Zitat von LilyBlueming im Beitrag #10747 Naja, aber als die Maskenpflicht drinnen noch galt, haben zumindest deutlich mehr Leute eine getragen als jetzt, wo ich beim Einkaufen gefühlt immer fast die Einzige bin. Ja, die Maskenverweigerer gab's schon immer, aber meinem Gefühl nach hat der Großteil der Leute doch mitgezogen.
Ich denke, sehr, sehr viele kommen zu dem Fehlschluss, dass doch alles ganz glimpflich verlaufen sei und jetzt sei es halt mal gut mit den Masken, und kommen nicht drauf, dass es ohne die Maskenpflicht vermutlich (Genaues weiß man ja nicht) ganz anders aussähe.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #10705 Aber ich glaube, auch aus der Erfahrung mit meinem Zustand, es ist immer besser, wenn man versucht sich selber zu. helfen und zu stärken, als auf andere zu schielen oder zu hoffen.
Das gilt für so vieles im Leben. Nicht nur für den Umgang mit Covid.
Man kann aber auch sein Leben lang dasitzen auf über die "bösen Anderen" jammern. Ändert nur nichts. Leidet man nur noch mehr.
Ändert nur nichts, ja. Und das ist aber auch der Punkt: Gerade weil man an sich, an seiner Haltung und an seinem Umgang nichts ändern will, beschäftigt man sich mit den anderen. Und bemerkt nicht, was man dadurch aus der Hand gibt oder welche Chance man nicht ergreift.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #10705 Aber ich glaube, auch aus der Erfahrung mit meinem Zustand, es ist immer besser, wenn man versucht sich selber zu. helfen und zu stärken, als auf andere zu schielen oder zu hoffen.
Das gilt für so vieles im Leben. Nicht nur für den Umgang mit Covid.
Man kann aber auch sein Leben lang dasitzen auf über die "bösen Anderen" jammern. Ändert nur nichts. Leidet man nur noch mehr.
Ändert nur nichts, ja. Und das ist aber auch der Punkt: Gerade weil man an sich, an seiner Haltung und an seinem Umgang nichts ändern will, beschäftigt man sich mit den anderen. Und bemerkt nicht, was man dadurch aus der Hand gibt oder welche Chance man nicht ergreift.
Das stimmt aber auch umgekehrt. Weil man eben immer mit sich selber beschäftigt ist, merkt man gar nicht was für ein Mist abläuft. Und weil man das nicht merkt, werden auch Chancen verpasst etwas zu ändern.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #10705 Aber ich glaube, auch aus der Erfahrung mit meinem Zustand, es ist immer besser, wenn man versucht sich selber zu. helfen und zu stärken, als auf andere zu schielen oder zu hoffen.
Das gilt für so vieles im Leben. Nicht nur für den Umgang mit Covid.
Man kann aber auch sein Leben lang dasitzen auf über die "bösen Anderen" jammern. Ändert nur nichts. Leidet man nur noch mehr.
Ändert nur nichts, ja. Und das ist aber auch der Punkt: Gerade weil man an sich, an seiner Haltung und an seinem Umgang nichts ändern will, beschäftigt man sich mit den anderen. Und bemerkt nicht, was man dadurch aus der Hand gibt oder welche Chance man nicht ergreift.
Das ist jetzt aber sehr philosophisch. Im Fall von Cerulean gibt es ja keine "Gewinner".
Zitat von Cerulean im Beitrag #10753 Und weil man das nicht merkt, werden auch Chancen verpasst etwas zu ändern.
Aber für wen ist das denn eine Chance? Außer für Dich jetzt, persönlich? Wenn alle wieder Masken tragen, weil es Dir wichtig ist? Würdest Du Dir dann zB ein Schild um den Hals hängen, auf dem steht: "ich finde das total klasse, dass Ihr das für mich macht?" Wertschätzung gegenüber denen, die es für sich nicht müssten, aber für Dich tun würden?
Zitat von Cerulean im Beitrag #10756Ha, das mit dem Haltung ändern war gut., Naomi. Das haben dir viele geantwortet als du dich mit den Masken so schwer getan hast.
Noch mal: was ist die win-win-Situation für die freiwilligen Maskenträger im Moment? Außer deinem persönlichen Gewinn daraus?
Zitat von Katelbach im Beitrag #10750In Bezug auf multirestente Erreger sollte der Blick in allererster Linie auf der perversen Massentierhaltung liegen. Solang es einen Markt für diese Billigfleisch, werden Antibiotika low dose (was am gefährlichsten ist im Hinblick auf Resistenzen) in der Massentierhaltung als Masthilfen eingesetzt. Auch - illegal - Reserveantibiotika.
Ich bin mittlerweile in Innenräumen auch oft die Einzige, die noch Maske trägt (ok, vor zwei Tagen war ich drinnen in einem Restaurant essen). Ich kann auch niemanden dazu zwingen, aber schade finden kann ich das schon, denn ich denke, gerade eine Maskenpflicht wäre das einfachste und niedrigschwelligste Mittel zum Schutz vor Übertragungen, bevor man wieder ganze Branchen abwürgen oder Schulen schließen müsste.
