Zitat von Avada im Beitrag #175Eine interessante Frage ist ja auch, was es mit einem macht, wenn man sich versucht auf den Gedanken einzulassen, dass nichts einem höheren Sinn folgt (dass man einen persönlichen Sinn darin findet schließt das ja nicht aus). Also schätzt man dann das Leben weniger oder wertet schlimme Ereignisse als schwerwiegender? ?
oder umgekehrt. Wenn man bis dato nicht an Sinn glaubte.... Was macht das denn dann mit einem? Sind dann Umstände weniger schlimm?
Finde ich einen total interessanten Gedanken @Avada....
Zitat von Morcheeba im Beitrag #167Ewige Glückseligkeit. Die Vorstellung bereitet mir regelrechte Panik. Ebenso das Licht, in das wir gehen. Ist es dann immerzu hell?
Es ist dann dort so, wie du dir eben _persönlich_ Glückseligkeit vorstellst - Panik würd's nicht geben, sonst wär's keine Glückseligkeit mehr, und Ewigkeit wär auch keine angstmachende Komponente, sondern halt einfach eine zusätzliche Eigenschaft.
Das ist ein interessanter Einwand, Kitty. Doch meine persönliche Glückseligkeit stelle ich mir mit Licht und Schatten vor, was den Glücksbegriff ad absurdum führt. Sinn würde mich die Ewigkeit nur machen, wenn es beide Aspekte gibt. Ebenso wie mein Leben für mich im dauerhaften Glückszustand keinen Sinn machen würde.
Zitat von Morcheeba im Beitrag #167Ewige Glückseligkeit. Die Vorstellung bereitet mir regelrechte Panik. Ebenso das Licht, in das wir gehen. Ist es dann immerzu hell?
Es ist dann dort so, wie du dir eben _persönlich_ Glückseligkeit vorstellst - Panik würd's nicht geben, sonst wär's keine Glückseligkeit mehr, und Ewigkeit wär auch keine angstmachende Komponente, sondern halt einfach eine zusätzliche Eigenschaft.
Ich fand ja den Film " Hinter dem Horizont" irgendwie tröstlich - nicht sehr logisch, aber irgendwie schön.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #171Der Begriff "Märchen" passt nun halt nicht so zur Bibel. Ersetz den Begriff mit "Mythos" und schon kommt man wieder zam. Oder?
Nein, für mich persönlich stimmt schon der Begriff Märchen. Mythos ist was anderes in meinen Augen. Nu laß mir halt meine Einstellung , ich laß dir deine doch auch.
Zitat von Sariana im Beitrag #102Für mich hat "sinnlos" etwas mit lösen zu tun. Sich davon lösen eine Erklärung finden zu wollen, loslassen wenn es für mich keine Erklärung gibt.
Kennst du den Zenspruch "Gewinn ist Illusion, Verlust ist Erwachen"? :-)
Den Zenspruch kannte ich nicht, doch kann ich damit etwas anfangen. Danke.
Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben. (Jeremias Gotthelf)
Zitat von Morcheeba im Beitrag #167Ewige Glückseligkeit. Die Vorstellung bereitet mir regelrechte Panik. Ebenso das Licht, in das wir gehen. Ist es dann immerzu hell?
Ja, mir auch irgendwie.
Wobei ich mir unter dem Begriff *Ewigkeit* ebenso wenig vorstellen kann wie unter den Weiten des Weltalls.
Zitat von Morcheeba im Beitrag #167Ewige Glückseligkeit. Die Vorstellung bereitet mir regelrechte Panik. Ebenso das Licht, in das wir gehen. Ist es dann immerzu hell?
Das nun nicht - logischerweise wäre diese Glückseligkeit etwas, was individuell positiv besetzt wäre. Also schon was schönes, aber in Verbindung mit Ewigkeit - schwierig. Eben weil ich es mir nicht vorstellen kann/könnte, da schließt sich für mich der kreis schon wieder.
Darum leider für mich als sinnstiftendes Element untauglich.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #171Der Begriff "Märchen" passt nun halt nicht so zur Bibel. Ersetz den Begriff mit "Mythos" und schon kommt man wieder zam. Oder?
Nein, für mich persönlich stimmt schon der Begriff Märchen. Mythos ist was anderes in meinen Augen. Nu laß mir halt meine Einstellung , ich laß dir deine doch auch.
Ich hab mich an dieser Bibeldiskussion doch gar nicht beteiligt. Das war nur ein Vorschlag, worauf sich 2 Seiten einigen könnten.
