Ich bin ganz neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Ende 30, Mutter eines Sohnes, habe eine Beziehung und bin berufstätig. So viel zu mir. Hier in dieser Wohnung lebe ich nun schon seit über 10 Jahren. Es ist ein kleiner Garten mit dabei, der - leider - für jeden zugänglich ist. Er geht rund ums Haus und ist an einer Seite offen für die Autoeinfahrt. Dann gibt es noch ein nicht abschließbares Gartentor. Das spielt später nochmal eine Rolle.
Seit ungefähr der gleichen Zeit habe ich eine Nachbarin. Sie wohnt schräg gegenüber in einer kleinen Dachgeschosswohnung, 40 Jahre alt, schon immer alleinstehend. Die ersten Jahre kam sie mir recht seltsam vor, sie hat nie gegrüßt, immer wortlos an einem vorbei. Vor ca. einem Jahr fing sie dann an, mich anzusprechen. Im ersten Moment dachte ich mir "okay, ganz nett eigentlich". Im Laufe der Monate hat sich das aber geändert und sie wurde immer besitzergreifender. Stichwort: Kleiner Finger, ganze Hand. Sie sagt selbst von sich, sie hat starke psychische Probleme. Hier mal ein paar Beispiele:
Anfangs - als ich sie noch nicht so gut kannte - wollte sie unbedingt zu Freunden von mir mitfahren. Meine Freundin hat sie auch offiziell eingeladen und sich gefreut. Es gab Raclette. Meine Freundin und ich kümmerten uns ums Essen. Sie fragte, was sie noch mitbringen könne. Ich meinte, sie solle den Kindern doch eine Kleinigkeit mitbringen und 2 Baguettes. Baguettes hat sie mitgebracht. Sie hat den ganzen Abend gegessen und getrunken - und das übrig gebliebene Baguette wieder mitgenommen. Ich wäre am liebsten in Grund und Boden versunken. Meine Freundin war natürlich auch nicht amused.
Im Sommer saßen wir oft im Garten. Gelegentlich waren Freunde mit dabei. Kam sie gerade nach Hause kam sie wie selbstverständlich dazu, setzte sich hin und blieb. Getränk? Klar, ich hab ja alles. Wenn sie mal etwas mitgebracht hat, dann nur für sich. Ich bin nicht geizig, aber dieses selbstverständliche stört mich.
Irgendwann hat sie mitbekommen, dass ich mit einer Freundin essen gehe. Wir waren also Essen, dann schrieb sie mir "kommt ihr noch ins XY?" Ich meinte dann, dass wir es noch nicht wüssten. Zumal ich mit meiner Nachbarin gar nichts ausgemacht hatte. Eine halbe Stunde später schrieb sie mir recht stinkig "sollten wir jetzt nicht gleich kommen, dann geht sie weiter". Ich habe nichts mehr drauf geantwortet. Natürlich wartete sie im XY und setzte sich wie selbstverständlich zu uns an den Tisch. Die Gespräche mit meiner Freundin, die ich alle heilige Zeit mal sehe, konnten dann natürlich so nicht stattfinden.
Auch kommt sie immer hier bei mir unangemeldet vorbei. Klingelt, ich mach grundsätzlich immer auf. Sie kommt, zieht Schuhe und Jacke aus und setzt sich. Ich habe sie schon mal gebeten, eben nicht unangemeldet zu kommen. Nur weil mein Auto da steht, heißt es nicht, dass ich gerade Zeit habe. Das hat sie kurzzeitig akzeptiert, aber nicht lange. Letztens saßen wir zu dritt in meiner Küche, haben gegessen und getrunken. Musik lief, Fenster war auf kipp. Sie kam gerade nach Hause und hat sofort bei mir geklingelt. Schließlich ist bei mir was los, da musste sie dabei sein. Kam und blieb.
