Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #213Wenn ich hier lese, schäme ich mich für meine Geschlechtsgenossinnen. Vom Zellhaufen zur Kaulquappe, eigentlich ein Thema für die Fassungslosigkeiten.
Ich schäme mich, wenn meine Geschlechtsgenossinnen solche Meinungen haben wie Du.
Ja, Chickenwings, wie Du aus meinen Beiträgen wahrscheinlich ersiehst, rede ich wirklich nicht den militanten Abtreibungsgegnern das Wort. Aber hier im Strang werden Userinnen als gefühlskalt dargestellt (ich paraphrasiere), die darauf hinweisen, dass medizinisch bzw juristisch halt verschiedene Phasen der Menschwerdung unterschieden werden; und umgekehrt wurden Userinnen durchaus dafür angegangen, dass sie eben schon im Frühstadium von "Kind" sprechen. Das ist halt eine emotionale Einordnung, und auf den Unterschied zur medizinischen/juristischen kann man ja hinweisen. Aber was soll das bringen, eine emotionale Einordnung als 'falsch' darzustellen, oder eine medizinische bzw. juristische als 'gefühlskalt' (ich paraphrasiere wieder)? Das wird hier meines Erachtens durcheinander geworfen. Konkret "schämt" man sich wechselseitig, wie in #213 oder in #216, oder letzthin in #227. Das ist doch sinnfreie Polemik, auf beiden Seiten.
"It has to be possible to feel the pain in one community without denying it to the other. It has to be!" John Oliver
Moderatorin in den Foren zu Beziehung und Sex, zu Kunst, Musik und Literatur, zu Politik und Tagesgeschen und zum Handwerken (warum auch immer). Ueberall sonst gilt: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen.
Ja, da bin ich bei dir, Flau. Danke nochmal fürs Aufdröseln. Ich finde das auch emotional gesehen schmerzlich wie zum Teil eben auch Frauen anderen Frauen so zusetzen.
Mehrzellige Lebewesen sind Zellansammlungen,und wenn jemand so will " Zellhaufen". Das trifft dann aber halt auf alle Mehrzeller zu. Nur weil der Mehrzeller lesen und schreiben kann,ist er nicht mehr "wert".
Was die rechtliche Beurteilung anbetrifft, trifft das Recht auf Leben (dass es aber wohl so in der Verfassung der USA nicht gibt wie in D) und Selbstbestimmung. Da werden dann Kompromisse gesucht. Und die haben es so an sich,dass alle " Seiten" Abstriche machen müssen.
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Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
@ kastanie: Ja,das ist aber leider auch schwierig. Reden können Menschen meist erst so ca.ein Jahr,nachdem sie geboren wurden. Also müssen andere Menschen die Perspektive der Ungeborenen einnehmen. Wobei sicher nicht jede/ r Ungeborene die gleiche Perspektive hat. Grundsätzlich ein Interesse an Leben tu unterstellen,entspricht der Erfahrung mit geborenen Lebewesen. Da ist Überlebenswille bei allen Lebewesen festzustellen. (Grundsätzlich. Einzelne Individuen handeln manchmal anders).
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Zitat von mono im Beitrag #231... Was die rechtliche Beurteilung anbetrifft, trifft das Recht auf Leben (dass es aber wohl so in der Verfassung der USA nicht gibt wie in D) und Selbstbestimmung. Da werden dann Kompromisse gesucht. Und die haben es so an sich,dass alle " Seiten" Abstriche machen müssen.
Warum sollte denn eine Frau, die sich aus guten Grpnen zum Schwangerschaftsabbruch entscheidet, einen Kompromiss mit religös-ethischen Fundamentalist*innen eingehen müssen?
Es wäre auch schon viel gewonnen, wenn konsensuell erlangte rechtliche Bestimmungen dann auch respektiert würden. Für die militanten Abtreibungsgegner*innen scheint es jedoch unverzichtbar zu sein, ihre religiös-ethischen Vorstellungen am und im Leben anderer Menschen durchzusetzen - zur Not eben mit Gewalt.
Die Befürworter*innen wollen niemanden zur Abtreibung zwingen oder überreden. Die Gegner*innen wollen aber jede Schwangere dazu zwingen, ihr Kind auszutragen und damit auch eine bestimmte Sexualmoral durchsetzen. Ich sehe da einen erheblichen Unterschied.
Eine gesetzliche Regelung erfolgt nicht auf individueller Ebene.
Im konkreten Fall geht es um die Abwägung verschiedener Rechtsgüter.
In D ist eine Regelung getroffen worden. In den USA verschiedene.
