1.) Was kann Cosmic-Girl jetzt machen? Dazu hat sie genug Tipps bekommen: konsequent sein. 2.) Wie konnte sie sich in so eine Situation erst bringen? Was sind die Gründe, dass sie nicht viel eher Nein gesagt hat. Es gab immer wieder Situationen, die eindeutig zu weit gingen. Trotzdem hat sich Cosmic-Girl nicht abgegrenzt. Sich das anzuschauen, ist zielführend. Mitternachtsblau hat aber recht: Schritt für Schritt, jeder in seinem Tempo.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #185Ich habe jetzt von Anfang an höchst interessiert mitgelesen, ich kenne das Problem nämlich auch und kann dich da super verstehen. Man rutscht da sukzessive rein. Natürlich würde man jemanden, der gleich vom ersten Tag an völlig psycho ist, nicht in sein Leben lassen. Aber der Anfang ist meist relativ nett und irgendwann verschieben sich die Wertigkeiten und auch alle, die hier so forsch nach Abgrenzung rufen, kriegen vermutlich nicht im ersten Anlauf hin, jemandem die Tür zu weisen, mit dem es letzte Woche noch nett und vorgestern ein bisschen komisch war - nur weil heute plötzlich das Maß voll ist.
Wie so viele hier kenne ich das Problem auch. Und ja, da rutschte ich auch rein. Anfangs geben sich diese übergriffigen Menschen besonders nett.
Ich hatte so eine Nachbarin, die mich häufiger zu sich einlud. Erst fand ich sie nett. Irgendwann wurde sie immer grenzüberschreitender und hing ständig am Fenster, um mir "Anweisungen" zu geben. Als ich sie kennen lernte, wusste ich nicht, dass sie ein Alkoholproblem hat. Vielleicht war sie deshalb so auffällig.
Sehr deutlich sagte ich ihr, dass sie das lassen soll und dass ich kein Kind bin, welches ihre ungebetenen Tipps und Einmischungen braucht. Sie war beleidigt und grüßte nicht mal mehr. Sicher hätte sich das wieder gegeben. Wie solche Leute eben sind. Sie schleichen sich immer wieder in dein Leben, aber dann fängt auch wieder die Übergriffigkeit an. Sie ist dann aber gestorben und seitdem habe ich meine Ruhe.
Und aktuell musste ich wegen deutlicher Grenzüberschreitungen auch den Kontakt zu jemanden abbrechen, den ich seit fast einem Jahr kenne (ich berichtete in einem anderen Strang darüber). Immer wieder habe ich kommuniziert, was für mich nicht geht und dass "nein" auch "nein" bedeutet. Es kamen dann wortreiche Entschuldigungen und das Versprechen, es besser zu machen. Aber sinnlos: diese Menschen rutschen immer wieder in die selben Verhaltensmuster hinein.
Es fiel mir nicht leicht, weil diese Frau noch nicht lange in Deutschland lebt und Unterstützung benötigt, aber mein Körper hat irgendwann gestreikt.... Solche Leute verstehen es auch nicht, wenn man den Kontakt elegant ausschleichen will (z.B. indem ich mich nie von mir aus gemeldet habe). Ich schrieb ihr dann, dass ich keinen Kontakt mehr will und blockierte vorsichtshalber die Nummer.
@ Cosmic_girl: Ich gebe Farfalle Recht - die Frau taugt gut, um Abgrenzung zu üben. Wenn ihr per whatsapp verbandelt seid, was hindert dich, sie zu blockieren? Sie kann dich nicht nur nicht mehr erreichen, sie kann dein Profil auch nicht mehr sehen. Diese Maßnahme spricht normalerweise schon eine eigene Sprache. Bist du zu höflich? Oder hast du Angst, dass sie sofort zu dir 'rüberkommt und dich zur Rede stellt, sobald du zu Hause bist?
