Da ich leider nicht fragen kann, den Text aber sehr passend finde, traue ich mich und stelle ihn doch hier ein. Ich lösche ihn sofort wieder, wenn das nicht erlaubt ist oder die Moderation löscht ...mir sagt ja keiner was ...
Das Leben ist sinnlos und erfüllt nur den Zweck der Reproduktion, um das System am Leben zu halten. Für das Individuum ist das Leben komplett sinnlos, da es mit dem Tod endet und all das was passiert, ist egal. Man könnte sagen, dass der Fortschritt ein Sinn ist, um dem kommenden Leben ein einfacheres, besseres zu bescheren, aber auch das ist völlig egal, denn auch das zukünftige ist vergänglich und damit sinnlos.
Die Kunst ist nun entweder das alles einfach zu ignorieren und so lange durchzuhalten bis man vom Tod überrascht wird oder einen persönlichen Sinn in der ganzen Sinnlosigkeit zu finden. Das ist für jeden Menschen etwas anderes. Viele Menschen scheitern daran.
Ich hab so ne Bottomline für mich: "Ich kann nicht tiefer fallen als in _seine_ Hand". Die Fallhöhe kann entsetzlich sein, mir die Luft abschnüren, ich außer dem Fall nichts mehr empfinden ... aber am Grund ist "die Hand", die erreiche ich - ob lebendig, tot oder knapp noch halblebig, ist mir egal. Es wird am Ende "gut" sein im Sinne von: das WIRD sein. Ob ich es als "gut" empfinde oder bewerte - oder es meinen Denk- und Fühlapparat so gänzlich überschreitet, dass ich nicht mal mehr einordnen kann - es wird SEIN.
Sog. "Schicksalsschläge" - ich mag das Wort nicht, ich sehe kein "Schicksal", das schlägt oder streichelt - ich nenn sie eher "persönliche Katastrophen" haben imo keinen wie auch immer gearteten "Sinn". Auch sie SIND, teils mit eigenem Zutun, teils völlig ohne, entstanden und sind wie ein Trumm in meinem Leben. Und bislang hatte ich immer einen Antrieb gefunden - wobei ich keinerlei Ahnung habe, was denn dieses Agens im Eigentlichen sei - entweder handhabbare Steine draus zu kloppen oder bei absoluter Unbearbeitbarkeit Umgehungen zu finden und zu er-arbeiten, auch wenn diese mich in eine völlig andere Richtung führten, als ich so eigentlich gehen wollte. Ich hab also nicht _gegen_ die Katastrophe gearbeitet und gehadert, sondern _mit_ ihr, sie gehörte ja jetzt zu mir, machte mich in Teilen aus, ohne ihr zu erlauben, mich zu bestimmen.
Aber das ist mein kleiner Weg, mein Umgang mit dem bislang Lebbaren. Zu Krieg, Naturverwüstung, Missbräuchen, Gewalt hab ich weder Lösung noch Idee. Da sehe ich weder "Sinn" noch Ursprung, außer dem, was ich die größte Sünde empfinde: dem Streben nach Herrschaft über andere und anderes. Also eher Grund als Sinn ...
Was ist klein, grün und dreieckig? - Ein kleines grünes Dreieck! (copyright: mein Neffe als Kleines)
ehrlicherweise empfinde ich dieses "Sinn-Ding" auch eher so, dass es einen Menschen bei der Stange halten soll, der eine immens beschissene Situation zu ertragen hat. Also wie Möhre und Lastesel.
Viele Religionen operieren mit "Sinn" - im Christentum besonders. Und da bin ich nicht so der Typ.
Zitat von lyanna im Beitrag #27Da ich leider nicht fragen kann, den Text aber sehr passend finde, traue ich mich und stelle ihn doch hier ein. Ich lösche ihn sofort wieder, wenn das nicht erlaubt ist oder die Moderation löscht ...mir sagt ja keiner was ...
Das Leben ist sinnlos und erfüllt nur den Zweck der Reproduktion, um das System am Leben zu halten. Für das Individuum ist das Leben komplett sinnlos, da es mit dem Tod endet und all das was passiert, ist egal. Man könnte sagen, dass der Fortschritt ein Sinn ist, um dem kommenden Leben ein einfacheres, besseres zu bescheren, aber auch das ist völlig egal, denn auch das zukünftige ist vergänglich und damit sinnlos.