Sie schreibt mir tagtäglich, ob wir dieses und jenes unternehmen wollen, ob wir telefonieren können usw. Komm ich heim und sie ist gerade auf der Straße, läuft sie mir in die Einfahrt nach. Sie quatscht mich dann eine halbe Stunde mit ihren Problemen zu, es ist ALLES negativ, von ihr kommt nichts positives. Diese Probleme sind meiner Meinung nach pipifax. Diskussionen mit ihren Eltern, viel Arbeit, die Chorprobe lief nicht...
Sie ist einsam, sehr sogar. Sie hat letztendlich niemanden und klammert sich an mich. Mein Freund ist ein sehr verständnisvoller Mensch, gibt ihr Ratschläge, hört ihr zu. Und das genießt sie natürlich. Wir wohnen nicht zusammen, sie kommt eben auch zu mir, wenn ich alleine bin. Wir sind eigentlich die einzigen beiden Menschen in ihrem Leben. Aber ich kann nicht mehr! Selbst mein Freund - geduldig ohne Ende - sagt, dass er jetzt keine Nachbarin brauchen kann, wenn sie mal wieder vor uns steht.
Aber wir bringe ich ihr das bei, dass mir das alles zu viel wird, ohne dass sie komplett in eine Depression abrutscht? Und da ist sie nach eigenen Aussagen kurz davor. Ich bin ihr Strohhalm, obwohl ich nie so gut mit ihr befreundet war, dass sie da einen Grund dazu hätte. Anfangs waren wir mal zusammen Kaffee trinken. Das kann man aber an einer Hand abzählen.
Dass Du die Grenzen in den letzten Monaten (?) derart hast verwischen lassen, ist ungünstig; alles, was das jetzt nachzuholen versucht, wird irritieren, verletzen, kränken. Das wirst Du wohl nicht ändern können und, ich finde, auch aushalten müssen. Das ist Dein Anteil an diesem unguten Geflecht.
Ich würde ihr behutsam erklären, dass Dich diese Nachbarschaftsbeziehung seit längerem belastet. Und dass Du Abstand möchtest. Dass Du aber nicht ausschließt, dass ihr euch irgendwann unter besseren Umständen vielleicht ja neu begegnen könnt.
Wenn ihr euch im weiteren vorm Haus seht, nett grüßen - und gut ist's.
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Halte Dir jeden Tag 30 Minuten für Deine Sorgen frei, und in dieser Zeit mache ein Nickerchen. (A. Lincoln)
Oje … Abgrenzung und Neinsagen sind die Lösungen. Du hängst da leider schon tief drinne und sie wird dich weiter gnadenlos vereinnamen, wenn du da nicht einen Riegel vorschiebst.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #1 Klingelt, ich mach grundsätzlich immer auf
Abgewöhnen. Kannst du checken, ob sie das ist und einfach nicht aufmachen? Oder du lugst kurz durch die Tür und sagst: “Du, tut mir leid, aber es passt grad so gar nicht!” und machst die Tür wieder zu.
Mach dich drauf gefasst, von ihr blöd angemacht zu werden.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #1 Sie quatscht mich dann eine halbe Stunde mit ihren Problemen zu
Auch da hilft “Du, tut mir leid, aber es passt grad so gar nicht!”
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #1 Aber wir bringe ich ihr das bei, dass mir das alles zu viel wird, ohne dass sie komplett in eine Depression abrutscht? Und da ist sie nach eigenen Aussagen kurz davor.
Du bist nicht für ihre Krankheit verantwortlich und du kannst sie auch nicht retten.
Ich nehme mal an, du kannst ihr nicht sagen, dass sie dir zu viel wird … also leier dich langsam aber stetig raus.
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
Zitat von Aen im Beitrag #2 alles, was das jetzt nachzuholen versucht, wird irritieren, verletzen, kränken. Das wirst Du wohl nicht ändern können und, ich finde, auch aushalten müssen. Das ist Dein Anteil an diesem unguten Geflecht.
Genau so!
