Zitat von Wendy im Beitrag #65Kennst du von Barbara Wood auch „Paradise Street“, zu deutsch schlicht und falsch „Das Paradies“?
Das war auch eins meiner Lieblingsbücher von ihr. Im Gedächtnis geblieben ist mir vor allem eine Szene, als die eine Protagonistin in den USA Medizin studiert und bei der Familie ihres Freundes (?) zum Essen eingeladen ist. Die sind ziemlich gläubig und sie soll ein Tischgebet sprechen - weil sie muslimisch aufgewachsen ist und keines kennt, sagt sie irgendwelche lateinischen Muskeln auf
Zitat von bunte Kuh im Beitrag #67"Hanni und Nanni" hatte ich als Kind nie (ich mochte "Tina & Tini" lieber), aber als ich etwa zwanzig war, hatte der Schneider-Verlag ein Jubiläum und hat alle Hanni- und Nanni-Bände in einem Sammelband herausgebracht. Den hat mir mein Bruder zu Weihnachten geschenkt und ich fand es höchst bemerkenswert, was der Verlag aus der Vorlage (The Twins at St. Clare's) gemacht hat.
Den Sammelband habe ich sogar heute noch. Ich hätte auch gerne den von "Dolly" gehabt, seufz ... Die hintendran geklatschten neueren Bände fand ich jetzt auch nicht sooo schlecht, aber sie passen weder in die Chronologie noch so richtig zum Feeling der ersten Bücher mit Reiterferien und Urlaub auf Mallorca.
Zitat von Dunkelblonde im Beitrag #68Ich habe mir vor ein paar Jahren noch mal so einen Band in einer Bibliothek angeschaut - und fand es sehr seichte literarische Kost. Aber als Kind fährt man sicherlich auf dieses Platte, Voraussehbare ab - die Arrogante, die Jungenhafte, die altjüngferliche Lehrerin, die Mitternachtspicknicks ...
Ja, die "Typen" sind schon klar erkennbar. Wenn man "Hanni und Nanni" und "Dolly" vergleicht, finden sich für so ziemlich alle Archetypen jeweils Pendants.
Zitat von Dunkelblonde im Beitrag #64@Marie-Madeleine, ich meine mich zu erinnern, dass die Tochter bei Kishon Renana hieß, nicht die Ehefrau (sorry, hatte mich etwas missverständlich ausgedrückt).
Ahhh, genau, so war es. Hatte die Ehefrau überhaupt einen Namen außer "die beste Ehefrau von allen"? Den Namen Renana fand ich immer ziemlich faszinierend.
Zitat von djinnchiller im Beitrag #72Eine Buchreihe, die es bei uns in der Bibliothek gab und die ich komplett vergessen habe, steigt gerade recht nebulös aus meiner Erinnerung. Mir fällt nur die Autorin nicht mehr ein... Es ging um eine Krankenschwester (?).
Susanne Barden! Die habe ich auch geliebt, aber leider nie besessen. Aber ich habe sie x-mal aus der Bibliothek ausgeliehen und habe heute noch so einige Szenen im Kopf. (Im Original heißt sie übrigens Sue Barton.)
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Zu #72djinnchiller:Bei Nesthäkchen ist die zeitliche Einordnung ja noch einfach,sie ist 10,als der erste Weltkrieg ausbricht. Die Bücher,in denen sie dann älter ist,hat Else Ury in eine Zukunft geschrieben, die sie ja nicht kennen konnte. Also lebt Nesthäkchen mit ihren Kindern und später Enkeln im ungeteilten Berlin... Tragischerweise hat Frau Ury die Realität nicht erleben können. Sie wurde in Auschwitz ermordet.
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Zitat von bunte Kuh im Beitrag #73... war das vielleicht "Lizzy Borden"? (Oder Barden, ich weiß es nicht mehr.)
Hatte ich auch aus der Bücherei und wollte dann ein paar Wochen lang ernsthaft Krankenschwester werden.