Da wirfst du aber gerade verschiedene Dinge in einen Topf.
Punkt 1: Warum tragen Leute nicht "freiwillig" Maske? Weil Corona in den zwei Jahren viel von seinem "Schrecken" verloren hat. Die meisten sind 3x geimpft und sehen um sich herum Leute, die zwar mal Corona hatten, aber das ganz gut überstanden haben. Ich persönlich gehe gern ein paar Tage in Quarantäne, wenn ich die andere Zeit eben keine Maske tragen muss (habe das wirklich gehasst wie die Pest).
Punkt 2: warum gibt es keine Maskenpflicht mehr drinnen? Weil das so oder so schwierig zu kontrollieren war und sich bereits lange vor der Aufhebung irgendwelche workarounds eingeschlichen hatten. Und weil Maskenpflicht drinnen prohibitiv ist für so was wie Kino, Konferenzen,... . Die Leute gehen dann nicht hin, weil sie keine Lust haben, drinnen die ganze Zeit mit Maske herumzulaufen.
Was Punkt 1 und 2 zusammen bringt, ist die große Frage nach der Sinnhaftigkeit einer vermehrten Verhinderung der Übertragung. Es gibt keine Klarheit darüber, was jetzt eigentlich der Wunschzustand ist. Sondern letztlich ist jeder Bürger aufgefordert, für sich zu definieren, wie er das haben will (maximale Sicherheit vs maximale Freiheit).
Naja, aber als die Maskenpflicht drinnen noch galt, haben zumindest deutlich mehr Leute eine getragen als jetzt, wo ich beim Einkaufen gefühlt immer fast die Einzige bin. Ja, die Maskenverweigerer gab's schon immer, aber meinem Gefühl nach hat der Großteil der Leute doch mitgezogen.
...
Ich trage im Beruflichen weitestgehend Maske, weil ich vielen Leuten auf Dauer begegne. Ich will einfach keine Covid-Erkrankung bekommen und sei sie noch so milde.
Im Supermarkt trage ich auch Maske. Obwohl ich der Meinung bin, dass man sich bei der Weitläufigkeit sich nicht anstecken kann, aber ich will mich dem Kassierer/der Kassiererin nicht unbemasket zumuten.
Im ÖPNV trage ich auch grundsätzlich Maske, weil man da meist jemandem gegenüber sitzt. Die Leute verzichten hier meist auch noch darauf, sich auf den Nebenplatz zu setzen. (Wobei zwar in den Ansagen drauf aufmerksam gemacht wird, dass die Masken-Pflicht gilt. Aber im Fahrgast-TV ständig angezeigt wird, dass man auf den Nebenplatz keine Tasche stellen soll, sondern den Platz für einen anderen Fahrgast frei machen soll - ich habe mich schon gefragt, ob ich da mal einen Hinweis an die Verkehrsbetriebe geben sollte...
Ich habe sicherlich den Vorteil, dass mir die Maske nicht so viel ausmacht. Ich bin es gewöhnt, sie stundenlang zu tragen.
Zitat von Malaita im Beitrag #10763. Ich will einfach keine Covid-Erkrankung bekommen und sei sie noch so milde.
Das wird sich doch auf Dauer nicht vermeiden lassen. Und vielleicht hattest du „es“ sowieso schon.
Ich WILL das aber vermeiden.
Ob ich das schon hatte, steht in den Sternen, wissentlich jedenfalls nicht. Es wäre toll: ich hatte irgendeine Covid-Erkrankung, aber ich weiß nichts davon
Ich wollte es auch vermeiden, habe mich aber dann (nach der 3. Impfung) doch infiziert. Ich hatte Erkältungssymptome und habe einen Selbsttest gemacht: Positiv.
Da ich als alleinlebende Rentnerin keinen Nachweis brauche (z.B. Krankenschein o.ä.) habe ich weiter nichts unternommen. Ich habe mich freiwillig isoliert (Vorräte hatte ich genug, musste nicht mal einkaufen), Verabredungen und Treffen abgesagt, und jeden Tag getestet, bis es nach 5 Tagen vorbei war.
Beschwerden hatte ich kaum. Einen Tag Gliederschmerzen und Hinfälligkeit (das war ungewöhnlich für mich und deshalb habe ich getestet), etwas Halsschmerzen, 2 Tage Schnupfen... und dann war es auch schon wieder vorbei. Also nicht mehr, als ich in meinem Leben schon bei x Erkältungen oder grippalen Infekten durchgemacht habe.
Ich denke, die Impfung hat dafür gesorgt, dass es so glimpflich abging.
Ich bin immer noch vorsichtig (eine der wenigen, die im Supermarkt noch Maske tragen), aber ansonsten wieder an ihr altes, normales Leben anknüpfen. Soweit das möglich ist, weil ja doch einiges nach Lockdown und Kontaktverboten weggebrochen ist.
Oder du gehörst einfach zu denen, die mit dem Virus prima fertig werden und deren Immunsystem auch keine Zicken macht. Von denen gibt es ja auch ne Menge.
