In einem anderen Strang kam unlängst das Thema auf, ob alles einen Sinn hat und wenn ja, welchen.
Ich sage 'alles', aber tatsächlich stößt man wohl mit der Nase drauf, wenn es um Leid (Schmerz, Negatives, Rück- oder Schicksalsschläge, wie auch immer man es nennen will) geht - beim Positiven, dem, was uns glücklich macht, fragt man ja selten danach, sondern nimmt's halt an (eventuell mit einer gewissen Dankbarkeit).
Was mich zur ersten Überlegung bringt: Nachdem Rosinenpicken ja nicht zulässig ist oder genauer gesagt, praktisch kaum möglich: Lässt sich Schmerz/Leid/Negatives als 'Steuer' betrachten, die man letztendlich im Leben zahlen muss, und dafür aber auch wieder Gutes zurückbekommt (das man ohne diesen Kontrast vielleicht gar nicht schätzen könnte?)
(Selbst wenn man keinen so buchhalterischen Zugang dazu hat - dass in der Praxis dennoch, ob Sinn oder nicht Sinn, beides dazugehört zum Leben - also das Gute wie das Schlechte, darüber können wir uns hoffentlich einig sein. Man muss das nicht mögen, aber ich halt's wie gesagt für unrealistisch, was anderes zu erwarten. Und Realitätsbezug/Erwartungsmanagement spielen eventuell beim Glücklichsein eine größere Rolle).
Zweite Überlegung: Klarerweise wird wie auch bei der Glücksdebatte nur jeder zu seinen eigenen Schlüssen kommen können. Richtig oder falsch gibt's in dem Sinne nicht - womöglich kann's aber ganz spannend sein, andere bis komplett konträre Betrachtungsweisen auf sich wirken zu lassen.
Im Thread, der mich quasi zu diesem inspiriert hat, gab es auch tatsächlich genau das: unterschiedliche 'Fraktionen', wobei mir jeweils stellvertretend ein, zwei Userinnen ins Auge gestochen sind, die entweder glauben:
-Alles hat irgendeinen Sinn (auch wenn ich ihn nicht sofort/noch nicht erkennen kann), es wird sich alles in Wohlgefallen und Frieden auflösen (und dieses Wissen verleiht Zuversicht und Stärke auch in schlimmsten Zeiten)
-Ich kann in so manchem (oder jeglichem) Schlimmen überhaupt keinen Sinn erkennen - welchen soll es auch haben?
Selbstanzeige bzw. um auch meine eigene Position darzulegen - ich kann dem ersten Standpunkt mehr abgewinnen, weil ich den Gedanken, dass Schlimmes völlig sinnlos passieren könnte, als ziemlich trostlos empfinde - recht nackt und kalt und zufällig - es würde mir vermutlich schwerer fallen, dann mit schlimmen Dingen umzugehen, wenn ich aus meiner Verbitterung ("warum grad ich") nicht sonstwie rauskommen würde. (Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es Gedankenschulen bzw. spirituelle Richtungen gibt, wo zwar kein Sinn als solches propagiert wird, aber gleichzeitig eine Einstellung 'gelehrt' wird, die mit größtmöglicher Gleichmut reagieren kann.)
Nun kann's sein, dass es eh genauso ist und der Sinn eine Illusion (die Frage 'was ist Realität' wär dann aber schon Meisterklasse und eher nix für Hitzewelle).
Ich wiederhole mich und sage: Sinn entsteht von Menschenhand - dann kann ich also genausogut selbst entscheiden, wofür XYZ gut (gewesen) sein soll.
Das sollte eigentlich fürs Erste als Einstieg reichen :-)) (Ich hätt auch noch ein paar wirklich spannende Links - obligatorische Barbara Pachl-Eberhart, und so - falls es interessiert)
Eine Bitte. Mir ist das Thema zu wichtig, um es zu zerblödeln und zertratschen. Und: es liegt in der Natur der Sache, dass hier sehr unterschiedliche Meinungen vorherrschen - teils auch aus persönlicher (und vielleicht sehr drastischer) Biographie heraus - bitte bedenkt das, bevor ihr schreibt. Ich wollte und will keine konkreten Beispiele zur Diskussion stellen, aber die, die mich angespornt haben, fallen durchaus in diese Kategorie.