Äähm bist du sicher, dass du Lizzy Borden meinst? Die gute Lizzy hat existiert und soll ihren Vater und ihre Stiefmutter ungebracht haben. Das ist dann ja bestimmt keine Kinergeschichte oder?
Renana Kishon hab ich mal in ihrer Galerie in Tel Aviv getroffen. Die sind ja alle echt, Rafi, Amir, Sarah die Ehefrau. Er hat am Friedhof eines der ganz wenigen Gräber mit lat. Buchstaben. Findet man also leicht.
Der Blaumilchkanal ist immer noch so prägend, dass ich im Grunde bei jeder Baustelle daran denke
"Die Wolke" von Gudrun Pausewang war fantastisch und jagt mir immer noch Schauer über den Rücken.
Das allererste Buch, das ich als Leseanfängerin freiwillig und mit Begeisterung gelesen habe: "Der Geheime Großvater" von Christine Nöstlinger.
Das Dolomiten Sagenbuch von Auguste Lechner - ein wunderbares, schauriges Sagenbuch.
Troll Minigoll von Trollba von Henning Boëtius - ein wunderbares Buch über Trolle, die tagsüber Steine, tannen usw. sind. Es entspinnt sich eine Art Kriegssituation. Spannend!
Ich habe ein sehr schönes Buch von Vivi Bach, das war die Frau von Dietmar Schönherr. Es ist sehr schön bebildert (gemalt) und heißt EINE KINDHEIT IN KOPENHAGEN.
Und ich mochte immer sehr gerne DIE KINDER AUS DER KRACHMACHERSTRASSE.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #85Renana Kishon hab ich mal in ihrer Galerie in Tel Aviv getroffen. Die sind ja alle echt, Rafi, Amir, Sarah die Ehefrau. Er hat am Friedhof eines der ganz wenigen Gräber mit lat. Buchstaben. Findet man also leicht.
Der Blaumilchkanal ist immer noch so prägend, dass ich im Grunde bei jeder Baustelle daran denke
Ich habe vor kurzem nochmal "Drehen Sie sich nicht um, Frau Lot" gelesen und sehr gelacht. Kishon hat dem Jüdischsein die Schwere und Tragik genommen und ironisch und kritisch, aber liebevoll geschrieben. Er soll nach dem Tod seiner ersten Frau noch einen erotischen Roman mit viel Sex verfasst haben und meinte in Interviews, er hätte damit so lange warten müssen, weil sie ihn dafür verurteilt hätte, denn sie sei sehr moralisch gewesen!
Die Bücher der alten Russen mochte oder mag ich auch sehr mit ihrer Liebe zum Detail, "Anna Karenina" am liebsten. UND Charles Dickens zeitkritische und doch so unterhaltsame Bücher - ich habe sie glaube ich alle gelesen! Auch "Kristin Lavranstochter" von Undset, alle drei Bände. Die sollen in Norwegen sogar Pflichtlektüre sein!
Mit den Jahren erhärtet sich mein Verdacht, dass der Homo Sapiens eine Schnapsidee der Schöpfung war.
Susanne barden hab ich auch geliebt, genauso wie die bpcher von berte bratt und enid blyton. Aberauch Astrid lindgren habich rauf und runter gelesen. Vor kurzem gabs mal bei amazon alle Puckibücher aufden kindl für ca drei oder fünf euro....mein lieber Mann, ist das ein Schund. Wäredas mal besser in meiner Erinnerung geblieben
Schöne Erinnerungen werden wach. Danke für diesen Thread.
Da ich die erste Zeit meines Lebens bei meiner Oma aufwuchs, lernte ich in den 70er Jahren - noch vor Schulbeginn - lesen in Sütterlin mit "Nesthäkchen". Das hat mich aber schnell gelangweilt. Lieber las ich in dem alten Medizin-Lexikon meiner Oma - auch in Sütterlin.
Dann entdeckte ich zum Glück früh die Bibliothek. Ich war schon als Kind ein Sachbuchfan und las als erstes Detektivbücher (wie sichere ich Fingerabdrücke usw) - wahrscheinlich Schneider-Verlag.
