Zitat von Wendy im Beitrag #134 Oh nein, Bücher schmeißt man doch nicht weg! Allenfalls kommen sie in einen öffentlichen Bücherschrank, in ein Sozialkaufhaus oder auch in einen Bus! Auch bei ebay kann man sie verschenken. Ich bin echt schockiert!
Ich habe im Sozialkaufhaus bei uns nachgefragt. Die nehmen nur neue Bücher, will sagen, aktuelles.
Die werden leider von alten Schinken; Simmel und co überschwemmt. Als ich dort gearbeitet habe, nahmen wir die Bücher aus Höflichkeit und Zeitmangel (um sie direkt zu sortieren fehlte die Zeit) an und später gaben wir das meiste zum Altpapier. Menschen mit wenig Geld hilft man am besten, wenn neuere Literatur oder Klassiker gespendet werden. Also Bücher, die man selbst noch lesen würde.
(Sorry für OT. Lag mir auf dem Herzen und bezieht sich eigentlich nicht auf Morticia)
Zitat von Suzie im Beitrag #152Ich hoffe, das kam noch nicht: Janina David, Ein Stück Himmel, Ein Stück Erde und Ein Stück Fremde. Wunderschön verfilmt.
Doch, ich hatte es erwähnt. (Ich hatte den Sammelband und somit alle drei.)
Aber ist doch nicht schlimm, wenn du es nochmal nennst!
Zitat von Morticia im Beitrag #144 Ich habe im Sozialkaufhaus bei uns nachgefragt. Die nehmen nur neue Bücher, will sagen, aktuelles.
Die werden leider von alten Schinken; Simmel und co überschwemmt. Als ich dort gearbeitet habe, nahmen wir die Bücher aus Höflichkeit und Zeitmangel (um sie direkt zu sortieren fehlte die Zeit) an und später gaben wir das meiste zum Altpapier. Menschen mit wenig Geld hilft man am besten, wenn neuere Literatur oder Klassiker gespendet werden. Also Bücher, die man selbst noch lesen würde. (Sorry für OT. Lag mir auf dem Herzen und bezieht sich eigentlich nicht auf Morticia)
Das Problem haben wir in der Bibliothek auch. Altes können wir nicht annehmen, da uns einerseits der Platz fehlt und andererseits die Kunden zu 99% aktuelles leihen wollen.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Zitat von Suzie im Beitrag #152Ich hoffe, das kam noch nicht: Janina David, Ein Stück Himmel, Ein Stück Erde und Ein Stück Fremde. Wunderschön verfilmt.
Doch, ich hatte es erwähnt. (Ich hatte den Sammelband und somit alle drei.)
Aber ist doch nicht schlimm, wenn du es nochmal nennst!
War ja wirklich gut.
Und die Filme (Vilsmaier / Vavrova, oder?) auch!
Bücher und Filme sind sehr gut! Habe ich gelesen und gesehen. Die Hauptdarstellerin Dana Vavrova, verheiratet mit Vilsmaier, ist mit 43 Jahren an Krebs gestorben. Sie hatte drei Kinder mit ihm! Auch in "Herbstmilch" hatte sie die Hauptrolle. Das Buch ist gut verfilmt worden. Mir kommen auch immer mehr Bücher und Autoren in den Sinn, z.B. D. du Maurier mit "Rebecca" und einigen anderen, deren Titel ich aber vergessen habe. Ein Buch von ihr ist mir in besonderer Erinnerung: eine Zeitreise und gleichzeitig eine Liebesgeschichte. Das bringt mich auf Zeitreisen ... Bücher mit dem Thema finde ich sehr interessant, obwohl ich dem Genre SF sonst nicht viel abgewinnen kann. "Die sanften Ungeheuer" von Ira Levin haben mich gefesselt, auch seine anderen Bücher. A. Eschbach schreibt nicht grade SF, aber auch Ungewöhnliches, siehe "Das Jesus Video", das ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Den Film allerdings nicht. Dann ist da noch M. Crichton mit "Timeline" und anderen. Der war auch ein toller Mann und ist viel zu früh gestorben.
