Zitat von bunte Kuh im Beitrag #98... Lena Christ war die Handschuster-Leni.
Die Frage HanD oder HanS Schuster hat ja schon mehrere Literaturwissenschaftler beschäftigt, nicht wahr?
Ich kenne es von einer meiner Omas als HanSschuster . Teile aber auch die These, dass sie sich in den Erinnerungen einerseits fiktiver abgrenzen wollte, andererseits auch die These, der rein oralen Überlieferung des Hofnamens.
Vergessen: wir Kinder aus bullerbü. Später dann "das Tal der puppen: und "wir Kinder aus torremolinos", "Herr der Ringe", "der Name der Rose ". Hera lind & Co. Dann über Mary higgins Clark ins krimi- Genre.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #96ja, schon, aber Das war eher so Verleugnung. Das übliche halt. Dass sie Literatur geschrieben hat ist ja erst sehr verspätet und unvollständig anerkannt worden. War ja nicht Einzelschicksal. Sie hat es nur literarisch aufgearbeitet. Sonst war das alles eher Alltag für viele. Aber der "Hansschuster" war schon geläufig.
Das mit der Verleugnung überrascht mich nicht. Als junges Mädchen war mir nicht so bewusst, dass es kein Einzelschicksal war und aus meiner damaligen Sicht war es erschütternd.
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Ich kenne in meinem engsten Umfeld noch 2 Kinder, die "unehelich" auf die Welt kamen. Beide in den 1960er Jahren geboren. Einer am Anfang, eine in der Mitte. Beide davon geprägt. Wenn die erzählen, wie das so war, als Bankert in Bayern, am Land.... Hör mir auf.
Ich glaub manchmal, wir kapieren gar nicht mehr, WAS die Pille für einen Epochenwandel brachte, für Frauen. Für Kinder.
Zum Thema: eine lange John Irving Phase hatte ich auch noch. Bin treu. Hab immer gleich lange Phasen. Zur Zeit lese ich Band 16 von Pia Korittki Krimi
Tolle Idee, leider hab ich nicht so ein gutes Gedächtnis, wobei ich schon als Kind viel gelesen habe.
Mit schwirrt noch Bubi und Mädi im Kopf herum und später Senta aus Oslo, kann mich nur wage erinnern, aber weiß zumindest no och das ich sie verschlungen habe.
Mit Hesse bin ich nie warm geworden, obwohl es auch in den 80ern zum Teil noch Kult unter Jugendlichen war.
Ich erinnere mich doch noch an weitere Romane, die ich mit Vergnügen las.
Mit 17 hat mich "Die Züchtigung" von Anna Mitgutsch begeistert. Es geht in diesem Roman um körperliche und emotionale Misshandlung, die von Generation zu Generation, von Mutter zu Tochter, weiter gegeben wird.
Und "Middlesex" war toll. Ich las es in meinen 30ern. Eine Familiensaga über griechische Immigranten. Die Hauptfigur ist intersexuell und wird durch eine OP in frühester Kindheit zu einer falschen Geschlechtszugehörigkeit gezwungen.
Belletristik lese ich am liebsten, wenn sozialkritische oder medizinische Themen eine Rolle spielen.
Da fällt mir noch "Der Medicus" ein. Ein Geschenk, welches sich damals als doch sehr spannend herausstellte.
Wie gut, dass es in diesem Forum ganz oben immer die neuen Beiträge gibt - sonst hätte ich diesen Strang nie gefunden! Habe ihn gerade verschlungen und sooooo viel wiedergefunden! Wahnsinn, wie sehr ich offensichtlich ein Kind meiner Zeit bin (also, das ist ja logisch - aber in dem Moment hat man sich ja nicht bewusst gemacht, dass soooo viele andere das zur gleichen Zeit ebenfalls lesen).
Zur Einordnung: meine Mutter ist von Anfang der 40er Jahre, ich von Ende der 60er.
Ich bin aufgewachsen mit ihren Kinderbüchern (die Pucki-Serie - dadurch habe ich Fraktur lesen gelernt, und ich erinnere mich ansonsten eigentlich nur noch daran, dass unheimlich viele Protagonisten tragisch an Lungenentzündung verstarben und ich in dem Zusammenhang gelernt habe, seit wann es Penicillin / AB gibt; "Heidi" war ganz wichtig und noch mehr von Johanna Spyri, Trotzkopf und seine Fortsetzung, Enid Blytons Abenteuer-Serie). Die Abenteuer-Bücher sind neben Hanni und Nanni auch immer meine Lieblingsbücher von Enid Blyton geblieben. Am allerliebsten mochte ich Die Insel der Abenteuer und vor allem Das Tal der Abenteuer. Ich spüre sofort wieder die Atmosphäre, sobald ich daran denke. (Habe sie vor ein paar Jahren meinem Sohn vorgesetzt, er hat sie ebenfalls gelesen und auch gemocht, ich habe sie dann auch noch einmal gelesen und auch im Nachhinein noch verstanden, wieso ich sie damals so gemocht habe. )
Fünf Freunde waren mir nie so nah. Ich habe zwar auch etliche davon gelesen (meine beste Freundin hatte ganz viele und hat sie mir geliehen), aber zu den Abenteuer-Büchern hatte ich mehr Bezug. Die Dolly-Geschichten habe ich auch alle gelesen.
Noch vorher, so mit ca. 8, habe ich eine Serie gelesen, die hieß irgendwas mit "Spatzennest". Liane Keller habe ich als Autorin ergoogelt. Ich weiß noch, dass es mehrere Bände gab, aber nicht mehr ihre Titel. Ich weiß aber noch, dass ich die Bücher super fand!
Astrid Lindgren war natürlich auch vertreten, ganz besonders am Herzen lag mir damals die Bullerbü-Reihe. (Später dann auch "Madita" und "Britt-Mari erleichtert ihr Herz".) Von Kästner eigentlich vor allem "Das doppelte Lottchen"; den habe ich dann erst sehr viel später richtig entdeckt.
Was immer ging, waren Die drei ???, auch als Hörspiel, aber noch mehr als Bücher.
Dann kam Berte Bratt. Angefangen auch mit uralten Einbänden noch aus der Jugend meiner Mutter, dann immer mehr und mehr, bis ich sie alle komplett hatte. Ich habe sie geliebt! (Ich glaube heute würde ich keinen einzigen Satz mehr davon ertragen - so triefend vor Moral und Ehrpusseligkeit ... uah ... Aber ich habe viel über Norwegen und viel über Afrika gelernt, das muss man immerhin sagen!)
"Wölfe ums Schloss" (Joan Aiken) war so ein Kinderbuch, das mich immer begleitet hat, habe ich sicher so alle fünf Jahre mal gelesen und mir vor 10 oder 20 Jahren dann endlich auch auf Englisch gekauft - finde ich immer noch wunderbar!!!
Etwas später, als Jugendliche, habe ich "Ein paar Blumen für morgen" (Elisabeth Malcolm) entdeckt. Ein wunderschönes Buch (immer noch)!
Dann kam die Phase der Bertelsmann-Bücher meiner Mutter. Gwen Bristow, Die Kalifornische Sinfonie (und ich meine auch noch mehr von ihr??), war auch so ziemlich das Erste aus der richtigen Erwachsenenwelt, was ich lesen durfte. (Würde mich heute mal im englischen Original interessieren.) Dann folgte eine ausgeprägte Victoria Holt-Phase. (Darauf hätte ich heute so gar keine Lust mehr.)
Dass ich auch Ursula Isbel gelesen habe, und zwar wohl nur die gruseligen Bücher (denn an die anderen habe ich GAR keine Erinnerung), ist mir erst durch diesen Strang wieder eingefallen. Ich hatte sie total vergessen. Aber in dem Moment als ich den Namen las war das unruhige Gefühl im Magen augenblicklich wieder da! Krass!
