Zitat von print im Beitrag #198 Mir graut es eher vor einer Ewigkeit, egal wie die aussehen würde.
Weil du Ewigkeit mit Zeit verbindest- einem Konstrukt.
Unsere Erfahrung mit Zeit ist nicht die Beste....wir trösten uns beim Alterwerden mit den ach so guten Erfahrungen und Weisheit, die man ja dafür bekommt..... Wir kennen den Begriff Zeit eher nervig- warten müssen- Langeweile- oder Druck- ertragen müssen.......klar kann so das Wort "Ewigkeit" furchtbar wirken.
Zitat von Avada im Beitrag #175Eine interessante Frage ist ja auch, was es mit einem macht, wenn man sich versucht auf den Gedanken einzulassen, dass nichts einem höheren Sinn folgt (dass man einen persönlichen Sinn darin findet schließt das ja nicht aus). Also schätzt man dann das Leben weniger oder wertet schlimme Ereignisse als schwerwiegender? Kommt einem das Leben dann sinnlos (haha) vor?
Ich hatte schon was dazu geschrieben, print, glaube ich, auch.
Für mich persönlich muss das Leben keinen Sinn haben außer dem, den ich ihm gebe. Ich empfinde es dennoch als sehr wertvoll, denn Sinn und Wert sind für mich ganz verschiedene Dinge.
Schlimme Ereignisse sind für mich nicht schwerwiegender als für jemanden, der glaubt, dass alles einen Sinn hat. Sie sind halt sinn-loser.
Can 'truth' mean what it says and not what power thinks is best. Latin Quarter
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Zitat von print im Beitrag #198 Mir graut es eher vor einer Ewigkeit, egal wie die aussehen würde.
Weil du Ewigkeit mit Zeit verbindest- einem Konstrukt.
Unsere Erfahrung mit Zeit ist nicht die Beste....wir trösten uns beim Alterwerden mit den ach so guten Erfahrungen und Weisheit, die man ja dafür bekommt..... Wir kennen den Begriff Zeit eher nervig- warten müssen- Langeweile- oder Druck- ertragen müssen.......klar kann so das Wort "Ewigkeit" furchtbar wirken.
Die zwei wichtigsten Tage in deinem Leben sind der Tag, an dem du geboren wirst, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.
- Mark Twain -
Moderator in den Bereichen: Technische Fragen | Social Media und digitales Leben | Spaßecke | Krankheiten und Gesundheit allgemein | Psychische Erkrankungen | Persönlichkeit | Kennenlernen | Sex und Erotik | Beziehung im Alltag | Filme-Serien-Trash und Shows | Wie haltet ihr euch fit | Aktiv im Sport | Hoffnungsforum | Diskussionen über Sportevents | Natur/Umwelt- und Tierschutz | Umgangsformen | Freundschaft Profilbild: (c) Aardman Animations Ltd - shaun the sheep
Zitat von Brausepaul im Beitrag #204Die zwei wichtigsten Tage in deinem Leben sind der Tag, an dem du geboren wirst, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.
- Mark Twain -
Hast du? Herausgefunden warum ? Ich suche noch,aber so langsam wird meine Zeit knapp.
Zitat von Brausepaul im Beitrag #204... und der Tag, an dem du herausfindest, warum.[/i]
Weil meine Eltern neun Monate vor meiner Geburt Sex hatten?
Sorry, aber meistens ist es doch so banal. Auch wenn es toll klingt, wenn Mark Twain sowas sagt. Ich glaube jedenfalls bis heute nicht daran, dass es einen weniger banalen, höheren Grund für meine Existenz gibt.
Das gälte vielleicht für bestimmte Menschen wie z. B. Alexander Fleming, der das Penicillin erfunden hat oder andere Persönlichkeiten ohne deren Existenz es grundlegende, positive Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen nicht gegeben hätte. Aber für Otto und Ottilie Normalverbraucher, so wie mich, eher nicht.
Zitat von Rosalie im Beitrag #205Hast du? Herausgefunden warum ? Ich suche noch,aber so langsam wird meine Zeit knapp.
Hmm, schwierig, ich bin da noch mit mir im Gespräch, sozusagen.