Sie wird dich zu bestrafen versuchen, wenn du sie abweist. Sie hat sich ja auch raffiniert in dein Leben geschmiegt, du kannst davon ausgehen, dass sie's drauf hat …
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
schön, daß Du Dich vertrauensvoll ans Forum wendest. Darf ich als moderative Anmerkung fragen, warum Du das Thema im Unterforum Persönlichkeit und nicht bei "Freundschaft" einstellst?
Siehst Du es da nicht eher? Ihr freundlich aber deutlich aufzuzeigen, daß Du sie nur als gute Bekannte siehst, aber keinen sooo engen Kontakt möchtest?
Falls Du das möchtest, kann ich das Thema gerne später (heute Abend) verschieben, es gehen keine Antworten verloren, aber ich glaube, da paßt es besser hin.
Bitte schicke mir einfach eine PN, falls das in Deinem Sinne wäre.
Viele Grüße und weiterhin einen guten, konstruktiven Austausch, Sternenfliegerin
Bitte entschuldige, aber ein Stück weit hast du es wirklich selbst zu verantworten, dass sie dich vereinnahmt, denn du ziehst keine Grenzen.
- wenn sie sich ungefragt zu dir und deiner Freundin in den Garten setzt, warum sagst du nicht: „sorry, jetzt nicht, wir sind in einem privaten Gespräch, bitte lass uns allein.“? Nein, du lässt es zu, dass sie sich hinsetzt und an deinen Getränken bedient. Holst ihr ev. sogar noch ein Glas oder akzeptierst, dass sie sich bei dir eins holt.
- wenn sie klingelt und du sie nicht sehen willst, warum machst du auf? Und wenn du aufmachst, warum lässt du sie rein? Damit sie rein kann, musst du ja im Eingang zur Seite treten. Warum tust du das? Würdest du einfach mitten in der Tür stehen bleiben, könnte sie nicht rein und du könntest die Tür nach dem Satz „sorry, passt jetzt grad nicht“ einfach wieder schliessen.
- wenn sie im Messenger nachfragt, ob und wann deine Freundin und du noch ins Lokal X geht, warum schreibst du dann nicht einfach „nein“? Und warum geht ihr dann tatsächlich dorthin, wenn du damit rechnen musst, dass sie schon dort hockt, du sie aber nicht dabeihaben willst? Das ist taktisch unklug. Geht doch einfach nicht genau dorthin, wo du weisst, dass sie ist.
- wenn sie dir in der Einfahrt nachläuft und dich vollquatscht, warum bleibst du stehen und hörst zu? Geh doch einfsch weiter, sag „mhmhmmm“ oder „jaja“, öffne ohne anzuhalten deine Tür, sag „sorry, muss weiter, schönen Tag noch“, geh rein, LASS SIE NICHT REIN und schliess die Tür.
Wie jemand anderes sagte: für ihre Depression und Einsamkeit bist du nicht verantwortlich. Und: sei mal nicht so sicher, dass dein Freund und du wirklich die einzigen zwei Personen seid, die sie hat, wie sie sagt. Das Gleiche sagt sie vielleicht auch zu einem halben Dutzend anderer Personen, die dann auch alle Mitleid haben und sich kümmern.
Telefonnummern bzw Messenger-App-Kontakt kann man übrigens löschen oder blockieren.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
So geht das manchmal. Man will einfach nett sein und andere nehmen es als Einladung, völlig die Grenzen zu überschreiten. Selbst wenn es dir schwer fällt, da hilft wirklich nur: nein. Jetzt nicht. Keine Zeit. Ein andermal. Das Signal muss beim Empfänger ankommen, nicht beim Absender. Und je später du das angehst, desto unangenehmer wird es. Stell dich darauf ein, dass sie irgendwann wieder wortlos an dir vorbeigeht.
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Ich habe es die letzten Wochen tatsächlich geschafft, mich von ihr abzugrenzen. Aber dann gab es wieder ein Telefonat (ich musste sie dringend anrufen, es wäre wichtig) und seitdem geht das alles wieder von vorne los.