Hier bekomme ich nun wieder mehr und mehr Meldungen von Kollegen und Bekannten. Covid macht noch einmal die Runde. Wird wohl BA5 sein (getestet und sequenziert wird aber kaum noch. Die meisten machen bloss einen Selbsttest)
Einen Kollegen hat es trotz Dreifachimpfung ganz ordentlich erwischt.
ich gehöre zu den Beruf Maskenträgerinnen und Beruf Pendlerinnen und vergesse manchmal, die Maske zwischen Geschäft und Öffis abzunehmen. Privat entscheide ich dannach, wie voll es ist, ob ich eine aufsetze. Ich habe Covid 19 als "Weihnachtsgeschenk" wie eine Grippe überstanden und momentan nur keine Lust, noch einmal 3,5 Wochen auszufallen. Im Anschluss 14 Tage Reizhusten und Schlappheit kenne ich auch von früheren Grippe Erkrankungen.
Malaita, ich kann dich verstehen: ich will Covid ebenfalls nicht haben so wie ich auch keine echte Virusgrippe erwischen möchte. So eine fiese Grippe hatte ich mein ganzes Leben noch nie, toi toi toi. Und bedachte Umsetzung von Schutzmaßnahmen hat im Job gezeigt: Man kann sich schützen und erkrankte Senioren pflegen ohne sich selbst dabei zu infizieren. Somit werde ich mich auch weiterhin mit Maske schützen in Situationen, die ich als heikel erachte. Meine Entscheidung!
Dennoch würde ich mir von anderen Menschen wünschen, dass sie doch ein wenig Umsicht, die in der Pandemie möglich war, auch weiterhin walten lassen: auch ohne jegliche Virengefahr ist es für viele Menschen nicht fein, wenn in der Schlange an der Kasse der Hintermann so dicht aufrückt, dass man den Atem im Nacken spürt. Ebenso unschön, wenn irgendwo jemand lauthals spricht und lacht und Unbeteiligte die feuchten Tröpfchen abbekommen.🤨
In Straßenbahn finde Menschen ohne Maske neben mir weniger heikel - die pusten ihren Atem hauptsächlich nach vorne. Gegenüber ohne Maske, der mir voll ins Gesicht atmet ist blöder. In den Öffis mogeln sich bei mir eher weniger Leute an der Maskenpflicht vorbei. Beim Liebsten in der Großstadt sieht das schon ganz anders aus, eher 50:50, obwohl dort auch noch Maskenpflicht gilt.
Solange Covid mit mehreren Tagen Isolation verbunden ist und es dadurch auch weiterhin zu Arbeitsausfällen in allen Bereichen kommt, bleibt es eine Einschränkung, die man nicht als „nichtig“ abtun kann, weil es dann eben viele betrifft, wenn Arbeitsbereiche im Gesundheitswesen nur Sparprogramm schaffen, Supermärkte ihre Ware nicht bekommen, die Bäckerei zu bleibt, weil der Bäcker erkrankt ist etc.
Gut ist: aktuell verlaufen viele Infektionen milder als zu Beginn; auf den Intensivstationen schafft man es, die Patienten gut zu versorgen und vieles im Alltag läuft wieder. Und ich freue mich drüber, dass auch Kulturgenuss wieder öfter möglich ist.
Ich möchte nicht im Lockdown-Modus verharren, aber leichtsinnig sollten auch nicht alle werden😉
Zitat von WhiteTara im Beitrag #10769 Solange Covid mit mehreren Tagen Isolation verbunden ist und es dadurch auch weiterhin zu Arbeitsausfällen in allen Bereichen kommt, bleibt es eine Einschränkung, die man nicht als nichtig abtun kann, weil es dann eben viele betrifft, wenn Arbeitsbereiche im Gesundheitswesen nur Sparprogramm schaffen, Supermärkte ihre Ware nicht bekommen, die Bäckerei zu bleibt, weil der Bäcker erkrankt ist etc.😉
Das ist aber doch ein Management-Thema. Isolationspflicht kann man aufheben. Für Grippe/Erkältung gibt‘s die ja auch nicht. Wir hatten und haben ja die Situation, dass auch Leute mit wenig oder keinen Symptomen, die vermutlich nicht besonders ansteckend sind, tagelang zuhause sitzen.
Ich meinte damit, dass auch die ja auf der Arbeit ausfallen. Hier klingt das, als wenn man ja nichts riskieren darf, damit man unbedingt weiter arbeiten kann.
Zitat von Chickenwings im Beitrag #10774Ich meinte damit, dass auch die ja auf der Arbeit ausfallen. Hier klingt das, als wenn man ja nichts riskieren darf, damit man unbedingt weiter arbeiten kann.
Ach so. Ich bin ja von Büroarbeitern umgeben, d.h. alle Infizierten in meinem Umfeld hätten bei Symptomlosigkeit problemlos mobil weiterarbeiten können. Ging aber bei den meisten nicht oder wenn, dann nur mal 1-2 Stunden.