Zitat von mono im Beitrag #343Was erinnert dich an Hexenverbrennungen? (die übrigens eher in der Neuzeit als im Mittelater statfanden) Meinungsfreiheit?
Stigmatisierungen.
Was im Namen der Religion(en) in der Welt passiert, muss sicher nicht erwähnt werden.
Wer wird denn hier stigmatisert? Momentan am ehesten caramia.
Was Religionen anbetrifft, so tragen sie viel Gutes bei, leider passiert im Namen von Religion auch viel Schlechtes. Nun. Das ist so. Trifft auch auf diverse Ideologien zu. Menschen sind halt zu beidem, Gute und Schlechtem (und allem dazwischen) in der Lage.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Ich kann dir sagen, was mich - bezogen auf das Strangthema im Titel - daran erinnert:
Denunziationen von beliebigen Privatpersonen, die eine Frau anzeigen können, weil sie (mutmaßlich) abgetrieben hat. Inquisitorische Befragungen und Untersuchungen von Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben - sie könnte ja selbst nachgeholfen haben. Bestrafungen von Frauen, die einfach selbst über ihr ureigenstes bestimmen wollen. Bis hin zur Miteinbeziehung ihrer "Helfershelfer" (Taxifahrer, Ärzte etc.) DAS erinnert mich an Hexenverfolgungen.
Wer die christliche Religion als Begründung für seine Meinung anführt muss auch akzeptieren, wenn die Scharia, Bestandteil einer anderen Religion, gleich gewichtet wird.
Zitat von Klemenzia im Beitrag #342Wenn man von 17 Mio Frauen im gebährfähigen Alter ausgeht und das sicherste bekannte Verhütungsmittel mit einem Risiko für Schwangerschaft von etwa ein Prozent bei korrekter Anwendung annimmt, ergeben sich, selbst dann, wenn das Risiko pro Jahr gilt: 170.000 Schwangerschaften pro Jahr bei absolut korrekt eingenommener Pille.
ja, das weiß auch jede, die die Pille nimmt.
Die sicherste Verhütungsmethode ist eine andere, ziemlich genau 0% Versagensquote, einen speziellen Ausnahmefall ausgenommen (scnr).
Wer Sex hat, kann dabei ein Kind zeugen. Das ist nun wirklich kene neue Erkenntnis.
Ich bezog mich auf die Zahl der 90.000 Abtreibungen jährlich. Weitaus nicht jede verhütete Schwangerschaft wird abgetrieben. Ja, wer Sex hat, kann ein Kind zeugen, wer muss dafür sorgen? Der Mann, der am meisten Sex will oder die Frau, die das Kind dann austrägt?
"Der Mann" will am meisten Sex? Das Männerbild einiger user hier ist wirklich interessant...
Also, zu Frage: Beide. Wer Sex hat, hat Verantwortung. Für das Leben/die Gesundheit der Sexualpartner, für eventuell neu gezeugtes leben, für die eigene psychische Gesundheit undn die der Sexualpartner. Wer die nicht tragen will, sollte kalt duschen.
(Dass Vergewaltigungen hier ausgeschlossen sind, ergibt sich von selbst)
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von mono im Beitrag #351 Wer wird denn hier stigmatisert? Momentan am ehesten caramia.
Ich sehe nicht, das sie stigmatisiert wird. Hier wird diskutiert und argumentiert, nicht stigmatisiert.
ZitatWas Religionen anbetrifft, so tragen sie viel Gutes bei, leider passiert im Namen von Religion auch viel Schlechtes. Nun. Das ist so. Trifft auch auf diverse Ideologien zu. Menschen sind halt zu beidem, Gute und Schlechtem (und allem dazwischen) in der Lage.
Es geht hier auch nicht um Sinn und Unsinn von Religionen allgemein. Wir sind nicht im Religions-Forum.
Zitat von SASAPI im Beitrag #353Wer die christliche Religion als Begründung für seine Meinung anführt muss auch akzeptieren, wenn die Scharia, Bestandteil einer anderen Religion, gleich gewichtet wird.