Ich glaube, das alles einen Sinn hat, was aber nicht heißt, dass ich den Sinn jemals kennen oder gar verstehen werde. Ich bin da sozusagen bei Jesaja 55: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR." Ich glaube aber nicht, dass sich alles in Wohlgefallen und Frieden "auflösen" wird. Ich glaube, dass am Ende alles gut wird und dass Gottes Herrlichkeit am Ende alles überstrahlt. Aber nicht "auflösen".
Ja - man entscheidet das selbst. Wobei ich nicht so viel damit anfangen kann. Auch wenn ich nachträglich oft finde, dass etwas (eine Abzweigung, ein Ereignis, häufig negativ Erlebtes...) sich als stimmig erweist. Ich könnte dem nachträglich Sinn verleihen. Liegt mir aber nicht, der Sinn des Lebens besteht für mich im Leben selbst. Manches ist gut, manches nicht. Ein Schicksalsschlag kann! positive Folgen haben, zwingend ist das keineswegs. Man weiß ja nie, wie eine Sache, wie das Leben sich entwickelt hätte. Konstruiertes Beispiel: die große Liebe stirbt kurz nach der Hochzeit. Vielleicht wäre aber die Liebe gestorben, auch viele Rosenkrieger haben sich einmal geliebt. Es ist wie es ist. "Wer weiß, wofür das noch gut ist", erweist sich öfter mal als zutreffend, aber Sinn kann ich dem Geschehen trotzdem nicht unterlegen. Plan A hätte ja auch gut werden können Für manche mag das Sinn-Konstrukt durchaus hilfreich sein
Das Leben an sich ist sinnlos. (Hach, bin ich heute wieder positiv drauf.)
In Krisen und Schicksalsschlägen sehe ich keinerlei Sinnhaftigkeit. Ich sehe nur Menschen, die TROTZ Schicksalsschlägen sich tapfer durchgekämpft und gut aufgestellt haben. Man muss das Beste draus machen.
Zitat von Blue2022 im Beitrag #5In Krisen und Schicksalsschlägen sehe ich keinerlei Sinnhaftigkeit. Ich sehe nur Menschen, die TROTZ Schicksalsschlägen sich tapfer durchgekämpft und gut aufgestellt haben. Man muss das Beste draus machen.
Seh ich auch so. Der „Sinn“ entsteht, wenn überhaupt durch den Umgang der/des jeweils Betroffenen mit der Situation.
I imagine one of the reasons people cling to their hates so stubbornly is because they sense, once hate is gone, they will be forced to deal with pain.
Das fasst es im Prinzip für mich zusammen. Ich glaube nicht daran, dass es ein "höheres Wesen" oder einen Gott gibt, der einen - undurchschaubaren und hintergründigen - Plan hat und unserem Leben damit einen Sinn verleiht.
Wir sind für uns selbst verantwortlich, das heißt auch für einander. Im erweiterten Sinne auch für den Planeten, der unsere Lebengrundlage bietet. Ob auf der rein persönlichen Ebene irgendetwas einen Sinn ergibt, entscheidet jeder einzelne selbst
Zitat von Blue2022 im Beitrag #5In Krisen und Schicksalsschlägen sehe ich keinerlei Sinnhaftigkeit. Ich sehe nur Menschen, die TROTZ Schicksalsschlägen sich tapfer durchgekämpft und gut aufgestellt haben.
Du siehst _für dich_ keinen Sinn in Schicksalsschlägen oder du glaubst, dass auch die Schicksalsschläge anderer für sie keinen Sinn haben können/sollen?
ZitatMan muss das Beste draus machen.
Ob man muss, sei dahingestellt - ich kenn viele, die es getan haben und denen es besser geht, und für mich halt ich's auch so. Elend zu erfahren und nix draus machen zu können stell ich mir doppelt ungünstig vor.
Wollte gerade was schreiben und sehe, dass Kambara (und auch andere) meine Gedanken schon niedergeschrieben hat.
Ich denke auch, dass es in jedem selbst liegt, bestimmten Dingen einen Sinn zu geben. Aber ich finde es auch entlastend, manche Dinge einfach als Tatsache annehmen zu können, ohne einen Sinn suchen zu müssen.
