Zitat von rahsil im Beitrag #100....ich kann mich darauf verlassen, dass es okay so ist. Wie ich mich auf einen Architekten oder einen Arzt verlasse, weil ich keine Ahnung von der Materie habe.
ich beschäftige mich dann mit der Materie, wenns nicht grade ein Notfall ist. Und bisher habe ich damit noch immer wohl getan, wenn ich Vorgehensweisen genau erfragt, hinterfragt und recherchiert und wieder diskutiert habe, beim A und beim A. Bei G ist angeblich nichts unmöglich, es berichten auch immer wieder Leute, dass sie eine Antwort gekriegt haben, aber nicht im Sinne einer Erklärung oder Begründung.
Naja, ich liebe beide Märchen, verstehe sie aber als gleichnis- und beispielhafte Beschreibung einer Haltung, Einstellung. Den Transfer zur Glückseligkeit, sei sie ewig oder lebenslänglich kann ich nicht herstellen
Ich finde man kann auch mal anerkennen, dass jemand sich besser auskennt und man ggf. von ihm/ihr Lernen könnte. Wenn man will.
Manche scheinen da schon sehr "abgeschlossen" zu haben. Ist ja auch in Ordnung, es aber dann als "Märchen" zu benennen, muss in meinen Augen nicht sein.
Saily, hab ich was falsch verstanden? Das Thema hier heißt "Hat alles einen Sinn ?" Und nicht " Bibel erklärt for Dummies". Ich hab die Bibel gelesen von vorne bis hinten. Ich hab auch gelesen und auch selbst hinterfragt, wie wahrscheinlich so manches ist , was darin erzählt wird.... und meine eigenen Schlüsse daraus gezogen , auch bezüglich des Sinnes des Lebens.
Warum soll ich nun dies anders ansehen, weil sich jemand mit der Interpretation der Bibel beschäftigt hat? Eines Buches, das lange Zeit nicht von jedem gelesen werden durfte, weil es nur von Gelehrten richtig gelesen und ausgelegt werden konnte - sind wir da wieder angekommen? Ich habe dieses "Buch" geschlossen und für mich ist es ein Buch das in die Kategorie des Wortes , das nicht geäußert werden darf hier anscheinend, eingeordnet. Ich sehe weder Vorteil noch Verpflichtung, mich diesbezüglich belehren zu lassen.
Ich bezeichne mich als Agnostiker - ich lasse jedem in seinem Glauben und Überzeugung leben, die er/sie für richtig hält für sein Leben. Ich verwahre mich aber dagegen, wenn meine Äußerungen verdreht werden.
In einem Strang , in der " Die Bibel und ihre Auslegungen " zum Thema hat, werde ich aus mangel an Kenntnissen und Intresse weder mitlesen noch irgendwas schreiben.
Zitat von kenzia im Beitrag #126 Ob es Menschen gibt, die wirklich gar nicht dazulernen? Schwer zu sagen......denn ich glaube an den Spruch "wir steigen niemals zweimal in denselben Fluss".
Auch darin sehe ich nicht zwingend einen Bezug zum Lernen. Es bedeutet doch, dass Menschen und Umstände sich ändern, auch wenn sie oberflächlich gleich aussehen
Gerade Märchen haben einen sehr wahren Kern und sind auch wichtig - nicht nur für Kinder. Wenn eine Geschichte immer wieder und weiter erzählt wird, dann weil sie "wahr" in dem Sinn ist, das sie etwas Wesentliches im Menschen berührt und verständlich macht. Dabei geht es nicht darum, ob das exakt so im Jahr xy passiert ist.
Die Bibel ist allerdings nochmal ein anderer Fall.
Mono, wie ich vermute, bist du katholisch? Und diese Lehre beinhaltet doch, dass die Bibel wörtlich wahrhaft ist , auch und gerade in geschilderten Wundern, und dass das Abendmahl nicht symbolisch ist sondern dass im Abendmahl wahrhaftig die Hostie der Leib Jesu und der Wein wahrhaftig das Blut Jesu ist - nein, ich schreibe nicht, was mir jetzt dabei durch den Kopf geht....... und dass ein Priester in der Lage ist, Sünden einfach mal so zu vergeben und man ist reingewaschen.....