In beiden Ländern ist es prinzipiell möglich, gesetzliche Regelungen zu ändern- zum Teil mit gewissen Hürden.
Ziemlich offensichtlich ist " Roe vs Wade" juristisch umstritten. Und es sieht so aus,als wäre es ( aus momentaner Sicht) nicht haltbar. Kann sich ja auch wieder ändern.
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Ich finde, Nicolo hat es in #239 gut zusammengefasst. Ich würde nur für die Diskussion hier im Strang unterscheiden wollen zwischen militanten Abtreibungsgegner:innen, die Menschen bedrängen und bedrohen, und Userinnen hier, die vielleicht gegen Abtreibung sind, vielleicht auch aus religiösen Gründen, und vielleicht gar nicht per se gegen Abtreibung, sondern einfach auch beim Embryo Rechte sehen (nicht formaljuristisch gesprochen). Damit sind sie weder automatisch militant, noch heißen sie automatisch militante Methoden gut, das sollte man,zumindest ohne klärende Nachfrage, nicht unterstellen.
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Ja, mono, sag ich ja. Es ist ja auch nicht so als ob es die fundamental-religiös motivierten, vor allem in den USA, nicht gäbe. Ich sage nur, es gibt unterschiedliche Gruppen von Abtreibungsgegner:innen oder auch nur Abtreibungskritischen, und nicht alle sind Fundis. Ich dachte, da wären wir uns einig. Ich bin halt der Meinung, dass bei so einem sensiblen Thema sehr sorgfältig formuliert werden sollte. Deswegen sind weniger sorgfältig formulierte Positionen ja nicht falsch, sie bieten nur unnötig Zündstoff.
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Zitat von mono im Beitrag #242Es sind übrigens nicht alle Abtreibungsgegner "religiös-ethische Fundamentalisten/innen".
Nein. Ich las hier auch schon so etwas wie: "Ich bin gegen Abtreibungen, aber für das Recht jeder Frau, sich innerhalb eines gesetzlich abgesteckten Rahmens individuell für eine Abtreibung entscheiden zu dürfen."
Zitat von mono im Beitrag #244In #239 ist von Abtreibungsgegnern als " religiös-ethischen Fundamentalisten" die Rede.!
Dort steht aber nicht, dass alle Abtreibungsgegner*innen religiös-ethischen Fundamentalisten sind. Aber wer außer Dir selbst kann schon irgendwas so formulieren, dass Du daran nichts zu bemängeln hast?
Zitat von mono im Beitrag #241Eine gesetzliche Regelung erfolgt nicht auf individueller Ebene. ...
Eine gesetzliche Regelung definiert aber, was auf individueller Ebene straffrei möglich ist. Und da stellt sich mir dann schon die Frage, warum der individuelle Straffreiheitsrahmen eines Menschen wegen der ethisch-religiösen Überzeugungen ganz anderer, meistens wildfremder Menschen eingeschränkt werden sollte.
Was die christliche Lehre angeht, so ist ein Abtreibung im Extremfall eine Sünde, für die die sündige Seele mit ewiger Verdammnis bestraft wird. Genügt das denen nicht, die daran glauben? Was treibt sie, Andere zur Not gewaltsam vor dieser Verdammnis "schützen" zu wollen? Der Schutz der unsterblichen Seele des ungeborenen Kindes? Was für ein Gott wird sich derer nicht sowieso gnädigst annehmen?
Und wenn die "Pro life"-Bewegung" wirklich so besorgt um menschliches Leben wäre, warum engagiert sie sich dann nicht für die Verschärfung der Waffengesetze?
Fragen über Fragen.
Zitat ... Im konkreten Fall geht es um die Abwägung verschiedener Rechtsgüter. ...
Mensch kann das Ganze natürlich auch auf eine verfassungsrechtliche Frage beschränken. Dann aber sollte die inhaltliche Frage gänzlich außen vor bleiben.
Zitat von Nicolo im Beitrag #249 Und wenn die "Pro life"-Bewegung" wirklih so besorgt um menschliches Leben wäre, warum engagiert sie sich dann nicht für die Verschärfung der Waffengesetze?
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verstehst du nicht! Geborenes Leben...
Was. mich interessiert: Sind die Gegnerinnen eines Schwangerschaftsabbruchs grundsätzlich und unbedingt für den Schutz des ungeborenen Lebens?
Oder gibt es Gastrulae, die dann doch die A-karte haben? Ich denke da an Schwangerschaften nach einer Vergewaltigung oder massiv erschwert Vergewaltigung bei Inzest.