Zitat von Stadtkrone im Beitrag #10674Geht es jetzt um den Schutz des Einzelnen oder um die gesamtgesellschaftliche Wirkung? Das ist doch ein Riesenunterschied.
Es greift ineinander. Schutz des Einzelnen gestaltet sich umso einfacher, je weniger Infektiöse um einen herumlaufen. Die Gesellschaft besteht aus vielen Einzelnen.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #10666Was wäre denn die Alternative? Alarmbereitschaft und Quarantänen für ewig und drei Tage?
Langzeitfolgen können andere Viruserkrankungen auch haben (EBV, Grippe usw....)
Nicht für ewig und 3 Tage, aber bis wirksame Therapien für Long Covid verfügbar sind. Auf jeden Fall solange Maskenpflicht in geschlossenen Räumen.
Hm, wir warten ja irgendwie auch schon für ewig und 3 Tage auf eine wirksame Therapie für Grippe oder andere Viruserkrankungen. Ist leider schwierig. Die wirksamste Therapie ist immer noch Impfung - und dann dem Erreger halt begegnen.
Mir ging es bei meinem Beispiel darum, dass Risikoabwägung sehr individuell ist. Da hat man sehr große Angst vor einer Covid-Infektion, aber überhaupt keine Angst vor einem Motorradunfall. Mag berechtigt sein. Oder auch nicht. Das Leben ist halt irgendwie immer lebensgefährlich.
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #10642[ In meinem Umfeld waren viele krank, nur wenige hatten länger als vier Wochen damit zu tun, und nur ganz wenige sind wirklich danach „eingeschränkt“. Das Risiko, zu den „Eingeschränkten“ zu gehören, gehe ich jederzeit ein, wenn ich ansonsten aktuell einfach mein Leben leben kann. Ich trage daher keine Masken mehr. Das ist für mich ein großes Stück Lebensqualität, das nicht mehr tun zu müssen.
me too!
In meinem beruflichen Umfeld erlebte ich durchaus tragische Verläufe. Immer mit Vorgeschichten, die ohnehin schon tragisch waren. Also nicht nur durch Covid ausgelöst. Privat nur wie oben von @Naomi geschildert: schon recht angeschlagen, auch mal für 2-3 Wochen Bett statt Badesee, aber dann alles wieder vorbei und wenn mal noch ein paar Wochen schlechte Kondition oder Husten blieb, auch nach weiteren 4-6 Wochen weg.
ICH hatte 2 Infektionen mit keinerlei Symptomen. Die letzte hatte ich wohl vor ein paar Wochen, nicht mehr nachweisbar, aber da mein Mann einen pos. PCR hatte und Symptome und ich Tisch&Bett teilte, schätze ich mal dass ich auch wieder infiziert war, aber halt ohne irgendwas.
Bin aber 3x BT geimpft!
So schaut es aus.
Richtig Virus-Krank war ich mit Mitte 30 und einem Influenzatyp. Da war ich 4 Wochen daheim und mit Fieber im Bett und dann noch 2 Monate total geschwächt.
Mein Mann war vor 2 Jahren richtig krank mit einem Herpes Zoster Virus. Da hat er immer mal wieder post-Zoster Beschwerden.
Man kann immer Glück oder Pech haben, immer jeden Tag an irgendwas erkranken. Schwer oder harmlos. Mehr gibt es im Grunde nicht zu sagen.
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #10674Geht es jetzt um den Schutz des Einzelnen oder um die gesamtgesellschaftliche Wirkung? Das ist doch ein Riesenunterschied.
Es greift ineinander. Schutz des Einzelnen gestaltet sich umso einfacher, je weniger Infektiöse um einen herumlaufen. Die Gesellschaft besteht aus vielen Einzelnen.
Die Frage ist halt, ob der Einzelne überhaupt (noch) um der Gesellschaft willen besonders geschützt werden muss. Wer sich schützen will, kann das natürlich tun.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #10661Nochmal: Es geht nicht um Immunität im Sinne von "ich stecke mich nicht mehr an", es geht um bessere Abwehr. Quasi dauerhafte "Naturimpfungen".