Wieso das? Christliche Religion enthält nicht die Schariaregeln. Wenn jemand den Islam anführen würde anführen würde, könnte ich den Schluss ja noch verstehen, wobei ich nicht denke, dass Muslime zwangsläufig auch der Scharia folgen, aber was hat denn das Christentum mit der Scharia zu tun?
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
"Der Mann" will am meisten Sex? Das Männerbild einiger user hier ist wirklich interessant...
Also, zu Frage: Beide. Wer Sex hat, hat Verantwortung. Für das Leben/die Gesundheit der Sexualpartner, für eventuell neu gezeugtes leben, für die eigene psychische Gesundheit undn die der Sexualpartner. Wer die nicht tragen will, sollte kalt duschen.
(Dass Vergewaltigungen hier ausgeschlossen sind, ergibt sich von selbst)
Ich kennen reihenweise Beziehungen mit kleinen Kindern, bei denen die Ehemänner jahrelang über zu wenig Sex klagen und ernsthaft über Trennung deshalb nachdenken.
Man sollte das schon zu Ende denken. Wer zu Prostituierten geht, erhöht die Rate ungewollter Schwangerschaften -> Ergo, vielleicht sollten Abtreibungsgegner für Enthaltsamkeit demonstrieren, dann tragen die Verantwortung nämlich nicht nur Frauen, sondern beide Partner.
- "Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts zu seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen." - Epikur von Samos
Das ist halt die gute alte katholische Lesart. Sexualität ist eine ernsthafte Angelegenheit, nur zum Zwecke der Fortpflanzung zu nutzen und nicht aus Jux und Dollerei.
Mono, willst du mit deiner Argumentation wirklich ernstgenommen werden?
Wieso das? Christliche Religion enthält nicht die Schariaregeln. Wenn jemand den Islam anführen würde anführen würde, könnte ich den Schluss ja noch verstehen, wobei ich nicht denke, dass Muslime zwangsläufig auch der Scharia folgen, aber was hat denn das Christentum mit der Scharia zu tun?
Stichwort "Gott" und caramias, und wenn ich mich nicht irre auch deine Argumentation "Gott bestimmt über Leben und Tod.*" Nun, das besagt die Scharia auch. Dass Muslime Gott eben Allah nennen, macht da keinen Unterschied. In den drei Wüstenreligionen berufen sich alle auf den gleichen Gott.
*Entweder beruft man sich in dieser radikalen Aussage auf Gott mit allen Konsequenzen oder man hält sich doch lieber an die eigene kulturelle Ausprägung, die dann doch nicht so absolut ist.
Ich kann dir sagen, was mich - bezogen auf das Strangthema im Titel - daran erinnert:
Denunziationen von beliebigen Privatpersonen, die eine Frau anzeigen können, weil sie (mutmaßlich) abgetrieben hat. Inquisitorische Befragungen und Untersuchungen von Frauen, die eine Fehlgeburt erlitten haben - sie könnte ja selbst nachgeholfen haben. Bestrafungen von Frauen, die einfach selbst über ihr ureigenstes bestimmen wollen. Bis hin zur Miteinbeziehung ihrer "Helfershelfer" (Taxifahrer, Ärzte etc.) DAS erinnert mich an Hexenverfolgungen.
Da wirfst du aber viel in eine Topf.... Denunziationen sind natürlich nicht gut und die ärztliche Schweigepflicht sollte mMn unangetastet bleiben. Befragungen von Frauen, die eine Fehlgeburt hatten finde ich aber wichtig, denn vielleiht(ziemlich sicher) wollen sie keine zweite. Und es kann ja sein, dass, wenn der Grund für die erste gefunden wird, eine weitere vermieden werden kann. Außerdem kann die Frau ja nur dann richtig behandelt werden. Eine innere Blutung oder das Risiko dafür z.B. zu übersehen kann tödlich enden. Daher: Befragung auf jeden Fall, natürlich einfühlsam und die Inhalte unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Bei Bestrafungen ist halt die Frage, welches Strafmaß vorgesehen ist. In D bleibt das Ganze ja straffrei bis zu Woche 12, ggfs auch länger. In den USA wird es da unterschiedliche Regelungen geben, dann gilt halt das Recht des jeweiligen Staates.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Wieso das? Christliche Religion enthält nicht die Schariaregeln. Wenn jemand den Islam anführen würde anführen würde, könnte ich den Schluss ja noch verstehen, wobei ich nicht denke, dass Muslime zwangsläufig auch der Scharia folgen, aber was hat denn das Christentum mit der Scharia zu tun?