Was meine damalige Freundin anging: ich habe mir selbst klargemacht, dass es nicht mein Job ist, diese lange erwachsene Frau zu erziehen. Lediglich mich abzugrenzen ist mein Job. In deinem Falle bedeutet das, dass du diese Maßnahme keinesfalls rechtfertigst, denn auf jede Rechtfertigung folgt wahrscheinlich eine Gegenrede, die das aushebelt. Du magst nicht mehr, die Gründe hast du ihr genannt, du kannst nichts Neues zu der Angelegenheit beitragen.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #190 ... und sie sah mich als ihre beste Freundin.
Letztens meinte sie zu meinem Freund: "Ach, was haben wir (also sie und ich) lange gebraucht, um zu verstehen, dass da zwei junge Frauen nebeneinander wohnen und sich so gut verstehen".
Ich gestehe, dass mir diese Frau schon aufgrund dieser Zeilen ziemlich leid tut. Kann es sein, @Cosmic_Girl, dass es Dir ähnlich geht?
Falls ja, erklärt das zum Teil auch Dein Problem mit der Abgrenzung.
Um überhaupt Mitleid mit jemandem haben zu können, muss man sich auch mit demjenigen Menschen befassen und sich in ihn einfühlen können.
Du hattest ihre psychischen Probleme erwähnt. Das ist ja ein sehr weites Feld, und sie wird es nicht bei der bloßen Erwähnung belassen haben.
Ich meine das nicht in dem Sinn, dass Du Dich jetzt damit beschäftigen solltest, im Gegenteil. Aber auf der reflektierenden Ebene könnte es Dir helfen, Dich selbst besser zu verstehen.
Ich habe damals auch lange mit mir gerungen in verschiedenen Situationen. Manchmal will man einfach "nicht die Ziege sein", manchmal will man sich selbst den Tag nicht verderben...es sind ja immer unterschiedliche Situationen.
Ein (EIN! Ich hab viele davon!) Beispiel war, dass meine Freundin mich kontaktierte, ihr Mann sei auf Dienstreise, ob ich nicht für ein langes Mädels-WE kommen wolle. Sie müsste zwar Freitag und Montag arbeiten, aber dazwischen sei ja Zeit. Die Idee fand ich super, kaufte Flugtickets, arbeitete ihre Einkaufsliste ab mit den Dingen, die ich aus D mitbringen sollte und flog hin. Sie meinte dann gleich zu Beginn "Wollen wir das so machen, was wir hier bei mir essen, zahle ich - und wenn wir draußen essen gehen, zahlst du?"
Und ich sagte ohne großes Nachdenken zu diesem Konzept zu. Dass ich nicht nachgedacht habe, war bescheuert von mir, denn zu dem Zeitpunkt wusste ich schon, dass sie prinzipiell zusieht, immer "was gutzumachen" für sich. (Siehe Wasserflasche und die zwei Baguettes bei Cosmics Nachbarin - dasselbe Konzept.) Allerdings, hätte ich Zeit zum Nachdenken gehabt - ich hätte auch zugesagt, wenn auch mit mehr Zähneknirschen. Schließlich durfte ich ja für lau bei ihr übernachten, großzügige Gastgeschenke mal außen vor.
Letztlich wuchs sich das zu einem der teuersten Wochenendtrips aller Zeiten aus. Wenn man irgendwo zum Übernachten eingeladen ist, bringt man das dann hin und sagt "Nee, wir gehen jetzt nicht schon wieder für 200,- Euro essen, nur weil du das so reserviert hast." Das hätte ja gleich Streit gegeben. Ich habs jedenfalls nicht hingekriegt.
Ich habe das als Lehrgeld betrachtet und wusste - sowas mache ich nie wieder, beim nächsten Mal gibt es wieder ein Hotel. Hab' ich ihr auch nicht vorgehalten, es war definitiv MEIN Lehrgeld. Ganz allein meins.