Eine sehr ausgeprägte Mary Scott-Phase hatte ich dann auch. Meine Mutter hatte einen unerschöpflichen Vorrat an ihren Neuseeland-Büchern (aus dem Goldmann-Verlag). Habe ich verschlungen! Und mich irgendwann angefangen über die Übersetzung aufzuregen. Inhaltliches (in den angeblichen Fortsetzungen) stimmte nicht mehr, Namen wurden geändert (ich weiß z.B. noch dass aus Patience Prudence wurde oder umgekehrt), hat mich total genervt. Meine Mutter schlug dann vor, ich solle das doch dem Verlag mal schreiben. Hab ich dann auch prompt gemacht (so als 16jährige oder so). Bekam natürlich nie eine Antwort ...
Ebenfalls in diese "Bertelsmann-Zeit" fielen Eric Malpass und Ephraim Kishon, herrlich!
Dann habe ich mich ein bisschen weg entwickelt von den Büchern meiner Mutter. (Übrigens, ihr geliebter Karl May ging so gar nicht an mich dran ... schnarch ... habe ich bis heute nicht gelesen und auch keine Lust drauf! Pierre Brice als Winnetou war da völlig ausreichend für mich, von ihm hatte ich sogar ein Poster in meinem Zimmer, zusammen mit Gold-Rosi 1976 - habe beide immer geküsst ... )
Es gab eine große Phase zum Thema 2. WK / Holocaust (Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl, Damals war es Friedrich, Ein Stück Himmel etc.), dann die fürchterlichen Pausewang-Bücher (Die letzten Kinder von Schewenborn und Die Wolke), dann auch noch Robert Jungks "Strahlen aus der Asche" (jahrelang anschließende Alpträume inklusive). "Der Baader-Meinhof-Komplex" fällt in die gleiche Ära.
Irgendwo da fand ich auch Svende Merian "Der Tod des Märchenprinzen". Hat mich damals schwer beeindruckt.
Dann so Katastrophen-Bücher mit Jugendlichen, die Krebs hatten, oder Autismus, etc. Vorzugsweise aus dem Amerikanischen, triefend vor Schmalz, und - im Nachhinein betrachtet - grottenschlecht übersetzt.
Die von euch hier angesprochene Susanne Barden klingelt irgendwie ganz weit entfernt in meinem Hinterkopf - ist mir sicher auch über den Weg gelaufen. Aber habe keine konkrete Erinnerung ...
Sehr sehr lange habe ich mich mit Hermann Hesse beschäftigt. Siddharta war so das erste (und auch das, was ich mehrmals gelesen habe), dann quer einmal durch, ich glaube Narziß und Goldmund hat ziemlichen Eindruck hinterlassen.
Bertolt Brecht (eher durch die Schule), Heinrich Böll (in der Schule nur Katharina Blum, den Rest auf eigene Initiative), parallel Jane Austen und die Brontës alle quer rauf und runter (mit ganz besonderer Liebe zu Austens Pride and Prejudice und Charlottes Jane Eyre).
Medicus und Säulen der Erde, die unvermeidlichen Schmöker. Säulen der Erde und seine Fortsetzung habe ich dann viel später nochmal auf Englisch gelesen, was für eine Offenbarung!! So viel besser! (Bastei-Lübbe hat (hatte?) offensichtlich mindestens so schlechte Übersetzer wie Goldmann ... ) Die Dornenvögel fällt wohl auch in diese Kategorie (dem sollte man eigentlich auch im Original noch mal eine Chance geben). So habe ich es mit Rosamunde Pilcher gemacht - kaum liest man es auf Englisch, ist es unkitschig und einfach nur nett-entspannend.
Isabel Allende fällt mir da ein, habe ich auch verschlungen (kann ich leider nicht im Original lesen).
