Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #737 Das mag emotional abgehakt sein, aber nicht „organisatorisch“. Gefühlt ging es in diesem Strang recht häufig um den Ex - der immer wieder Terminplanungen über den Haufen wirft usw. Oder eben durch Nicht-Anwesenheit „präsent“ ist - siehe das Thema Fußball.
lese ich auch so. Sohn und Kindsvater und dein Freund sind das Hauptthema.
Mein Ex wirft keine Terminplanungen über den Haufen. Wenn er sagt, er nimmt ihn nächstes Wochenende, dann macht er das auch. Auf ihn ist halt in Notfällen kein Verlass. Zum Beispiel "hey, mein Babysitter ist abgesprungen, kannst du?" Dann kann er grundsätzlich nie. Schon oft versucht, klappt nicht.
Deshalb bringt mir auch eine Umgangsvereinbarung nix. Weil er die schlichtweg nicht einhalten würde. Schon beruflich würde das alle 2 Wochen regelmäßig bei ihm nicht klappen.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #749iVon "Vaterfunktion" kann man imho erst reden, wenn die Beziehung zur Mutter so stabil ist, dass man dauerhaft gemeinsam eine Wohnung hat.
Irritierend finde ich vor allem, dass der Mann das ständig ins Spiel bringt, anscheinend. Dass der "Kindsvater" das machen müsste. Magnoona ist doch klar damit, dass der das eben nicht macht.
Es wäre an der Stelle des Manns, dass der das klar abgrenzt. Er kann halt nicht präsent sein im Leben des Sohns und gleichzeitig nicht die Bezugsperson sein wollen.
DAS finde ich schräg. Das heißt doch nicht, dass er VATER wird.
Magnoona, du hast ja einiges, was dich an deinem Freund stört. Hältst du an der Beziehung so fest, weil dein Sohn deinen Freund so mag und ihm das auch sagt? Du schreibst öfter, dass du Dinge x-mal sagst, auch in der Kommunikation mit der Verwandtschaft. Eventuell fehlt es deinen Aussagen an Klarheit, hörst du deinem Gegenüber wirklich, wirklich zu oder hörst du nur das, was dich in deinem "er/sie/es versteht mich nicht" bestärkt? Klar, dein Freund tritt dir immer wieder auf den Zeh und erinnert dich daran, dass du mit einem Mann ein Kind bekommen hast, der nicht der "ideale Vater" ist. Das klingt jetzt zwar hart, doch hast du dich für dieses Kind entschieden. Es ist anstrengend Kinder ohne anwesenden (physisch und emotional) Vater ins Leben zu begleiten, manchmal bleibt dabei das "Frauenleben" auf der Strecke. Ich habe, nachdem meine Kinder frisch erwachsen waren, die Erfahrung mit Patchwork gemacht, Besuchskinder. Nachdem ich mich aus dieser Beziehung verabschiedet hatte, war für mich klar, dass ich mein "Soll" an Familienarbeit erfüllt habe.
Du möchtest Familie mit allem Zipp und Zapp inklusive einer Familienwohnung, dein Freund nicht. Gib euch beiden die Chance, den entsprechenden Partner zu finden, trennt euch im Einvernehmen mit der Erkenntnis, dass ihr schöne Zeiten miteinander hattet, doch die Ziele/Erwartungen nicht zusammen passen.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Du möchtest Familie mit allem Zipp und Zapp inklusive einer Familienwohnung, dein Freund nicht. Gib euch beiden die Chance, den entsprechenden Partner zu finden, trennt euch im Einvernehmen mit der Erkenntnis, dass ihr schöne Zeiten miteinander hattet, doch die Ziele/Erwartungen nicht zusammen passen.
Deine Wünsche sind berechtigt @Magnoona
Die Vorstellungen deines Freundes absolut genauso.
Oder du schaffst es dir die Rosinen raus zupicken: du bist eine alleinerziehende Mutter. Kindsvater ist eher Problem als Hilfe. Ab und zu triffst du dich mit einem netten Mann, ihr habt Spaß und eine schöne Zeit, auch mal mit deinem Buben zusammen.
Zitat von Magnoona im Beitrag #752 Deshalb bringt mir auch eine Umgangsvereinbarung nix. Weil er die schlichtweg nicht einhalten würde. Schon beruflich würde das alle 2 Wochen regelmäßig bei ihm nicht klappen.
Dein Sohn ist im Grundschulalter, also alt genug, dass man offen - aber natürlich altersgemäß - mit ihm über dieses Thema reden kann. Es dürfte für ihn einen großen Unterschied machen, ob der Vater berufsbedingt Probleme mit Terminen hat - oder ob ihm an ihm, dem Kind, nichts gelegen ist.
