Zitat von R_Rokeby im Beitrag #10547 Aber das Geschiss, z. B. im Lokal im Sitzen absatteln zu können, aber wenn ich auf's Klo ging, wie Maske rauf, 5m gegangen, zurück, Maske runter: sorry, Affenzirkus.
Das hat sich mir nie so richtig erschlossen. War mir aber letztlich wurst.
Ich bin aber schon lang - ach ganz ohne C. - eine Anhängerin von Masken in den Öffentlichen, wobei mir natürlich lieber wäre, dass dichte Füllung einfach verboten wäre. Und würde ich aufs Tollwood oder so gehen, oder sonstwohin, wo ich fremden Atem (mit den letzten 2 Mahlzeiten) quasi hautnah ertragen müsste, fände ich es auch schön. Mir graust einfach vor dem engen Kontakt mit Fremden. (Hab mich ja nicht umsonst af die Vierbeiner verlegt.)
Natürlich kommt dazu, dass mir gar nicht auffällt, wenn ich Maske tage.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Zitat von Cerulean im Beitrag #10532Eine nicht geringe Anzahl wird auch schlimmer krank. Etwa zehn Prozent haben noch länger mit den Folgen zu kämpfen . Aber das sollte ja alles bekannt sein. Zum Glück sind wir auch bei Covid auf dem Weg zu einem saisonalen Erkältungsvirus. Das kann aber noch Jahre dauern und bis dahin viel Leid verursachen. Aber solange es dich nicht trifft, nicht wahr ? Aber mich dann beschuldigen, das ich nicht das Wohl anderer mit berücksichtige ist einfach nur unverschämt.
Nun halt mal den Ball flach, mir ist vollkommen klar, dass auch ich mich infizieren kann und wie es mir dann geht weiss ich bis heute immer noch nicht, da es eben an mir bislang vorbeiging. Womöglich muss ich mich jetzt auch noch dafür entschuldigen oder wie? Glaub mir, ich habe keine Ahnung waurm mich das Virus bislang nicht ereilt hat. Wenn du aber meine Ausführungen weiterhin falsch interpretieren willst, dann bitte. Ich bin dem langsam müde.
Zitat von LilyBlueming im Beitrag #10554Mich würden auch mal verlässliche Zahlen zu Long COVID interessieren.
Ich weiß jetzt von zwei Fällen in meinem Umfeld, bei denen die Auswirkungen ziemlich gravierend sind.
Und aus den absoluten Zahlen zieht man dann welche Schlüsse genau? Interessanter wäre doch zu wissen, welche Faktoren das Auftreten von LC begünstigen. Risikostratifizierung, sozusagen.
Ja, das wäre natürlich der nächste Schritt, falls das möglich ist, da konkrete Risikofaktoren zu benennen.
Aber am Wichtigsten ist ja eigentlich die Frage, was man konkret gegen Long COVID tun kann, wenn es schon da ist. Es kann ja nicht sein, dass die Betroffenen damit jetzt einfach klar kommen müssen.
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #10555 Und aus den absoluten Zahlen zieht man dann welche Schlüsse genau? Interessanter wäre doch zu wissen, welche Faktoren das Auftreten von LC begünstigen. Risikostratifizierung, sozusagen.
Die Faktoren zu kennen ist aber nur dann wichtig, wenn ich daran was ändern kann. Aber vielleicht kann man ja bald mal sagen, ob unter Omikron immer noch viel LC auftritt ? Oder ob die Impfung da positives bewirkt ? Wie schlimm ist es den eigentlich? Und zwar nicht nach dem Prinzip, also ich kenne ………….
Ich bin heute von einem einwöchigen Mallorca-Urlaub zurückgekommen. Meine Erfahrung:
Hinreise: Niemand verlangte einen Impfnachweis/Test. Weder die Fluggesellschaft, noch wurde bei der Einreise am Flughafen danach gefragt.