- Sobriety is not a sad consequence. It's a proud choice. -
Zitat von print im Beitrag #183 Das nun nicht - logischerweise wäre diese Glückseligkeit etwas, was individuell positiv besetzt wäre. Also schon was schönes, aber in Verbindung mit Ewigkeit - schwierig. Eben weil ich es mir nicht vorstellen kann/könnte, da schließt sich für mich der kreis schon wieder.
Darum leider für mich als sinnstiftendes Element untauglich.
Das hat Kitty auch zu bedenken gegeben und ihr habt recht - Glückseligkeit ist natürlich per se etwas Positives. Doch ich stelle mir eine "ewige Glückseligkeit" vor, wie etwas, in dem ich gefangen wäre, wozu gezwungen würde - das ist schräg, ich weiß.
Ich halte den Begriff "Ewigkeit" (ähnlich wie "Glückseligkeit", was ja anders ist als "Glück", ersteres überschreitet zweiteres ja ziemlich ...) für einen Platzhalter, eine Chiffre.
Denn was ist "ewig"/"Ewigkeit"? Ganz viel _Zeit_ hintereinander?
Klar können wir uns als grundsätzlich Zeitgebundene das nur so vorstellen - und verfehlen es damit imo. Deshalb "Chiffre" für etwas, das wir uns als Menschen nicht vorstellen können, aber "gut" ist ... "Glück-Seligkeit"/"Ewigkeit".
Kann sich eine Ameise das Weltall vorstellen? Könnte ein Kreis wissen, was eine Kugel ist?
Was ist klein, grün und dreieckig? - Ein kleines grünes Dreieck! (copyright: mein Neffe als Kleines)
Zitat von Morcheeba im Beitrag #177Das ist ein interessanter Einwand, Kitty. Doch meine persönliche Glückseligkeit stelle ich mir mit Licht und Schatten vor, was den Glücksbegriff ad absurdum führt. Sinn würde mich die Ewigkeit nur machen, wenn es beide Aspekte gibt. Ebenso wie mein Leben für mich im dauerhaften Glückszustand keinen Sinn machen würde.
Ich glaub, wir reden aneinander vorbei :-)
Unter Glück(seligkeit) versteh ich das, was landläufig so bezeichnet wird (also ein Zustand der Freude, Schmerz- und Angstfreiheit und des Friedens im Sinne von 'mir kann grad nix'). In dem Zustand gibt's also keine Panik.
Dass sich dieser Zustand nur aus einem Kontrast ergibt, wissen wir eh - wir könnten schwarz nicht ohne weiß definieren und die wiederum definieren grau und so weiter.
Dass dieser Zustand ewig anhält, verursacht uns vielleicht _jetzt_ gerade in der Vorstellung Unbehagen, aber im Zustand selber könnte das ja nicht eintreten. Da spürst du - sozusagen - bewusst nur das Licht, nicht den Schatten (auch wenn du vielleicht unbewusst noch weißt oder spürst, dass es ihn gibt, aber das ist schon eher abstraktes Wissen und nicht Erleben am eigenen Körper/Geist/Seele)
Wenn du Glück(seligkeit) für dich so definierst, dass du beides hast - Licht und Schatten - dann ist eben genau das dein 'Paradies' und genauso würdest du es dann wohl erleben. Wenn für dich dazugehört, dass es nicht ewig ist - dann ist es das wohl auch nicht.
Ist eh alles Gedankenexperiment ...
(Mir fällt da grad der Witz ein, den ich vor kurzem gelesen habe:
Ein Mann kommt in die Hölle und wird vom Teufel herzlich willkommen geheißen und herumgeführt. Der Mann ist zutiefst verwundert: Die Sonne scheint, blauer Himmel, überall tolle Sandstrände, glitzerndes Meer, lauter fesche Frauen, die ihm Cocktails anbieten und ihn anflirten ... Aber er freut sich und lässt es sich halt gutgehen. Eines Tages kommt er zufällig in eine Ecke, wo Menschen in Kesseln gekocht und von Teufeln mit glühenden Gabeln gequält werden und vor Qualen schreien - das ganze Programm. Ganz schockiert fragt er den Teufel, was denn da los sei und was diese Leute angestellt hätten. Der Teufel: "Ach, das sind die Katholiken, die wollen das so ...")
Zitat von Kambara im Beitrag #129 Von mir weiß ich, dass mein Leben nicht linear verläuft sondern spiralförmig. Immer wieder in Phasen, in denen Themen, Ereignisse, Erkenntnisse und auch Personen aus früheren Phasen wieder "auftauchen" und neu betrachtet oder behandelt werden. Manchmal nur gedanklich oder emotional, manchmal aber auch physisch.