Zitat von Avada im Beitrag #10... Ich denke auch, dass es in jedem selbst liegt, bestimmten Dingen einen Sinn zu geben. Aber ich finde es auch entlastend, manche Dinge einfach als Tatsache annehmen zu können, ohne einen Sinn suchen zu müssen.
Zitat von rahsil im Beitrag #2Ich glaube, das alles einen Sinn hat, was aber nicht heißt, dass ich den Sinn jemals kennen oder gar verstehen werde. Ich bin da sozusagen bei Jesaja 55: "Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR." Ich glaube aber nicht, dass sich alles in Wohlgefallen und Frieden "auflösen" wird. Ich glaube, dass am Ende alles gut wird und dass Gottes Herrlichkeit am Ende alles überstrahlt. Aber nicht "auflösen".
Ich hatte das ursprünglich (in deinem Posting) verstanden im Sinne einer Verschmelzung*, wenn das ein besserer Ausdruck ist. Tatsächlich weiß ich grad nicht, wie ich es mir genau vorstellen soll (aber vielleicht ist das ja ein Ding der Unmöglichkeit, eben weil es die menschliche Vorstellungskraft übersteigt).
Es ist noch alles da, aber es tut nicht mehr weh/die Freude/Agape/... überwiegt?
*Auflösung ist für mich auch einigermaßen buddhistisch konnontiert, ums jetzt nochmal bissl zu verkürzen - das Eingehen ins "große Ganze"
Zitat von Avada im Beitrag #10Ich denke auch, dass es in jedem selbst liegt, bestimmten Dingen einen Sinn zu geben. Aber ich finde es auch entlastend, manche Dinge einfach als Tatsache annehmen zu können, ohne einen Sinn suchen zu müssen.
Ich denk, das ist eh eine ganz gute Position: wenn man's hinnehmen kann, ohne das noch weiter 'bearbeiten' zu müssen. Never change a running system und so.
Da hatte ich ja eher auf dem Schirm 'das ist jetzt so groß und drastisch, damit kann ich anders nicht umgehen' (ohne das für den einzig möglichen Beweggrund zu halten).
Zum Stichwort drastisch - die Artikel gefallen mir so gut, dass ich sie euch nicht vorenthalten will
Kurzer Hintergrund: Barbara hat 2008 ihre gesamte Familie bei einem Autounfall verloren: Mann, Sohn, Tochter. Ich bin damals nur beim Lesen der harten Fakten halb wahnsinnig geworden, das Thema wurde auch in Elternforen diskutiert (mit interessanten Reaktionen) - damals dachte ich, würde mir das passieren, würd ich mich ganz sicher binnen kurzem aufhängen. Aber bei jedem bisschen mehr dazu lesen sind mir immer mehr die Augen aufgegangen, ich war fasziniert - für mich ist sie eine echte Lichtgestalt - und bin es bis heute. Sie hat sehr vielen Menschen sehr viel gegeben - ihnen geholfen, sie beschenkt ... Und das hätt's ohne den Unfall nicht gegeben. Und das finde ich sehr tröstlich und wunderschön.
(Bemerkenswertes Zitat aus einem der Interviews: "Dass das, was geschehen ist, irgendeinen Sinn hat, habe ich von Anfang an gespürt, auch als Aufruf an mich. Ich war die von uns vieren, die auf der Erde geblieben ist. Ich wollte meine Familie hier gut vertreten und unser Lebenswerk weiterführen.")
Wenn ALLES einen Sinn hat- dann muss das logischerweise auch auf ALLES zutreffen, was geschieht. Wenn ich das "Rosinen rauspicken" anfange, wie du schon meintest.....mag es zwar dem Lebensgefühl gefälliger sein, aber eine wirkliche Meinung ist das in meinen Augen nicht.
Wir reden also davon, dass es zuerst einmal eine Situation gibt- und die hat einen Sinn (oder eben nicht). Die Situation wiederum unterliegt doch der eigenen Interpretation. Was du als schlimm empfindest, ist für einen anderen vielleicht die Erlösung. Es wäre also vielleicht hilfreich, sich zuerst einmal von dem Konstrukt "Schicksalsschlag" zu trennen- denn siehe oben- WENN alles einen Sinn hat, dann so oder so.