Ein ganz sensibles Thema. Ich weiß ja nicht, was dem Kind von Euch, den Eltern, diesbezüglich vermittelt wird - und wie -, aber was auch immer es ist - es ist prägend.
Dein Freund hat nichts mit all dem zu tun. Ich würde klarstellen, dass er *nur* der Freund der Mama ist und bestenfalls ein guter Kumpel für den Kleinen. Äußerst schwierig fürs Kind, wenn die Ebenen vermischt werden.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #756er will doch weniger präsent sein oder? Das tägliche Sehen ist ihm zuviel, sagte er kürzlich. Das ist ja @Magnoonas Thema gerade.
Ich finde, er sendet Doppelbotschaften. Er will weniger, macht aber (mehr). Das würde mich an Magnoonas Stelle auch irritieren. Sei es Fußballspiel des Jungen. Sei es "täglich da". Er kann doch nicht machen und nörgeln (also klar kann er, aber das ist doch bescheuert)
Dein Freund hat nichts mit all dem zu tun. Ich würde klarstellen, dass er *nur* der Freund der Mama ist und bestenfalls ein guter Kumpel für den Kleinen. Äußerst schwierig fürs Kind, wenn die Ebenen vermischt werden.
absolut!
Besprechen, dass es nett ist, sich gut zu verstehen. Dass das aber alles ist.
Wärt ihr als Familie lebend, in einer gemeinsamen! Wohnung, mit etwaigen Plänen zu heiraten, weitere gem. Kinder zu zeugen -dann würde ich dich bestärken, dass du die gute Beziehung zwischen künftigem Stiefvater und Vater der künftigen Halbgeschwister deines Buben nach Kräften unterstützt. Das ist dann ein Glücksfall für alle.
Aber in der realen Situation ist das noch nicht mal Zukunftsmusik. Ihr habt ein gutes, nettes Liebesverhältnis. Aber auch massive Probleme und die bereits nach kurzer Beziehungszeit. Ich lese jetzt nicht nach, aber ihr seid 2 Jahre zusammen oder?
Dass der Bub schon so auf deinen Freund reagiert ist für mich ein Zeichen, dass ihm sein Papa massiv fehlt im Leben. Diese Lücke kann kein anderer schließen. Auch du nicht als Mutter. Aber du kannst sie thematisieren und so helfen dass sie leichter zu ertragen ist.
Wie kommt Ihr denn darauf, dass der "VATER" fehlt? Ich finde es wirklich schlimm, dass Magnoona hier auf etwas festgenagelt wird, das sie beim besten Willen nicht ändern kann. Das Kind hat einen abwesenden Vater. Und es gibt unzählige Beispiele dafür, dass Kinder auch ohne diese Vaterfigur unbeschadet erwachsen werden. "massiv fehlt im Leben" tut dem Jungen sicher nicht sein Vater, denn der ist eine Nullnummer. Der Junge mag den Mann halt, was ist denn daran so schlimm? Kapier ich nicht. Wenn der Mann sich nicht aktiv in das Leben des Jungen einbringen will ist es an ihm, das zu lassen. Wenn er freiwillig und aus eigenen Stücken zum Fußball fährt und dann Magnoona vorwirft, das hätte der Vater machen müssen, dann sendet er dem Jungen die Botschaft, dass er diese Rolle einnehmen mag, willentlich, während er die Mutter anpault.
Ich finde den Mann in dieser Situation blöd. Was soll Magnoona machen? Dem Mann untersagen, mit dem Jungen was zu machen? Ist doch schräg.
Zitat von ja-aber im Beitrag #761Wie kommt Ihr denn darauf, dass der "VATER" fehlt? .
Weil ich denke, dass einem Kind der Papa fehlt, wenn der sich so verhält sie beschrieben. Weil das Kind erleben wird, dass andere Papas anders sind. Und dass seiner so ist, wie er ist. Und dass das ein Gefühl machen kann, das für das Kind schwer ist.
Dass er sich so eng an einen im Grunde fremden Mann binden will, ist ein Zeichen, dass er einen Papa sucht. Diese Liebesbekundungen, dass er den Freund der Mama viel lieber habe, finde ich beklemmend und nicht erfreulich.
Mag sein, aber den gibt es halt nicht, und das wird auch nicht besser, wenn man ihn, obwohl er nicht will, in diese Rolle pressen mag (das erwähnte Jugendamt). Der Junge muss schlichtweg ohne Vater auskommen. Ist so.