Darin ergibt sich auch so mancher Sinn, entweder als Erklärung für früheres oder als Vertiefung.
Das kenne ich auch, wobei manche Stelle sich am Anfang gerne wie "ich trete auf der Stelle" anfühlt und ich da wirklich erst im Nachhinein, die Weiterentwicklung erkennen konnte.
Übrigens bezog sich mein linear nur darauf, dass nicht automatisch B geschieht, wenn ich A erlebt habe. So kommen dann Gedanken an "Wege, die ich umsonst gegangen bin", obwohl durchaus ein Sinn erkennbar wäre- nur eben woanders.
Zitat von print im Beitrag #130Danke Kenia für deine Antwort, mein Punkt war doch etwas anders: welchen Sinn würde unser "irdisches" Leben haben oder dadurch bekommen, wenn es ewig wäre?
Ich seh da tatsächlich keinen Unterschied, bzw. der Tod macht zwar einen, aber was die reine Existenz ausmacht - was übersehe ich, vielleicht?.
Es kommt ja drauf an, welchen Sinn man haben möchte. Wenn ich hergehe und sehe den Sinn meines Lebens darin- in DIESEM Leben viel Gutes zu tun damit ich nach dem Tod dann auf rosa Wölkchen schwebe......DANN hat mein Leben schon einen Sinn und damit eine Aufgabe.
Was die reine Existenz ausmacht- ist es egal ob es einen Tod gibt oder nicht, da stimme ich dir zu. Was aber das Leben ausmacht, ist die Vorstellung von "ewig leben" in diesem Leben nichts, was man haben wollte.......oder?
Mir gehen heute schon- mit Mitte 50- soviele Sachen auf den Keks, weil schon erlebt, schon durchgemacht, schon gesehen, schon gehört, schon geschmeckt.........und und und.....ich brauche jetzt schon sehr viel nicht mehr. Es wäre dagegen sicher das größte Drama, wenn man ewig leben müsste....OMG.......bloß nicht!
Was soll denn "ewige Glückseligkeit" sein?? Riesige Couch mit TV, Schüsseln von Eis, Chips, Schokolade, Gummibärchen.....endlose Folgen aller Serien und man nimmt niemals zu??
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #135 Was ich eigentlich meinte ist: wenn man was aus Situation A gelernt hat (was der „Sinn“ von Situation A dann wäre, nämlich das Lernen befördert zu haben), wird dann jemals eine Situation B eintreten, wo man das sinnvoll einsetzen kann.
Die Frage kannst nur du in guter Reflektion beantworten.
Du kannst dich ja nicht mit deinen ganzen Informationen isolieren- heißt, was du in der Arbeit an Gedanken, ERfahrungen und Emotionen machst, nimmst du ja in dir auf und trägst es überall hin, wo du bist. Insofern gibt es kein isoliertes Dasein und der Ärger am Morgen kann problemlos die Entscheidung für das Abendessen beeinflussen.
Zitat von Blue2022 im Beitrag #138 Komisch. Jetzt schreiben genau dieselben User, die nebenan im Glücks-Thread geschrieben haben im Sinn-Thread mit. Und schreiben eigentlich auch wieder dasselbe und immer um eine Userin herum.
Wann hab ich im Glücks-Thread mitgeschrieben? muss ich jetzt mal fragen....
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #139 Wenn ich jetzt an diese Zeit zurück denke - hätte ich gewusst, dass da so gar nichts rauskommt, hätte ich mich einfach nur auf die Couch gelegt und „nichts“ gemacht. So gut war die Zeit eigentlich nicht.
Aha- eigentlich- aber soo mies dann wohl auch nicht.
Wir sind hinterher immer schlauer- das als Fakt anzunehmen ist sicher gesünder als sich hinterher den Kopp zu machen- wie sinnfrei das doch alles war.
Zitat von vultura im Beitrag #157[ Auch darin sehe ich nicht zwingend einen Bezug zum Lernen. Es bedeutet doch, dass Menschen und Umstände sich ändern, auch wenn sie oberflächlich gleich aussehen
jepp- stimmt, wobei Änderung auch bedeutet, das mehr Informationen dazu gekommen sind- beim Menschen.
Kitty, nein, wir reden nicht aneinander vorbei, ich verstehe (auch wenn ich vielleicht nicht den Eindruck mache), was du sagen willst.
Der Zustand oder die Verfassung der ewigen Glückseligkeit impliziert, dass ich das Unbehagen, das ich jetzt bei dem Gedanken daran empfinde, nicht mehr hätte.