Und rund um 1990 herum war "Frauen" (Marilyn French) eine Art Bibel oder Credo für mich. Dutzende Male gelesen.
Und Alice Walker und Toni Morrison.
Von John Irving habe ich zwar viel gelesen, aber so richtig mein Herz berührt hat es nicht. Irgendwann konnte ich auch die Grausamkeiten (und das ewige Ringer-Thema) nicht mehr ertragen.
Und dann komme ich auch schon langsam in den 2000ern an, und das ist ja gefühlt gerade erst gewesen (hust hust) und daher noch nicht so nostalgisch ... Die irische Autorin Marian Keyes habe ich da gelesen - im englischen Original lernt man da viel über die Sprache, der Stil ist angenehm, und es ist entspannend-leicht-lustig, ohne seicht zu sein. (Seit ich im Berufsleben und Mama-Alltag angekommen bin, habe ich keine Lust mehr auf und keine Kraft mehr für anspruchsvolle oder problembehaftete Literatur ... )
Das war jetzt aber eine weite Reise! (und ich habe mit Sicherheit noch ganz ganz viel, was auch wichtig war und Eindruck hinterlassen hat, vergessen) Spannend!
Zitat von Hydra im Beitrag #110 Ich las ihr Buch "Paula", in dem sie über die Krankheit und den Tod ihrer Tochter berichtete und ich lernte, was Phorphyrie ist.
Ich auch. Neben den Geisterhaus-Büchern. So traurig! (könnte ich jetzt als Mutter wahrscheinlich gar nicht nochmal lesen...)
@Leandra, vielen vielen Dank an die Erinnerung an "Wölfe ums Schloss" 😍 ich muss nachher schauen, ob es das in der Stadtbibliothek hier gibt!!!
Durch den Strang fallen einem immer mehr Bücher ein, die man toll fand. Abby Lynn von Rainer M. Schröder zum Beispiel, das habe ich auch mehrmals gelesen. Von Barbara Taylor Bickmore "Der Mond am anderen Ende der Welt" habe ich nach Jahren über ZVAB wieder entdeckt, das fand ich als Teenie auch so toll.
Diese klassischen Kinderbücher gingen allerdings irgendwie an mir vorüber. Kästner, Nöstlinger etc habe ich nie so wirklich bewusst gelesen. Vielleicht bin ich (Jahrgang 83) dafür zu jung?
Judith Krantz fällt mir noch ein, da habe ich auch fast alle Bücher gelesen. Das literarische Pendant zum Traumschiff 😄
Kein Mensch kann in der Wüste leben und davon unberührt bleiben. Er wird fortan, wenn vielleicht auch kaum merklich, das Zeichen der Nomaden tragen. (Wilfried Thesiger)
@ Leandra: die "Bertelsmann-Phase" hatten wir auch.
Und aktuell hängt uns die gerade nach, denn wir räumen die Bücherregale meiner Mutter aus und da ist tatsächlich nichts dabei, was ich noch einmal lesen möchte (die "guten Sachen" hab ich mir schon geholt - und die wenigsten davon sind vom Zwangsbuchversand)...
Ich fand als Kind die Pünktelchen Bücher toll. Und Sidarrtha hab ich auch geliebt. Ich hatte vor kurzem mal wieder eine ausmistphase, da hab ich ganz viele Blyton Bücher nochmal gelesen. Und dann fast alle weggeschmissen
Und jetzt bin ich bei Astrid Lindgren und überlege, ob die meine noch ungeborenen Enkelkinder überhaupt mal lesen wollen. Sind halt alles so uralt Geschichten, die heute keiner mehr nachvollziehen kann
@Leandra: aus purem Interesse: Wo hats du bei Irving so viele Grausamkeiten gelesen? Das Ringer-Thema und das Vater-Thema das zieht sich enorm durch all seine Bücher. Gewalt assoziiere ich eigentlich nicht mit ihm.