Traurig, was mit gedruckten Büchern passiert! Manche sind es ja nicht wert, aufgehoben zu werden, aber viele schon. Kishon und Simmel zum Beispiel. Simmel, obwohl er als "seichte" Unterhaltung verpönt war, habe ich gern gelesen! Ich lege Bücher oft in die entsprechenden Regale in Bussen oder gebe sie in ein second hand Kaufhaus, die nehmen alles. Allerdings weiß ich nicht, ob sie auch alles verkaufen können ...
Von Hörbüchern halte ich übrigens wenig bis nichts. Ich muss ein Buch in der Hand haben .
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Maramartina im Beitrag #150 Wer kennt noch „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estes??
Hier, das habe ich mal von meiner Fast-Schwägerin gefunden, soweit ich mich erinnere, war es interessant, mir dann aber zu extrem und zu esoterisch (?? weiss ich nicht genau, meine Erinnerung ist etwas vage.
Zitat von Hydra im Beitrag #108Mit Hesse bin ich nie warm geworden, obwohl es auch in den 80ern zum Teil noch Kult unter Jugendlichen war.
Ich auch nicht, Unterm Rad hat mir ein Deutsch-Lehrer ziemlich vergällt und zum Steppenwolf habe ich keinen Zugang gefunden. Max Frischs "Stiller" mochte ich dagegen sehr und Dürrenmatt.
Ansonsten waren die "Helden der deutschen Literatur" aus meiner Jugend eher die Dramatiker: Schiller, Büchner, Brecht.
Zitat von Leandra28 im Beitrag #109 ..... Enid Blytons Abenteuer-Serie). Die Abenteuer-Bücher sind neben Hanni und Nanni auch immer meine Lieblingsbücher von Enid Blyton geblieben. Am allerliebsten mochte ich Die Insel der Abenteuer und vor allem Das Tal der Abenteuer. Ich spüre sofort wieder die Atmosphäre, sobald ich daran denke. (Habe sie vor ein paar Jahren meinem Sohn vorgesetzt, er hat sie ebenfalls gelesen und auch gemocht, ich habe sie dann auch noch einmal gelesen und auch im Nachhinein noch verstanden, wieso ich sie damals so gemocht habe. )
Danke für die Erleuchtung! Ich habe die Abenteuer-Bücher in meiner Erinnerung der 5-Freunde-Reihe zugeschlagen. Jetzt wo ich Dein Post lese, fällt der Groschen, dass das eine andere Reihe war. Und ja, die war (oder ist) viel schöner, als die Freunde!! So genau erinnere ich mich nicht mehr, aber es war, glaube ich, Die Insel der Abenteuer, die ich absolut geliebt habe!
Allende habe ich relativ spät entdeckt, es gab bisher noch kein Buch, das mir nicht gefallen hat. "Paula" ist natürlich sehr besonders und bewegend, aber ich finde ihre Größe sind die langen, mit der Geschichte verwobenen Familiengeschichten, die neben dem Geisterhaus Die Insel unter dem Meer, Portrait in Sepia....
Astrid Lindgren finde ich auch heute für Kinder noch sehr gut lesbar (und vorlesbar), wobei die Bücher so unterschiedlich sind, dass nicht jedes was für jeden ist, sondern aber jeder etwas finden kann. So mochte die Ferien auf Saltkrokan nur mein Jüngster, während der Mittlere besonders von Karlson, aber auch den Brüdern Löwenherz angetan war. Die Große blieb eher bei der altbewährten Pippi und Michel. Ich selbst konnte als Kind mit Pippi nichts anfangen, liebte aber Ronja und Madita.
"Tell me, what it is you plan to do with your one wild and precious life?" - Mary Oliver
Moderatorin im Reiseforum, Frauengesundheit, Kinder, Familie und Erziehung, Kindergesundheit, Kinderwunsch, Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Baby und Kleinkind, Umbrüche im Leben, Verlust und Trennung, Was bringt Dich aus der Fassung? sowie Mode und Kosmetik
Hier noch eine Erinnerung an "Reader's Digest" ... meine Eltern hatten da einige Jahrgänge, und ich habe sie als Kind alle gelesen. Ich erinnere mich gut an vieles ... Anfangs im Heft immer "Einkaufsbummel mit Angelika", dann eine Serie, in der Teile des menschlichen Körpers ihre Funktion in der Ich - Form erzählten ("Peters Prostata" - was ist denn die Prostata?); mit dem "Humor in Uniform" konnte ich nicht so viel anfangen. Aber auch ich liebte die kleinen eingestreuten Schmankerl. Das Wörter-Quiz war auch immer gut ... und einige Artikel blieben mir nachhaltig in Erinnerung, z.B. einer über Walfang. Die Jahrgänge waren teils echt alt, aus den Fifties, Sixties ... Ich erinnere mich auch an die Werbungen, vielfach noch gemalt ..."darauf einen Dujardin" ... und an ein richtig tolles Bonmot, an das ich immer wieder denke:
"Lass die anderen selber herausfinden, wer du bist. Sie merken es sich dann besser."