Doch mich beschleicht noch ein ganz anderer Gedanke - würde ich sicher wissen oder auch nur fest damit rechnen, dass mich dieser Zustand am Ende meines Lebens erwartet, wäre es dann nicht tatsächlich sinnlos?
Glücksseligkeit- ich schätze, wir gehen hierbei von den Gefühlen aus, zu denen wir als Lebewesen durch unsere Hirnbiochemie möglich sind.
Lösen wir uns vom irdischen Dasein- von dem Körper- ist.......huch.....gar kein Gehirn mehr da, keine Biochemie, keine Hormone, keine Gefühle......örgs- und nu??? Wo oder was isn nu diese Glücksseligkeit.......??
Zitat von kenzia im Beitrag #188 Was die reine Existenz ausmacht- ist es egal ob es einen Tod gibt oder nicht, da stimme ich dir zu. Was aber das Leben ausmacht, ist die Vorstellung von "ewig leben" in diesem Leben nichts, was man haben wollte.......oder?
Mir gehen heute schon- mit Mitte 50- soviele Sachen auf den Keks, weil schon erlebt, schon durchgemacht, schon gesehen, schon gehört, schon geschmeckt.........und und und.....ich brauche jetzt schon sehr viel nicht mehr. Es wäre dagegen sicher das größte Drama, wenn man ewig leben müsste....OMG.......bloß nicht!
Sehe ich auch so. Wobei es Menschen gibt, die irgendwie ein Aufgabe/Mission/ wie auch immer man das nennen will, haben ("purpose", Lebenswerk,...), und für die ist dann häufig nicht genug Zeit in der Lebensspanne, die ihnen zur Verfügung steht. Andere haben das eben nicht. Wie war das noch in "Das Café am Ende der Welt" von Strelecky...
Doch mich beschleicht noch ein ganz anderer Gedanke - würde ich sicher wissen oder auch nur fest damit rechnen, dass mich dieser Zustand am Ende meines Lebens erwartet, wäre es dann nicht tatsächlich sinnlos?
Guter Punkt. Machte für mich nur Sinn (!) wenn das Leben eine Generalprobe oder Bewährungsstufe wäre oder so.
Was die reine Existenz ausmacht- ist es egal ob es einen Tod gibt oder nicht, da stimme ich dir zu. Was aber das Leben ausmacht, ist die Vorstellung von "ewig leben" in diesem Leben nichts, was man haben wollte.......oder?.....
Gute Frage. Eher eine Art Zustand des Bewusstseins, wo all das keine Rolle mehr spielt? Ohne Bewusstsein wäre es ja keine Existenz mehr.
Es gibt so viele Jenseitsvorstellungen, es hat die Menschen schon lange beschäftigt.
Mir graut es eher vor einer Ewigkeit, egal wie die aussehen würde.
Ich mag den Gedanken dass mein Körper zerfallen wird und wieder Grundlage für anderes Leben, oder von mir aus auch nur Erde auf der dann mal Blümchen wachsen.
(Mir fällt da grad der Witz ein, den ich vor kurzem gelesen habe:
Ein Mann kommt in die Hölle und wird vom Teufel herzlich willkommen geheißen und herumgeführt. Der Mann ist zutiefst verwundert: Die Sonne scheint, blauer Himmel, überall tolle Sandstrände, glitzerndes Meer, lauter fesche Frauen, die ihm Cocktails anbieten und ihn anflirten ... Aber er freut sich und lässt es sich halt gutgehen. Eines Tages kommt er zufällig in eine Ecke, wo Menschen in Kesseln gekocht und von Teufeln mit glühenden Gabeln gequält werden und vor Qualen schreien - das ganze Programm. Ganz schockiert fragt er den Teufel, was denn da los sei und was diese Leute angestellt hätten. Der Teufel: "Ach, das sind die Katholiken, die wollen das so ...")
Zitat von Naomi_Nagata im Beitrag #196 Sehe ich auch so. Wobei es Menschen gibt, die irgendwie ein Aufgabe/Mission/ wie auch immer man das nennen will, haben ("purpose", Lebenswerk,...), und für die ist dann häufig nicht genug Zeit in der Lebensspanne, die ihnen zur Verfügung steht. Andere haben das eben nicht. Wie war das noch in "Das Café am Ende der Welt" von Strelecky...
Ohne das werten zu wollen, kann ich mich wunderbar ein Leben lang mit etwas beschäftigen und so von mir selbst -weitmöglichst entfernt sein. Was man im Außen sieht, muss absolut nichts mit dem zu tun haben, was der Mensch in sich fühlt oder denkt.