Stichwort "Gott" und caramias, und wenn ich mich nicht irre auch deine Argumentation "Gott bestimmt über Leben und Tod.*" Nun, das besagt die Scharia auch. Dass Muslime Gott eben Allah nennen, macht da keinen Unterschied. In den drei Wüstenreligionen berufen sich alle auf den gleichen Gott.
*Entweder beruft man sich in dieser radikalen Aussage auf Gott mit allen Konsequenzen oder man hält sich doch lieber an die eigene kulturelle Ausprägung, die dann doch nicht so absolut ist.
Wenn es nur einen Gott gibt, ist es logischerweise der Gleiche ja, aber ich dachte, das soll ins Religionsforum? Was denn nun? Übrigens ist meine Linie eine andere, ich versuche auch, bei der rechtlichen Seite zu bleiben.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von SASAPI im Beitrag #359... Mono, willst du mit deiner Argumentation wirklich ernstgenommen werden?
Rhethorische Frage, und außerdem kränkend und abwertend. Mache ich auch nicht umgekehrt. Jeder muss ernstgenommen werden, auch wenn einem Anderen die Meinung nicht passt. Ohne diese Vorraussetzung funktionieren Gesellschaften nicht.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von SASAPI im Beitrag #353Wer die christliche Religion als Begründung für seine Meinung anführt muss auch akzeptieren, wenn die Scharia, Bestandteil einer anderen Religion, gleich gewichtet wird.
Wieso das? Christliche Religion enthält nicht die Schariaregeln. Wenn jemand den Islam anführen würde anführen würde, könnte ich den Schluss ja noch verstehen, wobei ich nicht denke, dass Muslime zwangsläufig auch der Scharia folgen, aber was hat denn das Christentum mit der Scharia zu tun?
Darum geht es doch gar nicht, sondern um die Gleichbehandlungen von Religionen:
Zitat von noBarbie im Beitrag #337 Wer will, dass Gesetze durch Religionen bestimmt werden, muss sich auch mit der Anwendung der Scharia abfinden.
Sinngemäß hat Sasapi nichts anderes geschrieben.
Wenn wir die Würde anderer Menschen nicht achten, indem wir sie gegen Geld in irgendwelche Drittstaaten weiterreichen, so wie unseren Plastikmüll, dann verletzen wir auch unsere eigene Würde.
Zitat von mono im Beitrag #354Wer Sex hat, kann dabei ein Kind zeugen. Das ist nun wirklich kene neue Erkenntnis.
Nein, aber immerhin sind wir soweit, dass wir verstehen, dass Sex zwar vielleicht ursprünglich der Arterhaltung diente, aber mittlerweile auch aus anderen Gründen betrieben werden kann - und darf ;-)
Ich fürchte, mit Ratschlägen a la Kalte Dusche wirst du halt nicht weit kommen. Die wenigsten Leute wollen im Leben unbeabsichtigt ein Kind zeugen und dann zur Austragung und Aufzucht gezwungen werden. Mit Gottes Wille brauchst du mir da nicht kommen - das will ich entweder von ihm direkt hören, oder ich orientier mich auch weiterhin so, wie ich es für passend halte - das tun ja auch alle Religiösen, oder?
Zitat(Dass Vergewaltigungen hier ausgeschlossen sind, ergibt sich von selbst)
Nein, tut es eben nicht. Warum sollte es? Unter welchem Gesichtspunkt? Gezeugtes Leben ist doch gezeugtes Leben, oder? Weil wenn ich deiner Argumentation folge, sind bei einer Vergewaltigung gezeugte Kinder weniger 'wert' (weil die dürfen abgetrieben werden).
Zitat von mono im Beitrag #340Ich habe bereits geschrieben, dass ich die Regelung in D als akzeptablen Kompromiss sehe.
Und warum? Warum findest du diese Abtreibungen okay und andere nicht?