John Irving hat mich nach einigen Jahren des wenig Lesens wieder zur Vielleserin gemacht - The World according to Garp hat mich gefesselt und ich habe es mehr als 10 mal in den letzten Jahren gelesen. Ich finde sein Buch "Until I find you" unglaublich gut. Jetzt hat es sich für mich irgendwie auch tot gelaufen. Ich greife aber regelmäßig auf die beiden vorher genannten zurück. Später kam Alice Munro auf meine all time favourite Liste. Ich hatte sie vor ihrem Nobelpreis nicht am Schirm. Ihre Geschichten sind jedesmal wie ein ganzes Buch. Sie berühren mich unheimlich.
Zitat von bazeba im Beitrag #115@Leandra: aus purem Interesse: Wo hats du bei Irving so viele Grausamkeiten gelesen? Das Ringer-Thema und das Vater-Thema das zieht sich enorm durch all seine Bücher. Gewalt assoziiere ich eigentlich nicht mit ihm.
Ich meine gar nicht so sehr Gewalt. Sondern die Grausamkeiten des Lebens. Also bei Garp zum Beispiel, wie sich der "Stab" der Gangschaltung, auf dem der Kopf / Knauf (= Griff) fehlt, bei einem Unfall durch den kleinen Jungen bohrt und ihn tötet.
Sowas zu lesen ist für mich inzwischen absolut unerträglich geworden...
Zitat von bazeba im Beitrag #115@Leandra: aus purem Interesse: Wo hats du bei Irving so viele Grausamkeiten gelesen? Das Ringer-Thema und das Vater-Thema das zieht sich enorm durch all seine Bücher. Gewalt assoziiere ich eigentlich nicht mit ihm.
Ich meine gar nicht so sehr Gewalt. Sondern die Grausamkeiten des Lebens. Also bei Garp zum Beispiel, wie sich der "Stab" der Gangschaltung, auf dem der Kopf / Knauf (= Griff) fehlt, bei einem Unfall durch den kleinen Jungen bohrt und ihn tötet.
Sowas zu lesen ist für mich inzwischen absolut unerträglich geworden...
Zitat von Judy666 im Beitrag #112@Leandra, vielen vielen Dank an die Erinnerung an "Wölfe ums Schloss" 😍 ich muss nachher schauen, ob es das in der Stadtbibliothek hier gibt!!!
Vanessab, ich finde die Astrid Lindgren Geschichten im Grossen und Ganzen zeitlos, die Kinder unter 10 in meinem Umfeld lassen sich die schon noch gerne vorlesen.
"We can, in fact we must, continue to fight to make everything about society better, without destroying what's already great." Carrick Ryan, Australian political commentator
"We are all just walking each other home." Ram Dass, writer
Stelle grad fest, dass wir offensichtlich häufig das gleiche gelesen haben, weil sich unsere Eltern ein Bertelsmann Abo aufschwatzen ließen und keine anderen Bücher auswählten als die vierteljährlich vorgeschlagenen
Zitat von bazeba im Beitrag #86"Die Wolke" von Gudrun Pausewang war fantastisch und jagt mir immer noch Schauer über den Rücken.
Hast du es nochmal gelesen? Ich fand das damals wirklich entsetzlich (nicht in Bezug auf Qualität, sondern auf die Tragik darin) Wobei die Kinder von Schewenborn das alles eh noch mal toppen. Ansonsten erinnere ich mich auch an viele andere Werke aus der Deprimierfraktion, okay, klingt unfair - die sollten Bewusstein erzeugen, ich hab halt viele davon mit einer hilflosen Traurigkeit gelesen, etwa 'Die grauen und die grünen Felder', oder sie haben starke unterschwellige Ängste ausgelöst oder angesprochen (Damals war es Friedrich) ...