Mit einer handelsüblichen Erkältung geht ja auch keiner in Isolation. Und genau da müssen wir hin. Das Virus zur Erkältung degradieren. Das geht nur über häufigen Kontakt.
genauso!
Im Grunde ist es das Beste, wenn man sich vollständig impfen lässt und dann ein paar Natursprünge abholt.
Zitat von Tigerente im Beitrag #10679Mir ging es bei meinem Beispiel darum, dass Risikoabwägung sehr individuell ist. Da hat man sehr große Angst vor einer Covid-Infektion, aber überhaupt keine Angst vor einem Motorradunfall.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #10661Nochmal: Es geht nicht um Immunität im Sinne von "ich stecke mich nicht mehr an", es geht um bessere Abwehr. Quasi dauerhafte "Naturimpfungen".
Mit einer handelsüblichen Erkältung geht ja auch keiner in Isolation. Und genau da müssen wir hin. Das Virus zur Erkältung degradieren. Das geht nur über häufigen Kontakt.
Ich bin nicht ganz einverstanden, denn ich finde den Umgang mit "Erkältung" = grippaler Infekt immer schon ungut. Was das soll, krank zur Arbeit oder zu privaten Aktivitäten zu erscheinen, damit sich der Infekt auch nur ja hübsch unter allen verbreitet, hat sich mir nie erschlossen. Isolation muss nicht sein - aber einen etwas vernünftigeren Umgang mit "Erkältungen" fände ich sehr begrüssenswert.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #10661Nochmal: Es geht nicht um Immunität im Sinne von "ich stecke mich nicht mehr an", es geht um bessere Abwehr. Quasi dauerhafte "Naturimpfungen".
Mit einer handelsüblichen Erkältung geht ja auch keiner in Isolation. Und genau da müssen wir hin. Das Virus zur Erkältung degradieren. Das geht nur über häufigen Kontakt.
Ich bin nicht ganz einverstanden, denn ich finde den Umgang mit "Erkältung" = grippaler Infekt immer schon ungut. Was das soll, krank zur Arbeit oder zu privaten Aktivitäten zu erscheinen, damit sich der Infekt auch nur ja hübsch unter allen verbreitet, hat sich mir nie erschlossen. Isolation muss nicht sein - aber einen etwas vernünftigeren Umgang mit "Erkältungen" fände ich sehr begrüssenswert.
da hast du völlig recht @Klara!
Und ich denke, der Umgang und die soziale Akzeptanz von vollverrotzten ("ach ich hab so die Pest, sorry") Mitmenschen sind für sehr lange Zeit anders.
Das hoffe ich, @R_Rokeby! Ich fürchte aber, dass wir sehr schnell in alte Verhaltensweisen zurück fallen. Es war ja je nach Arbeitgeber auch so, dass Mitarbeiter schief angesehen wurden, wenn sie "wegen Erkältung" fehlten.
Zitat von Tigerente im Beitrag #10679Mir ging es bei meinem Beispiel darum, dass Risikoabwägung sehr individuell ist. Da hat man sehr große Angst vor einer Covid-Infektion, aber überhaupt keine Angst vor einem Motorradunfall.
Kennst Du denn solche Leute?
Ja, ich schrieb einige Beiträge vorher über eine Freundin, bei der das so ist.
Zitat von KlaraKante im Beitrag #10687Das hoffe ich, @R_Rokeby! Ich fürchte aber, dass wir sehr schnell in alte Verhaltensweisen zurück fallen. Es war ja je nach Arbeitgeber auch so, dass Mitarbeiter schief angesehen wurden, wenn sie "wegen Erkältung" fehlten.
Aktuell wird man schief angesehen, wenn man wirklich "wegen Erkältung" oder eines anderen Virusinfekts fehlt - es wird hundertmal nachgefragt, ob man sich wirklich sicher ist, dass es kein Corona ist, und woher man denn wissen will, dass es kein Corona ist (auch ein Arztbesuch reicht nicht als Bestätigung für diese Leute). Das hat mich im Januar, als ich eine stinknormale Angina hatte, so richtig genervt.