Ich weiß selbst, dass ich manchmal einfach zu höflich bin. Ich will niemanden verletzen.
Eine richtige Freundschaft war das zwischen uns zu keinem Zeitpunkt. Ich habe ihr das auch nie zu verstehen gegeben, dass wir Freunde sind. Wir waren für mich immer nur Nachbarn.
Ich bin kurzzeitig mal mit ihr in einen Yoga Kurs gegangen. Nach paar Wochen hat das zeitlich bei mir nicht mehr geklappt. Damals war sie richtig sauer.
Sie versteht auch keine Ablehnung. Sie mischt sich in Freundschaften meines Freundes ein. Will schlichten, wenn es Streit gibt. Damals hab ich ihr schon gesagt, dass das so nicht geht. Das akzeptiert sie kurzzeitig. Dann geht es von vorne los.
Ich bin oft mit meinem Sohn im Garten. Da alles einsehbar ist, steht sie sofort da und quatscht mich zu.
Einmal fragte sie nach, ob wir später reden wollen - am Gartenzaun. Ich habe ihr gesagt, dass ich heute nicht möchte. Mir ging es an dem Tag nicht gut. Abends war ich draußen, sie stand trotzdem da. Obwohl ich ihr nicht mal eine Stunde vorher sagte: Heute nicht.
Ich weiß selbst, dass ich manchmal einfach zu höflich bin. Ich will niemanden verletzen.
Dann lernst du das jetzt, wirklich abgrenzen, unhöflich sein. (Niemanden verletzen zu wollen macht einen selbst wahnsinnig unauthentisch. Tut nicht gut, niemandem)
Ja, ich weiß, dass es zum größten Teil selbst verschuldet ist. Aber das Problem ist auch mein Freund, der sehr offen, kommunikativ und mitfühlend ist und dann zu ihr sagt "ach komm doch nen Sprung" ich hab ihm schon mal gesagt, dass ich das nicht möchte. Aber sie stellt dann alles als großes Problem hin, sie braucht dringend wen zum reden. Und nachdem mein Freund da so einfühlsam ist...
Meine Freundin wollte damals in diese besagte Bar. Sie kommt nicht oft weg, ihr gefällt es dort. Aber ja, eigentlich hätte ich sagen sollen "bitte lass uns alleine".
Die einzige, die daran was ändern kann, bist du. Sie wird nicht aufhören.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #8 Aber dann gab es wieder ein Telefonat (ich musste sie dringend anrufen, es wäre wichtig) und seitdem geht das alles wieder von vorne los.
Du musstest GAR NICHTS. Warum gehorchst du auf ihren Befehl?
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #8 Ich will niemanden verletzen.
So kommt man kaum durchs Leben. Typische Mädchenfalle: es allen rechtmachen wollen. Aber du bist eine erwachsene Frau und solltest mal checken: es werden dich niemals alle liebhaben.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #8 Damals war sie richtig sauer.
Sie versteht auch keine Ablehnung.
Das macht nichts. Das kann dir egal sein, was sie versteht und akzeptiert oder eben nicht. Wie geschrieben: du kannst es nicht allen rechtmachen. Du wirst doch mal in deinem Leben mit Gegenwind konfrontiert sein, oder nicht?
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #8 steht sie sofort da und quatscht mich zu.
OK, du kannst jetzt noch 154 Beispiele bringen, es gibt immer nur den einen Rat: du kannst etwas ändern, du musst den Mut haben, Nein zu sagen und es zu ertragen, dass sie dich scheiße findet, sonst ändert sich nie was.
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #10 Aber das Problem ist auch mein Freund, der sehr offen, kommunikativ und mitfühlend ist und dann zu ihr sagt "ach komm doch nen Sprung"
Dann gehst du eben und lässt die beiden allein. Dann wird er auch schnell die Schnauze voll haben, wenn sie so klettig ist, wie du sie beschreibst … du musst ja nicht danebensitzen. Du hast halt was vor. Üb das mal vorm Spiegel oder so. Und mal dir das aus: sie wird dich undankbar, gemein, ungerecht und kalt finden. Und das wirst du überleben.
Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume. Ich lebe in euch und geh durch eure Träume.
Ich überlege gerade so: wenn ich Smalltalk im Vorbeigehen mache und der andere bietet mir was zu trinken an, würde ich nicht auf die Idee kommen, dass der mich eigentlich loswerden will. Wenn ich an jemanden hinquatsche und er hört mir zu, bittet mich immer freundlich rein, wenn ich mal kurz klingel, begleitet mich zum Yogakurs, hört mir aufmerksam bei Problemen zu...usw...woher soll denn die Nachbarin wissen, dass sie dich nervt?
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Du bist in die „Nettigkeitsfalle“ geplumpst. Vermutlich anerzogen - frau hat ja nett und freundlich zu sein. Dadurch ist sie dann gegenüber übergriffigen Nervensägen natürlich absolut im Hintertreffen.
Manchmal muß frau wirklich deutlich werden: „Tut mir leid, ich bin von Dir genervt, so, wie Du mir auf die Pelle rückst. Lass mich in Ruhe!“
Das funktioniert aber nur, wenn Du Dir sicher bist, was Du willst. Und konsequent bist. Also nicht nochmal aufmachst, an den Zaun gehst, weil SIE das will!
Und Deinem Freund mußt Du leider auch ganz deutlich und in Großbuchstaben erklären, daß Du diese Person nicht mehr in Deiner Nähe haben willst. Wenn er das nicht verstehen will, einfach weiter die Tür aufmacht, Einladungen ausspricht, dann trampelt er genauso über Deine Grenzen wie die Nachbarin. Da würde ich auch mal drüber nachdenken.
Ich bin nicht „im Spektrum“. Aber mein EQ ist tatsächlich etwas niedrig.
Manchmal muß frau wirklich deutlich werden: „Tut mir leid, ich bin von Dir genervt, so, wie Du mir auf die Pelle rückst. Lass mich in Ruhe!“ .
So drastisch muss es doch auch nicht sein. Es reicht ein konsequentes Nein. Freundlich, aber fest. Auch Freunde weise ich von der Tür, wenn sie unangemeldet kommen (tun sie nicht mehr, sie wissen es inzwischen). Natürlich habe ich die nie angebafft. Trotzdem kann man eisenhart mitteilen, dass dieser Besuch nicht erwünscht ist, selbst wenn anderer da ist. Tonfall und Körpersprache sind mindestens so wichtig wie die Wortwahl. Ich würde die beschriebenen Situationen nochmal durchspielen und mir Varianten der Reaktion überlegen.
Nein, ich biete ihr nichts an. Gerade im Sommer stehen die Getränke in einem Mini Kühlschrank in der Garage. Sie geht einfach hin und bedient sich - die anderen machen das ja auch.
Das Problem ist, dass ich von der Wohnung aus nicht sehe, wer vor der Türe steht. Gegensprechanlage nicht vorhanden. Ich könnte natürlich jedes Mal runterlaufen und gucken, wer es ist. Aber das mach ich natürlich auch nicht. Blöd ich weiß...
Ich werde ihr beim nächsten Kontaktversuch sagen, dass ich erstmal keinen Kontakt zu ihr möchte...
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #16Nein, ich biete ihr nichts an. Gerade im Sommer stehen die Getränke in einem Mini Kühlschrank in der Garage. Sie geht einfach hin und bedient sich - die anderen machen das ja auch. ....
Das finde ich schon mal komisch: Warum soll sie sich nicht bedienen können am Kühlschrank, wenn alle anderen das auch können? Mal abgesehen von der Nachbarin: Denkst du nicht, dass die "anderen" auch deine Gutmütigkeit ausnutzen? Du bist doch nicht die Getränke-Versorgerin im Viertel. Getränke-Kauf kostet dein Geld und deinen Aufwand. Erhältst du Entsprechendes auch zurück?