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #10Geheimnis um..."-Serie und "Tina und Tini"
Zitat von bunte Kuh im Beitrag #67ich mochte "Tina & Tini" lieber)
Die habe ich auch sehr gerne gelesen und sie passten gut in meine Detektiv-Zeit.
Später erschütterten mich diese Bücher (war aber komischerweise nie Schullektüre) - aber da war ich schon im Teenageralter:
Zitat von mono im Beitrag #53Von Pausewang finde ich "Die letzten Kinder von Schewenborn"bis heute heftiger als "Die Wolke"
Ab 14 dann zeichnete sich mein heutiger Beruf ab:
Zitat von Marie-Madeleine im Beitrag #10So zwischen 12 und 14-15 hatte ich dann eine Problembücherphase und hab mich durch die gesamte Kollektion von dtv junior und verwandten Reihen gefräst, egal ob Drogen, Behinderungen, Diskriminierung oder sonst was.
Bei mir zwar nicht dtv junior, aber ich kann mich an "Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen" über eine psychisch kranke Frau erinnern. Und sehr prägend auch das Buch "Christiane F.". Das Highlight meiner Jugend war, als ich die 8 Jahre ältere Christiane Felscherinow einmal privat treffen durfte.
Und zur selben Zeit ganz wichtig:
Zitat von Maramartina im Beitrag #29Rororo Frauenbücher Reihe
Ab 14 wurde ich durch meine Nachhilfelehrerin, die ich sehr bewunderte, auf feministische Literatur aufmerksam. Das erste Buch müsste "Der Tod des Märchenprinzen" gewesen sein. Alice Schwarzers Bücher fand ich auch toll. Zum Leidwesen meiner Mutter, die gar nicht las und dieses Genre erst recht befremdlich fand. Liebesromane hätte sie akzeptabler gefunden.
Zitat von Maramartina im Beitrag #29Maxie Wander mit Guten Morgen Du Schöne und Leben wäre eine gute Alternative. Heinz Körner mit Johannes und weitere Titel aus der alternativen Szene…
Mit 15 las ich die "Trotz alledem Verschenktexte" mit Gedichten von Kristiane Allert-Wybranietz (Heinz Körner war der Herausgeber).
Nur wenig später entdeckte ich in der Bibliothek die Lyrik von Rose Ausländer und Paul Celan - dagegen war Kristiane Allert-Wybranietz echt mau. Eine große Lyrik-Freundin wurde ich aber nie.
Maxie Wander entdeckte ich erst mit Anfang 20. Ab da verschlang ich alle Bücher über Krankheitserfahrungen. Maxie Wander war natürlich auch dabei.
Ab 17 interessierte ich mich auch für Bücher über die RAF. Ich wollte alles über diese Zeit wissen. Gesellschaftliche Missstände und soziologische Sachbücher waren ab da für mich ein großes Thema. Ulrich Beck war ganz vorne dabei.
Mich begeisterten auch die alten und modernen Klassiker, die wir in der Oberstufe lasen (Goethe, Sophokles, Thomas Mann, Peter Handke), aber privat landete ich meistens bei Sachbüchern.
Da ich nach dem Abi zunächst eine Ausbildung in einer Buchhandlung machte, kenne ich natürlich ganz viele Belletristik-Titel. Aber inhaltlich in Erinnerung geblieben sind mir nur wenige Romane.
Ich mochte mit 20: "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von Kundera "Salz auf unserer Haut" von Groult "Die Spitzenklöpplerin" Laine "Das Parfum" von Süßkind.
Zitat von djinnchiller im Beitrag #72Eine Buchreihe, die es bei uns in der Bibliothek gab und die ich komplett vergessen habe, steigt gerade recht nebulös aus meiner Erinnerung. Mir fällt nur die Autorin nicht mehr ein... Es ging um eine Krankenschwester (?).