Zitat von Tigerente im Beitrag #10689Aktuell wird man schief angesehen, wenn man wirklich "wegen Erkältung" oder eines anderen Virusinfekts fehlt - es wird hundertmal nachgefragt, ob man sich wirklich sicher ist, dass es kein Corona ist, und woher man denn wissen will, dass es kein Corona ist (auch ein Arztbesuch reicht nicht als Bestätigung für diese Leute). Das hat mich im Januar, als ich eine stinknormale Angina hatte, so richtig genervt.
Wenn man sich vor Augen hält, dass viele Leute um die Anerkennung ihrer Covid/Long Covid-Erkrankung als Berufsunfall kämpfen müssen, macht es schon Sinn, wenn der AG da mal genauer nachfragt.
Zitat von Cerulean im Beitrag #10690Also hier in CH gibt es schon länger keine Isolation mehr.
Bei uns in ES auch nicht.
Es wird unterschiedlich damit umgegangen, aber die meisten sind ziemlich verantwortungsbewusst und isolieren sich trotzdem. Die ohne HO sollen zu Hause bleiben, das ist dann auf Kosten des Arbeitgebers, weil die keinen Bock auf Covid auf der Arbeit haben, es aber offiziell keine Isolation mehr gibt. Die Selbständigen arbeiten mit Maske. So ist meine Erfahrung in der Umgebung.
Für einen Anstieg der KH einweisungen (leichte Tendenz nach oben) braucht es keine neue Variante. Es gibt soviele Feste und Party, die nicht mehr gemessene Inzidenz muss einfach super hoch sein. Party hier 5 Positive, Treffen wieder 3 Positive, so geht es ganze Zeit, aber ich kenne ein Glück niemanden mehr die letzter Zeit, der schlimmer war als "leicht grippig"...
Zitat von Cerulean im Beitrag #10693Es ist und bleibt ein russisches Roulette. Ich wünsch uns allen viel Glück dabei.
nee. Also das kann ich so nicht stehen lassen @Cerulean.
DAs ist absolut überzogen. Da mag für Einzelne (und wie ich mich zu erinnern glaube, für deine Krankengeschichte gelten und dafür hast du wirklich mein Mitgefühl) gelten.
Zitat von Tigerente im Beitrag #10689Aktuell wird man schief angesehen, wenn man wirklich "wegen Erkältung" oder eines anderen Virusinfekts fehlt - es wird hundertmal nachgefragt, ob man sich wirklich sicher ist, dass es kein Corona ist, und woher man denn wissen will, dass es kein Corona ist (auch ein Arztbesuch reicht nicht als Bestätigung für diese Leute). Das hat mich im Januar, als ich eine stinknormale Angina hatte, so richtig genervt.
Wenn man sich vor Augen hält, dass viele Leute um die Anerkennung ihrer Covid/Long Covid-Erkrankung als Berufsunfall kämpfen müssen, macht es schon Sinn, wenn der AG da mal genauer nachfragt.
Ich meine nicht den AG, sondern die Kollegen, denen man dann in der Woche danach begegnet. Den AG geht übrigens bei einer kurzfristigen Krankschreibung die Diagnose überhaupt nichts an.
Zitat von Cerulean im Beitrag #10693Es ist und bleibt ein russisches Roulette. Ich wünsch uns allen viel Glück dabei.
nee. Also das kann ich so nicht stehen lassen @Cerulean.
DAs ist absolut überzogen. Da mag für Einzelne (und wie ich mich zu erinnern glaube, für deine Krankengeschichte gelten und dafür hast du wirklich mein Mitgefühl) gelten.
Nur, das so zu verallgemeinern ist unseriös.
Es gibt ganz viele Menschen mit mehr als nur einer Kugel im Lauf. Ich glaube die meisten wollen das einfach nicht wahrhaben. Wir Einzelne sind in Wirklichkeit viele. Krebserkrankungen ist bestimmt auch nicht sehr günstig für einen leichten Verlauf.
Es soll auch Menschen geben, die sich dessen bewusst sind und sich dennoch dafür entscheiden nicht dauerhaft in Panik zu leben. Es gibt Menschen, die dieses Risiko eben annehmen. Ich habe auch Risikofaktoren. Zum einen die "böse" Blutgruppe und eine Autoimmunerkrankung. Das ist mir bewusst. Das hat nichts mit nciht wahrhaben wollen zu tun, wenn man sich dennoch für einen anderen Weg entscheidet.