Witzigerweise wünschte sie sich eine Weile später, ihren Geburtstag in meiner Stadt zu verbringen und auf ihren ganz expliziten Wunsch an diesem Tag mit uns möglichst spektakulär essen zu gehen. Ich habe das dann mit ihrem Mann wirklich nett geplant. Bei diesem Essen waren wir dann zu fünft, weil unser Sohn noch mitkam. Und am Ende des Abendessens kam prompt von ihr die Frage an mich: "Wie machen wir das denn jetzt mit der Bezahlung?!" Und ich gebe zu - ich bin zu stolz und zu doof, in einem solchen Überraschungsmoment zu sagen "Naja, DU zahlst das, du wolltest doch sowas hier...", denn in Spanien ist es absolut üblich und normal, dass beim gemeinsamen Essen jeder seinen Anteil auf den Tisch wirft.
Aber wenn am Ende aller Gemeinsamkeiten ich immer diejenige bin, die Minus macht - ich brauche sehr lange, um das zu merken, aber wenn, dann bin ich nicht begeistert. Im jeweiligen Einzelfall konnte ich mich aber schlecht wehren, jedes Mal aufs Neue. Und ich habe mich hinterher verblüfft gefragt, wieso ich jetzt eigentlich anlässlich ihres Geburtstages eine mittlere dreistellige Summe in den Rauch geschrieben habe. Bevor jemand fragt: natürlich gab es ein hochwertiges Geburtstagsgeschenk, natürlich haben wir am Anreisetag sehr üppig bei uns gegessen. Gewohnt haben sie in einer Pension.
Aus ihrer Perspektive betrachtet hieß das aber ganz sicher "Naja, aber du schläfst und duschst doch hier und trinkst meinen Kaffee...da kannst du doch auch dazu beitragen!" Oder: "Wenn man zusammen essen geht, ist das doch normal, dass jeder seinen Anteil zahlt!" Diese Perspektive hat auch ihre Berechtigung, aber das Ausmaß war unglaublich unausgewogen. Was wiederum daraus resultierte, dass sie prinzipiell trotz meiner Gegenrede der Meinung war, wer in D selbstständig ist, ist per se reich.
Diese Episoden reihten sich auch nicht alle aneinander, sondern zogen sich hin und ich lernte aus jeder einzeln. Also, ich habe mich nie wieder zu ihr einladen lassen, das war mir einfach zu teuer. Und beim nächsten Mal war die Situation wieder anders und ich habe von vorn angefangen, was daraus zu lernen.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #206 Allerdings, hätte ich Zeit zum Nachdenken gehabt - ich hätte auch zugesagt,wenn auch mit mehr Zähneknirschen. Schließlich durfte ich ja für lau bei ihr übernachten, großzügige Gastgeschenke mal außen vor.
Andere Sicht: Sie hat gefragt, das inkludiert auch die Möglichkeit nachzufragen, bzw. Grenzen abzustecken. Zähneknirschen ist doch ein eindeutiges Zeichen, dass etwas besprochen gehört.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #206 Letztlich wuchs sich das zu einem der teuersten Wochenendtrips aller Zeiten aus. Wenn man irgendwo zum Übernachten eingeladen ist, bringt man das dann hin und sagt "Nee, wir gehen jetzt nicht schon wieder für 200,- Euro essen, nur weil du das so reserviert hast." Das hätte ja gleich Streit gegeben. Ich habs jedenfalls nicht hingekriegt.
Wenn du mit ihr deine Grenzen nicht besprechen kannst, sondern Angst hast, dass es Streit gibt, dann hätte ich das so einsortiert, dass sie die Falsche ist für ein gemeinsames Wochenende.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #206 Ich habe das als Lehrgeld betrachtet und wusste - sowas mache ich nie wieder, beim nächsten Mal gibt es wieder ein Hotel. Hab' ich ihr auch nicht vorgehalten, es war definitiv MEIN Lehrgeld. Ganz allein meins.
Es gibt ein nächstes Mal? Das erstaunt mich doch sehr.
Sie nutzt dich aus und zwar mehrmals, trotzdem hältst du die Freundschaft aufrecht? Für mich sind das eindeutige Anzeichen, dass es nicht passt zwischen euch.
Zitat von Distanzia im Beitrag #207 Es gibt ein nächstes Mal? Das erstaunt mich doch sehr.