Die Nachbarin: Grenze dich ab. Wenn du keine Zeit für sie haben willst, dann sag ihr einfach, dass du keine Zeit hast, weil du anderes zu tun hast. Wenn sie wegen einem Restaurant-Besuch anfragt, wo du dich eigentlich mit deiner Freundin treffen willst: Du willst jetzt mit deiner Freundin ALLEIN was besprechen.
Und gib ihr kein Grünes Licht in Sachen gemeinsamer Yoga-Besuche und ähnlichem.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #16 Das Problem ist, dass ich von der Wohnung aus nicht sehe, wer vor der Türe steht. Gegensprechanlage nicht vorhanden. Ich könnte natürlich jedes Mal runterlaufen und gucken, wer es ist. Aber das mach ich natürlich auch nicht. Blöd ich weiß...
das mit der fehlenden Gegensprechanlage ist blöd aber kein Grund sie in die Wohnung zu lassen. Du kannst sie wieder wegschicken. Sag ihr einfach, dass es jetzt nicht passt, genaueres muss sie nicht wissen. Schiebe jetzt einen Riegel vor, sonst hast du den Garten im Sommer wieder nicht für dich. Lass dich nicht damit erpressen, dass es ihr nicht gut geht, für ihre Psyche bist du nicht verantwortlich. Rede mit deinem Freund darüber damit er sich auch entsprechend verhält sonst versucht sie es über ihn an dich heranzukommen. Viel Glück dabei!
Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen
God gave rock 'n' roll to you, put it in the soul of everyone. (KISS)
also wenn ich so deine beiträge lese, dann glaube ich nicht dass du mit lieber höflichkeit und/oder aussprache bei ihr weiterkommst. Das heißt nicht dass du das gegenteil machen sollst, aber an deiner stelle würde ich ihr selbstbewusst mit fester stimme gegenüber auftreten (und bitte nicht wie ein hundewelpe dabei lächeln) und klar sagen "nein, ich kann jetzt/heute was auch immer nicht..". Zur not vorm spiegel üben, das hilft tatsächlich.
warum machst du überhaupt die tür auf? Ich würde sie klingeln lassen bis sie grün wird oder aufmachen und sagen dass es nicht geht, tür zu und kein diskutieren.
Ansonsten ausschleichen lassen, nicht reagieren, höflich aber bestimmt "nein" sagen. Körpersprache ist alles
Und wegen ihrer erkrankung, du kannst ihr nicht helfen, ob du nun weiter wie gehabt mitspielst oder nicht, das wird kein unterschied machen (und du bist auch nicht zuständig), und es ist nur eine nachbarin, du musst gar nichts
Zitat von marija im Beitrag #20warum machst du überhaupt die tür auf?
weil sie nicht sieht wer vor der Türe steht und eine Gegensprechanlage gibt es nicht. Trotzdem muss sie die Nachbarin nicht in die Wohnung lassen. Ich würde mich in die Türe stellen, mit einer Hand am Türrahmen, mit der anderen an der Türe. Basta! und dann ohne Angabe von Gründen sagen, dass es jetzt nicht passt, fertig. Einfach nicht zu öffnen bringt nichts, dann weiß die Nachbarin nicht, dass sie unerwünscht ist.
Meine Meinung steht fest, bitte verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen
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Zitat von marija im Beitrag #20warum machst du überhaupt die tür auf?
weil sie nicht sieht wer vor der Türe steht und eine Gegensprechanlage gibt es nicht.
sorry, hab ich überlesen
Ich muss sagen, ich hab zwar eine gegensprechanl., aber die funkt. nicht wirklich, sprich bei mir ist es ähnlich. Aber ich wette dass die TE trotzdem gut abschätzen kann, wer das grad wohl ist.. man kennt ja seine pappenheimer, und wenn du grad niemand erwartest, was soll schon dringendes sein? Also ich hab schon mal jemand ungelogen best. an die halbe stunde klingeln lassen, war mir wurscht, anders lernen es manche leute nicht, man muss es aushalten können (und ja, ich hab fast in den tisch gebissen), ich kann die klingel aber leider auch nicht ausschalten
Dass keine Gegensprechanlage da ist, ist natürlich doof, die würde es erleichtern. Aber du musst dir halt überlegen, was dir wichtiger ist: dir das Treppenlaufen zu ersparen, oder deine Abgrenzung.