Aufenthalt: Nirgendwo für Touristen Maskenpflicht, auch nicht in Innenbereichen des Hotels. Nur das Hotelpersonal selbst trug Masken, allerdings oft auch nur auf "Halbmast".
Dafür darf nicht mal in Außenbereichen/auf Außenterrassen/am Pool geraucht werden. Man muss aufstehen (sich ggf. was anziehen) und auf die Straße gehen. Und das gilt auch, wenn man z.B. in einem Straßenlokal letztlich nur hinter der Rückenlehne des eigenen Platzes steht. Mögen militante Nichtraucher ja toll finden.... Sinn macht es keinen, wenn 25 cm eine Corona-Grenze darstellen sollen.
Rückreise: Obwohl es die Verpflichtung gibt, bei der Einreise nach Deutschland einen Impfnachweis/Test vorzuweisen, hat niemand danach gefragt. Die Fluggesellschaft nicht (weder beim Check-in noch beim Einstieg ins Flugzeug) und auch am deutschen Zielflughafen interessierte sich niemand dafür.
Merke: Wir haben Regeln.... aber niemanden kümmerts in der Realität. Nur die Presse macht immer wieder neue Wellen.
Ich bin ja nicht komplett gegen das Maskentragen. Wir haben in unserer Physiopraxis schon immer eine getragen, wenn wir erkältet waren und empfindliche Patienten behandelten (z. B. Menschen mit Chemotherapie o. ä.) Aber wie lange sollen wir noch generell diese FFP2 Masken tragen? Bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag?
Ich glaube nicht, dass sich das Menschen vorstellen können, die sie nur mal für kurze Zeit zum Einkaufen oder zur Therapie tragen mussten. Man schwitzt einfach sehr unter den Dingern, das Atmen ist erschwert, vor kurzem lief mir schon nach den ersten Patienten der Schweiß von der Stirn in die Maske. Was tun? Ich kann sie ja nicht während der Behandlung absetzen. Also: durchhalten. Körperliche Arbeit mit den Masken zu verrichten, ist einfach unheimlich anstrengend, gerade hier im Südwesten im Sommer. An dem besagten Donnerstag, als mein Kreislauf schlapp machte, hatte ich einige Patienten in der Praxis. Danach gings zur Werkstätte der Lebenshilfe, auch dort immer noch Maskenpflicht. Dann wieder Hausbesuche bei Patienten zu Hause, danach wieder Praxis. Jetzt gabs die Möglichkeit Auto oder Fahrrad. Wegen der doch mal frischen Luft für ein paar Minuten und der Hitze im Auto entschied ich mich fürs Fahrrad.
Das war wohl alles etwas zu viel. In der Praxis haben wir zwischen den Patienten keine Pausen. Wir behandeln, schicken den nächsten Patienten hinein, behandeln wieder. Reicht meist nur für ein kurzes Glas Wasser im Sozialraum. Pause gibt es eigentlich nur einmal am Tag die Mittagspause. Danach gehts wieder im gleichen Trott weiter.
Nein, es ist o. k. wir kennen das ja nicht anders. Bezahlung ist inzwischen auch deutlich besser geworden. Aber mit Maske ist halt sehr erschwert. Vor allem für uns ältere Kollegen, wobei die jungen auch sehr stöhnen.
Trage doch Masken, wer sich schützen möchte oder Angst hat, gerne! Aber verlangt das nicht weiterhin von uns, wir können nicht mehr! Es reicht! Ich habe auch einfach keine Angst mehr, hatte ich sowieso noch nie so arg. Inzwischen habe ich alles durch, 3 Impfungen mit Nebenwirkungen (akut: Fieber, Gliederschmerzen chronisch: Gelenks- und Muskelschmerzen, Sehnenentzündungen und das haben inzwischen viele meiner Patienten nach Impfung). Dann im Frühjahr Omikron, 8 Tage positiv mit grippalen Symptomen und danach ca. 3 - 4 Wochen Schlappheit. Was soll noch kommen?