Und natürlich... Mad! Alfred E. Neumann, die Leserbriefe an "die Red.", Don Martin mit seinen Figuren, die immer Feinbein und Weizenkeim hießen ... (im Original Fonebone, wie ich neulich mal recherchierte) ... Spion und Spion (die ich doof fand!), die Film-Persiflagen ... die witzigen anderen Cartoons, deren Zeichner ich nicht benennen kann, die oft wirklich zum Brüllen komisch waren ...
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Meine Grosseltern mütterlicherseits hatten den Reader's Digest abonniert, das war da auf dem Dorf, wo sie lebten, nicht so die Norm. Da hab ich auch oft drin geschmökert, wenn ich bei ihnen ein Wochenende verbracht habe. Den heutigen RD blätter ich ab und zu im Laden oder in der Bücherei durch, aber er macht mich nicht mehr so an. Meine Eltern hatten dann später auch diese RD Auszugsromane, wo in einem Buch 3 oder 4 gekürzte aktuelle Romane zusammengestellt waren.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Guten Morgen, kennt den jemand zu SVENDE MERIAN, DER TOD DES MÄRCHENPRINZEN die Antwort ICH WAR DER MÄRCHENPRINZ. Das war damals ein ziemliches Thema Mitte der 80er. Ich habe auch eine Zeitlang gerne LUSTIGE FRAUENBÜCHER gelesen. MEIN NÄCHSTEN MANN WIRD ALLES ANDERS MÄNNER SIND AUS SCHOKOLADE TBC
Ende der 80er und Anfang der 90er waren die total "in". Manche waren ganz gut, aber der Großteil ...
Als Kind war ich dank einer Buchbinderin als Nachbarin, die in der Remittenden-Abteilung eines Verlages arbeitete, mit Kinderbuchklassikern gut ausgestattet. So komplette Sammlungen der Kinderbücher von Erich Kästner, Otfried Preußler, Max Kruse, Astrid Lindgren u. ä. , aber auch Märchenbücher und Sagen aller Art.
Als Jugendliche habe ich dann die Bücherregale meiner Mutter durchstöbert, als beeindruckend in Erinnerung geblieben sind mir aus der Zeit "Von Menschen und Mäusen", "Frühstück bei Tiffany" (hier murmele ich am Ende des Films mit Audrey Hepburn regelmäßig, das Ende ist falsch) und "Wenn die Mondwinden blühen". Und Pearl S. Buck habe ich auch verschlungen, "Ostwind, Westwind" ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Und als Pubertierende ein Sammelband mit erotischen Passagen aus der Weltliteratur.
Als junge Erwachsene mochte ich die englische Krimi-Lady Dorothy L. Sayers gern und die Romane von Eric Ambler.
"Bescheidenheit ist die subtilste Form von Arroganz." Sprichwort
Zitat von Suzie im Beitrag #159Guten Morgen, kennt den jemand zu SVENDE MERIAN, DER TOD DES MÄRCHENPRINZEN die Antwort ICH WAR DER MÄRCHENPRINZ. Das war damals ein ziemliches Thema Mitte der 80er.
Ja, ebenso wie "Wenn Frauen zu sehr lieben" von ?? Ich fand die "Über Männer jammern" Bücher nicht besonders toll.
Zitat MEIN NÄCHSTEN MANN WIRD ALLES ANDERS
Sorry, aber das heißt "Beim..." und ist von Eva Heller und sehr gut, fand/finde ich, richtig witzig mit Gottfried Schachtschnabel, dem frauenbewegten Dozenten und all den Klischees, die damals so en vogue waren und über die die Autorin sich auf eine nette und spannende Art lustig gemacht hat. Eva Heller hat kein anderes Buch geschrieben, das mich vom Hocker gerissen hätte.
Zitat Ende der 80er und Anfang der 90er waren die total "in". Manche waren ganz gut, aber der Großteil ...
Ja, der Großteil war total blöd, ich sage nur: Hera Lind und Gaby Hauptmann - für mich zum Weglaufen.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Meine Mutter war früher im Bertelsmann Club, und der Bücherschrank war voll mit dessen Schmökern.
Als Jugendliche habe ich besonders gern die Bücher von c. C. Bergius gelesrn. Meine Güte, war es toll, sich in diese Geschichten zu versenken! natürlich habe ich auch j. M. Simmel gelesen. Pearl s Buck. Daphne du Maurier. Alles was das bücherregal hergab.
Als junger Erwachsener wurde mir auch einmal das Buch "die wolfsfrau" nahegelegt bzw. geschenkt, und ich fand es ganz fürchterlich! Mit esoterischen Zeug habe ich einfach nicht viel am Hut.
Noch ein Buch aus der Fischer-Reihe "Frau in der Gesellschaft": "Ich bin ich" von Judith Jannberg (Pseudonym). Kennt das noch jemand? Das Buch war in den 80ern ein Renner der Frauenliteratur. Jannberg berichtet über ihr eigenes Leben als Frau eines erfolgreichen Politikers, der sie unterdrückte und mit Sätzen wie "Du bist ein Nichts und Niemand. Alles was du bist, bist du nur durch mich" glänzte. Heute würde man dieses Mann als Narzissten bezeichnen. Die Trennung war dann ein Befreiungsschlag.
Das Nachfolgebuch "Ich bin eine Hexe" las ich damals auch - und war sehr enttäuscht. Voller esoterischem Geschwurbel, nix für mich.
Zitat von Leandra28 im Beitrag #153Und die Filme (Vilsmaier / Vavrova, oder?) auch!
Ohh, ja, an Herbstmilch erinnere ich mich, hab ich mit Genuss gelesen - angesichts der Materie eigentlich unangebracht zu sagen, aber es war unglaublich spannend und eindruecklich beschrieben. Den Film kenn ich nicht (dafuer Schlafes Bruder und da auch das Buch).
@fritzi: Allende hab ich frueh zu lesen begonnen, dafuer aber auch wieder frueh aufgehoert Ich kenn glaub ich fast alles vom Fruehwerk (Geisterhaus, Liebe & Schatten, die 2 Eva Lunas), die spaeteren nicht mehr. Den Unendlichen Plan hab ich herumstehen und beaeuge ihn seit einiger Zeit, vermutlich isses bald soweit. Paula will ich lesen, aber auch wieder nicht - bin Mutter einer Tochter, da wird das starker Tobak ...
@Dunkelblonde Einkaufsbummel mit Angelika - jaaa, jetzt kommt alles zurueck!!! Die Angelika 1985 hat natuerlich anders ausgeschaut als die von 1995 .... "Humor in Uniform" hat vermutlich irgendwann nicht mehr dem Zeitgeist entsprochen ;-)) in den neuen Heftln ist das garnimmer drinnen. Das Bonmot ist ein heisser Kandidat fuer meine Signatur, das will ich fast stehlen *g*
Und MAD Magazine, wow, ja, auch da hab ich in der Staedtischen Buecherei immer fieberhaft auf neue Ausgaben gewartet und alle anderen nachgelesen. Die Faltbilder auf der letzten Seite!!
Zitat von Lea58 im Beitrag #160"Frühstück bei Tiffany" (hier murmele ich am Ende des Films mit Audrey Hepburn regelmäßig, das Ende ist falsch)
Ach, nicht nur das Ende. Die haben das ganze Buch nicht kapiert. (Oder wohl eher bewusst veraendert, um's publikumstauglicher zu machen. Audrey war im Grunde auch ziemlich fehlbesetzt, die Holly Golightly im Buch wird ziemlich anders beschrieben und/oder stell ich mir anders vor. Soll aber keine Beschwerde sein, sie ist ja trotzdem super.)
Zitat von Wendy im Beitrag #161Eva Heller hat kein anderes Buch geschrieben, das mich vom Hocker gerissen hätte.
'Beim naechsten Mann' fand ich genial, ich hab's zwar beim ersten Lesen kaum verstanden, aber mich gut unterhalten; beim zweiten Lesen fand ich die Satire ausgezeichnet. Ein zweites Buch von ihr hab ich gelesen, aber kann mich ueberhaupt nicht mehr dran erinnern, nichtmal an den Titel (nein, auch auf Wikipedia kein Wiedererkennungseffekt)
Sie hat auch ein Kinderbuch geschrieben, ueber Farben, das habe ich Jahre spaeter fuer meine Tochter gekauft und mochte es, hab aber eine Zeit gebraucht, zu schnallen, dass das die selbe EH ist wie oben!
Und: Hera Lind - Gaby Hauptmann - Ildiko von Kuerthy waren fuer mich die Unheilige Dreifaltigkeit der Frauenliteratur. Unerklaerlich populaer (okay, schnell lesbar, und nicht notwendigerweise schlecht geschrieben, aber deswegen trotzdem nicht gut)
Zitat von Lea58 im Beitrag #160"Frühstück bei Tiffany" (hier murmele ich am Ende des Films mit Audrey Hepburn regelmäßig, das Ende ist falsch)
Ach, nicht nur das Ende. Die haben das ganze Buch nicht kapiert. (Oder wohl eher bewusst veraendert, um's publikumstauglicher zu machen. Audrey war im Grunde auch ziemlich fehlbesetzt, die Holly Golightly im Buch wird ziemlich anders beschrieben und/oder stell ich mir anders vor. Soll aber keine Beschwerde sein, sie ist ja trotzdem super.)
Das hab ich auch immer gedacht, aber sowohl Film als auch Buch mag ich sehr.
Bei mir ist es "Kim" von Rudyard Kipling. Hach! Diese Magie, diese Atmosphäre. Ich konnte mich immer so gut mit dem kleinen Streuner identifizieren.
Meine Eltern waren auch längere Zeit im Buchclub - und an Perlen wie Desiree, Wilhelm Busch und Simplicissimus erinnere ich mich sehr gerne. Desiree ist mittlerweile total zerfleddert, aber wegwerfen - never! P.G. Wodehouse fand habe ich auch noch sehr gerne gelesen, Eugen Roth uvm.
Planung bedeutet, den Zufall durch Irrtum zu ersetzen
@KittySnicket, meinst du vielleicht "Der Mann, der's wert ist" von Eva Heller? Das fand ich auch ganz gut, zwar nicht so genial wie "Beim nächsten Mann ...", aber ebenfalls sehr lustig. Wie die junge Viola Faber (das ist ja genau so ein "sprechender" Name wie Constanze Wechselburger) schließlich den grundguten Rufus bekommt, der sich vom unscheinbaren Schrat mit Monobraue und dickem Bart zu einem Adonis wandelt.
Wilhelm Busch fand ich als Kind gruselig. Richtig gruselig. Diese Schwarzweiß-Holzschnitte, diese Grausamkeiten ... Mittlerweile sehe ich seine Genialität, vor einiger Zeit lief eine sehr gute Doku über ihn. Ein genialer Mensch (und man vermutet, dass er auch was Autistisches hatte). @hundeline, mit "Simplizissimus" meinst du sicherlich das Buch von Grimmelshausen? Das bekam ich in unserer Schulbibliothek mal in die Hände - eine Ausgabe für Kinder, und ich bin heute noch fassungslos, wie man so etwas für Kinder anbieten konnte. Ziemlich zu Anfang kommt ja eine Schilderung, wie Landsknechte den Hof des Protagonisten überfallen und die Bewohner misshandeln (im 30-jährigen Krieg). Da war ich bedient. Ich weiß gar nicht, ob ich dann weitergelesen habe.
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Mir fällt gerade Irmgard Keun ein, unter den Nazis eine verbotene Schriftstellerin. Am besten ist "Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften", aber auch "Das kunstseidene Mädchen" u.a. Vicky Baum habe ich auch gern gelesen: "Menschen im Hotel" etc.
@Dunkelblonde Um DEN Simplizissimus würde auch einen großen Bogen machen, ebenso wie um den Hexenhammer, unerträglich, geradezu krankmachend! Aus dem Grund habe ich auch "Der Name der Rose" ziemlich schnell abgebrochen und das Buch entsorgt. Romane über das Mittelalter gehe ich immer mit gemischten Gefühlen an. Sobald sich für mich ungute Szenen andeuten, blättere ich weiter, wenn ich das Buch ansonsten spannend finde, wie z.B. "Die Wanderhure", bei der Verfilmung ebenso, da halt ich mir die Ohren zu und schließe die Augen. Ich glaube, da empfinden wir beide gleich ...
Für mich gibt es Schriftsteller, die EIN einziges interessantes Buch geschrieben haben und sich alle folgenden mühsam aus den Fingern saugten. Ad hoc fallen mir ein: 1. Eva Heller mit "Beim nächsten Mann ist alles anders" 2. Petra Hammesfahr mit "Der stille Herr Genardi" und 3. Ingrid Noll mit "Der Hahn ist tot" Deren weitere Bücher fallen (für mich) ganz weit ab, und der Verlag druckte sie nur auf der Welle des ersten erfolgreichen und guten Buchs - denke ich
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Bei Noll sehe ich das anders. Die Apothekerin ist genial gewesen....
Hammesfahr: ich kenne noch weitere gute Romane, aber die letzten waren nix. Mich stört da vom Verlag auch extrem, dass die uralte Schmöker auf neu machen. also Cover und Marketing und der Inhalt ist dann von Anno 19.....
Heller hast Recht.
im Grunde auch Donna Leon. Ich hab sie in den 90ern mal ganz gern gelesen. Dann wurde mir das ewige Brunetti Getue zu öde. Und die öde Ehe der beiden. Nee! Und die öden braven Kinder und die ewig-öde Elettra. Holzschnitt Venezia.
Das MAD-Magazin ging bei uns Jungs oft unter der Schulbank rum. Chefredakteur der deutschen Ausgabe war damals der geniale Herbert Feuerstein, der führte sprachlich durchaus eine feine Klinge. Die Filmparodien und "Wimmelbilder" (ich erinnere mich an eins, das eine Bundeswehrkaserne zeigte) waren oft sehr gut, witzig und durchaus auch mal kultur- und gesellschaftskritisch angehaucht, also nicht nur sinnfreie Blödelei. Sie nahmen in gewisser Weise das vorweg, was später in Filmen wie "Die nackte Kanone", "Hot Shots" etc. im Kino sehr erfolgreich war.
Reader´s Digest, Bertelsmann etc. standen bei meinen Großeltern auch im Regal. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob es legitim ist, Bücher zu kürzen. Ich denke aber, dass man auf diese Weise die Literatur doch einem größeren Personenkreis zugänglich gemacht hat, der sonst nicht oder nur sehr wenig damit in Berührung gekommen wäre - aus welchen Gründen auch immer, es war ja die Kriegsgeneration, die unter sehr erschwerten Bedingungen und Bildungsmöglichkeiten aufwachsen musste, und es war vielleicht auch nicht immer das Geld da, um sich die Bücher in der kompletten Originalausgabe zu kaufen...
Und ja, @Dunkelblonde, auch ich fand und finde Wilhelm Busch zwar sprachlich stellenweise nicht schlecht, aber zeichnerisch viel zu grausam für Kinder!
Zitat von Iceman im Beitrag #173 Und ja, @Dunkelblonde, ich fand und finde Wilhelm Busch zwar sprachlich nicht schlecht, aber zeichnerisch viel zu grausam für Kinder!
Wilhelm Busch hat wohl eher für Erwachsene geschrieben als für Kinder, abgesehen von Max und Moritz, eine Bildergeschichte, die den Kindern zeigen sollte, welche Konsequenzen ihnen drohten, wenn sie nicht "artig" waren. "Ach, was muss man of von bösen Kindern hören oder lesen, wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen ..." Es waren sehr ungute Zeiten für Kinder, wie auch anschaulich geschildert im "Struwwelpeter" von H. Hoffmann.
Ich finde Busch ansonsten wunderbar in seiner satirischen Zeitkritik und so treffend!
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Das stimmt, Wendy, aber bei uns zuhause stand die Gesamtausgabe seiner Werke im Regal, und wir Kinder griffen natürlich danach, weil wir Max und Moritz kannten. Ich weiß auch noch sehr genau, wie mich einiges davon ziemlich verstörte. Die zeitkritische und satirische Dimension konnten wir damals natürlich noch nicht erfassen.