ZitatFür andere Länder kann und will ich nicht sprechen, das bestimmen die dort lebenden Bürger(bestenfalls, aber die USA, um die es hier geht, sind ein demokratisches Land, in dem jeder wählen kann).
Uff. Ein frommer Glaube. Ist hier allerdings OT ;-)
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #335Ja, Abtreibung sollte zunächst mal grundsätzlich verboten sein, mit Ausnahmen allerdings, auch wenn mir persönlich diese Ausnahmen Bauchschmerzen bereiten, weil diese mit meinem christlichen Glauben kollidieren. Der sagt nämlich, dass alleine Gott über Leben und Tod zu entscheiden hat.
Allerdings sind wir Menschen heute längst darüber hinweg. Wir halten mit Hilfe der modernen Medizin Menschen am Leben, die vor 20 oder 30 Jahren unweigerlich gestorben wären. Und wir schalten andererseits Maschinen ab, wenn nach menschlichem Ermessen ersichtlich ist, dass einem Menschen bestenfalls noch jahrelanges Siechtum bevorstehen würde. All das sind Dinge, wo wir uns längst über Gottes Gebot hinweggesetzt haben.
Bei Abtreibung sehe ich es so, dass die Erlaubnis sich auf echte Ausnahmefälle beschränken sollte und dass da wirklich sorgsam abgewogen werden muss. Ein versagendes Verhütungsmittel wäre für mich kein solcher Grund, wobei ich ohnehin daran zweifle, dass das über 90 000 x pro Jahr passiert.
Anders sieht es bei Vergewaltigung aus oder bei Gefahr für Leib und Leben von Kind oder Mutter.
Damit KÖNNTE ich mich anfreunden, glücklich bin ich damit nicht.
Ich frage dich das gleiche wie mono oben: Warum in diesen Fällen und in allen anderen nicht?
Ganz einfach- wer es als Frau wagt, liederlicherweise aus Spaß am Sex sich mit einem Mann einzulassen, der (die) hat gefälligst Verantwortung zu übernehmen.
Bessere Handlangerinnen kann kein Patriach der Welt finden als derart gläubige Frauen.
Zitat von mono im Beitrag #333 Wer tot ist, hat ja erst gar keine Chance auf ein gelingendes Leben. Das Leben von frauen wird auch nicht grundsätzlich ruiniert wenn sie ein Kind bekommen. Selbst, wenn die Schwangerschaft so nicht geplant war.
Tatsächlich rede ich vom Leben der Frau, allein darum geht es. Um ihr Empfinden zum Zeitpunkt der unerwünschten Schwangerschaft. Nur SIE darf entscheiden, wie sie damit umgehen will. Die Zellansammlung ganz sicher nicht, entwickelte Menschen auch nicht, deren Glaube braucht die Frau nicht zu interessieren. Zeugen Jehovas , Voodoo-Anhänger, Aluhutträger, Satanisten, Astrologen, Werwolf-Verfechter, Katholiken: not my cup of tea, geht mich nichts an
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #335Ja, Abtreibung sollte zunächst mal grundsätzlich verboten sein, mit Ausnahmen allerdings, auch wenn mir persönlich diese Ausnahmen Bauchschmerzen bereiten, weil diese mit meinem christlichen Glauben kollidieren. Der sagt nämlich, dass alleine Gott über Leben und Tod zu entscheiden hat.
.
DEIN Gott, deine Sache, nicht meine. Entscheidet dein Gott bei Vergewaltigungen anders? Oder entscheidest du, dass Gott da nicht entscheidet? Auch wenn das Leben der Mutter gefährdet ist? Gibt es A-/B- und C-Schwangerschaften? Das Etwas im Bauch der Frau hat die A*-Karte, wenn der Erzeuger Vergewaltiger war? Versteht man das unter Erbsünde?
Als erwachsene Frau weiß ich, wie ich so sicher verhüte, dass ich nicht schwanger werde. Zu 100%. Das geht. Von einem Mann erwarte ich das Gleiche Wissen.
Wer als Jugendlicher noch nicht reif genug ist sich damit zu befassen ist aus meiner Sicht nicht reif genug für Sex.