Die Kunst ist nun entweder das alles einfach zu ignorieren und so lange durchzuhalten bis man vom Tod überrascht wird oder einen persönlichen Sinn in der ganzen Sinnlosigkeit zu finden. Das ist für jeden Menschen etwas anderes. Viele Menschen scheitern daran.
von bratkaroffel
Jetzt nicht so viel Zuversicht und Optimismus. Ist ja kaum auszuhalten. ...
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Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von lyanna im Beitrag #27Da ich leider nicht fragen kann, den Text aber sehr passend finde, traue ich mich und stelle ihn doch hier ein. Ich lösche ihn sofort wieder, wenn das nicht erlaubt ist oder die Moderation löscht ...mir sagt ja keiner was ...
Das Leben ist sinnlos und erfüllt nur den Zweck der Reproduktion, um das System am Leben zu halten. Für das Individuum ist das Leben komplett sinnlos, da es mit dem Tod endet und all das was passiert, ist egal. Man könnte sagen, dass der Fortschritt ein Sinn ist, um dem kommenden Leben ein einfacheres, besseres zu bescheren, aber auch das ist völlig egal, denn auch das zukünftige ist vergänglich und damit sinnlos.
Die Kunst ist nun entweder das alles einfach zu ignorieren und so lange durchzuhalten bis man vom Tod überrascht wird oder einen persönlichen Sinn in der ganzen Sinnlosigkeit zu finden. Das ist für jeden Menschen etwas anderes. Viele Menschen scheitern daran.
von bratkaroffel
Jetzt nicht so viel Zuversicht und Optimismus. Ist ja kaum auszuhalten. ...
Von mir gefettet
Du hast die entscheidenden zwei Sätze nicht verstanden.
Das fasst es im Prinzip für mich zusammen. Ich glaube nicht daran, dass es ein "höheres Wesen" oder einen Gott gibt, der einen - undurchschaubaren und hintergründigen - Plan hat und unserem Leben damit einen Sinn verleiht.
Wir sind für uns selbst verantwortlich, das heißt auch für einander. Im erweiterten Sinne auch für den Planeten, der unsere Lebengrundlage bietet. Ob auf der rein persönlichen Ebene irgendetwas einen Sinn ergibt, entscheidet jeder einzelne selbst
@mono, ich frage aus echtem Interesse, was ist denn der Sinn?
Ich sehe mich eher bei der "der Sinn ist menschengemacht"-Fraktion.
Geschehnisse können zudem in der Deutung hinterher einen Sinn bekommen.
Ich denke ansonsten, dass nichts einen (höheren) Sinn hat. Stört mich aber auch nicht.
Ich glaube auch nicht daran, dass man "belohnt" wird, wenn man eine Menge Schlimmes erträgt. Kann sein, dass es hinterher besser läuft, kann sein, dass hinterher noch mehr Mist kommt.
[Woran ich allerdings schon sehr glaube, ist das "wie in den Wald rein, so auch raus" - Prinzip, aber da geht es um Konsequenzen der eigenen Handlungen].
Nichtsdestotrotz haben natürlich zufällige Ereignisse Auswirkungen auf die Betroffenen, und daraus können sich dann gute oder schlechte Veränderungen ergeben - was dann durchaus auch als Sinn gedeutet werden kann. Weniger abstrakt: Ein Unfall zum Beispiel, der einen jungen Menschen eine Weile aus dem Leben reißt, kann zu einem Umdenken bzgl der eigenen Prioritäten führen. Rückblickend kann so Gutes aus Schlechtem kommen, aber nicht, weil das der Sinn des Unfalls war.
Zitat von R_Rokeby im Beitrag #30ehrlicherweise empfinde ich dieses "Sinn-Ding" auch eher so, dass es einen Menschen bei der Stange halten soll, der eine immens beschissene Situation zu ertragen hat. Also wie Möhre und Lastesel.
Viele Religionen operieren mit "Sinn" - im Christentum besonders. Und da bin ich nicht so der Typ.
Danke, sehe es genauso, nur Du kannst es schöner ausdrücken.
