtreibungsgegner), findet ihr, dass Abtreibung grundsätzlich nicht erlaubt sein soll? Oder soll es Ausnahmen geben? Wenn ja, welche? Und warum? Und wie würde das in der Praxis funktionieren?
Ich habe bereits geschrieben, dass ich die Regelung in D als akzeptablen Kompromiss sehe.
Für andere Länder kann und will ich nicht sprechen, das bestimmen die dort lebenden Bürger(bestenfalls, aber die USA, um die es hier geht, sind ein demokratisches Land, in dem jeder wählen kann).
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Zitat von Kleinfeld im Beitrag #336Mittelalter lässt grüßen. Erinnert mich an die Hexenverbrennungen.
Dieser Artikel beschreibt den Einfluss einer "enthemmten Anti-Abtreibungsbewegung" in Kenia und die Folgen für Mediziner/innen und vor allem für ärmere Frauen. Und er macht deutlich, was die ziemlich wahrscheinliche Gesetzesänderungen in den USA für die dortigen Gegebenheiten bedeuten dürfte: »Wenn das durchkommt, dann hat das verheerende Auswirkungen auch auf Afrika«, sagt Nelly Munyasia vom Reproductive Health Network Kenya. Das Netzwerk setzt sich unter anderem für einen verbesserten Zugang zu legalen Abtreibungsmöglichkeiten ein. »Denn die USA sind ein wichtiger Geldgeber im Bereich sexuelle Gesundheit. Wenn dort nun das Recht auf Schwangerschaftsabbruch gekippt wird, dann werden viele Organisationen auch in Kenia die Finger von dem Thema lassen – schließlich wollen sie weiter Geld aus Amerika«, fürchtet Munyasia. Unter Trump hatte es bereits eine ähnliche Entwicklung gegeben.
Wird AfD eigentlich mit einem oder zwei Mittelfingern geschrieben? 🖕🏻🖕🏻
Wenn man von 17 Mio Frauen im gebährfähigen Alter ausgeht und das sicherste bekannte Verhütungsmittel mit einem Risiko für Schwangerschaft von etwa ein Prozent bei korrekter Anwendung annimmt, ergeben sich, selbst dann, wenn das Risiko pro Jahr gilt: 170.000 Schwangerschaften pro Jahr bei absolut korrekt eingenommener Pille.
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #335Ja, Abtreibung sollte zunächst mal grundsätzlich verboten sein, mit Ausnahmen allerdings, auch wenn mir persönlich diese Ausnahmen Bauchschmerzen bereiten, weil diese mit meinem christlichen Glauben kollidieren. Der sagt nämlich, dass alleine Gott über Leben und Tod zu entscheiden hat. ...
Wer will, dass Gesetze durch Religionen bestimmt werden, muss sich auch mit der Anwendung der Scharia abfinden.
Zitat von mono im Beitrag #343Was erinnert dich an Hexenverbrennungen? (die übrigens eher in der Neuzeit als im Mittelater statfanden) Meinungsfreiheit?
Stigmatisierungen.
Was im Namen der Religion(en) in der Welt passiert, muss sicher nicht erwähnt werden.
Eine alte Indianer Legende besagt: Wenn Du stirbst, begegnest Du auf der Brücke, die zum Himmel führt, allen Tieren, die Dir auf Deinem Weg zu Lebzeiten begegnet sind. Und diese Tiere entscheiden, ob Du weiter gehen darfst oder nicht.
Zitat von Klemenzia im Beitrag #342Wenn man von 17 Mio Frauen im gebährfähigen Alter ausgeht und das sicherste bekannte Verhütungsmittel mit einem Risiko für Schwangerschaft von etwa ein Prozent bei korrekter Anwendung annimmt, ergeben sich, selbst dann, wenn das Risiko pro Jahr gilt: 170.000 Schwangerschaften pro Jahr bei absolut korrekt eingenommener Pille.
ja, das weiß auch jede, die die Pille nimmt.
Die sicherste Verhütungsmethode ist eine andere, ziemlich genau 0% Versagensquote, einen speziellen Ausnahmefall ausgenommen (scnr).
Wer Sex hat, kann dabei ein Kind zeugen. Das ist nun wirklich kene neue Erkenntnis.
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Du musst damit auch nicht glücklich sein. Es ist ja nicht dein Leben. Auch hier gilt, dass du nicht von deinem eigenen, begrenzten Standpunkt aus beurteilen kannst, was für eine andere Frau ein Grund für eine Abtreibung wäre. Auch nicht, was für andere eine persönliche Notlage darstellt. Da gibt es weitaus mehr Szenarien als du dir offenbar vorstellen kannst.
Ja klar, ich bin ja auch erst seit gestern auf der Welt. Ich habe doch von Ausnahmen geschrieben und dafür BEISPIELE genannt. Das heißt ja nicht, dass nur diese Beispiele als Ausnahmen gelten sollen. Aber hier wird einm ja das Wort im Mund umgedreht, nur weil man die Frau nicht als Nabel der Welt anerkennt.
Zitat von Klemenzia im Beitrag #342Wenn man von 17 Mio Frauen im gebährfähigen Alter ausgeht und das sicherste bekannte Verhütungsmittel mit einem Risiko für Schwangerschaft von etwa ein Prozent bei korrekter Anwendung annimmt, ergeben sich, selbst dann, wenn das Risiko pro Jahr gilt: 170.000 Schwangerschaften pro Jahr bei absolut korrekt eingenommener Pille.
ja, das weiß auch jede, die die Pille nimmt.
Die sicherste Verhütungsmethode ist eine andere, ziemlich genau 0% Versagensquote, einen speziellen Ausnahmefall ausgenommen (scnr).
Wer Sex hat, kann dabei ein Kind zeugen. Das ist nun wirklich kene neue Erkenntnis.
Ich bezog mich auf die Zahl der 90.000 Abtreibungen jährlich. Weitaus nicht jede verhütete Schwangerschaft wird abgetrieben. Ja, wer Sex hat, kann ein Kind zeugen, wer muss dafür sorgen? Der Mann, der am meisten Sex will oder die Frau, die das Kind dann austrägt?
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos