"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Von Pausewang finde ich "Die letzten Kinder von Schewenborn"bis heute heftiger als "Die Wolke". Das habe ich beides kurz nach Tchernobyl gelesen...
Irgendjemand hier schrieb von "psychologischer Phase". Bei mir war es so,dass ich mit 16 oder so über "Kinder vrauchen Märchen"gestolpert bin und seitdem immer wieder psychologische Interpretation von Märchen ,später auch von anderer Literatur, gelesen habe. Und gehört,im ersten Lockdown habe ich alle Podcasts von "Charakterneurosen"gehört.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von LulaMae im Beitrag #48Und das Buch "Des Lebens bittere Süße", weiß gar nicht von wem.
Barbara Taylor Bradford. Ein wunderschönes Beispiel für die Unfähigkeit deutscher Verlage, vernünftige Titelübersetzungen hinzukriegen. Das Buch ist weit weniger triefsüßkitschig, als der Titel vermuten lässt und heißt im Original "A Woman of Substance", was man ganz simpel mit "Eine Frau von Format" (oder so) hätte übertragen können.
Es gab auch noch ein paar Fortsetzungen, die sich dann um die Nachkommen von Emma Harte drehten, die mochte ich auch.
Das war ich mit der psychologischen Phase. DU HAST NIE EINEN ROSENGARTEN VERSPOCHEN Ein tolles Buch. Schade, irgendwie sind so viele Bücher bei Umzügen verlorengegangen.
Ich babe als Kind die Romane von Jules Verne verschlungen. Später die Trixie Belden Reihe, jede Menge als „romantic thriller“ bezeichnete Werke (ich glaube Victoria Holt passt dazu), Pearl Buck, Victor Hugo, und dann so viele billige Liebesgeschichten/schnulzen, dass ich dieses Genre bis heute weder lesen, noch sehen mag. Meine Liebe zu Krimis, die mit Agatha Christie begann, ist geblieben.
Ditto bei mir mit Jules Verne und Agatha Christie dann noch "Hanni und Nanni", das Thema Zwillingsschwester hat mich ewig lange fasziniert, war stets auf der Suche nach einer engen Verbündeten :)
Mein aktueller Buchtipp ist völlig un-poetisch "Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit" von Dr. Zschocke, da geht es um das Mikrobiom. Ich tigere mich hinein und denke fix über eine Fasten Kur nach
Mir ist noch eine Reihe eingefallen, die ich als Kind gelesen habe und die auch noch im Regal steht - Poul Nörgaard und die 'Lone' Reihe (Lone in Indien, Lone in Italien, Lones Weihnachten, Lones Sommerferien ..) Ich hab glaub ich 4 davon, mit dem Einband aus den 50ern. Lone ist ein armes Mädchen, die mit ihrem Vater zusammenlebt und in der Schule immer gehänselt wird. Eines Tages von einem Auto angefahren wird, der Besitzer ist natürlich ein reicher Mann mit gleichaltriger Tochter und Lone wird mehr oder weniger in der Familie aufgenommen und darf dann über die nächsten Bücher und Jahre mit der Familie um die Welt reisen. Geschrieben in den 50ern, ich glaub, der Autor ist erst spät zum Schriftsteller geworden. Heile Welt und gehorsame, aber auch mutige Mädchen.
Pucki, Trotzkopf und Nesthäkchen hab ich bei einer Freundin gelesen. Ich hab mir die Britta Reihe vom Taschengeld zusammengekauft. Schneider Bücher - so um die 7 DM damals?
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@Rosemary, neben den "geliebten" Schneider-Büchern gab es noch das "Fischer Buch in Seidenfolie" - das waren diese Bücher, die durch den (leicht strukturierten) Kunststoffüberzug Schmutz- und Schmodderabweisend waren (die "Bummi"-Reihe gehörte dazu (irgendwie auch knuffig, Bummi aus dem Sauerland und ihr best buddy Fiete!)) Weil ich am Smartphone so schlecht zitieren kann: @Marie-Madeleine, ich meine mich zu erinnern, dass die Tochter bei Kishon Renana hieß, nicht die Ehefrau (sorry, hatte mich etwas missverständlich ausgedrückt).
@Frangipani, ihr habt im Deutschunterricht amerikanische Literaturkritiken gelesen? Echt? Wir haben in der Oberstufe in Deutsch nur deutschsprachige Literatur gelesen, für anderes gab es dann den Kurs "Literatur" (bei derselben charismatischen Lehrerin; dort hinzugehen war dann eher ein Vergnügen, ich weiß noch, dass wir da Oscar Wilde lasen).
Als 13, 14-jährige habe ich die Schullektüre meiner großen Schwester gelesen "Frankie" von Carson McCullers, und "Der Fänger im Roggen" von Salinger (da fällt mir auf, das sind ja auch Amerikaner ...)
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Zitat von Dunkelblonde im Beitrag #37 @Wendy, du hast recht, bei Ebay kann man tatsächlich alte Schätzchen entdecken! Ich habe so vor einigen Jahren ein Buch wiedergefunden, "Onkel Fritz aus Pernambuco", das ich mit zehn verliehen, nie wiederbekommen und heftig betrauert habe.
Und ich fand „Lumpenmüllers Lieschen“ von W. Heimburg aus dem 19. Jahrhundert, Hardcover, komplett mit Bebilderung – auch aus dem Bücherschrank meiner Eltern.
Zitat von Judy666 im Beitrag #38 Ansonsten habe ich bestimmt 3 oder 4 mal Vom Winde verweht gelesen, alles von Barabara Wood (da habe ich mich einmal zu meiner großen Schwester ins Bett geflüchtet, weil ich Alpträume davon hatte)
Kennst du von Barbara Wood auch „Paradise Street“, zu deutsch schlicht und falsch „Das Paradies“? Das finde ich am besten und vor allem interessant, weil es von einer Familie in Kairo vor dem zweiten Weltkrieg handelt. Da habe ich tatsächlich viel wiedererkannt, weil auch ich einmal 6 Jahre in Kairo gelebt habe.
Zitat von Kitty_Snicket im Beitrag #20Nicht gerade die liebsten, aber die, die am meisten Eindruck hinterlassen haben, waren die 2 Grausewang-Werke - Die letzten Kinder von Schewenborn und Die Wolke.
Oh Gott, ja, die sind einfach nur schrecklich!
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #61 dann gleich Stephen King "Brennen muss Salem" war mein erstes Erwachsenenbuch. Bin seither großer King Fan.
Ich nicht unbedingt, aber „Misery“, „Christine“ und „Fire Child“ fand und finde ich sehr gut. Der Mann hat eine unglaubliche Phantasie! „Under the Dome“ ist auch sehr, sehr interessant, aber unglaublich langweilig verfilmt worden.
So viele Erinnerungen an Bücher werden hier wach!
Mir fällt noch David Lodge ein, den ich nur wärmstens empfehlen kann, obwohl er in Deutschland kaum bekannt ist, kommt mir jedenfalls so vor. Er ist Literaturwissenschaftler und schreibt unglaublich spannende, psychologisch interessante und humorvolle Bücher aus dem akademischen Milieu. Alles Bücher zum mehr als einmal lesen!
Erwähnt wurden hier noch nicht die „Ladies of Crime“, die ich sehr schätze, als da sind: Joy Fielding, Ruth Rendell, Nicci French und allen voran Patricia Highsmith. Es führt zu weit, alle aufzuführen
Ein Dauerbrenner ist für mich die Trilogie „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann, Ein unglaublicher Schmöker, der die alttestamentarische Geschichte von Esau und Jakob bis zu Joseph in Ägypten beschreibt, und zwar derart unglaublich spannend, dass es ein einziger Genuss zu lesen ist! Man muss sich nur in den ersten Band einlesen, das ist reine Mythologie, bis die Story dann anfängt. Auch diese Sprache! Wie er Joseph beschreibt, diesen eitlen Laffen, den Liebling seines Vaters, der seine 12 Brüder so sehr zur Weißglut treibt,dass sie ihn in einen Brunnen warfen, aus dem ihn dann eine ägyptische Karawane freikaufte. „Joseph war hübsch, zum Vergaffen für Mann und Weib“! Und dann die Geschichte mit Potiphars Weib, das sich bis zum Wahnsinn in ihn verliebte. „Im ersten Jahr verbarg sie es ihm, im dritten offenbarte sie es ihm, und im dritten Jahr trug sie es ihm an.“ Als Lesereratte muss man das einfach gelesen haben!
Aber ich hör jetzt erstmal auf, die Pflicht ruft !
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von Dunkelblonde im Beitrag #64 Als 13, 14-jährige habe ich die Schullektüre meiner großen Schwester gelesen "Frankie" von Carson McCullers, und "Der Fänger im Roggen" von Salinger (da fällt mir auf, daß sind ja auch Amerikaner?)
Oh ja, die melancholischen Weltschmerzbücher von C. McCullers und "Der Fänger im Roggen", wunderbar! Letzterer stand in Amerika eine Zeitlang auf dem Index, weil er den american way of life verunglimpfte ! Salinger hat nach dem Fänger im Roggen glaube ich nur noch ein Buch geschrieben, das aber nix Besonderes war. Vor allem S. King hat sich mal in einem Interview darüber gewundert.
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Zitat von frangipani im Beitrag #63Mir ist noch eine Reihe eingefallen, die ich als Kind gelesen habe und die auch noch im Regal steht - Poul Nörgaard und die 'Lone' Reihe (Lone in Indien, Lone in Italien, Lones Weihnachten, Lones Sommerferien ..) ...
Kenn ich, hab ich die ersten zwei oder drei Bände. Aber ich wusste gar nicht, daß Lone dann so weit rumgekommen ist.
Als jüngste Cousine sind sehr viele alte Erb-Bücher "auf mich" gekommen - eins über ein heimatloses Straßenkätzchen, dem eine Ratte als Baby den Schwanz abgebissen hatte. Das waren die Abenteuer von "Petter Schwanzlos", logisch. Ich kann mich noch an das Titelbild erinnern.
(Und ja, zwei "t" in der Mitte - es war auch irgendwas aus Norwegen oder Schweden. Wegen der ulkigen Schreibweise weiß ich das vermutlich noch...)
"Hanni und Nanni" hatte ich als Kind nie (ich mochte "Tina & Tini" lieber), aber als ich etwa zwanzig war, hatte der Schneider-Verlag ein Jubiläum und hat alle Hanni- und Nanni-Bände in einem Sammelband herausgebracht. Den hat mir mein Bruder zu Weihnachten geschenkt und ich fand es höchst bemerkenswert, was der Verlag aus der Vorlage (The Twins at St. Clare's) gemacht hat.
Besonders schlimm waren die letzten Bände, die quasi angefügt wurden, als die erfolgreiche Serie eigentlich fertig erzählt war: die Mädchen waren erwachsen, haben nochmal Ferien auf einem Reiterhof (wo sonst?) zusammen gemacht und gingen dann ihrer Wege.
Weil sich die Bücher gut verkauft haben, haben die findigen Verlagsleute einfach noch ein paar neue Bände hinterherschreiben lassen - "aus den schönsten Internatsjahren der Zwillinge". Und das war dann so richtig furchtbar schlecht. Stil, Sprache, Zeitgeist - es hat einfach nicht mehr gepasst.
Interessant war es trotzdem.
das KuhSinchen... zum Geburtstag eine Femmage an +Jane Atché (Grafikerin)
Hanni und Nanni hießen im Deutschen Sullivan - was ich natürlich genau so aussprach! Und als Nachnamen komisch fand. Später dann fand ich heraus, dass die im Original "O'Sullivan" (Mit Vornamen Pat und Isabel) heißen ... das hätte so manch eine Leserin sicher noch seltsamer gefunden ... Ich habe mir vor ein paar Jahren noch mal so einen Band in einer Bibliothek angeschaut - und fand es sehr seichte literarische Kost. Aber als Kind fährt man sicherlich auf dieses Platte, Voraussehbare ab - die Arrogante, die Jungenhafte, die altjüngferliche Lehrerin, die Mitternachtspicknicks ... Von Enid Blyton hatte ich ein Buch mit Sommergeschichten, die habe ich geliebt. (Fun fact: ich habe mal gelesen, dass die erfolgreiche Enid Blyton offenbar kein Kind von Traurigkeit war und nix anbrennen ließ, amourös.) Nachtrag: Meine kurze Recherche ergab, dass unter der "Marke" Enid Blyton sehr viele Bücher erschienen, mir denen die Autorin nichts zu tun hatte. (@Bunte Kuh, genau!) "Tina und Tini" beispielsweise ist gar nicht von ihr. Ich kann es leider nicht verlinken, der Artikel "Enid Blyton, du hast mein Leben zerstört" unter Stern.de- Neon ist ganz interessant ...
Auf die Dauer der Zeit nimmt die Seele die Farbe der Gedanken an. (Marc Aurel)
Wunderbarer Strang hier- mir fallen immer weitere Titel ein und dazu gesellt sich das Lebensgefühl aus der jeweiligen Lebenszeit.. Ich hatte bereits viele Autoren und Titel erwähnt- aber es kommt immer mehr zurück in meine Gedanken. Das wirklich allererste Buch (bin Jhrg.1959) hieß „Katze, Maus und Hund- alles kunterbunt „ Später las ich ein Kinderbuch meiner Mutter: Zöpfli bei den Sommereltern- ein uraltes Buch und das Rosenresli von Spyri David Cooperfield von Charles Dickens Und natürlich: Die Wand von Marlen Haushofer sowie Die Kinder vom achten Wald von Els Pelgrom! Judith Lennaux, Kristin Baldursdottir, Ibsen, Liv Ullmann, Martin Walser. Conni Palmen hat mich sehr nachhaltig beeindruckt…und die wunderbaren Bücher von Elke Heidenreich, zB Nurejews Hund…. Ach was wäre ein Leben ohne Bücher…
🎶Ich laufe nicht mit dem Rudel, schwimme nicht in jedem Strudel…ich hab noch nie auf Befehl gebellt 🎶Ich will in keinem Haufen raufen- lass mich mit keinem Verein ein🎶 Reinhard Mey
Eine Buchreihe, die es bei uns in der Bibliothek gab und die ich komplett vergessen habe, steigt gerade recht nebulös aus meiner Erinnerung. Mir fällt nur die Autorin nicht mehr ein... Es ging um eine Krankenschwester (?). Ich weiß nur noch, wie bei vielen dieser etwas "älteren" Bücher, dass mir bei aller Lesebegeisterung schon als Kind die Einordnung irgendwie schwer fiel. Nesthäckchen z.B. oder der Trotzkopf - alle Bände gelesen und irgendwie auch gemocht, aber immer gedacht: eigenartiges Leben, das die führen. Warum müssen die dieses und jenes tun und dürfen dieses und jenes dafür nicht? Das hat sich dann erst später geklärt, als mir die zeitliche Entstehung klarer wurde.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Zitat von Suzie im Beitrag #74Kennt ihr denn noch LEMMY UND DIE SCHMÖKER? Da habe ich viele Inspirationen erhalten.
Ich auch.
Und ich fand es immer unheimlich, wenn die Boxen angefahren kamen, aus denen man dann die Tücher geholt hat, die wiederum eine Leinwand für den Einspielfilm waren. Und wenn die Figuren dann plötzlich mit den Moderatoren und dem handgestrickten Bücherwurm geredet haben, nachdem sie aus dem Film/Tuch herausgekommen sind.
Ich habe die Sendung geliebt, mir viele Bücher gewünscht und hatte trotzdem immer ein bißchen Angst...
Das letzte Buch war "Der Brief an den König" von Tonke Dragt (?). Hab ich mir gewünscht, weil mir der junge Bursche im Film so gut gefallen hat. Tiuri, wenn ich nicht irre.
das KuhSinchen... zum Geburtstag eine Femmage an +Jane Atché (Grafikerin)