Sie nutzt dich aus und zwar mehrmals, trotzdem hältst du die Freundschaft aufrecht? Für mich sind das eindeutige Anzeichen, dass es nicht passt zwischen euch.
Nein, das mit dem nächsten Mal war mein Gedankengang in der damaligen Situation. Wir sind nicht mehr befreundet, großer Showdown war vor vier Jahren. Da ging es aber vordringlich um was anderes. Inhaltlich allerdings auch massive Grenzüberschreitung.
Ja, warum ich die Freundschaft trotzdem noch lange weiter aufrecht erhalten hatte damals...ich habe das Problem tatsächlich bei mir verortet und in den Folgejahren eine deutliche Neinsagekultur entwickelt und als mein eigenes Lehrstück betrachtet. Das hat grundsätzlich zwar funktioniert, mich aber immens angestrengt, weil kein freundliches, nachdrückliches Nein samt sogar immer mal wieder Erklärung sie dazu brachte, das jeweils als Absage anzuerkennen. Ich habe mich dann jeweils durchgesetzt (mein Urlaub, Entscheidungen, die allein mich betreffen, treffe ICH - ich KANN das!), aber es war extrem stressig. Immer wieder. Zwischen den Treffen lag ja immer viel Zeit. Und zwischendurch war es ja auch immer wieder nett - natürlich war nicht alles immer nur nervig, sonst wären wir ja nie befreundet gewesen.
Und erschwerend kam dazu, dass in meinem ganzen Dunstkreis überhaupt niemand so ist. Egal, ob man sich Kosten teilt oder wechselweise einlädt, jeder achtet immer auf sein Gegenüber, dass es dem auch gutgeht damit. Und wenn alle immer auf den jeweils anderen achtgeben, rüttelt sich das ja immer wieder hin. Ich denke - siehe Cosmic und ihr Garagenkühlschrank - da nicht drüber nach, ob ich Freundin A zum zweiten Mal hintereinander zu mir einlade oder wer zahlt, wenn ich mit Freundin B essen gehe. Das ist immer ausgewogen. Ergo hatte ich bis dahin in sowas keine Übung.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Wenn du mit ihr deine Grenzen nicht besprechen kannst, sondern Angst hast, dass es Streit gibt, dann hätte ich das so einsortiert, dass sie die Falsche ist für ein gemeinsames Wochenende.
Habe ich ja auch so einsortiert. Hinterher dann. Vorher wusste ich das nicht, ich habe in ihrer Stadt immer Anhang in Form von Freunden und Familie dabeigehabt und selbst ein Domizil gebucht. Alles auf der Welt passiert immer einmal zum ersten Mal und so ähnlich wird das mit Cosmic und der Nachbarin auch ablaufen bzw. abgelaufen sein.
Dass es Streit gegeben hätte, ist auch nur eine Hypothese, es kam ja nicht dazu. Ich hab dem zugestimmt und mich hinterher gewundert, wie fix ich mich habe über den Tisch ziehen lassen.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #208 Ja, warum ich die Freundschaft trotzdem noch lange weiter aufrecht erhalten hatte damals...ich habe das Problem tatsächlich bei mir verortet und in den Folgejahren eine deutliche Neinsagekultur entwickelt und als mein eigenes Lehrstück betrachtet. Das hat grundsätzlich zwar funktioniert, mich aber immens angestrengt, weil kein freundliches, nachdrückliches Nein samt sogar immer mal wieder Erklärung sie dazu brachte, das jeweils als Absage anzuerkennen. Ich habe mich dann jeweils durchgesetzt (mein Urlaub, Entscheidungen, die allein mich betreffen, treffe ICH - ich KANN das!), aber es war extrem stressig. Immer wieder. Zwischen den Treffen lag ja immer viel Zeit. Und zwischendurch war es ja auch immer wieder nett - natürlich war nicht alles immer nur nervig, sonst wären wir ja nie befreundet gewesen.