Meine Meinung: Primär sehe ich uns als biologische Wesen und wir versuchen alle zu überleben und mit den Herausforderungen des Lebens gut klarzukommen. "Gutes" wie "Schlechtes" gehört in einer Lebensspanne dazu und unterliegt bei Menschen- die denken- der Interpretation.
Wenn ich davon abgesehen, auf mein Leben blicke, dann kann ich schon einen roten Faden erkennen und wie gut das Leben mit seinen Situationen in "mein Leben" passt. Wie es also schon oft Sinn gemacht- was geschehen ist. Ob ich es gedanklich nur anpasse, weil es sich gut anfühlt- wer weiß das schon.
Wenn ich also einen Sinn erkennen kann, dann bezogen auf das individuelle Selbst, welches einen einzigartigen Weg auf dieser Welt geht.
Wenn in meinem Leben gerade alles blöd und schlimm ist, geht mir der (meistens tröstlich gemeinte) Spruch: "Wer weiß, wofür es gut ist!" unglaublich auf die Nerven.
Zitat von Blue2022 im Beitrag #5Das Leben an sich ist sinnlos. (Hach, bin ich heute wieder positiv drauf.)
In Krisen und Schicksalsschlägen sehe ich keinerlei Sinnhaftigkeit. Ich sehe nur Menschen, die TROTZ Schicksalsschlägen sich tapfer durchgekämpft und gut aufgestellt haben. Man muss das Beste draus machen.
Ja, auch meine Ansicht. Voll.
Ich denke, dass oft Schicksalsschlägen irgendein Sinn - im Rahmen eines höheren Plans zum Bedispiel - zugeschrieben wird, damit nicht das gesamte Lebensgebäude einstürzt.
Auch wenn´s persönlich ist: Ich habe mir nach dem GAU immer gewünscht, irgendeinen Sinn darin sehen zu können, oder wenigstens an irgendwas glauben oder beten zu können. Damit es etwas leichter wird.
-------------------------- Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit.
Wie einige hier schon geschrieben haben, sehe ich es auch so, dass der "Sinn des Lebens" im Leben selbst liegt, und was man daraus macht. Dass Geschehnisse, die auf den ersten Blick wie eine Katastrophe wirken, sich manchmal hinterher als Glücksfall erweisen können (ich mag den englischen Ausdruck "blessing in disguise" = Segen in Verkleidung) dafür möchte ich gern zwei persönliche Beispiele erwähnen: Vor drei Jahren wurde mir kurz hintereinander erst die Wohnung gekündigt (Eigenbedarf) und ich verlor meinen Job. Aber es fand sich innerhalb von wenigen Monaten genau die Wohnung, die für meine Bedürfnisse 100%ig zugeschnitten war, viel besser als die alte - und dazu auch noch bezahlbar - plus eine neue Stelle, die viel besser zu mir passte. (OK, bei der neuen Stelle hat sich nach einiger Zeit herausgestellt, dass es doch nicht für die Ewigkeit sein sollte, aber das ist ein anderes Thema - jedenfalls hat mich diese Arbeit sehr bereichert und ich habe wertvolle Kontakte geknüpft.) Dieses Erlebnis stimmt mich schon nachdenklich. Ich tendiere dazu, nicht an Zufälle zu glauben. Wovon bzw. von wem unser Leben / Schicksal gelenkt wird - ich vermute, das wird sich nie wirklich ergründen lassen... Aber interessant finde ich es auf jeden Fall, darüber nachzudenken.
Zitat von Blue2022 im Beitrag #5... Ich sehe nur Menschen, die TROTZ Schicksalsschlägen sich tapfer durchgekämpft und gut aufgestellt haben. Man muss das Beste draus machen.
... aber mit dem Motto "machs Beste draus" gebe ich auch Schicksalsschlägen einen Sinn. Einen guten, sozusagen.
Und schon ist auch ein Malheur sinn-haft, buchstäblich.
Zitat von Avada im Beitrag #10... Ich denke auch, dass es in jedem selbst liegt, bestimmten Dingen einen Sinn zu geben. Aber ich finde es auch entlastend, manche Dinge einfach als Tatsache annehmen zu können, ohne einen Sinn suchen zu müssen.