Zitat von Frau-Fuchs im Beitrag #10559... Merke: Wir haben Regeln.... aber niemanden kümmerts in der Realität. Nur die Presse macht immer wieder neue Wellen.
Und was stört Dich nun - dass sich niemand an die Regeln hält oder dass die Presse immer wieder neue Wellen macht (wovon ich übrigens nichts mitbekomme)?
Na, ob das jetzt am 9-Euro-Ticket liegt... kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Der ÖPNV ist immerhin einer der wenigen Orte, wo noch Masken getragen werden müssen.
Zitat von LilyBlueming im Beitrag #10564Na, ob das jetzt am 9-Euro-Ticket liegt... kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
Ich schrieb ja auch "unter anderem". Ist halt noch ein Baustein oben drauf, wenn die Leute in vollgestopften Nahverkehrszügen sitzen und Maskenpflicht als unverbindliches Angebot betrachten.
Zitat von Fels im Beitrag #10560Dann im Frühjahr Omikron, 8 Tage positiv mit grippalen Symptomen und danach ca. 3 - 4 Wochen Schlappheit. Was soll noch kommen?
Eben. Ich glaube, die Epidemie hat bei Millionen Menschen den Angstlevel erhöht. Sie verharren in dem Alarm-Modus.
Klar, kann was passieren. Klar, kann man schwer erkranken. Huaptsächlich trifft das aber auf bestimmte Menschengruppen zu (insbesondere sehr alte Menschen, Immunsuprimierte, Menschen mit Vorerkrankungen und Ungeimpfte). Wenn man Pech hat, dann ist man kerngesund, vollständig geimpft, um die 40 und erkrankt trotzdem schwer. Ja. Aber selten. Seltene Ereignisse hat es schon immer gegeben.
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #10563 Wird noch mehr werden, unter anderem dank 9-Euro-Durchseuchungsticket.
Mit FFP2-Maske seh ich da kein Problem.
fettundlila ...irgendwann ist irgenwie ein andres Wort für nie... energy flows, where attention goes. .ʇɐq pǝʞooɔɹǝpun uɐ ǝʇɐ ɹǝʌǝu ʽpๅɹoʍ ǝɥʇ ǝᵷuɐɥɔ ʇ,uɐɔ uosɹǝd ǝuo pᴉɐs ɹǝʌǝoɥM
Zitat von Stadtkrone im Beitrag #10565Ich schrieb ja auch "unter anderem". Ist halt noch ein Baustein oben drauf, wenn die Leute in vollgestopften Nahverkehrszügen sitzen und Maskenpflicht als unverbindliches Angebot betrachten.
Der Fehler liegt bei der Politik, die die Maskenpflicht nicht aufhebt. Sie schadet damit dem Verhältnis zwischen Bürgern und der Politik und daher diesem Land.
Die Maske ich enorm wichtig, wenn sich jemand schützen will. Aber in dieser Phase der Pandemie ist sie als allgemeine Maßnahme nicht mehr notwendig. Indem die Politik in diesem Punkt überzieht, schadet sie dem Land.
Meiner Meinung nach hat sich eine "ungute" Gemengelage gebildet. Durchaus mitunter sinnvolle Schutzmaßnahmen wie Masken (wer, wann, welches Modell, wo..) und Impfungen wurde derart politisch/gesellschaftlich "aufgeladen", dazu kommen Menschen mit extremen Meinungen auf beiden Seiten, sprich: Extreme Querdenker, die die Existenz des Virus leugnen und von neuer Weltordnung faseln und Extreme ZeroCovid Anhänger auf der anderen Seite, die sich ständig an Leib und Leben auf das Höchste bedroht fühlen. Das geht soweit, dass eine Flucht in Richtung Belgien oder Niederlande erwogen wird, um die Kinder selbst unterrichten zu können, damit sie nicht der "Zwangsdurchseuchung" in Deutschland ausgesetzt werden, schließlich habe man schon Theater mit Gericht und Jugendamt, weil die Kinder seit Monaten nicht zur Schule geschickt werden. Auf beiden Seiten passieren merkwürdige Dinge, sei es, dass man sich gefälschte Impfpässe besorgt oder sich als gesunder Mensch U50 irgendwie 4 Impfungen besorgt bzw die Kinder off Label impfen lässt, auch gern 4x... Beide Seiten sehen dahinter dunkle Machenschaften von irgendwem und beschimpfenLeute, die nicht ihrer Meinung sind, mit den seltsamsten Bezeichnungen.