Wenn du dich immer wieder abgrenzen und Nein sagen musst, dann ist die Frage, ob das noch unter Freundschaft fällt. Für mich nicht. Auch anstrengende Leute haben nette Seiten, aber das heißt nicht, dass so eine Freundschaft Sinn hat.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #208 Und erschwerend kam dazu, dass in meinem ganzen Dunstkreis überhaupt niemand so ist. Egal, ob man sich Kosten teilt oder wechselweise einlädt, jeder achtet immer auf sein Gegenüber, dass es dem auch gutgeht damit. Und wenn alle immer auf den jeweils anderen achtgeben, rüttelt sich das ja immer wieder hin. Ich denke - siehe Cosmic und ihr Garagenkühlschrank - da nicht drüber nach, ob ich Freundin A zum zweiten Mal hintereinander zu mir einlade oder wer zahlt, wenn ich mit Freundin B essen gehe. Das ist immer ausgewogen. Ergo hatte ich bis dahin in sowas keine Übung.
Das ist ja auch das normale Verhalten, so sollte es sein. Du brauchst keine Übung in "Wie schaffe ich es eine Freundschaft am Leben zu halten, obwohl es nicht passt", sondern mehr Vertrauen in deine Gefühle. Rechtzeitig die Reißleine ziehen und sagen: Es passt nicht zwischen uns.
Zitat von Distanzia im Beitrag #210 Du brauchst keine Übung in "Wie schaffe ich es eine Freundschaft am Leben zu halten, obwohl es nicht passt", sondern mehr Vertrauen in deine Gefühle. Rechtzeitig die Reißleine ziehen und sagen: Es passt nicht zwischen uns.
Ja siehste - da hast du völlig Recht. Einwand dazu: es lief vorher etwa sieben Jahre lang gut und harmonisch. Es gab für Ausnutzerei nicht so viel Schnittmenge und sonst war das wirklich nett und lustig. Dann kriegte das ganze Konstrukt gaaaaaanz langsam eine andere Färbung. So wie mit dem Frosch im kochenden Wasser - der nicht rausspringt, wenn das Wasser langsam wärmer wird.
Je mehr ich Grenzen zog, desto mehr zog sie an mir. Indessen gings weniger um Finanzielles, mehr um Zwischenmenschliches. Eine kluge Freundin von mir kam auf die Idee zu fragen, ob zu der Zeit, als das ganz langsam zu kippen begann, irgendwas Einschneidendes passiert ist in ihrem Leben. Und ja, ihre Mutter war gestorben. Ich denke, da war auch Einsamkeit im Spiel, weil sie außer ihrem Mann dann keine Familie mehr hatte. Geschwister oder Kinder gab es auf keiner Seite. Aber ich wollte und konnte dafür natürlich keine Ersatzvornahme bieten. Zumal sie das natürlich auch nicht so gesagt hat, da ist auch eine Portion Spekulation dabei.
Vielleicht nützt Cosmic die Story insofern was, als dass sie mittendrin steckt, während es bei mir vier Jahre her ist - ich aber tatsächlich auch mit dem Abstand und bis heute keine Idee davon habe, was ich hätte besser machen können. Eine Sprachbarriere gabs nicht, die die zunehmende Ignoranz aller Neins hätte erklären können.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
die frau kommt mir vor wie jemand der zb sein leben lang nie einen partner hatte, und jetzt auf einmal verbandelt ist. Man will auf biegen und brechen die beziehung behalten, und merkt nicht wie man übers ziel hinausschiesst, klammert und übergriffig ist weil keine übung da ist und man vlt mittlerweile beziehungsunfähig ist/bzw wenig sozialkompetent.. so in der art, irgendwie..
Aber hilft ja alles nicht, Du bist ja nicht ihre erzieherin, und die frau ist erwachsen, das kann nicht sein, dass es zu deinem problem wird. Ich verstehe aber dass sie dir leid tut, sie hat aber 40 jahre vorher auch ohne dich ihr leben gemeistert. Und wie schon jmnd schrieb, sie hat einen job, familie, chor, sie geht aus..