Weil ich ja nie was verstehe... Geht es auch ohne solche Kommentare?
mono, das ist anstrengend. Geht's denn auch mal ohne dass du gleich einschnappst, wenn jemand anders als zustimmend oder wunschgemäß auf deine Beiträge eingeht?
Das "Weil ich nie was verstehe..." spielt sich allein in dir ab. Das habe ich weder geschrieben noch gedacht und ich lasse es mir nicht einfach in den Mund legen.
Das ist aber wieder so " Zweck". Wenn du x tust,bekommst du y. Dass ist aber nicht unbedingt " Sinn".
Daher gibt es mMn nicht " den Sinn", sondern " Sinn" . Also eben nicht" Das ist jetzt der Sinn". 42. Sondern eher: Das Leben, das Universum usw. haben Sinn,sind von Sinn voll.
Es geht nicht um " wunschgemäß", sondern darum,daß ich mich nicht beschimpfen lasse. Es kann ja auch mal sein,dass x einen anderen Zugang zu etwas hat als y.
Ich hätte ja auch schreiben können,dass du keinen Sarkasmus nicht verstanden hast,aber sowas mache ich halt nicht. Es muss doch möglich sein, nicht am Verstand anderer zu zweifeln.
Zurück zum Thema, es geht hier nicht um Streitereien.
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Zitat von Blue2022 im Beitrag #5In Krisen und Schicksalsschlägen sehe ich keinerlei Sinnhaftigkeit. Ich sehe nur Menschen, die TROTZ Schicksalsschlägen sich tapfer durchgekämpft und gut aufgestellt haben.
Du siehst _für dich_ keinen Sinn in Schicksalsschlägen oder du glaubst, dass auch die Schicksalsschläge anderer für sie keinen Sinn haben können/sollen?
welchen "Sinn" sollten sie denn haben? Einen alttestamentarisch unterlegten: Strafe, Prüfung, göttliche Laune...?
Zitat von caramia_2.0 im Beitrag #13Ich bin überzeugt, dass alles einen Sinn. Manchmal verstehen wir ihn halt erst später und manchmal auch gar nicht. Aber es gibt ihn.
Die Schicksalsgöttinnen spinnen den Faden, über den wir stolpern, auf die Nase fallen und uns das Hirn einschlagen: sie wissen nicht, was tun und wir sind deppert, etwas zu erkennen. Nehmen den geographisch nächsten der vielen aktuellen Kriege oder einen beliebigen weiter weg, das Erdbeben kürzlich in Afghanistan, den Gletscherabbruch in den Dolomiten, Fukushima, die Religionskriege... mir erschließt sich da nichts. Aber es gibt den Sinn dahinter?
Zitat von Avada im Beitrag #10Aber ich finde es auch entlastend, manche Dinge einfach als Tatsache annehmen zu können, ohne einen Sinn suchen zu müssen.
Ich finde nicht, dass, einen Sinn zu glauben, ausschließt, Dinge als Tatsache hinzunehmen. Ich bin sozusagen ein "Sinnglauber", aber kein "Sinnsucher". Ich glaube, dass alles einen Sinn hat, aber ich suche ihn nicht. Warum mein Sohn gestorben ist, oder meine Schwägerin – ich weiß es nicht, werde es wahrscheinlich nie wissen. Welchen Sinn es hat, ist mir eigentlich egal. Aber ich glaube, dass es einen Sinn bzw. Grund gibt. Mit der Frage nach dem Warum habe ich abgeschlossen. Ich stelle sie nicht mehr, sie ist nicht relevant für mich.
Zitat von Kitty_Snicket im Beitrag #12Ich hatte das ursprünglich (in deinem Posting) verstanden im Sinne einer Verschmelzung*, wenn das ein besserer Ausdruck ist. Tatsächlich weiß ich grad nicht, wie ich es mir genau vorstellen soll (aber vielleicht ist das ja ein Ding der Unmöglichkeit, eben weil es die menschliche Vorstellungskraft übersteigt).
Es ist noch alles da, aber es tut nicht mehr weh/die Freude/Agape/... überwiegt?