Zitat von Kambara im Beitrag #206Sorry, aber meistens ist es doch so banal. Auch wenn es toll klingt, wenn Mark Twain sowas sagt. Ich glaube jedenfalls bis heute nicht daran, dass es einen weniger banalen, höheren Grund für meine Existenz gibt
Ich finde schon, dass etwas Wahres an dem Spruch ist. Aber ob Mark Twain das gesagt hat oder Horst, der Holzhacker ist relativ egal. Einen höheren Grund sehe ich auch nicht, aber darum geht es ja auch nicht, sondern der eigenen Existenz einen Sinn zu geben. So würde ich es jedenfalls sehen.
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Das gälte vielleicht für bestimmte Menschen wie z. B. Alexander Fleming, der das Penicillin erfunden hat oder andere Persönlichkeiten ohne deren Existenz es grundlegende, positive Auswirkungen auf die nachfolgenden Generationen nicht gegeben hätte. Aber für Otto und Ottilie Normalverbraucher, so wie mich, eher nicht.
Es gilt generell. Vielleicht gäbe es längst ein Medikament gegen Alzheimer/Chorea Huntington/Trisomien... wenn irgend wer mit irgendwem zum richtigen Zeitpunkt Sex gehabt hätte. oder keine Pille genommen. oder unerwünschte Flüchtlinge ins Land gelassen. oder-oder-oder-oder. Unterm Strich: alles Zufall
Ich kann gut mit dem Gedanken leben, dass mein Leben keinen Sinn als solchen hat.
Das hält mich aber nicht davon ab, Werte zu entwickeln und danach zu leben, und mir und anderen Gutes zu tun soweit es in meiner Macht steht. So nach dem Motto: Wenn ich schon mal hier bin...
Ich hatte zum Beispiel nie den Drang Kinder zu bekommen, damit "etwas von mir bleibt". Oder überhaupt die Vorstellung, dass meine Existenz nach meinem Tod noch für irgend jemanden oder etwas für Belang sein sollte. Das hat durchaus was Entspannendes.
Es gilt generell. Vielleicht gäbe es längst ein Medikament gegen Alzheimer/Chorea Huntington/Trisomien... wenn irgend wer mit irgendwem zum richtigen Zeitpunkt Sex gehabt hätte. oder keine Pille genommen. oder unerwünschte Flüchtlinge ins Land gelassen. oder-oder-oder-oder. Unterm Strich: alles Zufall
Viele "was wäre wenns"... In jedem Moment bei jeder Bewegung entscheidet sich die Zukunft immer wieder neu. In einem Parallel-Universum, in dem ich statt nach links nach rechts die Straße runter gehe, gestaltet sich das Leben vielleicht völlig anders.
Die Theorie von Parallel-Universen finde ich überhaupt sehr faszinierend. Das sprengt aber diesen Strang, schätze ich.
Menschen fragen nach dem Sinn erst wenn es ihnen schlecht geht. Geht es den Menschen gut, fragt niemand nach dem Sinn.
Wer Geld gewonnen hat, fragt sich nicht was der Sinn des Gewinn ist. Verliebte fragen sich nie was der Sinn ist, dass Amors Pfeil sie getroffen hat. Ein im Überfluss lebender Mensch fragt nie nach dem Sinn seines Wohlstandes.
Wer nach dem Sinn fragt, hat immer ein negatives Erlebnis gemacht. Nun kommt es auf jeden Mensch selbst an, wie eine negative Erfahrung verarbeitet wird. Wer beim Friseur eine andere Haarfarbe als die gewünschte bekommen hat kann sich nun ärgern, fragen welches Zeichen das Universum gegeben hat oder die neue Haarfarbe als eine andere, neue Erfahrung sehen.
Zitat von Fritz im Beitrag #214Menschen fragen nach dem Sinn erst wenn es ihnen schlecht geht. Geht es den Menschen gut, fragt niemand nach dem Sinn.
Wer Geld gewonnen hat, fragt sich nicht was der Sinn des Gewinn ist. Verliebte fragen sich nie was der Sinn ist, dass Amors Pfeil sie getroffen hat. Ein im Überfluss lebender Mensch fragt nie nach dem Sinn seines Wohlstandes.
Wer nach dem Sinn fragt, hat immer ein negatives Erlebnis gemacht.