Da findet eine Radikalisierung auf beiden Seiten statt. Zwar eher im Internet zu beobachten- finde ich aber trotzdem...besorgniserregend.
Ja, es gibt extreme Menschen, die gab es allerdings auch vorher schon, nur bei anderen Themen. Aber das sind wirklich Vereinzelte. Ich nehme das auch im Umfeld und "draussen" überhaupt nicht so wahr. Sasapi ist das in deinem Umfeld denn so?
Im "echten Leben?" Im direkten Umfeld nicht. Wir haben Bekannte und Freunde, die extrem vorsichtig sind, aufgrund eigener Vorerkrankungen oder weil ein Familienangehörige betroffen ist. Allerdings muss ich sagen, dass wir auch vor Corona entsprechend drauf eingestellt waren- jemand, der aus verschiedenen Gründen durch Infekte wirklich bedroht ist, den besucht man nicht mit Halsweh und knuddelt man ab. Und mit einem galoppierenden Schnupfen geht man nicht auf Parties.
Im Rettungsdienst hatten wir mit einer Frau zu tun, die extrem war. Sie ließ sich nicht abwimmeln, sondern "terrorisierte" die Leitstelle mit Anrufen, sie wollen für sich und ihre Familie Paxlovid, dieses Medikament, was schwere Covid Verläufe verhindern kann. Begründung; Ihre Nachbarn 500m weiter wären infiziert, die habe zwar niemand gesehen, aber sie sässen infiziert im Garten und durch die Luft könnte es in ihren Haushalt...Sie wolle vorbereitet sein. Wir sind als quasi "Könnt ihr mal..." Einsatz da hin, ging schon damit los, dass sie uns ohne kompletten Infektionsschutz nicht ins Haus lassen wollte, besprühte uns trotzdem großzügig mit Sakrotan, erzählte stolz, sie habe schon einen Termin für die 5 Impfung alle 3 Monate, sie ginge halt immer zu anderen Ärzten und sage, sie habe keine Impfpass und sei ungeimpft..Mann und Kinder standen unter dem Hygieneregiment der Mutter, Ehemann hatte den Job mittlerweile gekündigt, weil sein Arbeitgeber kein Homeoffice erlauben wollte, das Jugendamt betreibt die teilweise Entziehung des Sorgerechts, weil die Kinder keine Schule besuchen. Risikopatient war keiner. Die Familie litt ersichtlich. Hier wäre es vermutlich sinnvoll gewesen, der Ehemann hätte sich Unterstützung geholt, von Jugend und Gesundheitsamt, und wäre vielleicht vorübergehend mit den Kindern gegangen. Mit Vorsicht hatte das Verhalten der Mutter nichts mehr zu tun.
Das war der einzige Extremfall im echten Leben, der mir begegnet ist. Und ich habe eine Kollegin an einem anderen Standort meiner Behörde, die extreme Querdenkerin ist. Aber da sie weder Maske tragen noch sich testen oder impfen lassen wollte noch sonstwas gab es häufig Probleme für sie am Arbeitsplatz, sie ist schon länger AU, ich weiß also nicht, ob sie ihre Ansichten verändert hat.
Aber auch, wenn diese Phänomene fast nur virtuell auftreten- zumindest zu einem Teil stecken dahinter ja echte Menschen.