Denn ja, aus Sex kann eine Schwangerschaft entstehen und ich wertschätze diese auch schon im Anfangsstadium und deshalb geht es mir beim Sex nicht nur (natürlich auch, dass ist ja kein Ausschlusskriterium) um Spaß, sondern auch um die Verantwortung: meinem Körper gegenüber, meiner Seele gegenüber, dem Ungeborenen gegenüber.
Wenn es in Ländern oder Schichten an Bildung mangelt, sollte hier angesetzt werden. Mangelt es an finanzieller Unterstützung ist das ebenfalls ein wichtiger Punkt.
Im Falle einer Vergewaltigung hatte die Frau keine Wahl sich zu schützen. Und der Mann ist ja dann eh ein Arschloch. Deshalb bewerte ich das u.a. anders. Noch ausschlaggebender ist für mich aber die Tatsache, dass eine Schwangerschaft nach Vergewaltigung ein immenses psychisches Trauma sein kann, welches meiner Meinung nach über allem steht. Ja, das bewerte ICH in diesem Fall so.
Das hat auch nichts mit 50er Jahre Mentalität zu tun und auch in meinem Fall auch nichts mit Religion. Wer weiß, wie er richtig verhütet kann sich meinetwegen durch ganz Texas vögeln. Das ist mir völlig egal.
Zitat von Jubidu im Beitrag #371Als erwachsene Frau weiß ich, wie ich so sicher verhüte, dass ich nicht schwanger werde. Zu 100%. Das geht. Von einem Mann erwarte ich das Gleiche Wissen.
.
Ja, hatten wir schon: Apfel essen. "Vorher oder nach dem Sex?" "Statt Sex"
Jubidu, ich finde es ziemlich anmaßend, ungewollt Schwangeren zu unterstellen, sie wüssten nicht, wie sichere Verhütung ginge. Du solltest ein Patent anmelden, wenn du zu 100 % sicher verhütest. Ich kann kaum glauben, dass du dies als Medizinerin schreibst.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Es geht mir (persönlich) um das Frauenbild, was hinter solchen Postings wie von Mono ,Caramia etc steht. Und bitte- kalt duschen??
Das ist doch lächerlich.
Ich habe mich bemüht, mit meinen Töchtern immer soweit im Gespräch zu bleiben, auch in diesem Punkt, dass mein Wort "Gewicht" hatte. Aber: Ausgeschlossen ist eine ungeplante Schwangerschaft nie. Selbst bei Sterilisation nicht. Wie gesagt: knapp über 60 von 1000....
Und so wie nicht Mutterliebe und Schutzinstinkt mit der Geburt kommen, so ist auch nicht jede Schwangerschaft, die abgebrochen wird, ungeplant. "Unsichere Partnerschaft" ist eine häufige Begründung. Anstatt über Druck, Strafandrohung Abbrüche verhindern zu wollen wäre es deutlich besser, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem so vielen Frauen wie möglich das Gefühl gegeben wird- Mit Kind kriegt man es auch allein gut hin. Den Kerl brauch ich nicht zwingend dazu, wenn er nicht hilfreich ist :) (Eine Freundin von mir sagte mal über den Vater ihrer heute weit über 30jährigen Tochter: "Er war ein echter Fehlgriff. Aber hey, er hat mir zu meiner wunderbaren, hübschen, intelligenten und warmherzigen Tochter verholfen. Also, das ist ihm gelungen...")
Und Anstrengungen in diese Richtung sehe ich eher nicht. Schon gar nicht, wenn ich die letzten 2 Jahre zurück gucke.
Dieses selektive Lesen. Ich habe ja schon geschrieben, dass ich prinzipiell nicht gegen Abtreibung bin. Aber vor allem bin ich ein Fan von Verantwortung übernehmen. Und ich bin der Meinung, dass der Ansatz nicht bei der Frage Abtreibung sein sollte sondern beim Thema Aufklärung, Verhütung, Finanzen und Verantwortung. Diese Themen sind viel wichtiger.
Und das mit Texas habe ich nur geschrieben, weil ja immer wieder die 50er Jahre/prüde-Keule geschwungen wurde.🙄