Ihr könnt Euch die Welt nicht so machen, dass Väter so funktionieren. Der Freund ist hier das Thema, und der verhält sich nicht passend. Entweder er nimmt die Vaterfigur ein oder nicht. Das muss ER klar darstellen. Magnoona fordert das ihren eigenen Worten nach nicht ein. Dass der Junge das toll findet, das soll man ihm ausreden? Kapier ich nicht.
Mein Sohn kennt es nicht anders. Sein Vater war nie da. Er kannte 7 Jahre lang nur das Leben mit mir alleine. Papa hat mal gelegentlich einen Ausflug mit ihm gemacht und seit Kurzem nimmt er ihn auch über Nacht. Gelegentlich.
Ich habe die Jahre zuvor schon oft mit meinem Sohn über das Thema geredet. Er sieht es natürlich an Mitschülern, dass die alle eine intakte Familie haben. Er hinterfragt dann natürlich, warum das bei uns nicht so ist, aber dann ist das Thema für ihn auch wieder erledigt. Er fragt auch nie "wann darf ich wieder zu Papa".
Meinen neuen Freund mag er einfach. Schlimm wäre es, wenn er ihn nicht leiden könnte.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #762 Diese Liebesbekundungen, dass er den Freund der Mama viel lieber habe, finde ich beklemmend und nicht erfreulich.
Wieso beklemmend?
Es ist halt nicht klar, ob es hier um eine ganz authentische Aussage geht- dass der Junge reflektiert, dass ein anderer Mann mehr da ist und man den dann auch mehr mag oder wichtiger findet. Wenn es nur das ist- ist das doch ok. Der Vater ist nicht da und kümmert sich kaum und wenn dann ein anderer dafür da ist- darf der Junge den doch mit jedem Recht ins Herz schließen und vielleicht sogar als "mehr liebend" empfinden.
Das sich über Beziehung und Nähe, Liebe und Zuneigung entwickelt- ist doch total normal. Und wenn sich der Junge tatsähclich mehr auf diesen Freund verlassen kann, dann IST dieser auch wichtiger für sein Leben.
Anders sieht es aus, wenn der Junge mit diesem Satz etwas bewirken möchte- nur das kann halt von uns niemand erkennen.
Ich bin der Ansicht, es passt nicht, daher ist eine Trennung (und damit die Option wen zu finden, wo es passt) meiner Ansicht nach das, was du @Magnoona tun solltest.
Die Einschätzungen über den Freund sind unterschiedlich. Ändern wird er sich nicht, du dich auch nicht. Warum auch? Man führt ja keine Liebesbeziehungen um den anderen zu verändern oder ihm beizubiegen, dass er nicht okay ist, so wie er ist.
Der Freund tut was er tut. Das ist sein gutes Recht, genauso wie deins @Magnoona. Ich zweifle ob es dir wirklich was bringt, wenn hier der Freund auseinandergenommen wird. Weil, selbst wenn er der totale Honk wäre - du bist mit ihm zusammen. Von Honks kann man sich nur trennen. Sie aber nicht verändern.
Ich wünsche dir, dass du dir und deinem Kind ein glückliches Leben machen kannst. MIt oder ohne Männer.
Zitat von kenzia im Beitrag #768 Der Vater ist nicht da und kümmert sich kaum und wenn dann ein anderer dafür da ist- darf der Junge den doch mit jedem Recht ins Herz schließen und vielleicht sogar als "mehr liebend" empfinden.
Meine Einschätzung: genau diesen *fortgeschrittenen* Status gibt die Beziehung zwischen seiner Mutter und dem Freund eben nicht her. @Magnoona sieht hier doch schon den Anfang vom Ende ... also alles weit entfernt von Stabilität.
Sollte diese Partnerschaft in die Brüche gehen, dann wäre das ziemlich furchtbar für den Jungen - wenn er in ihm sogar den Ersatzvater sähe.
Zitat von schafwolle im Beitrag #770 Sollte diese Partnerschaft in die Brüche gehen, dann wäre das ziemlich furchtbar für den Jungen - wenn er in ihm sogar den Ersatzvater sähe.
Da stimme ich dir zu, aber darum ging es mir jetzt gar nicht. Ich wollte eine generelle Antwort auf so eine Aussage geben.
Was ich schrieb- stimmt übrigens so oder so- die Kernfrage ist nur das, was ich schon geschrieben habe- dass der Freund sich klar werden muss, wo er sich hinstellt.