Mono, du siehst mein angesprochenes Dilemma? Ich kann nicht einerseits darauf beharren, dass die Bibel wörtlich zu nehmen ist und dass der Papst das unfehlbare Sprachrohr Gottes ist und andererseits aber dann die Bibel zu interpretieren, so wie es in die heutige Zeit paßt. Ja, Märchen haben einen wahren Kern manchmal - mancher Märchenkern ist aber auch inzwischen von Zeit und Raum überholt worden und inzwischen obsolet.
Aber ich möchte hier ganz bestimmt nicht über Religion und Glaube anderen diskutieren geschweige denn diesen kritisieren. Im Gegenteil, ich beneide jeden Menschen, der sich in diese Bubble zurückziehen kann und fest daran glaubt, dass es eine höhere Macht gibt, die schon alles richten wird. Beneidenswert.
Ich bin eher ein Anhänger der Kaostheorie - unser Selbstzweck als Lebewesen ist die Erhaltung unserer Art. Ohne Zusatz, dass wir dazu bestimmt sind, über alle anderen zu wachen, herrschen oder wie auch immer dies ausgedrückt wird. Wie wir diese Zeit ausfüllen, das liegt bei uns. Gerne auch mit dem glauben an eine höhere Bestimmung.
Zitat von Rosalie im Beitrag #158 Ich bin eher ein Anhänger der Kaostheorie - unser Selbstzweck als Lebewesen ist die Erhaltung unserer Art.
So die Theorie . Da ist die Menschheit ja ganz gut dabei, das zu unterlaufen. Fängt bei der bewussten Nicht-Fortpflanzung an und geht über Umweltzerstörung und Kriege bis zum Kollaps .
Ich finde die Vorstellung von ewiger Glückseligkeit schlicht anstrengend. Möchte ich nicht haben.
Mir auch. Und wenn ich mir vorstelle , wie die Glückseligkeit im Afterlife aussehen würde, dass man seine Lieben da wiederfindet und sie lebten glücklich für immerdar ...... wer mit wem? Polyamorph? Wer zuerst kommt? ...... Ahhhh - Kopfschmerzen !
Zitat von Morcheeba im Beitrag #167Ewige Glückseligkeit. Die Vorstellung bereitet mir regelrechte Panik. Ebenso das Licht, in das wir gehen. Ist es dann immerzu hell?
Ich hatte als Kind lange Angst, dass es im Himmel nur Weißwürst zum Essen gibt.
Wenn nicht "ewige Glückseligkeit" was wäre dir lieber @Morcheeba?
Nichts? Gibt es ja auch als Vorstellung, dass man Teil des Nichts wird. Und Karma solange abzutragen wäre, auch positives Karma, bis man eben alles weg hat. Was - ? - @Sarianas Post zu "sinn-los", dem Loswerden von Sinn näher kommt (?)
Zitat von Morcheeba im Beitrag #167Ewige Glückseligkeit. Die Vorstellung bereitet mir regelrechte Panik. Ebenso das Licht, in das wir gehen. Ist es dann immerzu hell?
Es ist dann dort so, wie du dir eben _persönlich_ Glückseligkeit vorstellst - Panik würd's nicht geben, sonst wär's keine Glückseligkeit mehr, und Ewigkeit wär auch keine angstmachende Komponente, sondern halt einfach eine zusätzliche Eigenschaft.
Zitat von vultura im Beitrag #147??? Die Eltern sagen: "Das verstehst du später", darauf kann ich mich beim Himmelpapi aber nicht verlassen. Auch wenn die vielleicht schwierigste Zeit in meinem Leben sich als Keimzelle der bestmöglichen weiteren Entwicklung gezeigt hat.
Du kannst dich worauf nicht verlassen - dass er dir das wahrheitsgemäß sagt (es also so passiert)? Das kann ein Kind im Grunde auch nicht - das muss erstmal _glauben_, was die Eltern sagen. Ob du es 'nur' glauben willst oder dich drauf _verlässt_, ist auch wieder deine Entscheidung.
Zitat von Spatz33 im Beitrag #171Der Begriff "Märchen" passt nun halt nicht so zur Bibel. Ersetz den Begriff mit "Mythos" und schon kommt man wieder zam. Oder?
kommt auf die Haltung zu Bibel und/oder Märchen an, schätze ich.
Eine interessante Frage ist ja auch, was es mit einem macht, wenn man sich versucht auf den Gedanken einzulassen, dass nichts einem höheren Sinn folgt (dass man einen persönlichen Sinn darin findet schließt das ja nicht aus). Also schätzt man dann das Leben weniger oder wertet schlimme Ereignisse als schwerwiegender? Kommt einem das Leben dann sinnlos (haha) vor?