Susanne Barden! Die habe ich auch geliebt, aber leider nie besessen. Aber ich habe sie x-mal aus der Bibliothek ausgeliehen und habe heute noch so einige Szenen im Kopf. (Im Original heißt sie übrigens Sue Barton.)
Ja genau! Die war's!
Zitat von mono im Beitrag #81Zu #72djinnchiller:Bei Nesthäkchen ist die zeitliche Einordnung ja noch einfach, sie ist 10,als der erste Weltkrieg ausbricht.
Das weiß ich schon, ich hatte nur als 8-9-jährige noch nicht wirklich eine Vorstellung von dieser Zeit und daher unterschwellig oft ein diffuses Gefühl von Unverständnis für manche beschriebenen Situationen.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #56An Kinderbüchern ist mir noch "Gisel und Ursel" eingefallen.
Stimmt, die hatte meine Oma von den Kinderbüchern meiner Mutter aufgehoben und ich habe sie mit Begeisterung gelesen.
Auf dem gleichen Weg, weil von meinem Onkel noch übrig, bin ich an die Reihe "Fury" geraten, dann folgte zum Pferdethema "Black Beauty". Obwohl ich selbst geritten bin, fand ich "Bille und Zottel" dagegen fürchterlich. Dagegen war ich begeistern von dem Buch "Ritt unter Sternen" von Lucy Rees, das war aber schon mehr in Richtung Teenager-Alter.
Zitat von Suzie im Beitrag #55Das war ich mit der psychologischen Phase. DU HAST NIE EINEN ROSENGARTEN VERSPOCHEN Ein tolles Buch.
Ja, das hat mich auch sehr beeindruckt.
Ebenso wie "Licht in mein Dunkel" von der Taubblinden Helen Keller.
Mir ist noch eingefallen, dass eines der ersten Erwachsenenbücher, das ich gelesen habe, "Erinnerungen einer Überflüssigen" von Lena Christ gewesen sein muss, das ich im Urlaub, als meine Mutter es dabei hatte, entdeckt habe. Hat mich sehr erschüttert und in seinen Bann gezogen - kennt das jemand?
"Tell me, what it is you plan to do with your one wild and precious life?" - Mary Oliver
Moderatorin im Reiseforum, Frauengesundheit, Kinder, Familie und Erziehung, Kindergesundheit, Kinderwunsch, Psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen, Schwangerschaft, Baby und Kleinkind, Umbrüche im Leben, Verlust und Trennung, Was bringt Dich aus der Fassung? sowie Mode und Kosmetik
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #94ja klar. Hab Verwandtschaft in Glonn gehabt.
Kannten die noch jemanden aus der Familie?
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ja, schon, aber Das war eher so Verleugnung. Das übliche halt. Dass sie Literatur geschrieben hat ist ja erst sehr verspätet und unvollständig anerkannt worden. War ja nicht Einzelschicksal. Sie hat es nur literarisch aufgearbeitet. Sonst war das alles eher Alltag für viele. Aber der "Hansschuster" war schon geläufig.
Zitat von Suzie im Beitrag #55Das war ich mit der psychologischen Phase. DU HAST NIE EINEN ROSENGARTEN VERSPOCHEN Ein tolles Buch.
Gibt es ein Buch mit diesem Namen? Oder meintest du ICH HAB DIR NIE EINEN ROSENGARTEN VERSPROCHEN ?
Als Kind habe ich ALICE IM WUNDERLAND und ALICE IM SPIEGELLAND von Lewis Carroll sehr geliebt, die nachfolgenden Filme haben viel verhunzt.
Eins meiner ersten Erwachsenenbücher war EINE AMERIKANISCHE TRAGÖDIE von Theodore Dreiser. Ich hab's auch später gern noch mehrmals gelesen.
Und Hesses STEPPENWOLF, mit 19, eine Art Offenbarung. Etwa zeitgleich habe ich Morgensterns GALGENLIEDER ständig mit mir 'rumgetragen, ich kann einen Großteil bis heute auswendig, auch Morgenstern war für mich eine Art Lebensphilosophie.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.