Zudem, klammern weil sie dich für ihren best buddy hält, ist ja das eine. Aber vom fenster aus beobachten/sofort aufschlagen wenn du nur einen fuss in den garten setzt oder vor die tür, anonym anrufen etc.. hat schon andere qualität.
Plus ich würde ihr (gut, jetzt nicht mehr) klar sagen dass dein freund sie nichts angeht! Was hat sie mit ihm zu tun? warum soll er dabei sein? was will sie denn von ihm? Das finde ich echt strange, also die kontaktsuche speziell auch zu ihm.. (und nein, ich denke nicht dass sie heiss auf ihn ist, aber mir würde es trotzdem nicht gefallen, stört dich das denn nicht?).
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #211 Je mehr ich Grenzen zog, desto mehr zog sie an mir. Indessen gings weniger um Finanzielles, mehr um Zwischenmenschliches. Eine kluge Freundin von mir kam auf die Idee zu fragen, ob zu der Zeit, als das ganz langsam zu kippen begann, irgendwas Einschneidendes passiert ist in ihrem Leben. Und ja, ihre Mutter war gestorben. Ich denke, da war auch Einsamkeit im Spiel, weil sie außer ihrem Mann dann keine Familie mehr hatte. Geschwister oder Kinder gab es auf keiner Seite. Aber ich wollte und konnte dafür natürlich keine Ersatzvornahme bieten. Zumal sie das natürlich auch nicht so gesagt hat, da ist auch eine Portion Spekulation dabei.
Das ist natürlich schlimm, wenn der Tod der Mutter so eine Entwicklung bedingt hat. Auch wenn ich gut meine Grenzen abstecken kann, habe ich doch ein weiches Herz und da fühle ich schon mit (habe außer meinem Mann auch keine Familie).
Wenn die Freundschaft vorher in Ordnung war, dann könnte man sie ansprechen auf ihr Verhalten, weil man sie so nicht kennt. Das hilft rückwirkend natürlich nichts, aber evtl. für die Zukunft, sollte so etwas nochmal passieren.
Es wurde ja alles von allen gesagt, vor allem: Warum die Frau so ist, handelt, nicht handelt ist schnurz. Entscheidend ist, warum die TE und Andere (auch ich) damit überhaupt ein Problem haben/hatten. Ich vermute, dass häufig zutrifft, was ich für mich erkannt habe: als Kind konditioniert, auf Ansage zu funktionieren. Autopilot Reiz-Reaktion wie bei Pawlows Köter. Immer (aber immer seltener), wenn jemand ego-zentriert überhaupt nicht auf die Idee kam, das Ansinnen könnte auf Widerstand stoßen: Eltern, ältere Geschwister, Alpha-Tiere in Schule und Freizeit, bei Dienstleistern! Hoppla: ICH bezahle, ich bestimme die Musik, ich bin mit irgendwas nicht zufriedne ICH möchte etwas. ich kann das auch: auch kannte Situationen, in denen ich nicht auf die Idee kam, nicht vollkommen im Recht zu sein und da entsprechend aufgetreten bin. Egal gegen wen. Ok, Stalin war nicht dabei.
Grundsätzlich wie erwähnt: Tolles Übungs-Objekt! Freundlich (freundlich-dominant) im Ton, in der Sache Beton.
Ich denke viele "triggert" das auch ein wenig, weil man das selber schon mal erlebt hat, und man sich gut reinversetzten kann
Was ich aber sagen muss.. immerhin unterlässt die frau etwas zu tun, wenn man sie direkt darum bittet. Gut, nicht für lange, aber immerhin... da hilft wohl nur der spruch mit dem tropfen und dem stein..
Ich hatte mal eine bekannte, die hat selbst auf anschreien nicht reagiert. Das war so, dass ich ein auto auf dem parkplatz hatte und die person war zu fuß und wollte unbedingt mit mir fahren, weil kostenlos und schnell. Und die person ist mir den ganzen weg lang hinterhergelaufen hat sich einfach in mein auto gesetzt obwohl ich sehr unfreundlich klar gemacht hatte, dass ich kein taxi bin. Und was dann? Prügeln? Die nachbarin der TE scheint mir zumindest nicht von dieser sorte, man muss nur wie ein papagei immer wieder abblocken..
Krass. Da war die gute alte mechanische Technik nützlich, als man zum Öffnen der die Autotüre den Schlüssel ins Schloss stecken musste und damit nur gerade diese eine Tür öffnen konnte. Für die anderen musste man innen so einen Knopf hochziehen.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von marija im Beitrag #212Plus ich würde ihr (gut, jetzt nicht mehr) klar sagen dass dein freund sie nichts angeht! Was hat sie mit ihm zu tun? warum soll er dabei sein? was will sie denn von ihm? Das finde ich echt strange, also die kontaktsuche speziell auch zu ihm.. (und nein, ich denke nicht dass sie heiss auf ihn ist, aber mir würde es trotzdem nicht gefallen, stört dich das denn nicht?).
Für mich klang das so, als ob Cosmic Girls Freund noch netter und verständnisvoller ist als C. selber. Da will die Nachbarin ihn natürlich mit ins Boot holen - damit er u.U. auch auf C. einwirkt, falls sie sich der Nachbarin dann doch verweigern sollte. Wenn sie mit C. nicht befreundet sein kann, dann vielleicht mit ihrem Partner. So kommt sie durch die Hintertür dann doch wieder ins Haus!
Mit voller Hose ist leicht stinken...
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
In einer Diktatur haben alle Angst vor einem. Und einer hat Angst vor allen...
Zitat von Horus im Beitrag #216Krass. Da war die gute alte mechanische Technik nützlich, als man zum Öffnen der die Autotüre den Schlüssel ins Schloss stecken musste und damit nur gerade diese eine Tür öffnen konnte. Für die anderen musste man innen so einen Knopf hochziehen.
Absolut! So ein Auto hätte ich auch noch gern - obwohl ich keine ungebetenen Mitfahrer habe.
Mit voller Hose ist leicht stinken...
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
In einer Diktatur haben alle Angst vor einem. Und einer hat Angst vor allen...
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #211 Je mehr ich Grenzen zog, desto mehr zog sie an mir. Indessen gings weniger um Finanzielles, mehr um Zwischenmenschliches. Eine kluge Freundin von mir kam auf die Idee zu fragen, ob zu der Zeit, als das ganz langsam zu kippen begann, irgendwas Einschneidendes passiert ist in ihrem Leben. Und ja, ihre Mutter war gestorben. Ich denke, da war auch Einsamkeit im Spiel, weil sie außer ihrem Mann dann keine Familie mehr hatte. Geschwister oder Kinder gab es auf keiner Seite. Aber ich wollte und konnte dafür natürlich keine Ersatzvornahme bieten. Zumal sie das natürlich auch nicht so gesagt hat, da ist auch eine Portion Spekulation dabei.
Das ist natürlich schlimm, wenn der Tod der Mutter so eine Entwicklung bedingt hat. Auch wenn ich gut meine Grenzen abstecken kann, habe ich doch ein weiches Herz und da fühle ich schon mit (habe außer meinem Mann auch keine Familie).
Wenn die Freundschaft vorher in Ordnung war, dann könnte man sie ansprechen auf ihr Verhalten, weil man sie so nicht kennt. Das hilft rückwirkend natürlich nichts, aber evtl. für die Zukunft, sollte so etwas nochmal passieren.
Ich weiß nicht, ob es daran lag, die Idee kam erst im Nachhinein auf. Aber sie erschien mir schlüssig.
Trotzdem würde ich das beim nächsten Mal genauso machen - alles, was sich sagen ließ, habe ich gesagt. Auch der Niedergang nahm etwa zwei Jahre in Anspruch. Und ich lasse mir auch aus Mitleid nicht mein Leben gegen meinen Willen aus der Hand reißen.