*Auflösung ist für mich auch einigermaßen buddhistisch konnontiert, ums jetzt nochmal bissl zu verkürzen - das Eingehen ins "große Ganze"
Was das angeht, ist für mich Römer 8 total entscheidend. Besonders Vers 18: "Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll." Wörtlich: "sie sind nicht wert". Und das ist für mich vor allem so entscheidend, weil Paulus nicht selig lächelnd über dem Leid schwebt, sondern auch sagt, dass er am Leben verzweifelte. Ich glaube, dass die Herrlichkeit am Ende so groß ist, dass das schwerste Leid nicht dagegen ankommt. Das Kapitel gipfelt dann in der Zusage, dass Hunger, Tod, Angst, Gewalt und all das uns nicht von Gottes Liebe trennen kann. Das ist das, woran ich glaube.
Zitat von bunte Kuh im Beitrag #16Wenn in meinem Leben gerade alles blöd und schlimm ist, geht mir der (meistens tröstlich gemeinte) Spruch: "Wer weiß, wofür es gut ist!" unglaublich auf die Nerven.
Ich finde, dieser Spruch verharmlost oft das Leid, bzw. nimmt es nicht ernst. Denn auch wenn, wie ein User schrieb, die Kündigung zur Traumstelle führt, dann ist es im Moment der Kündigung einfach kacke, weil man erst mal nicht weiß, wie es weitergeht. Wie hat es schon Erich Kästner gesagt: Man darf mit dem Trösten nicht zu früh beginnen.
Zitat von vultura im Beitrag #41Einen alttestamentarisch unterlegten: Strafe, Prüfung, göttliche Laune...?
Für mich eine ganz üble Vorstellung und meiner Meinung auch vielfach ein Missverstäntnis vom AT. Das AT spricht ja oft von "Strafe", allerdings finde ich spannend, dass der Weg nicht "normal" - "Strafe" - "zurück zu normal" ist, sondern das Leid, das passiert, immer der Weg zu etwas ist, was besser als der vorherige Normalzustand war. Also anders, als das was wir juristisch unter einer Strafe verstehen. - Geht aber, wenn man es vertiefen möchte, wahrscheinlich zu weit vom Thema ab. OT: Es heißt "alttestamentlich". "Alttestamentarisch" ist die abwertende Bezeichnung der Nazis (Kann man sich merken, weil "arisch" drinsteckt)
Zitat von rahsil im Beitrag #45 OT: Es heißt "alttestamentlich". "Alttestamentarisch" ist die abwertende Bezeichnung der Nazis (Kann man sich merken, weil "arisch" drinsteckt)
Danke, das ist ja gut zu wissen! Das merke ich mir.
Zitat von mono im Beitrag #39 Sondern eher: Das Leben, das Universum usw. haben Sinn,sind von Sinn voll.
.
Was verstehst du unter "Sinn" - weil irgendwie deucht mich, das könnte der Kasus Knacktus sein....
Gar nicht so einfach. Hab grade mal bei Wikipedia geguckt. Ich bin nicht so sehr bei der teleologischen Deutung ( wozu etwas da ust), sondern eher bei der metaphysischen.
Signatur:
Gib dem Leben Farbe, bring dich ein mit einem Wort, einem Lächeln.
"Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert, dafür zu töten und zu sterben" (R. Mey)
Zitat von rahsil im Beitrag #45 Ich finde nicht, dass, einen Sinn zu glauben, ausschließt, Dinge als Tatsache hinzunehmen. Ich bin sozusagen ein "Sinnglauber", aber kein "Sinnsucher". Ich glaube, dass alles einen Sinn hat, aber ich suche ihn nicht. Warum mein Sohn gestorben ist, oder meine Schwägerin – ich weiß es nicht, werde es wahrscheinlich nie wissen. Welchen Sinn es hat, ist mir eigentlich egal. Aber ich glaube, dass es einen Sinn bzw. Grund gibt.
gekürzt von mir
Ich meinte damit auch nicht, dass Sinn-Glaube eine Tatsachen-Annahme ausschließt.
Ich glaube an keine höhere Macht. Mit mir macht der Gedanke, dass manche Dinge oder Situationen eben ohne Sinn oder Grund dahinter passieren, nichts. Ich finde das okay. Genauso wie ich es verstehen kann, dass es manchen Menschen sehr wichtig ist, dass alles seinen Sinn hat und daran festhalten. Ist eben eine Einstellungssache.