Ich würde wohl tatsächlich in nächster Zeit bei jedem Klingeln runterlaufen. Jeden Besucher bei der Haustür unten begrüssen und dort manuell reinlassen - oder eben nicht.
Oder du sagst deinen richtigen Freunden, sie sollen nicht nur klingeln, sondern dich gleichzeitig auch anrufen. Dann machst du per Fernsteuerung unten auf. Der Nachbarin sagst du das aber nicht.
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #16 Gerade im Sommer stehen die Getränke in einem Mini Kühlschrank in der Garage. Sie geht einfach hin und bedient sich - die anderen machen das ja auch.
Eine Verständnisfrage: wer sind *die anderen*? Wem gehört der Kühlschrank und wer bestückt ihn?
Zitat von Cosmic_Girl im Beitrag #1 Es ist ein kleiner Garten mit dabei, der - leider - für jeden zugänglich ist. ...
Ist das der Garten, der nur zu Deiner Wohnung gehört? Bzw. was genau meinst Du mit *für jeden zugänglich*?
Ein nicht abschließbares Gartentor ... eher ungewöhnlich. Stört Dich das nicht, abgesehen von dieser Nachbarin? Da könntest Du ein Einsteckschloss anbringen - und schon wäre es abschließbar.
Was das Vereinnahmen betrifft: da hilft wirklich nur Klartext, der auch beinhaltet, dass Du sie im Wortsinn nicht in die Wohnung lässt. Und es wäre von Vorteil, wenn Du und Dein Freund Euch einig wärt. Ihr könnt sie, wenn Ihr wollt, ja hin und wieder gezielt einladen, auf einen Kaffee oder einen Drink.
Warst Du eigentlich schon bei Ihr in der Wohnung? Also hat sie Dich jemals eingeladen?
Schafwolle, ich gehe mal davon aus, dass der Minikühlschrank in der Garage von Cosmic Girl steht, ihr gehört, sie in bestückt und ihre Freunde/Gäste sich daran zwanglos bedienen dürfen und das auch wissen. Ein schöner Zug und erspart das Rauf- und Runterrennen. Aber natürlich doof, wenn die Grosszügigkeit ausgenutzt wird.
Abhilfe: diesen Sommer den Kühlschtank nicht nutzen und das den Freunden kommunizieren. Samt dem Grund, weshalb das heuer anders läuft. Stattdessen die Getränke in einer Kühlbox in den Garten nehmen und unter den eigenen Stuhl sellen. So hat man unter Kontrolle, wer sich wann daran bedient. Kommt die Nachbarin uneingeladen vorbei und fragt nach einem Getränk, kann man sagen: „sorry, nein, ich hab dich heute nicht eingeladen.“
Cosmic Girl, wenn dein Freund die Nachbarin aus Mitleid reinlässt und abhört, obwohl du das nicht willst, dann zieh dich konsequent in einen anderen Raum zurück, mach die Tür zu und chatte mit einer Freundin oder lies ein Buch oder was auch immer. Überlass die Nachbarin ihm. Findet das Ganze im Garten statt, nimm deinen Stuhl und setz dich in deutliche Entfernung.
So zeigst du deutlich, dass du dich nicht mit ihr befassen willst, grenzt dich also ab. Und zwingst deinen Freund, dass er die Konsequenz für „ach, sie tut mir sooooo leid, wir (!) sollten uns kümmern“ trägt. Er, nicht du. „Wir“ heisst im Männer- Sprech nämlich meist „du, meine Partnerin“
Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas wichtiger ist als die eigene Angst.