Der Junge ist mit seinen Gefühlen nicht das Problem- es sind die Erwachsenen.
Zitat von kenzia im Beitrag #771 dass der Freund sich klar werden muss, wo er sich hinstellt.
.
nein. Der Freund muss gar nichts. @Magnoona DU musst dir klar werden. DU. Nur du zählst.
Dieses "Der Mann sollte, muss, ... bzw. sollte nicht, hätte besser...." ist einfach nur vertane Zeit für euch.
Du kannst deinen Freund nicht ändern. Eine Beziehung, wo sich ein Partner in so gravierenden Belangen "ändern" sollte ist nix. Für niemanden.
@ Rokeby Für mich liest sich Magnoona nicht so, als ob sie für eine Entscheidung bereit ist.
Und vielleicht- deshalb meine Worte- ist es womöglich leichter, wenn sie den einen oder anderen Gedanken hier aus dem Forum mitnimmt. Dass es Zb durchaus die Unentschlossenheit des Freundes ist, die ihrem Kind nicht gut tut.
Es geht doch auch nicht darum, den Freund "zu verändern"- hat doch auch niemand gesagt! Aber die hier beschriebenen Erklärungen, dürfte der Freund durchaus nachvollziehen können und vielleicht MIT Magnoona dann auch eine Entscheidung für die Zukunft treffen- zB, sich lieber zu trennen.
Und ja- der Freund hat hier nicht gepostet, aber Magnoona liest mit und kann die Gedanken weitergeben.
Natürlich ist Magnoona der Dreh-und Angelpunkt in allem. Aber da sie die Entscheidung doch sehr offensichtlich nicht alleine treffen kann- ist es doch gut, andere Blickwinkel mit aufzunehmen und damit mehr Boden für Entscheidungen zu bieten. Vielleicht am Ende eine Trennung, der beide in Frieden zustimmen können? Sowas solls ja geben ;-)
Ich finde- mal nebenbei- hier wird ein ganz schöner Druck aufgebaut.
Zitat von kenzia im Beitrag #773 Natürlich ist Magnoona der Dreh-und Angelpunkt in allem. Aber da sie die Entscheidung doch sehr offensichtlich nicht alleine treffen kann- ist es doch gut, andere Blickwinkel mit aufzunehmen und damit mehr Boden für Entscheidungen zu bieten. Vielleicht am Ende eine Trennung, der beide in Frieden zustimmen können? Sowas solls ja geben ;-)
Ich finde- mal nebenbei- hier wird ein ganz schöner Druck aufgebaut.
Naja, das zieht sich aber ja schon eine Weile ohne großartige Wende zum Besseren. Das Leben ist doch eigentlich zu kurz für gemeinsames Unglücklich-Sein. Möglicherweise ist jetzt eben auch einfach keine gute Zeit im Leben der beiden für eine solche Beziehung - er will eigentlich gern das Leben leben, was ja mit einer Frau, die nicht in Magnoonas Situation ist, auch nicht so ein Problem wäre. Magnoonas Sohn ist aber noch zu jung, um nicht ständig irgendwie dabei sein zu müssen, und aufgrund der Situation mit dem Vater gibt es auch keinen geregelten „Freiraum“ für Paar-Aktivitäten. Das kann ja alles in wenigen Jahren schon ganz anders sein (Kind ist größer, macht sein Ding), aber JETZT ist es eben besonders schwierig.
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #774 Naja, das zieht sich aber ja schon eine Weile ohne großartige Wende zum Besseren. Das Leben ist doch eigentlich zu kurz für gemeinsames Unglücklich-Sein. Möglicherweise ist jetzt eben auch einfach keine gute Zeit im Leben der beiden für eine solche Beziehung - er will eigentlich gern das Leben leben, was ja mit einer Frau, die nicht in Magnoonas Situation ist, auch nicht so ein Problem wäre. Magnoonas Sohn ist aber noch zu jung, um nicht ständig irgendwie dabei sein zu müssen, und aufgrund der Situation mit dem Vater gibt es auch keinen geregelten „Freiraum“ für Paar-Aktivitäten. Das kann ja alles in wenigen Jahren schon ganz anders sein (Kind ist größer, macht sein Ding), aber JETZT ist es eben besonders schwierig.
Das stimmt sicherlich. Und ich denke, die ganzen Beiträge, werden in Magnoona arbeiten und das Denken weiter anregen.
Wann oder ob sie sich für einen neuen Weg entscheidet- kann nur sie sagen. Wir können lediglich Gedanken mitgeben, Anregungen, Sichtweisen.