Ja, aber das "Fragen nach dem Sinn" übernimmt manchmal auch das eigene Umfeld, indem Dinge hineininterpretiert werden. "Wer weiß, wofür das gut war..." ist so ein Klassiker, oder auch "das sollte wohl irgendwie so sein....".
Ja, aber das "Fragen nach dem Sinn" übernimmt manchmal auch das eigene Umfeld, indem Dinge hineininterpretiert werden. "Wer weiß, wofür das gut war..." ist so ein Klassiker, oder auch "das sollte wohl irgendwie so sein....".
Ich geb's zu - mit "na, wer waaaß für wos des guad woa" hab ich mich selber auch schon getröstet. Ich glaub sogar, ich hab's schonmal zu jemand Andrem tröstend gesagt Weil an sich mag ich das auch nicht so wirklich. Meine "Lieblingsphrase" (nicht...) in dem Zusammenhang ist aber aus der Eso-Fraktion - das gern genommene "Die Seele sucht sich aus, welche Erfahrungen sie machen möchte". Durchaus auch auf richtig schlimme Dinge bezogen (Kind mit schwerer Erkrankung oder so, wo wirklich beim besten Willen kein "Sinn" erkennbar wär)
Zitat von flatline im Beitrag #217... in dem Zusammenhang ist aber aus der Eso-Fraktion - das gern genommene "Die Seele sucht sich aus, welche Erfahrungen sie machen möchte". Durchaus auch auf richtig schlimme Dinge bezogen (Kind mit schwerer Erkrankung oder so, wo wirklich beim besten Willen kein "Sinn" erkennbar wär)
Zitat von Fritz im Beitrag #214Menschen fragen nach dem Sinn erst wenn es ihnen schlecht geht. Geht es den Menschen gut, fragt niemand nach dem Sinn.
Das stimmt so nicht- allerdings werden diese Menschen in der Minderzahl sein.
Zitat von Fritz im Beitrag #214Wer Geld gewonnen hat, fragt sich nicht was der Sinn des Gewinn ist.
Oha- aber genau sowas habe ich schon erlebt!
Zitat von Fritz im Beitrag #214Ein im Überfluss lebender Mensch fragt nie nach dem Sinn seines Wohlstandes.
Und auch da- doch- durchaus kommt das vor.
Zitat von Fritz im Beitrag #214Wer nach dem Sinn fragt, hat immer ein negatives Erlebnis gemacht. Nun kommt es auf jeden Mensch selbst an, wie eine negative Erfahrung verarbeitet wird. Wer beim Friseur eine andere Haarfarbe als die gewünschte bekommen hat kann sich nun ärgern, fragen welches Zeichen das Universum gegeben hat oder die neue Haarfarbe als eine andere, neue Erfahrung sehen.
Eine Haarfarbe lässt sich auch schnell ändern- wo ist also das Problem?
Und also- nein- nicht IMMER muss ein negatives Erlebnis vorliegen, um sich über den Sinn Gedanken zu machen. Und natürlich lädt es ein, denn letztlich geht es doch darum, dass wir etwas durchleben MÜSSEN, was wir nicht wollen. Und wir wollen eine Erklärung dafür haben- um es einordnen zu können. Ich glaube, hier spielt auch die ur-biologische Angst eine Rolle, denn der Mensch an sich ist schwach und sucht immer nach Halt und Sicherheit.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #216 Oder Standard Bla: Schrecklich, tut mir so leid für dich.
Das finde ich aber besser als die andere Variante. Das klingt nämlich sonst ein bisschen nach „Du hast dir das auch irgendwie „verdient““.
ich muss ehrlicherweise sagen, dass für mich! alle diese (und die anderen, nicht erwähnten) Varianten nix als leeres Bla bla sind. Ginge mir da rein und dort raus.
War doch so gedacht in dem Strang, dass hier alle mitschreiben können und ihre Gedanken reingeben.
Ja freilich.
Ich hatte den Eindruck dass es bei @Fritz so klingt, als ob es unlauter wäre aus der Not Sinn zu suchen, dass er auf Opportunismus anspielt. Aber das kann @Fritz vielleicht noch genauer erklären?
Ich finde es egal. Entweder man sucht/sieht Sinn. oder nicht. Warum auch immer.