Zitat von vultura im Beitrag #3Ja - man entscheidet das selbst. Wobei ich nicht so viel damit anfangen kann. Auch wenn ich nachträglich oft finde, dass etwas (eine Abzweigung, ein Ereignis, häufig negativ Erlebtes...) sich als stimmig erweist. Ich könnte dem nachträglich Sinn verleihen. Liegt mir aber nicht, der Sinn des Lebens besteht für mich im Leben selbst. Manches ist gut, manches nicht. Ein Schicksalsschlag kann! positive Folgen haben, zwingend ist das keineswegs. Man weiß ja nie, wie eine Sache, wie das Leben sich entwickelt hätte. Konstruiertes Beispiel: die große Liebe stirbt kurz nach der Hochzeit. Vielleicht wäre aber die Liebe gestorben, auch viele Rosenkrieger haben sich einmal geliebt. Es ist wie es ist. "Wer weiß, wofür das noch gut ist", erweist sich öfter mal als zutreffend, aber Sinn kann ich dem Geschehen trotzdem nicht unterlegen. Plan A hätte ja auch gut werden können Für manche mag das Sinn-Konstrukt durchaus hilfreich sein
Vultura bringt es für mich gut auf den Punkt, wenn ich mich jedoch eher bei den Sinnsuchern zuordnen würde. Das Leben ist der Sinn. Einfach jeden Tag weitermachen, das Tun ist der Sinn. Und dann kann nur ich meinem Leben den Sinn geben, im Leben mit den Menschen um mich herum. Im Jetzt, aber vor allem im Zurückschauen erkenne ich oder gebe ich dem Leben Sinn.
Ich glaube, wir (Seele) sind "nur" hier, um Erfahrungen zu machen, uns körperlich zu erleben. Dabei spielt es, aus übergeordneter Sicht, keine Rolle welche Erfahrungen das sind. Das "Universum" das "Bewusstsein" oder wie immer man das bezeichnen möchte, wertet nicht in gut und böse. Alle Erfahrungen sind wichtig. Ich sage Ja zu dieser These. Es macht für mich Sinn. ;-) Das mindert nicht das erfahrene Leid.
Mir ist völlig klar, dass jetzt gleich wieder die Aufreger kommen bezüglich Krieg, Mißbrauch, Hunger, Folter ectr.. und die Unterstellung man mache es sich zu leicht und habe keine Mitgefühl ect. Diese Diskussionen gab es bereits häufiger in der Bri..... Eine neue Auflage dazu brauche ich nicht. Ich möchte hier nur meinen Standpunkt vertreten, welcher indiskutabel ist. Jeder darf glauben was er mag! :-)
Ich stimme dir zu, Zeitlose, in diese Richtung gehen auch meine Überlegungen zu diesem Thema... "Denke nicht wie ein Mensch" ..ein lesenswertes Buch von Kryon, auch zu diesem Thema, wenn Mensch sowieso in diese Richtung geht.
Ich hab mir noch etwas aus der Bri abgespeichert, was aber nicht von mir stammt ...ich würde es gern hier reinsetzen ...es lohnt sich, es zu lesen, finde ich. Ich weiss aber nicht, ob ich das darf? Ich würde ja fragen, aber ich finde Bratkartoffel leider nicht in der Mitgliederliste. Und nun?
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #4Mir ist das ehrlich gesagt egal.
Ob alles einen Sinn hat oder nicht.
Der Sinn des Leben ist für mich, es zu leben.
We sagen Monty Pythons You come from nothing, you go to nothing, what have you lost? Nothing!
Always look on the bright side of life.
ich vermag mir in Katastrophen nix Höheres auszudenken und im Schönen auch nicht.
Fasst meine Einstellung sehr gut zusammen.
Hab ja meinen Anteil an nicht-so-schönen Ereignissen durchgemacht - meine Erfahrung, es geht immer weiter irgendwie. Jeder Tag ist ein neuer Tag von Anfang bis Ende, ein weiterer Schritt auf dem Weg von Geburt bis zum Tod. Nicht mehr , nicht weniger. Diese Spanne füllen wir aus - irgendwie. Den großen Plan, dem wir angeblich alles folgen , den sehe ich nun wirklich nicht. Und wenn es denn doch einen gibt, bedarf er dringend der Überarbeitung.