Hier bei Cosmics Nachbarin gibt es sicherlich auch einen traurigen Grund, dass die so ist - deswegen muss Cosmic sie aber nicht behalten, wenn sie mit aller Erklärerei und Abgrenzerei keinen Erfolg hat.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #219 Und ich lasse mir auch aus Mitleid nicht mein Leben gegen meinen Willen aus der Hand reißen.
Das auf keinen Fall! Ich meinte das anders: Wenn die Freundschaft vorher gut war und eine gute Basis vorhanden ist, könnte man fragen, warum sich die Freundin so verändert, was los ist. Also nach Gründen für ihr forderndes Verhalten fragen. Aber hier geht es um Cosmic-Girl, ich denke, sie wird das jetzt schon hinkriegen.
Mitternachtsblau ich glaube, ich kann mich erinnern, hing der "showdown" nicht mit deinem geburtstag und dessen gestaltung zusammen? Unschöne sache, was ich mich ja wundere.. manchen leuten ist ja irgendwie nichts peinlich? Null schamgefühl? hauptsache man profitiert und bei geld hört bei vielen ja sowieso alles auf... muaaahhhhhh
Zitat von marija im Beitrag #221Mitternachtsblau ich glaube, ich kann mich erinnern, hing der "showdown" nicht mit deinem geburtstag und dessen gestaltung zusammen? Unschöne sache, was ich mich ja wundere.. manchen leuten ist ja irgendwie nichts peinlich? Null schamgefühl? hauptsache man profitiert und bei geld hört bei vielen ja sowieso alles auf... muaaahhhhhh
Ja, genau. Um meinen 50. 'rum - zu dem sie mir hinterher schrieb, sie hätte sich meinen Geburtstag anders vorgestellt. Bei dem Satz denkt man doch sofort "Finde den Fehler!"
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Zitat von Mitternachtsblau im Beitrag #222Um meinen 50. 'rum - zu dem sie mir hinterher schrieb, sie hätte sich meinen Geburtstag anders vorgestellt. Bei dem Satz denkt man doch sofort "Finde den Fehler!"
Wattttt??? Sie hatte sich deinen Geburtstag anders vorgestellt??? Ich habe an die Geburtstage anderer Menschen so gar keine Erwartungshaltung. Außer, dass es bitte genug zu Essen und Trinken geben möge (sollte ich eingeladen sein)...
Mit voller Hose ist leicht stinken...
Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
In einer Diktatur haben alle Angst vor einem. Und einer hat Angst vor allen...
Heute habe ich tatsächlich noch nichts von ihr gehört, aber sie will ja in sich gehen...
Meinem Freund habe ich heute auch gesagt, dass ich mit ihr keinen Kontakt mehr wünsche. Er wird zwar weiterhin mit ihr reden, weil er da einfach zu gut ist, aber kann er ja. Sie hat in ihm den besten Gesprächspartner. Er hört ihr zu, er gibt ihr gute Ratschläge. Die sie nur nie beherzigt.
An ihrem Geburtstag letztes Jahr hat sie 10 Leute eingeladen. Übrig geblieben ist mein Freund und ich. Sie hat mir immer erzählt, wer aus welchen Gründen abgesagt hat. Letztendlich wollte einfach niemand zu ihrem Geburtstag kommen, aber das hat sie so nicht gesehen.
An meinem Geburtstag war sie nicht eingeladen. Das hat ihr auch ziemlich gestunken. Aber mir haben mehrere Leute bestätigt, dass sie eine ziemlich miese Stimmung in die Runde gebracht hätte. Und sie hätte künftig jeden Anwesenden belagert, wenn sie diese Personen getroffen hätte...
Zitat von phantomlake im Beitrag #223 Wattttt??? Sie hatte sich deinen Geburtstag anders vorgestellt??? Ich habe an die Geburtstage anderer Menschen so gar keine Erwartungshaltung. Außer, dass es bitte genug zu Essen und Trinken geben möge (sollte ich eingeladen sein)...
Ja. Seuifz'. Sie waren beide eingeladen und ich habe sogar die Rechnung diskussionslos übernommen. Die Langversion der Geschehnisse war total mühsam.
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.