Nöstlinger saugt man in Ostösterreich ja quasi mit der Muttermilch auf; ich hab alles verschlungen, was die Büchereien und Weihnachtsgeschenke hergaben - lustigerweise find ich immer noch das eine oder andere Buch, das ich nicht kenn. (Von den Erwachsenenwerken kenn ich eher wenig. Die Kolumne in der Ganzen Woche hab ich auch gerne gelesen, wenn auch nicht immer verstanden, da war ich ja noch in der Volksschule *g*)
Und ja, Sagenbücher hab ich ganz vergessen, und griechische Mythologie, da hatten wir jeweils mindestens einen dicken Sammelband im Hause. Gerade letztere selten für Kinder geeignet, aber wie das so ist, sind halt grad das oft die spannendsten Sachen.
Tatsächlich bin ich so auch zu dem ein oder anderen Roman gekommen. Weil mein Stiefvater in einem Bücherclub war, durfte ich mir auch ab und zu etwas aussuchen. Er selbst war Simmel- und Angelique-Leser und ich kam so zu "Das Parfum" und "Salz auf unserer Haut" - aber auch zu "Sorge dich nicht - lebe".
@ rosemary: Oder die Grosseltern "Readers Digest"abonniert hatten... Ist doch auch ganz nett,auf ein gewisses gemeinsames Repertoire zurückgreifen zu können. Meine Eltern haben übrigens neist sehr schnell was Anderes bei Bertelsmann bestelkt,weil sie eben nicht den Quartalsvorschlag haben wollten.
Über den Buchclub kam ich in den frühen Neunzigern an Elizabeth George. Damals noch ziemlich unbekannt. Ich habe dann bis in die 2010er Jahre jedes Jahr den neuen Linleyroman gelesen,irgendwann hat es mir aber nicht mehr gefallen.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von Hydra im Beitrag #108Und "Middlesex" war toll. Ich las es in meinen 30ern. Eine Familiensaga über griechische Immigranten. Die Hauptfigur ist intersexuell und wird durch eine OP in frühester Kindheit zu einer falschen Geschlechtszugehörigkeit gezwungen.
Das habe ich auch gemocht.
Zitat von Leandra28 im Beitrag #109Dann kam Berte Bratt (...) Aber ich habe viel über Norwegen und viel über Afrika gelernt, das muss man immerhin sagen!
Ja, das fand ich auch interessant, gerade die Afrika-Trips.
Zitat"Wölfe ums Schloss" (Joan Aiken) war so ein Kinderbuch, das mich immer begleitet hat, habe ich sicher so alle fünf Jahre mal gelesen und mir vor 10 oder 20 Jahren dann endlich auch auf Englisch gekauft - finde ich immer noch wunderbar!!!
Joan Aiken hat auch tolle Erwachsenenromane geschrieben. Den Krimi "Der letzte Satz" habe ich x-mal aus der Schulbibliothek geholt, und "Fanny und Scylla" zählt heute noch zu
ZitatEine sehr ausgeprägte Mary Scott-Phase hatte ich dann auch. Meine Mutter hatte einen unerschöpflichen Vorrat an ihren Neuseeland-Büchern (aus dem Goldmann-Verlag). Habe ich verschlungen! Und mich irgendwann angefangen über die Übersetzung aufzuregen. Inhaltliches (in den angeblichen Fortsetzungen) stimmte nicht mehr, Namen wurden geändert (ich weiß z.B. noch dass aus Patience Prudence wurde oder umgekehrt), hat mich total genervt.
Ah, stimmt, da gab es auch einige, die ich gerne mochte. Und jetzt, wo Du's sagst: das Patience-Prudence-Problem ist mir damals auch ins Auge gestochen.
Karl May hat mich übrigens auch nie interessiert.
ZitatVon John Irving habe ich zwar viel gelesen, aber so richtig mein Herz berührt hat es nicht. Irgendwann konnte ich auch die Grausamkeiten (und das ewige Ringer-Thema) nicht mehr ertragen.
Irving mag ich gerne, wenn auch nicht alle seine Bücher. Den verdanke ich übrigens der Brigitte Young Miss, die mich damals auf meinen nach-wie-vor-Liebling "Owen Meany" gebracht hat. "Until I Find You" fand ich auch großartig mit dem Orgelmusik-Thema. An Irving schätze ich sehr, dass er sich auch in obskurere Themen wie die Orgelmusik einarbeitet und dass seine deutschsprachigen Einsprengsel im englischen Text _immer_ korrekt sind, was sonst so gut wie kein Autor hinkriegt.
ZitatDie irische Autorin Marian Keyes habe ich da gelesen - im englischen Original lernt man da viel über die Sprache, der Stil ist angenehm, und es ist entspannend-leicht-lustig, ohne seicht zu sein.
Keyes finde ich klasse. Die meiste "chick-lit" ist mir zu platt, seicht und unlustig, auf irgendwelche Sex-and-the-City-für-Arme-Prosecco-Gackerhühner habe ich keine Lust. Aber Keyes schafft den Spagat zwischen locker-unterhaltsam und Tiefgang für meine Begriffe ziemlich gut.
Zitat von Judy666 im Beitrag #112 Von Barbara Taylor Bickmore "Der Mond am anderen Ende der Welt" habe ich nach Jahren über ZVAB wieder entdeckt, das fand ich als Teenie auch so toll.
Die heißt nur Bickmore, ohne Taylor ;)
ZitatDiese klassischen Kinderbücher gingen allerdings irgendwie an mir vorüber. Kästner, Nöstlinger etc habe ich nie so wirklich bewusst gelesen. Vielleicht bin ich (Jahrgang 83) dafür zu jung?
Hm, nicht unbedingt, ich bin nur ein paar Jahre älter als Du. Kommt wahrscheinlich drauf an, was einem so in die Hände fällt. Kästner und Lindgren hatten wir viel zu Hause, Nöstlinger habe ich in der Schulbücherei kennengelernt.
Zitat von Hydra im Beitrag #91Lieber las ich in dem alten Medizin-Lexikon meiner Oma - auch in Sütterlin.
Oh stimmt, ich habe auch liebend gerne in einem Medizinbuch meiner Eltern geblättert. Ohne Sütterlin, dafür aber mit anschaulichen Fotos von Augenkrankheiten und Hautausschlägen
Zitat von Vanessab im Beitrag #90Vor kurzem gabs mal bei amazon alle Puckibücher aufden kindl für ca drei oder fünf euro....mein lieber Mann, ist das ein Schund. Wäredas mal besser in meiner Erinnerung geblieben
Pucki ist übel. Die war mir schon als Kind zu betulich, obwohl ich ein paar Bände gelesen habe.
Zitat von Vanessab im Beitrag #114Und jetzt bin ich bei Astrid Lindgren und überlege, ob die meine noch ungeborenen Enkelkinder überhaupt mal lesen wollen. Sind halt alles so uralt Geschichten, die heute keiner mehr nachvollziehen kann
Überhaupt nicht, das sind Klassiker, die auch heute noch geliebt werden!
Zitat von rosemary im Beitrag #124Mit Elizabeth George ging es mir genauso, ebenfalls mit den späteren Inspektor Jury Romanen. Seufz.
George hatte zwischendurch mal einen Hänger, aber ich fand die letzten zwei oder drei wieder richtig gut. Bei Jury bin ich allerdings irgendwann ausgestiegen.
Und gerade fiel mir noch ein, wie ich es geliebt habe, wegen Regelbeschwerden vom verhassten Schwimmunterricht befreit zu sein und mit einem Buch in der Ecke der Schwimmhalle zu sitzen. Unter anderem habe ich da Elizabeth-George-Krimis und "Jane Eyre" gelesen.
This is a broken world and we live with broken hearts and broken lives but still that is no alibi. (Leonard Cohen)
I would love to live like a river flows,carried by the surprise of its own unfolding. (John O'Donoghue)
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